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Das Ende von Voldemort© by Pegasus ()
"So jetzt sind wir allein, mein lieber Harry. Diesmal schützt dich nicht die Liebe deiner Mutter. Nicht einer deiner Freunde ist bei dir und Dumbledore wird so schnell nicht durch den Zauber kommen." Voldemorts rotglühende Augen waren starr auf Harry gerichtet, der sich immer noch den schmerzenden Arm hielt. "Dann tu es doch endlich!" schrie Harry. Er wusste, dass ihm jetzt wirklich niemand mehr helfen konnte. Es war vorbei und er würde hier und jetzt sterben, "Aber es wird immer jemanden geben der gegen dich kämpft. Wir werden nicht aufgeben dich zu bekämpfen. Gut, dann bin ich nicht mehr dabei aber es gibt andere! Andere die so sind wie ich. Es wird jemanden geben, der mehr Macht hat als dum und irgendwann wird er sich erheben und dich vernichten. Ich sterbe nicht umsonst. Genauso wenig wie meine Mum und mein Dad. Oder alle anderen, die tot sind. Wegen einer Sache gestorben; um dich zu vernichten! Meine Eltern starben für mich. Und ich werde für den sterben der nach mir kommt! Wir werden nicht dulden, dass du uns unterdrückst, uns deinen Willen aufzwingst." "Solch edle Worte im Moment des Todes, Harry? Du überrascht mich wirklich", lachte Voldemort und richtete seinen Zauberstab gegen ihn. "Du hättest in die Politik gehen sollen. Aber jetzt kann sich die Prophezeiung nicht mehr erfüllen. - Avada Kedavra." Ein grüner Lichtblitz löste sich aus Voldemorts Zauberstab, schoss auf Harry zu.
Harry sah alles nur noch in Zeitlupe. Der Blitz kam langsam auf ihn zu, verdunkelte die Welt, tauchte sie in grünes Licht und wieder einmal hörte Harry das kreischende Lachen seines Gegners, der sich seines Sieges mehr als sicher war. Doch plötzlich erkannte Harry noch etwas anderes. Etwas, das sich zwischen ihn und den tödlichen Fluch stellte. Ein hellweißer, leuchtender Nebel waberte vor ihm auf, und nahm eine menschliche Gestalt an. Harry wusste nicht, ob er sich das jetzt nur einbildete. Allerdings fühlte sich die Berührung der Nebelgestallt sehr real an. Sie legte sanft die Arme um ihn. Schütze ihn so vor den Fluch. Wieder wurde der Zauber auf Voldemort selber zurück gelenkt und traf ihn auch zum zweiten Mal. Allerdings verlor Voldemort, nicht wie beim ersten Mal, seinen Körper. Er fiel mit einem überraschten Aufschrei zu Boden, blieb röchelnd liegen und rührte sich so gut wie kaum noch. Nur das schwere Auf und Ab des Brustkorbes verriet Harry, dass Voldemort überhaupt noch lebte. Wie konnte das sein? Wieso lebte Voldemort noch? Warum wurde der Fluch wieder abgelenkt? Wer starb dieses Mal für ihn?
