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Dreamland© by Rae ()
"Das ist ne verdammt seltsame Welt hier." knurrte Jack. Das einzige was es weit und breit zu sehen gab, war eine große Leere. Da war nichts, bis auf hunderte von Gemälden, die an den unendlichen Wänden rechts und links von ihnen hingen. Es sah aus wie ein endloser, riesiger, weißer Raum. Und mittendrin das Stargate. "Was soll das hier sein? Der Louvre?" "Wahrscheinlich sind die Bewohner dieses Planeten große Kunstliebhaber, Sir." meinte Sam. "Ziemlich eigenartige Kunst." murmelte Jack daraufhin während er eines der Bilder näher betrachtete. Er blickte auf eine grau-weiß schimmernde Fläche, die also laut Sam ein Kunstwerk sein sollte. Das nächste Bild, dass er sich ansah, stimmte in jedem Detail mit dem ersten überein und auch das dritte und das vierte und... "Sieht alles ziemlich gleich aus. Muss wohl jemand ne künstlerische Blockade gehabt haben." sagte er mit dem für Jack O'Neill bekannten Sarkasmus in der Stimme. "Ich frage mich, wer für das hier verantwortlich ist. Ich meine, irgendjemand muss die Bilder ja schließlich gemalt haben." meinte Daniel während auch er sich die <Kunstwerke> ansah. "Ich denke, ich kann euch weiterhelfen." erklang plötzlich eine ihnen unbekannte Stimme. Sie drehten sich in die Richtung um aus der die Stimme kam und erblickten eine alte Frau, die in weiße Gewänder gehüllt war. "Entschuldigt bitte, dass ich euch so erschreckt habe, mein Name ist Rayenne. Und das ist meine Welt." erklärte sie mit ihrer alten, gebrechlichen Stimme. "Hi. Ich bin Colonel Jack O'Neill, und das ist mein Team, SG 1." entgegnete Jack. Daniel trat hinter Jack hervor und reichte der Dame die Hand. "Hallo, mein Name ist Daniel Jackson. Ich versichere ihnen, dass wir sie nicht lange aufhalten werden." "Jaja, und das ist Major Carter und hier ist unser Freund Teal'c." beschleunigte Jack die Vorstellung. "Ihr seid Goa'uld ?" fragte die Frau etwas verängstigt. Stille. Dann fiel Jacks Blick wieder auf Teal'c und ihm fiel ein, weshalb sie die Frage gestellt hatte. "Oh, nein, wir sind Menschen. Teal'c ist so gut wie einer von uns. Er hat die Goa'uld verraten und...naja, lange Geschichte." "Ihr seid also nicht aus feindlichen Absichten hier?" "Nein", erwiderte Daniel, "wir sind Forscher. Wir wollen etwas über deine Welt erfahren." "Über diesen Planeten?" "Ja." erwiderte Daniel. "Nun ja, waskann ich euch über meine Welt erzählen? Es gibt hier nicht viel. Nur das hier. Das ist meine Welt." erklärte Rayenne. "Du willst uns doch nicht etwa weiß machen, dass du die einzige lebende Person hier bist?!" meinte Jack ungläubig. "Oh doch. Es gibt niemanden außer mir hier." entgegnete sie. "Aber wie bist du hierher gekommen? Gab es früher vielleicht noch andere Menschen hier?" fragte Sam. "Mein Kind, multipliziere die Ewigkeit mit der Unendlichkeit, so lange gibt es mich schon. Ich war schon immer da. Und ich war immer schon die einzige." "Du bist also kein Mensch?" erkundigte sich Daniel. "Im eigentlichen Sinne...nein." antwortete Rayenne mit einem Lächeln. "Würdest du uns dann vielleicht mal verraten wer oder was du bist. Denn anscheinend bist du ja nicht das, was du vorgibst zu sein." forderte Jack sie ungeduldig auf. "Ich bin eine Wächterin." "Und....?!" Jack kam es vor als müsse er der alten Frau alles aus der Nase ziehen. "Ich bewache diese