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Dreamland© by Freya (), 24.07.2000
Der Ritt war lang und hart gewesen. Methos wünschte sich nur noch ein heißes Bad und ein bequemes Bett. "Hier muß es sein, als ich das letzte Mal hier war, sah es zwar etwas anders aus, aber ich meine mich an diese Felsformation erinnern zu können." Er drehte sich nach seinem Begleiter um, um zu sehen, wie dieser seine Worte aufnahm. Duncan stöhnte laut und mißmutig auf. Methos hatte die letzten 4 Stunden immer wieder behauptet, daß sie bald an ihrem Ziel wären, und jedesmal hatte es sich als Irrtum herausgestellt. "Ich glaube, Du hast überhaupt keine Ahnung, wo wir sind. Wir irren schon seit 2 Tagen durch die Wildnis, ohne bisher auch nur einen Hauch von etwas zu sehen, was uns weiterhelfen würde!" Der älteste der Unsterblichen verzog das Gesicht. Duncans Laune hatte sich seit Beginn ihrer Reise kontinuierlich verschlechtert und schien jetzt am Tiefpunkt angekommen zu sein. "Komm schon Mac, ich bin mir wirklich sicher, daß es hier irgendwo sein muß und so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht, früher hat Dir das reiten doch auch nichts ausgemacht!" Seinem Freund einen giftigen Blick zuwerfend murrte der Schotte: "Ja, wenn es ein Pferd wäre!" Methos verdrehte die Augen. "Fang bitte nicht schon wieder damit an. Wir haben gelost und Du hast verloren. Wie hätte ich denn auch wissen können, daß sie nur ein Pferd haben?! Das letzte Mal, als ich hier war, hatten sie die beste und größte Pferdezucht von ganz Zambai. Der Betrieb war im ganze Land berühmt." Duncan ließ ein höhnisches Lachen hören. "Wenn ich noch einmal höre, wie es war, als Du das letzte Mal hier warst, vergesse ich mich!! Deine Freunde haben anscheinend über ihre Verhältnisse gelebt und mußten sämtliche Betriebsmittel veräußern. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß ich auf einem Esel reite, während Du auf einem GROßEN PRÄCHTIGEN PFERD sitzt!!" "Duncan hör auf damit. Du warst einverstanden damit zu losen. Du hast verloren, jetzt nimm es wie ein Mann!" Methos verlor langsam die Geduld. Er wand seinen Blick wieder dem Weg zu. Plötzlich zügelte er sein Pferd. Duncan, der laut vor sich hinschimpfend hinter ihm ritt hatte ebensowenig aufgepaßt wie der Esel, denn sie wurden unsanft am Hinterteil des Pferdes gestoppt. "Paß doch auf Highlander!" zischte Methos ihm zu, während er versuchte, den Hengst, der von dieser Attacke nicht eben begeistert war, wieder unter Kontrolle zu bringen. "Oh, tut mir außerordentlich leid Methos, wäre tragisch wenn der einstige *Death on a horse* plötzlich ohne Horse dastehen würde, weil er sein Pferd nicht unter Kontrolle hat!" "Wenn ich es nicht besser wüßte MacLeod, würde ich denken, Du bist etwas ungehalten.." "Ach was, ein Schnelldenker auch noch?! Welch Ehre mit Euch zusammen durch die Wildnis zu reiten Meister!" Methos hatte sein Pferd schnell wieder unter Kontrolle, sein Temperament konnte er allerdings schlechter zügeln, es ging mit ihm durch. "Duncan MacLeod vom Clan MacLeod, was zum Teufel denkst Du eigentlich machen wir hier?! Ich habe diese ganze beschissene Reise nur wegen Dir auf mich genommen, nur weil DU solange gequängelt hast, bis ich einverstanden war, Dich hierher mitzunehmen! Und jetzt halt bitte für einen Moment den Mund, ich muß nachdenken." "Aber natürlich. Wenn Sie es wünschen Sir!" Duncans Stimme triefte vor Sarkasmus, aber er kam der Aufforderung nach. Methos stand in den Steigbügeln auf, um einen besseren Blick auf die Umgebung zu haben. "Da ist er, das ist der Pfad zum Palast!" hörte Duncan wenige Sekunden später einen triumphierenden Ruf, bevor er hustete weil Methos Pferd die trockene Erde aufwirbelte, als es aus dem Stand angaloppierte. Mit einem Fluch gab auch Duncan seinem Esel die Sporen. Naja, er hätte sie ihm gegeben, wenn er welche gehabt hätte. Er wäre Methos auch gerne gefolgt, wenn der Esel sich nur darum gekümmert hätte, was Duncan wollte. Aber er hatte eine ganz eigene Vorstellung über die passende Reisegeschwindigkeit, weshalb Duncan Mühe hatte ,seinen Freund nicht aus den Augen zu verlieren. Glücklicherweise konnte selbst der störrischte Esel den Pfad, den sie eingeschlagen hatten, nicht verlassen, ohne sich das Genick zu brechen, also beschloß Duncan sich treiben zu lassen und zu sehen, wo ihn dieser Weg und diese Reise hinführten.
