Zurück
 

Ohne Titel

© by Snowdrop ()

 

Disclaimer: Nein sie gehören mir nicht (das Vergnügen haben Panzer/Davis und Rysher obwohl ich das Gefühl hab, daß die gar nicht wissen was sie da haben) und so wirklich musenmäßig mit mir reden tun sie auch nicht aber ich hab mir gedacht was solls. Geld krieg ich hierfür latürnich keins.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.
Diese Geschichte ist eine Antwort auf den HLQueer-Pfingst-Challenge 2001.

 

//Hmmmm, es gibt doch nichts schöneres als nach einem anstrengenden Tag so richtig schön im warmen Wasser vor sich hin zu dösen.://

Methos ließ noch ein wenig heißes Wasser nachlaufen und seine Gedanken schweifen.

 

Ein Buzz ließ ihn hochschrecken. //Verflixt, jetzt bin ich doch wirklich eingeschlafen....// Er stellte erleichtert fest, daß von diesem speziellen keine Gefahr ausging //oh Mac wenn du wüßtest wie gut sich dein Buzz anfühlt//, daß er aber gleichzeitig genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen war.

"Bah, ist das Wasser kalt, nichts wie raus hier." Er schüttelte sich. //Ah, da bist Du ja// dachte er und griff sich eine von Duncans großen flauschigen Badestolas.

Plötzlich ein ungewohntes Geräusch: das Trippeln kleiner Füße begleitet von hellem Kinderlachen. //Hmm...Mary? Was macht die Kleine hier?// Er fuhr sich nochmals kurz durch die Haare und verließ das Badezimmer.

 

"Adam, da bist du ja. Bevor Du fragst: Annes Babysitter war kurzfristig verhindert und Marys Vorschule geht freitags nur bis zwei Uhr nachmittags also hat sie mich gefragt, ob ich einspringen kann, weil sie ihren Dienst nicht verlegen konnte. Also hab ich Mary abgeholt und wir waren noch ein bißchen auf dem Spielplatz im Park."

Während er das sagte, überwand Duncan die Distanz, die ihn von Methos trennte, umarmte ihn und hauchte ihm einen Kuß unters Ohr. "Ich hoffe Du bist nicht böse deshalb?" Er sah Methos fragend an. //Mac Du weißt genau daß ich dir nicht böse sein kann, wenn Du mich so ansiehst// "Nein warum sollte ich, Mary und ich sind doch Freunde, nicht wahr Kleines? Komm her und laß dich anschaun." Er drehte sich zu Mary, die ihn anstrahlte.

"Wow bist du etwa schon wieder gewachsen?"

 

Fünfzehn Minuten später lümmelten die beiden atemlos vor Lachen auf Duncans Couch und Mary hatte Mühe mit dem Kichern wieder aufzuhören, nachdem ihr "Onkl Adam" erst eine Runde Fangen quer durchs Loft gespielt hatte, um sie anschließend kräftig durchzukitzeln (selbstverständlich nicht ohne dabei selbst seine Portion Gekitzeltwerden abzubekommen) während Duncan einen Abstecher ins Bad gemacht hatte, um eine schnelle Dusche zu nehmen.

 

Als Duncan aus dem Bad kam, mußte er grinsen, als er die beiden auf der Couch sah. Methos war inzwischen darin vertieft, eine Geschichte für Mary zusammenzuspinnen, in der so seltsame Sachen vorkamen wie bengalische Wurfzittern und Damoklesmotten. //Was um alles in der Welt ist das? Naja Methos ist echt in seinem Element als Geschichtenerzähler und will ich wirklich wissen, was er da erzählt? Außerdem weiß ich, daß er nichts erzählen wird, mit dem er ihr Angst machen könnte, er wird es sich wohl ohne Probleme verkneifen können, einen Scheiterhaufen oder ähnliche unangenehme Sachen einzubauen, es sei denn er hat lediglich den Zweck Lagerfeuerholz effektiv zu stapeln..// Duncan schmunzelte.

Mary verfolgte derweil gebannt die Geschichte die sich "Onkl Adam" für sie ausdachte, sie hing praktisch an seinem Gesicht, um auch ja nichts zu verpassen. "...Und der Mann sagte zu dem Mädchen: ich habe viel über ihre Stimme nachgedacht..." erzählte Methos gerade.

