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Ein interessanter Abend

© by Freya ()

 

Disclaimer: Die Charaktere Methos und Duncan und alle anderen aus der Serie gehören nicht mir, sondern Panzer/Davis und Rhysher. Ich habe sie nur für ein bißchen Spaß geliehen und gebe sie unbeschadet wieder zurück. Sir Baden-Powell ist tatsächlich der Gründer der Pfandfinder und ich bringe ihm den größten Respekt entgegen. Keinesfalls möchte ich hier irgendwelche Persönlichkeitsrechte verletzen!
Die Geschichte ist völlig frei erfunden und um die Challenge pünktlich abzuliefern habe ich gnadenlos improvisiert. Und das meine ich so! Ach ja alle rechtschreiblichen und vor allem interpunktionellen Entgleisungen gehen auf mein Konto, da ich keine Zeit mehr hatte, die Geschichte Betalesen zu lassen.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.
Diese Geschichte ist eine Antwort auf den HLQueer-Pfingst-Challenge 2001.

 
London. März 1929

 

"Robert, wie schön Sie zu sehen!" Duncan war aufrichtig erfreut seinen alten Freund wiederzusehen. Der General erwiderte den Gruß mit einem kräftigen Handschlag.

"Duncan MacLeod vom Clan MacLeod," schmunzelte er "was führt Sie in das neblige London? Ich dachte, Sie wären in Berlin bei Ihrer bezaubernden Freundin Amanda."

Duncan lachte. "Ich kann doch an einem solchen Tag nicht fehlen. Wenn General Smyth in den Stand eines Barons erhoben wird. Also wirklich Robert, es betrübt mich, daß Sie annehmen, ich würde das verpassen." Robert lachte ebenfalls, wenn auch ein bißchen peinlich berührt. "Jetzt reiben Sie bitte nicht noch mehr Salz in die Wunde. Ich finde das ganze Brimborium hier schon schlimm genug. Sie wissen doch, daß ich mir nie viel aus solchen Auszeichnungen und Festen gemacht habe."

"Ich finde Sie haben es sich mehr als genug verdient, und wenn der König ihnen seine Anerkennung zeigen möchte, um so besser!" Duncan lächelte, als er den gequälten Ausdruck auf Roberts Gesicht sah, und klopfte ihm aufmunternd auf die Schultern. "Kopf hoch, bisher hat er noch niemandem das Ohr abgeschnitten."

Robert lachte laut auf und zog damit die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich. Eine junge Dame kam auf sie zu. "Mr. Smyth kommen Sie bitte mit, Sie sind gleich an der Reihe." Mit einem Nicken verabschiedete er sich von seinem Gesprächspartner und folgte ihr.

 

Duncan beobachtete die feierliche Zeremonie. So oft war er schon dabei gewesen und immer noch empfand er sie als etwas besonderes. Als sein Freund nicht nur für seine Verdienste auf dem Schlachtfeld, sondern auch für die Gründung und Leitung der Pfadfinder ausgezeichnet wurde, die er vor 21 Jahren in Glasgow gegründet hatte, freute er sich aufrichtig. Dann kam der große Moment.

König Georg V. bedeutete General Robert Stephenson Smyth sich hinzuknien und sich zu erheben als Sir Robert Stephenson Smyth, Baron von Baden-Powell.

 

"Baron!" Duncan verbeugte sich.

Robert lachte. "Hören Sie auf damit Duncan, lassen Sie uns lieber, wie in alten Zeiten einen guten Schluck trinken."

Duncan ließ sich das nicht zweimal sagen, denn wenn der General, nein der Baron, von etwas gutem zu trinken sprach, meinte er das im allgemeinen auch so.

 

 

Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
Hollywood, Los Angeles. Zwei Monate später

 

"Irgendwie eine nette Idee, einen Award zu vergeben, findet Ihr nicht?" flüsterte Amanda Ihren Begleitern zu. Sie standen im Foyer und begutachteten wie alle anderen Anwesenden auch, die Preise, die an diesem Abend, das erste Mal vergeben werden sollten.

