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Es reicht, Highlander!

© by Puck ()

 

Disclaimer: Muss ich das erwähnen oder wissen alle, dass Methos, Duncan und Joe den ehrenwerten Herren Panzer/Davis und Rysher gehören? Ihnen wird natürlich keines ihrer wunderbaren Haare gekrümmt. (Wie könnte ich auch?!?)
Genauso bekannt dürfte sein, dass ich mit dieser Story kein Geld verdiene, geschweige denn darf - mein geliebtes Konto, bald erlöse ich dich von deiner Not.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion

 

Methos presste Duncan brutal gegen die Wand. Er hatte die Beherrschung verloren, als Duncan wieder einmal auf seine wirklich eindeutigen Anmachen nichts weiter zu erwidern hatte, als sich abzuwenden und das Thema zu wechseln. Konnte oder wollte dieser sture Schotte ihn nicht verstehen? Was musste er denn noch tun? Sich nackt auf den Boulevard stellen, ihn im Duell besiegen und anstatt seinen Kopf zu nehmen, ihn ficken? Gott verdammt, das würde er glatt tun, aber nun hatte doch sein Körper alle Kontrolle übernommen und sein Verstand machte Pause. Nein, diesmal würde er nicht davon kommen!

Duncan schmerzte der Kopf. Die unsanfte Begegnung mit der Wand kam völlig überraschend. Woher nahm der alte Mann bloß die Kraft, die er sonst nur zum Herumlungern verbrauchte? Gütiger Himmel! Hätte er gewusst, dass Methos so empfindlich auf das Thema 'Joes Geburtstagsparty' reagieren würde, hätte er sich etwas besseres ausgedacht.

Es dämmerte ihm, was Methos vorhatte, als dessen Hand ohne Vorwarnung in seine Hose wanderte.

Methos massierte Duncans Glied. Er spürte die innere Anspannung und Konzentration des Schotten. Zufrieden stellte er jedoch fest, dass Duncan trotz aller Bemühungen, die ihn deutlich ins Schwitzen brachten, die Erektion nicht unterdrücken konnte.

Duncan schoss das Blut wie glühende Lava durch den Körper. Schweiß rann über seine Schläfen. Das konnte nicht sein, dass ihn diese äußerst unangenehme Situation wirklich erregte. Aber, verflucht! Es fühlte sich wirklich gut an ... Nein! Duncan stützte sich mit aller Kraft von der Wand ab, drehte sich um und stieß Methos von sich. Wütend und schwer atmend ging er in die Küche und tat, als wenn er beschäftigt wäre.

 

'Ja, Highlander ...', ging es Methos durch den Kopf. '... wende dich ruhig ab. Ich weiß, was du willst!' Wütend griff er seinen Mantel und verließ das Apartment. Bevor er durch die Tür ging, drehte er sich noch einmal kurz um. "Wie lange willst du es noch ignorieren?" Krachend fiel die Tür ins Schloss. Aber anstatt zu gehen, lehnte sich Methos sich gegen die Wand. "Verdammter Schotte!" Er holte tief Luft und versuchte seinen Frust zu unterdrücken. Festen Schrittes verließ er schließlich das Haus.

 

Duncan ließ die Schultern sinken. Sein Blick war auf die Tasse gerichtet, die er in seinen Händen drehte. Was bildete sich dieser alte Mann eigentlich ein? Mit einem Ruck drehte er sich zu Tür um. Die Tasse zerschepperte am Rahmen und fiel in tausend kleinen Teilen zu Boden. Mit wenigen Atemzügen beruhigte Duncan sich wieder. Er vergaß die Tasse, die zerscheppert an der Tür lag und räumte das Apartment auf. Jedesmal, wenn ER zu Besuch war, sah es hinterher aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Nachdem er fertig war, beschloss er, Joe zu besuchen, nahm seinen Mantel und verließ das Apartment. Die Scherben an der Tür schob er beim Verlassen des Apartments achtlos mit den Füßen beiseite.

 

Methos saß am Tresen in Joes Bar und schüttete seinen vierten Drink hinunter. Joe sah ihn besorgt an. "Habt ihr euch schon wieder in den Haaren?"

"Wer?", fragte der Angesprochene kühl.

Joe verdrehte die Augen. "Du und Mac!"

Methos brauchte nicht zu antworten. Er spürte die Präsens des anderen Unsterblichen und hob den Kopf. Dann wandte sich sein Blick wieder dem leeren Glas zu. "Schenk mir noch was ein." Joe kam seiner Bitte nach. Aus den Augenwinkeln beobachtete er Duncan, der sich an einem Tisch niederließ und ihnen den Rücken zukehrte.

 

"Was ist nun schon wieder passiert?", fragte Joe und stellte eine Flasche Scotch und ein Glas vor Duncan ab.

"Nichts", entgegnete Duncan und goss sich einen Drink ein.

Joe konnte es nicht fassen. 'Unsterbliche!', schoss es ihm durch den Kopf. "Ach, komm, Mac! Ihr habt euch beide bloß angesehen und dann so getan, als wärt ihr Sterbliche, die sich nie zuvor getroffen haben."

Duncan leerte sein Glas und stellte es etwas lauter als nötig ab. "Ich sollte besser wieder gehen!" Er stand auf, zog seinen Mantel über und verließ ohne weiteren Kommentar die Bar. Joe seufzte, nahm das Glas und die Flasche wieder an sich und kehrte zum Tresen zurück.

