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Lord Voldemorts wilde Jugend© by Jimaine ()
Liebes Tagebuch, Es ist nach Mitternacht, aber Schlaf ist ein frommer Wunschgedanke, ich bin noch zu aufgeregt. Portsmouth ist um einiges faszinierender als ich es mir ausgemalt hatte. Heute Abend nahm mich Onkel Jack mit in die Long Rooms, wo sich Marineoffiziere in diesen Friedenszeiten bei Wein, Zigarren und Glücksspiel unterhielten. Habe dort doch wahrhaftig Lieutenant Horatio Hornblower getroffen!!! Ich kann es immer noch nicht fassen. Und wir haben sogar einige Runden Whist gegen ihn und Admiral Pellew gespielt. Auch wenn Onkel Jack sein Bestes getan hat, unfreundlich zu sein - seine Art ist auch mir des öfteren unangenehm - und von meinem Wunsch, unter Hornblower zu dienen (wenn ich die Wahl hätte), alles andere als angetan ist, wird mir dieser Abend bestimmt ewig im Gedächtnis bleiben. Onkel Jack hält nicht viel von HH und das bestimmt nicht, weil dieser und Pellew uns eine ansehnliche Summe abgenommen haben. Er denkt, Hornblower sei ein ungestümer Emporkömmling, der seine Erfolge weniger Verstand und Taktik verdankt als schierem Glück. Mit einer Mischung aus Schadenfreude und Verachtung erzählt er mir auf dem Weg zu unserem Quartier, daß er einer der Prüfer bei Hornblowers Examen gewesen sei, und der von mir ach-so-in-Ehren-gehaltene Mann kläglich versagt habe. Und dann sei er auch auf der Richterbank gesessen, als Hornblower in Kingston vor dem Kriegsgericht gestanden habe. Die Anklage soll Meuterei gelautet haben...kann ich mir gar nicht vorstellen. Und schließlich wurde er ja freigesprochen, also wird die Beschuldigung wohl kaum fundiert gewesen sein. Aber ich würde trotzdem alles darum geben, unter seinem Kommando zur See zu fahren, und sei es nur für einen Tag! Naja, *fast* alles!
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Liebes Tagebuch, Tolle Neuigkeiten: Der Frieden ist vorbei! Hurra! Und Onkel Jack, nach einigem Zögern und viel Bitten, kommt meinem Wunsch nach und nutzt seinen Einfluß, um mir einen Platz im Fähnrichslogis der 'Hotspur' zu sichern. 'Hotspur' ist eine kleine 20-Kanonen-Slup, nur ein Lieutenant und zwei (ZWEI!) Fähnriche, also kann ich mich glücklich schätzen! Hurra!
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Der andere Fähnrich ist ein irisch klingender Junge namens Charles Orrock, genauso alt wie ich und doch einen knappen Kopf größer. Hmmm. Aber wir werden schon gut miteinander auskommen, denke ich. Außerdem scheint er richtig Ahnung zu haben, angefangen mit dem Verhalten, das von uns erwartet wird. Besser, ich halte mich an ihn und mache ihm alles so gut es geht nach. Kaum daß seine Füße das Deck berührten lief er nach achtern, um sich beim Ersten Offizier zu melden. Schon der erste Blick, den dieser Mann uns angedeihen ließ, gab mir das Gefühl, mehrere Zentimeter zu schrumpfen. Die kühle Begrüßung "Als Fähnriche erwarte ich von Ihnen, daß Sie das Schiff ebenso gut kennen wie Ihre Hand, ansonsten werden Sie die meine kennenlernen, verstanden?" war nicht, was ich erwartet hatte. Mein Entschluß steht fest, liebes Tagebuch, ich mag diesen Mann nicht! Weswegen war ich auch so dumm, um eine Unterredung mit dem Captain zu bitten. Offenbar ein Tabu sondergleichen, denn der Erste bedachte mich mit einem frostigen "Sie werden mit dem Captain sprechen, wenn er Sie anspricht, Junge, und vorher nicht". Aye, aye, Sir. Ich fühlte mich wertloser als eine verfaulte Kartoffel. Verstauten Orrock und ich also unsere Seekisten und harrten der Dinge, die da kommen mochten.