Duncan nickte etwas geistesabwesend. Ihm ging dieses Gesicht nicht aus dem Kopf. Plötzlich fiel ihm ein, wonach er gesucht hatte und er flüsterte zurück. "Die Statue sieht aus, wie mein Onkel Oscar!"

Amanda kicherte leise.

Fitz sah sich die Figur genauer an. "Ich finde, das sie Ähnlichkeit mit meiner Tante Groenhoff hat!"

"Mit Deiner Tante?"

"Nun ja, sie war nicht mehr richtige Tante, sie wohnte bei der Familie, die mich aufgezogen hat, und sie war weit und breit gefürchtet. Wenn sie guter Laune war und ihre bengalische Wurfzitter holte, gab es kein entkommen mehr! Jeder, der sich in Ihrer Nähe aufhielt, mußte wohl oder Übel ihrem Gesang lauschen. Glaubt mir, ich war damals fast bereit, sie bei der Kirche anzuschwärzen, damit sie und die Zitter auf den Scheiterhaufen kommen."

Er verzog bei der Erinnerung an die Musik schmerzlich das Gesicht. "Ich habe dann zu einem etwas weniger harten Mitteln gegriffen und das Musikinstrument unter den Kartoffeln versteckt ... "

"Und? Hat es geholfen?" Duncans Stimme zitterte vor unterdrücktem Lachen.

"Nun ja, nach Androhung der Chinesischen Kerzenfolter bin ich weich geworden und habe das Versteck preisgegeben. Oh wie war die Familie böse! Sie haben mich beschimpft und mein Vater ging sogar soweit meiner Mutter vorzuwerfen, daß sie mich aufgenommen hatte.

Ich erinnere mich noch genau wie er brüllte: 'Mit einem Schaf, wäre das nicht passiert!!'

Ihr müßt wissen, daß mein Vater meiner Mutter ein kleines Lamm just an dem Tag brachte, als ich von ihr gefunden wurde. Es war immer ein Spaß gewesen, wenn meine Eltern sagten, sie hatten die Wahl, zwischen mir und einem Schaf und ich hätte die Wahl nur knapp gewonnen ... dachte ich.

Ich weiß nicht, ob sie so böse waren, weil ich die Tante aufgeregt hatte, oder weil ich das Versteck dieses schrecklichen Instruments preisgegeben hatte."

 

Amanda versuchte zu atmen, aber es fiel ihr schwer. Sie hatte Champagner in der Nase und dadurch, daß sie sich bemühte nicht laut zu lachen, wurde alles noch schlimmer. Duncan konnte ihr auch nicht helfen.

 

Sie verließen die Academy Awards bevor der erste Preis vergeben wurde.

 

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Le Blues Bar, Paris. Mai 1999

 

"War ja klar, daß Du den Gründer der Pfadfinder kanntest. Das mit dem Oscar ist mir neu!" Joe grinste und stellte Duncan ein volles Glas hin. Dann wandte er sich an den schweigenden Methos. "Jetzt bist Du dran!"

Er sah den überlegenden Gesichtsausdruck und schritt sofort ein. "Stop! Wir haben eine Abmachung. Jeder erzählt zwei Ereignisse aus einem Jahr seines Lebens. Das die anderen auswählen!! Also keine Überlegungen vorher, was Du uns erzählst, alter Mann!" Methos grinste: "Ich habe nur über die bengalische Wurfzitter nachgedacht. Das ist so lange her, daß ich jemanden getroffen habe, der dieses phantastische Instrument kennt." Und an Duncan gewandt fügte er hinzu. "Dein Freund Fitz hat die Schönheit der Wurfzitter nicht erkannt, aber das können auch nur wenige."

Duncan lächelte, dann sah er Joe an. Der überlegte nur eine Sekunde und schmetterte dann Methos seine Herausforderung entgegen. "400 vor Christus!"

Methos stöhnte. "Joe, das ist fast zweieinhalb Tausend Jahre her!"

"Eben!"

"Kann ich noch ein Bier haben?"

Joe nickte, stellte ihm das gewünschte auf den Tisch und machte eine auffordernde Geste.