 

"Was wünschst du dir eigentlich zum Geburtstag?", fragte Methos heiter. Joe sah ihn erstaunt an. Eben noch deprimiert und jetzt so gut gelaunt? Aber das war typisch Methos. Er war ein perfekter Schauspieler, aber diesmal kaufte Joe es ihm nicht ab. Wütend stellte er das Glas und die Flasche ab und sah Methos in die Augen. Er hasste den Blick, der ihm jetzt entgegenfunkelte und wehrte sich heftig gegen den Drang wegzuschauen. In der Gegenwart von Gästen würde Methos doch wohl nicht auf dumme Gedanken kommen. "Lenk nicht vom Thema ab!", sagte er gefasst. Er goss Methos einen neuen Drink ein und wartete einen Moment. "Was war los?"

Methos sah ihn an. Joe war diesmal wirklich hartnäckig, aber das ging ihn diesmal wirklich nichts an. Das musste nun nicht unbedingt in den Chroniken stehen. Er hob einfach die Schultern. "Was soll geschehen sein? Wenn etwas passiert wäre, wäre doch einer von uns heute nicht hier aufgekreuzt, geschweige denn jemals wieder."

Nach kurzem schweigen erhob sich Methos. "Ich geh dann mal!"

Bevor Joe etwas erwidern konnte, war Methos durch die Tür verschwunden. Er atmete tief durch. Diese Unsterblichen würden ihm eines Tages die letzten Nerven rauben.

 

Duncan trottete versonnen über den Boulevard. Die Menschen um ihn herum redeten und lachten vergnügt. Die Sonne strahlte fröhlich vom azurblauen Himmel. Er hingegen hatte fast Lust noch einmal Kronos über den Weg zu laufen. Er ließ sich auf einer Bank nieder. Sofort scharte sich eine Gruppe Vögel um ihn (Autor: Touristenvögel!) und hofften auf ein paar Baguette- oder Croissant-Krumen. Duncan ignorierte sie. Ignorieren. Seine Gedanken schweiften zu Methos' letzten Worten. 'Wie lange willst du es noch ignorieren?' Ignorieren? Wie konnte er es ignorieren? Methos ließ ja keine Gelegenheit aus, sich ihm irgendwie zu nähern. Nein, das, was er wirklich ignorierte, war er selbst. Sich und seine Gefühle ignorierte er.

Duncan erwischte sich dabei, wie er die Szene, die sich zugetragen hatte, in Gedanken weiterführte und anstatt Methos von sich zu stoßen, es hätte passieren lassen. Als ihm klar wurde, was er sich da vorstellte, schüttelte er den Kopf. Wie schaffte es dieser alte Man immer wieder ihn so zu verwirren? Eines Tages würde er sein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Er musste sich dringend ablenken. Sein Blick schweifte über den Boulevard. Die Dämmerung setzte ein und die Zahl der Menschen reduzierte sich. Ein kühler Wind kam auf. Als sich die Sonne dem Horizont näherte, stand Duncan auf und ging nach Hause.

 

Methos hatte keine Präsens gefühlt, als er sich Duncans Apartment näherte. Er schloss daraus, dass jener auch nicht zu Hause war und dass er wohl warten müsste. Mit geschickten Fingern und einem Stück Draht hatte er die Tür zum Apartment in Sekunden auf. Bevor er eintrat, zog er jedoch seine Schuhe aus. Er kannte Duncan und wusste, dass alles picobello aufgeräumt und sauber war und da er aus Versehen in Hundekot getreten war und Duncan nicht unnötig verärgern wollte, ließ er die Schuhe draußen. Die einsetzende Dämmerung hüllte das Apartment in dunstiges Zwielicht. Tastend suchte Methos nach dem Lichtschalter und trat mitten in die Scherben der Tasse, die den Eindringling schmerzlichst empfingen. Mit einem Schmerzensschrei hüpfte Methos zur Couch. Ein paar Splitter waren durch seine Socken tief ins Fleisch eingedrungen. Blut tropfte auf den Boden. Methos biss die Zähne zusammen. Himmel, was hatte der Highlander jetzt schon wieder angestellt? Sollte das seine Rache sein? Verflucht! Er wollte sich doch entschuldigen. Umsonst rannte er doch nicht durch die ganze Stadt und dachte sich passende Erklärungen aus!

 

Duncan hörte den Schmerzensschrei im gleichen Moment, in dem er die Präsens spürte. Schlagartig fiel ihm die zerschepperte Tasse ein, die er nicht aufgekehrt hatte. Aber das war jetzt erst einmal unwichtig. Methos war zurück - und war scheinbar mitten in die Scherben gelatscht. Duncan versuchte ruhig zu bleiben und betrat das Apartment, das im Dämmerlicht lag. Er konnte Methos auf der Couch erkennen. Nur zu gut konnte er sich dessen wütenden Gesichtsausdruck vorstellen, in dem ein Schein von Schmerz mitspielte. Und es wurde ihm Recht gegeben, als er das Licht einschaltete. Methos saß mit wut- und schmerzverzerrtem Gesicht auf der Couch und schaute verdutzt zu ihm rüber.

Methos starrte Duncan an. Wo kam der denn plötzlich her? Er hatte seine Präsens gar nicht wahrgenommen. Sein Gehirn erinnerte ihn an die Schmerzen im Fuß. Der hatte wohl alle Wahrnehmungen für einen Moment ausgeschaltet gehabt und trieb ihm auch noch ein paar Schweißperlen auf die Stirn.

Methos beobachtete Duncan, wie der scheinbar völlig unbeeindruckt den Mantel ablegte und ins Bad ging. Er verzog wütend das Gesicht. Kurz darauf kam Duncan zurück. In den Händen hielt er eine Erste-Hilfe-Box und ein Handtuch. Er kniete sich vor Methos und legte das Handtuch auf die kleine Pfütze Blut. Es sog das rote Leben sofort auf. Duncan machte sich derweil an der Erste-Hilfe-Box zu schaffen und holte Schere, Pinzette und Desinfektionsmittel heraus. Fasziniert beobachtete Methos die Handbewegungen des Highlanders. Er bedauerte zutiefst, dass er sich vor Schmerz kaum regen konnte.