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Liebes Tagebuch, Jemand tröste mich, bitte! Die erste Gefechtsübung war eine totale Blamage. Beim nächsten Mal werde ich's besser machen...wenn mir Mr. Bush nicht vorher den Kopf abreißt. Und diese Frage bezüglich der Laternen bei Nachtgefechten war mehr als unfair! Woher soll ich das bitte wissen? Orrock tut wichtig und allwissend und läßt mich voll auflaufen. Herzlichen Dank, *Kamerad*! Ohne Matthews wäre ich gänzlich verloren gewesen. Captain Hornblower war nicht beeindruckt. Wäre ich auch nicht, wenn sich jemand, der wenige Tage zuvor noch gesagt hatte, er würde alles darum geben, unter ihm zu dienen, dermaßen blamieren würde. Ihm nehme ich es auch nicht übel, schließlich ist es eines Captains Pflicht, eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber der Crew zu haben, doch Orrock... Und Lieutenant Bush, dessen "Seien Sie versichert, Sir, daß Mr. Hammond wärmstens an seine Pflichten erinnert wird" mir noch jetzt, Stunden später, aufstößt wie ein verdorbenes Ei, entwickelt sich zu meinem persönlichen Alptraum. Wieso wollte ich doch gleich noch zur Marine?
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Meiner Meinung nach hat Mr. Prowse, der Segelmeister, ein paar Widerworte zuviel für des Captains Geschmack. Hornblower läßt wieder und wieder die Vorsegel auf- und niederholen, und Prowse scheint genug zu haben, doch der Captain setzt sich durch. Innerlich muß ich lächeln. Hoffentlich fällt es niemandem auf, daß ich an Deck heimlich Tagebuch führe...
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Keine Zeit, liebes Tagebuch, Feuer in der Kombüse! Schiff in Panik. Muß mit an die Pumpe.
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Offenbar war Styles, der Koch, schuld an dem Feuer. Er soll ausgepeitscht werden. Großartig. Mir wird ja schon bei der Vorstellung von Blut schlecht...und dann gleich drei Dutzend Schläge...*würg*!
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Liebes Tagebuch, Endlich passiert mal etwas! Französische Fregatte nähert sich uns...uh-huh...und Captain Hornblower besteht auf militärischen Ehrerbietungen. Ist ja Frieden. Nuuuuun...mal sehen, was daraus wird. Später, nachdem der Captain zusammen mit Major C“tard an Land gegangen war, sträubte sich Mr. Bush, dem gegebenen Befehl nachzukommen und von der Küste fortzusteuern. Gott sei Dank, denn sonst hätten wir den Captain verpaßt, der etwas verspätet zurückruderte! Muß Dich beiseite legen, denn der Captain befiehlt, das Schiff gefechtsklar zu machen!
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Das Gefecht ist in vollem Gange, zwar hatten wir das Überraschungsmoment, doch die Kanonen der 'Loire' zerfetzen die Schiffe des Geschwaders, um mich herum klingen die Schmerzensschreie der Männer, und ich will nach Hause zu meiner Mama!!! Mr. Bush brüllt das übliche "Neu laden!", aber mich läßt das kalt. Alles ist viel zu schrecklich! Irgendwann nachher erinnere ich mich, daß ein Pulvermagazin explodierte, einen der kleinen Pulverjungen tötete. Das meiste seines Kopfes geriet mir in die Haare. Matthews war da, hielt mich mit seiner Stimme im Hier und Jetzt, und so sehr ich auch meinte, im nächsten Moment entweder zu sterben oder mich erbrechen zu müssen, ich hielt stand. Fazit: Wir haben gewonnen. Klasse. Aber nun zurück nach England.
