Zurück
 

Not macht erfinderisch

© by Lady Nox ()
 
Disclaimer: Star Trek gehört Paramount/Viacom. Dies ist Fanfiction und dient keinen kommerziellen Zwecken.
Anmerkung: a.k.a. "Auf schmalem Grat", zwischen Aufeinandertreffen und Zusammenarbeit von Geordi La Forge und Zenturio Bochra.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)
 

 

"Phantastisch... ich sitze auf diesem verdammten Planeten fest, und die einzige Person, die mir Gesellschaft leistet, ist ausgerechnet ein Romulaner!"

Geordi La Forge war frustriert. Nicht genug damit, daß er kurz vor seinem Aufbruch zu dieser Mission noch einen Streit mit Data gehabt hatte, nein, jetzt bestand auch noch die sehr wahrscheinliche Möglichkeit, daß er sterben würde, ohne sich mit seinem androiden Partner ausgesöhnt zu haben.

Und zu allem Überfluß fuchtelte dieser übernervöse Romulaner ständig mit seinem Disruptor herum.

"Sie sind mein Gefangener!"

Hah! Als ob das auf diesem Planeten etwas nützen würde. Allerdings konnte Geordi nicht umhin, die Hartnäckigkeit und den eisernen Willen des feindlichen Offiziers zu würdigen, ja sogar zu bewundern.

Obwohl es ihm ziemlich schlecht gehen mußte, so wie sich die Atmung anhörte, war der Romulaner entschlossen, seine Position nicht aufzugeben. Der VISOR zeigte Geordi, daß es dem Mann vor ihm stetig schlechter ging, doch ihn darauf anzusprechen, hatte natürlich keinen Sinn.

In Geordis Kopf stiegen noch einmal die Erinnerungen an den Streit mit Data hoch...

 

"Data! Sei doch jetzt bitte nicht so arbeitswütig! Ich muß bald los und dachte, wir könnten noch etwas Spaß haben..."

Der Androide blinzelte verwirrt. "Aber Geordi... So sehr ich deinen Unterricht in menschlichem Paarungsverhalten auch schätze, wir müssen diesen Bericht fertig stellen, um den Commander Riker uns gebeten hat."

"Ach, das hat doch Zeit... ich würde dir jetzt gerne noch etwas beibringen..." Geordi räkelte sich lasziv auf dem Bett in Datas Quartier, doch sein Partner schien dies weder zur Kenntnis zu nehmen noch in irgend einer Weise zu würdigen!

"Tut mir leid, aber unsere Pflichten als Sternenflottenoffiziere gehen nun mal vor!"

Das war nun aber wirklich genug! Geordi sprang wütend auf. "Ich bin extra zu dir gekommen, damit wir die Zeit noch etwas nutzen können, bis ich nach Galorndon Core runter beamen muß, und du willst tatsächlich nur arbeiten?! Schön! Dann will ich dich nicht länger stören!" Damit war er wütend aus dem Zimmer des Androiden gerauscht und hatte diesen verdutzt an seinem Schreibtisch sitzen lassen.

 

Geordi nahm zum wiederholten Male den VISOR ab und rieb sich die Augen, er konnte nicht fassen, wie dumm er gewesen war. Data war sein Partner und er hatte sich benommen wie ein unreifer Kadett! Und jetzt hatte er vermutlich nie wieder die Gelegenheit, sich zu entschuldigen. "Ich werde hier sterben, ohne noch einmal in Datas Armen gelegen zu haben... oder in den Armen von überhaupt irgendwem!" Er seufzte frustriert.

"Was ist mit Ihnen, Mensch? Angst zu sterben?" Die Stimme des Romulaners schnitt durch Geordis traurige Gedanken. Rasch setzte dieser den VISOR wieder auf und blickte den Romulaner an.

"Nein... ich bin nur betrübt, weil ich -" Abrupt brach er ab. Warum um alles in der Welt sollte er diesem Romulaner von seinen Beziehungsproblemen erzählen? "Vielleicht weil er die einzige andere Person hier ist?" Auf einen Versuch kam es an, zumindest ging so die Zeit schneller rum. "Weil ich... vor Antritt dieser Mission einen Streit hatte... mit einem... engen Freund."

