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Merry Christmas, Jack© by Sam23 ()
"I will honour Christmas in my heart, and try to keep it all the year" Charles Dickens
"Have yourself a merry little . . ." "Gott, Carter, würden Sie das abstellen?!", Colonel Jack O'Neill rollte mit den Augen und setzte sich mit einem Seufzen. Major Sam Carter sah ihren kommandierenden Offizier fragend an. "Probleme, Sir?" "Ah", Jack O'Neill wedelte mit den Armen. "Es ist nichts. Ich hasse nur diese Klingeln und Bimmeln und diese vollkommen sinnlosen Weihnachtslieder. Winter Wonderland! Pah! Es nichts, aber auch gar nicht wundervoll am Winter. Es ist kalt, es ist dunkel und jeder, der noch einen Funken Verstand besitzt, versucht dem Ganzen zu entkommen." Jack lehnte sich zurück und schloss die Augen. "Ich denke da an Hawaii ..." Sam fing an zu lachen. Jack öffnete die Augen wieder und blickte sie an. "Was?" "Nichts, Sir. Ich hatte Sie mir nur nie als einen Hawaii-Fan vorgestellt." Jack hob eine Augenbraue und sah sie mit gespielter Betroffenheit an. "Und was soll das heißen? Sie glauben nicht, dass ich mit einem Surfboard umgehen kann?" Sam dachte darüber ein paar Sekunden nach, dann schüttelte sie grinsend den Kopf. "Sorry, nein, Sir." Jack zuckte mit den Schultern und verschränkte seine Arme vor der Brust. "Okay, erwischt, ich kann nicht surfen. Aber es gibt auch andere Dinge, die man auf Hawaii tun kann." Sam wandte ihre Aufmerksamkeit wieder ihrer Arbeit zu. Sie lächelte still in sich hinein, aber langsam begann ihr die schlechte Laune, die der Colonel schon seit einer Woche mit sich herumtrug auf die Nerven zu gehen. Der CD-Player war immer noch an und das nächste Lied entpuppte sich als "Silent night". Jack O'Neill stöhnte. "Oh, zum Geier, das hier ist noch schlimmer!" Sam machte sich nicht die Mühe zu fragen warum. Er würde es ihr sowieso in ein paar Sekunden erklären. Jack stand auf und begann vor dem Schreibtisch auf und ab zu gehen. "Stille Nacht! Das ist wirklich ein guter Witz. Die Leute bringen sich fast um da draußen um noch in letzter Sekunde das richtige Geschenk zu finden, jeder hat es eilig nach Hause zu kommen, deshalb ist der Verkehr die Hölle und wenn du dann endlich zuhause bist, ist der Truthahn verbrannt und der Fernseher geht nicht und natürlich ist niemand da, der ihn reparieren kann, also fangen alle zur Unterhaltung an Weihnachtslieder zu singen, vor allem Leute, denen nicht einmal gestattet sein sollte auch nur zu pfeifen, geschweige denn zu singen." Sam seufzte ärgerlich, trat vor ihren Schreibtisch, um Jacks Weg zu blockieren und verschränkte die Arme vor der Brust. "Sie haben ein Problem mit Weihnachten, Sir? Fein, okay, aber andere Leute mögen diesen Feiertag, also würden Sie bitte so nett sein und ihre Vorbehalte gegen den Weihnachtsmann irgendwo anders verbreiten? Und falls Sie es nicht bemerkt haben, ich habe zu arbeiten, Sir." Jack seufzte und schüttelte den Kopf. "Sehen Sie, genau das meine ich. Es ist Weihnachten und alle werden aggressiv. Soviel zum Thema Frieden auf Erden." Sam öffnete ihren Mund, um auf das Schärfste zu protestieren, aber Jack drehte sich einfach um und verließ ihr Labor. Sam schüttelte den Kopf , drehte sich zu ihrem Schreibtisch um und drehte den Lautstärkeregler des CD-Players hoch, ganz so, als wolle sie so die Anti-Weihnachts-Energie vertreiben, die Jack sicherlich hier gelassen hatte. Sie begann zu pfeifen und war bald wieder guter Laune, als Daniel an der Tür klopfte.
