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High Noon

© by Major Ka ()
 
Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an SG 1 gehören MGM/UA, World Gekko Corp. Und Double Secret Production. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu Lebenden und Toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Die Schauspieler gehören sich natürlich jeweils selber, aber um sie in meine FF einzubauen, musste ich ihnen ab und zu etwas Text in den Mund legen, den sie so wohlmöglich nie im Leben sagen würden...Sorry ;-)
Anmerkung: Ein ganz großes Danke an Shaky, die versucht hat, meine teilweise österreichische Ausdrucksweise ins Deutsche zu transformieren und die mich bestärkt hat, diese FF überhaupt einzuschicken. Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre sie im Mülleimer gelandet. *megaknuddel*.
Ein nicht minder großes Danke an Sweety, die mir einige sehr gute Tipps im Bezug auf das Schreiben von FFs gab und die mit mir einiges an Arbeit hatte *knuddel*.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)
 

 

Amanda Tapping war eine junge Schauspielerin mit blonden Haaren, graublauen Augen, und einer sehr sportlichen Figur. Sie saß auf dem Bett ihres Hotelzimmers und kuschelte sich in eine Decke. Es war der 10. Dezember und furchtbar kalt. Draußen lag Schnee und ein eisiger Wind wehte durch die Straßen. Auch hier, in dem Hotel in dem sie nächtigte, war die Kälte zu spüren. Selbst die Fenster, auf die der Winter Eisblumen gemalt hatte, schienen unter der Kraft des Windes zu erzittern. Mrs. Tapping war mit einigen Schauspielkollegen in Fürth zu einer Stargate Convention eingeladen, und sie freute sich sehr auf die deutschen Fans.

Amanda war schon vor einem Jahr als Gast hier, und es hatte ihr damals so gefallen, dass sie auch für heuer ihr Kommen zugesagt hatte. Sie war noch in Gedanken an die German City Convention (GCC) 2003, als sie ein Klopfen an der Tür aufhorchen ließ. Sie erhob sich vom Bett und ging zum Eingang des Zimmers.

"Ja bitte?", fragte sie durch die geschlossene Tür. Als sie merkte, wer da draußen stand, öffnete sie freudig.

"Hi Colin, hi Peter", begrüßte sie die Beiden mit einem Lächeln und bat sie herein.

Es waren ihre beiden Kollegen, die ebenfalls zu dieser Convention, der GCC 2004, eingeladen wurden, Colin Cunningham und Peter DeLuise. Beide besuchten das erste Mal Deutschland und waren schon sehr neugierig auf die Fans und die Stadt.

Colin war ungefähr 1,80 Meter groß, 37 Jahre alt, hatte grüne Augen und braune Haare. Er liebte die Schauspielerei und die Musik. Er kam aus Los Angeles, lebte aber seit Jahren in Kanada, und drehte, produzierte und schrieb bereits so manches Filmprojekt.

Peter DeLuise, 1,88 Meter groß und 38 Jahre alt, war einer der Regisseure der Serie und ebenfalls Darsteller. Er kam ursprünglich aus New York und ist Vater eines Kindes.

 

"Amanda, du warst doch schon mal hier. Ich habe da ein Prospekt vom Christkindlesmarkt in Nürnberg in der Lobby gefunden. Hast du den schon mal besucht? Ist es weit weg? Würdest du uns dorthin begleiten?", Peter hielt Amanda das Flugblatt unter die Nase und wedelte damit herum.

Amanda Tapping nahm ihrem Kollegen und Freund die Ankündigung ab und begann zu lesen:

 

Christkindlesmarkt Nürnberg

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist das berühmteste Ereignis in Nürnberg und weit über die europäischen Grenzen hinaus bekannt. Die "Stadt aus Holz und Tuch" öffnet ihre Pforten immer am Freitag vor dem ersten Advent.

Der besondere Charme des schönsten Christkindlesmarkts in Deutschland liegt vor allem in der historischen Kulisse auf dem Nürnberger Hauptmarkt mit Frauenkirche, Schönem Brunnen und Blick auf die gotischen Altstadtkirchen St. Lorenz und St. Sebald. Das traditionelle Angebot aus Lebkuchen, Früchtebrot, Bratwürsten und Glühwein sowie die glitzernden Verkaufsstände stimmen die Besucher auf Weihnachten ein.