Bilder." fügte Rayenne hinzu. "Dieses Zeug da? Die Dinger müssen bewacht werden? Vor wem? Ausser Daniel würde mir niemand einfallen, der sich sowas an die Wand hängen würde." schoss es aus Jack heraus und er wies mit der Hand auf den verwunderten und etwas beleidigt ausehenden Archäologen. "O'Neill, wir sollten nicht so unfreundlich zu Rayenne sein. Sie kann nichts dafür, dass du ihre Kunst nicht magst." ermahnte Teal'c den Colonel. "Äh, entschuldigung. Ich wollte wirklich nicht unhöflich sein, äh, aber, naja, ich habe viel Stress, und..." "Du musst dich nicht entschuldigen. Du kennst ja die wahre Bedeutung dieser Kunstwerke nicht." erwiderte Rayenne. Doch Jack hatte ihr garnicht zu gehört. Er bemerkte, dass Sam seit einiger Zeit etwas abwesend da stand. Und hatte er bemerkt, dass Sam sich auf eines der Bilder zubewegt hatte und es jetzt genauer betrachtete. Sie wusste nicht warum, aber es hatte eine eigenartige, anziehende Wirkung auf sie. Sie stand ganz in Gedanken verloren vor dem Gemälde, als ob sie in etwas versunken wäre. "Carter? Carter? Stimmt was nicht?" fragte Jack und rüttelte sie sanft wieder wach. "Was? Sir? Tut mir leid, haben sie was gesagt?" entgegnete Sam. Sie hatte gar nichts mitbekommen, von dem was um sie herum geschehen war. "Sie waren total weggetreten. Ist alles in Ordnung?" "Ja. Es ist nur dieses Bild..." "Was ist damit?" "Es zieht mich förmlich an." Jack betrachtete das Bild genauer. "Also ich weiß nicht was sie meinen. Für mich sehen die alle aus wie...naja, egal." "Nein, ich weiß nicht. Ich habe gerade an was gedacht, und als ich auf dieses Gemälde sah, da konnte ich es vor mir sehen, und es war, als ob es Wirklichkeit wäre." "An was haben sie denn gedacht?" wollte Jack wissen und schmunzelte. Sam sah Jack an und lächelte, dann wandte sie sich von ihm ab. "Das tut doch nichts zur Sache. Wichtig ist nur, wie ich es gesehen habe." "Oh Carter, mir können sie's doch sagen, wirklich !" bettelte Jack. "Äh, ich glaube es ist besser für jeden von uns wenn sie das nicht wissen." "Naja, wie sie meinen." Jack blieb noch eine Weile neben ihr stehen. Er starrte genau wie sie auf das Gemälde. Und kurz darauf wurde er unendlich müde. Das Bild vor seinen Augen war verschwommen, seine Glieder wurden schwer. Und auch Sam fühlte sich, wie vorhin schon einmal, wieder sehr müde. Sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, doch sie schien alles um sich herum kaum noch wahrzunehmen. Als Daniel und Teal'c, die sich bisweilen mit Rayenne über deren Planet unterhalten hatten, darauf aufmerksam wurden, dass Jack schon seit einiger Zeit keinen seiner sarkastischen Kommentare von sich gegeben hatte, konnte sie nur noch mit ansehen, wie sowohl er, als auch Sam kraftlos zu Boden sanken. "Sam! Jack!" rief Daniel und lief auf die beiden zu. "Wir müssen sie sofort ins Stargate-Center bringen!" rief Daniel...
"Gibt es schon irgendwelche Anhaltspunkte, weshalb sie ohnmächtig geworden sind?" fragte Daniel Dr. Janet Fraiser. "Tut mir leid Daniel. Ich konnte keine äußeren Einwirkungen feststellen. Ihr physischer Zustand ist völlig normal. Die Organe sind in keinster Weise beschädigt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was ihnen fehlt." entgegnete Janet. "Danke." meinet Daniel. Seit dem Einsatz auf Rayennes Planet waren bereits zwei Tage vergangen und Sam und Jack lagen noch immer im Koma.
