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Durch Zeit und Raum
Part 1: Methos
Part 2: Duncan


 

Part 2: Duncan

von 'Durch Zeit und Raum'
© by Freya ()

 

Paradiesapfel, Beste Story, 3.PlatzDisclaimer: Alle Charaktere die hier erwähnt werden mit Ausnahme von Laila, sind nur geborgt, sie stehen in Lohn und Brot bei Panzer/Davis und Rhysher bis jemand genug Geld hat, sie freizukaufen. Und den Text von Bon Jovi habe ich auch unerlaubt entwendet, aber da ich mit dieser Geschichte kein Geld mache, kann sich eigentlich auch keiner der Rechte - Inhaber beschweren...hoffe ich...
Warnung: Großes Gefühlskino...oder wie Tara sagt: sappy as hell...quasi ein Candygram :-)
Dank an Tara für Beta - lesen (die verbleibenden Patzer nehme ich auf meine Kappe) und Inspiration, und an Eva für die phantastische CD - Rom mit den Original - Texten der Serie.
Feedback immer her damit: freya5000@yahoo.de
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.

 
thank you for loving me (Bon Jovi)

it's hard for me to say the things
I want to say sometimes
there's no one here but you and me
and the broken old street light
lock the doors
we'll leave the world outside
all I've got to give to you
are these five words when I

thank you for loving me
for being my eyes
when I couldn't see
for parting my lips
when I couldn't breath
thank you for loving me
thank you for loving me

I never knew I had a dream
until that dream was you
when I look in your eyes
the sky's a different blue
cross my heart
I wear no disguise
if I tried, you'd make believe
that you believed my lies

thank you for loving me
for being my eyes
when I couldn't see
for parting my lips
when I couldn't breath
thank you for loving me
thank you for loving me

you pick me up when I fall down
you ring the bell before they count me out
if I was drowning you would part the sea
and risk your own life to rescue me
lock the doors
we'll leave the world outside
all I've got to give to you
are these five words and I

thank you for loving me
for being my eyes
when I couldn't see
for parting my lips
when I couldn't breath
thank you for loving me
when I couldn't fly
oh, you gave me wings
you parted my lips
when I couldn't breath

thank you for loving me
thank you for loving me
thank you for loving me
oh, for loving me

 

Ich habe sie gefunden, die Liebe meines Lebens. es ist ein kleines Wunder und ich muß mich immer wieder vergewissern, daß ich nicht träume, daß ich nicht aufwache und feststellen muß, daß das Schicksal mir erneut einen bösen Streich gespielt hat. Aber nein, diesmal ist es tatsächlich für die Ewigkeit.

Im Moment schläft er, zusammengerollt wie ein Baby, und ebenso vertrauensselig. Ich glaube er weiß gar nicht was für ein Geschenk er mir mit seinem Vertrauen jeden Tag macht. Ich habe ihn in vielen Situationen erlebt und immer war eine Anspannung in ihm zu bemerken. Unterschwellig zwar aber dennoch unverkennbar. Jetzt ist er völlig entspannt und weiß sich in Sicherheit. Ich würde ihn mit meinem Leben verteidigen und niemand wird ihm jemals etwas anhaben können. Er zieht mich auf mit meiner Fürsorge für ihn und nennt mich Glucke...dabei bemerkt er gar nicht, daß ich nur sein Verhalten spiegle. Ich muß an Laila denken, die Frau aus meinen Träumen...ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll...ist sie ich...bin ich sie? Wie ist das mit Seelen...sie sind unsterblich...so wie wir, aber wie kann ich ich sein und gleichzeitig eine so alte Seele. Ich fühle mich mehr als verwirrt und bin dankbar für Methos Unterstützung...wenn er bei mir ist, scheint alles sinnvoll und klar zu sein, nur in Momenten wie diesem, wenn ich wach bin und er noch in süßen Träumen, hoffentlich von mir, liegt, komme ich wieder ins Grübeln...

 

Die erste Bekanntschaft mit Laila habe ich an meinem 6ten Geburtstag gemacht.

Ich traf sie in einem Traum...Ich stand in einer mir völlig fremden Gegend am Fuße eines riesigen Sandberges auf dem in der Ferne eine kleine Hütte zu sehen war. Jemand stand am Fenster und winkte mich nach oben. Etwas ängstlich ein bißchen verwundert und sehr neugierig machte ich mich auf den Weg nach oben. Dort angekommen sah ich eine wunderschöne dunkelhäutige Frau die mir bedeutete einzutreten. In dem Moment, als ich die Hütte betrat, fühlte ich mich vollkommen geborgen. Es schien, als wenn die Welt außerhalb verblassen würde und wir gemeinsam eine Neue schaffen würden. In diesem Moment hatte nichts eine Bedeutung für mich als mit dieser wunderschönen Frau zusammen zu sein und ihr jeden Wunsch von den dunklen seelenvollen Augen abzulesen. Sie nahm mich in die Arme und dankte mir dafür, daß ich gekommen sei und bat mich, ihr etwas zu versprechen. Ich hatte keinerlei Bedenken, ihr mein Versprechen zu geben, denn ich wollte, daß sie glücklich ist. Sie gab mir einen sanften Kuß auf die Stirn und bat mich, lange zu leben und meine Suche niemals aufzugeben... Erst als ich erwachte und mich in der rauhen Wirklichkeit wiederfand, bemerkte ich, daß ich vergessen hatte, sie zu fragen, wonach ich denn suchen sollte...aber dazu würde ich noch Gelegenheit bekommen, denn sie erschien mir noch häufiger in meinen Träumen. Auf meine Frage, nach was ich suchen sollte, antwortete sie mir rätselhaft, daß ich es wissen würde, sobald ich es gefunden hätte...

