|
Die Abenteuer des Captain Branford
Exeter: Begegnung mit der Vergangenheit Teil 2 © by Ruppert, T.J. ()
Unterdessen hatte das Außenteam auf Malor IV den Kampf über Funk verfolgt. Der Kontakt brach ab, als die Exeter geentert wurde. Branford fluchte vor sich hin, da er nichts machen konnte. Er war hilflos. "Sir, das Scbiff wurde offensichtlich geentert. Hoffen wir das Beste." bemerkte Sanders. Branford setzte sich auf eine Kiste und stütze den Kopf mit den Händen ab. Zehn Minuten später erreichte ein Funkspruch Branford. "Unas an Branford, wir sind auf Malor IV gelandet,Sir." Branford sprang auf: "Hier Branford,Lieutenant. Ich bin sehr froh, Sie zu hören. Wo sind Sie?" Unas erwiderte: "Ich habe den Nottransponder aktiviert, Sir. Sie müssten uns leicht finden." Branford antwortete nicht und bedeutete dem Team, in die Shuttles einzusteigen.
Nach zehn Minuten Fluges erreichten sie die Gestrandeten. Unas konnte Branford kaum in die Augen blicken, als er ihr gegenüber stand. "Captain, es tut mir sehr leid. Wir konnten nichts machen. Es waren zwei Schiffe, vermutlich Söldner. Wir vernichteten eines der Schiffe, doch das andere schoss uns manövrierunfähig. Sie haben die Exeter aus dem System geschleppt und Commander Fogarty, den Counselor und Lieutnant Baldwell als Geiseln genommen. Wir konnten die Kommandofunktionen deaktivieren." Branford legte ihr seine Hand auf die Schulter: "In Ordnung, Lieutenant. Sie haben ihr Bestes gegeben." Er wandte sich der Gruppe von insgesamt 150 Crewmitgliedern zu, die ihn erwartend anblickten: "Wir müssen versuchen, die Exeter zurück zu bekommen. Ich erwarte ihre Vorschläge. Alle Stabsoffiziere bitte ich zur Besprechung." Jacobs, Crusher, Unas, Cassels und Sanders folgten Branford etwas abseits von der Menge. "Mister Crusher, nehmen Sie Kontakt zum Sternenflottenkommando auf. Wir brauchen dringend Hilfe." befahl Branford. Crusher stieg in ein Shuttle ein und schaltete die Kommunikationskanäle ein.
Wenig später kam er mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck zurück. "Tut mir leid, Captain. Das Sternenflottenkommando kann vermutlich erst in zwei Wochen ein Schiff schicken." Branford fluchte: "Verdammt! Sind wir etwa so unwichtig?" "Captain, ich habe einen Vorschlag." meldete sich Jacobs. Branford blickte auf: "Ja, Lieutenant?" Er fuhr fort: "Das Überschussdepot Uridian II liegt nur fünf Flugstunden mit Warp 1 entfernt. Dort könnten wir ein Schiff mit einer besseren Bewaffnung und Höchstgeschwindigkeit besorgen." Lara Unas schaute ihn entgeistert an: "Wollen Sie vielleicht mit einem Wrack gegen diese Söldner antreten?" Cassels ergriff Partei für Jacobs: "Ich muss ihm zustimmen, Lara. Wenn wir zwei Wochen warten, ist die Exeter vermutlich über alle Berge. Das Schiff könnte in die Hände von Sonstwem gelangen." Branford schaute in die Runde: "Hat irgend jemand sonst noch Vorschläge?" Alle schwiegen. "Gut, dann führen wir Mister Jacobs' Plan aus. Jake, stellen Sie ein Team von Technikern zusammen. Wir werden sie brauchen, wenn wir so einen Oldtimer wieder flottkriegen wollen. Außerdem werden die Stabsoffiziere mitkommen. Der Rest bleibt hier, bis wir zurück kommen." Die Stabsoffiziere gingen auseinander, um alle Vorbereitungen zu treffen.
Zehn Minuten später starteten die drei Shuttles. Branford, Cassels, Crusher, Jacobs, Waringthon und 20 Mitglieder des Sicherheitsteams und des Technikerstabes waren an Bord der drei Schiffe. Als die Schiffe den Orbit verlassen hatten, setzten sie Kurs auf Uridian II.
Der Flug dauerte fünf Stunden. Dann tauchte die äußere Grenze des Depots auf. Branford aktivierte die Kommunikationsfrequenzen: "Hier spricht Captain Christopher Branford von der U.S.S. Exeter. Wir erbitten Antwort." Die Antwort kam prompt: "Hier spricht Maurice Neuville. Ich bin der Verwalter des Depots. Womit kann ich Ihnen dienen?" Branford erklärte Neuville ausführlich die Situation und bat ihn, ein Schiff zur Vefügung zu stellen.
"Captain, wenn Sie mich rüberbeamen, kann ich ihnen vielleicht ein geeignetes Schiff zeigen." erwiderte Branford. Branford sah Cassels an: "Holen Sie Verwalter Neuville mit dem Fluchttransporter an Bord." Neuville wurde in das Shuttle gebeamt. Branford erhob sich und schüttelte ihm die Hand: "Verwalter, ich danke Ihnen für Ihre Hilfe." Neuville hob abwehrend die Hand: "Captain, ich will Ihnen keine falschen Versprechungen machen. Unser Bestand an funktionsfähigen Schiffen ist sehr gering. Ich fürchte, nur ein Schiff kann ich Ihnen anbieten. Ich führe Sie zu ihm." Branford nickte: "Sehen wir es uns an. Bitte, Mister Neuville." Neuville teilte Cassels den Kurs mit. Nach fünf Minuten Fluges sahen sie das Schiff.
Branford konnte es kaum glauben, was er da zu Gesicht bekam. "Darf ich ihnen unser prominentestes Stück vorstellen? Die U.S.S. Enterprise, NCC 1701-A. Außerdienstellung 2294. Der letzte Kommandant: Captain James T. Kirk. Meine Herren, Sie haben eine Legende vor sich." Cassels runzelte die Stirn: "Wie sieht ihr technischer Zustand aus?" Neuville erwiderte unsicher: "Sie war in excellentem Zustand, als sie zu uns gebracht wurde. Sie sollten es sich vielleicht mal ansehen, Commander." Branford befahl Cassels, mit einigen Technikern rüberzubeamen.