Duncan spürte Methos' Blick auf sich ruhen. Konnte der alte Mann nicht einmal in dieser Situation seine Begierden zügeln? Unsanft entfernte Duncan die Socke von Methos' Fuß. Der schrie vor Schmerz auf. 'Willst du mich umbringen, Highlander?' Duncan hatte keine Lust zu antworten und setzte statt dessen die schmerzhafte Prozedur fort.

Methos hätte am Liebsten wieder geschrien. Das war sicher Rache, was Duncan mit ihm anstellte. "Tut mir leid", keuchte er, als der zweite Splitter entfernt war. Duncan sah ihn kurz fragend an. "Das von heute früh." Duncan blickte wieder auf den Fuß und machte sich daran, die kleineren Splitter herauszuziehen. "Ich wollte ... argh! ... dir ... nicht zu nahe treten ..." 'Verflucht, das tut weh, Duncan!', wollte er sagen, aber unterdrückte den Impuls. "... Es kommt ... nie ... wieder vor! Ich verspreche es!" Duncan reagierte nicht. "Was denn noch? Soll ich es auf die Straße brüllen, dass es mir leid tut?" Methos sah, wie Duncan mit dem Desinfektionsmittel hantierte. "Nein! Nicht das auch noch!" Methos presste die Lippen zusammen. Der Schmerz überflutete ihn und entlockte ihm ein leises Winseln. Als das brennende Gefühl nachließ, bemerkte er, wie Duncan ihm einen Verband um den Fuß wickelte. Dann stand er auf und verschwand wieder im Bad.

Im Bad angekommen seufzte Duncan. Er hatte nicht ein Wort über die Lippen gebracht. Nicht einmal eine Silbe. Er legte das blutige Handtuch in Waschbecken und ließ kaltes Wasser darüber laufen. Derweil verstaute er die Erste-Hilfe-Box wieder im Spiegelschränkchen. Anschließend wandte er sich wieder dem Handtuch zu. Er roch das Blut, das beim Auswaschen über seine Hände rann. Er konnte es fast schmecken. Das Wasser war rot gefärbt. Rot wie der Mond in seiner Finsternis. Duncan hatte wahrlich viel Blut gesehen in seinem Leben, es gerochen und auch geschmeckt, aber dieses hier roch anders - süßlich. Duncan schüttelte den Gedanken ab und hängte das Handtuch zum Trocknen auf.

Methos hockte allein auf der Couch und wandte seinen Blick nicht vom Bad. Er lächelte, als Duncan wieder herauskam. "Danke!" Vorsichtig schlug er mit einer Hand auf die verletzte Fußsohle, um zu zeigen, dass die Wunde verheilte. Duncan nickte stumm und ging in die Küche. 'Sprich mit mir!', flehte Methos' innere Stimme. Duncan holte Handfeger und Kehrbesen hervor und kehrte die Scherben der Tasse zusammen.

Methos' Blick heftete sich an Duncans Po, als der sich bückte. Noch bevor Methos einen klaren Gedanken formulieren konnte, schüttelte er den Kopf und verbannte ihn aus seinem Gehirn.

Nachdem Duncan die Scherben in den Müll verfrachtet hatte, kam er wieder zu Methos und ließ sich vor ihm nieder. Methos begann es unwillkürlich in den Händen zu jucken. Am liebsten hätte er den Schotten an sich gezogen und ihn geküsst, aber sein Verstand behielt die Oberhand. 'Nicht mehr riskieren, als nötig. Sei froh, dass er dich nicht wie einen Hund davonjagt', drang die sachliche Stimme aus seinem Gehirn.

Was dann jedoch passierte, ließ seinen Verstand Sommerurlaub machen. (Autor: In der Karibik, ausgestreckt am Strand des azurblauen Meeres unter einem Sonnenschirm, umgeben von wunderschönen Eingeborenen, auf dem Tisch neben ihm ein Glas köstlicher Kokosmilch mit einem Schuss Rum, ein Teller süßer Früchte und zu seinen Füßen der weite Horizont.)

 

Duncan kniete vor Methos. Die Wunde sollte mittlerweile wieder verheilt sein. Also löste er den blutigen Verband. Der süße Duft des Blutes stieg ihm wieder in die Nase. Einen Moment zögerte er. Methos' nackter Fuß war genau vor ihm. Bevor er wusste, was er tat, berührten seine Lippen das schlanke Fußgelenk. Duncans Gedanken überschlugen sich. Was tat er da? Und warum? Und überhaupt, war er jetzt überhaupt nicht mehr zu retten?

'Nein! Ich bin schon lange verloren!', beantwortete er sich selbst die Frage. Die Reste des süßen Blutes fesselten seine Sinne. Er richtete sich auf und sah Methos in die Augen.

Donner! Methos glaubte vom Blitz getroffen zu sein. Er saß senkrecht auf der Couch und starrte Duncan mit geweiteten Pupillen an.

 

(Autor: Warnung!!!! Ich hab mir die Sache mit dem Sex noch mal überlegt, also wer etwas dagegen hat, dass die beiden Süßen zusammen ins Bett steigen, sollte jetzt mal ganz schnell die Kurve kratzen!!!! Beschwert euch bei meinen Betas; haben gesagt, dass da noch was fehlt! *WFH* Und wenn man einmal angefangen hat ... )

 

Duncan glaubte neben sich zu stehen. Er sah, wie seine Hände die Hüfte seines Gegenübers umfassten.

