|
Das Geheimnis seines Erfolges© by Sunny ()
"Der Staffel-Showdown wird den ganzen restlichen Etat aufzehren, und deshalb brauchen wir noch eine kostendämpfende Folge, Peter. Und ich meine wirklich kostendämpfend! Billig. Noch billiger. Keine Gaststars, keine fremden Planeten, keine neuen Requisiten. Bleibe auf der guten, alten Erde und nutze den Krempel der sowieso herumsteht. Du verstehst mich?" "Ja, klar, kein Problem!" Peter DeLuise schickte ein künstliches Lächeln an seinen Gesprächspartner am anderen Ende der Telefonleitung und gab sich alle Mühe, fröhlich-optimistisch zu klingen. "Dial and Smile" - das war der Leitsatz der Firma für Aluminium-Außenfassaden gewesen, bei der er vor vielen Jahren einmal als Telefonverkäufer gejobbt hatte, und tatsächlich wirkten schauspielerische Fähigkeiten auch über große Distanz. "Gut. Ich verlasse mich auf Dich. Bis übermorgen brauche ich den Script-Entwurf. Dann gebe ich schon mal grünes Licht für das Staffel-Finale. Wir sehen uns am Montag..." Ein Klicken in der Leitung zeigte, dass das Gespräch beendet wurde. Eine kostendämpfende Folge! Genau das Richtige, um jede Kreativität auszubremsen und damit die Motivation eines Drehbuchautoren auf ein Minimum herunterzuschrauben. Warum bekam ausgerechnet er so eine undankbare Aufgabe? DeLuise ließ den Telefonhörer auf die Schulter sinken. Er lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und sein Blick ging nachdenklich in unbestimmte Ferne, während die Abenddämmerung das heimische Büro in fahles Licht tauchte.
Bleibe auf der guten, alten Erde... Wie sollte er eine Folge für eine SciFi-Serie schreiben, die Reisen zu anderen Planeten zum Thema hat, ohne einen fremden Planeten zeigen zu dürfen? Vor seinem inneren Auge ließ er die Bridge Studios erscheinen und wanderte einsam durch die fest aufgebauten Sets der Fernsehserie "Stargate SG1". Er betrat den Gateraum, ließ einigen Minuten die größte aller Requisiten - das Sternentor - auf sich wirken, durchschritt den Korridor mit seinen täuschend echt wirkenden "Beton"-Wänden und landete schließlich im Allzweckraum, der je nach Bedarf entweder Krankenstation, Kantine oder ein Labor darstellte. Offensichtlich hatte ihn einer der Techniker nach Feierabend als Abstellkammer zweckentfremdet - Rollcontainer mit Aufzeichnungsgeräten, Monitoren und Kabelrollen standen, lieblos abgeschoben, kreuz und quer im düsteren Halbdunkel herum.
"Hi, Peter!" "Gibt's Probleme?" Die Stimmen hinter ihm ließen ihn leicht zusammenzucken und er zögerte, sich umzudrehen. Es war immer wieder unheimlich, wenn es passierte und Peter DeLuise hatte sich an das Phänomen noch nicht wirklich gewöhnen können. "Leute, ich weiß, ihr wollt mir helfen. Aber... das schaffe ich schon alleine!", wehrte er ab. "Ach, seien Sie nicht albern, Peter! Wer hat Ihnen denn die Show gerettet, als die Tok'ra mit ihrem blöden Plan ankamen, eine Mine umzuprogrammieren? Wer hatte die Idee, unsere 'Zwei-in-Eins'-Freunde damit ein Eigentor schießen zu lassen und Apophis auf der Karriereleiter der 'Bösewichte der Galaxis' ein paar Stufen nach oben zu schubsen? Na? Wer?", drang die unnachgiebige Stimme von Colonel Jack O'Neill an sein Ohr. "Und wenn Carter Ihnen nicht die Sache mit dem Farb-Code-Dingsda ausgetüftelt hätte, wären die Zuschauer wohlmöglich vor Langeweile gestorben. Spektakuläre Explosionen alleine reichen nicht aus, um das Publikum wach zu halten!" DeLuise seufzte und drehte sich zu seinen Gesprächspartnern um. "Ich soll eine Billig-Folge schreiben. Ohne Aliens und fremde Planeten, ohne aufwändige Requisiten, ohne Gaststars." "Ohne Gaststars?", echote es aus einer Nische des Korridors. Die Gestalt von Major Paul Davis - korrekt gekleidet wie immer - schälte sich aus dem Schatten. "Sie haben mir versprochen, dass ich im nächsten Script berücksichtigt werde! Ich langweile mich im Pentagon zu Tode! Haben Sie eine Vorstellung davon wie es ist, jeden Tag acht Stunden lang Akten zu lesen, während hier im Stargate-Center echte Action stattfindet?" Peter DeLuise verdrehte die Augen. Das hatte gerade noch gefehlt: eine Nebenfigur, die Forderungen stellte. "Die Vorgaben sind ganz klar: keine Gaststars!", betonte er und warf einen eindringlichen Blick den Korridor hinunter, der sich nun langsam mit einigen Tok'ra und Jaffa-Kriegern füllte.
