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Therapie

© by Freya (), 08.10.2000

 

Paradiesapfel, Beste Challenge-Antwort Disclaimer: Die Charaktere habe ich geborgt, sie unterstehen der Herrschaft von Panzer/Davis und Rhysher, ebenso wie die Fragen, die aus dem Spiel Therapie von MB Spiele sind. Ich mache kein Geld mit diesem kleinen PWP, der eine Antwort auf die Challenge 'Gesellschaftsspiele' von der Fan-fiction Liste ist.
Warnung: Slash - Anspielungen, wenn Dich das abstößt:lieber nicht weiterlesen..
Note: Die Fragen sind alle original aus dem Therapiespiel (es macht wirklich Spaß, das mit guten Freunden zu spielen:-)
Weiteres Note: Diese Geschichte ist nicht Betagelesen also sind alle rechtschreiblichen Entgleisungen voll auf mein Konto zu buchen...denkt Euch einfach, daß sie der zusätzlichen Unterhaltung dienen...
Feedback: gerne an freya5000@yahoo.de
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.
Antwort auf den Gesellschaftsspiel-Challenge.

 

"Nun sage mir Highlander, welchen Spieler in dieser Runde du am amüsantesten findest?" Methos Stimme schreckte Duncan aus seinen Gedanken. "Bin ich schon wieder dran? Wieso darf ich nicht würfeln?" fragte er etwas irritiert. "Weil," antwortete Amanda mit einem Grinsen, das sich in den Gesichtern der anderen Mitspielern spiegelte, "du seit 3 Runden bei Methos in Therapie bist, und erst weitermachen darfst, nachdem du 'geheilt' wurdest!" Sie hauchte ihm einen Kuß auf die Wange.

"Nimm es nicht so schwer, mein Lieber, ich sitze auch schon 2 Runden bei Dr. Dawson auf der Couch." flüsterte sie mit einem Lächeln in Joes Richtung. "Also Mac, schreibst Du es jetzt auf oder sollen wir die Therapie als erfolglos abschließen und weitermachen?" fragte Methos gelangweilt. "Schon gut 'Doktor', ich überlege noch..." murmelte Duncan, während er einen Stift zückte und nach dem Block suchte. Er schrieb einen Namen und sah dann erwartungsvoll zu Methos. "Amanda." kam es von dem wie aus der Pistole geschossen. Duncan verzog gequält das Gesicht. "Nein, Dich!" "Mich? Wie zum Teufel kommst Du auf mich Highlander? Du findest mich amüsant? Seit wann denn das?" Methos' Erstaunen war echt. Duncan murmelte etwas unverständliches, wurde aber von Amanda unterbrochen, die Joe fröhlich aufforderte, Ihr die nächste Frage zu stellen.

"Nun denn, also sage mir Amanda, bist du im Herzen ein Kind der zwanziger, der sechziger oder der achtziger Jahre?" stellte er die Frage mit einem Lachen in der Stimme. "Welches Jahrhundert?" fragte sie, ebenfalls lachend, während sie nach ihrem Stift griff. "Amanda!" "Schon gut, also ich habe die Antwort...der zwanziger!" Joe nickte nur und nahm sich einen Stift für seine Couch während Amanda sofort nach den Würfeln griff.

"Na also, siehst du Duncan, so einfach geht das!" Sie würfelte eine Sieben und verzog das Gesicht. "Na toll, vom Regen in die Traufe! Na los Richard, therapiere mich." Richie zog eine Karte vom Stapel und las sie vor: "Nun sage mir, Amanda, wie hoch du auf einer Skala von 1 bis 10 dein Modebewußtsein einstufst?" Alle lachten und Amanda würfelte weiter, ohne die Frage zu beantworten, während Richie mit einem triumphierenden Blick in Duncans Richtung den dritten Stift in seine Couch steckte.

Richie und Joe hatten Glück und kamen ohne Therapie weiter, aber Methos landete bei Joe. "Nun sage mir, Methos, welcher Teil deines Körpers dir am wenigsten gefällt: a Deine Nase, b Deine Beine oder c) Dein Hintern?" Eine erhobene Augenbraue und das leicht verzerrte Grinsen des alten Mannes ließ erneutes Gelächter aufbrausen. "Ok, Ok ich nehme an, ich darf mir gleich einen Stift nehmen?" fragte Joe rhetorisch und mit einem weiteren stillen Grinsen nahm Methos die Würfel in die Hand.