"Hey, ist das erlaubt?" "Was?" Er deutete auf den CD-Player. Sam grinste ihn an. "Naja, solange keiner sagt, dass es verboten ist ..." Daniel grinste. "Ah, ich verstehe." Sam wandte sich wieder ihren Berechnugnen zu und Daniel setzte sich auf die Tischkante. "Schon bemerkt, dass nicht jeder hier in Weihnachststimmung ist?", fragte er. Sam rollte die Augen. "Was Sie nicht sagen! Ich musste ihn gerade regelrecht rausschmeißen, weil er einfach nicht aufhören wollte zu schimpfen." Daniel schüttelte den Kopf. "Ach, Sie kennen Jack. Das ist eine schwere Zeit für ihn. Und er will einfach nicht, dass das jemand merkt, also führt er sie wie eine Nervensäge auf. Das ist nur gespielt, wenn Sie mich fragen." Sam sah auf und zuckte zusammen. Natürlich! Warum hatte sie nicht schon früher daran gedacht! Sie fühlte sich mit einem Mal schuldig. Charlie. Natürlich wusste Jack wie wundervoll Weihnachten sein konnte. Aber dieses Wissen war nun ein Fluch, denn jedes Jahr musste der Anblick lachender Kinder, die Geschenke auspackten, Jack daran erinnern, was er verloren hatte. Sam dachte an das erste Weihnachtsfest nach dem Tod ihrer Mutter und sie glaubte zu wissen, was Jack durchmachen musste. Obwohl sein Schmerz mit Sicherheit größer war als der ihre. Sam fühlte sich schuldig. "Oh Gott, Daniel und ich bin darauf reingefallen. Ich habe überhaupt nicht daran gedacht. Vielleicht sollte ich ihm nachgehen." Daniel schüttelte den Kopf. "Sam, lassen Sie ihn einfach in Ruhe. Er wird es sowieso nicht zugeben. Er wird nur für ein paar Tage verschwinden und dann rechtzeitig zu Sylvester wieder als der alte Jack O'Neill auftauchen. Das ist seine Art damit umzugehen und wir sollten das respektieren." Sam war sich da nicht so sicher. Weihnachten war eine wunderbare Zeit und jeder sollte das Recht haben, diese Zeit zu genießen. Sie wollte, dass Jack O'Neill an Weihnachten Freude hatte. Er verdiente das vielleicht mehr, als jeder andere, den sie kannte. Sam traf eine Entscheidung. "Daniel, ich brauche Ihre Hilfe ..."
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Die beiden erwischten Jack, kurz bevor sich die Aufzugtüren schlossen. "Hey Leute, geht's nach Hause?" "Ja, ich muss noch Weihnachts-Einkäufe machen", sagte Daniel und grinste. "Obwohl ich noch keine Idee habe, was ich Ihnen schenken soll." Jack schnaubte. "Bemühen Sie sich nicht, okay?" Daniel und Sam tauschten einen Blick. Daniel kratzte sich am Kopf. "Was ist das eigentlich mit Ihnen und Weihnachten?" "Gar nichts, ich mag nur den 4. Juli lieber, das ist alles." "Hey, Jack, was ist so schlimm an Weihnachten?" "Es ist nur zuviel gezwungene Fröhlichkeit für meinen Geschmack, Daniel." Sam mischte sich ein. "Gezwungen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Weihnachten ist eben ein fröhliches Fest, das ist alles. Die Leute wollen an Weihnachten einfach fröhlich sein." "Oh ja? Und jeder, der nicht fröhlich ist, wird gleich wie ein Staatsfeind behandelt, oder nicht?", schoss Jack zurück. Sie hatten den Parkplatz erreicht, der dick mit Schnee bedeckt war. Die Autos waren kaum zu erkennen unter der weißen Decke, die der Himmel über sie gebreitet hatte. "Kommen Sie Jack, sie können mir nicht erzählen, dass sie Weihnachten schon immer gehasst haben. Ich wette als Kind haben Sie es geliebt. Schneeballschlachten, den Weihnachtsmann, Kastanien, die über dem Feuer rösten, Geschenke auspacken . . ." "Zu Ihrer Information, Daniel: Nein habe ich nicht", grummelte Jack. Das nächste, was er wusste war, dass die linke Seite seines Gesichtes sich irgenwie kalt anfühlte. Jack blinzelte. Das würde Daniel nicht wagen. Jack drehte sich um und sah den jungen Archäologen grinsen, die Hände hatte er hinter dem Rücken versteckt.
"Das war ein Fehler", knurrte Jack und bückte sich, um etwas Schnee aufzuheben. Der Schneeball traf Daniel an der Schulter und er stolperte zurück, ehe er seine nächste Attacke auf Jack startete. Der Schneeball traf Jack und die Rache, die dafür folgte, ließ Daniel Jackson lachend, hustend und Schnee spuckend zurück. Geschieht dir recht, dachte Jack. Er war immer noch auf Daniel konzentriert, als ein Schneeball seinen Hinterkopf traf. Jack stolperte und drehte sich herum, um den neuen Angreifer in Augenschein zu nehmen. "Hey! Auf wessen Seite stehen Sie eigentlich?", rief Jack seinem Major zu. Sam grinste und antwortete: "Da ich ein großer Fan von Weihnachten bin, muss ich leider sagen: Daniels Seite." Und damit warf sie einen weiteren Schneeball in Jacks Richtung. Jack wich aus und rief: "Verräterin!", bevor er auf Sam zielte. Sie duckte sich hinter einem Auto und feuerte zurück. Jack stolperte und konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. Sam beschloss, dass das eine gute Gelegenheit war, sich eine bessere Deckung zu suchen und sprintete hinaus auf den Parkplatz. Jack hatte die Bewegung wahrgenommen und rannte auf sie zu. Sam bemerkte zu spät, dass er es auf sie abgesehen hatte. Sie prallten zusammen und purzelten in den Schnee. Jack versuchte