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Tagebuchnotiz

© by Atti (), 2000

 

Disclaimer: Die Serie Highlander und alle Figuren daraus gehören Panzer/Davis und Rysher Entertainment. Diese Story ist Fanfiction. Es wird hiermit kein Geld verdient. Sie ist nur zu nichtkommerziellen Zwecken zu verwenden.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion. Alle anderen bitte mich vor dem Veröffentlichen fragen (atti@8bitnet.de).

 

Seacouver, kurz nachdem Methos vor Cassandra aus Duncans Dojo geflohen ist

 

Als ich Dich wiedersah, durchfuhr es mich wie ein Blitz. Ich wußte, Du warst noch am Leben. Ich hatte mitbekommen, daß Du Dich zur Zeit in Seacouver aufhältst (manchmal sind diese Beobachterinformationen einfach unbezahlbar). Dennoch war ich nicht auf ein Treffen in diesem Moment vorbereitet.

Es war mir klar, daß Du mich sofort erkennen würdest. Eine Beziehung wie unsere kann man einfach nicht vergessen. Niemals, selbst wenn mehr als 10.000 Jahre vergehen würden.

Auch Du hast Dich kaum verändert. Noch immer derselbe Blick in den Augen wie früher. Plötzlich wurde mir klar, daß ich wichtige Momente und Ereignisse in meinem Leben gern mit Dir geteilt hätte. Ich mußte mir wohl oder übel eingestehen, daß Dein Weggang damals doch eine gewisse Leere hinterlassen hatte, die niemand anderes füllen konnte.

 

Das Auftauchen von Kronos ließ mich befürchten, daß auch Du nicht weit sein würdest. Dieses Gefühl war offensichtlich nicht ganz unbegründet. Dennoch frage ich mich: wirst Du diesmal mit Kronos fertigwerden? Schon damals im Reitercamp warst Du dazu nicht in der Lage.

Was wird passieren, wenn die Reiter sich wieder vereinen sollten? Ich weiß, dank der Beobachter, daß Silas und Caspian noch leben. Alles hängt jetzt von Kronos ab: welche Pläne hat er?

 

Doch zurück zu Dir. Auf einmal holt mich die Erinnerung an an die Vergangenheit wieder ein. Damals brachte ich Dir im Lager alles bei, was unter den besonderen Umständen möglich war. Ich hatte in Dir einen sehr ausgeprägten Überlebensinstinkt entdeckt und wußte, daß Du, auch wenn es mit Deiner Kampfkunst nicht so weit her war, ziemlich alt werden würdest. Und heute ... bist Du fast eine Legende.

 

Immer, wenn es mir möglich war, habe ich versucht, Neuigkeiten über Dich in Erfahrung zu bringen. So erfuhr ich auch von Deiner Freundschaft mit MacLeod.

Freundschaft ... das paßt so gar nicht zu Dir. Wie oft hast Du, um Deinen eigenen Kopf zu retten, andere benutzt oder sogar verraten?

 

Ich muß sagen, daß es Dir zeitweise recht gut gelungen ist, die Aufmerksamkeit der anderen Unsterblichen von Dir abzulenken und die Beobachter auf eine falsche Fährte zu locken.

Aber: Du warst dabei keineswegs perfekt. Zu sehr stand Dir Dein eigenes Geltungsbedürfnis im Weg. Die Idee, Dich als Beobachter zu tarnen, war ja nicht schlecht, mein lieber Schüler. Daß Du bei den Forschungsarbeiten ein wenig die Geschichte zu Deinen Gunsten verändert hast, ist nur allzu verständlich. Dein Lebenslauf ist ja oft nicht gerade glorreich gewesen - das wertet den Mythos schon ab. Inzwischen wissen aber schon zu viele, wer Adam Pierson wirklich ist.

Du warst wohl etwas zu ruhmsüchtig, was Dir dank Kalas fast zum Verhängnis geworden wäre.

 

Vielleicht hättest Du es so geschickt anstellen sollen wie ich: für die Beobachter bin ich als der Unsterbliche, der Dein Lehrer war, schon vor Ewigkeiten gestorben. Nur so wurdest Du zum "ältesten lebenden" Unsterblichen. Das hättest Du Dir mit Deiner ganzen Intelligenz und List sicher nicht träumen lassen, mein lieber Methos.

Die anderen Unsterblichen halten mich für einen Jüngling, die Beobachter für einen der Ihren, nur Du wüßtest es besser, wenn ich nicht bei unserer Begegnung darauf geachtet hätte, daß Du mich nicht bemerkst.

Ich werde Dich weiter beobachten, Methos, und Dir im geeigneten Augenblick zeigen, wer Dein Meister ist, denn "es kann nur Einen geben!!!"

 
Ende

 
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