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Videoabend© by Aisling ()
Als der Schlusspfiff ertönte, hätte Chris vor lauter Frustration schreien können. Wieso hatte er sich nur auf diese dämliche Wette eingelassen? Es wusste einfach nicht mehr, wieso er so überzeugt gewesen war, dass die Eintracht gewinnen. Und jetzt, jetzt hatte sich sein Lieblingsverein besiegen lassen. Dabei war Chris so sicher gewesen und hatte das Wettangebot angenommen. Nun musste er auch seine Wettschuld einlösen. Ein Videoabend und Helen würde das Programm bestimmen. Diese Elf war der Nagel zu seinem Sarg. So laut es im Stadion auch war - die Buhrufe der enttäuschten Eintrachtfans sorgten für eine enorme Geräuschkulisse - Chris wusste, was Helen gerade versuchte, ihm zu sagen. Es waren nur zwei Worte und Chris persönlicher Albtraum: "Pretty Woman". Sie wollte den Film schon sehr lange mit ihm schauen, doch bisher hatte Chris immer eine Ausrede gefunden. Heute Abend konnte er sich jetzt aber nicht mehr drücken. In Erwartung seines Sieges hatte er einen schönen Splatterfilm ausgeliehen, um Helen ein klein wenig zu ärgern. Aber daran war jetzt nicht mehr zu denken. Er musste sich diesen 'Tränendrüsenfilm' anschauen. Während Chris in Gedanken vor sich hinfluchte, hatte Helen seine Hand genommen und sie ließen sich im Strom der Menschen treiben, die alle zum Ausgang wollten.
Kurz darauf waren sie auch schon auf dem Weg zum Parkplatz. Als Chris den Schlüssel zückte, um sein Auto aufzuschließen, gab Helen einen Kommentar ab: "Ich fahre. Du hast schon zwei Bier intus." Damit hatte Chris gerechnet. Er kannte seine Partnerin/Freundin/Lebensabschnittsgefährtin lang genug, um ihre Einstellung zu Alkohol und Autofahren zu kennen und zu akzeptieren. Er öffnete die Fahrertür und deutete eine Verbeugung an. "Das weiß ich doch, Gnädigste. Ich bin doch nur Ihr werter Diener, um Ihnen die Tür zu öffnen." "Chris, egal was du den restlichen Nachmittag machst, nichts wird meinen Entschluss ändern. Und außerdem, was ist daran so schlimm? Es ist doch nur ein Film." Sie machte sich aber keine Mühe, ihr Grinsen zurückzuhalten. Chris ließ eine weitere Stichelei los. "Es ist eine unrealistische Schnulze. Mein Gott, ein wohlhabender Geschäftsmann, der sich 'ne Nutte kauft und sich dann auch noch in sie verliebt. Glaubst du wirklich, dass irgendein Typ sich wirklich in die Nutten verlieben könnte, die wir regelmäßig filzen?" Währenddessen ging er auf die andere Seite des Autos und öffnete die Beifahrertür. "Chris!" Helens Ausruf hörte sich ein klein wenig genervt an. "Was? Du bist doch lang genug im Job, um zu wissen, dass es keine Happy-Ends gibt." Gleichzeitig stieg Chris ein und hoffte, dass damit die Diskussion zu Ende war. Irgendwann musste er ja auch mal das letzte Wort haben. Aber noch bevor sie losfuhren, setzte Helen das Gespräch fort. "Und was ist das mit uns beiden?" Wieso nur musste Helen das wieder persönlich nehmen? Chris hatte das doch gar nicht auf ihre Beziehung gemünzt. Aber irgendwie hatte sie da eine Paranoia. "Bist du 'ne Nutte? Bin ich Mister Protz persönlich? Das mit uns ist doch was ganz anderes. Das war damals so schräg, dass man gar keinen Film darüber drehen könnte." Wie zur Bestätigung legte Chris seine Hand auf ihr Bein. Er wusste ganz genau, dass sie solche kleinen Beweise seiner Zuneigung mochte. "Du meinst wohl, dass das zwischen dir und Edgar so schräg war. Ich habe doch eher eine Nebenrolle gespielt." Was gab es Schlimmeres als mit Helen 'Pretty Woman' zu schauen? Mit