mit ihr zu ringen, aber er lachte so stark, dass es ihm schwer fiel, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Sie rollten durch den Schnee, lachend und schreiend, jeder versucht den anderen zu bezwingen. Jack konnte nicht aufhören zu lachen. Er fühlte sich großartig, fast wie ein Kind. Sam schaffte es, ihn auf den Rücken zu werfen und drückte ihn in den Schnee. Jack schaffte es zwischen einzelnen Lachattacken hervorzupressen: "Okay, okay, ich gebe auf, Sie haben gewonnen." Sam grinste triumphierend, ließ seine Armgelenke los und warf sich neben ihn in den Schnee. Beide atmeten laut und schnell. Sam sah ihn an. Er grinste immer noch und blickte in den grauen Himmel. Gott, das war ein Spaß, dachte Jack. Er konnte fühlen, wie Sams Schulter die seine berührte. Nicht zu vergessen, dass wir uns eben wirklich nahe waren, was immer gut ist, dachte er. Das war wahrscheinlich eine der besten Schneeballschlachten seines Lebens gewesen. Ein Bild tauchte vor seinem inneren Auge auf. Weihnachten. Der Rasen. Charlie und er alberten im Schnee herum. Das würden sie nie wieder tun. Jack fühlte einen scharfen Schmerz, der durch sein Herz schnitt. Er stand auf, klopfte sich den Schnee aus der Hose und ging zu seinem Wagen, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Daniel half Sam auf, während sie beobachteten, wie Jack zu seinem Wagen trottete. Daniel seufzte, aber Sam schüttelte den Kopf. "Ich wusste, dass es nicht so leicht sein würde, aber es ist ein Anfang, denken Sie nicht?" Daniel seufzte erneut. "Also? Was machen wir jetzt?" Sam grinste ihn an. "Dieser Teil erfordert eine Notlüge, fürchte ich."
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Jack O'Neill ging ans Telefon. Major Carter war am anderen Ende der Leitung und sie klang nicht sehr fröhlich. "Sir, kann ich Sie kurz stören?" "Klar, was gibt's?" "Naja, also, es war heute morgen etwas glatt draußen. Meine Güte, das ist wirklich peinlich. Ich bin hingefallen." "Sind Sie verletzt?", fragte Jack alarmiert. Gott sei dank ist das hier kein Bildtelefon, dachte Sam und blickte auf ihre rechte Hand, die völlig in Ordnung war. Aber Jack wusste das ja nicht, oder? "Ja, die rechte Hand. Ich habe eine Bandage und es geht schon, aber jetzt kann ich so gut wie nichts tun." "Brauchen Sie Hilfe?" "Ja, das wäre großartig. Ich wollte meinen Baum heute kaufen, aber ich fürchte, ich kann ihn nicht alleine tragen mit der verletzten Hand." Jacks Gesicht verfinsterte sich und er antwortete: "Was ist mit Daniel, kann er Ihnen nicht helfen?" "Daniel arbeitet an etwas Wichtigem, ich habe ihn schon gefragt, da ich ja weiß, wie Sie über Weihnachten denken und es tut mir auch Leid, aber Sir, ich könnte wirklich Hilfe brauchen, bitte?" Jack seufzte. Das konnte er ihr einfach nicht ausschlagen, wenn sie ihn schon einmal wirklich um Hilfe bat, was selten genug vorkam, denn Sam Carter konnte sich meistens selbst helfen. Aber jetzt schien sie ihn zu brauchen und das war wichtiger als Selbstmitleid, entschied Jack. "Okay, ich bin in einer Stunde da."
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Die Luft war kalt und kleine Schneeflocken rieselten langsam auf den Boden zu. Sam Carter blickte den Mann an, der neben ihr lief. Sein Gesichtsausdruck war neutral, aber Sam wusste, dass er sich nicht gerade gut fühlte in diesem Moment. Sie war sich nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee gewesen war. Sie wollte, dass er glücklich war und stattdessen konfrontierte sie ihn mit Dingen, die ihn unglücklich machten. Aber es gab nun mal keinen anderen Weg, um ihn aus diesem dunklen Ort zu retten, an dem er sich gerade befand. Sam blieb vor einem wunderschön dekorierten Schaufenster stehen. Jack runzelte die Stirn. "Na, das nenne ich aber kitschig." "Ich finde es wundervoll." "Klar, Sie sind ja auch eine Frau." "Und was hat das damit zu tun?" "Ah, Sie wissen schon", sagte Jack einfach und ging weiter. Sam holte ihn ein und fragte: "Ernsthaft, ich mag es. Weihnachten, meine ich. Das ist eine Zeit, in der jeder glücklich sein sollte." "Mich eingeschlossen?" "Natürlich." "Danke, Carter, aber nein danke." "Na los, Sir. Das ist nicht irgendein Feiertag." "Ja, es ist einer, an dem man sich nicht betrinken soll." "Man sollte keinen Grund haben sich an Weihnachten zu betrinken." Jack lachte und schüttelte den Kopf. "Glauben Sie nicht, dass das ein wenig naiv ist? Ich meine, wenn man zum Beispiel bedenkt, dass es an Weihnachten mehr Selbstmorde gibt, als an jedem anderen Tag. Ziemlich deprimierender Feiertag, wenn Sie mich fragen." "Warum?", fragte Sam leise. "Was?" "Warum ist es deprimierend?" Jack wich ihrem Blick aus und blickte zu Boden. Sie bogen um eine Ecke und hatten ihr Ziel erreicht. Jack klang erleichtert. "Da wären wir. Hunderte von toten Bäumen, aus denen Sie wählen können. Also los." Sam berührte seinen Arm und zog ihn mit sich in Richtung der Bäume. "Keine Chance, Sie müssen mir helfen einen auszusuchen." Jack rollte mit den Augen, folgte ihr jedoch.