Der Romulaner runzelte die Stirn. "Einen Streit? Weswegen?"

Irrte er sich, oder hatte der Feind gerade Interesse an einer Konversation gezeigt? Geordi wollte es drauf ankommen lassen. "Wegen... äh... nun ja, er hatte andere Prioritäten für unsere gemeinsame Freizeit gesetzt, als mir vorgeschwebt hatten..."

"Andere Prioritäten?"

"Ja, er wollte nur arbeiten, ich dagegen..." Wieder brach Geordi ab, wollte er wirklich mit diesem Mann darüber diskutieren, was er statt Arbeit lieber mit Data angestellt hätte?

Er betrachtete den Romulaner genauer, während der letzten paar Minuten hatte sich sein Gesamtzustand verschlechtert, aber nun schien seine Aufmerksamkeit völlig auf Geordi gerichtet zu sein, er hatte sogar den Disruptor sinken lassen und war ein Stück näher gerückt, um besser hören zu können, was der Mensch ihm erzählte.

"Für einen Romulaner sieht er eigentlich gar nicht so schlecht aus." Geordi zuckte erschrocken zusammen, als sich dieser Gedanke in sein Gehirn schlich. Gerade noch hatte er der verlorenen Gelegenheit mit Data nachgetrauert, und nun schätzte er sein romulanisches Gegenüber ab. Ein zugegebenermaßen sehr ansehnliches Gegenüber!

"Vielleicht ist das einfach die Frustration und die Angst, hier allein ohne Wärme... ohne Liebe zu sterben...?" Er fragte sich, ob es dem Romulaner vielleicht ähnlich ging...

Dieser war in der Zwischenzeit noch näher an Geordi herangerückt. Auch wenn es im Grunde völlig ohne Bedeutung war, er wollte jetzt doch wissen, was der Mensch für Prioritäten gehabt hatte.

Geordi fasste sich ein Herz. "Nun, ich wollte die Zeit lieber für ein paar... Intimitäten nutzen." Jetzt war es raus.

"Mal sehen, wie er damit umgeht", dachte Geordi bei sich.

Der Romulaner blinzelte erstaunt. "Sagten Sie nicht, es wäre ein enger Freund gewesen?"

Geordi nickte. "Ja, keine enge Freundin sondern ein Freund, wenn Sie darauf hinaus wollen."

Der Romulaner legte den Kopf zur Seite und starrte Geordi an. "Ich wußte nicht, daß es bei den Menschen... na ja, auch so etwas gibt", brachte er schließlich hervor.

Geordi hob überrascht den Kopf. "Auch?"

Eine Reihe aufgewühlter Gedanken raste durch seinen Kopf. Konnte das sein, war das Universum wirklich so gnädig, ihm zumindest eine letzte Chance auf Nähe zu gewähren? Nun rückte er etwas näher an den Romulaner heran. "Soll das heißen, Sie kennen so etwas auf Romulus?"

Der Mann nickte, schürzte die Lippen und schien über seine nächsten Worte nachzudenken. "Ich kenne es sogar... persönlich."

Geordi schluckte, sein Hals war plötzlich trocken und er konnte mit einem Mal die Hitze spüren, die von dem Romulaner neben ihm ausging. Nähe und Liebe. Ein letztes Mal... Zögernd hob er die Hand, streckte sie langsam nach seinem Feind aus und... berührte das Gesicht des Romulaners.

Der Mann schloß die Augen, sein Atem ging schneller und dann hob auch er eine Hand und strich zaghaft über Geordis Hals. Geordi zuckte vor plötzlich aufgebauter Erregung zusammen, die Hand des Romulaners war heiß und nicht kühl, wie Datas es stets gewesen war. Ein schmerzlicher Gedanke an seinen verlorenen Partner zuckte durch Geordi, doch dann gab er sich dem Augenblick hin. Er beugte sich vor, um noch näher bei seinem Gegenüber sein zu können, als der Romulaner ihn plötzlich an sich zog und seine heißen Lippen auf Geordis Mund preßte.