Helen über Edgar und irgendwelche vorhandenen oder nicht vorhanden Gefühle zu sprechen. Chris fühlte sich in die Enge gedrängt. Zumal auf dem Parkplatz alles Stoßstange an Stoßstange stand, so dass sie noch nicht einmal aus der Parklücke rauskamen. Aussteigen kam für Chris nicht in Frage, denn schließlich war es sein Golf. Damit würde er Helen nicht alleine fahren lassen. Mit den Fingern fuhr er durch seine Haare. "Helen, was soll das jetzt? Ich dachte, wir reden über einen Film, den ich nicht mag. Nicht über irgendwelche Phantasien, die du hast." Es schien, dass Helen etwas sagen wollte, doch dann stockte sie. Einen Moment später setzte sie wieder an. "Es tut mir leid. Ich weiß, dass es dir gegenüber unfair ist. Aber jedesmal, wenn wir uns mit Mike und Edgar getroffen haben, war ich eifersüchtig, wenn du auch nur mit ihm gesprochen hast. Denn da wusste ich ja, warum Edgar sich überhaupt nicht für mich interessiert hat. Und jetzt wo Edgar wieder solo ist, da habe ich einfach Angst, dich zu verlieren. Entschuldige." "Klar, du verlierst mich an Eddie, den ich schon...", Chris versuchte nachzurechnen, wie lange er seinen Autoschrauber nicht mehr gesehen hatte, konnte sich aber nicht genau erinnern. "... ewig nicht mehr gesprochen habe. Deswegen weiß ich nicht, warum du dir Sorgen machst." "Weil das Theaterstück in Edgars Werkstatt aufgeführt wird." Dunkel erinnerte sich Chris, dass Helen vom Besuch eines Theaterstücks am morgigen Sonntag gesprochen hatte. Jedoch ohne Details zu erwähnen. "Ach, und das erfahre ich erst jetzt, so ganz nebenbei?" Wieso hatte Helen das verschwiegen? Auch wenn sie sehr eifersüchtig war, passte es nicht zu ihrer offenen und ehrlichen Art. Im Gegensatz zu ihren sonstigen Diskussionen schaute Helen Chris nicht an, sondern blickte in den Rückspiegel. "Ich wollte es dir ja schon früher erzählen, aber du hast ja immer abgewunken. Für dich ist es schlimm genug, dass du schon wieder einen Tag mit - wie nennst du es noch mal? Ach, ja" - Helens Ton bekam einen bitteren Unterton - "Schaulaufen verbringen musst." Das war keine normale Diskussion mehr. So dickfellig Chris auch oft genug war, hier sprangen all seine Alarmsirenen an. Er nahm seine Hand von ihrem Bein und fasste stattdessen Helens Hand. Dann führte er sie zum Mund und hauchte einen Kuss auf die Innenfläche. "Helen, Süße. Was erwartest du jetzt von mir? Du musst doch wissen, dass ich nicht der Typ bin, der alles in wohlgesetzte Worte fassen kann. Das ist ja auch das Problem, das ich auf den ganzen Veranstaltungen habe, auf die du mich mitnimmst. Die Leute, die wir dort treffen, haben alle studiert und reden so geschwollen daher, dass ich mich das unendlich annervt. Es ist halt nicht meine Welt. Ich mach' das Ganze nur mit, weil es dich glücklich macht. Und der größte Liebesbeweis ist doch, dass ich heute Abend mit dir "Pretty Woman" schaue." Endlich reagierte Helen und schaute ihren Freund an, löste aber gleichzeitig ihre Hand aus seinen Fingern. Doch statt sich komplett zurückzuziehen, berührte sie ihn leicht, fast schon spielerisch an der Schulter. "Das tust du aber nicht freiwillig." "Aber ich mache es. Und ich werde während des ganzen Films nicht ein einziges Mal lästern. Das verspreche ich dir. Aber bitte lass uns jetzt das Thema wechseln." Dafür erntete er einen ungläubigen Blick. "Du schaffst es doch nicht, deinen Mund zu halten. Nicht der Chris Schwenk, den ich kenne." Wie er das schaffen wollte, wusste Chris auch noch nicht. Aber besser einen Film über sich ergehen