Nein! Nein! Nein...
Meine eigenen Schreie wecken mich in blinde Dunkelheit.
Deinen Namen auf den Lippen.
Doch du bist nicht da.
Atemlos setze ich mich auf, das Licht geht an.
Streiche mir das feuchte Haar aus den Augen.
Meine Kehle ist rau, mein Mund trocken.
Werden die Träume nie enden?
Müde stehe ich auf.
Vermeide beim Vorübergehen den Blick in den Spiegel.
Ich kenne das Bild...
Blass, verquollen, meine Augen rot, als hätte ich geweint.
Doch ich habe keine Tränen...
Ich schauere - muss wohl ein kalter Tag draußen sein.
Oder ist es endlich Nacht?
Ich riskiere doch einen Blick Richtung Fenster.
Es ist Nacht.
Nicht, dass es einen Unterschied macht.
Ich kann so oder so nicht schlafen.
Ich setze mich an meinen Schreibtisch.
Hat doch auch etwas gutes...
Jetzt kann ich auch nachts arbeiten.
Mein Kopf tut weh.
* * *
Ich muss doch eingenickt sein.
Müde lege ich den Kopf in die Hände.
Nicht einmal die Arbeit kann mich heute Nacht ablenken...
Ich stehe auf, um mir etwas zu trinken zu holen, als ich es spüre.
Ein Gefühl... als wäre jemand hier.
Ich sehe mich um.
Und sehe dich vor mir stehen.
Nein - bitte... nicht das...
Ich kneife die Augen fest zu - fürchte, den Verstand zu verlieren.
Vorsichtig öffne ich die Lider.
Du bist immer noch da.
Langsam trete ich näher, strecke die Hand nach dir aus.
Als du nach meiner greifst und sich unsere Finger berühren...
Sanft umschließt du meine Hand.
"Ich dachte, ich habe dich verloren", flüstere ich schließlich.
Doch du schüttelst den Kopf.
"Ich habe dich nie verlassen, t'hy'la."
Deine Stimme bringt fertig, was nichts zuvor vermochte.
Ich spüre Tränen auf meinen Wangen.
"Ich habe dich so vermisst."
Deine Augen lächeln, als du meine Hand an die Lippen ziehst.
Du beugst dich vor, umschließt mein Gesicht.
"Ich bedauere so vieles, t'hy'la. So vieles blieb ungesagt zwischen uns."
Ich kann nicht atmen.
Oh, Gott, bitte... lass' dies real sein...
"Wir haben so vieles nicht geschehen lassen..."
Deine Lippen senken sich sanft auf meine.
Wie oft habe ich davon geträumt...
Dann richtest du dich auf.
Meine Hände kommen um deine Schultern, halten dich fest.
"Bleib', oh bitte. Lass mich nie wieder allein."
"Ich werde immer bei dir sein, t'hy'la", versprichst du.
Ich fühle noch einmal deinen Mund auf meinem, dann bin ich allein.
* * *
Ich öffne die Augen.
Ich sitze hinter meinem Schreibtisch, meine Wangen tränennass.
Vorsichtig öffne ich die Hand... das Rangabzeichen von deiner Uniform..
Ende