Aber genau das ist es. Rayennes Planet. Es sind die Bilder. Das wäre zumindest eine Möglichkeit. "General, ich möchte noch einmal zu diesem Planeten." bat Daniel den General. "Dr. Jackson, ich weiß nicht, ob ich das gestatten kann." "Bitte, General. Es geht um Sams und Jacks Leben. Rayenne, die Bewohnerin des Planeten, hat sicher eine Antwort auf...naja, was auch immer. Es sind diese Bilder. Das glaube ich zumindest. Ich bitte sie!" Hammond nickte. "Also gut. Sie und Teal'c werden in 30 Minuten im SG-Raum erwartet."
"Rayenne!" rief Daniel. "Rayenne, zeig dich endlich!" "Daniel Jackson, wie nett, dass du mich erneut besuchst." sagte Rayenne, die plötzlich vor ihm stand. "Was hast du mit meinen Freuden gemacht?" fragte er. "Ich habe gar nichts getan." "O'Neill und Carter sind seit mehreren Tagen ohne Bewusstsein." erklärte Teal'c die Situation. "Wir fürchten um ihr Leben." fügte Daniel an. "Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Es geht ihnen gut." beruhigte sie Daniel und Teal'c. "Ach ja, und wieso liegen sie im Koma?" wollte Daniel wissen. "Sie liegen nicht im Koma. Sie schlafen nur." "Zwie Tage lang?" "Tage, Wochen, wer weiß wie lange." "Und wieso wachen sie nicht auf?" "Nun, mein Junge, weil sie es vermutlich gar nicht wollen." "Was? Ich verstehe nicht..." "Jack O'Neill und Samantha Carter befinden sich auf einer Traumebene. Dies hier ist der Planet der Träume. Dreamland." Wie Area 51?! schoss es Daniel durch den Kopf. "Jedes dieser Gemälde hier ist das Tor zu einer Traumwelt. Wie diese aussieht, bestimmen die Gedanken jener, die träumen." "Du willst also sagen, Sam und Jack sind in ihren Träumen gefangen?" "Nein, sie sind keine Gefangenen. Sie können jeder Zeit aufwachen. Wenn sie es wollen."
Jack sah Sam liebevoll an. Er blickte tief in ihre blauen Augen, berührte sanft ihr Gesicht und strich ihr durch das blonde Haar. "Sam." sagte er und lächlte. "Jack." Einen Moment lang herrschte Stille. Sie sahen sich einfach nur so an. Sie sah in das braune Paar Augen, das Jack gehörte. In sein liebevolles und vertrautes Gesicht. Von diesem Moment hatte sie schon so lange geträumt. Das ist alles wie ein Traum. Wie kann denn das sein? Gerade... Ist egal, das hier passiert doch. Nur das zählt. dachte Sam bevor Jack sie zärtlich küsste. Es war ein Kuss, der so lange Zeit hatte entbehrt werden müssen. Doch hier und jetzt schienen alle Regeln nichts mehr zu zählen, keiner von beiden dachte in diesem Moment an die Konsequenzen dieses einfachen Kusses.