Fünfzehn Minuten später meldete sich sein Chefingenieur: "Captain, hier Cassels." Branford tippte seinen Kommunikator an: "Hier Branford. Wie sieht es da drüben aus, Jake?" "Wir können das Schiff flugtauglich kriegen. Mit der Bewaffnung muss ich mich aber noch etwas auseinandersetzen. Sie können die Shuttles in die Hangarbucht fliegen. Cassels Ende." Branford sah, dass Cassels die Energiesysteme des Schiffes aktiviert hatte. Die Lichter der Kabinen gingen an, die Positionsleuchten blinkten, der Warpantrieb erwachte zu neuer Tätigkeit. Es sah so aus, als wäre die Enterprise nie stillgelegt gewesen. "In Ordnung. Fliegen wir rein." Branford steuerte das Shuttle zu der achteren Hangarbucht und landete. Die zwei anderen Schiffe setzten nach ihm auf. Dann schloss sich das Hangartor wieder, ein Druckausgleich wurde vorgenommen. Branford verließ das Shuttle mit seinen Leuten und bestieg einen Turbolift, der sie auf die Brücke der Enterprise brachte. Cassels arbeitete an der Steuerkonsole, als er Branford bemerkte. "Willkommen an Bord, Captain. Wir sind dabei, die Warpmaschinen wieder zu starten. In etwa zwanzig Stunden müssten wir soweit sein." Branford nickte. Dann wandte er sich Crusher zu: "Lieutenant, Sie sehen sich die Waffensysteme an. Wir werden sie brauchen." Branford half Crusher bei der Arbeit.
Nach drei Stunden Analyse der Schaltungen waren die Phaserbänke wieder zu 60% einsatzfähig. Dann machten sie bei den Torpedos weiter. Dort stießen sie auf erhebliche Probleme mit dem Feuermechanismus. Branford überlegte, dass es wohl besser wäre, wenn er alle Leute zur Arbeit an den Warp- und Impulsmaschinen einteilte. Die Torpedos würden sie später in den Griff bekommen.
Branford sah sich etwas auf dem Schiff um. Er traf Jake Cassels im Maschinenraum. "Was meinen Sie, Jake? Werden Sie die Maschinen in den Griff kriegen?" Cassels guckte etwas schräg drein: "Ich hoffe, Sir. Die Impulsreaktoren haben wir auf 100 % Leistung gebracht. Aber mit dem Warpantrieb haben wir ein Problem. Wir werden uns beeilen müssen, um ihn fertigzustellen." Branford klopfte ihm auf die Schulter: "Sie werden das schon hinkriegen. Die Schiffe der Constitution-Klasse sind ja im Allgemeinen sehr pflegeleicht." Cassels lächelte gequält: "Sicher, Captain. Bis später."
Branford verließ den Maschinenraum in Richtung Brücke. Dort erwartete ihn Lieutenant Crusher. "Sir, wir haben während der letzten vier Stunden versucht, das Feuersystem der Photonentorpedos funktionsfähig zu bekommen. Bis jetzt ergebnislos. Wir versuchen es weiter." Branford entdeckte Neuville, der aufmerksam das Ganze beobachtete. "Soll ich Sie zu der Station zurückbringen lassen?" fragte Branford. Neuville nickte: "Ja bitte, Captain. Ich wünsche Ihnen viel Glück auf der Suche nach Ihrem Schiff." Branford befahl einem jungen Crewman, den Verwalter mit dem Shuttle zurück zu fliegen. Der Captain ging zum Kommandosessel. Er war alt und sah zerschlissen aus, aber in diesem Sessel hatte Captain James T. Kirk einige historische Missionen absolviert. "Captain, könnten Sie bitte mal kommen? Vielleicht können Sie uns bei dem Waffenleitsystem weiterhelfen." Branford wandte sich zu Lieutenant Jacobs um. "Ich komme, Mister Jacobs." Branford näherte sich der taktischen Konsole und sah sich den Monitor des Waffenleitsystems an. Jacobs hatte ein Kontrollprogramm gestartet, das fiktive Ziele vorgab, die das Leitsystem beschießen sollte. Bei zwei von vier Versuchen versagte das System. Branford änderte einige Schaltungen und justierte das System neu. Jacobs startete erneut das Programm und es klappte jedesmal perfekt. "Beindruckend, Sir. Ich wusste, dass Sie das hinkriegen würden. Danke." bemerkte Jacobs. Branford wiegelte ab: "Aber nicht doch, Lieutenant. Machen Sie mit den Schilden weiter." Er half Crusher bei den Torpedos, die jedoch nicht funktionieren wollten.
Nach etwa zwanzig Stunden war die Enterprise mehr oder minder einsatzfähig. Branford rief die Offiziere im Konferenzraum zusammen. "Nun Jake? Wie sieht es mit dem Antrieb aus?" fragte Branford. Cassels nickte gequält: "Sir, der Impulsantrieb arbeitet mit 100 % Leistung. Den Warpantrieb können wir bis Warp 4,5 benutzen. Mehr ging leider nicht." Branford nickte und sah Crusher an. Der erhob sich und erstattete Bericht: "Sir, wir haben 60% der Phaserstärke und alle Bänke funktionieren. Die Torpedos konnten wir nicht klar bekommen. Leider." "Das bekommen wir gemeinsam schon hin, Mister Crusher. Lieutenant Jacobs, Ihren Bericht." bemerkte Branford. Jacobs nickte: "Aye Sir. Die Schildstärke liegt bei 75% der Leistung. Das Waffenleitsystem konnten wir dank ihrer Hilfe einsatzfähig kriegen." Branford zeigte den Ansatz eines Lächelns. "Ich danke Ihnen allen. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet. Gehen Sie nun auf ihre Stationen. Wir starten."
Die Offiziere besetzten ihre Posten. Auf der Brücke übernahm Jacobs den Platz des Navigators, Waringthon den des Steuermanns und Crusher den des wissenschaftlichen Offiziers. Cassels ging in den Maschinenraum, von wo er meldete, dass alles in Ordnung wäre. "Sehr gut. Fähnrich, setzen Sie einen Kurs aus dem Depot hinaus. Nur Manöverdüsen verwenden." befahl Branford. Waringthon nickte sichtlich nevös. Die Schiffe lagen sehr eng um sie herum und die Kontrollen der Enterprise waren mit den modernen Steuersystemen der Exeter nicht vergleichbar. "Ganz ruhig, Fähnrich. Lassen Sie sich Zeit." beruhigte Branford sie. Er lächelte still. Waringthon war eben sehr unerfahren, aber sie war zweifelsohne qualifiziert.
