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Ein perfekter Morgen?© by Freya ()
"DUUUUNNNNNCCCCAAAANNNN!!!!" Der Schrei gellte durch die Küche, raste ohne Rücksicht auf Verluste durch den Flur, hetzte die Treppen hinauf, machte einen kurzen Umweg durch das falsche Zimmer (und hinterließ eine total geschockte Amanda) und schoß dann ungebremst ins richtige Zimmer um dort ohne zu zaudern das richtige Ohr zu finden. -Keine Reaktion. - Ein zweiter Schrei, nicht weniger laut und nicht weniger zielstrebig folgte dem ersten. "DUNCAN MACLEOD VOM CLAN DER...-ach was solls- ...BEWEG SOFORT DEINEN KLEINEN HINTERN IN DIE KÜCHE!" -Immer noch keine Reaktion- "DU..-" Der dritte Schrei wollte gerade seinen Vorgängern folgen als eine sonst eher sanfte Stimme ihm unwirsch den Weg und die Courage abschnitt. "Warum zum Teufel brüllst Du hier um diese unchristliche Uhrzeit herum?" Joe zeigte alle Anzeichen davon dem Schreihals mit einem Babylöffel den Hals vom Körper trennen zu wollen, falls er nicht binnen Sekunden eine wirklich plausible Antwort bekam. "Unchristliche Uhrzeit? Ja, es ist eine unchristliche Uhrzeit und wer steht in der Küche um Frühstück für die Herrschaften zu machen?? ICH! Weil der werte Herr Duncan heute keine Lust hatte und ich Trottel mich bereit erklärt habe das zu erledigen!" die Worte wurden mehr ausgespuckt als gesprochen. "Und weil Du so ein netter Mensch bist, weckst Du auch alle anderen auf, weil...??" fragte Joe beißend, während er sich den Schlaf aus den Augen rieb. "Sieh Dir bloß die Küche an. Hier könnte nicht einmal Herkules Ordnung schaffen. Pah! Die Ställe des Augias dürften ein Kinderspiel gewesen sein!" Methos zeigte voller Abscheu auf den Raum der am Abend zuvor noch eine Oase der Sauberkeit und Ordnung gewesen war. Joe sah sich interessiert um und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. "Wo kam die Bombe denn her?" "Ha, Ha, sehr witzig. 'Du mußt nur auf den einen Knopf drücken', hat er gesagt. 'Das kann wirklich jedes Kind!' hat er gesagt. 'Danach kannst Du wieder ins Bett kommen', hat er gesagt. 'Das geht alles vollautomatisch', hat er gesagt. Und was ist passiert??" "Ja, was 'ist' passiert?" fragte Joe neugierig. "DAS!" fauchte Methos ungehalten. "Anstatt freundlich gluckernd einen herrlichen Kaffee zuzubereiten hat dieses MONSTERDING da" ein anklagender Finger zeigte auf die vollautomatische Kaffeemaschine, die friedlich vorsichhinrauchend neben einem qualmenden Etwas stand, das früher wahrscheinlich die Funktionen eines Toaster hatte. "...versucht sich mit genügend Wasser für eine zweite Sintflut vollaufen zu lassen und damit eine Apokalypse sämtlicher technischer Geräte hervorgerufen!" Von obszönen Gesten unterbrochen die seinen Unmut unterstrichen, zeigte er nacheinander auf den Kühlschrank (der seinen kompletten Inhalt [auch das Bier!!] mit zum Teil rekordverdächtiger Weite in der Küche verteilt hatte), den Herd (auf dem ein verzweifelter Salatkopf und ein schockierter Viererpack Danone Joghurt um ihr überleben auf einer glühend heißen Herdplatte kämpften, während die vorbereitete Pfanne seelenruhig ausprobierte ob man aus Eiern nicht vielleicht doch Kohle machen konnte), den Mixer, (der statt der gedachten 38x pro Sekunde mit sensationellen 3800 Umdrehungen pro Sekunde einen Milcheshake an der Zimmerdecke verteilte) und den Gefrierschrank (der nicht hinter den anderen Geräten herhinken wollte und deshalb Hitzefrei ausgerufen hatte). Joe hielt sich an der Türkante der Küche aufrecht. Er hatte Tränen in den Augen. "Das. ist. nicht. komisch." Mit Methos Stimme hätte man Gefriergut schneiden können, wenn es noch welches gegeben hätte. Joe versuchte zu atmen, aber es fiel ihm schwerer und schwerer. "Und das alles nur, weil es Mr. Perfekt nicht reicht, eine vollautomatische Kaffeemaschine zu haben. Nein es MUSS ja eine vollautomatische KÜCHE sein, die, WELCH ÜBERRASCHUNG, NOCH NIEMAND AUSPROBIERT HAT BIS HEUTE!" Methos' Stimme hatte bei den letzten Worten wieder Orkanstärke angenommen.