Nach etwa 2 km, während der er nicht ein einziges Mal den anderen Reiter oder auch nur die Schwanzspitze seines Pferdes zu Gesichte bekam, weitete sich der schmale Pfad zu einem breiten Weg, der direkt auf ein traumhaftes Gebäude zuführte. Duncan blieb der Mund offen stehen. Methos hatte nicht übertrieben, das war ein Palast. Und was für einer. Duncan hatte in seinem bisherigen Leben noch nie so etwas prachtvolles und schönes gesehen. *Nun jedenfalls nicht als Gebäude* fügte er schmunzelnd hinzu. Langsam ritt er auf das Schloß zu, während er sich verwundert umsah. Kein Zeichen von Methos oder anderen Menschen war zu sehen. Der Weg war gesäumt von traumhaften Gärten, in denen viele Skulpturen standen. Lange Wasserstraßen durchschnitten die Rasenflächen und zierliche Brücken überspannten sie. *Wie in einem Traumland* aber wo war Methos?
Duncan folgte dem gelb gefliesten Weg bis vor das Schloß, dann setzte er seine Füße auf den Boden und ließ den Esel gehen. Der suchte sich ein schattiges Plätzchen in einem der Beete vor dem Eingang und begann zu fressen. Duncan überlegte gerade, ob er sich wider Erwarten doch verirrt hätte, als das breite Portal des Schlosses aufschwang und ein Butler *?* sich tief vor ihm verneigte. "Mr. MacLeod wenn ich recht vermute?" Stumm nickte Duncan, nicht wissend ob er lachen oder schreien sollte. Was zum Teufel sollte das alles? "Wenn Sie mir bitte folgen würden Sir?" Mit einem weiteren Nicken folgte Duncan dem Butler in das Innere des Palastes. Er fühlte sich in eine Welt aus 10001 Nacht versetzt. Der beige Boden und die grünen Wände ließen den Eindruck einer Oase entstehen. Palmen standen vor den Wänden, und ein Springbrunnen plätscherte lustig vor sich hin, was den Eindruck noch verstärkte. "Entschuldigen Sie Sir, darf ich ihnen Ihr Zimmer zeigen?" "Oh selbstverständlich Mr...?" fragend sah Duncan den anderen Mann an. "Wie unaufmerksam von mir. Benson, William Benson, Sir!" "Danke Mr. Benson, ich hole nur kurz mein Gepäck." Ein Hüsteln hielt ihn zurück. "Ihr Gepäck Sir, ist schon auf ihr Zimmer gebracht worden." Duncan schüttelte nur erstaunt den Kopf. Er hatte niemanden die Halle betreten sehen. Aber wenn Methos ihn hierher mitgenommen hatte, dann konnte es nicht wirklich gefährlich sein, sich einfach einmal gehen zu lassen.