Vor allem Kinder finden, wonach ihnen das Herz begehrt. Im Sternenhaus wartet ein weihnachtlich-himmlisches Kinderkulturprogramm auf kleine Besucher ab vier Jahren. Theater, Märchen, Puppenspiel, "Fairy Tales", Ballett, klassische und fetzige Musik stehen dabei auf dem Programm.

Und nebenan auf der Kinderweihnacht gibt es Mitmachbuden, eine Kinderpost, den Nikolaus für das Erinnerungsfoto, Karussells und und und...

 

"Also was hältst du davon? Klingt doch toll, oder?", Colin setzte sich auf einen Stuhl und wartete auf Amandas Antwort. Er schaute sie mit seinen grünen Augen auffordernd an.

"Fragen wir doch mal Ulli und Ute, ob wir hier irgendwo ein Auto mieten können. Denn sehr weit kann es ja nicht entfernt sein, es liegt ja auch in Deutschland." Peter wartete Amandas Antwort nicht ab, sondern telefonierte schnell mit den beiden Veranstalterrinnen der German City Convention. Diese waren etwas beunruhigt, dass die 3 Stars mit einem Auto in einem fremden Land in eine andere Stadt fahren wollten - und noch dazu 1 Tag vor Beginn der Convention - aber gegen die Hartnäckigkeit und den Charme von Peter DeLuise, konnten sie nichts ausrichten.

Eine halbe Stunde später, es war kurz vor 12 Uhr mittags, stiegen Amanda, Colin und Peter in einen knallgelben, geräumigen Leihwagen mit Allradantrieb. Dieser wartete bereits vor dem Hotel, und war mit allem notwendigen ausgerüstet. Selbst ein Stadtplan von Nürnberg war aufgeschlagen, und die Route zum Christkindlesmarkt eingezeichnet. Da es sehr kalt war, hatten Ulli und Ute bereits fürsorglich die Heizung des Autos auf maximale Leistung gestellt.

"Bitte vergesst nicht, dass morgen die Fans auf euch warten. Falls ihr euch verfahren solltet oder andere Probleme habt, ruft uns bitte sofort an. Hier ist die Telefonnummer.", Ute reichte Amanda eine Visitenkarte und vorsorglich auch gleich ein Handy.

"Danke, ihr seid wirklich tolle Organisatorinneren und kümmert euch wirklich um alles. Aber macht euch keine Sorgen, wir sind schon rechtzeitig zurück", Amanda schenkte Ute ein strahlendes Lächeln, das ihr hübsches Gesicht und ihre Augen zum leuchten brachte.

Peter setzte sich ans Steuer, da er der Einzige war, der mit einer Knüppelschaltung fahren konnte. Amanda nahm hinten Platz.

"Ich bin gespannt, was man auf diesem Markt so alles sehen kann", meinte Colin, der auf dem Beifahrersitz saß. Er warf einen kurzen Blick auf die Karte und gab Peter Richtungsanweisungen.

"Ulli sei Dank", meinte Amanda Tapping, "Sie hat die Route und die diversen Einbahnstraßen gleich mit eingezeichnet." Sie vergaß allerdings sehr schnell die Karte, als Peter einen Kavaliersstart hinlegte, dass die Reifen nur so quietschten. Amanda wurde tief in die Polsterung der Rückbank gedrückt und beeilte sich nun, den Sicherheitsgurt anzulegen. "Sorry Mandy, aber die Schaltung ist doch etwas ungewohnt. Ich werde mich bemühen, vorsichtiger zu fahren. Seid ihr alle angegurtet?" Nach einem Blick auf seine Mitfahrer, schlug Peter die Richtung ein, die ihm von Colin mitgeteilt wurde.

 

Es dauerte etwa zwanzig Minuten, bis der Leihwagen die Stadtgrenze von Nürnberg erreichte. Die Fahrt führte sie an verschneiten restaurierten Bauten aus längst vergangenen Zeiten vorbei und die drei hatten blendende Laune. Sie lachten, scherzten und kamen über die Aussicht ins schwärmen. "Diese alten Häuser mit Geschichte, das ist etwas herrliches, was uns in Kanada teilweise fehlt. Ich freue mich schon auf den Markt, der bei dieser Kirche und der gotischen Altstadt ist. Und vielleicht finde ich auch ein altes Saxophon oder eine alte Gitarre", Colins Augen glänzten vor Vorfreude. Er beherrschte das Saxophon und die Gitarre perfekt und hoffte vielleicht, ein altes Musikinstrument zu finden.