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Eine halbe Stunde später trugen sie einen wunderbaren kleinen Weihnachtsbaum die Stufen zu Sams Haus hinauf. Das heißt, Jack trug den Baum. "Wo soll er hin?", fragte Jack. Sam deutete in Richtung Wohnzimmer. "Einfach da rüber. Ich hab die Weihnachts-Dekoration schon vom Dachboden geholt." Jack sah sich um. Da waren kleine Kisten, gefüllt mit Glaskugeln, Engeln, Glocken und Schleifchen auf dem Wohnzimmertisch. Der ganze Raum roch an Weihnachten. Der süße Duft von Plätzchen und Lebkuchen vermischte sich langsam mit dem herben Geruch des Nadelbaumes. Dieser Geruch brachte Erinnerungen zurück. Jack schloss die Augen für ein paar Sekunden, um die Bilder zu verdrängen, bevor sie überhaupt eine Chance hatten, sich in seinem Bewusstsein voll zu entfalten. Er bemerkte nicht, dass Sam Carter ihn mit einem Ausdruck von Mitgefühl und Schuld ansah. Sie fühlte sich furchtbar. Es war schrecklich ihn so zu sehen, schlimmer als sie es sich vorgestellt hatte. Sam beschloss die Sache hier und jetzt zu beenden. "Sir? Ich denke ich schaffe den Rest schon allein." Jack blinzelte und sah sie an. Der Klang ihrer Stimme hatte die Dämonen verscheucht. So wie er es immer tat. Jack deutete auf ihre rechte Hand und antwortete:
"Keine Chance. Ich werde Ihnen helfen, den Baum zu schmücken, dafür bin ich schließlich hier." "Ehrlich, Sie müssen nicht . . ." Jack wusste, dass er jetzt gehen konnte. Er würde einfach nach Hause gehen, eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank holen, einen Horror-Film ansehen und diesen ganzen Weihnachtskram einfach vergessen. Aber plötzlich erkannte er, dass er nicht nach Hause gehen wollte. Er warf einen Blick auf den Baum. Es hatte schon irgendwie Spaß gemacht, dieses Ding zu kaufen, das musste er zugeben. Jack sah Sam an. Sie sah besorgt aus. Er runzelte die Stirn. "Was?" "Äh, nichts", sagte Sam und versuchte zu lächeln. Jack deutete auf den Baum. "Also los, dann nichts wie ran."
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Nachdem sie den Baum aufgestellt hatten, begann Sam die Schachteln zu öffnen und wühlte sich durch die verschiedenen Deko-Gegenstände auf der Suche nach der Christbaum-Beleuchtung. Jack stand neben dem Baum, die Hände wie immer in den Hosentaschen vergraben und beobachtete sie. Ein Lächeln stahl sich über ihr Gesicht, jedes Mal, wenn sie ein Teil aus der Schachtel nahm und es auf dem Tisch platzierte. Da war es wieder, dieses Funkeln, das jedes Mal in ihre Augen trat, wenn sie sich für etwas wirklich begeisterte. Jacks Herz begann zu schmelzen. "Also, das macht Ihnen wirklich Spaß, oder?" Sam nickte, immer noch auf der Suche nach der Beleuchtung. "Das mache ich am liebsten. Den Baum schmücken. Ich mache das jedes Jahr, aber trotzdem ist jedes Mal wieder etwas Magisches daran. Das erste Mal, wenn man die Lichter einschaltet und die einzige Beleuchtung im Raum kommt von diesem Baum? Das ist echte Magie. Ich weiß das klingt jetzt ziemlich blöd, aber genau das ist es. Magie." Jack schwieg und Sam blickte zu ihm hinüber. Er schien in seinen Gedanken versunken zu sein während seine Augen auf den Baum gerichtet waren. Sam was alarmiert, aber dann bemerkte sie, dass kein Ärger, keine Trauer in seinem Gesicht war. Nur etwas, das Sam vielleicht als milde Neugier interpretierte. Er schien wirklich über ihre Worte nachzudenken. Sam machte den nächsten Schritt. "Normalerweise höre ich beim Baumschmücken auch Weihnachtslieder, aber darauf werde ich dieses Mal verzichten, ich weiß ja, wie Sie darüber denken."