Damals konnte ich mit diesen rätselhaften Andeutungen nicht viel anfangen aber im Laufe der Zeit glaubte ich, das Rätsel gelöst zu haben...Wir sprachen nicht viel in meinen Träumen aber eines blieb immer gleich, immer erinnerte sie mich an mein Versprechen...

Sie war es auch die mich damals in die Donanwoods lenkte, wo ich das erste Mal auf Cassandra traf. Cassandra dachte, es wären ihre magischen Kräfte gewesen aber wenn Laila mich nicht in der Nacht zuvor gebeten hätte, ein mutiger und tapferer Krieger zu werden, damit ich überlebte, wäre ich niemals auf die Idee gekommen einen Wolf zu jagen. Anyway... Als ich 15 war, änderte sich der Traum, Laila (damals kannte ich ihren Namen noch nicht. Sie hat ihn mir erst vor 4 Wochen genannt, bis dahin nannte ich sie Wüstenblume...) begrüßte mich in der Hütte und wie immer fühlte ich mich glücklich und zufrieden, wenn sie in meiner Nähe war. Als sie mich diesmal in die Arme nahm und mich küßte, war es, als wenn wir verschmelzen würden. Wir wurden zu einem Körper und einer Seele, erfüllt von einer Sehnsucht, die unendlich alt und unsterblich war. Ich hatte niemals zuvor einen so süßen Schmerz erlebt...ich wünschte, daß es nie enden möge und gleichzeitig wollte ich diese Sehnsucht stillen, wollte spüren und fühlen, was danach kam, was hinter der Sehnsucht wartete...Als wir uns trennten flüsterte sie mir zu: "Ich liebe Dich durch Zeit und Raum, wenn nicht im Leben, dann im Traum, vergiß das nie!" Ich vergaß es nicht...

 

Als ich mich in Debora verliebte, erschien es mir, als wenn meine Suche ein Ende gefunden hätte. Plötzlich wußte ich, wonach ich suchte. Nach der Liebe! Der unsterblichen ewigen Liebe, die die Sehnsucht beendete und das vollkommene Glück schenkte. Ich glaubte mit Debora das gefunden zu haben, wonach mich Laila auf die Suche geschickt hatte...Welch ein Trugschluß! Danach glaubte ich nie wieder glücklich zu werden, hatte ich doch nicht nur Debora verloren, sondern glaubte auch das Versprechen meiner Wüstenblume gegenüber gebrochen zu haben. Aber wieder erschien Laila in meinen Träumen und flüsterte mir die leise Liebeserklärung ins Ohr und erinnerte mich an mein Versprechen. Ich konnte nicht anders, als ihr zu versichern, daß ich die Suche nicht aufgeben würde...Meine Wüstenblume erschien immer in meinen Träumen, wenn ich kurz davor war aufzugeben. Sie war es, die mich davon abhielt, völlig wahnsinnig zu werden, nachdem ich das erste Mal gestorben und von meinem Vater verstoßen worden war. Sie dankte mir für meine Tapferkeit und Stärke und umhüllte mich mit ihrer Liebe, verschmolz mit mir zu einer Einheit und ließ mich an ihrer Stärke teilhaben... Wenn ich wach war und über die Ungerechtigkeit der Welt nachdachte, erschien sie mir wie ein Hirngespinst, ein Dämon vielleicht, der mich quälen wollte, aber nur ihre zarten Bande, im Traum gewoben, brachten mich davon ab, völlig zu verzweifeln. Denn ich mußte für sie stark sein, mußte mein Versprechen einlösen, meine Suche nicht aufzugeben...

Viele Jahre lang bin ich durch die Welt gezogen und mit jeder Frau, die ich liebte, glaubte ich meine Suche abgeschlossen, glaubte in ihr Laila zu finden, die Frau, die mit meiner Seele zu einer Einheit verschmelzen konnte.