Sie waren der Altstadt schon sehr nahe, als ihnen ein Polizist den Weg versperrte und sie bat, eine andere Straße zu nehmen. Den Grund dafür verstanden sie wegen Sprachschwierigkeiten leider nicht.

Peter bog in die Richtung, die ihm angezeigt wurde und wollte den Wagen wieder beschleunigen.

"Langsamer", bat Colin. "Ich muss mich erst wieder auf dem Plan orientieren. Die nächste sollten wir nach links einbiegen." Colin betrachtete konzentriert die Landkarte. "Ah ja, hier können wir wieder auf unsere Route kommen."

Sie fuhren nach links und bogen bei der nächsten Gelegenheit wieder nach rechts auf die Hauptstraße ab. "Seltsam, wieso ist hier plötzlich so wenig Verkehr? Vorher war der doch wesentlich dichter." Amanda schaute aus dem Fenster, und bemerkte, wie jemand aus einem Schmuckgeschäft lief und dabei eine große Tasche trug. Diese Tasche schien sehr voll zu sein, denn als der Mann zu einem parkenden Auto, einem älteren VW Golf lief, fiel ein Teil des Inhaltes auf den Gehsteig.

"Hey, seht ihr diesen Typen da auch? Das erscheint mir etwas komisch und in dem Auto, in das er einsteigt, wartet bereits jemand und der Motor läuft auch schon. Und das, was er verlor, scheint Schmuck zu sein, es glänzt zumindest ziemlich. Folgen wir doch den beiden Männern." Colin deutete mit dem Finger auf das Geschehen.

"Aber dürfen wir uns da wirklich einmischen? Falls die da gerade wirklich den Juwelier überfallen haben, sind die ja bestimmt auch bewaffnet. Wäre es nicht besser, einfach nur die Polizei anzurufen? Wir haben ja Utes Mobiltelefon, und die Nummer für Notfälle ist sicher eingespeichert", Amanda war nicht ganz wohl bei dem Gedanken, nun auf Verbrecherjagd zu gehen. Sie wollte sich doch nur den Christkindlesmarkt ansehen und Spaß haben. Und vielleicht, wenn sie Glück hätte, würde sie für ihre Familie ganz besondere Weihnachtsgeschenke aus Deutschland mitbringen können.

"Die Polizei braucht sicher einige Zeit, bis sie hier ist. Dann sind die Räuber bestimmt über alle Berge. Wir könnten ihnen ja mit dem Auto folgen, schauen wo sie hinfahren und dann die Behörden verständigen. Und wenn es keine Verbrecher sind, sondern nur der Geschäftsinhaber der Ware liefert, dann würden wir uns doch ziemlich blamieren. Was meinst du dazu Peter?" Colin schaute seinen Freund abwartend an.

Dieser überlegte kurz und war mit der Verfolgung auch einverstanden. Da sich das verdächtige Fahrzeug bereits entfernte, gab auch Peter Gas. Er beschleunigte das Auto, jagte die Straße hinunter, bis er die erste Kurve erreichte, wo er das Gaspedal bis zum Boden durchdrückte. Hartnäckig fuhr Peter dem Golf nach, immer bemüht, diesen nicht zu verlieren. Nach einigen hundert Metern bemerkte Colin durch die Heckscheibe, als er einen Blick zu Amanda warf, dass sie verfolgt wurden. Es war ein großer schwarzer Wagen, der rasend näher kam.

Auch der Fahrer des Golfs bemerkte, dass jemand hinter ihm war und beschleunigte ebenfalls rapide, hatte aber den Schneematsch auf dem Straßenbelag vergessen. Der Wagen schoss über die Straße und der Matsch spritze an beiden Seiten des Golfs hoch. Der Fahrer gab noch mehr Gas um seine Verfolger abzuhängen, und verlor dabei die Kontrolle über den Wagen. Er versuchte noch die Spur zu halten, aber er hatte keine Chance und kam ins Schleudern. Er bremste ab, als Peter auf ihn zugeschossen kam, wendete und beschleunigte wieder. Und dann, als die beiden Fahrzeuge noch höchstens 20 Meter voneinander entfernt waren, unmittelbar vor dem Zusammenstoß, riss Peter das Steuer nach links und bremste so scharf, dass die Reifen quietschten und seine beiden Mitfahrer ganz bleich um die Nase wurden.

