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Peinliche Angelegenheiten© by Mel X ()
"Agent Scully, Agent Mulder?" langsam öffnete Skinner die Tür zu ihrem Büro. Es war dunkel. "Ist jemand da?" "Oh Sie hier, Sir?" Mulder kam gerade aus der hintersten Ecke des Büros und versuchte seine Krawatte in Ordnung zu bringen. Er schaltete das Licht ein und gab es auf, der Knoten wollte einfach nicht gelingen. "Ich,...," Skinner fing an zu stutzen als Scully aus der gleichen Ecke kam und sich ihren Rock glattstrich. Er räusperte sich. "Ich wollte Sie Samstag, also Morgen, zu mir einladen. Ich gebe eine Feier zu meinem Geburtstag und ich wollte ihn dieses mal etwas anders feiern. Nicht nur mit den Verwandten sondern auch mit einigen meiner Agenten und Freunden." "Sehr gerne." rief Scully aus der Ecke und kam Mulder so zuvor. "Um wieviel Uhr denn?" fragte nun Mulder. "Um 13:00 Uhr etwa, ich gebe ein Mittagsbuffet." "In Ordnung, Sir." Er wollte sich gerade wieder umdrehen als Skinner ihn festhielt. "Ach und Agent Mulder?" "Ja Sir?" verwundert sah er ihn an. Skinner beugte sich etwas zu ihm. "Sollte ich etwas wissen?" fragend nickte er auf seine Krawatte die immer noch locker um seinen Hals hing und dann auf Scully die an ihrem Rock herumhantierte. "Ach so." Mulder begann zu lachen. "Nein, nicht das wonach es aussieht, Sir. Ich habe aus versehen einige Dias herunterfallen lassen als das Licht bereits aus war. Und Scully wollte mir beim Suchen helfen. Jedenfalls stand sie auf einmal auf meiner Krawatte und als ich aufstehen wollte, riß ich ihren Fuß weg. Sie fiel dadurch hin und..." "Es ist okay Agent Mulder. Ich dachte nur das Sie endlich..., eh,... nun, ich gehe dann mal." Und schon war er weg. Mulder begann loszuprusten. "Er dachte doch nicht etwa...?" Aber weiter kam Scully nicht, denn als sie Mulders bestätigendes Kopfnicken sah, mußte sie einfach mit lachen. Als sie sich nach einer schier endlosen Zeit wieder beruhigt hatten, sah Scully Mulder nachdenklich an. "Was werden Sie morgen anziehen?" Mulder dachte nach. "Ich glaube nicht, daß ich die Krawatte mit dem leuchtenden Alien anziehen kann." Scully konnte sich ihr Grinsen nicht verkneifen. "Sie werden doch wohl noch etwas anderes haben." sagte sie, aber als sie Mulders Blick sah wußte sie das sie unrecht hatte. "Das glaube ich einfach nicht!" Sie verdrehte die Augen, als sie Mulders klägliche Versuche sah seine Krawatte zu binden. "Kommen Sie her!" "Aber immer doch." Er ging auf sie zu. "Mulder, Sie müssen schon etwas tiefer kommen." "Was wollen Sie denn machen?" fragte er grinsend. "Nicht das was Sie wieder denken." "Aber Scully, ich doch nicht. Aber wo sie es schon ansprechen..." "Mund halten und 'runterbeugen!" Langsam beugte er sich hinunter und konnte ihren warmen Atem in seinem Gesicht spüren. Er starrte sie an. Sie schien es nicht zu bemerken. Er hoffte das dieser Moment lange dauern würde, er atmete ihr Parfum ein und beobachtete ihre Zungenspitze, die rasch über ihre Oberlippe huschte, als sie geschickt den Knoten band. "Sehen Sie, so geht das!" sagte sie triumphierend und ging einen Schritt zurück. >Schade!< dachte er. "He, wo haben Sie das gelernt?" "Bill hat sich damals genau so,..., so..." "Wie denn? Na? Nun raus mit der Sprache!" "... so tolpatschig angestellt. Also habe ich es mir selbst und dann ihm beigebracht." "Ich und tolpatschig?! Pah! Das bin ich NICHT!" sagte er und wollte gerade den Diaprojektor anschalten als er über einen seiner Aktenstapel fiel. "Autsch." Scully schmetterte ihm ihr ich-habe-es-doch-gewußt-Grinsen entgegen. "Na gut, vielleicht nur heute." gab er zu und beide begannen erneut zu lachen. "Nun im ernst Mulder." Scully wischte sich die Tränen weg, die ihr vom Lachen über das Gesicht liefen. "Haben Sie wirklich nichts anderes anzuziehen? Was ist mit dem schwarzen Anzug, den Sie letzte Woche anhatten?" "Der hat bei der Verfolgungsjagd den Geist aufgegeben und ich glaube kaum das ich sonst noch etwas passendes für diesen Anlass habe." Er machte eine nachdenkliche Pause. "Nun,..., es ist gleich Mittagspause. Wollen Sie mich nicht modisch beraten? Dann könnten wir in das neue Einkaufscenter gehen, mir etwas passendes suchen und dann essen gehen." Scully überlegte einen Moment, nickte dann aber zustimmend. Gesagt, getan.