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Liebes Tagebuch, Wie peinlich kann's noch werden? Ich könnte vor Scham vergehen! Kaum daß wir Portsmouth wieder verlassen hatten, setzte das Flaggschiff Signalwimpel, und wen bat Lieutenant Bush, diese zu entziffern? Mich. Natürlich. Was habe ich dem Mann eigentlich getan, daß er mich so auf dem Kieker hat? Außerdem: erwartet er etwa von mir, daß ich innerhalb der kurzen Zeit alle Wimpel und Signalkombinationen auswendig kenne? Wie ich noch nachdachte und mich verzweifelt vom oberen Ende der Signalleine nach unten kämpfte, zugegebenermaßen ungeschickt im Handbuch nachschlagend, soviel gebe ich ja zu, ging Bushs Geduld zu Ende und er fragte Charlie Orrock. Welcher selbstverständlich prompt die richtige Antwort lieferte. Charles Orrock, Lehrers Liebling vom ersten Tag an. Eine eisige Dusche hätte nicht schlimmer sein können als Bushs Blick und gepaart mit des Captains abschätziger Miene gab er mir das Gefühl, vor dem Jüngsten Gericht zu stehen. "Lernen Sie Ihre Signale, Sie kleiner...Gentleman!" Einen kurzen Augenblick lang geriet ich in Versuchung, ihm einige, für einen Gentleman höchst unziemliche Worte ins Gesicht zu werfen, doch die Vorstellung, daß man Onkel Jack mitteilen würde, ich sei wegen Beleidigung eines Vorgesetzten gehängt worden, war zu beschämend. Schließlich war er doch immer so stolz auf mich und ohne ihn wäre ich gar nicht so weit gekommen. Schätze, daß ich, was ein weiteres Weiterkommen angeht, auf mich allein gestellt bin.
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Liebes Tagebuch, Allmählich habe ich die Nase voll! Fragte mich der Captain doch wahrhaftig, ob ich nicht lieber sein Kommando verlassen möchte! Nur weil ich mich nicht gleich freiwillig für Wolfes Sprengkommando meldete! Erscheine ich denn tatsächlich so mimosenhaft? Gut, ich bin nicht Orrock, aber was bitte hat Orrock, was ich nicht habe? Wir sind doch gar nicht so verschieden und trotzdem weiß er alles, kann alles und tut sein Bestes, ständig positiv aufzufallen. Streber! Gut, die Sache mit den Laternen...und der Kanonendrill...und die Signale... Offenbar hat Lieutenant Bush dem Captain nahegelegt, ich sei ungeeignet für den Dienst in der Marine. Blöder Strauch! Allein um es diesem ständig nörgelnden Sklaventreiber recht zu machen, hielt ich meine kleine Rede über Charakterstärke und wie sich ein Mann erst dann als Mann fühlen könnte, wenn er seinen Mut beweisen und sich einen Ruf für sich machen konnte. Es wirkte. Ich bin dabei. Ein Hoch auf mich!
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Mit unseren Pulverfässern sind wir dank Major C“tard sicher an Land gelangt. Der Captain scheint dem Franzosen allerdings immer noch nicht über den Weg zu trauen. Ich bin zugegeben etwas nervös, aber gleichzeitig immens froh, denn Mr. Bush ist an Bord geblieben...und C“tard geht es offenbar ähnlich, so überheblich wie er sich kurz vor Aufbruch von Bush verabschiedete. Machen wir das Beste draus. Vielleicht kann ich jetzt, wo mir dieser Sch-..kerl nicht *ständig* auf die Finger schaut, beweisen, was in mir steckt. Bislang gestaltet sich dieses kleine Abenteuer richtig spannend!
