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Frauen aus dem Orient© by Natascha/Norynia ()
Dunkelhaarige Frauen mit schwarzen Augen und dünnen, bunten Gewändern kreisten die Becken, verbogen künstlerisch die Arme und Hände, beugten sich zu ihm hinunter und gaben ihm einen Einblick ihrer Weiblichkeit, der von atemberaubender Schönheit war. Der Mann, der auf dem gepolsterten und verzierten Stuhl saß, umringt von diesen Frauen und von Kerzen, die den Raum mit ihrem Schein schummrig erhellten, wußte gar nicht, wo er zuerst hinsehen sollte. Überall um ihn herum so schöne Frauen, überall ihre Hände, überall ein wunderschöner Anblick. Das musste das Paradies sein, und wenn nicht das, dann war er gestorben und im Himmel. Und was für ein Himmel. Um hier her zukommen, würde er sich auf die barbarischsten Weisen töten lassen. Der Aufenthalt hier ließ alle Schmerzen vergessen, außer vielleicht den Schmerz zwischen seinen Beinen, wo es in seiner Hose doch sehr eng wurde. Das bildete eine Ausnahme, aber ansonsten... er mochte es gar nicht beschreiben, es war zu schön, um wahr zu sein. Die ersten, vollen Lippen trafen die seinen, die Zungen vereinten sich zu einem lieblichen Spiel und ein süßer Geschmack machte sich in seinem Mund breit. Sie schmeckte nach...Erdbeeren. Süßen, frischen Erdbeeren. Die Lippen waren weich, und verführerisch. Ihre Hände glitten sanft über seine Schultern, den Nacken und ihre Haut fühlte sich wie Seide auf der seinen an. Plötzlich zog sie sich langsam zurück und machte Platz für eine andere Schönheit, deren Anblick ihm fast den Atem verschlug. Ihr Gesicht hinter einem dünnen, seidenen Tuch verborgen, konnte er nur ihre smaragdgrünen Augen sehen. Spürte er nur ihre Hände die gezielt zu seinem Hosenbund rutschten, um ihn zu öffnen und das zuvor verborgene freizulegen. Sein Atem wurde schwer. Er legte den Kopf in den Nacken und schloß die Augen.
Wann hatte er sich das letzte Mal so wohl gefühlt? Wann wurde er das letzte Mal so verwöhnt?
Es war kein Traum, der sich hier vor seinem Inneren Auge abspielte, sondern eine Erinnerung aus längst vergessenen Zeiten. Dass sie sich ausgerechnet jetzt wieder in sein Gedächtnis geschlichen hatte, gab ihm Rätsel auf. War er mit seinem jetzigen Leben so unzufrieden, dass er in die Vergangenheit flüchten musste? War sein Leben so unerfüllt? Hätte man ihn das vor wenigen Wochen gefragt, hätte er gelacht. Die Fragen nicht ernst genommen, aber jetzt, nach längerem Überlegen... was war falsch an dem, was war?
Die Hand der schönen Fremden zwischen seinen Beinen riß ihn aus seinen Gedanken und lenkte seine komplette Aufmerksamkeit wieder auf sie. Ihrem Druck nachgebend lehnte er sich etwas nach vorne und ließ zu, wie sie sein weißes Hemd öffnete. Einen Knopf nach dem anderen, bis zur Mitte, um es dann mit einem Ruck zu öffnen und wieder langsamer über seine starken Schultern gleiten zu lassen. Seinen Rücken hinab. Ihre Fingerspitzen berührten nur ganz leicht seine Haut, doch es reichte, um ihm eine Gänsehaut zu bescheren. Sie setzte sich auf seinen Schoß, und zog das Hemd hinter ihm hervor, um es hochzuheben und um seine Hände zu schlingen. Er wußte nicht, was das sollte, doch er war unfähig, sich zu wehren, und ließ es zu, erwiderte ihren verführerischen Blick, als sie das Seidentuch von ihrem Gesicht nahm und ihm endlich einen Blick auf ihr wunderschönes Gesicht gewährte. Den vollen, roten Lippen. Den sich leicht abzeichnenden Wangenknochen, der kleinen, wohlgeformten Nase. Das letzte was er sah, denn sie beugte sich weiter zu ihm nach vorn, und bedeckte seine Augen mit dem weichen Tuch, knotete es fest, um ihn zeitweilig erblinden zu lassen. Ihre Lippen glitten über sein Gesicht, entlockten ihm ein leises Stöhnen. Diese Berührungen waren für ihn die reinste Folter. Sie presste ihr Becken gegen seinen Schoß, und er hatte das Gefühl, jeden Moment aufspringen und sich von den Fesseln befreien zu müssen, um sie auf den Boden zu drücken, unter sich zu begraben und leidenschaftlich zu nehmen. Doch es nutzte alles nichts, er konnte sich kaum bewegen, gab sich diesen Liebkosungen schutzlos hin, lieferte sich vollkommen aus, der festen Überzeugung, dass ihm nichts passieren würde. Doch woher wußte er das? Unerklärbar, er wußte es einfach, er spürte es mit jeder Faser seines Körpers. Das einzige, was ihm hier passieren könnte, war die Gefahr vor Glück zu sterben, wenn er das nicht schon längst war. Es war verwirrend, aber zu schön, um es durch unnötige Gedanken zu unterbrechen.