Für eine Sekunde spürte Geordi den rasenden Puls des Feindes, an einer völlig fremden Stelle im Brustkorb des Mannes ihm gegenüber. Doch das war nun egal. Mit zitternden Fingern begann Geordi, die fremden Verschlüsse der romulanischen Uniform zu suchen und zu öffnen. Er spürte nur am Rande, daß der Romulaner ihn ebenfalls zu entkleiden begann. Heiße Finger strichen über seine dunkle Haut und erkundeten völlig fremdes Terrain. Er hörte ein erstauntes Murmeln an seinem Hals. "So zart..."

Geordi mußte unwillkürlich lächeln, dann legte er beide Hände auf die harte Brust des Romulaners. Der Zenturio sah ihn verwundert an. "Was-?"

Geordi küßte ihn und drückte ihn auf den Rücken. "Schschsch... alles in Ordnung, leg dich hin und laß mich das machen..." Damit nahm er seinen VISOR ab und ließ sich ganz von seinen verbliebenen Sinnen leiten.

Glatte heiße Haut, kräftiges Haar, harte Muskeln, fremder Uniformstoff, ein herber Duft von Männlichkeit, der Geordi fast um den Verstand brachte.

Er arbeitete sich mit Händen und Lippen langsam über die Brust und den Bauch des Romulaners bis zu dessen Hose vor. Als er dort angekommen war, spürte er, wie zwei Hände ihm beim Öffnen des Kleidungsstückes zu Hilfe kamen. Geordi nutzte die Gelegenheit, um selbst aus seiner Hose zu schlüpfen. Er hörte ein erstauntes Keuchen und lächelte, als er gleich darauf wieder die heißen Finger seines romulanischen Gespielen auf der Haut spürte. Er spürte, wie seine Erregung ungeahnte Maße annahm und seine Erektion hart gegen seinen Slip drückte. Langsam und neugierig ließ er wieder seine Hände über den fremden Körper unter ihm wandern, zog immer tiefer, bis er - begleitet von einem leidenschaftlichen Stöhnen - schließlich die Härte des Romulaners in Händen hielt. Fasziniert ließ er seine Finger darüber gleiten, jedes Detail ertastend, jede Neuheit auskostend, bis der Mann ihn heftig an sich zog und sich über ihn rollte.

Geordi war überrascht und entflammte sofort für die leidenschaftliche Art und Weise des Romulaners. So etwas hatte er noch nie erlebt. Der Zenturio (wie war sein Name noch gewesen?) ließ seine Hände forschend und kraftvoll über Geordis Körper wandern, bis er sich am Zentrum von Geordis Lust einfand und aufreizend langsam den dünnen Slip von Geordis Hüften strich. Die kühle Luft von Galorndon Core strich nun auch über das letzte Bisschen der Haut des Sternenflottenoffiziers. Als sich dann heiße, starke Finger behutsam um den harten Schaft von Geordis Penis schlossen, krallte dieser die Finger in den sandigen Boden und warf den Kopf wild von einer Seite auf die andere. Neugierig testete der Romulaner seine Reaktionen aus, bis Geordi schließlich seine Hände festhielt und ihn wieder auf den Rücken drehte. Langsam erhob er sich über dem Zenturio und näherte sich mit dem Mund der fremden Erektion. Als er diese mit den Lippen streifte und anschließend langsam in den Mund nahm, stöhnte der Romulaner ein für Geordi unverständliches Wort, aber es war klar, daß es nicht "Stop!" bedeutete. "A'rhea!"

Geordi ließ sich Zeit, wenngleich seine Erregung nun schon schmerzte und er gerne schneller gemacht hätte. Er wollte diesen Moment um jeden Moment ausnutzen! Plötzlich fand er sich auf dem Rücken liegend wieder und spürte feste Hände auf seinen Schultern, als der Romulaner nun seinerseits den Kopf zu Geordis Erektion senkte. Der heiße Mund und die flinke Zunge hätten ihn um ein Haar zum Kommen gebracht, doch er beherrschte sich in letzter Sekunde. Dann war der Romulaner über ihm und rieb seinen heißen Körper an Geordis Haut, bis sie beide stöhnten und sich leidenschaftlich wanden.