Das Einkaufscenter war erstaunlich leer, einige Leute liefen herum und verteilten kleine Präsente zur Neueröffnung. Sie suchten einem Laden, in dem es etwas entsprechendes gab. Nach nach einiger Zeit des Umherirrens fanden sie einen Laden mit großer Auswahl. >Mulder geht mit mir einkaufen, ich glaube es nicht, ich freue mich richtig darüber< "Mulder, das ist doch nicht Ihr ernst?!" >Ich bereue es!< Er sah sie verständnislos an und hing die Krawatte wieder weg. "Hier, nehmen Sie das, diese, dieses, ...hm..., und die hier." Behangen wie ein Weihnachtsbaum trollte er sich zur Kabine. "Ich gucke weiter ob ich noch etwas passendes finde!" rief sie ihm hinterher und sie erhielt ein zustimmendes "Yep".
Mühsam pellte er sich aus der Kleidung und stand nur in Unterhosen da. Er sah das Hemd an, das sie ihm ausgesucht hatte. >Hm..., mal sehen ob sie die Größe richtig erraten hat.< grinste er in sich hinein.
"Mulder, ich habe noch eine passende Hose gefunden." rief sie fröhlich und stürmte Richtung Kabine. Ohne nachzudenken riß sie den Vorhang zur Seite und stand einem fast nackten Mulder gegenüber, der sie mit weit aufgerissenen Augen ansah. Eine Entschuldigung murmelnd drehte sie sich um und zog den Vorhang wieder zu. Sie war nicht fähig wegzugehen, sondern stand nur da. Den Rücken der Kabine zugewandt. >Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Wie peinlich!< dachte sie und erst jetzt, als sie ihre Augen schloß und tief einatmete, wurde ihr klar was sie gesehen hatte. Ihr Geist spielte die Situation noch einmal durch. Sie war in die Kabine gestürmt und hatte in einem Bruchteil von Sekunden reagiert, sich umgedreht und den Vorhang wieder zugezogen. War das alles? Nein. In dieser kurzen Zeit hatte sie sich jeden Millimeter seines Körpers eingeprägt. So stark, ausdrucksvoll, die Muskeln vor Überraschung angespannt. Ihr Körper hatte sich benommen, als wenn sie ein Teenager wäre, der das erste Mal einen fast nackten Mann gesehen hatte. >Ganz ruhig.< Sie bewegte sich kein bißchen. >Atmen. Tief durchatmen.< Es half nicht. Ihr Körper begann zu zittern. Sie fühlte sich als wenn sie Schmetterlinge im Bauch hatte.