Die Prophezeiung der Zigeunerin, daß ich niemals heiraten werde, erschien mir lächerlich, weil ich doch wußte, daß ich die Liebe meines Lebens finden würde. Heute weiß ich, was sie mir damit sagen wollte...nicht, daß ich meine Liebe nicht finden würde, sondern, daß ich sie nicht mit bei einer Frau finden würde... Als ich Little Deer traf war ich mir wieder sicher, daß meine Suche beendet sein würde. Leider war auch das ein Trugschluß...Mein Herz trauert heute noch, wenn ich an ihren sinnlosen Tod denke. Auch damals war Laila wieder in meinen Träumen bei mir, aber ich hatte so vieles verloren und war so in meinem Haß gegen die weißen Mörder verfangen, daß ich nicht auf sie hören konnte, es auch nicht wollte. Ich hatte mein Versprechen, lange zu leben eingehalten, aber um welchen Preis. Ich fühlte mich von ihr betrogen, fühlte mich vom Leben betrogen. Zum Glück traf ich den Hajoka, der mich von meinem Haß befreite...

Ich zog also weiter um die Welt. Merkwürdig, daß es mir erst jetzt auffällt, ich habe jeder Frau, die ich liebte, Lailas Liebeserklärung gemacht, immer in der Hoffnung, daß eine sie erkennen würde, was niemals geschah... Ein kleines Stück meines Herzens blieb also immer für die Wüstenblume reserviert, die mich schon so lange begleitete...

Bis ich Tessa traf. Sie war die Erfüllung meiner Träume. Ich liebte sie aus vollem Herzen und ich ignorierte mein Versprechen Laila gegenüber. Ich war mir sicher, daß Tessa es sein mußte. Der fehlende Teil meines Selbst, meine Ergänzung, auch wenn die Wüstenblume mir immer noch im Traum erschien und mir ihre Liebeserklärung ins Ohr flüsterte, mit einem flehenden Blick, der mir sagte, daß die Suche noch nicht beendet sei. Tessas Tod ließ mich ein weiteres Mal am Sinn meines Lebens zweifeln, es konnte nicht sein, daß ich schon über 400 Jahre die Welt durchstreifte auf der Suche nach einem Traum. Wieder war es Laila, die mich tröstete und mir wieder und wieder zuraunte. "Ich liebe Dich durch Zeit und Raum, wenn nicht im Leben, dann im Traum!"

Ich lebte also weiter und verliebte mich in Anne, merkwürdigerweise habe ich ihr die Liebeserklärung nie gemacht...vielleicht weil ich des Suchens müde war und einfach eine Zeitlang glücklich sein wollte, auch wenn es kein perfektes Glück war, weil einfach etwas fehlte...eine Vertrautheit, ein sich Verstanden fühlen ohne viele Worte...Das Glück hielt aber nicht lange. Ich kann sie verstehen und weiß heute, daß es besser für uns beide war, daß unsere Beziehung nicht von langer Dauer war.

 

Mit dem Tag, als ich Methos das erste Mal traf, endeten meine Träume von Laila. Ich weiß bis heute nicht, wie ich so blind sein konnte, es nicht zu bemerken, ein größerer Holzhammer hätte wahrscheinlich bleibende Schäden hinterlassen. Ich war fasziniert vom ältesten der Unsterblichen von der ersten Sekunde an, aber ich habe das für eine natürliche Regung angesichts seines Alters gehalten. Daß er immer wichtiger für mich wurde und er mich sogar bis in meine Träume verfolgte, erklärte ich mir als eine natürliche Folge des Verlustes von Fitz, Darius und der vielen geliebten Menschen, die alle in so kurzer Zeit aus meinem Leben verschwunden waren. Ich Narr... Meine plötzliche Eifersucht, als Alexa in unser Leben trat, konnte ich mir nicht erklären. Schließlich wollte ich doch, daß Methos glücklich ist und wenn Alexa der Mensch war, der ihn glücklich machen konnte, fine with me! Dachte ich und versuchte mein "normales" Leben wieder aufzunehmen. Das erwies sich als nicht so einfach wie gedacht, denn merkwürdigerweise erschien mir mein Leben ohne einen besserwisserischen alten Mann ziemlich öde und leer. Aber ehe ich die Gelegenheit bekam, mir ernsthafte Gedanken darüber zu machen brachte das Dark Quickening meine Welt zum Stillstand. Ich fühlte so viel Haß in mir und eine unbändige Lust am Quälen und Töten... Die wenigen Augenblicke in denen das DQ nicht die Oberhand gewinnen konnte, verdanke ich übrigens meiner Wüstenblume, die mit aller Macht versuchte, zu mir durchzudringen und mir etwas mitzuteilen. Sie sprach von Liebe und Vertrauen und Stärke, aber sie konnte nicht gegen die geballte Kraft des Bösen ankämpfen, auch wenn sie es immer wieder versuchte. Ich habe es ihnen noch nicht erzählt, aber sowohl Joe als auch Methos verdanken ihr Leben einer unsterblichen liebenden Seele, die nie aufgegeben hat...

Daß Methos Alexa verlassen hat, um mich zu retten, ist eines der Wunder, für die ich mich nie genug bedankt habe. Ohne ihn und seine Liebe würde ich immer noch als mordendes Monster durch die Welt ziehen und wer weiß, vielleicht hätte ich mich den Horsemen angeschlossen und mit ihnen die Menschheit terrorisiert?...