"General, das ist Rayenne, von P4X877. Wir wissen jetzt, was mit Jack und Sam los ist." teilte Daniel Hammond mit, als er und Teal'c wieder auf der Erde ankamen. "Willkommen, Rayenne!" begrüßte der General die alte Frau, die von Teal'c gestützt wurde. "Danke. Ich werde alles versuchen, um ihnen zu helfen, allerdings glaube ich kaum, dass es mir irgendwie möglich ist." erwiderte Rayenne. Daniel führte sie mit Teal'c und Hammond im Schlepptau auf die Krankenstation zu Carter und O'Neill. "Rayenne, was könen sie uns darüber sagen?" fragte der General. "Nun ja, Samantha Carter und Jack O'Neill haben eine Welt jenseits von hier betreten. Durch die Bilder auf meinem Heimatplaneten." erklärte Rayenne. "P4X877 ist ein Traumplanet. Rayenne nennt ihn Dreamland. Das einzige, was dort existiert, ist eine Reihe von Gemälden. Jedes von ihnen ist das Tor zu einer Traumwelt, wo sich zur Zeit auch Sam und Jack befinden dürften." fügte Daniel hinzu. "Also sind sie nicht in Gefahr?" erkundigte sich Hammond. "Major Carter und Colonel O'Neill befinden sich in einer sehr real erscheinenden Traumwelt mit unbegrenzten Möglichkeiten. Ihnen kann nichts geschehen. Allerdings können wir sie nicht aus dieser Welt befreien, das können sie nur selbst." erläuterte Teal'c. "Was meinen sie mit unbegrenzten Möglichkeiten?" wollte Hammond wissen. "Ich werde es an dem simplen Beispiel eines Apfels erklären," meinte Rayenne, "in dieser Welt brauchen sie lediglich an einen Apfel zu denken und im selben Moment halten sie einen in der Hand. Samantha und Jack können alles tun in dieser Welt. Es gibt keine Grenzen." "Es gibt keine Konsequenzen die sie fürchten müssten." ergänzte Teal'c. Und obwohl es niemand ausgesprochen hatte, wusste jeder, was er damit sagen wollte. "Es wäre also möglich, dass sie niewieder aufwachen?" erkundigte sich Hammond. Besorgnis klang in seiner Stimme mit. "Das wäre leider möglich." bestätigte Daniel die Vermutung des Generals.
Sanft wurde Sam von den morgendlichen Sonnenstrahlen geweckt. Langsam schlug sie die Augen auf. Nachdem sie sich angezogen hatte und die Küche betrat, wurde sie von Jack mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. "Guten Morgen, Süße!" flüsterte er ihr ins Ohr. "Hey Liebling!" erwiderte Sam mit einem Lächeln. Er hatte Frühstück für sie gemacht. Es war ein Tag, wie er schöner nicht hätte sein können. Sie war hier, bei Jack. "Wieso bist du eigentlich hier, Sam?" fragte Jack plötzlich. "Was?" "Wieso du hier bei mir bist?" "Weil ich mir nichts schöneres vorstellen könnte." "Und meine Macken nerven dich nicht?" "Deine Art von Humor ist etwas....naja...gewöhnungsbedürftig." "Ach?" "Ich liebe dich trotzdem." "Sicher?" Sam gab ihm darauf keine Antwort. Sie zog ihn zu sich heran und küsste ihn sanft auf die Stirn.
"Und es gibt nicht die geringste Möglichkeit, Jack und Sam zu erreichen?" fragte Daniel abermals. "Naja, ich bin mir nicht sicher, aber..." Rayenne kam nicht dazu, den Satz zu beenden. "Was?" unterbrach Daniel sie. "Träume werden durch die Kraft des Denkens gesteuert. Also wäre es vielleicht möglich, durch Telepathie und das Traumbild, durch das Samantha und Jack in die Welt Jenseits gelangt sind, in ihren Traum zu gelangen." erwiderte Rayenne. "Schön, dann brauchen wir nur noch einen Telepathen." Der Sarkasmus in Daniels Stimme war deutlich zu hören. Wo zur Hölle sollen wir jemanden auftreiben, der durch die Gedanken anderer spazieren kann? dachte er. "Nein, es genügt, wenn du dich ganz auf die beiden konzentrierst. Die Gedanken werden auf meiner Welt verstärkt. Du musst allerdings stets daran denken, dass du aufwachen musst." entgegnete Rayenne. "Gut, worauf warten wir dann noch?" meinte Daniel. "Dr. Jackson, Teal'c, Rayenne, ich erwarte sie in 45 Minuten am Stargate." sagte Hammond.
"Es ist dieses Gemälde hier. Hier haben wir sie gefunden." sagte Daniel. "In Ordnung, Daniel, jetzt sieh dir das Bild an und konzentrieren sie sich auf Samantha und Jack. Das muss im Moment dein einziger Gedanke sein." gab Rayenne ihm die Anweisungen, welche Daniel genau befolgte. Er sah auf das graumelierte Bild vor sich und seine einzigen Gedanken in dieser Sekunde galten Jack und Sam. Nur wenige Sekunden später fiel er, wie Carter und O'Neill zu Boden. "Er hat es geschafftt: Jetzt können wir nur noch abwarten." murmelte Rayenne.