Mulder stand da und überlegte, was er tun sollte, aber ein Grinsen konnte er sich nicht verkneifen. >Sie sah so überrascht aus. Dabei habe ich doch nicht weniger an als jeder andere, der schwimmen geht.< Er zog sich schnell das Hemd an und angelte die Hose, die Scully vor 'Schreck' fallengelassen hatte, hinter dem Vorhang hervor. Er atmete noch einmal tief durch und wagte einen verstohlenen Blick nach draußen. Scully stand regungslos vor der Kabine und hatte ihm den Rücken zugewandt. Leise zog er den Vorhang auf und legte langsam eine Hand auf ihre Schulter. "Was...?" sie zuckte zusammen. Im nächsten Moment drehte sie sich um und landete in Mulders Armen. >Mmmm... riecht gut.< dachte sie als sie sich unbewußt an ihn schmiegte. Nach einem kleinen Augenblick wurde sie sich ihrer Situation bewußt. Sie schielte nach oben und sah wie Mulder zufrieden lächelte. "Äh,..." "Scully? Ist alles in Ordnung?" er klang leicht amüsiert aber auch sehr glücklich. "Jaja!" sagte sie schnell und ging einen Schritt zurück. "Und?" fragte er und sah sie erwartungsvoll an. "Und was?" "Na wie sehe ich aus?" "Ach so,..." sie sah ihn an. >Gut, dass er nicht darüber spricht< dachte sie sich. Als er merkte wie sie ihn musterte, erlaubte er sich den Spaß und drehte sich wie ein Modell. "Stop!" "Hä?" "Wo ist die Krawatte?" "Och,..., die ist noch in der Kabine." "Warum haben Sie sie nicht um?" Er lächelte sie schief an. "Na gut. Holen Sie sie, ich binde Sie Ihnen um." Sie schüttelte den Kopf und wartete einen Moment. "Hier ist sie. Soll ich mich wieder 'runterbeugen?" "Wenn ich nicht gewachsen bin oder Sie geschrumpft sind, ja." Langsam näherte er sich ihr wieder. Als er so dastand versuchte er etwas Neues. Er stupste leicht mit seiner Nase gegen ihre. Sie verharrte einen Moment. Keine Bewegung kein Zwinkern aber sie sah ihm direkt in die Augen und unmerklich lief beiden ein kalter Schauer über den Rücken. >Oh Mulder, wenn Sie wüßten, was Sie mit diesem Blick anrichten.< Nach einem kurzen Moment widmete sie sich wieder seiner Krawatte. "Fertig." >Eigentlich schade, es war schön ihn so nah bei mir zu haben< sie lächelte kaum merklich. Auch Mulder lächelte zufrieden. Er richtete sich wieder auf und stand mit einem fragenden Blick da. Als Scully seine Augen sah sagte sie: "Das sieht gut aus." "Nur 'gut'?" Ein patentierter Scully-Blick flog ihm entgegen. >Eigentlich sieht er zum anbeißen aus< "Ja 'gut' Mulder." "Na gut." Als er sich wieder umgezogen und alles bezahlt hatte, entschieden sie sich erst einmal etwas essen zu gehen.
"Nun, Scully, was möchten Sie denn essen?" fragte er neugierig hinter der Speisekarte und schielte in ihre Richtung. "Hm, ich glaube ich nehme einen Salat." "Was? Es gibt hier so viele leckere Sachen und Sie spielen Hase?!" "Ja und? Ich habe nun einmal keinen Appetit auf Fleisch." "Ist ja gut. Ich dachte nur Sie sollten etwas mehr essen. Vielleicht würden Sie dann etwas wachsen. Dann bräuchte ich mich nicht mehr zu ihnen hinunterbeugen, damit Sie meine Krawatte binden können." Sein Lächeln zog sich bis zu seinen Ohren. "Aua! War das jetzt ein Grund mir gegen das Schienbein zu treten?" Nun begann Scully zu grinsen. "Oh ja! Das war ein Grund und nun lassen Sie uns essen."
