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Patrouille© by Aphelion ()
Verwesungsgeruch kriecht unter den Trümmern hervor. Sein Finger gleitet an meinem Arm hinauf, die Nägel kurz und schwarz lackiert. Der silberne Totenkopfring an seinem Daumen glitzert für einen Augenblick im Mondlicht auf. "Angst?" Ich beiße die Zähne zusammen. Was für eine Ironie - hier stehe ich, inmitten der Überreste meiner alten Highschool, und nichts scheint sich geändert zu haben. Noch immer werde ich die Dämonen nicht los. Aber diesmal gebe ich nicht klein bei, diesmal werde ich nicht vor Spike zurückstecken. Diesmal mache ich das Spiel mit. "In deinen Träumen, du zahnloser Furz!"
Mist. Das Falsche gesagt.
Seine Augen nehmen diesen Glanz an, diesen speziellen Glanz, kurz bevor er immer.... Na bitte. Gut gemacht, Xander, jetzt hast du Spike im Vampirmodus vor dir... Fuck Buffy und ihre Patroullienaufteilung! Fuck. Sein Gesicht ist plötzlich beängstigend nahe, und obwohl ich weiß, dass er mir nichts tun kann, dass er mich mit dem Chip nicht verletzen kann... "Letzte Chance, Kleiner."
Shit.
Der Blick aus seinen gelben Augen bohrt sich in mein Hirn, windet sich weiter in meinen Körper... Ich kann jetzt keinen Rückzieher machen, er würde mich den Rest meines Lebens damit verarschen. Okay, Xan, du kannst das. Es ist nur ein Kuss. Sonst nichts. Ja klar. Träum weiter. Einen Kuss mit Spike im Vampmodus ist alles andere als 'nichts'. Warum müssen Männer sich immer beweisen? Ich verziehe gelangweilt meine Lippen. "Was ist, Blondie, lassen dich deine Eier im Stich?" Bist du WAHNSINNIG? Was REDEST du da? Irgendjemand stopfe mir das Maul... bitte! Seine Augen verengen sich, er knurrt. Ich sehe seine Fangzähne... Die Hand an meinem Arm greift plötzlich fester zu, zieht mich an ihn heran. Oh Shit. Oh FUCK. Ich kann das Leder seines Mantels riechen, den kalten Zigarettenrauch. "Wir sind offenbar mutig heute. Gib Acht, Xan-boy, du könntest dir mehr einhandeln, als du bewältigen kannst." Los jetzt, Xan, nicht zurückstecken, nicht aufgeben! ANTWORTE! "Du bist ja ganz schön eingenommen von dir, Zombie!" Mir bleibt nur mehr die Flucht nach vorne, wenn ich die Oberhand behalten will, und ich packe Spike im Nacken. Ziehe ihn vollständig heran.
Presse meine Lippen auf seine.
Kü-.... küsse ihn.
...
Eeeewwww.
Ich küsse einen Toten.
Eine Hand greift plötzlich an meinen Hintern. Ups. Einen sehr lebendigen Toten. Okay, da stehen wir nun, unsere Lippen kleben aneinander. An ziemlich genau der selben Stelle, an der Mrs. Whiteman mir mal vor versammelter Klasse die Leviten gelesen hat. Und nun? Wie lange soll das jetzt gehen? Wann kann ich mich mit Würde zurückziehen? Wann habe ich gewonnen? Wann... WAS ZUM TEUFEL--? Reflexartig will ich weg, als ich eine Zunge spüre, aber ich stelle fest, dass mein Kopf von Spikes anderer Hand unbeweglich gehalten wird. Das... so war das nicht abgemacht! Von Zunge war nie die Rede! Okay, okay, denke. Denke! Was jetzt? Aufgeben? Keine Chance. Aber... Zunge?
Örks.
Was für ein beschissener Abend.
Innerlich zu einem Entschluss kommend öffne ich meinen Mund, schalte meine Gedanken ab und taste mich zögernd mit meiner Zunge vor. Oder zumindest will ich das, doch kaum ist die Barriere verschwunden, hat Spike bereits die Initiative ergriffen und plündert meinen Mund. Er plündert, anders kann man das gar nicht nennen. Mit aufgerissenen Augen starre ich den Dämon vor mir an, sämtliche Planung über den Haufen geworfen. Seine Zunge ist kalt. Sie ist überall. Er öffnet seine Augen wieder, wir sehen uns an. Oh. Mein. Gott. Ich starre einem der bösartigsten, geistesgestörtesten und abartigsten Vampire, die es gibt, unmittelbar in die toten Augen.