Nachdem ich wieder Duncan MacLeod vom Clan MacLeod und Methos zurück nach Athen geflogen war, erschien Laila noch einmal, diesmal wieder im Traum. Ich hätte dem vielleicht etwas mehr Bedeutung zumessen sollen, daß sie nicht mit mir sprach, nicht in der Hütte auf mich wartete, sondern einsam in der Wüste stand und nur traurig die Hand hob und mir einen Kuß aus der Ferne zuhauchte, aber ich war zu gefangen in meiner Verwirrung über die vergangene Ereignisse, um ihre Handlung zu hinterfragen. War zu sehr damit beschäftigt, mich vom Dark Quickening zu erholen und meine Gedanken zu ordnen. Merkwürdigerweise dachte ich dabei fast ausschließlich über Methos nach. Ich wurde aus ihm nicht schlau und aus meinen Gefühlen ihm gegenüber schon gar nicht. Warum hatte er Alexa verlassen und mir geholfen? Was steckte dahinter?... "This is not who you are. You can fight this. I can help you, if you'll let me." hatte er gesagt und auch im Wahn des Dark Quickening habe ich ihn gefragt, warum er das tun würde..." Because of who you are. You're too important to lose!"...You are too important to lose!... Aber für wen? Für ihn? Für das Game? Meine Gedanken und Gefühle drehten sich in einem Kreis, der zu einer Spirale wurde, die immer tiefer in den Abgrund meiner Seele zu führen schien. Ich mochte die Richtung nicht, weil ich nicht wußte, wo die Reise enden würde. Daß Methos bei Alexa war und damit für mich scheinbar unerreichbar, verschlimmerte die Situation eher als sie besser zu machen. Ich wünschte mir, mit ihm sprechen zu können über meine und auch über seine Gefühle, aber man sollte vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen...Ich sah Methos früher wieder als ich gedacht hätte und die Umstände waren alles andere als gute Voraussetzungen für ein klärendes Gespräch über verwirrende Gefühle. Der Anschlag auf Amandas Leben wegen des Methusalemsteines und Methos' zeitgleiches auftauchen, sowie Amandas Anschuldigung gegen ihn brachte mich völlig durcheinander. Konnte ihm der Stein so wichtig sein, daß er dafür über Leichen (auch die meiner Freunde) ging? Im Grunde meines Herzens war ich mir sicher, daß er es nicht getan hatte, aber Amanda war sich so sicher und ich war immer noch so in meinen Gedanken und Gefühlen verstrickt, daß ich glaubte, meinem eigenen Urteil nicht trauen zu können, und beschloß deshalb, ihn direkt zu fragen...ich weiß heute, daß ich ihn sehr gekränkt habe mit meiner Bitte, mir zu sagen, daß nicht er es war, der Amanda nach dem Leben trachtet. Damals habe ich es einzig zu dem Zweck getan, mir Klarheit über seine Gefühle zu verschaffen, ich glaubte nicht, daß er hinter der Angelegenheit steckte aber aus einem mir heute nicht mehr ersichtlichen Grund mußte ich es von ihm hören...

Herrje, manchmal frage ich mich, wozu ich ein Gehirn habe, wenn es in manchen Situationen einfach ausfällt...und das meistens dann, wenn ein sehr alter Unsterblicher in die Angelegenheit involviert ist. Ich habe Methos in den letzten Jahren häufig verletzt und gekränkt, manches Mal absichtlich, weil ich ihm den gleichen Schmerz zufügen wollte, den er mir vermeintlich zugefügt hat. Manches Mal, weil seine Handlungen nicht in mein Bild von Ehre und Moral paßten, aber scheinbar auch aus Mangel an Sauerstoff in meinem Gehirn... Ich tröste mich allerdings damit, daß ich jetzt alle Zeit der Welt habe, mich bei ihm für seine Hilfe zu bedanken und mich für meine Unterstellungen und Angriffe zu entschuldigen...

Ich habe nie einen Menschen kennengelernt, der so viel Macht über mich und meine Gefühle hatte. Niemand hat mich jemals so aufgeregt, so tief verletzt, mich so wütend gemacht und mich in meinen Gedanken heimgesucht wie er. Selbst nachdem ich ihm voller Wut über seinen vermeintlichen Verrat (wie konnte er es wagen, mir nichts von seiner Vergangenheit zu erzählen!) die Freundschaft gekündigt hatte, konnte ich keine Nacht schlafen, ohne von den wildesten Träumen (und das waren nicht nur Alpträume.) überfallen zu werden. Nichtsdestotrotz war ich so wütend wie noch nie in meinem Leben auf ihn, ich fühlte mich betrogen und vielleicht hatte ich auch Angst, daß er Kronos und seinen Mannen wieder verfallen würde und damit für mich verloren wäre...