Das einzige, was Daniel sehen konnte, war ein schwarzes Nichts. Er hatte völlig die Orientierung verloren und irrte auf dieser Ebene zwischen Realität und Traum umher. Langsam wurde er von der Panik ergriffen und begann zu rufen. "Sam? Jack? Hallo? Ist hier jemand? Jack?" rief er. Seine Rufe hallten in diesem unerklärbaren Nichts wieder, bis er schließlich einen kühlen Wind im Gesicht fühlte. Und als er das nächste Mal die Augen öffnete, stand er vor einem kleinen Haus mitten im Nirgendwo. Es war ein Ort, den er noch nie zuvor gesehen hatte. Er klopfte ein paar Mal an die hölzerne Tür, vor der er stand, doch als ihm niemand öffnete, ging er um das Haus herum zum Hintereingang. Das Haus lag direkt an einem großen See, umrandet von einer wunderschönen Landschaft. Das passt zu Jack, dachte Daniel. Er betrat die kleine Veranda und sah durch die Glastür, doch er konnte niemanden sehen. Die Tür war nicht verschlossen, also öffnete er sie und trat ein. Nun befand er sich in einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer mit einem riesigen Kamin. Er sah sich um, doch von Jack oder Sam war keine Spur. Bis sein Blick in die kleine Küche fiel, deren Tür zum Wohnzimmer hin offenstand. Da sah er, wie Jack Sam im Arm hielt und sie sanft küsste. "Jack? Jack! Sam!" rief er und ging auf sie zu. Sam und Jack lösten sich aus ihrer Umarmung. "Daniel? Was tun sie denn hier?" hörte er plötzlich Jack sagen. Und auch Daniel konnte zu dieser Situation nichts mehr sagen. Er hatte sowas zwar schon vermutet, aber dass diese Traumwelt ihm wirklich so real vorkommen würde, hätte er nie gedacht. "Verdammt sieht das alles echt aus!" murmelte er vor sich hin. Er begann schon fast diese falsche Realität anzunehmen, als er sich wieder an den eigentlichen Grund für diesen Besuch erinnerte. "Daniel? Geht's Ihnen gut?" riss Jack ihn aus seinen Gedanken. "Hä? Was? Ach so. Ahm, ja. Wieso?" "Sie haben was davon gefaselt, dass alles hier so echt wirken würde. Was dachten Sie denn?" "Ähm, es geht weniger darum, was ich denke, sondern um die Fakten." "Fakten? Ich verstehe nicht, worauf Sie hinaus wollen." meldete sich Sam zu Wort. "Sie wissen gar nicht, was hier vor geht, was?" "Daniel, ich verstehe gar nichts mehr. Sind sie auch sicher, dass Sie nichts geraucht haben?" wollte Jack wissen. Er tappte völlig im Dunkeln, was seine momentane Situation anging. "Naja, in Anbetracht der Situation ist es nicht leicht für mich, Ihnen das zu sagen..." Daniel warf einen Blick auf Sam und dann sah er wieder zu Jack. Er wusste, dass sie sich in dieser Welt wohl fühlten, weil sie hier nichts trennen konnte. Es gab keine Regeln, keine Gesetze, kein Militär. Es gab keinen Charlie, an den Jack ständig erinnert wurde. Es war ihr Traum. Und doch hatte Daniel keine Wahl. "Das alles hier...das Haus, der See, diese Landschaft. All das existiert nicht wirklich." erklärte Daniel. Jack und Sam sahen ihn gleichermaßen verwundert an. Als sei er nicht ganz dicht. "Ja, ich weiß, dass das seltsam klingt. Aber es ist so. Das hier ist das Produkt Ihrer Gedanken. Es ist nichts weiter als ein Traum. Wir befinden