Schließlich war es geschafft. Die Enterprise befand sich im freien Raum. "Setzen Sie Kurs auf Malor IV. Warp 3. Beschleunigen." Die Enterprise erzitterte etwas, als sie auf Überlichtgeschwindigkeit ging. Dann war alles wieder ruhig, bis auf die normalen Geräusche an Bord eines Raumschiffes.
Zwei Stunden später erreichten sie den Planeten. Branford befahl, mit den Shuttles die verbleibende Mannschaft an Bord zu holen. Cassels kam auf die Brücke und ging zu Branford hin: "Mit der Crew von 140 Mann können wir alle wichtigen Posten besetzen. Die wissenschaftlichen Abteilungen werden ja nicht benötigt, oder?" Branford nickte: "Richtig. Teilen Sie die Leute ein. Wir müssen hauptsächlich die für Navigation und Taktik wichtigen Stationen besetzen. Die Leute, die überzählig sind, sollen an der Verbesserung des Zustandes der Enterprise arbeiten." Er schwieg kurz, dann legte er Cassels seine Hand auf die Schulter: "Für Sie habe ich noch eine besondere Aufgabe, Jake. Versuchen Sie, die Torpedos klar zu bekommen." Cassels verzog das Gesicht: "Könnte klappen, Sir. Aber es sind nur noch zwölf im Bestand der Enterprise." Branford winkte ab: "Wir könnten sie trotzdem brauchen, Jake. Tun Sie Ihr Bestes. Im voraus schon danke." Cassels nickte und verließ die Brücke. Unas und Jacobs meldeten sich bei Branford auf der Brücke. "Gut, dass Sie an Bord sind. Lara, Sie übernehmen die Position des 1. Offiziers. Mister Jacobs, Sie besetzen den Posten des Navigators." befahl Branford. Crusher erhob sich: "Sir, wir konnten eine Impulskurve feststellen. Das Söldnerschiff hat vermutlich den Kurs 122,010 genommen. Kann ich jedoch nicht mit Sicherheit sagen." Branford nickte: "Eine bessere Spur haben wir nicht, Lieutenant." Er wandte sich zum Hauptschirm. Die Crew sah ihn erwartend an. "Wir müssen die Exeter wieder finden. Also los. Kurs 122,010. Warp 4." befahl er. Unas stand neben ihm: "Sir, meinen Sie, dass wir mit der Enterprise einen Kampf gewinnen können?" Branford sah sie interessiert an: "Sie haben immer noch Ihre Zweifel, oder?" Die Betazoid nickte schweigend. "Ich kann sie verstehen. Wir haben jedoch keine andere Wahl. Ich werde versuchen, diesen Oldtimer aus einem Kampf herauszuhalten."
Die nächsten zwei Stunden verbrachte die Crew in angespannter Stimmung. Dann sorgte eine Meldung über Interkom für bessere Laune. "Cassels an Branford." Branford aktivierte die Verbindung: "Hier Branford. Was haben Sie, Jake?" "Sir, ich bin in der Torpedoluke. Die Torpedos sind einsatzbereit. War ein kurzgeschlossener Schaltkreis im letzten Sicherungsmechanismus." Branford erwiderte lobend: "Sehr gute Arbeit. Ich bin hochzufrieden. Branford Ende." "Sir, ich empfange ungewöhnliche Subraum-Signale. Richtung 174,075." meldete Jacobs. Branford erhob sich und ging an die Konsole des Navigators. Der Schirm zeigte deutliche Signale aus dem Subraum-Bereich. "Lieutenant Unas, verfolgen Sie dieses Signal. Wo kommt es genau her?" fragte Branford. Unas spürte den Ursprung auf und schaltete den Herkunftsweg auf den Hauptbildschirm. Er endete im Targon-System, einem selten angeflogenen System in der Nähe der neutralen Zone. "Dort werden wir unser Schiff finden. Kurs setzen, auf Warp 4,5 beschleunigen!" befahl Branford. "Flugzeit, Fähnrich Waringthon?" Sie erwiderte: "48 Minuten, Sir. Geschwindigkeit stabil." Branford spürte die Anspannung während der gesamten Flugzeit.
Dann erreichten sie eine Position außerhalb des Systems. Branford befahl, hinter einem der Monde in Deckung zu gehen. "Scannen sie irgendwelche Schiffe im Targon-System, Mister Jacobs?" fragte Unas. Jacobs tastete das System ab und meldete: "Ich scanne vier größere Schiffe. Sie haben ungefähr die gleiche Klassifizierung wie die, welche den Angriff auf die Exeter durchgeführt haben. Außerdem halten sich noch fünf kleinere Wachschiffe im Außenbereich des Systems auf." Branford nickte: "Taktische Analyse, Mister Crusher?" Der taktische Offizier verzog das Gesicht: "Sir, unsere Chancen stehen schlecht. Mit der Kampfkraft der Enterprise können wir nicht gegen diese Schiffe bestehen. Unsere einzige Chance wäre es, wenn wir aus dem Hinterhalt angreifen. Doch dazu müsste ein anderes Schiff einen Ablenkungsangriff durchführen." Unas sah deprimiert drein: "Welches andere Schiff, Lieutenant?" Crusher zuckte mit den Schultern: "Ich weiß es auch nicht. Das war eine Alternative, die uns helfen könnte. Mehr nicht." Branford erhob sich: "Wir warten. Was anderes können wir gar nicht tun. Lieutenant Unas, ordnen Sie permanenten gelben Alarm an. Ich bin in meinem Quartier. Sie haben die Brücke."
Branford schlenderte durch die Korridore des Schiffes bis zu dem Quartier des Captains. Er legte sich etwas schlafen.