Wieder war es Laila, die mich zur Räson brachte. In der Nacht vor dem großen Kampf flehte sie mich an meinem Herzen zu folgen und seinen Entscheidungen zu vertrauen. Das rettete Methos ein zweites Mal seinen Kopf, denn das leise Flüstern meines Herzens, das mich seit Wochen verfolgte, daß mein Urteil vielleicht falsch gewesen ist, wurde zu einem lauten Schrei der Gewißheit, als ich in der Flut der Gefühle während des gewaltigen Quickenings nicht nur die meinen und die von Kronos sondern auch Fragmente der Gefühle und Gedanken von Silas und Methos wahrnahm. Methos Gedanken galten mir und er fühlte Liebe verbunden mit einer tiefen Traurigkeit über verpaßte Gelegenheiten und falsche Entscheidungen...ich war so erstaunt, daß ich darüber vergaß, wie wütend ich auf ihn eigentlich sein wollte, und Cassandra davon abhielt, ihn zu töten. Ich meinte es todernst, hätte sie seinen Kopf genommen, wäre sie die Nächste gewesen. In dem Moment erkannte ich, wie er wichtig für mich war und daß es noch eine Menge mehr zwischen uns zu klären gab, als das, was sich bis dahin schon angesammelt hatte...

Leider konnte ich in dem Moment nicht über meinen Schatten springen, brauchte erst Zeit für mich, Zeit, um alles zu verarbeiten, weshalb wir uns erst Monate später wiedersahen und das wieder unter Umständen, die nicht dazu geeignet waren, mich mit ihm auszusprechen. Abgesehen davon, daß ich nicht wußte, was ich ihm sagen sollte, wußte ich doch immer noch nicht über meine Gefühle Bescheid...

Ich war gefangen in Fragen über Schuld und Sühne als ich von Kean gefordert wurde... Wieder hatte er mich gerettet und dennoch sah ich keine Möglichkeit, wie ich ein Gespräch mit ihm beginnen sollte, daß über das einer normalen Freundschaft hinausging...außerdem belegte Amanda mich mit Beschlag und da ich sie wirklich liebe, wollte ich sie nicht verletzen...Ausreden, nichts als Ausreden...Wenn ich mit ihm gesprochen hätte, wäre Richie vielleicht noch am Leben...Die Ereignisse schienen sich jetzt alle zu überstürzen. Erst kam Byron in unser Leben geschneit, als wenn er die göttliche Antwort auf alle Fragen wäre (ja ich gebe zu, ich bin eifersüchtiger auf ihn gewesen als jemals auf Alexa, auch wenn ich damals den wahren Grund immer noch nicht wußte) und ich konnte ihn vom ersten Moment an nicht leiden. Nicht nur weil er sich über alle Gesetze hinwegsetzte, sondern auch weil seine kranke Seele eine Bedrohung für unschuldige Menschen war. Damit, daß er Mike in den Drogentod geschickt hatte, hatte er sein eigenes Urteil unterschrieben. Ich kann seinen Tod nicht bedauern, die Welt ist definitiv besser ohne ihn! Nur daß ich Methos ein weiteres Mal Schmerz zugefügt habe, weil ich einen alten Freund und Liebhaber von ihm getötet habe, ließ in mir ein Gefühl des Bedauerns entstehen, aber bevor ich dazu kam, es ihm gegenüber in Worte zu fassen, zersplitterte meine Welt in tausend Teile...

Das Böse hatte sich in Gestalt von Ahriman in der Welt und in meine Kopf manifestiert. Ich wußte nicht mehr, was ich glauben konnte, konnte mich nicht mehr auf meine Augen verlassen und glaubte verrückt zu werden... Niemand konnte gegen Ahriman etwas ausrichten, auch wenn ich glaube, daß Laila es versuchte, aber sie hatte keine Chance...Ich tötete Richie. Ich tötete meinen Freund, meinen Schüler. Mein Herz blutet immer noch, wenn ich daran denke. Ich weiß, daß ich keine Chance hatte, aber heute überlege ich, ob es vielleicht anders gekommen wäre, wenn ich vorher mit Methos gesprochen hätte...wenn ich vorher gewußt hätte, daß ich nicht mehr alleine bin...aber das sind Vermutungen, die sich nicht mehr überprüfen lassen...

Ich bat Methos, meinen Kopf zu nehmen, nachdem mir bewußt wurde, was ich getan hatte, ich konnte unmöglich in dem Bewußtsein weiterleben, daß ich Richie getötet hatte, aber er verweigerte es...

Ich wollte und konnte nicht einfach weiterleben, als wenn nichts geschehen wäre, aber mußte ich Ahriman besiegen, das war ich Richie schuldig.