Beschwörungen in einer Sprache murmelnd, die niemand außer ihm mehr sprach, würfelte er...und ließ ein lautes Fluchen hören als er statt der erhofften 8 eine 9 würfelte und damit bei Duncan in Therapie landete. Der freute sich diebisch, endlich den Spieß umdrehen zu können und zog eine Karte aus dem Stapel. "Nun sage mir, Methos," begann der Highlander mit ruhiger Stimme, in die sich ein Hauch von Rauheit einschlich, als er weiterlas, "welcher der Spieler hier ist am leidenschaftlichsten?" Ein schneller Seitenblick auf seinen schottischen Freund versicherte dem ältesten der Mitspieler, daß er sich nicht getäuscht hatte, Macs Gesicht war tatsächlich von einem zarten Rosa überzogen. Er gönnte sich innerlich ein anzügliches Lächeln und schrieb dann seine Antwort auf. Duncan hatte seine Antwort ebenfalls notiert und sah ihn nun erwartungsvoll an. "Ladies first!" grinste Methos mit einer einladenden Geste. Macs Gesichtsfarbe vertiefte sich noch etwas, aber er gab seine Antwort ohne einen weiteren Kommentar: "Du!" Amanda verschluckte sich an ihrem Champagner und Joe hatte Mühe sich ein gackerndes Lachen zu verkneifen. Wieder eine fragend erhobene Augenbraue des ältesten der Unsterblichen. "Tja Mac, ich habe auf dich getippt, tut mir leid..." antwortete er mit dunkler Stimme, was bei Amanda einen weiteren Hustenanfall hervorrief und Joe sich zur Seite drehen ließ, damit niemand sein Grinsen sehen konnte. Richie musterte seine beiden Freunde und begann sich zu fragen, ob er etwas verpaßt hatte in den 2 Wochen in denen er sie nicht gesehen hatte. Aber bevor sich eine konkrete Frage in seinem Gehirn materialisieren konnte, war der irritierende Moment vorbei und Methos hatte die nächste Therapiekarte in der Hand.

"Nun sage mir, MacLeod, wieviel Punkte von 1 bis 10 du deinem Sexualtrieb gibst?" ein Röcheln aus Joes Richtung lenkte die Aufmerksamkeit der Spieler auf den Watcher und Duncan war dankbar, daß niemand bemerkte, daß seine Wangen, die sich gerade wieder seiner normalen Gesichtsfarbe angenähert hatten, wieder in einem dunkleren Ton verfärbten. *Wie bei einem Schulmädchen* durchfuhr es ihn. *Aber warum bekomme ich auch dauernd solche Fragen?!* tief durchatmend schrieb er eine Zahl auf das Papier, bevor er sich ebenfalls Joe zuwandte, der sich durch die aufmunternden Kommentare und das freundliche Schulterklopfen seiner Freunde bereits auf dem Weg zu einer normalen Atmung befand. "Alles in Ordnung Joe?" fragte er seinen Freund. "Ja, danke, geht mir gut. Spielen wir weiter...also Mac...deine Antwort?" Duncan warf ihm einen unfreundlichen Blick zu. "Ist ja gut, ich habe meine Antwort!...5!" Das Lachen seiner Freunde war ihm irgendwie unangenehm. Was zum Teufel dachten sie nur von ihm? "Na Mac, da haben wir aber etwas untertrieben oder?!?" brachte Amanda mühsam heraus, und Richie rieb mit seinem "Ach komm Mac, bei dem Spiel sollte man doch ehrlich sein!" nur noch mehr Salz in die Wunde. Methos ließ sich nur zu einem knappen, mit ernster Miene vorgetragen "9,5 wenn eine Challenge bevorsteht..." hinreißen, ehe er sich eher hastig als elegant mit einem Grinsen aus der Reichweite von Duncans Armen entfernte.

