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Wüste Scherze© by Lady Charena ()
"Puh, diese Hitze. Ich brauche erst einmal etwas zu trinken", murmelte er, als er in seine Garderobe trat. "Im Sommer zu drehen ist..." "Eine Dusche könnte dir auch nicht schaden." "Wer zum...?", er fuhr herum. Und begann zu grinsen. "Was machst du denn hier?", fragte er und streckte seinem Besucher die Hand entgegen. "Und noch dazu in vollem Kostüm. Warst du auf einer Werbeveranstaltung, oder so was?" Seine Hand wurde ignoriert. Dafuer hob der Besucher eine Augenbraue. "Du weißt genau, warum ich hier bin", erklärte der Vulkanier, ohne auf seine letzte Bemerkung einzugehen. "Denkst du nicht, es ist an der Zeit, dass du dein Schmollen beendest und zu uns zurück kommst, Jim?" Der andere starrte ihn an. "Jim? Ich verstehe nicht..." Dann hellte sich seine Miene auf. "Ist das irgendein Scherz, den du dir ausgedacht hast, Len? Versteckte Kamera?" Er lachte, ließ sich in einen Sessel fallen und streckte die Beine aus. "Okay, ich bin darauf reingefallen. Einen Moment dachte ich tatsächlich, Spock wäre hier aufgetaucht." Er wischte sich die Stirn ab und betrachtete seinen Besucher näher. "Hast du ein neues Make-up ausprobiert? Sieht aber verdammt echt aus." Spock runzelte die Stirn. "Ich kann dir versichern, dass ich sehr wohl 'echt' bin", erwiderte er etwas steif. Der andere grinste. "Okay", erwiderte er und hob die Hände. "Ich spiel' mit, Mr. Spock. Aber dann nenn' mich bitten auch T.J." "T.J.?", wiederholte der Vulkanier. "Was soll das, Jim?" Diesmal wartete er nicht auf eine Antwort, sondern fuhr fort. "Denkst du nicht, du hast lange genug geschmollt? Natuerlich erwarte ich nicht, dass du begeistert bist, aber ich werde nur fuer zwei Monate an der VSA sein." Seine Gesichtszüge wurden merklich sanfter und er stand auf, um zu dem anderen Mann zu treten. "Du musst dir keine Sorgen machen, Jim. Ich versichere dir, dass ich keine Absichten habe, auf Vulkan zu bleiben." Er kniete sich vor ihm auf den Boden. "Du kannst also dieses... Spiel... aufgeben und mit mir auf die Enterprise zurückkehren, t'hy'la." Spock beugte sich vor, um den völlig verdatterten Mann zu küssen...
In diesem Moment ertönte ein hartnäckiges Piepsen. Der Vulkanier warf ihm einen bedauernden Blick zu, kam geschmeidig auf die Beine und zog den Kommunikator vom Gürtel. "Ja, Mr. Scott?" "Mr. Spock? Sind Sie heil angekommen?", tönte eine wohlbekannte Stimme aus dem Gerät. Der Mann im Sessel murmelte etwas von einem Haufen Verrückter... "Natürlich, Mr. Scott", erwiderte der Vulkanier etwas schärfer als sonst. Er hatte sich für das Gespräch mit Jim extra ausgebeten, nicht gestört zu werden. Es hatte schließlich zwei Tage gedauert, bis sie ihn aufgestöbert hatten. "Was kann ich für Sie tun?" Das war nun eindeutig sarkastisch... "Ich hatte so eine komische Anzeige während des Beamens. Die Koordinaten sind einen Moment wie verrückt geschwankt, bevor sie sich wieder stabilisiert haben. Ich wollte mich nur vergewissern, dass Sie in der richtigen Zeit und am richtigen Ort gelandet sind." Eine Stimme im Hintergrund. "Hier ist noch jemand, der Sie sprechen müchte." "Spock?", tönte nun eine andere, unverkennliche Stimme aus dem Kommunikator. Und die Augenbrauen des Vulkaniers schnellten an den Haaransatz hoch. Er wirbelte zu dem Mann herum, der ihn noch immer verwirrt ansah. "Jim?", fragte er. "Ja. Spock, wo zum Teufel steckst du? Wir sind zwar gebunden, aber ich werde doch einmal für zwei Tage allein Urlaub machen dürfen, ohne dass du mir gleich hinterher schnüffelst." "Jim?" Manchmal hatten eben auch Vulkanier eine lange Leitung... "Wo bist du?" "Na, hier. An Bord der Enterprise." Sein Tonfall änderte sich, wurde einschmeichelnder. "Hör' mal, warum beamst du nicht rauf und wir besprechen das ganz in Ruhe, ja?" Spock räusperte sich. "Natürlich. Nur einen Moment, bitte. Ich habe hier... zuerst noch etwas zu erledigen. Spock Ende." Er klappte das Gerät zu und verstaute es wieder an seinem Gürtel. Dann wandte er sich dem anderen Mann zu. "Bitte entschuldigen Sie mein Eindringen hier", meinte er. "Aber Sie haben eine geradezu... außergewöhnliche Ähnlichkeit mit meinem Bondmate." Er drückte eine Taste an seinem Kommunikator. "Faszinierend..." Dann verschwand er in einem Funkenschauer.
Zurück blieb ein ausgesprochen verwirrter William Shatner. Nach einem Moment stand er auf und riss die Tür auf. "Okay", meinte er zum Drehteam, das sich um einen Tisch mit Erfrischungen versammelt hatte. "Ich habe keine Ahnung, wie ihr das angestellt habt. Aber ich bin darauf reingefallen. Richtet dem Typen, der Spock gespielt hat, meine Glückwünsche aus - er ist besser als Leonard Nimoy." Damit knallte er die Tür wieder hinter sich zu, zupfte ungeduldig an seinem Hemd. Warum mussten Polizisten ausgerechnet schwarz tragen... und gönnte sich erst einmal einen Drink. "Sonnenstich", meinte einer der Kameramänner und wies sich vielsagend auf die Stirn.
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