Ich suchte Trost und Antworten in einem Kloster, weit weg von Paris und der Vergangenheit. In dem Jahr, das ich dort in Meditation verbrachte, besuchte meine Wüstenblume jede Nacht meine Träume. Sie flehte um meine Vergebung dafür, daß sie mir nicht hatte helfen können, weinte mit mir über meinen Verlust und tröstete mich mit den Worten der Liebe...Ich liebe Dich durch Zeit und Raum, wenn nicht im Leben, dann im Traum...niemals habe ich sie so gebraucht wie in diesem Jahr. Nach ungefähr 10 Monaten begann ich wieder zu leben, nicht mehr nur zu existieren, was ich daran merkte, daß Methos sich wieder in meine Träume einschlich. Ich haßte mich dafür, daß ich meine Gefühle nicht unter Kontrolle hatte, sie hatten mich schon mehr als einmal das Leben eines Freundes gekostet, ich wollte nicht mehr fühlen, nicht mehr lieben, nicht mehr verletzt werden, aber wie ein steter Tropfen, der den Stein höhlt, brachten die Träume von Methos und Laila mich dazu, mich wieder dem Leben zu stellen. Wenn ich Methos wiedersehen wollte, mußte ich zurück nach Europa gehen und dazu bereit sein, mich Ahriman zu stellen. Nach weiteren 2Monaten fühlte ich mich bereit dazu. Ich habe in diesem Jahr viel über mich gelernt und der Gedanke an Richie machte mich nicht mehr handlungsunfähig. Im Gegenteil, ich hatte jetzt den Willen, mein Schicksal in die Hand zu nehmen und Ahriman für weitere 1000 Jahre in seine persönliche Hölle zu verbannen. Es gelang mir Dank meiner zurückgewonnenen inneren Stärke und der Mithilfe von Joe... Ich hatte ein Versprechen einzulösen und das Ende meiner Suche schien in erreichbarer Nähe zu sein...leider nicht so nah, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich wußte mittlerweile, daß Methos etwas mit meiner Erlösung zu tun hatte, aber was genau, war mir immer noch nicht klar. Ich sah ihn erst wieder als O'Rouke Amanda und Joe entführte und mein Leben bedrohte. Nichts konnte mich davon abhalten, meine beiden Freunde zu retten. Nie wieder sollte jemand wegen mir sterben! Methos versuchte mich zur Vernunft zu bringen, aber ich mußte schnell handeln und konnte nicht verstehen, warum er meine Handlungen nicht verstehen wollte...Daß er mich begleitet hat, obwohl er sich damit in Lebensgefahr brachte habe, ich ohne es zu hinterfragen hingenommen, ich hatte keine Zeit mich mit seinem Motiv dafür zu beschäftigen. Heute weiß ich, was für ein Motiv hin dazu bewegt hat...Seine Liebe zu mir, das unbewußte Wissen um unsere verbundenen Seelen...

Sehr erstaunt war ich über das plötzliche Auftauchen von Fitz, nachdem ich niedergeschossen worden war... Die Welt ohne Duncan MacLeod, die er mir gezeigt hat, hat mich schwer beeindruckt. Ich war völlig verwirrt, wie anders meine Freunde sich verhalten, aber was mich letztendlich zur Einsicht gebracht hat, mein Leben nicht wegzuwerfen, war Methos. Daß er sich wieder Kronos zugewandt hätte, brachte mich dazu meinen Entschluß, mein Leben für meine Freunde zu opfern, zu revidieren. Ich habe ihn in meinem Traum getötet, weil es notwendig war, ( schließlich hatte er Richie getötet) aber es zerriß mir selbst in diesem Traum fast das Herz. Wie konnte das möglich sein? Es konnte nur eines bedeuten. Er war wichtiger für mich als alles andere, auch wenn es mir (mal wieder) in dem Moment nicht auffiel. Das erste, was ich sah, als ich wieder in diese Realität zurückkam, war Methos' Gesicht und das erste, was mir einfiel, war, ihm zu sagen, daß ich seinen Kopf genommen habe, weil er Richie und Joe getötet hat. Sein ungläubiger Blick brachte mich mit einem Ruck ganz zurück. Es war nur ein unangenehmer Traum. Weil ich seine Unterstützung hatte, konnten wir Amanda und Joe befreien und ich konnte O'Rouke töten.

 

Ich hatte ihm so viel zu sagen, aber ich mußte erst meine Gedanken ordnen, mir Klarheit verschaffen, wollte ich mich bei Joe und Amanda bedanken für ihre Unterstützung und Liebe und mich von den Schatten meiner Vergangenheit verabschieden. Leider war ich mir zu sicher, daß er mich verstehen würde und so habe ich ihm in dieser Nacht ein letztes Mal das Herz gebrochen mit meinen Verhalten... Ich habe Amanda gesagt, daß ich sie liebe, habe Joe gesagt, wie viel er mir bedeutet und ihm habe ich nur gesagt..."You know, I don't know who or what you are, Methos. And I know you don't want to hear this, but you did teach me something. You taught me that life is about change, about learning to accept who you are - good or bad - and I thank you for that"... Ich dachte, er würde verstehen, was ich damit andeuten wollte, dachte, er könnte nachvollziehen, was ich verarbeiten mußte, und war überzeugt, daß er auf mich warten würde, wenn ich von meinem Spaziergang in die Vergangenheit wiederkommen würde...