Das Zimmer war ein Traum in Grün. Er fühlte sich an die Gemächer eines Sultans erinnert. Das breite Bett war mit hunderten von Kissen bestückt und außer einem schön verzierten Kasten für die Kleidung konnte er noch einen großen Diwan und eine riesige Badewanne entdecken, neben der auf einem kleinen Tisch Obst und Wein stand. Mit einem Lachen ließ er sich auf den Diwan fallen. "Haben sie noch einen Wunsch Sir?" fragte Benson mit gesenkter Stimme. "Ja, ich wüßte gerne, wer mein Gastgeber und wo Mr. Pierson ist." Der Butler schien einen Augenblick verunsichert zu sein, hatte sich aber schnell wieder in der Gewalt. "Es tut mir leid Sir, ich kenne keinen Mr. Pierson und Ihr Gastgeber wird Sie mit Sicherheit aufsuchen, sobald sie etwas ausgeruht von der langen Reise sind." Er klatschte zweimal in die Hände. Verständnislos sah Duncan ihn an. Mit einer kleinen Verbeugung zeigte Benson auf die Tür neben dem Bett, die Duncan vorher nicht wahrgenommen hatte. Dort erschienen 3 junge Männer, die nur mit geknoteten Tüchern um die Hüften bekleidet waren. Sie verbeugten sich von Duncan und begannen dann, ihm ein Bad einzulassen. "Was?!?" wand er sich an Benson aber der schloß gerade leise die Tür hinter sich. Duncan betrachtete die jungen Männer skeptisch. Er hatte nie viel davon gehalten bedient zu werden und schon gar nicht, während er badete. "Danke meine Herren das reicht. Ich komme alleine zurecht." Die Männer lächelten ihn an, machten aber keine Anstalten sich zu entfernen. Duncan überlegte, ob sie ihn vielleicht nicht verstanden hätten und beschloß abzuwarten, vielleicht würden sie sich nach einer Weile entfernen. Er trat zu dem großen Fenster und sah in einen gigantischen Innenhof, der mit exotischen Pflanzen und Tieren gefüllt war. Auch hier waren keine Menschen zu sehen. Ein paar Pfauen stolzierten über den Rasen und schienen in schönster Harmonie mit den Tigern *?* und Affen zu leben, die, soweit er es überblicken konnten, ebenfalls frei herumliefen. Nun gut das würde zumindestens dort die Menschenleere erklären. Eine Hand auf seiner Schulter ließ ihn herumfahren. Ein entschuldigendes Lächeln auf dem Gesicht stand einer der Männer hinter ihm und bedeutete ihm mit Gesten, daß er ihm beim Entkleiden helfen wolle. Entschieden schüttelte Duncan den Kopf. "Nein danke!" aber anscheinend verstand er ihn wirklich nicht. "No. Non. Nö. Njet." versuchte Duncan es in allen Sprachen die ihm spontan einfielen, während er abwehrend eine Hand ausstreckte. Immer noch lächelnd sprach der junge Mann schließlich mit weicher Stimme. "Duncan, bitte, keine Angst." "Aha, Du kannst also doch sprechen! Ich habe keine Angst und ich will keine Hilfe, verstanden?" wieder dieses Lächeln. Duncan war normalerweise nicht gewalttätig aber langsam ging ihm dieser Kerl wirklich auf's Gemüt. Jetzt kamen auch noch die beiden anderen. Ein dunkelhaariger Jüngling, den Duncan höchstens auf 20 schätzte, kniete vor ihm nieder und sagte mit angenehm tiefer Stimme: "Apollo." Der zweite, ein blondes Kind von höchstens 19 beugte ebenfalls sein Knie vor Duncan. "Achill." bevor sich der dritte ebenfalls auf die Knie fallen lies griff Duncan ein. "Ha, Ha, in Ordnung, ich habe den Witz verstanden. Wo sind die Kameras? Hätte mir denken können, das M..Adam solche Späße lustig findet. Ihr könnt das jetzt lassen." Aber die drei Jünglinge sahen ihn nur an, als