"Ich liebe dich!" Methos dachte, er rutschte von der Couch herunter. Er musste träumen. Hatte wirklich Duncan diese Worte ausgesprochen oder war das nur seine Einbildung? Oder war es vielleicht doch ein Traum? Dann aber einer, aus dem er nicht wieder aufwachen wollte.

Duncan war plötzlich wieder bei Sinnen. Er hatte es wirklich gesagt und im gleichen Augenblick hatte er gewusst, dass es die Wahrheit war. Die Wahrheit, die er schon eine Ewigkeit suchte. Das Blut schoss ihm in den Kopf. Er senkte den Blick. Methos hatte sich nicht gerührt, hatte ihn nur ungläubig angestarrt. Er hatte wohl einen Fehler begangen, Methos zu sagen, was er schon so lange im Verborgenen empfand. Duncan unterdrückte den Drang aufzustehen und alles zu vergessen, zu tun, als wenn nichts geschehen wäre. Methos würde ihm schon sagen, wenn ihm etwas nicht passte. Er schaute wieder auf. Im nächsten Moment fanden sich seine Lippen von einem anderen Paar Lippen gefangen.

Methos löste sich aus seiner Erstarrung und handelte, bevor Duncan es sich wieder anders überlegen konnte. Egal ob Wahrheit oder Traum, er konnte es nicht mehr unterdrücken. Ohne Vorwarnung küsste er Duncan. Die weichen Lippen des Highlanders fühlten sich unglaublich gut an. Viel besser, als er sich erträumt hatte. Zu seiner Überraschung wurde er auch nicht wieder weggestoßen, sondern sein Kuss zaghaft erwidert.

Duncan spürte, wie sich alles zu drehen begann. Er öffnete seinen Mund und ließ Methos' Zunge ein. Er schmeckte die süße Leidenschaft. Wie selbstverständlich umschlossen seine Arme Methos' Hüfte und zogen ihn näher zu sich heran.

Methos rutschte von der Couch in Duncans zärtliche Umarmung. Dessen starke Hände glitten über seine Schultern. Nein, das konnte unmöglich wahr sein. Sanft drückte er Duncan von sich. Traurige, rehbraune Augen blickten ihn an, fragten ihn, ob es ein Fehler war, was geschah. Methos streichelte das lange schwarze Haar. "Sag mir, dass das kein Traum ist", flüsterte er. "Sag mir, dass ich nicht allein in meinem Bett liege und das nur träume!"

Duncan sah in die betrübten Augen. "Ich kann nicht", erwiderte er leise. Mit seiner Hand berührt er die schönen Konturen des bezaubernden Gesichts. "Ich weiß es nicht!"

"Und wenn es einer ist?"

"Dann wacht einer von uns auf und nichts ist geschehen." Duncan wollte Methos dichter an sich drücken, aber der sträubte sich und Duncan sah ihn verwundert an.

Methos verstand die Welt nicht mehr. Einmal weil er heute früh fast riskiert hatte, seinen Kopf an denjenigen zu verlieren, auf dessen Schoß er jetzt saß und zweitens weil endlich sein größter Wunsch in Erfüllung gehen sollte und sein Verstand ihn davon abhielt, ihn wahrzunehmen. (Autor: Kurz aus dem Urlaub zurück!)

"Duncan, wenn ..."

Duncan legte Methos einen Finger auf die Lippen. "Kein Wenn und Aber, nur Hier und Jetzt", murmelte er. Dann zog er Methos in seine Arme und küsste ihn. Er wusste nicht, was er tat, nur dass es selbstverständlich für ihn war.

Ja, das war der Duncan, den Methos kannte. Selbstbewusst, zielstrebig, leidenschaftlich. Er glaubte im Kuss des Highlanders zu versinken und plötzlich war ihm egal, was folgen würde. Er schlang seine Arme um Duncan und spürte das süße Feuer, das durch seine Adern schoss. (Autor: Verstand wieder zurück zu den wunderschönen Eingeborenen!)

Duncan war überwältigt von Methos' leidenschaftlichem Ansturm. Er befreite sich aus der Umarmung und holte tief Luft. Er strich über die rot schimmernden Wangen des alten Mannes. "Das ist unmöglich ein Traum", stellte er lächelnd fest und umfing wieder dessen schlanken Körper. Langsam lehnte er sich zurück bis sein Rücken den Boden berührte. Dabei zog er Methos über sich.

Methos lächelte. Nein, das war kein Traum, das konnte man unmöglich träumen. Er beugte sich über Duncan und seine Hand fuhr er über Duncans Hüfte, seine Lippen liebkosten seinen Hals, während Duncans heißer Atem seinen Nacken streichelte. Schließlich fanden sich ihre Lippen in einem innigen Kuss. Ihre Zungen spielten und schmeckten einander scheinbar eine Ewigkeit.

 

Mittlerweile war es draußen tiefe Nacht. Duncan und Methos lagen umschlungen auf dem Boden des Apartments. Ihre Hände erforschten gegenseitig ihre Körper. Plötzlich stützte Methos seine Arme neben Duncan auf und schaute ihn kurz an. Dann erhob er sich und ging zur Tür. Duncan sah ihn entsetzt und traurig nach. Würde er ihn wirklich einfach so zurück lassen? Hastig sprang er auf.