Als mir bewußt wurde, daß dies nicht die richtigen Worte waren, um ihn davon zu überzeugen, daß ich noch viel mehr zu sagen hatte, war es schon zu spät...Methos war verschwunden und zwar spurlos...

Niemand wußte, wo er war, nicht Amanda, nicht Joe und auch die Watcher konnten ihn nicht finden, also heuerte ich die besten Detektive an auf die geringe Chance hin, daß ihnen vielleicht das Unmögliche gelang...Methos zu finden, wenn er nicht gefunden werden wollte. Natürlich war auch dieser Weg eine Sackgasse und so setzte ich meine Hoffnung darauf, daß er sich vielleicht wieder bei mir melden würde, was nicht geschah... Ich überlegte eine Zeitlang, ob ich mich selbst auf die Suche machen sollte, aber die Welt ist immer noch sehr groß und ich hatte keine Ahnung wo ich beginnen sollte...also nahm ich mein altes Leben wieder auf und versuchte, Methos zu vergessen...

 

Ich habe die Auktion nur besucht, weil ich einem Freund versprochen hatte, nach alten Möbeln für ihn zu suchen. In dem Moment, in dem die Kette gezeigt wurde, vergaß ich meinen Freund und die Möbel. Ich hatte nur noch Augen für dieses wundervolle Schmuckstück. Ich ersteigerte dieses Kleinod, legte es um und verließ den Saal. Seitdem habe ich die Kette erst ein einziges Mal abgelegt...

2 Wochen habe ich die Kette getragen, als ich eines Nachts wieder von Methos träumte. Wir saßen zusammen in einem kleinen Haus in der Wüste und er legte mir die Kette um mit den Worten: "Die Sonne und der Mond sind nur zusammen vollkommen...Sie können ohne einander nicht existieren...wie wir." Ich war total überrascht, denn normalerweise war die Wüste in meinen Träumen mit meiner Wüstenblume verbunden...Als ich aufwachte wußte ich, wo ich Methos finden konnte und daß ich ihm die Kette zurückgeben mußte. Ich bereitete mich für eine längere Abwesenheit vor, sagte aber weder Joe noch Amanda, wohin ich mich begeben würde, ich wußte selbst nicht, was mich erwartete, und was sollte ich ihnen auch sagen..."Ich hatte einen Traum und begebe mich auf eine Suche nach ihm"? Ich flog nach Ägypten und wußte ohne einen Zweifel, wohin meine Reise gehen würde. Als ich vor Methos' Tür stand, wußte ich allerdings nicht mehr, was ich sagen sollte. Ich ließ mich von meinem Herzen führen, wie meine Wüstenblume es mir schon so oft geraten hatte. Ich nahm die Kette ab und gab sie Methos mit den Worten: "Es ist Zeit, daß sie heimkehrt!". Er klammerte sich an die Kette und sah mich fragend an. Was sollte ich jetzt sagen? Nachdem er mir einen Whiskey gegeben hatte, begann ich etwas unzusammenhängend, ihm die Geschichte zu erzählen, wie ich an die Kette gekommen war, ich erzählte ihm auch von meinem Traum...als er den Satz exakt mit den Worten beendete, die er im Traum gesprochen hatte, war ich total verwirrt. Ich glaube, es ging ihm nicht anders. Ich versuchte, ihm zu erklären, was ich fühlte, aber ich glaube, er verstand ebensowenig wie ich, was ich sagen wollte. Dann legte er mir die Kette wieder um und murmelte: "Ich habe so lange nach Dir gesucht...hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben..." Neugierig auf seine Antwort fragte ich ihn, wen er suchen würde. "Meine andere Hälfte, den Teil meiner Seele, der vor über 5000 Jahren von mir ging..." Was sollte ich dazu sagen? Konnte es sein, daß er wahrhaftig derjenige war, den ich suchte? Hatten wir uns gegenseitig gesucht? Aber wie konnte das sein, er suchte jemanden, den er vor über 5000 Jahren geliebt hatte...Ich war erst 400 Jahre alt, das konnte nicht sein...aber es paßte zu meinem Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein, meinen Körper jemandem geliehen zu haben, der älter war als ich...