Er spürte etwas Hartes. Zwischen seinen Beinen, aber nichts, das zu ihm gehörte. Seine Hände lösten sich von ihren einladenden Brüsten und rutschten immer noch gebunden nun ebenfalls nach unten. Er ergriff das plötzlich entdeckte, fremde Objekt und zog es nach oben. Mit einer schnellen Bewegung hatte er die Binde von seinen Augen genommen. Ein breites Grinsen zeichnete sich in seinem Gesicht ab, ja, dass hatte er auch schon lange nicht mehr gemacht. Er überlegte einen Moment, wen es treffen sollte, und entschied, dass er schon lange niemand anderen mehr die Führung gegönnt hatte. Er drückte der Frau auf seinem Schoß den schwarzen Knauf in die Hand und schob sie von sich. Langsam stand sie auf, befreite seine Arme und führte ihn dann schließlich um so schneller in die Mitte des Zimmers. Von der Decke hingen lange Seile, endeten mit Handfesseln. Ein Kribbeln fuhr durch seinen Körper, als sie seine Hände nahm, nach oben streckte und die Fesseln einrasten ließ. Mit einer groben Bewegung riß sie ihm die Hose vom Leib und zog die Beine auseinander. Nun stand er nackt vor ihr. Die anderen Frauen waren wie vom Erdboden verschluckt, er war allein mit dieser atemberaubenden Fremden, die jetzt hinter ihm ausholte und die Striemen der ledernen Peitsche über seinen Rücken jagte. Ein Schrei stieß aus seinem Körper, aus Schmerz und Lust. Forderte mehr von seiner Herrin, bettelte sie an. Wieder schlug sie zu, und er hatte das Gefühl, vor Glück zu zerfließen, genoss den süßen Schmerz, spürte, wie sein Körper vor Erregung zu zittern begann. Ein kehliges Stöhnen hallte durch den Raum, als sein Körper sich nach vorne streckte und versuchte, dem sich in die Haut brennenden Leder zu entgehen. Ein natürlicher Reflex, aber eigentlich wollte er das gar nicht. Jegliches Denken, war wie weggeblasen, alles würde von Emotionen fort gespült.
"Methos." Irritiert drehte er sich um. Seine Spielgefährtin war verschwunden. Als er seinen Blick wieder nach vorne richtete, stand sie plötzlich vor ihm. Erschrocken fuhr er zusammen. "Methos." Die einst so helle, liebliche Stimme wurde dunkler. Sehr viel dunkler. Unnatürlich dunkel. Methos schüttelte den Kopf und versuchte wieder einen klaren Kopf zu bekommen, was zur Folge hatte, dass, als er seine Augen wieder öffnete, grelles, künstliches Licht in seinen Augen brannte, und er sich in einer liegenden Position befand. "Was--", er drehte den Kopf zur Seite und betrachtete die großen, braunen Augen, die ihn ärgerlich musterten. "Duncan?" Mit einem Ruck hatte er seinen ganzen Körper zur Seite gedreht und sah seinen Freund fragend an. "Was ist los?" "Mit wem diesmal?" "Bitte?" "Mit wem hast du diesmal...in deinem Traum...du weißt, was ich meine." Die Wut in der Stimme des Schotten war unverkennbar. Nur allzu oft hatte er ihn mit genau diesem Satz mitten in der Nacht geweckt, und jedesmal hatte Methos sich geschlagen geben müssen. Der Highlander kannte ihn einfach zu gut... "Keine Ahnung, ich kannte sie nicht. Aus dem Orient...eine Begegnung die in weiter Ferne liegt." Duncan nickte und ließ sich wieder in das weiche Kissen sinken. Methos seufzte leise und tat es ihm gleich. Das gab wieder unendlich lange Diskussionen mit seinem Geliebten, und er fragte sich, warum er sich das eigentlich antat. Warum ausgerechnet Duncan? Es gab so viele hübsche Männer auf diesem verdammten Planeten, und, wenn keiner von denen etwas taugte, konnte er sich doch wieder nach Frauen umsehen. Ein leises Lächeln umspielte seine Lippen, als er den starken Körper neben sich betrachtete. Wo die Liebe hinfällt...
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