 

Methos stand neben der Tür. Sich vorsichtig umschauend, ob Duncan nicht vielleicht irgendwo eine Scherbe übersehen haben könnte. Aber natürlich fand er keine. Sein Blick schweifte zu Duncan, der aufgesprungen war und im nächsten Moment drückte er den Lichtschalter. (Autor: Ne, ne, nicht die Türklinke - bin doch nicht blöde!) Für einen kurzen Moment war alles schwarz, nur das schwache Licht der Straßenlaternen schien herein. In diesem schwachen Schein erkannte Methos nach kurzer Zeit die Silhouette einer wundervollen Gestalt - einer betörenden, aufreizenden Gestalt. Langsam und bedächtig, um nicht zu fallen, ging er auf diese Gestalt zu.

 

Als Duncan sich an das Dunkel gewöhnt hatte, sah er sich kurz um. Er glaubte zu träumen, denn er sah einen schlanken, anbetungswürdigen Engel, der mit verführerischen Bewegungen auf ihn zu kam. Er schloss ihn in seine Arme und wohltuende Wärme umfing ihn. Er nahm das bezaubernde Gesicht in seine Hände und langsam fuhr er mit den Daumen über die verführerischen Lippen. Dann schloss er einen Arm um die Schulter des Engels, beugte sich etwas nach unten, griff unterhalb der Hüften und hob ihn auf seine Arme.

 

Nach einigen Sekunden der scheinbaren Schwerelosigkeit fand sich Methos auf Duncans Bett wieder, Duncan über ihn gebeugt mit einem sinnlichen Lächeln auf den vollen Lippen. Er hob sein Becken etwas an, was zur Folge hatte, das sein Schwanz enger an Duncans Schenkel gedrückt wurde. Leise stöhnte er auf. Seine Hände suchten Halt an den starken Schultern des Highlanders. Er sah das Leuchten in Duncans Augen und zog ihn an sich.

"Denk es nicht nur! Tu es!", forderte Methos. Noch bevor er etwas anderes denken konnte, spürte er die fordernden Hände auf seinem Körper, die verlangend unter seinen Pullover und in seine Hose schlüpften. Er konnte nur noch tief Luft holen, als das Prickeln ihn vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen überkam. Die heißen Lippen an seinem Hals verstärkten das Gefühl nur noch mehr und ein weiteres Stöhnen rann über seinen Lippen.

Duncan war fasziniert von dem betörenden Stöhnen seines Engels. Sein Geschlecht reagierte lebhaft darauf. Er schloss Methos fest in seine Arme, der sich dichter an ihn presste. Duncan hatte das Gefühl, dass er jeden Moment anfangen würde zu schweben. Dieses berauschende Gefühl war völlig neu für ihn, trotzdem glaubte er, ein zu lang vergessenes Sehnen neu zu ergründen. "Mein süßer Engel", flüsterte er. Seine Hände schoben den Pullover seines Geliebten hoch und zog ihn vorsichtig über den Kopf.

Der Pullover blieb nicht lange allein auf dem Boden, schon kurze Zeit später gesellte sich ein zweiter zu ihm und noch ein paar Minuten später hatten sich ein Paar Hosen und eine Unterhose der Runde angeschlossen. (Autor: Ja, nur eine! Wer wird wohl keine an haben?!? *Rrrrrr*!)

Methos fühlte die kreisenden Bewegungen von Duncans Zunge. Seine Hand wühlte in dessen Haar und veranlasste ihn dazu seinen Penis noch tiefer zu schlucken.

Methos stöhnte laut. "Duncan ... bitte schluck es!" Eine selten erlebte Hitze stieg in ihm auf und ließ alle Muskeln verkrampfen. Er beugte sich nach hinten in die Kissen, seine Hände krallten sich in die Laken, als ihm die Hitze tiefe Schauer durch den Körper jagte.

Duncan schmeckte den bitteren Samen und unterdrückte den plötzlichen Hustenreiz. Er schluckte ihn hinunter. Genüsslich leckte er anschließend noch ein wenig an Methos' Glied, das sich langsam senkte. Er hörte Methos' tiefen Atem, der nach Sauerstoff rang. Langsam beugte er sich über ihn und küsste seinen Hals. "Ich hoffe, es hat dir gefallen!"

Methos hätte fast gelacht. War das denn nicht eindeutig? Er nahm das Gesicht des Highlanders in seine Hände. Sanfte Müdigkeit legte sich auf seine Augen, aber das Antlitz dieses Mannes ließ es ihn vergessen. "Lass es mich schmecken", bat er.

Duncans Lippen umschlossen Methos'. Seine Zunge glitt in den Mund, der ihn begierig empfing. Er spürte Methos' Hände, die über seinen Körper streiften und ihn dicht an den Engel pressten.

Methos lächelte in sich hinein, als er die erregte Bewegung von Duncans Glied spürte. Einen kurzen Moment fragte er sich, ob Duncan jemals zuvor mit einem Mann geschlafen hatte. Er lachte fast wieder - über sich selbst, wegen dieses Gedankens. Nein, sein Highlander hatte es unter Garantie noch nicht getan. 'Ein Grund mehr, ihn nicht gehen zu lassen', säuselte die Stimme in seinem Gehirn. 'Du kannst ihm also noch ein paar Kleinigkeiten beibringen.' Methos schüttelte den Gedanken ab. Er wollte es nicht überstürzen, wollte die Blüte ihrer Leidenschaft nicht zerstören, bevor sie erblüht war. Er spürte die Hände seines Geliebten auf seiner Hüfte ruhen. Fast unweigerlich öffnete Methos seine Beine, im nächsten Augenblick erschrocken über die Selbstverständlichkeit, mit der er es tat.

Duncan zögerte. Er hatte nicht erwartet, dass Methos sich ihm so freizügig hingab. Etwas verwirrt blickte er zu ihm auf. Methos wirkte auf den ersten Blick ebenfalls verwirrt, aber schließlich lächelte er.