Jack blinzelte, legte den Kopf schief und antwortete. "Nein, nein, keine Problem. Ich denke ich ertrage das schon." Er grinste: "Und ich verspreche auch zu dem Little Drummer Boy und seinen Freunden nicht unhöflich zu sein." Sam schaltete die Stereoanlage ein. Sofort war der Raum erfüllt von den ersten Klängen von "Let it snow". Jack verzog das Gesicht, tat aber, was er versprochen hatte. Er schwieg. Sam hatte endlich die Lichter gefunden und reichte sie Jack. "Das ist jetzt der schwerste Teil", sagte sie. Jack lächelte. Das hatte geklungen, als hätte er so was noch nie im Leben gemacht. Aber er musste ihr zustimmen - das war der schwerste Teil der Übung. Er und Sara hatten es immer geschafft in einem Kabelsalat zu enden, der den Baum und sie selbst umschlungen hielt. Es war wie der Kampf gegen eine Krake gewesen. Und sie mussten sich so zusammenreißen, um nicht laut loszulachen und Charlie zu wecken und ihm damit die Überraschung zu verderben. Da war er wieder. Dieser schreckliche Schmerz. Dieses schreckliche Gefühl des Verlusts. Aber in diesem Moment reichte Sam ihm das Kabel und ihre Hände berührten sich für einen Moment. Charlie und Sara sind im Moment nicht hier, dachte Jack. Aber Sam ist es. Und das war etwas, für das er plötzlich glaubte sich sehr dankbar fühlen zu müssen. Wie geschickt Sam auch war, wenn sie mit ihren Maschinen arbeitete, das war eine Herausforderung, der sie nicht ganz gewachsen war. Vielleicht lag es an ihrer verletzten Hand, aber Jack vermutete eher, dass es niemandem gelingen konnte, einem Weihnachtsbaum Lichter anzulegen ohne ein absolutes Chaos zu veranstalten. Er begann laut zu lachen, als er den verblüfften Ausdruck auf ihrem Gesicht sah, als sie plötzlich einen Knoten im Kabel vor sich hatte, der Sekunden vorher noch nicht da gewesen war. Es dauerte fast eine halbe Stunde, aber dann waren endlich alle Lämpchen am Baum angebracht und Sam und Jack traten ein Stück zurück, um ihr Werk zu bewundern.
"Nun", sagte Jack. "Manche Dinge ändern sich anscheinend nie." "Sir?" "Das letzte Mal als ich Weihnachtslichter an einen Baum gesteckt habe, hatte ich genauso viel Mühe damit, wie wir eben. Diese Dinger scheinen immer noch ihren eigenen Willen zu besitzen." "Ja, ich weiß, was Sie meinen" antwortete Sam und fischte mit der linken Hand nach der Schachtel mit den Glaskugeln. Die Stille, die ihren Worten gefolgt war, wurde durch das nächste Lied aus der Stereoanlage unterbrochen. "Chestnuts roasting on an open fire . . ." Sam lächelte. "Das ist eines meiner Lieblingslieder." "Ja, das ist ganz nett", stimmte Jack zu und reichte ihr eine Glaskugel. Sam sah ihn überrascht an. "Alles okay?" "Ja, wieso?" "Sie haben gerade etwas Nettes über Weihnachten gesagt." "Ah", Jack schüttelte den Kopf. "Das ist doch eher ein Winter- statt ein Weihnachtslied." Sam lächelte. Nicht nur wegen seiner Worte, sondern weil sie bemerkte, dass er endlich Spaß an der Sache hatte. Sie arbeiteten schweigend ein paar Sekunden vor sich hin, dann begann Sam mitzusummen. Plötzlich konnte sie Jack leise singen hören, leise, aber definitiv singen. Und zu ihrer Überraschung hatte er eine ziemlich gute Stimme. Sam fiel in den Gesang mit ein und schon bald sangen die beiden lauter als Natalie Cole. "Although it's been said many times many ways, merry Christmas to you..." Die Musik endete und Jack schloss seine Augen für einen Moment. Er fühlte sich so wohl in diesem Moment. So völlig zufrieden mit sich und der Welt. Vielleicht war es, worum es an Weihnachten ging. Und dann traf es ihn wie ein Donnerschlag. Das war das Gefühl, das er seit Charlies Tod vermisst hatte. Vielleicht war Weihnachten deshalb so eine schwere Zeit für ihn. Es erinnerte ihn nicht nur daran, dass er seine Familie verloren hatte, sondern auch seinen inneren Frieden. Aber vielleicht konnte er ihn zurückgewinnen. Er warf Sam einen Blick zu und fragte sich, wie es wohl sein würde, Weihnachten mit ihr zu verbringen. Aber dann senkte sich eine dunkle Wolke über seine Gedanken. Sei kein Idiot, Jack. Sie wird Weihnachten mit ihrer Familie verbringen, mit ihrem Dad und ihrem Bruder. Und du wirst alleine zuhause sitzen. Komplett allein. Wie jedes Jahr. Und genau das ist es, was du verdienst, Jack, vergiss das nie. "Carter, ich muss jetzt gehen, sorry." "Sir, warten Sie ..." Aber Jack war bereits draußen in der kalten Nach verschwunden. Sam schüttelte den Kopf und flüsterte. "Ich werde dich nicht aufgeben, Jack O'Neill. Das verspreche ich dir. Ich werde dir Weihnachten zurück bringen."
