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Stargazing

© by Ziyal ()
 
Disclaimer: Die Personen, die aus LotR bekannt sind, gehören nicht mir, sondern Herrn JRR Tolkien und seinen Erben. Ich habe sie mir kurz mal geborgt. Der Rest der hier erwähnten Charaktere ist mein geistiges Eigentum.
A/N: Diese Story hatte ich ursprünglich mal für einen Storywettbewerb angefangen, aber dann doch nicht weiter gesponnen - bis dann die 'Grey Havens' Missing Scene von den MonemÄusen meinen Weg kreuzte...
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)
 

 

Die Sonne war schon vor einer Stunde untergegangen und der Himmel trug noch rosa Schlieren an der Stelle, wo sie hinter dem Horizont verschwunden war. Die Farbe des Himmels wandelte sich von dem Hellblau des Tages immer mehr in das samtige Nachtblau, das für die Sommernächte so charakteristisch war. Lydra saß am Rande der Rabenspitze, einer Klippe, die über dem Fluss Gabon thronte. Von dieser Stelle hoch über dem Flussbett konnte sie nicht nur den Fluss überblicken, sondern hatte auch einen hervorragenden Blick über die Dörfer und Ländereien ihres Clans und den Adlerwald, der fast bis zur Küste des grünen Meeres heranreichte. Sie hatte die Arme um ihre Beine geschlungen und sog das Farbspiel in sich auf. Der Wind löste eine Strähne ihrer roten Mähne aus dem Zopf, die sie mit einem Band zusammengebunden hatte, ihr nun aber um das schmale Gesicht wehte. Lydra liebte die Sterne, die nun wie Diamanten auf dem samtigen Himmelstuch erschienen und in ihr den Wunsch aufsteigen ließen, das zu ergründen, was sich dort oben verbarg. Mit ihrem Bruder Shawn hatte sie früher Stunden hier oben verbracht und sich Geschichten aus anderen Welten erzählt.

Jetzt kam sie meist lieber allein her, aber heute hatte der neue Waldläufer Kharas sie begleitet. Zum Einen sollte er das Gebiet kennen lernen, zum Anderen hatte Lydra gefallen an dem drahtigen jungen Mann gefunden. Sie erschrak, als er plötzlich neben ihr auftauchte.

"Wo kommt Ihr denn jetzt her? Ich hab' euch gar nicht weggehen hören!" sagte sie.

"Ist auch besser so. Ein lauter Jäger ist bald ein toter Jäger", bemerkte Kharas trocken. "Ich hatte was gehört und wollte mich lieber vergewissern, dass alles in Ordnung ist."

Lydra betrachtete ihn genauer. Das schulterlange braune Haar war im Nacken zu einem Zopf zusammengebunden. Die blauen Augen dominierten sein fein geschnittenes Gesicht; die Nase war von Sommersprossen gekrönt und um die wohlgeformten Lippen spielte immer ein leichtes Lächeln. Er trug ebenso wie Lydra die Kleidung eines Waldläufers. Über dem breiten Rücken hing ein Langbogen samt Köcher und in seinem Gürtel steckten neben dem Kurzschwert noch ein Dolch. Er ließ sich geräuschlos neben Lydra auf seinem Umhang nieder und griff nach dem Wasserschlauch.

"Ist wirklich ein schönes Plätzchen", sagte er. "Doch so langsam sollten wir uns auf dem Rückweg begeben, bevor man noch einen Suchtrupp losschickt." Er deutete auf den Himmel, der inzwischen fast ganz dunkel war und Millionen Sterne erstrahlen ließ.

Lydra lächelte. "Das glaube ich kaum. Erstens bin ich geübt im Umgang mit Dolch und Stab und zum Anderen habe ich doch einen erfahrenen Waldläufer bei mir. Was sollte mir also geschehen?"

Kharas erwiderte das Lächeln und entblößte dabei eine Reihe weißer Zähne.

Sie erhoben sich und sammelten die Reste ihres Mahls ein und hüllten sie sich in ihre Umhänge. Lydra nahm ihren Kampfstab in die rechte Hand und wollte sich gerade dem Pfad hinter ihnen zuwenden, als Kharas sie am Arm berührte. "Seht!" sagte er und deutete auf einen Feuerball, der den nächtlichen Himmel zerriss. Er raste mitten auf den Adlerwald zu.

