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Noli me tangere

© by Jimaine ()
 
Disclaimer: An den Charakteren und den Ereignissen aus der Fernsehfilmreihe *Horatio Hornblower* besitze ich keinerlei Rechte; die gehören allein Arts & Entertainment Network (A&E), Celtic Films, Picture Palace und United Film & Television Production. Auch beabsichtige ich in keinster Weise, diese Rechte zu verletzen.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)
 

 

Das Fort ist erobert, unsere Mission erfüllt, ein siegreicher Tag für das Schiff Seiner Majestät 'Renown' und für England! Der nächste Befehl jedoch verwandelt unsere Hochstimmung in Betroffenheit, macht aus dem errungenen Sieg eine Niederlage, deren bitteren Geschmack nichts überdecken kann. Ob der Bedrohung durch die aufrührerische Sklavenarmee werden wir die Insel verlassen und Fort SamanÁ aufgeben. Und nicht einfach aufgeben, sondern zerstören, um dem Gegner keinen taktischen Vorteil zu verschaffen.

"Ich brauche einen Freiwilligen, um die Lunte zu legen." Buckland wendet sich gezielt an Hornblower. Den Mann, dessen tollkühnen Plan er zunächst ablehnte; wir alle hatten unseren Teil an Überredungsarbeit geleistet, Buckland zu der Entscheidung zu drängen, die er von sich aus nicht treffen konnte.

Das Ende dieser Geschichte will *Captain* Buckland nun wohl selbst schreiben und scheint auf diesen eigenständigen Entschluß geradezu stolz zu sein. Daß er von der Rangabfolge zunächst mich hätte ansprechen sollen, wird mir erst nach Horatios "Es wäre mir eine Ehre, Sir, mich freiwillig zu melden" bewußt, doch mein Protest bleibt mir im Hals stecken, als ich das Nicken sehe, kommt zu spät, um an der allzu vorhersehbaren Antwort etwas zu ändern.

Niemals ein Nein, nicht von Lieutenant Hornblower.

Da ist nur ein kaum wahrnehmbares Zögern, bevor er nickt und damit den Auftrag annimmt und gleichermaßen seinen Tod. *Captain* Buckland besteht darauf, daß er alleine geht, keine zusätzlichen *Freiwilligen*.

Mein "Viel Glück, Mr. Hornblower" klingt wie aus dem Mund eines Fremden. Ich bezweifele, daß er es überhaupt gehört hat. Er richtet das Wort an Lieutenant Kennedy, ein knappes "Archie" muß für seinen Freund als Abschied genügen, und dann reicht er sogar Buckland die Hand. Was mich betrifft...

 

Ich mache einen Schritt vorwärts, wie er sich umdreht, um zurück ins Fort zu laufen, will ihn für ein letztes Wort aufhalten.

 

Meine Hand greift ins Leere.

 
Ende

 
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