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Du & ich & Sonnenschein© by Lady Charena ()
Schritte, die Spock eindeutig als die seines Captains identifizierte, näherten sich ihm und er sah von dem Buch auf, in dem er bisher gelesen hatte. Jim ließ sich neben ihn in den weißen Sand fallen und streifte mit einem erleichterten Seufzen die Joggingschuhe ab. "Vielleicht solltest du deine sportlichen Aktivitäten doch lieber auf den Morgen oder den Abend verlegen, wenn es nicht mehr so heiß ist", merkte der Vulkanier an. "So macht es mir aber mehr Spaß", erwiderte Kirk und strich sich das schweißverklebte Haar aus der Stirn. "Spaß?", kam es ironisch von seinem Begleiter. "Ja, Spaß." Er streckte sich neben Spock auf dem Bauch aus, sah ihn an. "Du weißt schon - dass, von dem Vulkanier immer behaupten, sie würden nichts davon verstehen." Spock deutete ein Stirnrunzeln an. "Tatsächlich? Ich kann mich nicht daran erinnern, diese Behauptung aufgestellt zu haben." Jim griff nach ihm, erwischte den Kragen seiner Tunika und zog den Vulkanier zu sich her. "Du, mein Lieber...", flüsterte er, "... bist ja auch der lebende Beweis, dass es nicht wahr ist." "Offensichtlich", erwiderte Spock - vielleicht ein klein wenig selbstgefällig. "Hätte ich mich sonst mit dir gebunden?" "Du bist unmöglich..." Weiter kam er nicht, denn Spock verschloss ihm mit einem Kuss den Mund. Etwas überrascht - aber sehr erfreut - löste sich Jim von ihm, um ihn anzusehen. "Woher dieser plötzliche Sinneswandel?" "Sinneswandel? Ich versichere dir, ich..." Jim stoppte ihn, indem er einen Finger auf die schmalen Lippen legte. "Du weißt, was ich meine. Ein Kuss in aller Öffentlichkeit? Du legst sonst so großen Wert auf Zurückhaltung, Privatsphäre." In dunklen Augen funkelte es amüsiert. "Und das von einem Mann, der mir vor unserer Abreise einen fast zweistündigen Vortrag darüber gehalten hat, wie wichtig es ist - ich zitiere: 'im Urlaub von festgefahrenen Verhaltensweisen loszukommen, um sich zu entspannen.' Ich versuche deinen Ratschlag zu befolgen." "Das habe ich gesagt?", erkundigte sich Jim mit unschuldiger Miene. 'Wir werden heute abend sehen, wie entspannt du wirklich bist...' setzte er in Gedanken hinzu. "Das habe ich gehört", meinte Spock ruhig. Jim grinste und drehte sich auf den Rücken. "Gut - dann werde ich dir noch einen "Vortrag" halten - einen über die Auswirkungen von Sonne und Urlaub auf den menschlichen Hormonhaushalt..." "Ich könnte natürlich auch heute Abend diesen Artikel über die Karunda-Fliegen beenden, um den mich Professor Laren gebeten hat", fuhr der Vulkanier ungerührt fort. Jim drehte sich blitzartig wieder zu ihm herum. "Oh nein, das wirst du nicht", sagte er. "Das ist unser erster gemeinsamer Urlaub auf der Erde und ich werde nicht zulassen, dass du auch nur einen Moment davon mit irgendeinem wissenschaftlichen Artikel verschwendest. Das hat noch Zeit, bis wir wieder auf der Enterprise sind. Während dieser acht Tage, die wir hier auf Hawaii verbringen, will ich deine Aufmerksamkeit komplett