Methos dachte nach, versuchte sich in die Zeit und das Jahr zu versetzen. Die Jahre verschmolzen in seinen Erinnerungen bereits zu Jahrzehnten, Jahrhunderten, aber seine Freunde würden das nicht bemerken. Dennoch wollte er sich an die Abmachung halten und kramte in seinen Gedanken.

 

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Griechenland. Frühling 400 v.Ch.

 

"Damokles warte, ich begleite Dich." Methos lief auf seinen Schüler zu. "Ich werde Dich nicht alleine gehen lassen!"

Damokles sah ihn traurig an. "Nein mein Freund, das kann ich nicht zulassen. Du hast gehört was Dionysios gesagt hat. Nur wenn ich mutig genug bin, mich seinen Aufgaben alleine zu stellen, habe ich eine Chance meinen Traum zu verwirklichen."

Methos nickte. "Vielleicht hast Du Recht. Ich wünsche Dir viel Glück!" und mit diesen Worten ließ er seinen Freund und Schüler gehen.

 

Drei Tage später kam der junge Mann zurück. Methos wartete vor ihrem Haus auf ihn. Schon von weitem bemerkte Methos, daß seinem Schüler etwas auf der Seele lag. Als sie in Rufweite waren begann Damokles auch schon ihm sein Leid zu klagen. "Meneastos, ich habe versagt!"

Methos legte ihm beruhigend einen Arm um die Schulter, führte ihn ins Haus und gab ihm einen Becher Wein. Dann erst ließ er sich die Geschichte erzählen.

 

Dionysios hatte sich zwei Aufgabe für Damokles einfallen lassen. Als erstes mußte er ein Abendessen überstehen während über ihm ein Schwert an einem Roßhaar aufgehängt schwebte. Damokles war kein ängstlicher Mensch und er vertraute auf sein Glück. Er überstand diese Prüfung ohne Schwierigkeiten. Dionysios war begeistert, ebenso wie der Hofstaat, der die Tapferkeit des jungen Mannes rühmte.

 

"Das ist doch ein guter Anfang mein Freund!" munterte Methos ihn auf.

"Ja, aber es wartete noch eine weitere Aufgabe auf mich..." Damokles sackte auf der Bank zusammen als er sich an seine Schmach erinnerte.

"Ich war so euphorisch, daß die erste Prüfung so einfach war, daß ich voller Übermut nach der zweiten verlangte."

"Und?"

"Und dann begann die Katastrophe!" Damokles Stimme wurde leise.

 

Die zweite Aufgabe schien erheblich einfacher zu sein als die vorherige.

Er sollte aus dem Schlafgemach des Dionysios eine Motte entfernen, die den Herrscher seit Wochen um den Schlaf brachte. Was könnte ein solch kleines Tier ihm schon entgegensetzen dachte er überheblich und machte sich daran, das Tier zu fangen.

Was er nicht wußte und Dionysios ihm nicht gesagt hatte war, daß diese vermeintlich kleine Motte sich verändern und die Größe eine Harpyie annehmen konnte. Nachdem er das erste Mal Auge in Auge der verwandelten Bestie gegenüberstand erfaßte ihn panische Angst und er floh aus dem Palast so weit ihn seine Füße trugen...

 

Nachdem er seinem Freund und Mentor seine Geschichte erzählt hatte, verließ er Griechenland, weil er mit der Schande nicht leben wollte....

 

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"Ich habe damals überlegt, ob ich mit ihm gehen sollte, aber ich entschloß mich zu bleiben und den Schaden zu minimieren!" schloß Methos seine Erinnerungen an Damokles.

Nach einer Sekunde des Schweigens brach Joe in Gelächter aus. "Die Damoklesmotte?!" Ein unwilliger Blick brachte ihn nur noch mehr zum Lachen und auch Duncans Schultern zuckten verdächtig.

"Joe ich habe fast 30 Jahre gebraucht um die Erinnerung an diesen Reinfall aus dem Gedächtnis der Griechen zu löschen und das 'Damoklesschwert' zu einem geflügelten Wort zu machen. Das war nicht komisch!"

