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Silent Conversation

© by Lady Charena ()

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir hier borgte. Die Story ist mein, "Fanfiction" - ich beabsichtige weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen. Wer unter 18 ist, bzw. sich am Inhalt dieser Story stören könnte, sieht sich bitte anderswo für passendere Unterhaltung um.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Star Trek-Sektion.

 

"Oh, Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue, Sie kennengelernt zu haben, Captain." Lady Ki'var'ni - die Ehefrau des Premierministers von Cha'vi - bewegte ihre vier Arme in einer Geste der Freude auf und ab. Ihre großen, violetten Augen leuchteten förmlich vor Begeisterung.

 

Doch, konnte er. Immerhin hatte sie ihm ihre Freude schon einige Male ausgiebigst mitgeteilt.

Ihr Gegenüber teilte diese Begeisterung nämlich nicht so ganz. James T. Kirk, Captain der Enterprise, zwang ein höfliches Lächeln auf seine Lippen.

"Ich fühle mich geehrt, Lady Ki'var'ni, hier sein zu dürfen." Wie er diplomatische Missionen hasste... Sein Kiefer begann vor Anspannung und Dauerlächeln bereits zu schmerzen. Er lauschte seit nunmehr drei Stunden dem einfach nicht enden wollenden Redeschwall der leutseligen Ministergattin und wies erste Ermüdungserscheinungen auf. Zudem kam, dass es mit Fortschreiten des Abends im Festsaal immer heißer wurde und - zu allem Überfluss - auch noch die traditionelle cha'vische Kleidung, die sie zu dieser Gelegenheit trugen, auf der Haut kratzte. Es war zum verrückt werden!

 

Unbehaglich rutschte er auf dem harten Stuhl umher und warf seinem Ersten Offizier einen sehnsüchtigen Blick zu. Spock saß zwar direkt neben ihm - an der Stirnseite des Tisches - aber er unterhielt sich bereits den ganzen Abend mit dem Premierminister.

Dich stört die Hitze natürlich nicht im geringsten, dachte er grimmig, die elegante Gestalt seines Offiziers betrachtend.

Lady Ki'var'ni erzählte derweil von ihrer ältesten Tochter und wie gern das Kind doch einmal einen echten Raumschiffcaptain kennengelernt hätte. Aber es war Kindern natürlich nicht erlaubt, am Begrüßungsbankett teilzunehmen.

Falls sie die Redefreudigkeit ihrer Mutter geerbt hatte, konnte ihm das nur recht sein...

 

* * * * *

 

Spock sah auf und bemerkte den leidenden Blick seines Captains. Ein ermunterndes Lächeln blitzte in seinen Augen auf, doch dann richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf den Premierminister.

 

* * * * *

 

Ich weiß, ich weiß. Wir sind hier nicht zum Vergnügen. Kirk war sich des stummen Tadels nur zu bewusst. Mit einem leisen Seufzen konzentrierte sich Jim wieder auf die redselige Lady, die - zur Abwechslung - auf ihre Sitznachbarin zur Rechten einsprach.

 

Karolyn Sanders, Angehörige des Diplomatenteams, das die Enterprise nach Cha'vi gebracht hatte, lächelte und verdrehte andeutungsweise die Augen, als sie Kirks mitleidigen Blick auffing.

Während Lady Ki'var'ni mit ihrem neuesten "Opfer" völlig in Beschlag genommen war - beschäftigte sich der Captain mit weit erfreulicheren Gedanken. Zum Beispiel damit, wie gut Spock die traditionelle cha'vische Kleidung stand...