 

Duncan begab sich in die Küche, um sich um das Abendessen zu kümmern. //Mal schauen was wir leckeres zaubern können. Ah ich weiß.//

Zunächst ordnete er fein säuberlich alles, was er brauchte, auf dem Küchentresen an, dann machte er sich an die Feinarbeiten und eine halbe Stunde später zog ein leckerer Duft nach Kartoffelauflauf durch das Loft.

Während der Auflauf im Ofen leise vor sich hinbrutzelte, machte sich Duncan daran, den Tisch zu decken und dabei gesellte sich auch Methos zu ihm. Er umarmte Duncan von hinten und legte seinen Kopf auf Duncans Schulter und lehnte ihn gleichzeitig an seine Wange.

"Hmmm das riecht gut" flüsterte er. "Wann will Anne Mary abholen?"

"Wir haben auf jeden Fall noch genug Zeit um gemeinsam zu essen."antwortete Duncan.

"Shhhh nicht so laut Mary ist vor ungefähr fünf Minuten eingeschlummert."

"Okay, dann lassen wir sie weiterschlummern, bis das Essen fertig ist. Du kannst mir daweile beim Tischdecken helfen und ich räume die Küche auf."erwiderte Duncan leiser als vorher.

 

Eine Viertelstunde später schließlich war der Auflauf fertig, der Tisch gedeckt und die Küche weitestgehend aufgeräumt, und Methos machte sich daran, Mary so zärtlich wie möglich zu wecken. Sie war auch sofort Feuer und Flamme für das Essen, hüpfte aber erst noch kurz ins Bad um sich die Hände und das Gesicht zu waschen.

Währenddessen verteilte Duncan den Auflauf auf die Teller und goß Mary ein Glas Saft und Methos und sich ein Glas leichten Wein ein.

"Mac, du erstaunst mich, man sieht ja gar kein Gemüse. Wo hast du es versteckt? Oder....nein, weggelassen hast du es bestimmt nicht." scherzte Methos.

"Nein natürlich nicht. Es ist unter den Kartoffeln!" gab Duncan im gleichen Ton zurück, gefolgt von einem kurzen Kuß, der Methos für später mehr versprach.

"So und jetzt laß uns essen. Mary sieht ziemlich hungrig aus."

Sie setzten sich, aßen und scherzten miteinander bis schließlich Anne kam, um Mary abzuholen.

Kurz bevor Anne die Tür des Aufzugs schloß rief Mary Duncan noch zu: "Onkl Duncan, Onkl Duncan vergiß nicht was Du Tante Groenhoff versprochen hast."

Duncan lächelte "Nein mein Herz das vergesse ich nicht. Und ich freu mich auch schon drauf. So und jetzt mußt Du aber wirklich gehen. Du bist doch bestimmt müde und die Mama ist sicher auch froh, wenn ihr bald zu Hause seid." Er winkte ihr nochmal zu und schickte den beiden einen Handkuß hinterher.

 

//Endlich allein,...obwohl....Mary ist wirklich ein liebes Kind.// dachte Methos.

"Wer ist Tante Groenhoff und was hast Du ihr versprochen?" fragte er Duncan, der in Gedanken versunken noch immer an derselben Stelle stand.

"Hmm? Oh das ist Marys Vorschullehrerin, Mrs Groenhoff. Sie hat gehört, daß Mary immer davon erzählt hat, daß ihr Onkel Duncan ein Boy Scout ist. Von wem sie das wohl wieder hat?" Dabei sah er Methos mit einem Blick an, der eigentlich böse sein sollte, konnte sich aber gleichzeitig ein Grinsen nicht verkneifen.

Methos grinste zurück "Was schaust Du mich so an ich bin völlig unschuldig" meinte er mit gespieltem verletztem Stolz.

//Unschuldig my ass// dachte Duncan //aber klar doch.//

"Jedenfalls hat sie mich gebeten, doch mal vor den Kindern einen kleinen Vortrag darüber zu halten, wie die Pfandfinder entstanden sind und wofür sie stehen. Naja, also werd ich wohl jetzt erst mal ein wenig in Lexika schmökern, um näheres herauszufinden."

"Und ich dachte, das wäre ein Thema, zu dem Du ohne nachzudenken mindestens 10 Minuten erzählen kannst." meinte Methos lachend.