 

"Oh ich weiß nicht, ich finde es ziemlich komisch!" gröhlte Duncan, der sich mittlerweile an Joe geklammert hatte um nicht vor Lachen vom Stuhl zu fallen. "Die Damoklesmotte... Methos es ist nicht nett, daß Du der Welt dieses Sahnebonbon vorenthalten hast!"

Methos strafte auch Duncan mit einem ungnädigen Blick und fragte dann schnippisch. "Soll ich die andere Geschichte auch noch erzählen, oder wollt Ihr den Abend an dieser Stelle abbrechen?"

"Natürlich wollen wir die andere Geschichte auch noch hören!" kicherte Joe, bemüht sich wieder unter Kontrolle zu bringen.

 

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Griechenland. Herbst 400 vor Chr.

 

Methos war Geschichtenerzähler geworden. Die einzige Möglichkeit seinem Freund Damokles zu helfen seinen Namen von der Schmach reinzuwaschen.

 

Er zog durch Griechenland und erzählte auf jedem Marktplatz die Geschichten von tapferen Männern und Frauen. Das 'Damoklesschwert' war der Renner in seinem Repertoire.

Methos war in Athen angekommen und betrat den Tempel des Zeus. Er bat den Hohepriester seine Geschichten im Tempelhof erzählen zu dürfen. Auf die Frage des Priesters warum er sie im Tempel erzählen wolle begann er eine herzergreifende Geschichte über seinen Freund, der sich nach einer unglücklichen Liebesgeschichte von der Welt zurückgezogen hat und dessen letzter Wunsch es war, seine tragische Geschichte in den Tempeln der Welt zu verbreiten.

Der Priester, mehr von Methos als von seiner Geschichte angetan, erbat sich einen Tag Bedenkzeit.

Als sie am nächsten Morgen wieder zusammenkamen begann der Priester das Gespräch mit den Worten: "Ich habe viel über Ihre Stimme nachgedacht. Sie scheint ohne Umwege das Herz zu erreichen!"

Methos lächelte. "Das liegt daran, daß mein Herz die Geschichten erzählt. Meine Stimme wird immer das offenbaren, was mein Herz fühlt!"

"Das ist ja mystisch!" murmelte der Priester um dann mit einem listigen Grinsen hinzuzufügen. "Sie sollten Priester werden mein Junge! Zeus liebt es wenn seine Priester die Herzen der Menschen erreichen können!"

"Ich werde darüber nachdenken." versprach Methos.

 

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"Und bist Du Priester geworden?" fragte Duncan interessiert.

"Ja ich habe 30 Jahre in den Tempeln des Zeus gedient und nebenbei die Geschichte von Damokles verbreitet, damit habe ich dann zwei Fliegen..."

"... wohl eher Motten..." murmelte Joe.

Methos ignorierte den Einwand, im Gegensatz zu Duncan der daraufhin von einer erneuten Lachsalve geschüttelt wurde.

"... mit einer Klappe geschlagen! Ich konnte Damokles helfen und war meistens auf heiligem Boden!"

 

Methos nahm sich ein Bier und wartete geduldig bis seine Freunde sich wieder beruhigt hatten.

Drei Bier später hatten sie sich wieder so weit im Griff, daß der Abend weitergehen konnte.

 

"Joe, ich würde gerne wissen, was Du 1969 gemacht hast." forderte Duncan seinen Freund auf. Methos nickte zustimmend.

Joe nickte und überlegte einen Moment, dann begann er zu erzählen.

 

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San Francisco. Januar 1969

 

Seit seiner Heimkehr aus Vietnam waren 8 Monate vergangen und die Ausbildung bei den Watchern würde erst im nächsten Jahr beginnen.

Wie so viele Veteranen hatte Joe die Schnauze voll vom Krieg.

Er hatte sich einer Künstlerkolonie im Süden San Franciscos angeschlossen und versuchte sein Kriegstrauma durch verschiedene Aktivitäten zu verarbeiten.

 

Seine Freunde setzen sich aus Blumenkindern und verwundeten Soldaten zusammen, die so wie er die Sinnlosigkeit des Krieges anprangerten.