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Aber das war keine einfache Aufgabe. Jack war nach diesem Tag noch aggressiver und schlechter gelaunt als vorher und seine Laune sank stetig, je näher die Feiertage rückten. Sam versuchte so gut es ging, ihn aufzumuntern, scheiterte jedoch kläglich. Sie dachte oft an diesen Nachmittag in ihrem Haus nach, versuchte herauszufinden, was es war, dass ihn wieder in den Angriffs-Mode hatte zurückschnellen lassen.
"Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll", erzählte sie Daniel beim Mittagessen in der Kantine. Daniel seufzte und schüttelte den Kopf. "Sam, ich würde Ihnen ja wirklich gerne helfen, aber ich denke, wir können da nicht viel machen. Vielleicht sollten wir ihn einfach in Ruhe lassen." "Aber das kann ich nicht. Er leidet, Daniel. Ich kann es nicht ertragen, wenn er leidet. Ich muss ihm einfach helfen." "Sam ..." Sie unterbrach ihn und lehnte sich nach vorne. "Ich lasse es nicht zu, dass ihm das noch einmal passiert. Ich werde nicht fröhlich Weihnachten feiern, in dem Wissen, das er allein zuhause im Dunkeln sitzt. Allein mit seinem Schmerz, ohne seine Familie, ohne seine Freunde." Daniel hob die Hände. "Whoa, okay, okay, langsam, ja? Das bedeutet Ihnen wirklich viel, oder?" Seine Augen straften seine Worte Lügen. Sam wusste, dass die Frage, die er eigentlich wirklich hatte stellen wollen "Er bedeutet Ihnen eine Menge" gewesen war. "Er ist unser Freund und er braucht unsere Hilfe", sagte sie und vermied so eine direkte Antwort auf seine indirekte Frage. Daniel blickte sie an. "Und jetzt? Was wollen Sie nun tun?" "Die Taktik ändern, vielleicht brauchen wir nur eine etwas direkte Herangehensweise", sagt Sam, stand auf und ging. Daniel schüttelte den Kopf und murmelte: "Na dann, viel Glück."
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Sie fand O'Neill im Torraum, er starrte abwesend das Stargate an. Niemand sonst war hier, weil einen Tag vor Weihnachten kein einziges Team auf einem anderen Planeten war. "Sir?" "Wenn Sie hier sind, um mir frohe Weihnachten zu wünschen, können Sie gleich wieder gehen." "Sir?" Jack drehte sich um. "Sie haben frei über die Feiertage, richtig? Also denke ich, Sie sind hier um sich zu verabschieden. Also dann: Wir sehen uns nächste Woche, denke ich." "Eigentlich sehen wir uns schon morgen, Sir." Jack sah sie fragend an. "Carter? Würden Sie mir das freundlicherweise erklären?" "Ganz einfach, Sir. Heilig Abend. Acht Uhr. Bei mir. Teal'c und Daniel und Janet und Cassie werden auch da sein. Jack sah immer noch verwirrt aus. "Also verbringen Sie Weihnachten nicht mit Ihrer Familie?" Sam blickte ihn an, drehte sich dann um, um sicherzustellen, dass niemand in der Nähe war und berührte ihn sanft am Arm. "Ich hatte es wirklich gehofft, aber das funktioniert nur, wenn Sie auch da sind." "Ich weiß nicht, Carter. Ich hasse Weihnachten, wie Sie wissen. Ich werde vermutlich nicht allerbester Laune sein, also werde ich lieber zuhause bleiben und warten bis alles vorbei ist." "Warum?", fragte Sam. "Weil ich Weihnachten nicht mag", erwiderte Jack. "Haben Sie das noch nicht bemerkt?" "Ich denke das ist nicht wahr." "Doch das ist es." "Ist es nicht." "Ist es doch." Sam verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihm fest in die Augen. "Wollen Sie mir wirklich erzählen, dass es mehr Spaß macht alleine zuhause zu sitzen, eine kalte Pizza in sich hineinzustopfen und den ganzen Abend Tele-Shopping anzuschauen, als eine Weihnachten mit Ihren Freunden zu verbringen?" "Das ist nicht der Punkt." "Sondern?" Jack begann vor ihr auf und abzulaufen. "Ich tue das, eben weil mir etwas an meinen Freunden liegt. Ich werde euch sicher nicht den Abend versauen." Sam schüttelte den Kopf. "Das ist doch nur eine Ausrede. Als wir diesen Baum geschmückt haben, als wir diese Schneeballschlacht gemacht haben, da hatten Sie Spaß, das können Sie nicht leugnen." Jack senkte den Kopf. "Vielleicht verdiene ich das ja nicht." Seine Worte waren so leise, dass Sam sie beinahe nicht gehört hätte. Sie legte ihm die Hände auf die Schultern und kämpfte mit den Tränen. Sie konnte seinen Schmerz fühlen, als wäre es ihr eigener und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als ihm seinen Schmerz zu nehmen. "Sagen Sie so was nicht. Niemals. Sie verdienen das mehr als irgendjemand, den ich kenne. Bestrafen Sie sich nicht, Sir. Sie haben jedes Recht an Weihnachten glücklich zu sein." "Ich habe dieses Recht verloren, als ich meine Waffe ..." Jack schluckte hart und wirbelte herum. "Eigentlich geht Sie das ja nichts an. Verschwinden Sie, Carter und seien Sie fröhlich." Und damit stiefelte er davon.