Amanda hatte sich wieder gefangen und zählte triumphierend ihre Schritte auf dem Brett. "Fünf, sechs, sieben...Ha, Wissen... prüft mein Wissen über...die Reife." Methos nahm die Karte vom Stapel und las sie vor: "Richtig oder Falsch? Für Frauen über 25 ist die Arbeitsstelle der wichtigste Heiratsmarkt." Amanda kicherte "Auf jeden Fall richtig!! Ich spreche aus Erfahrung!" Methos gab ihr lächelnd Recht und las die Antwort vor: "Richtig! Über 30% lernen dort ihren Zukünftigen kennen..." "Oh das war aber einfach!" murrte Richie demonstrativ, was ihm leicht genervte Blicke seiner Mitspieler einbrachte. Er schnappt sich die Würfel und landete bei 'Das Anderen Ich'.

Amanda las die Frage vor: "Ein 5Jähriger, ein 15Jähriger und ein 35Jähriger schlafen im selben Raum. Wer von den dreien träumt am wahrscheinlichsten von Mord und Totschlag?" Ohne Nachzudenken antwortete der junge Mann: "Der 35Jährige, es sei den der 15Jährige ist der Unsterbliche in der Runde!" Amanda nickte zur Bestätigung, daß sie das auch dachte, las dann aber mit erstaunter Stimme die Antwort: "Der 5Jährige. (Die 2-12Jährigen haben deutlich mehr aggressive Träume als jede andere Altersgruppe)..." "Naja, die Altersgruppe 'Unsterbliche' hat wahrscheinlich keine Berücksichtigung bei der Erstellung dieses Spiels gefunden." warf Joe grinsend ein. Seine unsterblichen Freunde sahen ihn erstaunt an. "Nein?!" "Wie, das ist denen entgangen?" "Kann doch nicht sein!" "So eine schlampige Recherche!"

Joe sah sie der Reihe nach an mit einem Gesichtsausdruck, der dem eines vage amüsierten Lehrers glich. "Ha, Ha, sehr witzig ihr Lieben...bin ich der einzige hier, der keinen Witz machen darf?" "Aber Joe, natürlich darfst Du Witze machen..." konterte Duncan. "...Und wir lachen auch drüber..." fuhr Amanda fort. "...wenn sie denn witzig sind..." endete Methos. Joe stimmte in ihr Lachen mit ein, nachdem er ihnen deutlich gestikuliert hatte was er von ihren Andeutungen hielt.

Die Stimmung steigerte sich im Verlauf des Spiels immer weiter, nicht zuletzt dank des reichlich genossenen Alkohols aber auch, weil die Therapiefragen, auch wenn sie für 'Normalsterbliche' gemacht waren, zu gut zu den Spielern paßten. Duncan bekam z.B. die Frage gestellt, wie leicht auf einer Skala von 1 bis 10 er sich in Schuldgefühle verstricke. Die anschließende Diskussion darüber wie lebensnah seine Antwort ( 7 Punkte) denn wäre und warum ihm das keiner abnehmen wollte, nahm eine gute Stunde in Anspruch. Andere Fragen, wie z.B. wer aus der Runde am liebsten die Welt regieren würde (Kronos natürlich und da Duncan sein Quickening hatte, müßte folgerichtig er es sein) oder wer aus der Runde die meisten Leute kennt (Nun ja, in 5000 Jahren kommt man schließlich nicht umhin ein paar Menschen kennenzulernen), wurden unter großem Gelächter abgehandelt. Erst als Duncan auf die Frage, welchem der folgenden Ereignisse er im Augenblick den Vorzug geben würde ...a) Sex ... b) französisch essen gehen...oder c) hübsche Kleider kaufen, mit einem deutlich an Methos gerichteten Augenaufschlag a) zur Antwort gab, schlug die Stimmung um. Die Spannung die sich daraufhin zwischen Duncan und Methos aufbaute ließ die anderen Spieler wahlweise breit Grinsen (Joe), etwas verlegen Lächeln (Richie) oder erwartungsvoll Hoffen (Amanda)...

Das Spiel endete mit einen Überraschungssieg von Richie, der der einzige war, der sich noch voll auf die Fragen konzentrierte und Glück mit seinen Fragen hatte. Für die anderen war das 'Spiel' zwischen Methos und Duncan wesentlich interessanter, daß die beiden allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit beendeten, nachdem sie ihre Freunde mehr hastig als höflich verabschiedet hatten...
 
Fin

 

 
Du bist der 1988. Leser dieser Geschichte.