Er wirkte fast entsetzt, als ich ihn fragte, wer ich sei. Der erste Teil seiner Antwort, daß ich Duncan MacLeod vom Clan MacLeod sei, beruhigte mich, der zweite Teil, daß ich die Liebe seines Lebens sei, bewirkte das Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, daß mein Kopf platzen würde. Was, bei allen guten Göttern, ging hier vor sich? Ich mußte nachdenken und ich mußte schlafen, die letzte Woche war mehr als anstrengend gewesen und ich brauchte dringend etwas Ruhe. Meine Frage, ob ich bleiben dürfte beantwortete er mit einem mein Herz wärmenden "So lange Du möchtest", also ging ich in sein Schlafzimmer, das er mir überlassen hatte, und schlief in der Sekunde ein, in der mein Kopf das Kissen berührte. Wilde Träume suchten mich heim, Fetzen von Erinnerungen, die ich nicht als meine erkannte, einen sehr jungen Methos, der in Gefahr war, der getötet wurde, wegen mir. Ich wußte nicht, was ich davon halten sollte, auch im Traum nicht, aber ich hatte Angst, Angst um ihn, Angst um meine Liebe, ich rief seinen Namen, wollte ihn warnen, versucht ihm zu helfen, doch bevor ich etwas unternehmen konnte, erschien meine Wüstenblume. Es begann wie früher: Sie nahm mich in der Hütte auf dem Berg in Empfang, schloß mich in ihre Arme, küßte mich und sprach sanft ihre Liebeserklärung. Dann lächelte sie mich an und sagte: "Du hast Dein Versprechen eingelöst, mein Freund. Die Suche ist beendet. Wir beide werden jetzt Frieden finden..." Ich fühlte eine unbändige Freude in mir, daß ich mein Versprechen eingelöst hatte, daß wir jetzt Frieden finden würden...aber gleichzeitig brach mir die Erkenntnis, daß ich sie niemals wiedersehen würde, fast das Herz. Während sich unsere Seelen vereinten, sah ich ein letztes Mal durch ihre Augen...direkt in Methos' Herz, das voll von Liebe für mich war...und ich fühlte, wie sich unsere Liebe für ihn für alle Ewigkeit miteinander verband...fühlte, wie sich die brennende Sehnsucht in Frieden wandelte und wie meine Wüstenblume, einer Fata Morgana in der beginnenden Abenddämmerung gleich, immer schwächer wurde...ihre letzten Worte vernahm ich nur noch wie ein leises Flüstern des Windes..."Ich bin Laila...und ich bin Duncan, wir sind Eins mein Freund..." Ich murmelte leise..."Ich liebe Dich durch Zeit und Raum, wenn nicht im Leben, dann im Traum." Ich glaubte ihr leises Lachen aus meinem Herzen zu vernehmen...

Eine starke Hand an meiner Schulter holte mich aus meiner Traumwelt. Verwirrt öffnete ich die Augen und sah Methos, der sich besorgt über mich beugte und mir erklärte, daß ich nach ihm gerufen hätte...Ich mußte Lächeln...natürlich hatte ich das! Bevor sich mein Traum und damit vielleicht auch meine Courage verflüchtigen würde, fragte ich ihn nach Laila. Fassungslos starrte er mich an und stellte die Gegenfrage, woher ich diesen Namen kannte. Ich erzählte ihm, daß sie mich schon lange in meinen Träumen begleitet, mir aber erst heute ihren Namen genannt hatte...Ich dachte an meine Wüstenblume und flüsterte Lailas, unsere Liebeserklärung für Methos "Ich Liebe Dich durch Zeit und Raum..." "...Wenn nicht im Leben, dann im Traum." fiel er mit heiserer Stimme ein. Ich konnte es kaum fassen, daß sich nach so vielen Jahren mein Traum endlich bewahrheitete. Glücklich legte ich meine Hände an Methos' Wangen und erzählte ihm, daß diese Liebeserklärung von Laila und das Wissen, meine zweite Hälfte zu finden, oft das einzige waren, was mich vom Abgrund zurückgerissen hatte, aber anstatt mich in die Arme zu nehmen und mir seine Liebe zu gestehen, löste er sich von mir und stand auf. Mein Herz setzte aus und für eine Sekunde dachte ich, daß ich mich geirrt hätte. Aber meine Zweifel verflogen in dem Moment, in dem ich seine angespannten Schultern sah, und ich beschloß, meinem Herzen zu folgen. Ich griff nach seiner Hand und zog ihn zurück. Dann machte ich meinen Gefühlen Luft. Wie konnte er mich nur so lange im Dunkel lassen! Er hätte es wissen müssen!! Unglaublich, daß ich derjenige sein mußte, der den ersten Schritt tat, und unglaublich, daß die Liebe meines Lebens ein alter Zyniker ist... Seinen Blick werde ich nie vergessen, anbetungswürdig genauso wie sein Mund dem ich nicht widerstehen konnte...

Als wir uns das erste Mal küßten, sang mein Herz...aber erst nachdem seine Zweifel ausgeräumt waren, ob ich auch wußte, was ich tat, trafen sich unsere Lippen zu einem Kuß, der unsere Seelen vereinte...

 

Zwei Wochen ist das jetzt her und jeden Tag entdecke ich neue liebenswerte Seiten an ihm... und jeden Tag danke ich Gott, allen Göttern, dafür, daß ich die Liebe meines Lebens, meine zweite Hälfte gefunden habe und daß wir stark genug sind, diese Liebe für die Ewigkeit währen zu lassen.

 
Fin

 
Ende

 
Du bist der 1731. Leser dieser Geschichte.