Plötzlich fiel Geordi etwas ein. "Mein... meinen Stiefel!", keuchte er atemlos und der Romulaner reagierte sofort. Einige Sekunden später hielt Geordi eine kleine Tube mit Gleitgel in der Hand.

Seit er Data kannte, hatte er stets etwas dabei, um jede Gelegenheit nutzen zu können.

"Ist das...?" Der Zenturio (Bochra! Das war sein Name!) schien zu ahnen, was Geordi da zu Tage gefördert hatte.

"Ja, Bochra. Es ist genau das." Er spürte, wie der Romulaner ihm die winzige Tube aus der Hand nahm und ihn dann lasziv auf den Bauch drehte. Sekunden später spürte Geordi, wie Bochra ihn sanft und gründlich vorbereitete. Dann ein Zögern.

"Sind Sie sicher, La Forge?", die romulanische Stimme war angespannt, erregt und ängstlich?

"Ja, Bochra... ich möchte das... und sagen Sie ruhig Geordi zu mir."

Damit hob Geordi sein Hinterteil leicht an und einen Augenblick später spürte er den Romulaner in sich. Er schrie auf vor Erregung und hörte Bochra seinen Namen und wieder dieses fremde Wort stöhnen.

"Geordi... a'rhea!" Dann griff eine heiße Hand nach Geordis Männlichkeit und begann, sie im gleichen leidenschaftlichen Rhythmus der Stöße gegen seinen Körper zu massieren. Er fühlte den heißen Atem des Romulaners in seinem Nacken, seine Zunge auf der Haut. Als Geordi von der Leidenschaft seines Feindes über den Rand der Erregung getragen wurde, hörte er noch, wie Bochra seine Erregung hinausschrie, dann verbanden sich ihre Körper in den wilden Spasmen der Lust.

Und ganz langsam begann die unglaubliche Erregung abzuklingen, und während sie noch dalagen, ineinander verschränkt, hörte Geordi erneut dieses Wort. "A'rhea..."

 

***
 

Nach diesem Vorfall kleideten sich die beiden Männer schweigend an und verloren kein Wort mehr darüber. Besonders nicht, als sich schließlich doch noch eine Möglichkeit bot, daß sie beide gerettet wurden.

 

***
 

Auf der Brücke der Enterprise dann, als Bochra Commander Tomalak gegenüber bestätigte, daß er nicht misshandelt worden war und Geordi sein Leben gerettet hatte, trafen sich ihre Blick noch ein letztes Mal wie auf dem Planeten.

Geordi verstand die Dankbarkeit in diesem Blick und erwiderte sie. Er begeleitete den Zenturio zum Transporterraum und verabschiedete ihn.

Danach begab er sich in Datas Quartier, um sich bei seinem Partner für den Streit vor seiner Mission zu entschuldigen.

Doch er würde nichts davon erwähnen, was auf Galorndon Core geschehen war. Sicher, Data hatte keine Emotionen und konnte so gesehen nicht verletzt werden, doch Geordi wollte nicht, daß etwas zwischen ihnen stand. Es war ein Akt der Verzweiflung gewesen, wenn auch ein sehr lustvoller. Geordi wußte, er würde den leidenschaftlichen Romulaner vermissen...

 

Später in der Nacht, Data hatte längst seinen Schlafmodus eingeschaltet, stand Geordi noch einmal auf und setzte sich an das Computerterminal. Etwas ging ihm nicht aus dem Kopf. "Computer: bitte übersetze mir das romulanische Wort >A'rhea<."

Augenblicke später stand die Übersetzung auf dem Bildschrim und Geordi starrte fassungslos darauf. Dann ließ er beklommen den Kopf hängen und bemerkte nicht einmal, daß Tränen seine Augen füllten.

Auf dem Bildschirm stand: "A'rhea (romulanisch) - Liebling, (mein) Herz".

 
Ende

 
Du bist der 2129. Leser dieser Geschichte.