Das enge, fast westenähnliche Oberteil ließ die Arme (eigentlich den größten Teil des Oberkörpers) unbedeckt, seine helle Farbe schmeichelte der Tönung vulkanischer Haut. Während sich die weite, lose Hose bei Kirks Größe eher als nachteilig erwies (sie war etwas zu lang und er lief ständig Gefahr, auf den Saum zu treten) - kleidete sie seinen 'Ersten' weitaus besser. Sein schwarzes Haar fing das leichte Flackern der Kerzen ein. Perfekt, bis zu den schmalen, bloßen Füßen. Cha'vi wies heißes, stellenweise sogar tropisch zu nen-nendes Klima auf - die einheimische Bevölkerung hatte somit wenig Bedarf für Schuhwerk.

 

Eine an ihn gerichtete Frage riss ihn aus seiner Tagträumerei - seine Gedanken beschäftigten sich inzwischen eher mit dem, was unter der Kleidung steckte... Und kurz darauf lausch-te er geduldig einem weiteren Monolog der Ministergattin.

 

* * * * *

 

Der Abend dehnte sich scheinbar endlos aus.

Nachdem das Essen beendet war, wurden allgemein überall in den Runden die Gespräche einfach weitergeführt. Jim Kirk nippte gelangweilt an dem weinähnlichen Getränk, das reichlich konsumiert wurde. Er stellte das Glas gerade zurück auf den Tisch, als etwas Heißes an seinem Bein entlangstrich. Ein erschrockenes Zusammenzucken unterdrückend und Lady Ki'var'ni geistesgegenwärtig die richtige Antwort gebend, schaffte er es einen Moment später, unter den Tisch zu spähen.

Nichts. Er hob den Kopf und sah direkt in die schillernden Augen seines Vulkaniers. Kirk spürte, wie seine Wangen heiß wurden. Verdammter Vulkanier!

 

"Irgend etwas nicht in Ordnung, Captain?", erkundigte sich Spock unschuldig. //ich vermisse dich, T'hy'la...//

"Nein, nein, alles in bester Ordnung, Mr. Spock." //na warte, das wirst du mir noch büßen...//

Wieder schlüpfte Spocks nackter Fuß unter den Saum der weiten Hose, seine Fußsohle strich langsam an Jims Bein hoch.

//ach wirklich??// Seine 'mentale' Stimme klang aufreizend trocken. //dann muss ich gestehen... ich warte mit einiger Ungeduld darauf...//

Jim starrte ihn ungläubig an, als der unbarmherzige Angriff auf seine Fassung einfach weiterging - und Spock gleichzeitig völlig unberührt mit dem Premierminister über irgendwelche agrartechnischen Errungenschaften sprach. Die Hitze, die von der Berührung des Vulkaniers ausging, breitete sich durch seinen ganzen Körper aus. Und Kirk spürte erste Schweißperlen auf seiner Oberlippe, die nichts mit der Raumtemperatur zu tun hatten. Verdammt, doch nicht hier, das wagt er nicht...

 

Nun, er wagte es doch. Eine recht detaillierte Vorstellung dessen, was Spock für den Rest der Nacht plante, schlich sich in sein Bewusstsein. Jim schloss für einen Moment die Augen, ihm war leicht schwindlig.

 

...ein heißer Mund, der seine Haut versengte...
 
...brennende Lippen auf seinen, auf seiner Brust...
 
...langsam tiefer gleitend...
 

//stop - bitte, Spock, ich halte das nicht aus...// Nur mit äußerster Mühe schaffte er es, die Worte nicht laut hinauszuschreien. Er öffnete die Augen und griff haltsuchend nach seinem Glas. Es half nicht viel. Zumindest nicht gegen die körperlichen Folgen der mentalen Liebkosungen, die langsam sehr sichtbar wurden...

 

* * * * *

 

Lady Ki'var'ni sprach weiter - doch er hörte ihre Worte kaum. Erst Spocks höfliche Stimme, die sie für einen Moment entschuldigte, brachte ihn zu voller Aufmerksamkeit zurück. Mit einem knappen Nicken in Richtung des Premierministers und seiner redseligen Gattin, folgte Kirk seinem Ersten Offizier. Plötzlich empfand er die lockere Weite cha'vischer Kleidung als äußerst vorteilhaft...