ob er wirres Zeug reden würde und ehe er es verhindern konnte, kniete auch schon der Lächler vor ihm und murmelte: "Ares." Duncan lachte, aber selbst in seinen Ohren hörte es sich etwas hysterisch an. Er trat einen Schritt von den Knienden zurück. "Danke meine Herren, das reicht jetzt, wenn Sie mich bitte alleine lassen würden? Ich nehme kein Bad und ich brauche ihre Hilfe nicht!" Der, der sich als Ares vorgestellt hatte und offensichtlich der Anführer der Drei war erhob sich anmutig, griff nach Duncans Hand und führte ihn sanft aber bestimmt zum wartenden Bad. Die beiden anderen folgten ihnen. Duncan bemerkte eine leichte Panik in sich aufsteigen. Warum um alles in der Welt hatte er Methos nur dazu überredet, ihn hier mit herzunehmen? *Reine Neugier.* antwortete er sich selbst. Anscheinend sollte das hier eine Prüfung oder etwas ähnliches sein, also entschied Duncan, gute Mine zum bösen Spiel zu machen und fügte sich in sein Schicksal. Sechs erstaunlich kräftige Männerhände begannen ihn auszukleiden. Duncan schloß die Augen, er wünschte sich weit, sehr weit weg von diesem Ort. Und wo zum Henker war Methos? "Bitte?" hörte er Apollos Stimme. "Verbreitern Sie ihre Beine." Ein Lachen stieg in Duncans Kehle auf. "Bitte was soll ich machen?" Ares schaltete sich ein. "Entschuldigen Sie unser nicht perfektes Sprache. Er bittet Sie zu machen Ihre Beine breit, damit wir Sie können befreien von Ihrem Beinkleid." Duncans Lachen war laut und kam aus vollem Herzen. Das war absurd. Drei fragende Augenpaare in denen ein Anflug von verletztem Stolz zu sehen war richteten sich auf ihn. "Ich lache nicht über Euch..." keuchte Duncan. "Ich lache über mich und über das alles hier.." er schloß mit einer Geste das Zimmer und den Palast mit ein. Drei Lächelnde Gesichter antworteten ihm, seine Erklärung schien ihnen zu genügen. Er kam der Bitte nach und stellte seine Beine auseinander. Duncans Lachen verstummte abrupt, als er einen Unsterblichen spürte. Mit herabgelassenen Hosen in Begleitung von drei jungen Männern angetroffen zu werden war unter normalen Umständen schon ein Grund vor Scham im Boden zu versinken, aber in einer solchen Situation einem anderen Unsterblichen ausgeliefert zu sein, konnte tödlich sein. Duncan entspannte sich erst, als die unsterbliche Präsenz stärker wurde und er Methos erkannte. Kurz darauf ging die Tür auf und Methos betrat, nur mit einem geknoteten Handtuch um die Hüften das Zimmer. "Wie ich sehe habt ihr vier Hübschen schon angefangen." Waren seine ersten Worte denen eine anerkennender Blick auf Duncans nackte Brust folgte. "Adam, wie kannst Du?!" entfuhr es Duncan. Ein unschuldiger Blick aus goldgrünen Augen trafen anklagende dunkle. Ein leichtes Lächeln auf den Lippen bat Methos die drei Männer mit einem Nicken ihr Werk zu vollenden. Duncan wehrte sich jetzt ernsthaft. "Nein! M..Adam schick sie weg!" aber Methos dachte gar nicht daran. Er ließ sich mit einem sehr zufriedenen Grinsen auf dem Diwan nieder. "Mac, sei doch nicht so spießig, Du wolltest unbedingt hier herkommen, also bitte. Du bist hier, jetzt mußt Du auch mitspielen. Du wußtest worauf Du Dich einläßt." Duncan verkniff sich die heftige Antwort die ihm auf der Zunge lag. Methos hatte Recht. Er hatte den alten Mann so lange bestürmt ihn mitzunehmen, als er von diesem Ort gehört hatte, bis dieser nach langem Zögern endlich nachgegeben