"An was für eine Story hatten Sie denn gedacht?", fragte Daniel Jackson. Der junge Archäologe lehnte mit verschränkten Armen am Türrahmen und hatte eine provozierende Miene aufgesetzt. "Ohne Außerirdische und fremde Planeten brauchen Sie mich ja wohl auch nicht. Da ich meinen Blinddarm schon los bin... wie wär's wenn ich mir noch die Mandeln rausnehmen lasse - oder was auch immer man diesem Michael Shanks noch entfernen kann." "Daniel!", mahnte Major Samantha Carter, die plötzlich neben ihm auftauchte und legte ihm beruhigend eine Hand auf den Arm. "Peter kann doch nichts dafür, dass er sparen muss. So bekommen wir wenigstens am Ende wieder ein tolles Staffelfinale." DeLuise überlegte laut: "Ich dachte an eine Clip-Folge. Das Übliche, mit jeder Menge Rückblenden, bei der... sagen wir... ein neuer General aus dem Pentagon... halt, nein, das wäre ja wieder ein Gaststar..." "Ich könnte doch General Hammond die neusten Sparpläne aus dem Pentagon vorlegen und er argumentiert an Hand von Rückblenden dagegen.", schlug Davis hoffnungsvoll vor und schob sich etwas nach vorne. "Eine Clip-Show?", fragte Carter entsetzt. "Dann müssen wir alle kritischen Situationen noch mal durchmachen? Ohne mich!" "Ich bin dafür, aber nur wenn alle unsere Kuss-Szenen mit reinkommen!", warf O'Neill mit hintergründigem Grinsen ein und ließ sich von Carters eisigem Blick nicht im Geringsten beeindrucken. "Das waren doch sowieso nur zwei!", sagte Jackson leicht abschätzig. "Drei!", verbesserte der Colonel prompt. "Du vergisst, dass Peter bei der Eisplaneten-Folge die interessante Stelle rausgeschnitten hat." "Hey, das stand schließlich nicht im Drehbuch!", merkte DeLuise energisch an. Auch als Regisseur hatte er ständig seine liebe Mühe, die eigensinnigen Hauptfiguren auf der richtigen Linie zu halten.