zu lassen, als so eine Diskussion mit Helen. "Wenn ich es schaffe, schauen wir dann anschließend den Film, den ich ausgesucht habe?" "Das hättest du wohl gerne!" Gleichzeitig verpasste sie ihm einen leichten Klaps am Hinterkopf. "Naja, wir können uns die beiden Filme auch sparen und gleich mit einer Flasche Wein und den Trauben, die ich heute Morgen geholt habe, ins Bett gehen. Was hältst du davon?" Als Helen anfing zu lachen, wusste Chris, dass er die Klippe erfolgreich umschifft hatte. "Chris, du bist unmöglich. Aber keine Chance, du wirst heute mit mir den Film schauen, kannst mich aber währenddessen mit den Trauben füttern." "Schade, es war ein Versuch wert." Gleichzeitig beugte er sich zu Helen rüber und gab ihr einen Kuss, den sie erwiderte. Als er sich von ihr löste, hatte Chris das Gefühl, eine Krise überstanden zu haben. "Und was machen wir jetzt mit dem angefangenen Nachmittag, bevor du mich vor den Fernseher zerrst?" Es schien, dass Helen einen Moment überlegte, bevor sie antwortete. "Der Nachmittag ist doch schon fast vorbei. Wir fahren zur Tanke, wo du noch ein oder zwei Flaschen Wein holst und dann nach Hause. Anschließend kochst du uns etwas Leckeres und nach dem Essen machen wir es uns vor dem Fernseher bequem. Was hältst du davon?" "Eine fantastische Planung ... nur, könnten wir uns noch auf einen anderen Film einigen?" "Du gibst wohl nie auf? Nein, können wir nicht. Und jetzt schnall' dich an, damit wir losfahren können." Ohne weiteren Kommentar folgte Chris Helens Aufforderung. Dass im Moment nichts zu machen war, hatte selbst er jetzt kapiert, aber vielleicht beim Abendessen... Schließlich wusste er ganz genau, was sie liebte.
Etwas über zwei Stunden später wusste Chris, dass er keine Chance mehr hatte, dem Film zu entgehen, denn sie hatten es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Er hatte es noch einmal nach dem Abendessen versucht, als er den Tisch abräumte. Nur ein Blick und ein flehentliches: "Bitte Helen, muss es wirklich sein?" Doch seine Freundin war hart geblieben. Sie hatte ihn liebevoll angeschaut und dann ganz trocken "Ja!" gesagt. Und Chris wusste, dass er verloren hatte. Er wartete nur noch, dass Helen die Fernbedienung nahm und auf den Start-Knopf drückte. Sein einziger Trost war das Glas und die Flasche Wein, die griffbereit neben ihm stand. Dank Helen hatte Chris inzwischen gelernt, dass Bier nicht das einzig seligmachende Getränk war, in der richtigen Situation wusste er einen guten Tropfen Wein durchaus zu schätzen. Noch bevor es losging, nahm er einen großen Schluck. "Chris, du sollst mit mir zusammen den Film schau'n und ihn nicht im Suff ertragen. Das hätte ich auch nicht gemacht, wenn ich die Wette verloren hätte. Schließlich will ich anschließend noch etwas von dir haben." Und Chris wusste nur zu genau, was Helen wollte: Kuschelsex. Nicht, dass er etwas dagegen hätte... nur auf Befehl konnte er es auch nicht und er bezweifelte, dass dieser Film ihn dazu antörnte. "Bist du sicher, dass wir uns dann genau diesen Film antun sollen? Immer wenn ich sehe, dass die Roberts die Bananen quer in ihren Mund schieben kann, dann vergeht mir alles." Prompt landete Helens Ellebogen in seinem Rippenbogen. Und das war keine zärtliche Liebkosung. Chris verkniff sich ein Stöhnen. "Du bist einfach nur unromantisch!" "Das wusstest du von Anfang an. Und jetzt mach den Film an. Ich will es endlich hinter mir haben." Seufzend gab sich Helen geschlagen und drückte auf die Fernbedienung. Schon bei der ersten Szene musste