Joe stieß sich vom Türrahmen ab und wollte gerade das Schlachtfeld betreten, um Methos zu beruhigen, als ein lauter Knall und ein Blitz ihn erstarren ließ. Methos hatte vor lauter Wut vergessen die Sicherung rauszudrehen und stand jetzt (da die Kaffeemaschine weiterhin lustig vor sich hinsprudelnd versuchte eine Quelle zu imitieren), in einem Inferno, das dem von Bordeaux in Nichts nachstand. Die Küchegeräte gaben ihr Bestes und versuchten mit dem Wasser zusammen einen adäquaten Ersatz für ein echtes Quickening zu bieten. Zu allem Überfluß wollte die bis dato noch unversehrte HiFi Anlage auch mitspielen und beschloß voller Elan, das Ganze mit Queens Princes of the Universe in Manowarkonzertlautstärke zu unterlegen. Blitze zuckten umher, suchten nach einem passenden Ort, um es sich gemütlich zu machen, und freuten sich mächtig, als sie, unwiderstehlich von Methos Quickening angezogen, einen Platz zum Plauschen gefunden hatten. Aus allen Richtungen suchten sie Unterschlupf im ärgerlichsten Unsterblichen der Welt, der, die Arme unwillkürlich weit von sich gestreckt, versuchte den 220 Volt zu entkommen. Vergeblich.
Joe überwand seine Erstarrung in Sekundenschnelle und hastete so schnell wie möglich in Richtung Sicherungskasten. In Richtung... 'Scheiße! Wo zum Teufel ist der beschissene Sicherungskasten?' ... "MACLEOD! KOMM. SOFORT. HER!!!" Joes Stimme war lauter als das Inferno, das in der Küche tobte und erzielte fast den gewünschten Effekt. Von allen Seiten wurden Türen aufgerissen und verstörte Menschen strömten in den Flur. Keiner sagte einen Ton, alle starrten Joe erschreckt an. " Weiß jemand wo der verdammte Sicherungskasten ist? Und WO zum TEUFEL ist MACLEOD??!!" brüllte Joe, während er weiter nach dem Sicherungskasten Ausschau hielt. Das Objekt seines (und des ältesten der Unsterblichen) Zorns kam die Treppe in einem erstaunlichen Tempo heruntergeschossen. Einen Arm halb im Ärmel seines Seidenkimonos mit dem anderen einen englischen Langbogen haltend. 'Englischer Langbogen ?!?' aber Joe hatte keine Zeit sich um Details zu kümmern. Ungehalten brüllte er Mac an. "Wo zum Henker warst Du? Adam stirbt gerade tausend Tode und Du Idiot machst auf Langschläfer?" Duncan machte eine abwehrende Handbewegung und rannte in Richtung Küche. Auf seinem Weg mußte er sich den Weg durch eine Menschenmenge bahnen, wie sie sich immer einfand, wenn etwas passiert war. "Aus dem Weg!" schnauzte er, ohne auf die erschreckten Gesichter Rücksicht zu nehmen. Vor der Küche angekommen legte er, nach einem kurzen Blick auf Methos, der immer noch von Blitzen durchzuckt wurde und dessen Augen ihm einen langsamen qualvollen Tod versprachen, einen Pfeil in den Bogen ein und schoß auf den Sicherungskasten, der sich am anderen Ende der Küche befand. Der erste Schuß sprengte den Kasten auf, der zweite verursachte eine plötzliche Stille, die sich unschuldig umsah, als wenn sie niemals abwesend gewesen wäre. Methos schlug hart auf dem Boden auf. Seine letzten Gedanken, bevor er sich der willkommenen Stille hingab, galten dem Schotten, der in Robin Hood Manier zu seiner Rettung geeilt war, und den verschiedenen Foltermethoden, die er noch von früher kannte. Eine sehr interessante davon beinhaltete einen goldenen Apfel und chinesische Kerzen.
Während Duncan den bewußtlosen Methos aufhob, scheuchte Joe die Gaffer mit den Worten: "Hopp, Hopp, wir sind hier doch nicht in einem Mädcheninternat! Nichts ist passiert, keine Leiche in der Küche. Vielleicht beim nächsten Ausflug mit den beiden eine Leiche im Bus, aber momentan alles im grünen Bereich!" wieder in ihre Zimmer. Während Duncan Methos in ihr Zimmer trug, sprach er beruhigend auf ihn ein. "Alles ist Ok Methos. Es ist nichts passiert. Du bist in Sicherheit. Ich bin bei Dir. Niemand wird Dir wehtun. Ich bin bei Dir."
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Methos kam mit einem Ruck zu sich. "Duncan?!" "Ich bin hier Love!" murmelte es neben seinem Ohr. "Das ist gut, dann kann ich Dich gleich töten!!" stöhnte Methos erschöpft. "Du bist ja nicht ganz bei Dir! Warte einen Moment, ich mache Dir einen Kaffee." zärtliche Hände strichen Methos Haare aus der schweißnassen Stirn. 'Kaffee?' "NEIN!" "Kein Kaffee? Dann vielleicht ein Frühstücksei, es dauert auch nicht lange, ich muß nur einen Knopf drücken und alles geht kinderleicht, die neue Küche kann..." "NEIN!" "Nein?" "NEIN! Und morgen ziehen wir um!"
Duncan schüttelte etwas verwirrt den Kopf, was war
jetzt wieder in Methos gefahren? Er beschloß, daß des
Rätsels Lösung ruhig noch ein paar Stunden warten
konnte und schlief, die Arme fest um seinen Geliebten
gelegt, (sicher ist sicher) wieder ein.
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