Eine Weile brüteten alle schweigend vor sich hin, während O'Neill ziellos mit dem Zeigefinger auf einer Computertastatur herumtippte, die auf einem der Rollwagen stand. "Lassen Sie uns mal systematisch an die Sache rangehen.", schlug Carter schließlich vor. "Was genau steht uns denn zur Verfügung?" DeLuise holte tief Luft und zählte dann auf: "Nur die vorhandenen Sets - also müssen wir im Stargate-Center bleiben. Alle Darsteller, die einen Vertrag für die Saison haben und sowieso immer hier sind. Und alle im Moment vorhandenen Requisiten." "Wir brauchen aber wenigstens die Andeutung eines fremden Planeten.", forderte Jackson nachdrücklich. "Eine Stargate-Folge ohne die Benutzung des Stargates macht wirklich keinen Sinn!" "Na ja, wenn der Rest praktisch nichts kostet, könnten wir eine Minute computergenerierte MALP-Telemetrie reinnehmen. Aber dann wäre Major Davis endgültig raus aus der Sache.", überlegte DeLuise. "Was? Ich bin Ihnen weniger wert als eine Minute MALP-Telemetrie?", fauchte Davis beleidigt. "Da kann ich ja demnächst besser für die Russen arbeiten!" "Aber, Major, so war das nicht gemeint! Ich darf sowieso keine Gaststars..." Doch bevor DeLuise das Thema weiter erläutern konnte, tauchte Major Davis in die Dunkelheit seiner Mauernische ein und war verschwunden. Auch die Tok'ra und Jaffa wurden Eins mit dem Dämmerlicht in der Tiefe des Korridors und verschwanden kurz darauf. "Au verdammt, den sehen wir wohl eine ganze Weile nicht mehr wieder.", meinte DeLuise zerknirscht. "Ist mir ganz recht, der schaut Carter immer so von der Seite an.", murmelte O'Neill. "Wirklich, Sir?", fragte Carter und warf einen leicht verunsicherten Blick auf ihren Vorgesetzten. "Gut, also ist die Clipfolge gestorben.", resümierte DeLuise ergeben.
Daniel Jackson hatte den theatralischen Abgang von Major Davis vollkommen ignoriert und platzte heraus: "Schriftzeichen, wir brauchen Schriftzeichen. Schließlich möchte ich nicht arbeitslos werden. Und wir hatten schon lange keine feindlichen Außerirdischen mehr, die den Stützpunkt bedrohen..." "Daniel, sind Sie taub? Wir kriegen keine Aliens. Zu teuer!", beharrte O'Neill. "Ich bin durchaus nicht taub! Und überhaupt... die Außerirdischen können doch unsichtbar sein!" "Oh ja, das ist auch soo neu. Wollen Sie jetzt die Re'etu wieder ausgraben?" "Na, dann sind sie vielleicht sehr klein. Bakterien. Ein... ein... Virus!" Jackson blieb hartnäckig. "Wer sagt denn, dass Außerirdische zwei Beine und Anspruch auf Gage haben müssen?" Sam Carter wanderte inzwischen gedankenverloren zwischen den Rollwagen mit den technischen Gerätschaften herum. "Wir dürfen alles benutzen, was hier herumsteht, richtig?", sinnierte sie und begann, das Equipment noch enger zusammen zu rücken und teilweise aufeinander zu stapeln - so dass bald ein beeindruckender Berg aus Monitoren, Kabeln und technischen Geräten entstand. "Was wird das denn, Carter?", fragte O'Neill, seines Spielzeuges beraubt und leicht genervt. "Warten Sie es ab, Sir!" Sam Carter drapierte einige Kabel wie Girlanden über dem Durcheinander, stöpselte hier und da Stecker ein und legte schließlich einen Schalter um. "Wow!" Ein Raunen ging durch den Raum als die Monitore flimmernd zum Leben erwachten und hunderte bunter Lämpchen anfingen, wild zu blinken. "Wunderhübsch, Carter!" O'Neills Stimme troff vor Sarkasmus. "Eine sehr geschmackvolle Farbkombination. Damit gewinnen wir bestimmt einen Emmy für Spezialeffekte. Jetzt müssen Sie mir nur noch verraten, was das mit unserer Spar-Episode zu tun hat." "Das ist unsere außerirdische Entität." "Unsere WAS? Teal'c, mein Freund, sag doch auch mal was!" O'Neill wandte sich an den Jaffa, der bisher unbeweglich und stumm neben einem Regal verharrt hatte. "Wie kann eine Ansammlung von technischen Geräten eine außerirdische Entität sein, Major Carter?", fragte Teal'c weisungsgemäß. "Danke, Kumpel!" "Gern geschehen, O'Neill!"