"Schnell, zur Burg zurück!" sagte Lydra.

"Wir müssen Alarm geben. Das Ding da könnte einen heftigen Waldbrand auslösen." Es hatte den ganzen Sommer nur vereinzelt geregnet und der Wald war daher besonders trocken.

Sie liefen den Pfad hinunter bis zu der Lichtung, auf der sie die Pferde angebunden hatten. Mit einem geübten Handgriff hatte Lydra die Zügel gelöst und war auf den Pferderücken geglitten. Kharas hatte sein Pferd bereits gewendet und war los geritten. Lydra holte ihn bald ein und nach einer knappen halben Stunde befanden sie sich im Burghof. Keine 10 Minuten später hatten sich 30 Mann eingefunden, die mit Äxten und Eimern bewaffnet zu den Stallungen eilten, um zusammen mit Lydra und Kharas zu der Absturzstelle des Feuerballes zu reiten.

 

Als die Gruppe den Burghof verließ, zeichnete sich das große Feuer deutlich am Nachthimmel ab. Sie trieben ihre Pferde an, doch je weiter sie in den Wald vordrangen, desto dichter wurde er. Die Pferde nahmen den Brandgeruch als Erste war und wurden unruhig. Leutnant Rupert, der die Gruppe anführte, hieß die Männer abzusteigen und bedeutete zwei Soldaten, bei den Pferden zu bleiben. Die übrigen 30 Mann eilten durch das Gehölz auf das Feuer zu.

Als sie bis auf 50 Fuß herangekommen waren, sagte Rupert: "Wie ich gehofft hatte, ist das Ding am Fischweiher niedergegangen. Wir können also mit 15 Mann eine Eimerkette bilden und zumindest die kleinen Brände löschen." Er bedeutete Kharas und Lydra, sich mit 13 anderen Männern die Eimer zunehmen und mit dem Löschen zu beginnen. "Ihr Anderen werdet mit mir zusammen eine Schneise in den Wald schlagen, in der Hoffnung, so ein weiteres Ausbreiten zu verhindern." Sie eilten um das Feuer herum, und begannen gegenüber dem Weiher, eine Schneise in den Wald zu schlagen. Da sich der Fischweiher auf einer großen Lichtung befand, hatte das Feuer noch keinen verheerenden Schaden anrichten können und so schlugen die Soldaten ohne größere Schwierigkeiten die Schneise. Von der anderen Seite stieg nun schwarzer Qualm auf, der auf das Voranschreiten der Löscharbeiten hindeutete. Nach gut zwei Stunden war der Brand gelöscht und die diversen kleinen Brandherde beseitigt. Rupert versicherte sich, dass kein neuer Brandherd entstehen konnte, teilte aber eine Gruppe von 6 Mann als Wache ein. Die anderen sammelten erschöpft, verdreckt und nach Rauch stinkend ihre Sachen zusammen und begaben sich zu den Pferden zurück. Am nächsten Tag würde man eine genaue Untersuchung des Objektes veranlassen.

 

Kurz vor der Morgendämmerung wurde Lydra von Shawn geweckt. Ihr Bruder steckte schon in seiner Waldläuferkluft und deutete ihr, sich zu beeilen. Unten in der großen Halle waren bereits ein Dutzend Männer und Frauen um den großen Tisch versammelt. Der Duft frischen Brotes stieg Lydra in die Nase und sie sah, dass die Anderen schon mit dem Frühstück begonnen hatten. Am Kopfende stand Arved, der Hauptmann ihrer Garnison und war in ein Gespräch mit Rupert vertieft. Er winkte Lydra und Shawn herbei, als er sie erblickte.

"Wir sprachen gerade von Euch. Wie gut, dass Ihr sofort Alarm gegeben habt, ansonsten hätte der Wald und auch wir erheblichen Schaden erleiden können!" Er deutete auf eine Landkarte, die vor ihm auf den Tisch lag. "Dieser Feuerball hätte nur 30 Fuß weiter links runtergehen müssen und schon hätten wir den Großteil es Waldes verloren. Ich habe daher beschlossen, mit dem Kontrolltrupp zur Stelle zu reiten und mir das Objekt bei Tageslicht zu betrachten. Ich dachte, Ihr hättet eventuell Interesse daran, mich zu begleiten." Lydra und Shawn nickten. "Wir brechen in 20 Minuten auf. Seht also zu, dass Ihr Euch noch stärkt und packt vor Allem noch zusätzliche Wasserschläuche und Tücher ein." Arved drehte sich um und verließ mit Rupert den Saal in Richtung Hof.

