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Momente wie diese

© by Natascha/Norynia ()

 

Disclaimer: Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an SG 1 gehören MGM/UA, World Gekko Corp. Und Double Secret Production. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen. Archivierung nur mit Erlaubnis des Autors.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Stargate-Sektion

 

"Was hast du da?" Aldwin war durch eine der Öffnungen in den Tunnelwänden geschlüpft und hatte sich neben Martouf auf den Boden niedergelassen.

"Keine Ahnung", bekam er als gemurmelte Antwort von dem anderen Tok'ra, der die zwei Stückchen Stoff in den Händen balancierte.

Aldwin musterte ihn fragend, bevor er ihm eines dieser Stoffteile entriß und es gegen den Schein der Kerze hielt, um es genauer betrachten zu können.

"Seide", stellte er trocken fest und drückte es seinem Freund wieder in die Hand.

"Ganz normale Seide. Ein Tuch. Wo hast du das her?"

"Von Samantha." Martouf zog die Augenbrauen zusammen und lehnte sich gegen die blaue Wand.

"Woher...?"

"Auf meinem Heimatplaneten hatten wir jede Menge davon."

Der Blick, den Martouf Aldwin in diesem Moment zuwarf, zeigte nur allzu deutlich, wie überrascht er über diese Antwort war. Aldwin hatte nie besonders viel von seinem Volk und dem Planeten, auf dem er früher gelebt hatte, erzählt. Er war eine sehr verschwiegene Persönlichkeit, was ihn einerseits sehr interessant machte. Andererseits kostete es aber auch Nerven, ihm ständig alles aus der Nase ziehen zu müssen.

"Und?"

"Und gar nichts", lächelte der Dunkelhaarige schwach und griff nach dem anderen Gegenstand in Martoufs Hand.

"Auch von Samantha?" fragte er leise und begann, mit Hand und Auge das bisschen Stoff zu studieren. Er hatte in seinem Leben ja schon so einiges gesehen, aber so etwas war ihm noch nicht untergekommen.

"Nein", meinte Martouf verlegen und strich sich über den angespannten Nacken.

"Das hat mir ein männlicher Tau'ri geschenkt. Frag mich nicht warum, ich kann es mir selbst nicht erklären. Es soll angeblich eine Art Hose sein. Kannst du dir das vorstellen?"

Auf Aldwins Gesicht zeichnete sich ein breites Grinsen ab, als er den roten Stoff mit seiner Hand fest umschloss und dem Freund gegen die Brust drückte. "Probier's an."

"Was?!"

"Entledige dich deiner Uniform und zieh das an!"

Martoufs strahlende, hellblaue Augen waren nun mehr ein großes Fragezeichen, doch als er sah, dass Aldwin dieses Befehl nicht im Scherz meinte, fügte er sich zögernd und erhob sich.

 

Die Tok'ra unterschieden sich von den Menschen, den Tau'ri, in vielerlei Eigenschaften. Eine besonders herausragende war wohl, dass sie keine Hemmungen jeglicher Art zeigten. In den großen Tunneln, in denen sie lebten, gab es keine Türen. Jeder konnte sehen, was der andere tat. Es sogar beobachten. Auch der sexuelle Kontakt zwischen zwei Mitgliedern der Tok'ra war nichts, über das lang herumgeredet wurde. Es war etwas Selbstverständliches. Ein öffentliches Vergnügen sozusagen.

 

Draußen auf dem Gang herrschte ein reges Treiben, doch das störte Martouf nicht, als er seine helle Uniform von seinem Körper trennte und auf den Boden warf. Den roten Stoff in der Hand sah er sich zu Aldwin um, der immer noch am Boden kauerte und den anderen Mann interessiert musterte. Ein aufforderndes Nicken war die einzige Antwort, die der so jung wirkende Mann bekam, und so seufzte er leise und drehte das fremde Objekt in alle Richtungen, bevor er sich entschied und hineinschlüpfte.

"Eine merkwürdige Hose."

Aldwin nickte bestätigend und erhob sich nun ebenfalls. Mit langsamen Schritten umkreiste er seinen Freund und begutachtete die rot glänzende Hose, soweit es denn eine war. Sie verdeckte nur das nötigste und selbst das sehr knapp. Martouf fühlte sich sichtlich unwohl und schielte fast hungrig zu seiner Kleidung, die auf dem blauen Boden prangte. Als er meinte, sich Aldwins Blicken lang genug hingegeben zu haben, trat er zur Seite, um sich nach seiner Uniform zu bücken, als er sanft am Arm gepackt und zurück gezerrt wurde.

"Du willst sie ausziehen?" flüsterte der Dunkelhaarige und zog Martouf näher an sich. Dieser nickte und drehte sich wieder nach seiner Kleidung um, die plötzlich in weite Ferne zu rückenschien.

"Nun gut, dann soll es so sein." Aldwin sah noch einmal an seinem Freund hinunter und begann, erneut zu grinsen. Er musste zugeben, dass dieses seltsame Objekt an dem jungen Mann doch seine Reize hatte. Er nahm ihn bei der Hand und zog in zur anderen Seite des Zimmers, dorthin, wo der Boden mit einigen Decken belegt war. Zu dem, das die Tok'ra als ihre Ruhestätten bezeichneten.