Ich küsse ihn.
Nein, ich werde geküsst. ... Okay, damit kann ich vielleicht... so geht es, ja.
Ich küsse nicht, ich werde geküsst.
Ich ertrage seinen Blick nicht mehr und schließe meine Augen. Im selben Moment beginnt sich die Hand an meinem Hintern zu bewegen, ganz leicht, knetend. O-oh. Und seine Zunge wird nachgiebiger, anschmiegsamer... Ich zwinge mich, ruhig ein und auszuatmen. Er hat irgendwie... keinen Eigengeruch, nur das Leder und die Zigaretten. Menthol. Werden seine Lippen wärmer? Vielleicht sind meine nur kalt geworden. Ich realisiere, dass meine Zunge ein Eigenleben begonnen hat, sie spielt, stubst, reibt... die Hand an meinem Po wandert ein klein wenig höher... wie kommen meine Arme um Spikes Nacken? Ein Bein zwängt sich sanft zwischen meine Knie, zwingt mich, einige Schritte nach hinten zu stolpern, den Kontakt nicht unterbrechend folgt er mir, bis ich an etwas lehne... der Rest des Pultes? Ja, ich spüre die Kante, der Tisch steht etwas schief. Wow. Was war das? Er hat gerade irgendwas mit seinen Zähnen gemacht, ganz zart... meine Zungenspitze stößt vorsichtig an einen Fangzahn, gleiten an ihm entlang, rauf, runter... ich unterdrücke einen kleinen Überraschungslaut, als ich mich an der nadelscharfen Spitze verletze. Autsch. Und Spike knurrt. Autsch. Keine gute Idee, Blut, Vampir, Zähne.... Er löst sich von mir, und ich denke 'Gott sei Dank, vorbei', doch sofort hebt er mich hoch und platziert mich auf dem Tisch, und noch bevor ich 'hä?' sagen kann hat er wieder meinen Kopf gepackt, diesmal mit beiden Händen, und unsere Münder verschmelzen wieder, unsere Zungen tanzen, oder vielmehr er saugt an meiner, kostet mein Blut, diesen lächerlichen Tropfen... Ich spüre seine Hand in meinem Kreuz, auf meinem Oberschenkel, sie wandert höher und ohmeingottWASTUTERDA? Ich keuche in seinen Mund, spüre wie er grinst, spüre wie er greift, wie er seine Hand schließlich einfach nur liegen lässt und er leicht in meine Unterlippe beißt, nur ganz wenig, es tut nicht lange weh. Dann saugt er auch an dieser Stelle, und ich kann nicht verhindern, dass mir warm wird. War das ein Wimmern, das ich gerade von mir gegeben habe? Ach, scheiß drauf! Ich schlinge meine Arme wieder um Spikes Schultern, rücke näher an ihn ran, öffne meine Beine weiter, drücke meinen Schritt fester in seine Hand. Aahhh... genau so... ja... seine Zunge hat inzwischen begonnen, rhythmisch in meinen Mund vorzustoßen, er macht dabei diese kleinen Laute, so wie winzige Stöhner. Ich gebe nach. Okay, ich gebe nach. Und? Ist doch nichts dabei, einfach nur ein Kuss, den ich auch genießen will. Meine Sinne werden schärfer, ich höre mich atmen, höre uns küssen. Von ihm kommt logischerweise nichts, Tote atmen schließlich nicht.... Und dann wird unser Kuss langsamer, tiefer, weicher, seine Hand gleitet von meiner Hose weg, über meinen Bauch, meine Brust hinauf, bis sie sich schließlich zu seiner anderen Hand in meinen Haaren gesellt. Ich spüre, dass es bald zu Ende sein wird. Er knabbert an meinen Lippen, küsst mich noch ein paar mal leicht, und als ich meine Augen öffne sehe ich, dass er längst wieder sein menschliches Gesicht hat.
Schließlich lösen wir unsere Münder vollständig voneinander und unsere Blicke bleiben aneinander hängen.
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