Carter hatte den Wortwechsel mit einem Schmunzeln verfolgt. Sie setzte zu einer Antwort an, aber Daniel Jackson kam ihr zuvor: "Das ist doch eine tolle Idee! Eine außerirdische Intelligenz nistet sich hier ein, bedroht den Stützpunkt und wir müssen mit ihr kommunizieren." "Ja, ganz toll... unterhalten Sie sich mit ein paar Schaltkreisen - das wird spannend!", höhnte O'Neill, während er sich an das Gebilde heranpirschte. Sein Gesicht erschien plötzlich auf einem der Monitore, er zuckte erstaunt zurück und runzelte skeptisch die Stirn. Dann entdeckte er die zugehörige Kamera rechts oben an der Wand, stellte sich in Positur und strich sich über die Haare, während er auf den Monitor schielte. "Ich müsste mal wieder zum Frisör.", bemerkte er selbstkritisch. Schließlich umrundete er Carters Kunstwerk und zog kurzerhand einen Stecker aus der Wand. Die Lichter und Monitore erloschen. "So, es ist tot.", feixte O'Neill. "Das wird eine wunderbar kurze Folge. Ich packe schon mal das Angelzeug ein." "Jack, Sie nehmen das hier nicht ernst.", stellte Daniel Jackson frustriert fest. "Tue ich doch!", protestierte der Colonel. "Tun Sie nicht!" "Doch!" "Nein!" "Doch!" "Leute, wir sind hier nicht im Kindergarten!", ermahnte Peter DeLuise die Streithähne. "Sind wir nicht?", entgegnete O'Neill mit gespielt erstauntem Blick. "Wir unterhalten uns hier über einen Haufen Schrott, der einen Alien darstellen soll! Das ist Kinderkram! Wie viel tiefer kann man da noch sinken? Ich sehe mich schon mit einem Bolzenschneider vor dem Ding stehen: 'Ergib dich, oder ich kappe die Stromversorgung!' Das schadet meinem Image!" "Nein, nein... das ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang.", warf DeLuise ein. "Das ist der A-Plot: Das Stargate-Center wird von einer außerirdischen Intelligenz befallen, die versucht, sich auszubreiten und die Kontrolle zu erlangen." "So eine Bedrohung haben wir schon einmal erlebt. ", meldete sich Teal'c zu Wort. "Die trojanische Kugel." "Naja, stimmt, aber dieses Mal könnten vielleicht die Beweggründe der Entität andere sein.", überlegte Jackson. "Vielleicht sind wir diesmal die Bösen und das Wesen kämpft ums Überleben?". "Wir sind böse?" Teal'c zog skeptisch eine Augenbraue hoch. "Aus der Sicht der Entität. Sie will uns vernichten weil sie uns für eine Bedrohung hält.", erläuterte der Archäologe geduldig. "Oh ja, das ist so völlig anders als beim letzten Mal!", spottete O'Neill. "Wenn Sie als Nächstes vorschlagen, dass ich wieder von einer Alien-Waffe durchbohrt werden soll, nur damit Doktor Fraiser etwas zu tun bekommt, lasse ich mich endgültig pensionieren! Diesmal ist Siler dran... oder noch besser Carter - und ich werde sie retten. Genau... und Peter: die Schluss-Szene muss so richtig schön romantisch sein: Nur Carter und ich, und dann..."
"Colonel O'Neill!" General Hammonds Stimme tönte streng von der Türe her und schnitt seinem Stellvertreter das Wort ab: "Sie wollen doch nicht im Ernst gegen die Regeln der Air Force verstoßen?" "Natürlich nicht, Sir!" O'Neill nahm Haltung an und setzte eine perfekte Unschuldsmiene auf. "Ich würde doch nie... Sie kennen mich doch, General! Aber seit dem Zatarc-Test und der Zeitschleife glaubt niemand mehr daran, dass da nichts zwischen Carter und mir läuft." Der General schüttelte wenig überzeugt den Kopf und wandte sich dann an seinen Chef: "Entschuldigen Sie mein verspätetes Erscheinen, Peter! Meine Enkelkinder wollten mich nicht weglassen - ich musste erst noch die Gute-Nacht-Geschichte zu Ende vorlesen." "Macht nichts, wir sind sowieso fast fertig.", erwiderte DeLuise. Die Folge hatte in seinem Kopf langsam Gestalt angenommen. "Sind wir?", fragte O'Neill erstaunt.