"Es ist vorbei Harry." sagte plötzlich eine sanfte Stimme zu ihm. Als Harry aufsah, blickte er in das Gesicht einer Frau, die er noch nie gesehen hatte. Ihr langes braunes Haar fiel ihr offen über die Schultern und ihre Augen waren grün. Irgendwie besaß sie eine sanfte Aura aus Licht. Nur war sich Harry recht sicher, dass diese Frau nicht nur ein einfacher Geist sein konnte. Ihre Berührung war warm und echt gewesen, nicht so wie von den Geistern auf Hogwarts. Sie lächelte sanft, strich Harry über die Wange und ließ ihn dann los. "Das ist ... nicht möglich ... Dieses Mal ... konnte dich nicht ... die Liebe deiner Mutter ..." röchelte Voldemort, setzte sich mühsam auf. Er würde nicht mehr lange genug leben um überhaupt noch etwas zu tun, das spürte er genau, aber er musste wissen, warum sein Zauber wieder misslungen war. Wieso konnte er überhaupt sterben? Er hatte so viele Zauber gesprochen, so viele Maßnahmen getroffen, dass es nicht möglich sein konnte. Was war passiert? Was schief gegangen? Die Frau vor Harry wand sich zu Voldemort, ging zu ihm und kniete sich neben in auf den steinernen Boden. Sanft zog sie ihn auf ihren Schoß und hielt ihn im Arm. "Nein Tom." Lächelte sie sanft, "Dieses Mal war ich es die Harry geschützt hat. Deine eigene Frau", flüsterte sie. Harry war nicht in der Lage sich zu rühren oder einfach aufzustehen und zu versuchen den Zauber, der Dumbledore aufhielt, irgendwie zu brechen. Er saß einfach nur wie versteinert da und blickte auf das was vor ihm passierte. Voldemorts Blick wanderte langsam von Harry zu der Frau hoch. "Rose?" flüsterte er ungläubig. Es konnte doch nicht sein! "Wer denn sonst mein Liebster?" lächelte sie und strich ihm zärtlich über das schlangenartige Gesicht. "Aber ich ... ich habe dich getötet ..." "Nein." Erneut ging ein Lächeln über ihr Gesicht. "Du hast mich von den Schmerzen erlöst." Noch immer blickte Voldemort Rose verblüfft und zweifelnd an. "Aber ..." weiter kam er nicht, denn Rose legte ihm ihren Zeigefinger auf die schmalen, blassen Lippen. "Tom, deine Zeit ist abgelaufen. Ich bin hier um dich mit mir zu nehmen. Josh wartet auch auf dich." "Was ist ..." ein aufstöhnen unterbrach Voldemort. Blut sickerte ihm aus dem Mundwinkel. Er spürte wie langsam das restliche Leben aus seinem Körper wich. " ... mit mir?" Seine Stimme war fast nur noch ein Hauch und sie klang auch nicht mehr so wie noch vor Augenblicken. Irgendetwas änderte sich, das spürt Harry, ohne zu wissen, was es sein konnte. "Liebster, du stirbst. Du hast Harrys Blut genommen um deinen Körper neu entstehen zu lassen. Dadurch bist du auch wieder sterblich geworden. Und Tom - das ist gut so. Du bist den falschen Weg gegangen. Hör auf zu hassen und komm mit mir." Rose strich über sein Gesicht. "Rose wohin?" Voldemorts Stimme war nur noch ein Röcheln, trotzdem sah Harry wie er sich jetzt offensichtlich veränderte. Die schlangenartigen Nüstern wurden wieder zu einer schlanken Nase, das Gesicht nahm an Fülle und Farbe zu und das rote Lodern in seinen Augen erstarb. Er sah jetzt aus wie ein Mann, um einiges älter, als Harry ihn das letzte Mal als Tom Riddle gesehen hatte, aber wieder wie ein ganz normaler Mensch. Nicht mehr wie das Monster, das ihn Jahrelang in seinen Träumen und im Leben verfolgt hatte. "Nach Hause Tom." Flüsterte Rose. Eine Träne fiel auf Voldemorts neu entstandenes Gesicht. "Ich bin nicht mehr ...der Mann, den du geliebt hast ... der dich geliebt hat ... er starb in der Nacht als du von mir gehen musstest." "Doch. Du bist immer noch Tom Riddle. Ein Sturkopf und eine wundervoller Ehemann. Der, den ich nie aufgehört habe zu lieben. Tom zu viele Fehler, zu viele Tote - es reicht. Komm mit mir und lass es ruhen. Lass uns wieder glücklich sein. Du, ich und unser Sohn. Lass dieses Leben einfach los." "Bist du ... bei mir?" "Natürlich." Voldemort schloss die Augen und tat seine letzten Atemzüge. Irgendwie, fand Harry, wirkte er glücklich. Vorsichtig schob Rose den Körper ihres toten Mannes von ihrem Schoß, stand auf und ging zu Harry hinüber, der nach wie vor auf dem Boden hockte, sich den schmerzenden Arm hielt und sie ungläubig ansah.