uns hier in einer Traumsequenz." "Daniel, ich glaube, Sie sind nicht ganz richtig heute Morgen. Wollen Sie mir weismachen, alles, was in den letzten Tagen passiert ist, habe ich nur geträumt?" hakte der Colonel nach. Daniel nickte. "Nein, nein Daniel. Ich werde doch wohl noch Traum und Realität unterscheiden können. Ich bin hier. Hier und jetzt. In meinem Haus. Mit meiner Frau." Er sah Sam an und lächelte. "Glauben Sie mir, Daniel, das hier kann unmöglich ein Traum sein. Wie sollte denn Sam hierher kommen? Wissen Sie, ich sehe sie, ich fühle sie," sagte er, während er nach Sams Hand griff und sie an seine Wange legte, "nein, das kann unmöglich alles nur ein Traum sein." "Jack hat recht, Daniel, ich meine, ich nehme alles wahr. Ich lebe doch. Es ist doch unmöglich, dass man im Traum alles so wahr nimmt, wie im wirklichen Leben. Und wenn es ein Traum wäre, dann wären wir doch spätesten jetzt aufgewacht, oder?" meinte Sam. "Glauben Sie mir, es ist nur ein Traum. Wie erklären Sie sich denn, dass sie von P4X877 direkt hierher gekommen sind. An was erinnern Sie sich? Jack, Sie sagten, Sam sei Ihre Frau. Erinnern Sie sich an ihren Hochzeitstag? An was erinnern Sie sich, nachdem Sie von P4X877 weg sind?" Langsam dämmerte es Jack und Sam, das Daniels These durchaus logisch erschien. "Wenn das alles hier gar nicht existiert, wieso ist es dann so real?" wandte sich Jack an Daniel. "Es ist der Planet. Rayennes Planet. Sie nennt ihn Dreamland. Es sind die Bilder. Sie sind der Weg in diese Traumwelt. Als Sie beide vor einem dieser Bilder standen, hatten Sie wohl die gleichen Gedanken. So wurden Sie in diese Welt gezogen. In der Realität schlafen Sie seit zwei Tagen ununterbrochen. Allerdings wussten Sie bis eben nicht, dass das hier nicht echt ist. Und wie man sieht, hatten Sie bisher auch keinen Grund um aufzuwachen." erklärte Daniel. "Ich erinnere mich, Jack." sagte Sam mit zittriger Stimme. Ihr wurde klar, dass alles, was passiert war, nicht wirklich gewesen war. Und dass sie zurück mussten. Und auch Jacks Erinnerung an Rayenne und den Planeten kehrte zurück. "Dann ist nichts von alle dem hier wahr..." stellte Jack fest. Seine Miene verfinsterte sich. "Wir müssen zurück." sagte Sam und drehte sich zu Jack um. Sie sah ihn an und konnte die Trauer in ihren Augen nicht verbergen. Sie wollte nicht, dass es zu Ende war. Sie wollte bei Jack sein. Sie sah in seine brauen Augen, sein vertrautes Gesicht. "Ich will nicht von hier weg, Sam!" sagte er leise mit tränenstickender Stimme. "Ich weiß. Ich weiß." sagte Sam als ihr eine Träne über die Wange lief. "Aber wir haben keine Wahl, oder?" Sam schüttelte den Kopf. "Ich liebe dich, Jack." sagte sie leise. Jack nahm ihren Kopf in beide Hände und streichelte ihr Gesicht. Dann sah er sie nochmal mit all seiner Liebe an, bevor er sie ein letztes Mal küsste. Der Kuss schien ewig zu dauern und Sam und Jack bekamen gar nicht mit, dass die Szenerie um sie herum sich in ein Nichts auflöste. Im gleichen Moment erwachten Jack und Sam auf der Krankenstation des SGC. Langsam schlugen die beiden die Augen auf und starrten an die Decke.
