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Be careful what you wish for

© by Natascha/Norynia ()

 

Disclaimer: Die Serie Highlander und alle Figuren daraus gehören Panzer/Davis und Rysher Entertainment. Es wird hiermit kein Geld verdient. Archivierung nur mit Erlaubnis des Autors
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion
Antwort auf den 'Duncan in der Rüschenschürze'-Challenge

 

"Methos, hörst du mir überhaupt zu?"

"Hm?" Der älteste Unsterbliche ließ für einen Moment seine Gabel sinken und sah Duncan fragend an. "Entschuldige, ich habe gekaut. Was wolltest du noch mal?"

"Ich berichte dir gerade über meine Sorgen, bezüglich was sich dort draußen zusammenbraut, und du verstehst mich nicht, weil du kaust?!" Duncans Ton und Gesichtsausdruck wirkten stark erschüttert, als er seinen regungslosen Geliebten betrachtete, der sich wieder an seinem Steak zu schaffen machte.

"Ich sagte doch, es tut mir leid. Aber wenn ich kaue, funktionieren meine Ohren wohl nicht richtig."

Duncan zog verärgert die Augenbrauen zusammen, schmiss die Servierte auf den Tisch und trat ans Fenster. In den letzten Tagen hatte sich das Wetter in Paris nicht verändert. 'Europa-Syndrom' nannte es Methos. Dabei war dieses kalte, trostlose Grau normal für einen schneelosen Wintertag. Das hing nicht mehr mit der Lage des Landes zusammen... zumindest nicht unbedingt. Joe hatte sich in einen wohlverdienten Urlaub verabschiedet, mit der Begründung, mit seiner Funktion als Watcher nicht als Spanner zu fungieren. Auch Amanda hatte sich schon lange nicht mehr blicken lassen, weil sie die Turteltäubchen nicht bei ihren täglichen, und vor allem nächtlichen Aktivitäten stören wollte, und von ernst zu nehmenden Gegnern war seit Wochen keine Spur in Sicht. Duncan seufzte leise auf und drehte sich dann wieder zu Methos um, der sich grinsend über den Bauch rieb und tiefer in den Stuhl sinken ließ.

"War wirklich gut, Mac. Du solltest öfter..."

"Findest du unsere Beziehung langweilig?"

"Bitte?" Methos lehnte sich langsam wieder nach vorn und erwiderte Duncans Blick mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Wie kommst du jetzt darauf?"

Duncan schwang seine Hände hilflos durch die Luft, verschränkte sie dann vor seiner breiten Brust und senkte den Kopf. "Ich weiß nicht. In letzter Zeit ist nichts passiert. Verstehst du, Methos? Rein gar nichts. Nur das, was jeden Tag passiert, und das ist ja wohl nicht viel. Jeden Tag derselbe Trott. Wie nennst du das?"

"Eine entspannende Zeit", kam es von Methos wie aus der Pistole geschossen, als er aufstand und einige Schritte auf Duncan zutrat. "Bist du so scharf darauf, deinen Kopf wieder mal zu verteidigen, der Gerechtigkeit auf die Sprünge zu helfen oder die Welt zu retten? Kannst du es nicht mal genießen, endlich Ruhe zu haben?"

"Du verstehst das nicht."

"Nein, natürlich nicht!" Methos' Stimme wirkte mit einem Schlag verärgert, und das war er auch, als er die restliche Distanz zwischen ihnen überbrückte und Duncan an den Schultern packte. "Von meinen 5000 Jahren habe ich 4000 damit verbracht, zu töten und zu verhindern getötet zu werden. Sicher verstehe ich dann nicht, dass Ruhe langweilig ist. Was denkst du denn? Dass ich mich gern auf die Straße gestürzt habe, um mir irgendwelche Körperteile aufschlitzen zu lassen? Dass ich es gerne sehe, wie die Klinge meines Schwertes sich rot färbt? Wie Männer und Frauen tot vor mir zu Boden sinken? Wie alles um mich herum beginnt, nach Tod zu riechen? Nein, Duncan. Ich habe es gehasst, und das tue ich immer noch. Und ich bin für jede Minute, in der ich keine Angst haben muss, dass ein tötungswütiger Unsterblicher sich auf mich stürzt, dankbar! Und das solltest du auch sein!" Duncan sah zur Seite und sagte nichts mehr, bis Methos schließlich von ihm abließ und murrend zum Kühlschrank trabte.

"Du hast es gehasst?" Duncan lachte leise auf und begann, den Tisch abzuräumen. "Und was war das mit den Horsemen?"

Die Bierdose, die Methos sich eben aus dem Kühlschrank geangelt hatte, fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden, als er herumwirbelte und den Schotten fassungslos musterte. "Was?"

"Ach, nichts." Duncan stellte die beiden Teller aufeinander, schnappte sich noch ein Glas und balancierte es zur Spüle, als Methos ihm mit einem Schlag alles aus den Händen riss und das Geschirr laut klirrend auf dem kahlen Boden zerschellte.

"Du willst mal etwas anders haben? Du willst Action?"

Duncan trat über Methos' plötzlichen Ausbruch erschrocken einen Schritt zurück und nickte nach einer kleinen Pause langsam. Methos packte ihn an den Schultern, zog ihn zu sich heran und presste ihm einen harten Kuss auf die Lippen, bis er den Highlander wieder von sich stieß und zum Schrank ging.

"Kannst du gerne haben, Schotte. Abwechslung? Kein Problem!"

 

* * * * * * * * * *

 

Duncan stand nackt bis auf eine kleine Rüschenschürze im Zimmer, und wartete angstvoll darauf, bis sein Herr und Gebieter heimkam. Als er das leise Klacken im Schloss hörte, zerrte er erneut an den Fesseln, mit denen Methos ihn an dem großen Holzbalken gefesselt hatte, und musste wohl zum hundersten Mal feststellen, dass es ihm außer Schmerzen, an seiner aufgeschürften Fußfessel, nicht viel brachte. Mit einem leisen Stöhnen sank er schließlich zu Boden, und zerrte zum Ausgleich an dem viel zu wenigen Stoff herum, den Methos ihm nach einer kurzen Ermordung angezogen hatte, und starrte zu Boden. Die Tür schloss sich wieder, und das leise, knirschende Geräusch, von ausgelatschten Lederschuhen war zu hören, als Methos plötzlich direkt vor seinem schottischen Freund stand und fast dämonisch grinste. "Mac?"

Duncan sah langsam auf und zuckte bei dem Anblick, der sich ihm bot sofort erschrocken zusammen. "Me... Methos...?"

"Hm?"

Duncan sah reumütig zu seinem Lover auf und presste sich noch fester gegen den Holzbalken. "Was hast du mit dem Elektroschocker vor?"

"Nichts", säuselte Methos und ließ die kleinen, blauen Funken zwischen den Elektroden umhersprühen. "Nichts besonderes. Ich dachte nur, es wäre eine nette Abwechslung."

"Methos?" Wieder rupfte Duncan an seinem Rüschenschürzchen und bekam diesen panischen Gesichtsausdruck. "Was soll das werden?"

"Rollenspiel, Duncan. Mal was anderes, als ein Begrüßungskuss, oder?"

 
Ende

 
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