hatte. Allerdings nur unter Protest und nur weil Duncan mit *Liebesentzug* gedroht hatte. Er war so neugierig gewesen, nachdem Methos ihm erzählt hatte, daß es einen Ort gab, an dem noch der *alten* Lebenskunst gefröhnt wurde. Methos hatte ihm zwar erzählt was ihn hier erwarten würde, aber bis zum jetzigen Zeitpunkt hatte er das ganze für einen Scherz gehalten. Verdammt wenn er doch nur häufiger auf Joe hören würde. Der hatte ihm gesagt, daß Methos in diesem speziellen Fall nicht scherzen würde, aber Duncan war dermaßen davon überzeugt, daß es eine von Methos vielen *Geschichten* war, daß er Joes Einwände ignoriert hatte. Nicht daß Joe wirklich Einwände gehabt hätte. Er wäre liebend gerne mitgekommen, als Duncan ihm davon erzählt hatte, denn er hatte in verschiedenen Chroniken von diesem Ort gelesen, allerdings immer nur als vage Andeutungen. Keiner der Watcher hatte bisher den Weg zu diesem verschwiegenen Palast am Ende der Welt gefunden, an den sich scheinbar regelmäßig einige Unsterbliche zurückzogen um Ruhe und Entspannung vor der Realität zu suchen. Alle Watcher hatten ihre *Bezugspersonen* irgendwann auf dem Weg hierher verloren und sie erst Wochen später wiederfinden können. Nur die Chroniken von Menschen wie Joe, die ihren *Schützlingen* näher gekommen waren, wiesen Anspielungen auf diesen Ort auf. Duncan schmunzelte, vielleicht würde er Joe auch etwas erzählen...aber wahrscheinlich eher nicht. Es mußte ja nicht alles in den Chroniken stehen.
"Mac, alles in Ordnung?" brachte die Stimme von Methos ihn wieder in die Realität zurück. Duncan nickte und stellte erstaunt fest, daß er mittlerweile ebenfalls nur noch mit einem Tuch um die Hüften bekleidet war. Sein Blick suchte den seines Freundes, der liebevoll fragend auf ihn gerichtet war. "Willst Du lieber wieder nach Hause?" fragte Methos ernst. Duncan überlegte einen Augenblick, dann schüttelte er energisch den Kopf. "Nein.. Aber.." ein bittender Ausdruck erschien auf seinem Gesicht. "Ja?" "Bitte sag das nächste Mal vorher Bescheid, wenn Du Dich aus dem Staub machst und mich allein läßt. Ich war im Gegensatz zu Dir noch nie hier und bin etwas...nun ja..unsicher, was die Sitten und Bräuche angeht." Methos lächelte ihn strahlend an, kam zu ihm, legte einen Arm um seine Schultern und gab ihm einen sanften Kuß. "Ich werde Dir alles beibringen, was Du über diesen Ort wissen mußt, wenn Du mich läßt mein Herz." Flüsterte er an Duncans Lippen. Der Highlander errötete doch tatsächlich, als er sich daran erinnerte, daß Apollo, Ares und Achill immer noch neben ihnen standen und er sich hastig von ihm löste. *Wie süß.* "Sollen wir?" hauchte Methos ihm verführerisch ins Ohr. "Was?" Duncan schien immer noch nicht zu wissen, was ihn erwartete. "Die Freuden des Lebens genießen." Methos tiefes Lachen jagte Schauer über Duncans Rücken. "Oh." Methos zog Duncan hinter sich her. "Komm mein schottischer Krieger, wir werden Dir zeigen, wie man sich hier vergnügt." Auf einen Wink von Methos kamen Apollo und Ares näher und begannen die Knoten der Tücher zu lösen. Duncans Augen wurden groß. Er fragte sich kurz ob er wirklich bereit war, aber Methos Zunge, die kurz über seine Schulter leckte, und die starken Finger, die sein Bein entlang strichen, während das Tuch entfernt wurde, machten ihm seine Entscheidung leicht. Mit einem Lächeln folgte er Methos in die Badewanne.