Unas ging während der nächsten drei Stunden ihrem Dienst nach. Dann meldete Jacobs überraschend: "Lieutenant, ich empfange etwas auf Geheimfrequenz. Ich stelle es auf den Hauptbildschirm." Auf dem Schirm erschien ein älterer Mann, der die Rangabzeichen eines Captains trug. "Ich grüße sie. Mein Name ist Captain Carl Ericsson von der U.S.S. Wellington. Wir haben Ihren Notruf empfangen und werden in 37 Stunden eintreffen." Unas stand auf: "Ich bin Lieutenant Lara Unas, der 2. Offizier der Exeter. Wir sind mit der U.S.S. Enterprise unterwegs. Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe." Ericsson war verblüfft: "Mit der Enterprise? Mein Kompliment! Warten Sie unsere Ankunft ab, dann können wir gemeinsam planen, was weiter zu tun ist." Unas nickte: "Verstanden. Wir halten uns außerhalb des Targon-Systems auf. Es sind vier größere Kreuzer im System, dazu fünf Wachschiffe. Wir benötigen Ihre Hilfe. Unas Ende." Der Schirm erlosch. Die Betazoide setzte sich in den Kommandosessel. McLure sprang plötzlich auf: "Lieutenant Unas, ich glaube, ich habe die Exeter geortet! Kommen Sie!" Unas ging zu der Station des Navigators und blickte auf die Sensorenanzeigen. Im Orbit des zweiten Mondes von Targon II befand sich ein Schiff, das eine ähnliche Impulskurve aufwies wie die Exeter. "Können Sie dieses Schiff identifizieren, Fähnrich?" fragte Unas. McLure aktivierte die Datenbank und transferierte die Daten auf den Hauptbildschirm. Es war zweifelsfrei die Exeter. "Einwandfreie Identifizierung, Mister McLure. Sehr gut." Sie tippte ihren Insignienkommunikator an: "Unas an Branford. Sir, wir haben die Exeter im Orbit des Mondes von Targon II geortet." Branford streckte sich aus und antwortete: "In Ordnung, Lieutenant. Ich komme sofort."
Der Captain betrat die Brücke gemessenen Schrittes. Er steuerte die wissenschaftliche Station an. "Taktische Analyse auf diese Station legen, Mister Jacobs." befahl er. Sein Einsatzleiter nickte und transferierte die kompletten Daten auf den Schirm. Die nächsten zwei Stunden versuchte er, irgendeine Möglichkeit zu finden, einen erfolgreichen Angriff durchzuführen. "Lara, rufen Sie alle Stabsoffiziere im Konferenzraum zusammen. Ich habe eine Lösung."
Branford betrat zehn Minuten später den Konferenzraum. Die Offiziere erwarteten ihn schon gespannt. "Ich glaube, eine Lösung unseres Problems gefunden zu haben." Er deutete auf den Schirm, der die Übersicht über das System darstellte. "Wir können die Exeter nur auf zwei Möglichkeiten dort heraus holen. Erstens: Wir warten, bis genügend Schiffe eingetroffen sind, um ihnen überlegen zu sein. Das könnte sehr lange dauern. Zweitens: Sobald die Wellington eintrifft, führt sie von der anderen Seite aus einen Ablenkungsangriff durch. Dann hätten wir vermutlich genügend Zeit, um unser Schiff zu retten." Crusher erhob sich: "Sir, dieser Plan birgt große Risiken für die Wellington. Sie könnte zerstört werden, wenn sie sich nicht rechtzeitig absetzt." Unas pflichtete dem Captain bei: "Aber wenn wir warten, könnten die Söldner versuchen, die Exeter wegzuschaffen. Dann könnten wir sie nicht aufhalten. Die neutrale Zone liegt nur dreißig Flugminuten entfernt. Ich bin mir sicher, dass die Söldner das Schiff im Auftrag der Romulaner gekapert haben. Wenn die Exeter den Romulanern in die Hände fällt, haben wir unsere beste technologische Entwicklung unseren Feinden offenbart." Die übrigen Stabsoffiziere nickten. Nach 32 Stunden Wartens traf die Wellington ein. Auf Einladung von Captain Ericsson wurden Branford und Crusher auf rübergebeamt. Als Branford im Transporterraum materialisierte, erblickte er einen alten Freund. "Andrew, schön dich zu sehen!" rief er, während er ihn kurz umarmte. Branford drehte sich zu Crusher um, der sie interessiert beobachtete. "Lieutenant, das ist Commander Andrew Renfield, der 1. Offizier der Wellington. Andrew, das ist Lieutenant Wesley Crusher, mein taktischer Offizier." Die beiden Männer schüttelten sich die Hände. "Schon lange her, Chris. Beinahe zwei Jahre. Aber komm, ich bringe dich zum Captain." Branford nickte und folgte gemeinsam mit Crusher Renfield.
Im Konferenzraum der Wellington wartete bereits der Captain. Renfield stellte sie vor: "Captain Carl Ericsson, Captain Christopher Branford und Lieutnant Crusher von der Exeter." Ericsson schüttelte Branford und Crusher die Hand, dann bat er sie, Platz zu nehmen. Branford kam gleich zur Sache und erklärte Ericsson und Renfield seinen Plan. Je weiter er ihn ausführte, desto mehr verfinsterten sich die Mienen von Ericsson und Renfield. "Chris, dein Plan ist, gelinde gesagt, verrückt. Die Wellington wäre hoffnungslos unterlegen." bemerkte Renfield kopfschüttelnd. Ericsson reagierte gelassener, jedoch ebenfalls ablehnend: "Captain, ich muss zuerst darüber nachdenken. Ich lasse Sie auf Ihr Schiff zurückbeamen. Später teile ich Ihnen meine Entscheidung mit." Branford erhob sich: "Captain, ich weiß, um was für eine Bitte es sich handelt. Aber wenn wir die Exeter nicht herausholen, wird sie vielleicht den Romulanern in die Hände fallen. Was das bedeutet wissen sie." Branford kehrte mit Crusher auf die Enterprise zurück.
Eine halbe Stunde später meldete sich Ericsson. Er teilte mit, dass er einverstanden wäre und er mit der Wellington den Ablenkungsangriff führen würde. Branford einigte sich mit Ericsson darauf, dass die Wellington eine Viertelstunde später in das System eindringen würde. Unterdessen würde die Enterprise von der anderen Seite her das System anfliegen und versuchen, die Exeter zu retten.