Peter DeLuise begann, vor dem "Nest" der Entität auf und ab zu wandern. "Ja, wir haben alles was wir brauchen: die MALP-Aufzeichnung, eine Bedrohung für das Stargate-Center durch eine außerirdische Intelligenz..." Weiter kam er nicht, denn Hammond unterbrach ihn: "Wo kommt diese Intelligenz her? Zu welchem Planeten schicke ich SG1?" "Keine Mission, Sir.", informierte ihn der Colonel im Telegramm-Stil: "Ich sage nur: Billig-Folge! Keine Torreise, kein Planet, keine Fremden - nur dieses... Ding." O'Neill wedelte vielsagend mit den Armen und verzog angewidert das Gesicht. "Wie kann dann ein außerirdisches Wesen in das Stargate-Center eindringen?", fragte Hammond irritiert. Das war ein Punkt auf der 'Liste der zu klärenden Probleme', den Peter DeLuise noch nicht abgehakt hatte. "Ähhh... also...", setzte er an - in der Hoffnung von irgendwo her Hilfe zu erhalten. Er wurde nicht enttäuscht. "Durch das Funksignal des MALP, mittels hochfrequenter Oszillationen über den Rückkopplungsweg, natürlich!" Für Carter schien das offensichtlich schon die ganze Zeit klar gewesen zu sein. "Ja, natürlich. Genau! Das wollte ich auch gerade sagen." DeLuise war erleichtert und fuhr fort: "Als B-Plot ist zusätzlich Major Carter in Gefahr, weil Colonel O'Neill der Entität den Stecker rauszieht und das Wesen daraufhin in sie eindringt." "Ich werde schon wieder Wirt für irgendetwas? Kann das Ding nicht jemand anderen auswählen?", stöhnte Samantha Carter, doch DeLuise gab vor, ihren Protest nicht zu bemerken. Er konnte wirklich nicht auf alle Empfindlichkeiten seiner Protagonisten Rücksicht nehmen, wenn er je mit dieser Auftragsarbeit fertig werden wollte. "Und Sie, Colonel, werden Major Carter..." Peter DeLuise machte eine pathetische Kunstpause. Es war doch immer wieder schön, wenn man seine Hauptfiguren ein wenig zappeln lassen konnte. "...retten!", vollendete O'Neill begeistert den Satz. "Nein, besser!" "Küssen?", mutmaßte der Colonel hoffnungsvoll. "Nein, viel besser!" DeLuise genoss es, einmal die Oberhand zu haben. "Retten UND Küssen?" "Nein..." "Also, WAS?" Das ohnehin geringe Quantum an Geduld war bei Jack O'Neill nun endgültig aufgebraucht. Auch Sam Carter, Daniel Jackson, Teal'c und der General warteten gespannt. "Sie werden sie... erschießen!" "Erschießen, wie... tot?" "Genau!"
O'Neill öffnete den Mund für einen energischen Protest, aber ein lautes Geräusch riss Peter DeLuise aus seinem Tagtraum. Verwirrt starrte er auf den Schreibtisch vor sich und bemerkte, dass sich die Kabel von Computer, Tastatur, Maus, Drucker, Telefon und Anrufbeantworter wild ineinander verheddert hatten. Der Telefonhörer war ihm von der Schulter gerutscht und auf den Boden gekracht. Im Auffangkorb des Druckers lag ein Bogen Papier mit der Aufschrift: "ICH BIN HIER!" "Peter!", schallte die Stimme seiner Frau aus der Küche. "Das Abendessen ist fertig!" "Warte nicht auf mich, Schatz, ich muss erst noch ein paar Ideen aufschreiben.", antwortete er, während er hastig Ordnung in den Kabelsalat brachte. Dann begann Peter DeLuise mit zufriedener Miene energisch zu tippen und auf dem Bildschirm erschien die Überschrift:
Child's Play / Entity / Die falsche Wahl
|