"Ach das waren noch Zeiten, als es in jedem Haus, das auf sich hielt, ein paar parfümierte Badesklaven gab." Seufzte Methos, während sie von kundigen Händen eingeseift und massiert wurden. "Ich könnte mich dran gewöhnen..." schnurrte Duncan behaglich. "Wo kommen die Männer eigentlich her?" Methos konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. Das war so typisch Duncan. Hier saßen sie mit 3 leckeren jungen Sklaven, die ihr Handwerk wirklich verstanden, und der Highland-Prinz wollte wissen, wo sie herkamen. Als nächstes würde er wissen wollen, warum sie hier arbeiteten. "Duncan, der Zauber dieses Ortes ist, daß hier keine Fragen gestellt werden und niemand sich Sorgen zu machen braucht. Nur soviel. Niemand, der hier ist, egal in welcher Position, wird zu irgend etwas gezwungen. Alles geschieht freiwillig." Ein erstaunter Blick traf ihn. "Es ist jemand freiwillig ein...*Sklave*?" Duncan brachte das Wort kaum über die Lippen. "Selbstverständlich. Und jetzt denk bitte nicht mehr darüber nach, sonst verdirbst Du uns den ganzen Spaß." Duncan setzte sich mit einem Ruck auf, so daß eine große Welle über den Wannenrand schwappte. "Me...i, Adam Du weißt, daß ich das nicht kann. Woher bist Du Dir so sicher, daß alles freiwillig ist und niemand zu etwas gezwungen wird? Sieh Dir diese Kinder an. Wie lange sind sie schon hier, woher kommen Sie, was sagen ihre Eltern dazu?" Mit einem erneuten Seufzer und der Überlegung, ob es eine gute Idee gewesen war, Duncan mit hierher zu nehmen, antwortete Methos. "Duncan, wenn Du mir nicht glaubst, warum fragst Du sie nicht selbst?" Das schien eine gute Idee zu sein, also wand Duncan sich an Ares der ihm am nächsten war. "Ares, wieso bist Du hier?" "Ich liebe zu dienen Duncan, ich liebe es werden gebraucht. Nur hier ich kann sein, wie bin ich." fast flehend waren die dunklen Augen des jungen Mannes auf Duncans Gesicht gerichtet. "Ich vollkommen glücklich hier." Als er das Verstehen in Duncans Augen sah lächelte er zufrieden und küßte seinem Herren die Hand. Etwas zögerlich ließ Duncan sich die Liebkosung gefallen. Die Idee war einfach zu neu für ihn. Wieder wand er sich an Methos, der sich mittlerweile mit geschlossenen Augen von Apollo mit Weintrauben füttern ließ, während Achill damit beschäftigt war, seine Brust mit duftenden Ölen einzureiben. Duncan vergaß, was er seinen Freund hatte fragen wollen. Der Anblick von Methos, der sich verwöhnen ließ erregte ihn heftiger, als er es für möglich gehalten hatte. Ein leises Lachen lenkte ihn von seiner Betrachtung ab. "Ich darf?" hörte er Ares. Stumm nickte Duncan und wartete gespannt auf die Dinge, zu denen er gerade seine Einwilligung gegeben hatte, ohne zu wissen, worauf er sich einließ. Ares lächelte ihn an, und rutschte tiefer in die Wanne. Duncan sog scharf den Atem ein, als er erfahrene Hände und weiche Lippen auf seinem Bauch fühlte, die sich eindeutig in tiefere Regionen bewegten. "Gods." Entfuhr es ihm und erst, als er Methos Lachen hörte wurde ihm bewußt, daß er laut gesprochen hatte. "Na das ist doch die lange Reise wert gewesen oder was meinst Du?" Duncan entspannte sich und ließ ein zufriedenes "Ohh yess!" hören. "Und das ist erst der Anfang Duncan..." das Versprechen in Methos Stimme ließ Duncan schaudern. "Ich bin gespannt." "Das sehe ich."