auf mich gerichtet. Verstanden, Mister?" Er drehte sich auf den Bauch, legte mit einem Seufzen den Kopf auf die verschränkten Arme. "Mit meinen Ohren ist alles in Ordnung, Jim", erklärte Spock trocken. "Und über einen Mangel an Aufmerksamkeit kannst du dich wirklich nicht beklagen - darf ich dich an die Frau im Hotel erinnern, die versuchte..." "Sie wollte nur nett sein, als sie mich zu dieser Bootstour eingeladen hat. Sie dachte, ich waere alleine hier", verteidigte sich Jim. "Ach ja? Und dazu musste sie die Hand..." Spocks Hand klatschte deutlich hörbar auf das betreffende Körperteil... "dorthin legen?" "Aua." Mit einem gespielt-wütenden Aufschrei fuhr Jim auf, warf sich auf sein Bondmate und einen Moment später kugelten sie wie zwei balgende Hundewelpen durch den feinen Sand. Und lenkten damit nicht wenige Blicke auf sich. Schließlich waren sie nicht die einzigen Besucher am hoteleigenen Strand... Jim störte dies nicht im geringsten. Er drückte Spock in den Sand und sah auf ihn herab. "Entdecke ich da vielleicht eine Spur von Eifersucht?" Trotz seines Lächelns klangen seine Worte ernst. Spock griff nach Jims Hand, löste sie von seinem Oberarm und zog sie an die Lippen. Seine Zungenspitze umkreiste neckend den Ringfinger - streifte den schmalen Reif, den er selbst Jim vor fast drei Jahren an den Finger gesteckt hatte - und sog ihn für einen Augenblick in den Mund. "Nein", erwiderte er, nachdem er Jims Finger losgelassen hatte und lächelte. "Vulkanier neigen nicht zu Eifersucht." Kirk gab ein verächtliches Schnauben von sich. "Wer's glaubt. Und ich darf jetzt die nächsten zehn Minuten auf dem Bauch verbringen", flüsterte er in ein spitzes Ohr. "Oder wir erregen hier noch ein wenig mehr Aufsehen, weil ich dich an Ort und Stelle vernaschen werde. Was willst du dagegen unternehmen?" Der Vulkanier zog spöttisch eine Augenbraue hoch - und schüttelte dann sein Bondmate wie eine Ameise ab. Er griff seelenruhig wieder nach seinem Buch.
Jim ließ sich theatralisch in den Sand plumpsen und drehte sich auf den Bauch, die verdächtige Wölbung im Schritt seiner Shorts verbergend. Der Ausschnitt seines T-Shirts war verrutscht und zeigte ein Strichmuster auf leicht gebraeunter Haut, das eindeutig nicht dahin gehörte. Spock wies mit dem Kopf darauf. "Was ist das, Jim?" Kirk grinste und zog den Ausschnitt weiter herab. Eine Muschel hob sich in kunstvoll geschwungenen, zarten, Linien dunkel von seiner Haut ab. Eine Augenbraue schoss hoch. "Du hast dir eine Tätowierung machen lassen? Ich dachte, du hättest einen Scherz gemacht, als du gestern mit Mister Chekov darüber gesprochen hast." Jim schuettelte den Kopf. "Das ist nur Farbe", meinte er. "Spätestens, wenn unser Urlaub zu Ende ist, geht sie wieder ab. Ich bin beim Joggen auf eine Frau gestoßen, die ein Stück von hier einen Stand hat und solche Bilder auf die Haut malt." Sein Grinsen verbreiterte sich. "Und ich hab' noch ein paar davon." Auch die zweite Augenbraue schoss hoch. "Wo?" "Dass, mein Lieber, zeige ich dir auch heute Abend..."