 

* * * * *

 

Sie traten auf eine Terrasse, nur wenig durch das Licht erhellt, das hinter ihnen durch die Tür fiel. Es war hier geringfügig kühler, da auf Cha'vi die Nacht anbrach. Einen Moment lang stand Kirk da, den Kopf in den Nacken geworfen und holte tief Luft.

"Schon besser", murmelte er. Dann fuhr er herum.

"Hast du den Verstand verloren?", fauchte er den Vulkanier an, der hinter ihm an der Wand lehnte, die Arme vor der Brust verschränkt. Doch im nächsten Moment war seine Wut verflogen und er trat zu seinem Bondmate. Wie angesichts des amüsierten Funkelns in Spocks Augen lange wütend sein...

//hast du mir nicht etwas versprochen, t'hy'la?//

//versprochen???// Heiße Lippen knabberten an seinem Ohrläppchen, jagten einen Schauer durch seinen Körper.

//hmhmm, sagtest du nicht vorhin etwas von - büßen...?//

Mit einem unterdrückten Aufstöhnen griff Jim nach Spock und zog ihn eng an sich. Ihre Lippen fanden sich, doch ihre stumme mentale 'Unterhaltung' ging weiter.

//kaltblütiger, gefühlloser Bastard// "Wie konntest du nur... mich vor all den Leuten so...", weiter kam Jim nicht, als ihm der Vulkanier den Mund erneut verschloss.

//hah, Commander - wo bleibt jetzt deine berühmte vulkanische Beherrschung?// Die Härte unter dem dünnen Stoff von Spocks Hose verriet ihm, dass ihr 'Gespräch' auch auf den Vulkanier nicht völlig ohne Wirkung geblieben war.

//vermutlich zuviel schlechter menschlicher Einfluß, T'hy'la. du hast mich eindeutig korrumpiert...//

Widerwillig lösten sie sich schließlich etwas voneinander, um Atem zu holen.

"Du siehst so verdammt sexy aus in diesen Klamotten", meinte Jim heiser. //ich könnte dich hier auf der Stelle...//

//ich fürchte, das wäre keine besonders kluge Idee, T'hy'la - so gut sie auch klingt. //

//es wäre unser Ende...// Ungeachtet dessen glitt eine heiße Hand unter die Weste des Menschen, zog weite Kreise auf glatter Haut, so kühl wie die Nachtluft.

"Stop! Bis hierher und nicht weiter. Oder ich vergesse meine gute Erziehung..." //ich wünschte, wir könnten jetzt gleich von hier verschwinden... du hast nicht zufällig irgendwelche genialen Vorschläge zu machen?//

Spock schüttelte den Kopf. "Ich fürchte - diesmal nicht. Du wirst es wohl durchstehen müssen." Ein angedeutetes Lächeln krümmte seine Lippen. "Aber wenn ich den Premierminister vorhin richtig verstanden habe, dauerte das Bankett ohnehin nicht mehr lange." //küß' mich noch einmal...//

"Denkst du nicht, wir sollten besser in den Saal zurück?", entgegnete Jim gedehnt. Ein wenig Rache...

//Jim!!//

Also hatte auch vulkanische Geduld ihre Grenzen - gut zu wissen... Mit diesem Gedanken folgte er nur zu gern der Forderung seines Bondmates.

 

* * * * *

 

Doch viel zu bald mussten sie sich voneinander lösen. Mit einem stummen Seufzen zog Jim seine Kleidung zurecht und nahm die Schultern zurück. "Gehen wir wieder rein, bevor wir vermisst werden", meinte er lustlos. Im Türrahmen blieb er stehen, drehte sich noch einmal zu Spock um, der ihm mit etwas Abstand folgte.

"Aber vielleicht lässt du für den Rest des Banketts besser deine Füße bei dir..."

 
Ende

 
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