Methos griff nach Duncans Hand. Zärtlich küsst er jeden Finger und umschloss schließlich den Zeigefinger mit seinem ganzen Mund.

Duncan holte tief Luft, als er das leichte Saugen spürte. Es erregte ihn.

"Mach es vorher etwas feucht", lächelte Methos.

Vorsichtig schob Duncan seinen Finger in die Öffnung. Methos' Hände umfingen wieder die Laken, er stöhnte leise. Duncan verstand. Langsam bewegte er den Finger vor und zurück. Nach wenigen Bewegung mochte er nicht mehr warten. So unbekannt dieses Spiel auch für ihn war, so sehr reizte es ihn auch. Er beugte sich über Methos und küsste seinen Hals. Sein Finger hatte die Öffnung verlassen.

Methos blickte in die unentschlossenen Augen. Sanft strich er über das geliebte Gesicht. Lächelnd sagte er: "Du willst es, ich will es ... also tu es!"

Duncan vereinte ihre Lippen zu einem Kuss. Langsam drang er in Methos ein. Ein leiser Schmerz erfüllte seinen Schwanz, wurde jedoch von einer Welle der Lust und Leidenschaft hinweggespült. Er begann sich zu bewegen und das neue Gefühl zu erkunden. Methos war eng und heiß, sein leises Stöhnen machte Duncan fast wahnsinnig.

Methos spürte, wie Duncans Stöße fordernder wurden. Er füllte ihn aus. Mit seinen Stößen bestimmte er den Rhythmus. Methos spürte, wie er diese Situation genoss, wie sie ihn erregte und sein Glied wieder hart wurde. Tiefer und tiefer drang Duncan in ihn ein.

Duncan spürte Methos' Erektion an seinem Bauch. Er ließ seine Hand darüber gleiten und massierte sie. Eine erneute Welle der Lust überkam ihn und ließ die Hitze in seinem Körper ansteigen. Er konnte nichts anderes tun, als sich über Methos' Nacken zu beugen und hinein zu beißen, um nicht laut zu schreien, als er sich in ihm ergoss.

Methos spürte den Biss im Nacken kaum noch. Duncans Leidenschaft hatte ihn fast betäubt. Als er sich aus ihm zurückzog, hatte er das Gefühl zu verbrennen. Seinen Schwanz zwischen ihren heißen, verschwitzten Körpern zu spüren, war atemberaubend. Duncans heißer Atem in seinem Nacken unterstrich die Erektion. Methos wusste, dass er das nicht mehr lang durchstehen würde. "Duncan ..."

Duncan spürte Methos' Bewegungen. Er spürte die heiße Erektion und wusste, dass er diese Nacht viel gelernt hatte, aber es noch viel mehr zu entdecken gab.

"Nimm mich", hauchte er in das Ohr seines Geliebten. Kurz beobachtete er den zweifelnden Gesichtsausdruck seines Engels. "Du willst es, ich will es ... also tu es", wiederholte er dann Methos' eigene Worte. Behutsam glitten seine Finger über die geschwollenen Lippen des Engels. "Nimm mich!", wiederholte er.

Methos spürte Duncans verführerische Bewegungen. Aufreizend rieb er sich an ihm und massierte dadurch Methos' Geschlecht. Methos stöhnte leise. Alles in ihm schrie danach den Highlander in die Laken zu drücken und ihn zu nehmen, aber ... "Was heißt hier aber?", mischte sich die innere Stimme ein. "Er will es, du willst es ... also tu es!"

Methos lächelte. Der erwartungsvolle Blick seines Geliebten ließ keinen Zweifel, er wollte es.

Er stützte sich auf und hielt Duncan im Nacken.

Duncan spürte plötzlich die Laken unter seinem Rücken. Methos hatte ihn elegant fordernd in Rückenlage befördert. Jetzt spürte er heiße Hände, die über seinen Körper glitten und heiße Lippen, die seinen Hals reizten. Die Hände wanderten über seine Hüften zu seinen Schenkeln und seinem Po und massierten ihn sanft. Duncan atmete schwer, Methos rhythmische Bewegungen ließen ihn fast den Rest seines Verstandes verlieren. Behutsam wurden seine Schenkel auseinander gedrückt. Er öffnete sie bereitwillig. Ein schlanker Finger erbat Einlass in seinen Mund.

Methos führte den feuchten Finger zu Duncans Eingang. Bevor er eindrang, beugte er sich zu Duncans Ohr. "Entspann dich, Love, sonst tut's weh", hauchte er.

Duncan nickte kaum merklich. Er hielt Methos' Nacken als der Finger in ihn hineinglitt. Kurz musste er tief Luft holen um von dem betörenden Gefühl nicht überwältigt zu werden. Kurz darauf wurden die Bewegungen des Fingers durch ein anderes Gefühl ersetzt.

Methos hielt inne. Schmerz durchdrang seinen Körper. Nach einer Sekunde des Verweilens hob er seine Hand an Duncans Gesicht und küsste seine Stirn. "Entspann dich, Love, es ist gleich vorbei", hauchte er.

 

Diese Stimme; sie könnte ihn sogar dazu bringen, sich zu töten. Duncan öffnete die Augen. Der Schmerz war allgegenwärtig. Seine Hand suchte Methos' Finger und schmiegte sein Gesicht in sie, versuchte ruhig zu atmen. Er spürte, wie Methos tiefer in ihn eindrang und sich langsam in ihm bewegte. Verlangende Lippen umfingen seinen Mund und eine Zunge drang in ihn ein. Aller Schmerz und alles Denken wurde weggespült und hinterließ lustvolle Leidenschaft.