"Nein" gab Duncan zurück "entgegen der öffentlichen Meinung sind die Pfadfinder nicht auf meinem Mist gewachsen, obwohl ich die Organisation als solche sehr gut finde. Sie gibt den Kindern Halt und ermöglicht auch Großstadtkindern, die Natur näher kennenzulernen."

"Okay, okay war ja nur ein Scherz, entschuldige bitte." beschwichtigte Methos.

Duncan atmete tief durch und meinte dann "Nein ich muß mich entschuldigen, ich hätte dich nicht so anfahren sollen, ich hatte einfach nur einen anstrengenden Tag."

"Kein Problem, allein der Gedanke, einen Vortrag vor einer Gruppe Vorschulkinder und deren Lehrern halten zu müssen, wäre mir schon genug. Es gäbe wahrscheinlich nur wenige Wege, mich davon zu überzeugen" meinte Methos, wobei der letzte Satz leicht angespannt klang.

"Wie denn zum Beispiel?"

"Nun vielleicht mit Elektroschockern." Duncan machte große Augen und sah Methos ganz entsetzt an.

"Oh Mann Mac, das war doch nur ein Scherz! Nein aber ich glaube ich wäre wirklich nicht für eine solche Sache geeignet. Ich fühle mich mit kleineren Kindern in größeren Gruppen nicht richtig wohl. Und ich könnte es noch nicht mal erklären."

//Naja ich würde mal vermuten, du hast in deinem Leben wohl zu oft erlebt, wie größeren Gruppen kleinerer Kinder unangenehme Dinge zugestoßen sind, was alter Mann?// dachte Duncan und nahm Methos ganz fest in seine Arme. Er spürte, wie sich Methos immer mehr entspannte und sich schließlich aus der Umarmung löste mit den Worten "Na los, worauf wartest Du... husch hin zu deinen Lexika ich werde in der Zwischenzeit meine emails checken und später...nun wir werden sehen...."

Duncan grinste, gab Methos noch einen Kuß und tat wie ihm geheißen. Während Methos mit seinem Computer beschäftigt war, schnappte er sich einen Notizblock. schlug in diversen Lexika und anderen schlauen Büchern nach und schrieb auf, was er herausgefunden hatte.

Kurze Zeit später hörte er Methos hinter seinem Laptop zuerst in sich hineinkichern und schließlich laut loslachen.

Er versuchte erst sich nicht ablenken zu lassen, bis Methos meinte "Duncan komm her das mußt Du einfach sehen."

Der Bildschirm zeigte einige mehr oder weniger interessant eingerichtete Zimmer, aber nichts, was eigentlich wirklich lustig war, also sah Duncan Methos fragend an. "Lies die Überschrift Mac." Nachdem Duncan das zweimal getan hatte weil er seinen Augen nicht traute mußte er auch erst Kichern und dann laut lachen.

Da stand: 'Feng Shui- Weltmeisterschaft im Kampfdekorieren. Sie sehen hier die Gestaltungsvorschläge der Gewinner.'

 

Als sie das Lachen wieder unter Kontrolle hatten, konnte sich Methos ein Gähnen nicht verkneifen und Duncan stellte fest, daß er auch ziemlich müde war.

"Laß uns ins Bett gehen, love. Wir sind beide müde."

"Einverstanden und was ist mit..."

"Shh.. nein.. laß uns einfach nur kuscheln."

"Okay" gähnte Methos.

 

Duncan war gerade kurz vorm Einschlafen, als sich der Mann in seinen Armen noch einmal an ihn wandte:"Duncan?"

"Hmm?"

"Und was hast du über die Pfadfinder herausgefunden?"

"Willst Du das wirklich jetzt noch wissen, Methos?"

"Ja."

"Ooooooo-kay. Es ist nicht wirklich viel, ich werde nächste Woche nochmal bei der örtlichen Zweigstelle vorbeigehen und mir Infomaterial besorgen. Die Pfadfinder sind wirklich eine schottische Entwicklung.."

"Wußte ich's doch!" fiel ihm Methos lächelnd ins Wort.

"Jaja....jetzt laß mich erzählen."

"Okay. okay ich bin ja schon ruhig."

"Also.....die erste Pfadfindergruppe wurde 1908 in Glasgow gegründet. Die Initiative ging dabei von Robert Baden-Powell aus...."

 
Ende

 
Du bist der 1659. Leser dieser Geschichte.