* * *
"Erinnere mich daran, dass wir uns das nächste Mal einen Strand suchen, für den es nicht so strenge Vorschriften gibt", meinte Jim, als er sich einige Stunden später im Bad das T-Shirt ueber den Kopf zog. "Es ist die reinste Folter, bei dieser Hitze soviel Kleidung tragen zu müssen." "Du wolltest an einen Ort, an dem wir dem wir ungestört und unerkannt Urlaub machen können", erwiderte Spock. "Außerdem hat es dich vor den Folgen zu intensiver Sonneneinwirkung geschützt." "Du meinst Sonnenbrand?", kam es sarkastisch zurück. "Aber es brachte mich auch um das Vergnügen, mich von dir eincremen zu lassen." Spock trat ins Bad. Jim wandte ihm den Rücken zu... Er trat zu ihm, legte die Arme um ihn und presste seine Lippen auf eine besonders empfindliche Stelle in Jims Nacken. "Dazu müssen wir doch nicht an den Strand gehen, t'hy'la", meinte er. Seine Hand glitt über den Bauch des Menschen langsam tiefer... Jim grinste, als er sich an den Körper seines Partners schmiegte. "Oh, nein", erwiderte er. "Wir werden jetzt nirgendwo hingehen, als zuerst unter die Dusche und dann ins Hotelrestaurant. Ich bin am Verhungern." Seine Hand schloss sich um die wandernden Finger des Vulkaniers, hielt ihn auf. "Spock, ich bin wirklich hungrig." "Ich auch." Begleitete von einem sanften Biss in sein Ohrläppchen. Kirk drehte den Kopf und küsste sein Bondmate. "Später", versprach er und wand sich aus der Umarmung des Vulkaniers. "Ich geh' jetzt duschen - ohne dich, sonst landen wir nur wieder im Bett." Damit verschwand er in die Duschkabine, bevor Spock Gelegenheit hatte, einen genaueren Blick auf die Bilder auf seiner Haut zu werfen.
* * *
Jim wirkte irgendwie etwas grünlich um die Nase. "Das schmeckt widerlich", meinte er leise und legte den Löffel weg. Spock betrachtete die rötliche Flüssigkeit, in der winzige Blüten und Stücke eines grünen, spargelähnlichen Gemüses schwammen. "Ich habe dich gewarnt, dass dir tellurische Speisen nicht zusagen werden", meinte er ruhig. "Schon gut", zischte Jim. "Aber was mache ich jetzt damit?" "Du lässt sie zurückgehen", schlug Spock ungerührt vor. "Damit der Kellner was zum Lachen hat? Er hat mir ja ebenfalls abgeraten, diese.. Suppe... zu probieren. Nein, keine Chance." Jim sah sich um. Sie hatten ein stilles Eckchen erwischt, eine Reihe von Grünpflanzen bildete eine Art Raumteiler zum Rest des Restaurants. Kirks Miene hellte sich auf. Er nahm die Schale und kippte die ungenießbare tellurische Suppe in den nächsten Blumentopf...
* * *
Er hob hilfsbereit die Hüften. Schlanke Finger schoben sich in den Bund der Shorts, schoben sie langsam über sein Gesäß hinunter und befreiten ihn so von seinem letzten Kleidungsstück. Er wartete genießerisch darauf, dass Spock mit seiner Massage fortfuhr. Statt dessen schoss eine Augenbraue hoch und Spock setzte sich auf. "Jim!" "Was?" Jim öffnete die Augen. Eben noch hatte er sich ganz den Liebkosungen seines Bondmates überlassen und im nächsten Moment das... "Was'n los?" Er rollte sich auf den Rücken, um Spock anzusehen. "Kannst du mir das erklären?" Es schwang durchaus Kälte in diesen Worten mit. Uh-oh, das klang nicht gut. "Was?", fragte Jim. "Die Zeichnung auf deinem Gesäß." "Was ist damit nicht in Ordnung? Ich habe dir doch erzählt, dass mir eine Frau diese Bilder aufgemalt hat..." Jim klang irritiert. Was war nun schon wieder los? "Du hast von einer Muschel gesprochen." "Ja und?" "Diese Zeichnung stellt keine Muschel dar." "Was dann?" Allmählich verlor Jim die Geduld. Er hatte keine Lust auf eine endlose Diskussion im Bett. "Nun lass' dir nicht alles aus der Nase ziehen." Spock sah ihn verblüfft an. "Aus der Nase?", wiederholte er. "Ich verstehe nicht..." "Ist nicht so wichtig", unterbrach ihn Jim. "Sag' mir einfach, was dich daran stoert." "Es ist ein Herz, Jim, keine Muschel. Und in ihm steht: Jim + Spock. Falls du das als einen Scherz betrachtest..." Jim schuettelte den Kopf. "Ich hatte keine Ahnung davon. Ehrlich", setzte er hinzu, als er den ungläubigen Blick seines Bondmates sah. "Wir haben uns nur so allgemein unterhalten. Dass ich hier mit meinem Mann Urlaub mache und so..."
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