Branford betrat mit schnellem Schritt die Brücke und nahm im Kommandosessel Platz. "Roter Alarm! Mister Jacobs, Schilde aktivieren." befahl er. "Bringen Sie die Enterprise auf Kurs, Richtung 128,010. Voller Impuls!" Jacobs meldete: "Sir, die Wellington meldet Einsatzbereitschaft. Sie nimmt ihren Kurs auf!" Branford sah dem Kreuzer nach: "Viel Glück, Captain." Sein 2. Offizier trat zu ihm: "Sir, ich habe den besten Eindringkurs berechnet. Hier." Sie hielt ihm ein Datenpad hin. Branford sah es sich an: "Gute Arbeit, Lieutenant." Er wandte sich Fähnrich Waringthon zu: "Nehmen Sie Lieutenant Unas' Kurs und bringen Sie das Schiff ins Zielgebiet."
Die nächsten zehn Minuten herrschte angespannte Stimmung. Keiner sagte ein Wort und ging seiner Pflicht nach. Jacobs brach das Schweigen: "Sir, wir nähern uns dem Außenbereich des Targon-Systems. Bis jetzt sind wir nicht entdeckt worden." Branford nickte nachdenklich: "Gut. Aber was ist mit der Wellington?"
Drei Torpedos trafen die Wellington Backbord und schleuderten sie von ihrem Kurs. Captain Ericsson fluchte: "Verdammt, die haben uns eingekesselt! Kurs auf 210,010, Voller Impuls!" Sein 1. Offizier stand an der taktischen Station, da der zuständige Offizier bei der vorhergehenden Salve getötet wurde. "Sir, wir haben eine Hüllenbruch auf Deck 12. Stromversorgung zu den achteren Schilden ausgefallen!" meldete Renfield. Ericsson schrie: "Commander, Phaser auf Ziel. Einstellung 100%!" Ein Signal ließ erkennen, dass die Zielautomatik eingerastet war. Ericsson sprang auf: "Feuer frei!" Der Feuerstoß aus den vorderen Phaserbänken traf ein Söldnerschiff am Heck. Einige Trümmerstücke brachen heraus. Man sah deutlich, dass das Schiff am Rande der Manövrierunfähigkeit war. "Machen wir Schluss. Torpedobänke klar, auf Ziel einstellen! Einstellung 8!" Renfield nickte: "Auf Ziel eingerastet, Sir!" Ericsson brauchte bloss zu nicken und Renfield feuerte beide Torpedolauncher ab. Die vier Torpedos vernichteten das Schiff in einem Feuerball. "Sir, die zwei anderen Schiffe können wir nicht abschütteln. Nähern sich schnell!" meldete der Einsatzleiter. "Voller Impulskraft! Bringen Sie uns aus dem System." befahl der Captain. Renfield machte einen besorgten Gesichtausdruck: "Sir, die Schiffe holen uns ein! Sie sind genau achtern!" Im gleichen Moment feuerten beide Schiffe ihre Disruptoren ab. Die Schüsse vernichteten einen Teil der Warpgondeln. "Sir, wir haben erhebliche Probleme! Das Schiff ist nur noch schwer unter Kontrolle zu halten!" meldete der Steuermann. Ericsson befahl: "Ausweichmanöver Delta, Hecktorpedos abfeuern!" Die zwei letzten verbleibenden Torpedos beschädigten eines der Schiffe leicht. "Gehen wir hinter Targon IV in Deckung. Das ist unsere einzige Chance!" schlug Renfield vor. Ericsson stimmte ihm zu: "Gut, los! Bringen Sie das Schiff tief in einen Orbit um den Planeten."
Unterdessen erreichte die Enterprise den Außenbereich des Systems. "Sir, ich orte zwei kleinere Schiffe, die sich uns aus 165,32 nähern!" meldete Jacobs. Branford nickte: "Können sie die Schiffe identifizieren, Lieutenant?" Der Einsatzleiter transferierte die Daten auf den Hauptschirm. "Sie sind in keiner Datei verzeichnet, Sir. Aber laut Größe und Bewaffnung könnte es sich um kleinere Wachschiffe handeln. Ein Phaser und eine kleinere Disruptorphalanx sind die einzigen Offensivwaffen dieser Schiffe." Der Captain erhob sich aus dem Kommandosessel: "Phaser aktivieren, Mister Crusher. Erfassen Sie die Ziele!" Die Zielerfassung suchte genau die zwei Wachschiffe. Ein Signal zeigte Branford an, dass die Enterprise in Feuerreichweite war. "Also los, Mister Crusher. Phaser auf 85% stellen, Feuer frei!" befahl er. Die vordere Phaserbank eröffnete das Feuer. Die zwei Schiffe wurden getroffen, wobei das Erste zerstört wurde. Das andere steuerte die Flanke der Enterprise an und schoss seine Disruptorenphalanx ab. Das Schiff wurde erschüttert und eine Kontrolltafel auf der Brücke explodierte. Glücklicherweise war niemand in der Nähe. "Mehr Energie auf die achteren Schilde, Mister Jacobs. Kurs auf 264,11 setzen, voller Impuls." Das Schiff wendete und drehte dem Wachschiff sein Heck zu. "Achtertorpedos Feuer, Mister Crusher! Level 7!" Eine Doppelsalve zerstörte das Wachschiff, ehe es reagieren konnte. "Gute Arbeit! Kurs setzen auf den Mond von Targon II, voller Impuls. Holen wir die Exeter da raus!"
Auf der Brücke der Wellington war das Rotlicht eingeschaltet. Renfield betete, dass die Söldnerschiffe die Wellington nicht finden würden. Sonst wäre das ihr Ende. Der Warpantrieb war ausgefallen, die Schilde nur noch zu 10% verfügbar. Ihre gesamten Waffensysteme waren zerstört worden. "Sir, zwei der Söldnerschiffe scannen intensiv die Region. Sie geben die Suche nicht auf." meldete der Einsatzleiter deprimiert. Ericsson saß relativ ruhig im Kommandosessel. "Wir bleiben auf dieser Position, Commander." er drehte sich zu Renfield um: "Nummer 1, haben Sie irgendwelche Vorschläge?" Renfield schüttelte den Kopf: "Nein Sir. Ich sehe keine andere Möglichkeit als auf dieser Position zu bleiben und zu hoffen, dass die Söldner die Suche aufgeben. Auf der Brücke vergingen die nächsten zehn Minuten schweigend. "Sir, die zwei Schiffe nehmen einen Kurs, der sie aus dem System führt. Wir haben es geschafft!" triumphierte der Einsatzleiter. "Freuen Sie sich nicht zu früh. Die haben noch nicht aufgegeben." Ericsson erhob sich: "Mister Renfield, teilen Sie die Reparaturteams ein. Wir müssen die Zeit nutzen."