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Er ging nichts ans Telefon. Nicht am Abend, nicht am nächsten Morgen. Es klingelte einige Male, aber Jack kümmerte es nicht. Er saß nur draußen auf der Treppe und starrte ihn den Schnee, bis sein Körper so kalt war, dass es schmerzte. Seufzend stand er auf und ging nach drinnen. Es war also Weihnachten und er war allein. Wie immer. Er konnte damit leben. Er war es gewohnt. Das Lämpchen auf seinem Anrufbeantworter blickte wie verrückt, aber er ignorierte es, ging in die Küche und holte sich eine Flasche Bier. Ziemlich früh dafür, aber was soll's, dachte er. Er wollte gerade den ersten Schluck nehmen, als er ein Klopfen an der Tür hörte. Jack seufzte. Vielleicht würde wer-auch-immer wieder verschwinden, wenn er nicht öffnete. Aber dieser jemand gab nicht so leicht auf. Schließlich ging Jack doch noch zur Tür. Sam Carter stand draußen in der Kälte, die Arme um den Körper geschlungen. "Was tun Sie denn hier? Ah, warten Sie, Ich weiß, Sie haben versucht mich anzurufen und weil ich nicht geantwortet habe, hatten Sie Angst ich könnte mich von der nächsten Brücke gestürzt haben, richtig?" "Das ist überhaupt nicht witzig", schnappte Sam wütend. Aber dann erinnerte sie sich daran, was Daniel gesagt hatte. Er spielte die Nervensäge, so dass die Leute wütend auf ihn waren, anstatt Mitleid mit ihm zu empfinden. Fall bloß nicht darauf rein, warnte sich Sam. "Kann ich reinkommen. Es wird nur eine Minute dauern." "Wenn es nicht anders geht." Sam wartete, bis er die Tür hinter sich geschlossen hatte, dann sah sie ihn fest an. "Sie können mit dem Bellen und Brummeln aufhören, ich kenne Sie besser." "Bitte, Major?" "Lassen Sie es einfach sein, okay? Sein Sie einfach mal still und hören mir eine Minute zu, okay? Und dann bin ich auch schon wieder weg und Sie können wieder in aller Ruhe in Selbstmitleid baden, ich werde Sie sicher nicht aufhalten." "Major, das geht jetzt aber wirklich zu weit." "Manchmal geht es nicht anders, Sir. Was ich versuche zu sagen ist folgendes: Ich weiß, dass Sie Weihnachten nicht hassen. Ich weiß, dass Sie heute Abend nicht alleine sein wollen. Aber ich weiß auch, dass sie denken, dass Sie es verdienen allein zu sein. Und das ist einfach nicht wahr. Weihnachten gehört der Familie. Nicht der Arbeit oder dem Wohlstand oder der Macht, sondern nur der Familie. Denn die ist das wichtigste was wir haben. Sie denken, Sie müssen allein bleiben, weil Sie Ihre Familie verloren haben. Aber was Sie nicht erkennen, ist, dass Sie eine neue Familie haben. Und diese Familie wünscht sich nichts mehr als diesen besonderen Abend mit Ihnen zu verbringen. Sam sah ihn ernst an. "Und falls es Sie überhaupt interessieren sollte, ich wünsche mir den Abend mit Ihnen zu verbringen, das ist der wichtigste Wunsch auf meiner Liste." Sam drehte sich um. Als sie in der Tür stand, drehte sie sich noch einmal kurz nach ihm um. "Denn an Weihnachten geht es vor allem um die Menschen, die wir lieben." Fünf Minuten später stand Jack immer noch wie angewurzelt in der Mitte des Raumes und starrte den Fleck an, an dem sie noch vor wenigen Minuten gestanden hatte. Er glaubte es müsse ihn zerreißen, wegen des emotionalen Overloads, den sein System gerade versuchte zu verarbeiten. Schließlich blinzelte er und trat an den Tisch heran. Er setzte sich und starrte das Foto seines Sohnes Charlie an. Jack O'Neill begann zu weinen. Draußen öffnete der Himmel seine Schleusen und dicke Schneeflocken machten sich auf den langen Weg zur Erde.
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Sam starrte aus dem Fenster in die Dunkelheit. "Immer noch kein Zeichen von ihm, hm?", fragte Daniel. Sam schüttelte enttäuscht den Kopf. "Vielleicht hätte ich ihn mit all diesen Dingen nicht konfrontieren dürfen. Ich bin echt besorgt, was wenn ich alles nur noch schlimmer gemacht habe?" Daniel zuckte hilflos mit den Schultern. "Ich weiß es nicht, Sam, ehrlich." Es war fast neun Uhr und noch immer war von Jack O'Neill keine Spur zu sehen. Alle anderen waren da: Daniel und Teal'c, Janet und Cassie. Sam war froh Weihnachten mit ihren Freunden verbringen zu können. Und trotzdem. Ohne Jack war es einfach nicht das gleiche. Sam machte sich große Sorgen. Sie hatte mehrmals versucht ihn anzurufen, aber er ging nicht ans Telefon. Sam wandte sich vom Fenster wieder ihren Freunden zu. Sie lachten gerade über einen Witz, den Cassie in der Schule aufgeschnappt hatte. Das Witz selbst war nicht wirklich lustig, aber Teal'c die Pointe zu erklären, war es durchaus. Sam lachte, als Daniel mit Händen und Füßen versuchte Teal'c den Witz begreiflich zu machen. Sam vermutete, dass Teal'c sehr wohl verstand, worum es bei der Sache ging und sich seinerseits einfach einen Spaß daraus machte, Daniel zur Verzweiflung zu bringen. Plötzlich hörte Sam zwischen dem Gelächter ein Klopfen an der Tür. Niemand sonst bemerkte es.