"Harry es ist nicht gut, wenn du dich daran erinnerst was hier genau passiert ist. Lebe, und mach was aus dir. Werde ein Mann. Du hast ein Leben vor dir." "Ich versteh nicht. Wie soll ich vergessen?" Rose lächelte ihn noch einmal an, küsste ihn auf die Stirn und Harry sackte in sich zusammen. Nach einigen Augenblicken, die sie den Jungen noch anblickte, löste Rose den Zauber, der Dumbledore hinderte her zu kommen, und wandte sich zu Tom, dessen Geist sich gerade aus seinem Körper löste. "Schatz komm." Rose streckte ihre Hand nach ihm aus und Tom erhob sich lächelnd und ließ sich von ihr in den Arm ziehen. Auch er sah zu Harry hinunter und ein trauriges und bedauerndes Lächeln ging über sein Gesicht. "Ich habe alles falsch gemacht." "Ja und Nein, Tom. Du dachtest das richtige zu tun." "Lass uns gehen." Hand in Hand gingen sie auf ein Licht zu in dem plötzlich ein kleiner Junge auftauchte. "Daddy!" rief er und winkte wild. Rose strahlte, ließ Toms Hand los damit er zu Joshua konnte. Es war vorbei. Endgültig. Sie hatte ihren Mann zurück und der Kleine seinen Dad. Alles was geschehen war würde jetzt zu Gesichte werden. Zwar eine dunkle, grausame Geschichte, aber eine Gesichte aus der die Zaubererwelt vielleicht etwas lernen konnte. Aus der sie eine bessere Zukunft bauen konnten.
~****~
"Oh mein Gott. Ich bin zu spät!" stieß Dumbledore hervor und ließ sich neben Harry nieder. Seine Hand suchte Harrys Hals und erleichtert stellte Dumbledore einen Puls fest. Sanft schlug er dem Jungen auf die Wange und langsam öffnete Harry die Augen. "Es ist vorbei ... Voldemort ist tot." stammelte Harry verwundert und blickte irritiert zwischen seinem Professor und der Leiche von Voldemort hin und her. "Das sehe ich. Was ist passiert?" "Er sprach den Fluch ... aber er ... traf mich nicht ... wurde wieder abgeblockt und ..." "Vernichtete ihn entgültig", vollendete Dumbledore den Satz. "Aber ich versteh das nicht ... wie war das diesesmal denn möglich? Ich habe doch nicht mal einen Zauber gesprochen. Nicht einen! Er sprach ..." Harry brach ab. Zu viele Fragen gingen ihm jetzt gerade durch den Kopf. "Ich weiß es auch noch nicht Harry." Mühsam erhob sich Dumbledore. Er hatte Schmerzen. Einer von Voldemorts Flüchen hatte ihn am Bein getroffen und es war immer noch fast steif. Aber das war jetzt nebensächlich. Das wichtigste war, dass Voldemort vernichtet war und dass Harry lebte. Die Prophezeiung hatte sich erfüllt!
Egal, was Harry getan hatte, es war das richtige gewesen. Der Junge, der Lebte, überlebte zum zweiten Mal. Langsam stand Harry auf, den Blick nicht von dem toten Gegner nehmend. Er hatte sich verändert. War wieder ein ganz normaler Mann. Was war geschehen? Vor Harrys innerem Auge spielte sich alles, was geschehen war, noch einmal ab. Er hatte sich Voldemort gestellt, war ihm in dieses Gewölbe gefolgt. Es gab ja keinen anderen Weg, das hatte er ja seit der fünften Klasse gewusst. Also stellte er sich dem, was auf ihn zukommen sollte. Professor Dumbledore war plötzlich aufgetaucht, hatte auf Voldemort eingeredet. Hatte versucht ihm die Gelegenheit zu geben zu fliehen. Es war zu einem Duell zwischen den beiden erfahrenden Zauberern gekommen und dann hatte Voldemort ihn, Harry, durch einen Zauber in einen anderen Teil des Gewölbes verfrachtet. Er war hart gestürzt und hatte sich den rechten Arm verletzt. Seinen Zauberstab hatte er dadurch auch verloren. Er hörte, wie Voldemort einen Zauber sprach und dann zu ihm kam. Dumbledore hatte keine Chance mehr zu ihnen zu kommen um ihm zu helfen. Voldemort redete mit ihm - ja und Harry sah ja auch noch wie der Todes-Fluch auf ihn zukam, aber dann? Was war dann passiert? Er wusste es nicht, trotzdem war Harry sich sicher, dass noch etwas geschehen war. Etwas, an das er sich nicht erinnern sollte. Aber das wollte er nicht. Er wollte wissen wer, was oder wie er gerettet wurde. Er wollte nichts vergessen. Nichts! Er hatte in sieben Jahren mehr erlebt als jeder andere. Hatte Schmerze, Qualen, Trauer, Leid und sonst was durchlebt, um jetzt nicht zu wissen, was genau geschehen war? Das war nicht fair! Harry wollte es wissen. Er musste es wissen!