Unterdessen näherte sich die Enterprise dem Mond von Targon II. "Sir, es sind keine Söldnerschiffe in unmittelbarer Nähe." meldete Jacobs. Branford hob den Zeigefinger: "Abwarten, Lieutenant. Die lassen vermutlich nicht lange auf sich warten. Steuern das Schiff in Transporterreichweite." Jenny Waringthon lenkte die Enterprise nahe an die Exeter heran. "Sir, wir sind in Reichweite des Transporters." meldete sie. Branford stand auf: "Danke. Lieutenant Unas, Sie übernehmen das Kommando. Ich brauche etwa 50 Leute, um die Exeter zu steuern. Von den Offizieren kommen McLure und Crusher mit. Wir treffen uns im Transporterraum." Branford verließ die Brücke und traf sich mit dem Enterkommando im Transporterraum. "Unas an Branford, wir haben fünf Lebensformen an Bord der Exeter geortet, Sir. Viel Glück." Branford betrat mit Crusher, McLure und zwei Sicherheitwachen die Plattform und signalisierte, den Transport einzuleiten.
Sie materialisierten auf der Brücke der Exeter. Zwei Söldner waren im Raum, die an einer Konsole arbeiteten. Sie drehten sich überrascht um. Der eine griff zu seinem Phaser, doch Crusher hatte den seinen schon in der Hand und betäubte ihn. Den zweiten überwältigten die zwei Wachen in Sekunden. Sie schafften die zwei in die Arrestzellen. "Mister Crusher, besetzen sie die Maschinenstation. Mister McLure, sie steuern." befahl Branford. Crusher nahm Kontakt zu dem Rest des Enterkommandos auf. "Sir, die 50 Mann sind an Bord. Alle für die Navigation wichtigen Posten wurden besetzt. Wir sind bereit." Branford setzte sich lächelnd in seinen Kommandosessel: "Ausgezeichnet, Lieutenant." Er ging zur Steuerkonsole und berührte sie mit der Hand: "Computer, Kommandofunktionen reaktivieren. Genehmigung Branford, Alpha 12." Der Computer stellte die Funktionen wieder her. Er sah McLure an: "Fähnrich, setzen Sie Kurs aus dem System hinaus. Richtung 122,010. Volle Impulskraft." "Sir, die Enterprise folgt uns." meldete Crusher. Ein Signal zeigte eine ankommende Nachricht an. Branford legte sie auf den Bildschirm. Es war Lieutenant Unas. "Sir, wie sieht ihr weiterer Plan aus?" Branford erwiderte: "Wir lassen die Enterprise außerhalb des Systems zurück und holen die restliche Crew an Bord der Exeter. Dann kehren wir zurück, um unsere Kameraden zu befreien. Folgen Sie der Exeter. Branford Ende."
Nach zehn Minuten hatten sie das System verlassen und steuerten einen Mond des benachbarten Ialis-Systems an. Die Enterprise und die Exeter schwenkten in einen Orbit ein. Unas deaktivierte die Kommandofunktionen der Enterprise und verließ mit der restlichen Crew das Schiff. Dann wurde mit Fernsteuerung die Schilde der Enterprise aktiviert.
Unas erstattete Branford auf der Brücke Bericht. "Sir, die Schäden werden innerhalb von zwei Stunden repariert sein. Dann sind wir wieder voll gefechtsfähig." Branford nickte: "Gut, Lieutenant. Sie haben die Brücke."
Er verließ die Brücke und ging in den Maschinenraum, wo ihn Cassels begrüßte. "Captain, gut, dass wir die Exeter wiederhaben. Nun können wir es ihnen zeigen." Branford war amüsiert ob der Kampflustigkeit seine Ingenieurs. "Jake, kommt da Ihre klingonische Seite zum Tragen?" neckte er. Cassels verdrehte die Augen: "Ich fürchte so ist es. Aber sind Sie anderer Meinung?" Branford gab zu, dass er den Söldnern durchaus einen Schlag versetzen wollte. Doch er musste an seine gefangenen Kameraden denken. Ihre Befreiung hatte Priorität.
Die folgenden zwei Stunden waren von hektischer Betriebsamkeit geprägt. Jeder Mann und jede Frau an Bord waren mit Reparaturen beschäftigt. Dann war es geschafft. Alle Gefechtsschäden waren beseitigt, das Schiff voll kampffähig.
Branford stand auf der Brücke. "Lieutenant Unas, konnten sie den Ort feststellen, an dem die Geiseln gefangen gehalten werden?" Unas nickte: "Jawohl, Sir. Auf Targon II ist eine Basis der Söldner. Dort sind sie laut Aussage der gefangenen Söldner." Branford war irritiert: "Laut Aussage der Söldner? Wie haben sie die zur Zusammenarbeit bewegt?" Unas lächelte vielsagend: "Ich habe sie zu nichts bewegt. Sie haben auch in dem Sinne keine Aussage gemacht." Branford verstand. Sie hatte mit Hilfe ihrer telepathischen Fähigkeiten ihre Gedanken erforscht. "Gut, dass wir sie haben, Miss Unas." Er wandte sich Waringthon zu: "Kurs setzen auf Targon II. Voller Impuls!" Crusher meldete: "Sir, die Wellington meldet sich." Branford nickte: "Auf den Schirm, Lieutenant." Auf dem Hauptbildschirm erschien Captain Ericsson. "Ich grüße Sie, Captain. Wir bedanken uns für Ihre Hilfe. Wir groß sind Ihre Schäden?" Ericsson blickte versteinert drein: "Es freut mich zu sehen, dass sie die Exeter retten konnten. Aber unsere Schadensliste umfasst die Schilde, den Warpantrieb und die Waffensysteme. Ich muss versuchen, die Wellington in ein Dock zu bringen. Viel Glück noch, Captain. Ericsson Ende." Branford wurde nachdenklich. Ericsson hatte sein Schiff und seine Crew auf's Spiel gesetzt, um es ihnen zu ermöglichen, ihr Schiff zu bergen. Nun mussten sie sich dieses Vertrauens als würdig erweisen. "Lassen Sie uns reingehen. Wir werden Ihnen einen guten Kampf liefern."