Lydra und Shawn packten sich schnell einen Proviantbeutel zusammen und machten sich dann auch auf den Weg zu den Stallungen, wo sie auf Kharas trafen, der sie ebenfalls begleitete. Sie sattelten die Pferde selbst und standen dann pünktlich im Hof.

 

Als sie an der Absturzstelle ankamen, begrüßten sie die sechs Soldaten, die am Vorabend dort geblieben waren. Offenbar hatten sie noch ein oder zwei Schwelbrände gelöscht; ansonsten hatte ihnen das Feuer keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Lydra sah sich um. Ungefähr 30 Schritt vom Ufer des Weihers entfernt begann ein riesiger Krater mit einem Durchmesser von mindestens 30 Fuß. Der Krater war ungefähr mannstief und in der Mitte befand sich etwas, das wie ein von einem Schmied gefertigter Stein aussah. Das Ding war etwa 7 Fuß lang und 6 Fuß hoch und es ragten metallische Äste von einer Seite auf, die aber aussahen, als ob sie jemand ins Schmiedefeuer gehalten hatte.

"Es ist immer noch zu heiß, als dass wir es anfassen könnten." sagte Gerald, der die Soldatengruppe angeführt hatte. "Wir müssen noch ein paar Stunden warten, bevor wir mit der genauen Untersuchung anfangen können." Rupert nickte und betrachtete den vermeintlichen Kometen genauer. Nach einer Weile schüttelte er den Kopf. "Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das Ding da ist von Menschen gebaut worden." Ein Grinsen erschien auf den Gesichtern der umstehenden Soldaten. Das war so abstrus, dass man nur darüber grinsen konnte. Lydra und Shawn hingegen schauten sich überrascht an. Rupert gehörte sicherlich zu den Menschen, die vorschnell ein Urteil fällten und vor Allem mit beiden Beinen im Leben standen.

Shawn zuckte mit den Schultern und entfernte sich von der Gruppe. "Ich schau mich mal um" sagte er schlicht. Lydra zögerte kurz und folgte ihrem Bruder. Sie umrundeten den Krater und betrachteten die Spuren des Feuers der vergangenen Nacht.

"Was meinst Du, könnte das wahr sein?" fragte sie nach ein paar Minuten. Shawn zuckte mit den Schultern. Er ließ den Blick Über den Boden schweifen. Er erfasste etwas metallisches, dass sich deutlich von der verbrannten Erde herum abhob. Shawn bückte sich und griff danach. Es war ein etwa handtellergroßes Bruchstück einer Metallplatte oder etwas Ähnlichem. Das Feuer hatte die Oberfläche korrodiert, aber sie war nicht vom Feuer verformt worden. Deutlich zu sehen waren eingravierte Zeichen. Shawn betrachtete sie genauer. Lydra trat zu ihm und schaute neugierig Über seine Schulter.

"Was das wohl ist?" fragte er sich mehr selbst als seine Schwester. Sie strich sanft über das Metallstück.

"Das ist eindeutig eine Schrift" sagte sie. "Obdas von dem Ding da stammt?"

"Wahrscheinlich. Ich glaube kaum, dass das Teil hier vorher schon herumlag", antwortete Shawn. "Wir sollten es Rupert zeigen."

Sie gingen zum Leutnant hinüber und zeigten ihm ihren Fund. Fasziniert strich Rupert über das Metallstück und musterte es von allen Seiten ausgiebig. " Es könnte tatsächlich eine Schrift sein oder so etwas", sagte Rupert. "Genaueres wird uns Pater Justus sagen können. Ich werde es ihm geben, wenn wir zurückgekehrt sind." Dann steckte er das Metallstück in seinen Beutel, den er am Gürtel trug.

Nachdem die Anderen, die inzwischen ebenfalls das Gelände abgesucht hatten, wieder beisammen waren, wurde der Befehl zur Rückkehr erteilt. Da das Objekt noch eine Weile sehr heiß sein würde, wollte Rupert nicht den Nachmittag mit nutzlosem Warten verbringen. Also ritten sie zurück zur Burg.