"Harry, komm." Die Stimme von Professor Dumbledore riss Harry aus seinen Gedanken. Erst jetzt merkte er das er immer noch auf Voldemort hinunterblickte, aber auch die Auroren, die um sie herumwuschelten. Wo kamen die auf einmal her? Sachte legte sich eine Hand auf seine Schulter. Harry sah auf, blickte in Dumbledores warmes, lächelndes Gesicht. "Lass uns gehen." Harry nickte lediglich, wand seinen Blick von seinem Professor auf die Menschen die aufgeregt herumeilten. In allen Gesichtern konnte er Freude erkennen. Freude darüber, dass Voldemort endlich und endgültig tot war. Sie würden alle heute feiern. Die ganze Zaubererwelt würde feiern und sich freuen. Ausgelassen über Plätze toben, sich betrinken, Sternenschauer entzünden. Sollte er nicht auch eigentlich so etwas empfinden? Sollte er sich nicht freuen überlebt zu haben? Eigentlich schon, nur konnte Harry sich nicht freuen. Egal wie tief er in sich hineinhorchte, er fand keinen Schimmer der Freude über Voldemorts Tod. Nicht dass es nicht gut war, dass dieser Tyrann vernichtet war, aber freuen am Tod eines Menschen - und das war auch Voldemort mal gewesen - konnte er sich nicht. Egal wie viel Leid er brachte. Auch ihm. Harry konnte sich nicht freuen. "Wie geht es jetzt weiter?" Unsicher sah Harry zu Professor Dumbledore auf. Der lächelte aber nur, schob ihn mit sanfter Gewalt durch die Menschen, die Harry beglückwünschen wollten, aber er gab ihnen mit einem Handzeichen zu verstehen, dass sie den Jungen in Ruhe lassen sollten. Erst draußen im hellen Licht des Tages und der frischen Luft blieb Dumbledore stehen. "Ein schöner Tag für einen Sieg, Harry", meinte der alte Zauberer mit einem Blick in den blauen Himmel, der nur von ein paar Schäfchenwolken geschmückt war. Harry zuckte mit den Schultern. "Du fragst wie es weiter geht?" er sah zu dem Jungen hinunter. "Harry, so wie du es möchtest. Du bist Jung. Dein Leben liegt vor dir und jetzt ist es auch nicht mehr so gefährlich wie bisher. Du kannst tun und lassen, was du willst." "Aber ... aber ..." Harry wusste nicht, wie er sagen sollte, dass er keinen blassen Schimmer davon hatte, wie es jetzt weitergehen würde. Zu lange war er gejagt worden. Zu lange in ständiger Gefahr. In Angst den nächsten Tag nicht zu überleben. Er wusste nicht, wie es war, ein normales Leben zu führen. Ein Leben ohne das alles. Und auch bald ohne Hogwarts. Was war dann? Dann stand er alleine da. "Harry mach dir jetzt im Moment keine Gedanken über das was kommt. Es wird sich ergeben. Die Weaslys und vor allem Ginny sind da. Auch Miss Granger wird dich nicht einfach so als Freund fallen lassen. Du bist nicht allein", lächelte Dumbledore wissend. Er schien die Gedanken seines Schützlings lesen zu können. Ein Lächeln huschte über Harrys Gesicht. Jetzt würde ein neues Leben für ihn beginnen und dem würde er sich genauso stellen wie seinem Alten. Es konnte nicht mehr schlimmer werden, nur noch besser. Dumbledore hatte Recht. Er war nicht alleine. Er hatte Freunde! Sie würden ihm helfen. "Können wir?", schmunzelte Dumbledore und Harry nickte. Beide nahmen ihre Zauberstäbe und mit einem leisen 'Ploff' disapparierten die beiden Zauberer.
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