Um sich abzulenken und wieder Fuß zu fassen beschäftigte sich die Kommune mit verschiedenen Dingen.

Neben Anbau von Canabis und rauchen desselben hatten sie begonnen sich mit Feng Shui vertraut zu machen. Nach einigen Wochen hatten sie im Umkreis von mehreren Kilometern ihren Willen durchgesetzt und alles umgestellt was umgestellt werden mußte um das Chi fließen zu lassen.

Dann stießen sie allerdings auf heftigen Widerstand seitens eines Nachbarn.

 

Dieser Nachbar, ein gewisser Mel Korrayn, drohte ihnen mit den schrecklichsten Dingen, falls sie ihre 'Weltmeisterschaft im Kampfdekorieren' nicht auf der Stelle und VOR seinem Zaun beenden würden.

Ein besonders mutiger junger Mann fragte ihn eines Tages unverblümt. "He Mel, wie wollen Sie uns denn davon abhalten ihr ungemütliches Heim in den Chi-Fluß einzubauen?"

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Wenn nötig mit Elektroschockern!" und dann ließ er auf die Worte Taten folgen und baute um sein Anwesen einen großen Zaun mit Stacheldraht der unter Hochspannung gelegt war.

Einige Kommunenmitglieder fühlten sich dadurch so provoziert, daß sie einen Kleinkrieg anzettelten...

Sie bewarfen das Anwesen mit Blumen und Flugzetteln und ließen sich nicht beeindrucken von den Drohungen und kleinen Gegenschlägen Mr. Korrayns.

 

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"Das war dann irgendwie nicht mehr mein Ding und ich bin nach New York gegangen!" beendete Joe seine Geschichte. Duncan und Methos nickten verständnisvoll, wenn auch mit einem Grinsen im Gesicht. Mel Korrayn? An wen erinnerte sie dieser Name nur??

"Und was ist noch passiert in diesem Jahr?" fragte Methos unschuldig.

 

"Ich habe Jimmy Hendrix kennengelernt." grinste Joe.

 

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New York. 1969 Mai - August

 

Joe hatte eine alte Gitarre geschenkt bekommen und versuchte sich seit einigen Wochen mehr oder weniger erfolgreich als Musiker.

Eines Abends lernte er auf einer Party Jimmy Hendrix kennen, der sein Potential erkannte und ihm anbot ihm ein paar Tricks zu verraten. Joe war begeistert und ein guter Schüler. Als Hendrix das Angebot bekam in Woodstock zu spielen nahm er seinen Schüler als Roadie mit.

Joe konnte sein Glück kaum fassen. Er mit allen Größen der Musikgeschichte zusammen auf einem Konzert....

Die Stimmung war phantastisch und das Erlebnis beeinflußte seine Musik stärker als alles andere. Die Musiker spielten alle mit dem Herzen.

Mögen auch technische Feinheiten ab und an fehlen. Das Feeling, das sie rüberbrachten war unübertrefflich...

 

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"Ich weiß, es war unglaublich! Sowas hatte die Welt bis dato noch nicht gesehen. Die Stimmung war einfach gigantisch. Allerdings bin ich auch seit Jahrhunderten nicht mehr soo dreckig gewesen!" schmunzelte Methos.

"Ich hatte einen ganz guten Platz." grinste Duncan.

"Wie das?"

"Als Mitveranstalter..."

"Nein!" entfuhr es simultan ungläubig seinen Freunden.

"He, nur weil ich auch Klassik höre, heißt das doch nicht, das ich nicht auch andere Musik schätze." schmollte Duncan.

"Im Leben nicht! Du hast Woodstock mit veranstaltet? Und wieso ist Herr Pfandfinder nicht auf die Idee gekommen, das 20 Toiletten für Vierhunderttausend Menschen vielleicht 'etwas' wenig sind???" Stichelte Methos.

"Das fiel nicht in meine Zuständigkeit!" gab Duncan zurück.

"Im Ernst Mac, Du hast bei Woodstock Deine Finger drin gehabt??"

"Ja doch, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Abend!"
 
Fin

 

 
Du bist der 1708. Leser dieser Geschichte.