Methos wurde von Duncan dicht an ihn gepresst. Ihre Zungen umschlangen einander in unendlichem Verlangen. Ja, so sollte, musste es sein. Er spürte wieder die Hitze in sich aufsteigen, stärker als jemals zuvor. Mit einem Stöhnen löste er die Verbindung ihrer Lippen.

Duncan stöhnte sehnsüchtig. Er spürte Methos' Stöße, hörte seinen schnellen Atem.

Methos ließ sich von Duncan wieder an ihn pressen. Er ließ es geschehen, ließ die Hitze über sich kommen und seinen Körper beben. Alles wurde von ihm geschwemmt. Nur noch der Wunsch, in den starken Armen seines Geliebten zu ruhen, blieb.

Duncan hielt den schlanken Körper umschlungen. Zu unsicher war alles, was geschehen war. Er streichelte die wilde Mähne seines Liebsten.

 

Methos stützte sich auf und sah Duncan in die Augen. Ein Feuer schien in ihnen zu brennen. Kurz darauf schmiegte er sich er sich in die Arme seines Geliebten. Der Hauch einer Berührung strich über seine Wange.

Duncan hielt seinen Engel in den Armen und lauschte seinem gleichmäßigen Atem. Noch einmal stahl er sich einen sanften Kuss von Methos' Lippen bevor er sich der warmen Müdigkeit hingab.

 

Die Sonne stand weit über dem Horizont, als Methos erwachte. Ihm war kalt, etwas fehlte. Sein Blick glitt über die Laken, keiner war mehr dort. Er spürte auch keine Präsens. Hatte er nur geträumt? Nein, das war unmöglich! Er fühlte, dass es geschehen war! Es musste geschehen sein. Verzweifelt zog er die Decke eng um sich. Fort! Tränen stiegen ihm in die Augen. Tränen? Warum weinte er? Duncan war fort und er hatte es doch fast schon erwartet. Als er einschlief, hatte er gewusst, dass er allein wach werden würde. Sicher lief Duncan gerade über den Boulevard und wartete, bis er das Apartment verlassen hatte. Er hatte ihn sicher nur aus Rücksicht weiter schlafen lassen.

Aber Methos konnte sich nicht bewegen. So sehr er auch wollte, sein Körper gehorchte ihm nicht.

Plötzlich spürte er die Präsens.

Duncan schlich ins Apartment. Wie es schien, schlief Methos noch. Er lächelte und betrat die Küche. Nach einer Weile blubberte die Kaffeemaschine fröhlich vor sich hin und der Tisch war gedeckt. Fehlte nur noch sein Liebster.

Methos hielt die Augen geschlossen. Duncan schien ihn gar nicht zu beachten und arbeitete seelenruhig in der Küche. Hat es ihm denn gar nichts bedeutet?

Duncans Blick wanderte immer wieder zu Methos, der ruhig auf dem Bett lag, während er auf den Kaffee wartete. Verwundert stellte er schließlich fest, dass sich Methos' Hände in die Decke gekrallte hatten. Leise ging er zu ihm hinüber.

Methos unterdrückte den Zwang unter die Decke zu schlüpfen, als Duncan näher kam. Den Rausschmiss würde er mit Würde überstehen. Über das 'Wie weiter?' würde er sich dann Gedanken machen.

 

Duncan setzte sich vorsichtig auf die Bettkante. Überrascht entdeckte er die schimmernden Tränen auf Methos' Wange. Kurz beobachtete er ihn, ließ seinen Blick über den von der Decke kaum verborgenen Körper gleiten. Er war so wunderschön. Tränen zerstörten ihn.

Behutsam legte Duncan eine Hand an die Wange und wischte mit dem Daumen die Tränen fort. "Süßer Engel, ich bitte dich, du darfst nicht weinen", sagte er.

Methos begann unter der zarten Berührung der Hand zu zittern. Als er Duncans Worte hörte, konnte er eine weitere Träne nicht unterdrücken. Wie hatte er sich doch geirrt. Duncan hatte ihn nicht verlassen, er war bei ihm. Er öffnete die Augen und schlang seine Arme um Duncans Hals. "Guten Morgen, love", sagte er so ruhig wie möglich.

Duncan spürte das Zittern und schaute verwirrt auf seinen schlanken Engel, der sich an ihn schmiegte. Beruhigend legte er seine Arme um ihn. "Guten Morgen, mein Engel."

Er nahm Methos Gesicht in seine Hände und streichelte die glühenden Wangen. Er schaute in die feucht schimmernden Augen und auf die zitternden Lippen. Dann küsste er die Tränen und das Zittern fort.

Behutsam streichelte er das wirre Haar. "Ich habe Croissants geholt. Möchtest du frühstücken?"

Methos' Herz raste vor Freude, er spürte die starken Arme, die ihn hielten und hörte die sonore Stimme, in der Sorge mitklang. Er konnte nur nicken. Er hatte wirklich Hunger.

Duncan lächelte. Auf der einen Seite schien sein Liebster wirklich Hunger zu haben, auf der anderen Seite jedoch schien er nichts davon zu halten, ihn loszulassen. Also hob er ihn samt Laken aus dem Bett und setzte sich an den Tisch. Methos blieb beharrlich auf seinem Schoß sitzen.

Methos stieg der köstliche Duft von frischen Croissant und Kaffee in die Nase. Gierig griff er nach dem Gebäck und der Konfitüre.

Duncan beobachtete Methos, wie er genüsslich in das bestrichene Croissant biss und ein schnurrendes "HMM!" verlauten ließ.

"Dasch ischt köschtlisch", schmatzte er und wedelte etwas mit dem Croissant durch die Luft.