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Was für ein Desaster! Das "kleine Abenteuer" ist zu einem großen Alptraum geworden. An unserem Ziel, dem französischen Semaphor, angelangt mußten wir feststellen, daß sich Wolfe mit den Zündern abgesetzt hatte, aus welchen Gründen auch immer. Er war jedenfalls nicht da. Und was tat Hornblower? Schickte mich zurück zu Matthews und der Bootscrew, um sie anzuweisen, alles für eine umgehende Rückkehr fertigzumachen. Mich, nicht Orrock. Hurra! Auf dem Weg lief ich allerdings direkt in eine französische Patrouille; ein Glück, daß das Unterholz entlang des Wegs schön dicht ist! Hier sitze ich also...und ich verliere die Nerven. Mir ist egal, was mit Hornblower passiert, ich will nur WEG! Gerade noch Zeit für ein paar Zeilen (Gott, was ist meine Schrift fürchterlich, aber meine Hand zittert ganz furchtbar!), dann werde ich weiterlaufen und Matthews sagen, der Captain habe die Evakuierung der Männer befohlen. Auf keinen Fall bleibe ich auch nur eine Sekunde länger als nötig Teil dieses Selbstmordkommandos! Ich hätte auf den Berufsberater hören sollen und eine intellektuellere Laufbahn einschlagen sollen; Bücher und Studien sind um einiges ungefährlicher als Musketen und Degen!
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Zurück an Bord, Gott sei Dank! Hätte nicht gedacht, daß ich soviel Autorität vorspielen kann. Mr. Bush war zunächst skeptisch und ich hatte Angst, er würde mir keinen Glauben schenken - anders Matthews, der mich seit dem Rückzug vom Strand verdammt mißtrauisch ansieht - doch dann akzeptierte er mein Wort als die Wahrheit. Glück gehabt.
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Besser ich gehe Lieutenant Bush fürs erste aus dem Weg. Er ist denkbar übler Stimmung, weil er nicht in die Kampfhandlungen an Land eingreifen kann. Das ist mir so was von egal! Wie ich gehört habe, hat ihm außerdem Admiral Pellew ausdrücklich verboten, etwas zur Rettung von Captain Hornblower zu unternehmen. Fast könnte ich meine Antipathie für den Mann vergessen. Man sieht förmlich die Rauchwolken aus seinen Ohren kommen... Jetzt gilt es, bloß nichts falsch zu machen und das drohende Gewitter auf mich zu lenken!
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Onkel Jack ist mit den Soldaten an Land gegangen. Viel Glück, Onkel! Und Mr. Bush diskutiert mit Matthews über die Nicht-Möglichkeit, ein kleines Landungskommando zu entsenden, um Captain Hornblower zu retten.
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Liebes Tagebuch, darf ich gestehen, daß mir ganz anders wird, als wir die 'Hotspur' klar zum Gefecht machen? Und noch mulmiger ist mir, als Matthews mich im Gespräch unter vier Augen der Feigheit bezichtigt. Er macht keinen Hehl aus seinem Verdacht, daß ich bei der Aktion an Land gelogen habe, und irgendwie tut es mir leid, den alten Salzbuckel enttäuscht zu haben. Schließlich war er seit meiner Ankunft an Bord stets freundlich und voller Unterstützung gewesen, erkannte er doch, daß ich ein Geitau nicht von einem Preventer unterscheiden kann. Nur jetzt bin ich wohl zu weit gegangen.
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Flaggschiff signalisiert Rückzug. Diesmal habe ich auf Anhieb richtig gelesen. Hurra! Leider ist Orrock nicht da, um es zu sehen.
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Zu früh gefreut, liebes Tagebuch, die Batterie oben auf den Klippen fliegt in einer spektakulären Explosion in die Luft (Gut gemacht, Onkel Jack!) und Admiral Pellew befiehlt den erneuten Angriff. Das kann nichts Gutes bedeuten...und dann ist da plötzlich Lieutenant Bush, der auf mich zukommt...