Bevor sie den inneren Teil des Systems erreichten, trafen sie auf keinerlei Widerstand. Plötzlich sah sich die Exeter jedoch einem ernsthaften Gegner gegenüber. "Sir, ich orte ein Söldnerschiff, dass sich uns aus Richtung 211,019 nähert. Es hat die Schilde und Waffensysteme aktiviert." meldete Jacobs. Branford nickte ihm zu: "Nehmen Sie die Schilde hoch." Er stockte kurz, dann befahl er: "Mister Crusher, Phaser in Bereitschaft, Torpedos klar. Einstellung 8." Das Söldnerschiff näherte sich und eröffnete das Feuer. Ein Torpedo traf die Exeter an der Steuerbordseite. "Sir, Schilde auf 80% gefallen. Empfehle Ausweichmanöver und kontrolliertes Gegenfeuer." bemerkte Jacobs. "Guter Vorschlag. Fähnrich, bringen Sie uns Richtung Steuerbord querab zu dem Gegner. Hecktorpedos Feuer!" befahl Branford. Zwei Torpedos schossen aus den hinteren Launchern und trafen das Söldnerschiff. "Sir, der Gegner wendet sich ab. Wir haben seine Schildstärke halbiert und seine achtere Disruptorkanone ausgeschaltet." Der Captain stand auf und ging zu Jacobs. "Mister Jacobs, legen Sie die taktische Situation auf den Schirm." Auf dem Schirm erschien eine Übersichtskarte. Targon II war fünf Flugminuten entfernt. Dann konnten sie den Transporter einsetzen. "Miss Waringthon, Kurs auf Targon II. Voller Impuls." Er wandte sich Crusher zu: "Lieutenant, wenn wir in den Orbit einschwenken, brauchen wir einen Sicherheitstrupp. Sie kommen mit, Mister McLure ebenfalls. Stellen Sie das Team zusammen." Kurze Zeit später erreichte die Exeter den Orbit. Das Söldnerschiff hatte Abstand gehalten, näherte sich auf einmal jedoch wieder schneller. "Lieutenant Unas, Sie haben die Brücke. Versuchen Sie, den Gegner zu beschäftigen. Sie müssen aber da sein, wenn wir zurück wollen. Bleiben Sie in kurzem Abstand zur Transporterreichweite. Das wäre alles." Unas nickte: "Viel Glück, Sir." Branford verließ schnellen Schrittes die Brücke und ging in den Transporterraum. Dort warteten schon Crusher, McLure und sieben andere Angehörige des Sicherheitsdienstes. Crusher reichte Branford einen Typ-II-Phaser. Branford verstaute die Waffe und betrat die Transporterplattform. "Sir, alles ist bereit. Auf ihren Befehl deaktivieren wir die Schilde." meldete ihm der Transportertechniker. Branford nickte: "In Ordnung. Energie."
Branford wurde zusammen mit Crusher, McLure und drei anderen Wachen auf den Planeten gebeamt. Kurz nach ihrem Eintreffen materialisierten die restlichen vier. McLure scannte die Umgebung mit dem Tricorder. "Sir, laut Angabe der Söldner befinden sich die Geiseln in diesem Trakt. Hier, die Treppe hinunter." Branford signalisierte den anderen, ihm zu folgen. Sie marschierten, ohne auf Widerstand zu treffen, die Treppe hinunter und durch eine automatische Tür. Sie waren in einem Raum, von dem eine große Tür abging. Sie stand offen. "Sir, vier Lebensformen nähern sich aus dieser Richtung. Wir sollten in Deckung gehen." warnte Crusher. Das Außenteam versteckte sich etwas hinter einigen Nischen. Durch die Tür kamen vier Humanoide, die mit Föderationsphasergewehren bewaffnet waren. Branford legte seinen Phaser an und feuerte. Einer der Männer brach getroffen zusammen. Gleichzeitig eröffneten die anderen Crewmitglieder das Feuer. Die Söldner hatten keine Chance und wurden allesamt betäubt. "Kommen Sie. Sie müssen sehr nahe sein." bemerkte ein Sicherheitswächter und ging etwas voraus. Plötzlich wurde geschossen und der Mann brach, in die Brust getroffen, zusammen. Branford feuerte zurück und traf einen Angreifer. Mittlerweile hatte McLure den Verletzten zur Seite gezogen. Seinem Gesicht war zu entnehmen, dass es zu spät war. Branford schlich zu ihm. "Tut mir leid, Captain. Er ist tot. Der Phaser muss auf Einstellung vier oder fünf gewesen sein. Irreperable Zellschädigungen waren die Folge dieses Treffers." Branford war betroffen, doch musste er an seine Leute denken: "Verdammt. Kommen Sie, Fähnrich, wir müssen weiter." Das Außenteam schlich sich an die Angreifer heran und betäubte sie. Nur noch wenige Meter trennten sie von ihren gefangenen Kameraden. Crusher brach eine Tür auf und dahinter lagen zwei Zellen. In einer davon befanden sich Fogarty, Galen und Baldwell. Branford ging zu der Zelle und deaktivierte das Kraftfeld. Sandra Galen fiel ihm um den Hals. "Chris, wir hatten nicht mehr gedacht, dass..." Er unterbrach sie: "Wir haben wenig Zeit. Komm, lass uns das später bereden." Fogarty trat zu ihm: "Danke, Sir. Das war großartig." Branford klopfte ihm auf die Schulter: "Alles in Ordnung, Commander?" Er nickte: "Ja, Sir. Nun sollten wir verschwinden." Branford führte das Team aus dem Raum heraus. Draußen tippte er seinen Insignienkommunikator an. "Branford an Exeter, wir haben die Geiseln. Dreizehn Personen zum Hochbeamen." Die Exeter bestätigte: "Alles klar, Captain. Wir beamen jetzt." Zuerst wurden die drei Geiseln und drei Wachen hochgebeamt. Dann folgten Crusher, McLure und die vier anderen. Branford ging als letzter.
Im Transporterraum wartete Doctor Sanders, um die drei in Empfang zu nehmen. Sie kamen zur Erstversorgung auf die Krankenstation. Branford wollte gerade den Transporterraum verlassen, da wurde die Exeter getroffen und die Leute stürzten zu Boden. "Branford an Brücke, was ist passiert?" Es meldete sich Unas: "Sir, wir wurden von zwei Torpedos getroffen. Es greifen uns zwei feindliche Kreuzer an. Sie sollten auf die Brücke kommen." Branford bestätigte und machte sich auf den Weg.