"Darf ich mal kosten?", fragte Duncan. Methos reichte ihm bereitwillig das Croissant, aber Duncan drückte den Arm beiseite und griff nach Methos' Kinn. Ihre Lippen trafen sich und Duncan drang mit seiner Zunge in Methos ein. Nach einer Weile ließ er von ihm ab und leckte seine Lippen. "Mhm, das ist wirklich köstlich." (Autor: Die Szenenidee stammt von meinem Schätzchen! DANKE!)

Nachdem er seine Überraschung überwunden hatte, strahlte Methos bis über beide Ohren. Wieder bot er Duncan das Croissant an. Der biss, den Blick auf Methos gerichtet, hinein und kaute eine Weile, bis Methos seinen Anteil forderte.

Duncan war glücklich. Methos saß auf seinem Schoß, lachte und sie beide fütterten sich gegenseitig. Es war der schönste Augenblick in seinem Leben und er genoss ihn in vollen Zügen.

 

Plötzlich klingelte es energisch an der Tür. Ein wütendes Aufblitzen war in Methos' Augen zu erkennen. Auf Duncans Lippen verzeichnete sich ein leises Schmollen.

Es klingelte wieder.

Methos erhob sich von Duncans Schoß und küsste ihn. "Ich sollte mich lieber anziehen. Wer weiß, wer dich zu dieser frühen Stunde sehen will."

Duncan schaute Methos nach. Sein Blick war von dem sich bietenden Anblick gebannt. Das Laken, das Methos bis vor wenigen Sekunden noch eingehüllt hatte, lag auf seinem Schoß und Methos schritt nackt zum Bett, wo er seine Sachen aufhob. Anschließend verschwand er im Bad.

"Schöner als jedes andere Wesen", huschte es Duncan durch den Kopf. Fast schmerzlich merkte er, wie sein Geschlecht den Störenfried verfluchte, der wiederholt klingelte. Er könnte sich wahrlich interessanteren Dingen zuwenden.

 

Methos stellte die Dusche an. Er hoffte inständig, dass es etwas wichtiges war, das die Person, die am frühen Morgen auftauchte, hertrieb. Am liebsten hätte er das Spielchen am Frühstückstisch noch eine Weile weiter gespielt, aber nun ... Er ließ heißes Wasser über seinen Körper strömen und seine Gedanken schweifen.

 

Mit einem möglichst freundlichen Gesichtsausdruck öffnete Duncan die Tür. Wieder Erwarten begann er wirklich zu lächeln, als er die Person an der Tür erkannte. "Joe. Komm doch rein. Wie wäre es mit einem Frühstück?"

Joe blickte Duncan verwundert an. "Frühstück? Es ist fast ein Uhr, ich habe bereits Mittagbrot gegessen." Er trat ein und ließ seinen Blick durch das Apartment schweifen. Schien alles ganz normal, scheinbar hatte kein Kampf stattgefunden. Erstaunt stellte er fest, dass der Tisch wirklich noch fürs Frühstück gedeckt war - für zwei, aber nur ein Platz war benutzt. Der Kaffee dampfte sogar noch vor sich hin. Joe grübelte. "Ich wollte nur mal sehen, wie es dir so geht. Du und Methos, ihr wart gestern ziemlich wütend und da dachte ich mir, ich schau mal besser nach euch." Er fragte sich plötzlich warum Duncan so gut gelaunt war. "Methos war nicht zu erreichen und da hab ich mir gedacht, ich schau mal bei dir vorbei."

Duncan lächelte. Er beobachtete den suchenden Blick des Beobachters. Er fragte sich, was er gerade dachte. "Methos ist gerade unter der Dusche", erklärte er.

Methos wurde von der gedämpften, tiefen Stimme aus seinen Gedanken gerissen. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. "Joe." Er stellte das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Nachdem er sich abgetrocknet hatte, schlüpfte er in Duncans Bademantel und verließ das Bad.

"Guten Morgen, Joe!" Duncan wandte sich unverwandt zu Methos und vergaß Joe für einige Sekunden. Er hätte wirklich besseres zu tun, als sich mit Joe zu unterhalten, zum Beispiel seinen Engel wieder aus diesem verfluchten Bademantel zu pellen, damit er diesen schönen Körper nicht mehr bedeckte.

"Morgen? Wann seid ihr aufgestanden? Es ist Mittag!", wiederholte Joe fassungslos.

Methos zuckte mit den Schultern. Sein Blick wanderte zu Duncan, der ihn scheinbar mit seinen Blicken auszuziehen versuchte. Demonstrativ zog er den Gürtel fester und wandte sich wieder zu Joe. "Ist etwas besonderes oder wolltest du nur zum Frühstück vorbeischauen?"

Joe schüttelte etwas genervt den Kopf. "Ich wollte mich nur vergewissern, dass ihr BEIDE heute Abend kommt und ich nicht einen von euch ausplanen muss", entgegnete er.

Methos grinste. "Ich glaube, wir werden beide erscheinen."

"Gut. Mehr wollte ich nicht wissen." Er wandte sich der Tür zu. "Dann bis nachher."

"Bis dann." Methos schloss die Tür hinter Joe.

Nur zwei Sekunden später wurde er von zwei Armen umschlungen und zwei Hände machten sich am Knoten des Bademantelgürtels zu schaffen. Protestierend drehte er sich zu Duncan, aber noch ehe er eine Silbe sprechen konnte, wurden seine Lippen durch einen Kuss zum Schweigen verurteilt.

Endlich glitt der Bademantel zu Boden. "Das ist viel besser", stellte Duncan zufrieden fest. Die wohltuende Wärme seines Engels umfing ihn und er streichelte Methos' dunkles Haar.

 
Ende

 
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