 

Pater Justus wartete bereits in dem Ratszimmer, das als Kommandozentrale der Garnison fungierte, als Rupert, Lydra und Shawn eintraten. Er war schon Über 50 Jahre alt, was man ihm aufgrund seiner schlanken Figur und seinen immer noch dunkelbraunen Haaren nicht unbedingt ansah. Nach einer kurzen Erklärung begann Pater Justus mit er Untersuchung es Metallstückes. "Ich werde mich in mein Arbeitszimmer zurückziehen, um dies einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Sobald ich Neues weiß, gebe ich bescheid." Mit diesen Worten verließ der Pater den Raum.

Gegen Abend erreichte die Botschaft die Burg, das Objekt sei nun noch warn, aber nicht mehr glühend heiß und man erwarte, am nächsten Mittag mit der genaueren Untersuchung beginnen zu können.

Lydra saß in der großen Halle in der Nähe des Feuers und trank nachdenklich aus ihrem Weinglas. Ihre Gedanken überschlugen sich, als sie begann, sich vorzustellen, dass das metallene Ding im Wald von Menschenhand geschaffen worden sein könnte. Sie hatte es gesehen, es kam vom Himmel herab! Durch einen Schatten, der auf sie fiel wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Sie blicke auf und sah Kharas vor sich stehen. Er trug frische Kleidung und seine Haare waren nass. Er musste grade ein Bad genommen haben. Sie nahm den leichten Duft von Jasmin wahr, der von ihm ausging.

"Ist meine Gesellschaft willkommen?" fragte er mit seinem typischen Grinsen im Gesicht.

"Sicher. Setzt Euch."

Der schlanke junge Mann ließ sich neben Lydra nieder. Er griff nach einem Weinglas, schenke sich ein, prostete ihr zu und nahm einen Schluck. Er musterte sie über den Rand seines Glases hinweg. Sie schaute verlegen beiseite, suchte einen Fixpunkt an der Wand gegenüber und fragte dann: "Was denkt Ihr, was das sein könnte?"

Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. "Wer weiß? Eine Botschaft aus dem All vielleicht?!"

"Das glaubt Ihr doch nicht wirklich, oder?" fragte Lydra unsicher.

Kharas fing an zu lachen, ein klares helles Geräusch. "Wär' das nicht phantastisch? Aber nein, ich denke nicht. Wahrscheinlich ist eine Teufelei aus Menachtos, die sie mit Hilfe schwarzer Magie erzeugt haben, um uns zu vernichten."

Die Erwähnung des größten Gegners Ihres Volkes in einem solchen Zusammenhang gefiel Lydra absolut nicht. "Macht euch nicht Über so etwas lustig!" sagte sie.

"Mache ich nicht. Aber solange wir es nicht wissen, brauchen wir uns auch den Kopf darüber nicht zu zerbrechen. Lieber sollten wir uns den angenehmeren Dingen des Lebens zuwenden." Er griff nach der Karaffe Wein und füllte beide Gläser nach.

"Wollen wir hoch gehen auf den Wehlauf, von dort hat man einen passablen Blick auf den Wald und den Himmel", sagte er und begann wieder zu grinsen. Lydra konnte nicht anders und erwiderte das Grinsen. Dann stand sie auf und folgte dem Waldläufer nach draußen.

 

Am nächsten Vormittag ritt dieselbe Gruppe erneut zu der Fundstelle hinaus und stellte fest, dass das Objekt nun ohne Gefahr berührt werden konnte. Rupert, Kharas und Shawn kletterten auf das Objekt hinauf und untersuchten es genau.

Nach einer Weile sagte Rupert: "Hier, schaut mal. Sieht aus wie das Gegenstück zu der Metallplatte von gestern!" und deutete auf eine Metallplatte, die halbabgerissen an der Oberfläche hing. Mit etwas Mühe gelang es Kharas und Rupert, die Platte abzumachen. Nach ein paar weiteren Minuten sprachen alle drei Männer von dem Ding herab. "Es scheint Metall zu sein und es ist definitiv mit Werkzeugen erstellt worden. Man sieht, dass es zusammengesetzt worden ist. Das ist alles mehr als rätselhaft. Bringen wir das Gegenstück zu Pater Justus. Mal sehen, was er dazu sagt." Damit stiegen sie wieder auf die Pferde und ritten zur Burg zurück.