Ares tauchte mit einem lauten Keuchen auf. Duncan schlug erschrocken die Augen auf. Er hatte nicht mehr daran gedacht, daß sie in einer wassergefüllten Wanne lagen, so sehr hatte ihn das Spiel der Hände und des geübten Mundes gefangen genommen. Das Gesicht des jungen Mannes in seine Hände nehmend zog er ihn an seine Brust und hauchte ihm einen Kuß auf die Lippen. "Du sollst nicht ertrinken, Du bist nicht unsterblich mein Freund." Ein breites Lächeln antwortete ihm. Merkwürdig wie dieses Lächeln sprechender war als alle Worte, hatte er sich vorhin wirklich darüber aufgeregt? Duncan fing an, diesen jungen Mann zu mögen. Aber ihm stand der Sinn jetzt mehr nach einem alten Mann. Der lag zum Glück nur eine Armlänge von ihm entfernt, also streckte er seine Hand aus und zog Methos zu sich. Ein kleines protestierendes Gemurmel war zu hören, als dadurch die Zuwendungen der beiden anderen Männer unterbrochen wurden. Duncan brachte es mit einem heftigen Kuß zum schweigen. Seine Zunge spielte mit Methos Lippen, ehe sie tief in den warmen feuchten Mund seines Geliebten eindrang und die Süße der Trauben kostete. Die beiden versanken in ihren Kuß und vergaßen die Welt um sich herum. Die drei Männer hörten nicht auf, sie zu streicheln und zu massieren und ein kleiner noch klar denkender Teil in Duncans Gehirn fragte sich, warum er sich dagegen gewehrt hatte. Ein geflüstertes "Ich rechte Rückseite!" Brachte sie aus dem Konzept. Duncan löste sich mit einem Lachen von Methos. "Bitte was?" Verlegene Gesichter blickten sie an. "Ares wollen nicht platzen." Brach es aus Achill raus. Methos Augenbraue ging in die Höhe und der arme Junge beeilte sich weiter zu erklären. "Ich denke Achill sich um linke Seite kümmern und Ares um untere Teile, also ich rechte Rückseite." Duncan ertrank fast, weil er so lachen mußte, er verstand kein Wort, aber er fand das ganze unglaublich komisch. Methos grinste als er Achill in einer Sprache, die Duncan völlig fremd war, fragte was er sagen wollte und die Antwort bekam. "Was hat er gesagt Me...in Adam?" Methos wand sich ihm zu. "Es ging um die Aufteilung unserer Körper...sie waren sich nicht einig, wer sich worum kümmern sollte." Duncan lachte immer noch. "Aber jetzt ist das Problem beseitigt?" Methos gab ihm einen Kuß. "Ja mein Herz jetzt ist das Problem beseitigt...und nenn mich einfach Methos, hier kennt mich jeder unter meinem Namen." Duncan wurde schlagartig wieder ernst. "Ist das nicht sehr gefährlich? Ich meine, wer weiß, wer hier noch ist oder noch herkommen wird?" Gerührt legte Methos eine Hand an Duncans Wange. "Immer der Beschützer, mein Highland Prinz. Keine Sorge, jeder der hierher findet, tut das mit meiner Erlaubnis. Nur meine engsten Freunde sind hier willkommen und niemand findet diesen Ort, von dem ich nicht will, daß er es tut." Duncan sah ihn fragend an. "Dann bist Du der Hausherr? Dir gehört das hier alles? Wieso?...seit wann?...warum hast Du nie?...ich verstehe nicht..." Mit einem erneuten Lächeln verschloß Methos seinem Geliebten mit einem Finger den Mund. "Keine Fragen, keine Sorgen mein Prinz. Dieser Ort ist magisch und nur diejenigen, deren Herz voller Liebe und Freundschaft ist können ihn überhaupt erreichen. Ich war Jahre lang nicht mehr hier, hatte ihn fast vergessen, bis ich Dich kennenlernte." Duncan bemerkte, daß eine Träne seine Wange herunterlief. Das war die schönste Liebeserklärung, die er jemals bekommen hatte. "Ich hoffe, ich wache nicht gleich auf und stelle fest, daß ich das alles nur geträumt habe." Zärtlich küßte Methos die Träne von seiner Wange. "Nein, mein Prinz, hier wird weder eine Uhr 12 schlagen noch ein Hahn krähen, der den Zauber brechen könnte." Duncan lächelte glücklich, als er seinen Geliebten in seine Arme schloß und ihm bewies, wie sehr er ihn liebte.
Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben und lieben Sie noch heute!
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