Endlich kam der Wagen zum Stehen. Peter und Colin öffneten die Sicherheitsgurte und stiegen aus dem Auto. Beide waren sehr erleichtert, dass es nicht zum Zusammenstoß gekommen war. Colin ging auf das linke Fenster des anderen Fahrzeugs zu, seine Stimme war besorgt, hatte zugleich aber auch einen befehlenden Unterton. "Sind Sie verletzt? Alles in Ordnung bei ihnen? Was haben Sie da eigentlich in der Tasche?" Seine Hände griffen nach der Schnalle, um das Auto zu öffnen.

Die Türe war bereits einen Spalt offen, als ein lautes Geschrei zu vernehmen war. Der schwarze Wagen hatte gestoppt und ein wichtig aussehender Mann kam laut schreiend auf Peter und Colin zu.

"Was fällt ihnen ein, da in die Filmaufnahmen hinein zu platzen? Die Straße war abgesperrt und da hatte kein unbefugtes Fahrzeug was zu suchen. Wegen ihnen, müssen wir nun die Szene nochmals drehen. Das kostet ein Vermögen und erst die Zeit, die wir damit verloren haben." Der Regisseur des Films, ein kleiner rundlicher Mann, mit einem hochroten Gesicht, stand vor Peter und echauffierte sich schrecklich. Er drehte sich zu einem Mitarbeiter, der mittlerweile neben ihm stand. "Schafft mir die Drei hier weg. Aber schnell, damit wir die Szene nochmals drehen können. Und sorgt dafür, dass diesmal alles klappt."

Amanda, die mittlerweile auch ausgestiegen war, drehte sich zu dem Regisseur. "Guten Tag. Sie drehen hier einen Film? Wie interessant. Wir drei sind ebenfalls Schauspieler und möchten uns entschuldigen, dass wir hier so in die Dreharbeiten geplatzt sind. Ich bin übrigens Amanda Tapping, und meine Kollegen sind Peter DeLuise und Colin Cunningham. Wir spielen in der TV Serie Stargate SG-1. Was für eine Art Film drehen sie gerade?"

"Mir ist es vollkommen egal, wer sie sind und was sie spielen. Ich kenne sie nicht und möchte auch nur, dass sie das Set so schnell wie möglich wieder verlassen. Verschwinden sie endlich von hier und lassen sie mich meine Arbeit machen." Der Regisseur brüllte weiter durch die Gegend, drehte sich um und stapfte zu seinem Wagen zurück. Was er sagte, konnten Peter, Colin und Amanda meistens nicht verstehen, aber die Gesten waren eindeutig.

"Das ist mir aber nun etwas peinlich." Peter schüttelte den Kopf. "Ich als Regisseur, sähe es auch nicht gerne, wenn da jemand in die Aufnahmen platzen würde. Aber so aufregen würde ich mich niemals. Ich hätte große Lust, ihm mal Manieren beizubringen. So kann er doch nicht mit uns reden."

"Machen wir lieber, dass wir von hier wegkommen. Ich schaue mir viel lieber den Markt an und kaufe ein, als mich hier beschimpfen zu lassen." Colin hielt seinen Freund davon ab, dem Choleriker die Meinung zu sagen.

Sie sahen zu dem schwarzen Wagen, da sich der Regisseur noch immer mächtig aufzuregen schien und sie das Gebrüll hörten und bemerkten, dass jemand auf sie zukam. "Hey, wer ist denn das? Der kommt mir irgendwie bekannt vor." Peter runzelte die Stirne und beobachtete den Mann, der in einen dicken warmen Anorak gehüllt war. Ein großer Hut verdeckte das Gesicht, so dass man nichts erkennen konnte. Bei Amanda, Colin und Peter angekommen, lüftete er den Hut und sprach mit einem breiten Grinsen "Lächeln Sie mal. Kennen Sie Candid Camera?"

 

(Anmerkung: Candid Camera ist "Verstehen Sie Spaß-Streiche mit versteckter Kamera" im englischsprachigen Raum)

 
Ende

 
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