Chris an sich halten, um nicht einige äußerst üble Kommentare von sich zu geben. Um sein Versprechen nicht zu brechen, nahm Chris eine Traube und aß sie. Als er Helens Blick spürte, nahm er noch einige weitere und fütterte seine Freundin. So konnte er ganz gut den Film für einige Minuten ausblenden. Aber als Julia Roberts ihren ersten Auftritt hatte, da konnte Chris einen Kommentar nicht unterdrücken. "Das ist doch absolut unrealistisch. Bei Nutten hört jede Freundschaft auf, wenn's ums Geld geht." Dabei gestikulierte er wild mit seinen Händen und deutete auf den Bildschirm. "Halt die Klappe, Chris!" Gleichzeitig bekam er wieder einen heftigen Stoß in seine Seite ab und Helens Blick war mehr als nur giftig. Wenn er es jetzt nicht schaffte, seinen Mund zu halten, dann würde der Haussegen für mindestens drei Tage sehr schief hängen. Selbst mit 'Kuschelsex-extrem' wäre dann nichts mehr zu retten. Also beschränkte sich Chris auf ein ergebenes Nicken und schnappte sich einige Weintrauben, die er Helen anbot. Sie nahm sie sogar an. Die nächste halbe Stunde beschäftigte sich Chris damit, Helen zu beobachten. Wie sie bei witzigen Szenen lachte und bei traurigen vereinzelte Tränen die Wange herunterkullerten. Chris kramte in dem Moment ein Taschentuch - unbenutzt natürlich - aus seiner Hosentasche und reichte es seiner Freundin. Ihr Lächeln und wie sie "Danke" sagte, bevor sie sich wieder in dem Film verlor, ließ in Chris ein warmes Gefühl hochsteigen. Doch irgendwann wurde auch das langweilig. Ein Blick auf den Bildschirm und eine lachende Julia Roberts überzeugte ihn, ganz schnell wieder weg zu schauen. Als Chris sich eine Weintraube nehmen wollte, um keinen Kommentar von sich zu geben, stellte er fest, dass diese alle waren. Resigniert trank er einen Schluck Wein. Schließlich hatte er noch nicht einmal die Hälfte des Filmes hinter sich und er langweilte sich unendlich.
Um sich abzulenken, stellte Chris einige Vermutungen zu ihrem aktuellen Fall an. Sie waren hinter Zigarettenschmuggler her und hatten gestern einige Verdächtige festgenommen. Doch Chris bezweifelte, dass diese ausplaudern würde, wer die eigentlichen Drahtzieher waren. Und somit würde es bei den kleinen Fischen bleiben. Und wenn er sich die Statistik seiner Behörde ansah, dann bezweifelte er, dass er in den nächsten Jahren wirklich einmal den großen Wurf machen würde. Doch Helen... nein, Chris bezweifelte, dass sie sich mit dem normalen Job als Zollfahnder zufrieden geben würde. Irgendwann in der näheren Zukunft würde sie die Karriereleiter hochklettern und er würde danebenstehen und zuschauen. Wollte er das wirklich? Konnte er es? Er hatte doch früher immer Probleme gehabt, wenn seine Freundinnen intelligent waren. Etwas nachdenklich musterte Chris Helen, die selbstversunken den Film schaute und gar nicht mitbekam, dass ihr Freund gedanklich ganz woanders war. Inzwischen hatte sie sich lang gelegt und den Kopf in Chris' Schoß gelegt. Chris war dies nur recht. So hatte er ein wenig Ruhe und wurde nicht angemacht, weil er nicht beim Thema - Pretty Woman - war. Dabei stellte Chris nicht zum ersten Mal fest, dass Helen hübsch, intelligent und gut im Bett war. Aber war es wirklich das, was er auch wollte? Früher hatte Chris immer einen großen Bogen um kluge Frauen gemacht. Aber seit er letztes Jahr für einige Wochen bei Edgar gewohnt hatte, da hatte sich seine Einstellung sehr geändert. Auch wenn dieser schwul und 'nur' ein Automechaniker war, so war er nicht auf den Kopf gefallen. Ganz im Gegenteil