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Es kann nur einen geben© by Natascha/Norynia ()
Ihre silbern schimmernden Waffen gezückt standen sie sich gegenüber und waren jeden Moment bereit zuzuschlagen. Nur ein kleiner Tisch trennte sie und nur noch wenige Minuten, um zu entscheiden, wer von den beiden Unsterblichen es schaffen würde. Auf den ersten Blick standen die Chancen gleich, auch wenn die mentale Einstellung beider Männer, sich selbst schon auf dem Siegesrang sehend, sich den gedemütigten Blick des anderen auf der Zunge zergehen lassend. "5000 Jahre habe ich darauf gewartet, auch wenn ich es damals noch nicht wußte. Du kannst einpacken!" "Warum machen wir das eigentlich?" "Es kann nur einen geben!" Duncan nickte und konnte sich einen leisen Seufzer nicht verkneifen. Der alte Mann hatte ihn ja schon zu oft mit seinen merkwürdigen Ideen und Vorhaben überrascht, doch dies überstieg eindeutig die Grenze des verständlichen. "Und ich werde derjenige sein MacLeod! Finde dich am besten gleich damit ab!" Fuhr Methos fort und schwang seine Waffe stilvoll durch die Luft. "Das ist doch Wahnsinn!" "Willst du kneifen?" "Nein." "Und?" "Methos...ich...was soll das ganze? Ich will nicht gegen dich antreten!" "Du wirst es müssen, denn ich werde keinen Rückzieher machen. Entweder du verteidigst dich, oder wir machen es kurz. Liegt ganz bei dir." Der Unterton, in der Stimme des ältesten Unsterblichen jagte Duncan einen kalten Schauer über den Rücken, als er bestätigend nickte und sich ebenfalls in Position brachte.
Nahezu gleichzeitig schnellten sie nach vorne und ließen die silbernen Gegenstände in die wabernde Brühe schnellen. Braune Spritzer verteilten sich auf den weißen Wänden und den kleinen Lappen, die sie sich um den Hals gebunden hatten. Ihre Haut wurde nun durch eine klebrige Schicht bedeckt und machte es bald unmöglich, auch nur einen der beiden mit Gewissheit identifizieren zu können. Immer wieder tauchten sie ihre Hilfsmittel in die Schüssel vor ihnen und ließen den Inhalt durch die Luft, in ihre Münder gleiten. Kaum geschluckt, kam auch schon die nächste Ladung, von der die Hälfte sich eine Linie über den Tisch, den Boden, über ihre Shirts und Lätzchen bahnte, ehe der Rest an ihrem Kinn hängenblieb und von der Zunge aufgeleckt wurde.
Ein wahres Schlachtfeld, dessen Anblick für jeden Außenstehenden unverständlich gewesen wäre, der diesem Schauspiel hätte folgen müssen. Doch es war keine weitere Person da, zumindest anfangs nicht. Überrascht sahen die beiden Männer auf, als sie denn Buzz spürten, der durch ihre erschöpften Körper fuhr und ihren Blick auf den Eingang des Hausbootes lenkte. Noch bevor sie wirklich reagieren konnten, hatte ein dritter neben ihnen platzgenommen und begonnen, sich in ihren Kampf einzumischen. Völlig perplex, sahen sie zu wie Kronos, dicht über die Schüssel gebeugt, eine Hand in die braune Flüssigkeit tauchte Keine Zeit für Fragen. Handeln war jetzt angesagt und so drängten sie sich dicht nebeneinander an die Gegenstände die ihnen zeigen sollten, wer gewinnen und wer die Niederlage hinnehmen musste. Keiner wollte verlieren. In allen tobte der Instinkt, alles Menschenmögliche zu tun, um sich der Peinlichkeit zu entziehen und dem anderen zu zeigen, dass es ein Fehler war sich mit ihm anzulegen.
Die süße Speise klebte in ihren Haaren, den Augenbrauen und Wimpern. Doch keiner wollte eine Pause einlegen und so wertvolle Sekunden verlieren, also scheffelten sie weiter, um ihr Leben, um ihre Ehre. Bis ihre Löffel langsam ins Leere griffen und der erste sich keuchend und schluckend auf den Boden sinken ließ. Die anderen stoppten sofort und starrten den vermeidlichen Gewinner mit ungläubigen Augen an. Das durfte einfach nicht wahr sein! "Joe?" Hustete der Schotte schließlich und sah seinen Beobachter fragend an. Dieser grinste und wischte sich mit einer Hand, den schmodder vom Gesicht. "Er hat gewonnen." Stimmte nun Methos mit ein und fiel rückwärts zu Boden. Kronos grummelte nur etwas unverständliches und verließ die Bleibe des Schotten genauso schnell, wie er sie betreten hatte.
Das Schokoladenpudding Wettessen hatte eine völlig unerwartete Wendung genommen und Methos' erstrebtes Ziel, den Highlander endlich mal in etwas zu schlagen, zunichte gemacht.
Wie kam Joe Dawson plötzlich hierher? Warum hat er gewonnen? Wieso kam Kronos auf einmal mit ins Spiel? Und was sollte die Sache mit dem Pudding? Das alles werden wir wohl nie erfahren, aber eines kann ich versichern: Die mit Schokoladenpudding verschmierten Körper wurden, wie es sich gehört, durch gegenseitige Hilfe gereinigt und kein Tropfen der Süßspeise fand seinen Weg zum Mülleimer, oder etwas dergleichen, sondern wurde rechtmäßig auf die ein, oder andere Weise verdaut...
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