Nach dem Essen setzten sie sich auf eine der Bänke. "Scully?" "Hm?" "Was werden Sie Skinner schenken?" "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Wissen Sie etwas?" "Nein. Aber wir könnten ihm zusammen etwas kaufen." lächelnd sah er zu ihr herüber. "Das könnte man machen, aber was?" "Wie wäre es wenn wir ihm eine dieser niedlichen Alien-Stoffpuppen kaufen?" "Das ist nicht Ihr Ernst?! " fragte sie verärgert. "Na ich meine es würde doch passen..." "Hm,..., wir könnten ihm auch einen String-Tanga schenken." "Es war ein Scherz Scully! Sie könnten doch bei seiner Frau anrufen." stellte er fest. "Warum tun Sie das nicht?" "Ich kann nicht bei ihr anrufen." "Warum nicht? Haben Sie etwa Angst?" "Nein, ich..., bitte tun Sie es... sie hört bei mir nicht auf zu reden." er setzte seinen Hundeblick auf. "Oh Mulder. Das ist unfair. Sie wissen das ich Ihnen nicht widerstehen kann, wenn Sie mich so ansehen... Na gut, aber ich habe die Nummer nicht." "Hier!" Er sprang auf und rannte los. >Bevor sie es sich anders überlegt< "MULDER? Was soll das?!" "Ich komme gleich wieder." Sie wählte die Nummer und es dauerte nicht lange bis abgehoben wurde. "Guten Tag, Mrs Skinner. Hier ist Dana Scully. Ich bin..." ... "Sie kennen mich?" ... "Ja genau. Ich hätte nur eine kurze Frage an Sie." ... "Sie haben es erraten." ... "Das ist eine wunderbare Idee." ... "Vielen Dank. Wir kommen dann nachher vorbei." ... "Tschüs." Mulder kam gerade wieder, mit einer Tüte in der Hand. Sie sah ihn lächelnd an. "Wir waren nicht die Einzigen, die sie angerufen haben." "Und?" "Alle wollen zusammenlegen und ihm eine..." Sie sah auf die Tüte in seiner Hand "...was haben Sie da in der Tüte?" "Oh, ich dachte,..., ich meine ich bin froh das Sie angerufen haben und da ich ihnen damals ihr 'Tofu-Eis' weggenommen habe, habe ich ihnen als Dankeschön eines geholt." Strahlend hielt er ihr die Tüte hin. "Und Sie nehmen es mir nicht wieder weg?" "Nein." Mißtrauisch sah sie ihn an. "Ehrenwort Scully." "Na gut." Langsam nahm sie das Eis aus der Tüte, beobachtete dabei aber ihren Partner aus dem Augenwinkel. "Wir fahren nach der Arbeit bei ihr vorbei und bringen ihr das Geld." nuschelte sie mit dem Mund voll Eis. "Äh Scully, ich kann nach der Arbeit nicht." "Warum das?" "Ich bin mit Byers, Langly und Frohike verabredet." "Na wenn das so ist." Sie gingen wieder zurück ins Büro, um den restlichen Arbeitstag zu bewältigen.
Am Abend hatte Scully sich dann auf den Weg zu Skinners Frau gemacht, um ihr das Geld zu geben. Nach einer kurzen Unterhaltung hatte sie sich schließlich auch schon wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Als sie zu Hause angekommen war, fiel sie müde ins Bett. Sie wollte schlafen, aber immer wenn sie die Augen schloss, erschien ihr das Bild von Mulder in der Umkleidekabine vor dem geistigen Auge. Sie seufzte. Wenn sie sich vorstellte, wie sie in die Kabine gegangen wäre und seinen Rücken und seine Brust liebkost hätte... Bei diesem Gedanken wurde ihr heiß und kalt. Schließlich schlief sie mit diesem Gedanken ein.
Mulder war in der Zwischenzeit noch immer bei den Lone Gunmen, wollte aber gerade aufbrechen. "Mulder?" "Was ist denn Byers?" "Warum sagst Du Scully nicht einfach das Du sie liebst?" Mulder fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen. "Wie kommst Du denn darauf?" Nun redete Langly weiter. "Es ist doch offensichtlich, oder? Ich meine wie Du sie ansiehst, eure Blicke knistern doch schon vor Spannung! Mulder, wir sind nicht blind. Das scheint nur ihr beide zu sein." "Ich..., äh..., das geht nicht!" "Warum nicht?" "Nun..., was ist wenn Sie nicht genauso empfindet?" "Versuche es. Du wirst es nie erfahren, wenn Du es nicht wagst." >Da ist etwas wahres dran< "Gut ich versuche es. Wenn die richtige Situation gekommen ist." Er ging aus der Tür. "Das wollen wir sehen!" riefen sie ihm hinterher.