Sam stand auf und ging zur Tür. Als sie sie langsam öffnete, blickte sie in ein paar dunkle Augen. Sehr ernste dunkle Augen. "Hi." "Hi." Jack konnte ihrem Blick nicht standhalten und senkte den Kopf. "Ich habe darüber nachgedacht, was Sie gesagt haben." Er kratzte sich am Kopf um Zeit zu gewinnen. "Sie hatten Recht. Mit mir und Weihnachten und allem. Ich hatte neulich wirklich Spaß und ich denke, das hat mich irgendwie erschreckt." Sam war so glücklich ihn zu sehen, sie wollte ihn eigentlich nur noch um den Hals fallen. Aber sie wusste, wie schwer es für Jack war seine Gefühle in Worte zu fassen und so stand sie schweigend da und wartete, bis er den Faden wieder aufnahm "Nach Charlies Tod, konnte ich einfach nicht so weitermachen. Mit Weihnachten, meine ich. Ich vermisse ihn so schrecklich an diesen Tagen. Ich dachte immer ich hätte nicht das Recht ein Fest zu feiern, das der Familie gewidmet ist, nach all dem, was ich meiner Familie angetan hatte. Ich habe versucht zu verdrängen, wie wundervoll Weihnachten sein kann und es ist mir bisher auch ganz gut gelungen, bis Sie mich wieder daran erinnerten und ich dachte... und ich ... wollte ... kann ich reinkommen?" "Klar, kommen Sie rein, da draußen ist es ja schrecklich kalt."
Sam ließ ihn ins Haus und schloss die Tür hinter ihm. Sie erhielten keine Gelegenheit ihr Gespräch fortzusetzen, denn Cassie hatte Jack entdeckt und warf sich in seine Arme. Jack begann zu lachen. Und das war der Anfang eines wunderbaren Abends voller Freude, Lachen und Singen. Voll gerösteter Kastanien und Wärme aus dem Kamin. Als Teal'c und Daniel aufbrachen, war es fast zwei Uhr morgens. Sam schloss die Tür hinter ihnen und gähnte. Jack stand vom Sofa aus und lächelte ihr zu. "Müde?" "Ein wenig." "Nun", sagte er und streckte sich. "Ich mache mich besser auch auf den Weg. Es ist spät." Er ging zu Sam hinüber und legte ihr die Hände auf die Schultern. "Danke." "Wofür?" "Dafür, dass Sie mir Weihnachten zurück gebracht haben." "Naja, das war eine echte Herausforderung." "Ich bin froh, dass Sie sich ihr gestellt haben. Sam lächelte und berührte sanft seine Wange. "Das war es wert." Plötzlich sah Jack auf und grinste. "Was?", fragte Sam. Jack zuckte mit den Schultern und antwortete mit einem verschmitzen Lächeln. "Naja, das war jetzt kommt, ist eigentlich nur deine Schuld. Ich meine, du bist dafür verantwortlich, denn ohne dich würde ich mich um Weihnachtstraditionen keinen Deut scheren. Aber jetzt ..." Er zog sie in seine Arme und küsste sie sanft. Sam schloss die Augen und schlang ihre Arme um seinen Hals. Als der Kuss nach einer scheinbaren Ewigkeit endete, sah Sam auf und bemerkte, dass sie unter einem Mistelzweig standen. Jack grinste. "Wie gesagt, nicht meine Schuld, die Tradition hat es verlangt." Sam lächelte, die Arme immer noch um seinen Hals geschlungen. "Na, siehst du, genau darum geht es an Weihnachten." Jack grinste: "Warum hast du das nicht gleich gesagt, dass es darum ging, dich zu küssen? Hätte mich sofort überzeugt und dir eine Menge Ärger erspart." Sam umarmte ihn lachend und kuschelte sich an ihn. Jack sah sich um. Das Feuer im Kamin flackerte noch immer und erfüllte den Raum mit willkommener Wärme. Das einzige weitere Licht im Raum kam von dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Der Geruch von Plätzchen lag in der Luft. Das Radio spielte "Have yourself a merry little christmas". Jack schloss die Augen, ohne Sam loszulassen. Ja, jetzt wusste er wieder, worum es an Weihnachten wirklich ging. Es ging um Liebe. Und er schwor sich selbst, das nie wieder zu vergessen, während er die Frau küsste, die ihn aus der Kälte gerettet und zu seiner Familie zurückgebracht hatte. Nachdem seine Lippen sich von ihren lösten, flüsterte ihm Sam ins Ohr. "Merry Christmas, Jack."
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