 

Pater Justus war mehr als aufgeregt, als er von den Ergebnissen der Untersuchung hörte. Die Fundstücke lagen auf dem Tisch im Ratszimmer. Das neue Teil passte genau zu dem Älteren Bruchstück. Nach ein paar Minuten des stillen Betrachtens schaute Pater Justus auf und ließ sich in seinem Stuhl zurück fallen. "Ich kann es nicht glauben. Holt den Astronomen!" sagte der Pater. Er schaute verwirrt auf die Objekte und eine gewisse Spannung breitete sich unter den Anwesenden aus.

Nach ein paar weiteren Minuten, die wie eine Ewigkeit erschienen, kam der Astronom. Er hieß Begorf und war ebenfalls schon recht betagt. Er trug einen stattlichen Bauch unter seiner braunen Kutte vor sich her.

"Na, was ist das hier für ein Aufruhr?" fragte er.

"Seht selbst." antwortete Pater Justus. Er deutete auf die Teile auf dem Tisch.

Begorf betrachtete sie ausgiebig und dann ließ er sich auf den Stuhl neben Justus sinken. "Also ist es wahr." sagte er schließlich langsam.

Lydra, Shawn, Rupert und Khadras schauten den Astronomen verwundert an. "Kennt Ihr die Legende von einer uralten, längst untergegangenen Hochkultur hier auf unserer Welt?" fragte er die Umstehenden.

Alle nickten zögernd. " Es heißt, die Asuner hätten sich so weit entwickelt, dass sie zu den Sternen reisen konnten, aber das hat ihnen nachher nur den Untergang gebracht. Man fand auch nie wirklich stichhaltige Beweise, dass die gefundenen Ruinen von diesem Volk stammten. Aber nun" er machte eine Pause und deutete auf die Bruchstücke vor ihm, "nun ist uns ein Beweis in den Schoß gefallen. Das Ding im Wald wurde von den Asunern gebaut!"

Verblüffung und Unglaube stand in den Gesichtern geschrieben. Sollte es wirklich wahr sein? Das war unglaublich. "Dies Ding da im Wald" fuhr Begorf fort, " ist ein Satellit und wurde vor mehr als 1000 Jahren in der Wüste von Adaven gestartet. Dort, wo sein Generationen niemand mehr hingeht, weil der Ort verflucht ist."

 

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"Nun Übertreibst Du aber wirklich! Versunkene Hochkultur, Sternfahrer... Du hast wohl schon wieder zu viel Zeit mit Bilbo und seinem schrecklichen Hobbitkraut verbracht, was?" Elrond schaute Celeborn mit gerunzelter Stirn an und reichte ihm das Manuskript zurück. "Und dann dieser schicke Waldläufer... Ich wette, Du hast schon wieder zu viel an Aragorn gedacht."

Celeborn verzog gekränkt das Gesicht. "Hab ich nicht!" gab er schnippisch zurück. "Und Du hast einfach keine Sinn für Abenteuer und Romantik! Selbst bei der Traumhochzeit, die Du für Deine Tochter geschmissen hast, hast Du keine Träne vergossen. Ich habe allein vier Spitzentaschentücher voll geweint, so gerührt war ich. Und außerdem hatte ich zu wenig Abenteuer in Mittelerde. Da wir aber überall schon waren, nur nicht bei den Sternen, war das doch eine tolle Idee!" Schmollend kaute Celeborn an seiner Unterlippe.

"Haldir hat die Geschichte gefallen." fuhr er fort. "Und er hat sich auch schon darüber beschwert, dass Du so komisch geworden bist, seit wir Mittelerde verlassen haben. Du sagst immer so blöde Sachen wie "Sagen sie mir Mr. Anderson, was nutzt schon ein Telefonat, wenn man nicht imstande ist zu sprechen?" Der Herr von Lòrien erhob sich aus seinem Sessel. "Vor allem, was ist ein Telefonat?"

Elrond verdrehte die Augen. Hatte dieser etwas einfältige Elb mit dem Dauergrinsen etwa immer noch nicht kapiert, dass Haldir offiziell tot war und daher alles toll fand, wenn man ihn im Gegenzug beachtete? Langsam griff sich Elrond ins Haar, zog die Sonnenbrille heraus und setzte sie auf. "Celeborn, mein Guter. Ich glaub, ich muss Dir noch ein paar Dinge erklären." Er legte vertrauensvoll einen Arm und Celeborns Schulter. "Weißt Du eigentlich, was die Matrix ist?"

 
Ende

 
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