Jack, wo ist Jack? war das einzige, woran Sam denken konnte. Dann drehte sie sich zur Seite und da sah sie ihn dem Bett neben ihrem liegen. "Jack, Jack!" flüsterte sie. Als Jack Sams sanfte Stimme hörte, drehte er sich sofort zu ihr um. "Sam. Wo...wo sind wir?" Er war noch sichtlich benommen. Aber er war froh, dass das erste, was er sah, nachdem er aufgewacht war, Sams Gesicht war. "Ich nehme an im Stargate-Center." "Es war also wirklich alles nur ein Traum?" sagte er enttäuscht. Sam nickte. "Das was ich gesagt habe, habe ich ernst gemeint." sagte sie und lächelte. "Ich weiß." entgegnete Jack und lächelte sie ebenfalls an.
"Daniel Jackson, bist du in Ordnung?" wurde Daniel von Teal'c zurück auf P4X877 empfangen. Daniel stand auf und rieb sich die Augen. Es war etwas ungewohnt, wieder in der realen Welt zu sein. Aber er war froh, dass seine Mission Erfolg hatte. Wenn sie jetzt auf der Erde ankommen würden, würden Jack und Sam wieder hellwach sein. "Ich bin froh, dass du deine Freunde zurück holen konntest." sagte Rayenne. "Danke, dass du und geholfen hast. " entgegnete Daniel. "Wenn ich euch vorgewarnt hätte, dann wäre es gar nicht soweit gekommen." erwiderte sie. "Vielleicht war es ganz gut so." fügte Daniel noch hinzu. "Wie meinst du das, Daniel Jackson?" schaltete sich Teal'c in das Gespräch mit ein. "Es war an der Zeit, dass Jack und Sam sich aussprechen." Daniel brauchte gar nichts mehr zu sagen, denn Teal'c hatte bereits verstanden. "Mach's gut, Rayenne, vielleicht besuchen wir dich mal wieder." verabschiedete sich Daniel. "Das hoffe ich, Daniel." erwiderte daraufhin Rayenne. Teal'c nickte ihr noch einmal zu, dann klopfte Daniel ihm auf die Schulter. "Lass uns gehen Teal'c." sagte er. Dann wählte er das Tor an und kurz darauf waren sie schon auf dem Weg nach Hause.
Jack saß Sam gegenüber. Sie hatten seit sie im SGC aufgewacht waren, nicht mehr über das Erlebte gesprochen. Während Daniel und Teal'c dabei waren, sich den Bauch vollzuschlagen, sahen sich Sam und Jack nur in die Augen. Verdammt, was soll ich denn machen? Ich liebe sie. Ich kann doch jetzt nicht einfach so tun, als sein nichts gewesen. ging es Jack immer wieder durch den Kopf während er sie ansah. Ich kann nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen. Ich kann es nicht. Ja, es war nur ein Traum. Aber meine Gefühle habe ich mir nicht eingebildet. dachte Sam. Sie wollte diese Gedanken aus ihrem Kopf verbannen, doch es gelang ihr nicht. Schließlich stand sie auf, um die Kantine zu verlassen. Sie konnte es nicht ertragen, in seiner Nähe zu sein. Nicht so. Doch als sie aufstand und gehen wollte, hielt Jack sie davon ab. Er stellte sich vor sie und versperrte ihr den Weg. "Warte, wo willst du denn hin?" wollte er wissen. "Sir, bitte, der Traum ist zu Ende." sagte Sam und versuchte, ihn nicht anzusehen. "Nein, nein Sam, nicht für mich. Dieser ganze Mist hier. Das ist mir sowas von egal. Glaubst du, nach allem was war, ist es mir wichtiger, mich regelmäßig von diesen Schlangenköpfen ärgern zu lassen, als mit dir zusammen zu sein? Denk ja nicht, du wärst mich los, nur weil der Traum zu Ende ist." Sam traute ihren Ohren nicht. Das war genau das, was sie jetzt brauchte. Jack liebte sie. Und er würde alles für sie aufgeben. Jetzt sah sie ihm wieder in die Augen. Dieser Glücksmoment wurde jedoch von einem nicht sonderlich überraschten General Hammond gestört. "General, ich möchte sie nur darauf hinweisen, dass ich nicht länger Mitglied des Teams sein werde." verkündete Jack. Doch Hammond schmunzelte nur. "Was immer sie gerade gesagt haben, ich habe es überhört." sagte er und schmunzelte weiter.
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