 

Er kniete nieder und wartete, bis Martouf es ihm gleichtat. Beide wußten, was nun folgen würde, und Martouf leckte sich die Lippen bei dem Gedanken daran. Aldwin hatte sich in der Vergangenheit sehr rar gemacht, umso überraschter war er, dass er ausgerechnet jetzt, kurz vor seiner nächsten Mission auf solche Gedanken kam.

"Wir haben nicht viel Zeit", keuchte er leise, als er die Hände seines Freundes auf seinem Rücken spürte.

"Wir haben alle Zeit der Welt."

"Aber die Mission. Du..."

Aldwin nahm eine Hand von Martoufs Rücken und legte den Zeigefinger auf die weichen Lippen seines Gegenüber.

"Wir haben Zeit, okay? Hetz dich nicht."

Martouf nickte wieder. Mehr brachte er auch nicht zustande, als Aldwin ihn auf seinen Schoß zog und begann, die empfindliche Haut am Hals zu küssen. Seine Hände glitten tiefer, zu dem robusten roten Stoff, um seine Pobacken zu massieren und ihn noch fester an sich zu pressen. Martouf stöhnte wohlig auf und legte den Kopf in den Nacken, um Aldwin mehr Spielraum zu lassen. Aldwins Griffe wurden fester und fordernder. Langsam beugte er sich vor und brachte Martouf so in eine liegende Position. Aldwins Lippen glitten erneut über seinen Hals, dann über die starke Brust, umspielten die gehärteten Brustwarzen, wanderten noch tiefer über seinen Bauch, Bauchnabel und weiter abwärts.

Nun war es nur noch ein leises, kehliges Stöhnen, das von dem blonden Tok'ra zu hören war, als seine Finger sich in dem kurzen Haar seines Freundes verfingen und ihn leicht nach unten drückten. Aldwin lächelte, während er den Kopf entgegen Martoufs Bewegungen anhob und seine Finger zwischen Martoufs Körper und dem roten Stoff gleiten ließ. Von unzähligen Küssen begleitet, schälte er das knappe Kleidungsstück, das ihm in seinem Vorhaben nun im Weg war, von Martoufs Körper, der sein Becken anhob und seine Hände auf die des anderen legte.

Aldwin leckte kurz über die zitternden Finger des anderen, ehe er sich noch weiter erhob und die 'Hose' über die gespannten Oberschenkel, über die Knie, die Waden, bis über die Füße zog, um sie dann vollständig abgelegt zu haben und auf dem bläulichen Boden niederzulassen. Dann beugte er sich wieder vor, drückte Martouf fester gegen den harten Boden und neckte mit seinen Zähnen die empfindlichste Stelle des so jung wirkenden Mannes. Martouf stöhnte erneut auf, diesmal lauter, und es war unklar, ob es ein Ausdruck des leichten Schmerzes oder der höchsten Lust war. Wahrscheinlich beides.

In Momenten wie diesen blieb das immer ungeklärt, sie sahen sich auch viel zu selten, um sich darüber wirklich einmal auseinander setzen zu können. Und die Momente, in denen sie sich sahen, nutzten sie anders.

 

Sie waren jung. Nun ja, das stimmte nicht so ganz. Eigentlich waren sie schon einige hundert Jahre alt, doch die Symbionten in ihnen hielten ihre Wirte jung. Wenn man sie nicht kennen würde, würde man sie vielleicht auf Mitte/Ende zwanzig schätzen. Wobei das dreifache wohl eher der Fall war, wenn nicht sogar noch mehr.

 

Der Schein der Kerzen umspielte die Konturen der Liebenden, zeichnete die Muskeln ab, die nun matt zu glänzen begannen. Die Konstruktion des Raumes ließ die Geräusche, die sie von sich gaben, an den Wänden widerhallen. Sehr leise, kaum hörbar. Nur wenn man sich darauf konzentrierte, wurde es deutlich, doch das tat im Moment keiner. Sie waren ganz mit sich selbst beschäftigt. Die Gänge außerhalb leerten sich. Sie waren allein und ungestört. Ein sehr seltener Augenblick in ihrem sonst so hektischen und ruhelosen Leben.

Aldwin rutschte wieder höher, vereinte sich mit Martouf zu einem stürmischen, leidenschaftlichen Kuss, als er mit leichten Bewegungen auf und ab schaukelte, sich an dem zitternden Körper unter ihm rieb.

Den Duft ihres Schweißes in sich aufnehmend öffnete er die Augen und musterte den anderen Tok'ra. Seine geschlossenen Augen, die Schweißperlen auf seiner Stirn. Spürte die seine Hände auf seinem Körper, streichelnd, liebkosend.

Er würde ihn vermissen. Jede Sekunde seiner Abwesenheit. Und was das Schlimmste war: Jede einzelne ihrer Zusammenkunft konnte ihre letzte sein. Jede Mission, zu der einer von ihnen beiden danach aufbrach, den Tod bringen.

Aldwin schloss die Augen wieder, und schob diese Gedanken beiseite. Er hatte besseres zu tun, als sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

 
Ende

 
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