Am nächsten Tag wachte Mulder zufrieden auf. >Was werde ich heute machen? Oh, Skinners Geburtstag. Scully. Ich werde ihr heute meine Liebe gestehen. Ja das werde ich machen.< Das nahm er sich zumindest vor. Er sah auf die Uhr. >Oh Gott es ist schon halb 12 Uhr ??< In einer halben Stunde wollte Scully hier sein. Er sprang auf. >Duschen< Er fiel vor Hektik fast über die Turnschuhe, die vor seinem Bett standen.
Scully saß in ihrem Auto und war auf dem Weg zu Mulders Apartment. Als sie an einer roten Ampel halten mußte dachte sie wieder an den Vorfall von gestern, er ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Nachdem die Ampel wieder grün geworden war, fuhr sie weiter und versuchte sich auf auf die Straße zu konzentrieren. Nach einer endlosen Zeit, so kam es ihr zumindest vor, kam sie bei Mulders Apartment an. >5 vor 12. Gut, ich bin pünktlich.< dachte sie als sie in den Fahrstuhl stieg. Als sie oben war ging sie zu seiner Tür und klopfte. >Mulder, fast nackt, in der Umkleidekabine - denk' an etwas anderes!< wieder lief es ihr eiskalt den Rücken runter. >fast - nackt< Mulder öffnete die Tür. Scully sah in an. Er kam gerade aus der Dusche, Wasser tropfte von seinen Haaren auf seine Schultern. Er hatte nur ein Badehandtuch um die Hüften gewickelt. >fast - nackt< "Mulder, es ist zwölf, ich dachte Sie wären nackt!" >Neiiiiiiiin nicht schon wieder!!!! WIE PEINLICH!!!!< "Äh,... kommen Sie doch 'rein." stotterte Mulder. Sie bewegte sich wie eine Maschine. Mulder beobachtete sie. Entweder hatten ihn seine Ohren einen Streich gespielt, oder sie hatte das wirklich gesagt. Er versuchte abzulenken. "Haben Sie sich ein neues Kleid gekauft?" "Nein,..., das habe ich,..., schon,..., etwas länger." brachte sie gerade noch heraus. "Warum haben Sie das nicht öfter an? Sie sehen darin richtig so... schnuckelig aus." >Wollte er eben 'sexy' sagen oder habe ich mir das nur eingebildet.< Sie schenkte ihm ein verstohlenes Grinsen, als er schnell im Schlafzimmer verschwand um sich anzuziehen. "Ich bin gleich fertig!" rief er und 5 Minuten später war er wirklich fertig angezogen, bis auf... seine Krawatte. Er sah Scully an. "Sie wissen ja, was Sie tun müssen." Sie sah ihn an. Er beugte sich langsam zu ihr hinab. Zum dritten Mal. >'Sage ihr das Du sie liebst'< erinnerte er sich an das gestrige Gespräch. Als er ihren Atem auf seinen Lippen spürte begann seine Haut zu kribbeln. >Sag' es ihr< brüllte ihn sein Verstand an. >Und küsse sie!< "Mulder, ich bin fertig. Sie können sich jetzt wieder gerade hinstellen." riß sie ihn aus seinen Gedanken. "Scully,..., ich,..., ich..." "Was ist denn Mulder?" Er atmete tief durch. Dann griff er langsam nach ihrer Hand. Mißtrauisch sah sie ihn an. "Schließen Sie ihre Augen." "WAS?!" "Vertrauen Sie mir?" "Wie bitte?" "Vertrauen Sie mir?" "Ja." "Dann schließen Sie ihre Augen." >Was tue ich hier? Ich schließe die Augen, einfach so? Nur weil er mich dazu aufgefordert hat?< Ihre Nerven waren hochsensibel. Sie warteten auf das, was er gleich tun würde. >Ich vertraue ihm ohne zu wissen was er tut. Aber irgendwie ist es ein schönes Gefühl.< >Sie tut es wirklich.< dachte er und Glücksgefühle durchströmten ihn. Immer noch ihre Hand haltend beugte er sich zu ihr. Immer näher,..., und näher. Er zögerte einen klitzekleinen Moment. >Nun tu es schon. Nur noch ein paar Millimeter.