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Nachtrag, 170 Jahre später: Liebes Tagebuch, sofern Du mich noch nicht vergessen hast, darf ich an dieser Stelle behaupten, daß ich wußte, daß diese Aktion schiefgehen würde. Tja. Jetzt weiß ich's ganz sicher: es *ist* schiefgegangen. Zumindest für einige der Beteiligten. Mich eingeschlossen. Geführt von Lieutenant Bush stürmten wir an den Strand, die Überraschung war perfekt. Zum Zeitpunkt des Angriffs realisierte ich noch nicht so ganz, daß Onkel Jack nicht bei Hornblower und den anderen Gefangenen stand und keine Muskete auf ihn gerichtet war, sprich, er mit Wolfe und den Franzosen gemeinsame Sache machte. Nun, es überrascht mich im Nachhinein aber auch nicht. Onkel Jack hat es mit dem Irisch-Sein schon immer etwas übertrieben. Allerdings Respekt, daß er solange seine Tarnung aufrechterhalten konnte. Es war ein ziemliches Chaos, dieses Gefecht am Strand. Hornblower und seine Männer kämpften wie Berserker, auch Major C“tard, obwohl er verwundet war. Ich wurde Zeuge einiger interessanter Momente, so zum Beispiel C“tard, der Mr. Bush mit einem gutgezielten Schuß das Leben rettete, Styles, der Wolfe mit Gusto verprügelte (verständlicherweise), Onkel Jack, der mit Captain Hornblower die Klingen kreuzte. Unsere Seesoldaten gegen die französischen. Es war ungeheuer aufregend, da mittendrin zu sein, vor allem, als ich höchstpersönlich den Franzosen erledigte, der Charlie Orrock mit seinem Bajonett aufspießen wollte. Ein richtiges Erfolgserlebnis, wirklich, zumal er mich lobte... Tja, und als nächstes knallte es irgendwo und ich wußte, daß dies mein letzter Tagebucheintrag sein würde. Dabei hatte sich doch alles so gut angelassen...verflucht... Ich fiel zu Boden (wie das so von einem erwartet wird) und bekam von dem ganzen Kampf herzlich wenig mit, außer daß einige Schiffe das Feuer auf den Strand eröffneten und somit die Franzosen zum Aufgeben zwangen, aber das letzte, woran ich mich erinnern kann, ist Onkel Jack, der sich bei mir entschuldigte. - "Oh, Jack, mein Junge, ich wollte dich nie unter Hornblower haben" (Onkel Jack, also bitte, *das* habe ich bewußt überhört! Heutzutage ist so was extrem leicht mißzuverstehen!) - und Hornblower mit seinem "Ihre Familie wäre stolz auf Sie, Jack". Schwafel, schwafel... Lügner, alle beide! Meine wahre Bestimmung ist eine andere. Ich kenne sie nun. Nett von Orrock, daß er Dich, liebes Tagebuch, aufbewahrt und meinen Eltern geschickt hat. Es hat eine Weile gedauert, aber nun kann ich weiterschreiben. Mit meiner gepackten Kiste sitze ich in einem Londoner Taxi, auf dem Weg nach King's Cross Station, und betrachte mich im Rückspiegel. Das Bild ist durch die Trennscheibe leicht verzerrt, aber abgesehen von den Haaren ist kein Unterschied zu 1802 zu erkennen. Wenn ich gewußt hätte, daß ich ein Talent für Magie habe, hätte ich keinen Fuß auf die 'Hotspur' oder irgendein anderes Schiff gesetzt. Naja, vielleicht nur lange genug, um Mr. Bush in einen Frosch zu verwandeln. Oder in eine Küchenschabe...weil er doch keine Frösche mag. Das Angebot dieser Schule für Hexerei und Zauberkunst klang zu verlockend, um es nicht anzunehmen. Eine Chance für mich, ein neuer Mensch zu werden, eine Zukunft ohne Seekrankheit und mit besserem Essen. Ohne schlechtgelaunte Erste Offiziere. Hier kann ich etwas aus mir machen. Adieu, all ihr Kleingeister, ihr Nichtsnutze! John Hammond ist Vergangenheit. Liebes Tagebuch, wir werden *viel* Spaß haben! Hogwarts, ich komme!!!
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