und Chris hatte die abendlichen Auseinandersetzungen sehr genossen, auch wenn Edgars erotische Anspielungen nicht immer nett waren und Chris mehr als einmal der Unterlegene war. Mit Helen war es ähnlich, auch wenn sie andere Gesprächsthemen hatten und seine Freundin vielleicht versaut war, dies aber niemals ausspielen würde. Was Chris eigentlich schade fand. Helen war im Bett eine absolute Wucht, aber sie schaffte es einfach nicht darüber zu reden, weder ernsthaft, noch im Spaß. Da war Edgar doch ein ganz anderes Kaliber. Besonders wenn Chris daran dachte, wie oft Edgar ihn angeflirtet hatte und ganz deutlich gesagt hatte, was er wollte. Wenn Chris ehrlich war, dann musste er zugeben, dass es ihm gefallen hatte. Manchmal hatte es ihn sogar ganz gewaltig angemacht. Doch die Konsequenz - mit Edgar ins Bett zu gehen - hatte ihn immer abgeschreckt. "So, so, bei dem Film vergeht dir alles." Erst als Helen es aussprach, merkte Chris, dass sich sein kleiner Freund geregt hatte. Und das, weil er an Edgar gedacht hatte. Es war das allerletzte, was Chris wollte. Deswegen blendete er diesen Gedanken aus und blickte zum Fernseher. Und sah eine Sexszene. In einer Bar, auf einem Klavier. Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber die Hauptdarsteller waren nun wirklich nicht Chris' Geschmack. Aber um seinen Ständer nicht zu verlieren, schaute Chris schnell zu Helen runter. "Naja, bei der Szene frag' ich mich, ob du so etwas mitmachen würdest. Würdest du?" Und Helen tat das, was sie fast immer bei solchen Fragen tat: Sie wurde rot. "In aller Öffentlichkeit? Chris, was denkst du von mir?" Ihre Haarsträhnen fühlten sich richtig seidig an. Es war angenehm, Helens Haare zu berühren. Sie schien es auch zu mögen, denn sie hielt ganz still und schien die Flimmerkiste nicht mehr zu beachten. "Nicht von dir, meine Süße, von uns. Ich hätte schon mal Lust, auf eine etwas abenteuerlichere Umgebung." "Sicher. Bei unserem Glück bekommen wir bestimmt Zuschauer. Denk' nur an damals, wie uns Mike überrascht hat." "Ja und? Der hat doch noch nicht mal hingeguckt, deswegen frag' ich mich, warum du jetzt so verklemmt bist." Das war wohl der falsche Kommentar. Denn Helen richtete sich auf und schaute Chris an. "Ich. Bin. Nicht. Verklemmt. Nur wenn ich an das denke, was ich mal erreichen will, dann kann ich keinen Akteneintrag wegen 'Erregung öffentlichen Ärgernisses' gebrauchen. Es ist ja nicht so, dass ich keine Lust hätte." Das nahm Chris sämtlichen Wind aus den Segeln. Denn er wusste, dass Helen die Karriere heilig war. Da er nicht schon wieder streiten wollte, beugte er sich zu ihr rüber und gab ihr einen tiefen Kuss. "Was hältst du davon, wenn wir uns demnächst mal für ein paar Tage ein Klavier leihen und es in unserer Wohnung aufstellen?" Gleichzeitig öffnete Chris die obersten Knöpfe ihrer Bluse. Helen kicherte, als sie seinen Kommentar hörte. "Du bist unmöglich. Du willst dir also ein Klavier leihen, um mit mir darauf zu schlafen." "Oh ja, und das nicht nur einmal." Dann beschäftigte sich Chris mit Helens Halsbeuge und hauchte sanfte Küsse ihre Haut, was sie mit einem Seufzer beantwortete. Gleichzeitig tastete Chris nach der Fernbedienung und machte den Film aus, was Helen in diesem Moment gar nicht zu stören schien. Auch dass es keinen Kuschelsex gab, war wohl ganz in ihrem Sinne, denn sie biss nicht gerade sanft in Chris' Schulter. In diesem Moment schaffte er es, endgültig jeden Gedanken an Edgar zu verdrängen.
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