< riet ihn sein Verstand. Langsam näherte er sich ihren Lippen. Dann, endlich, berührten seine Lippen die ihren. Zuerst wich sie ein wenig von ihm zurück, aber dann erwiederte sie sanft den Kuss. Als sie sich nach einer ewigen Zeit voneinander lösten, fand Mulder zuerst seine Worte wieder. "Dana, ich liebe Dich!" Es war irgendwie fremd ihren Vornamen aus seinem Mund zu hören. "Ich liebe Dich auch, ...Fox!" Er verzog das Gesicht als sie seinen Vornamen sagte, aber er ließ es zu. Nun begann Scully die Stille zu brechen. "Ich habe gehofft das Du das tust. Ich habe so lange darauf gewartet." "Warum hast Du es nicht getan?" "Ich hatte Angst Du würdest nicht genauso empfinden." "Aber ich tue es." Scully küßte ihn erneut. Dieser Kuß raubte Mulder den Atem. Er schwankte und landete auf der Couch. "Mulder, ist alles in Ordnung mit Dir ?" "Ja. Es geht mir gut." "Ist das nicht mein Satz ?" Sie begannen zu grinsen. "Wir sollten langsam losgehen, sonst kommen wir zu spät. Und wir sollten Skinner nicht warten lassen." "Du hast recht." Immer noch hielt er ihre Hand und nun begann er ihren Handrücken mit seinem Daumen zu streicheln. Sie wollte dieses Gefühl der Vertrautheit voll und ganz genießen. Und so lehnte sie ihren Kopf an seine Schulter als sie sich auf den Weg machten.
Als sie bei Skinners Haus ankamen liefen sie, immer noch händchenhaltend, zur Haustür. "Herzlichen Glückwunsch Sir." sagten sie wie aus einem Mund, als er die Tür öffnete. "Vielen Dank!" er machte eine einladende Geste. "Sharon?!" rief er seiner Frau zu. "Kommst Du bitte her?" "Ah, Miss Scully schön Sie wieder zu sehen. Sie müssen Mr Mulder sein." sagte sie erfreut. "Guten Abend Mrs Skinner." Skinner war schon zu ein paar anderen Gästen gegangen. "Miss Scully?" "Ja?" "Dürfte ich Sie einen Moment allein sprechen?" fragte Sharon höflich. "Natürlich." Nur widerwillig ließ Scully Mulders Hand los. Sie gingen zum Buffet hinüber während Mulder sich unters Volk mischte. "Miss Scully? Dürfte ich ihnen eine Frage stellen?" "Ja?" Sie wunderte sich was nun für eine Frage kommen würde. "Ich habe meinem Mann, nachdem er mir einiges über Sie und Ihren Partner erzählt hatte, gesagt, dass ich mir vorstellen könnte dass Sie,..., nun wie soll ich es sagen?" "Dass wir auch privat Partner sind?" fragte Scully direkt. "Ja." Sie war überrascht, dass ihr Gegenüber so offen war. Scully kam etwas näher an sie heran. "Seit ungefähr einer Stunde ja." Sharon stutzte. Hatte sie eben richtig gehört? Seit einer Stunde? "Dann hatte ich Recht!" sagte sie triumphierend. Scully zuckte zusammen. Hatten die beiden etwa gewettet, ob sie zusammen waren? "Das war es eigentlich, was ich Sie fragen wollte." Sie nickte und ging zu ihrem Mann. >Ich verstehe nur noch Bahnhof. Aber naja. 'Fox ich komme'.< trällerte sie in Gedanken. Sie ging zu ihm und küßte ihn in den Mundwinkel.
"Wußte ich doch, dass die beiden ein Pärchen sind. Das hättest Du mir ruhig glauben können." flüsterte Sharon ihrem Mann ins Ohr. "Aber..."
Als auf Mulder und Scully zuging hörte er ein paar Verwandte sagen: "Ist das nicht süß, Michael? Genau wie wir damals." "Agent Mulder?" Er drehte sich erschrocken um. "Was gibt es Sir?" "Sollte ich etwas wissen?" flüsterte er. "Vielleicht?" Damit drehte Mulder sich wieder um, nahm Scullys Hand und sie gingen Hand in Hand ins Wohnzimmer.
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