|
Bereits seit einer geschlagenen Viertelstunde suchte Spock nun nach seinem Bondmate. Doch Jim war wie vom Erdboden verschluckt. So groß war der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz nun auch wieder nicht, dass man einen Menschen nicht hätte finden können. Es wurde langsam dunkel und damit höchste Zeit, dass sie nach Hause gingen. Sara und Tommy gehörten ins Bett. Als sich Jim nicht auffinden ließ, überließ Spock die beiden McCoys und Scottys Obhut und machte sich auf die Suche. Irgendwo hier - in der Nähe dieses Lebkuchenstandes - hatten sie sich getrennt. Die Kinder wollten unbedingt die Schafe und den Esel in der "lebendigen" Krippe streicheln, Jim dagegen hatte sich - vom Hunger übermannt - auf einen Raubzug durch all die Stände begeben, die Süßes und Herzhaftes verlockend anboten. Also war Spock allein mit Sara und Tommy zu der Krippe gegangen. Am Eingang des Weihnachtsmarktes hatten sie sich dann wieder treffen wollen, um gemeinsam mit McCoy und Scotty nach Hause zu gehen. Nun, die beiden waren eingetroffen, ebenso Spock und die Kinder. Nur Jim tauchte nicht auf.
Spock drehte eine weitläufige Runde durch den äußeren Ring der in mehreren Kreisen angeordneten Buden. Dann endlich entdeckte er Jim. Das heißt, er stolperte quasi über ihn. Den von einer der Buden - an der kaum zu verkennen - alkoholische Getränke angeboten wurden, sprang plötzlich jemand auf und stürzte auf den Vulkanier zu. Bei diesem jemand handelte es sich um Jim. Allerdings stolperte er einen Schritt von seinem Bondmate entfernt und plumpste ziemlich unsanft - und wenig elegant - vor Spocks Füße. Jim sah strahlend zu ihm auf. "Hey, sei-seit wa-wa-wann gibt es ssszwei von d-dir?", meinte er und zog die Stirn kraus. Zwei? Spock beschloss, sich nicht darum zu kümmern. Er zog Jim auf die Beine. "Ich denke, es ist Zeit, dass du ins Bett kommst." Jim kicherte. "S-spp-ooo-cckkk!! Doch nicht hiiier. Vor all de-den Leu-Leuten", zischte er und sah sich blinzelnd um. "Natürlich, wie du meinst, t'hy'la." Spock erschien es weiser - und vor allem einfacher - einfach zuzustimmen. Er hakte Jim bei sich unter, um ihn auf den Beinen zu halten, denn sein Bondmate schwankte bedenklich. Und erst der... Duft... der von ihm aufstieg. Als wäre er mit Glühwein übergossen worden. "Ssssspock, issch liebe discchh", nuschelte Jim, den Kopf an Spocks Schulter gelegt. "Auch - hick - wenn esss dischh - hick - jetzt ssszweimal gibt. Macht nix. Do-doppelt hält - hick - besscher..." "Natürlich, Jim." Spock schüttelte den Kopf und seufzte leise. "Nur du bist einmalig. Aber wir gehen jetzt wirklich besser nach Hause. Die Kinder sind sicher bereits im Bett und warten auf ihren Gute-Nacht-Kuss von dir." Jim strahlte ihn an. "Ge-genau. Hick. Isch will auch 'nen Kuss!" "Später, Jim. Sobald wir Zuhause sind." "Gu-hick, gut. Aber isch will sssszwischen eussch beide - hick - in die Mitte..."
|