Auf der Brücke erstattete ihm Jacobs Bericht. "Sir, Schilde auf 50% gefallen, Backbord-Phaserbanken ausgefallen. Wir sind ernstlich getroffen." Branford nickte: "Danke, Mister Jacobs. Fähnrich Waringthon, setzen sie Kurs auf 128,060, voller Impuls!" Die zwei Kreuzer wendeten auf die Exeter hin zu. Der vordere feuerte seine Disruptoren ab. Die Geschosse streiften haarscharf an der Exeter vorbei. "Phaser auf Ziel, Einstellung 80%. Und Feuer!" befahl Branford. Die Phaserbanken feuerten eine gebündelten Energiestoß ab. Das vordere Schiff wurde getroffen und wendete sich ab. "Seine Schilde sind auf 40% gefallen. Energieversagen in seinen Hauptsystemen wird angezeigt." meldete Crusher. Branford war gewarnt. Der zweite Kreuzer war noch voll gefechtsfähig und flog sie von achtern an. "Sir, unseren achteren Schilde sind auf 45% runter. Viel können wir da nicht verkraften." Der Captain erhob sich aus seinem Sessel: "Heckphaser auf Ziel einstellen, 75% Leistung. Feuer!" Der Feuerstoss traf das Schiff nur zum Teil. "Keine Beschädigungen bei dem Gegner, Sir." meldete sein Einsatzleiter. Branford war sich bewusst, dass er sein Schiff aus dem System bringen musste. Ansonsten würde das ihr Ende sein, denn es näherten sich noch zwei andere Kreuzer. "Fähnrich, setzen Sie einen Fluchtkurs aus dem System heraus, Richtung dem Ialis-System." befahl er. Noch während Waringthon den Befehl ausführte, trafen mehrere Phaserschüsse die Exeter. "Achterschilde ausgefallen, Sir. Energieversagen in der Lebenserhaltung." meldete Jacobs. Branford war besorgt: "Auf Sekundärsystem umschalten. Nehmen Sie die Energie aus den Phasern und speisen Sie die Achterschilde damit." Er sah sich die taktische Situation an: "Feuern Sie vier Torpedos ab, Mister Crusher. Einstellung 6." Die vier Geschosse trafen den Gegner und verlangsamten seine Verfolgung. "Sir, sein Impulsantrieb verliert Energie. Sie fallen zurück!" meldete Crusher triumphierend. Branford nickte anerkennend: "Gute Arbeit. Fähnrich, steuern Sie das Schiff zur Enterprise zurück. Sobald wir aus dem System sind gehen Sie auf Warp 7." Er drehte sich zu Crusher um: "Lieutenant Crusher, Sie übernehmen das Kommando. Ich bin im Bereitschaftsraum." Crusher nickte und nahm im Kommandosessel Platz.
Während der nächsten Stunden befand sich die Exeter zusammen mit der Enterprise im Orbit von Ialis III. Die Crew arbeitete schwer, um die erlittenen Schäden zu beheben. Branford saß im Bereitschaftsraum und sah sich die taktischen Analysen an. Der Türsummer ertönte und Branford bat einzutreten. Es war Sandra Galen. "Störe ich dich, Chris?" fragte sie. Branford legte sein Datenpad zur Seite und lächelte sie an: "Nein, keinesfalls. Setz dich." Galen kam der Aufforderung nach. "Wie geht es dir, Sandra?" fragte er besorgt. Sie schaute zu Boden: "Nun, körperlich gut. Aber die Gefangenschaft war sehr hart. Die Terroristen verhörten uns beinahe pausenlos. Sie wollten so viele Informationen wie möglich aus uns herausbekommen. Aber wir haben nichts gesagt." Branford nickte: "Da bin ich mir sicher. Nimm dir dienstfrei, Sandra. Das ist das Beste."
Eine halbe Stunde später meldete sich die Brücke. "Sir, hier ist Crusher. Wir orten zwei Schiffe, die sich uns nähern. Werden voraussichtlich in zwanzig Minuten eintreffen." Branford erwiderte: "Können Sie die Schiffe identifizieren, Lieutenant?" "Noch nicht. Kommen Sie auf die Brücke?" Branford bestätigte und verließ den Raum zur Brücke hin. Zehn Minuten später meldete McLure: "Sir, ich habe die Schiffe identifiziert. Es sind die U.S.S. Thomas Paine und die U.S.S. Yorktown." Branford lachte: "Wir bekommen Hilfe. Mister Crusher, rufen Sie die Schiffe. Teilen Sie Ihnen unsere Grüße mit und bitten Sie um ein Treffen." Crusher nickte und führte den Befehl aus. Kurze Zeit später erhielt er Antwort: "Sir, die Schiffe geben Antwort. Captain Rixx und Captain Andrews schlagen ein Treffen in einer halben Stunde vor." McLure hatte eine Weitbereichsscannung vorgenommen und erstattete Bericht: "Sir, ich orte ein weiteres Schiff, das sich uns nähert. Ich lese die Registrierung: NCC 2463-A. Es ist die U.S.S. Defiance unter dem Kommando von Captain Gregory Waringthon." Branford war hocherfreut: "Nun können wir aus dem Vollen schöpfen. Mister Crusher, teilen Sie der Defiance unsere Situation mit." "Sir, die Defiance grüßt uns." meldete Crusher. Branford nickte und Crusher legte das Gespräch auf den Bildschirm. Es war sein früherer Vorgesetzter, Captain Waringthon. "Ich grüße Sie, Captain Branford. Wir kommen um Ihnen zur Seite zu stehen." Branford erwiderte: "Danke für Ihre Hilfe, Captain. Ist Ihnen unsere Situation bekannt?" Waringthon nickte: "Ja, wir wissen, um was es geht. Ich schlage vor, wir treffen uns an Bord der Defiance. In einer halben Stunde. Waringthon Ende."
Exakt eine halbe Stunde später beamten Branford und Fogarty auf die Defiance. Im Transporterraum wurden sie von Commander Coburn empfangen. "Guten Tag, Sir. Schön, Sie so bald wiederzusehen. Selbst unter diesen Umständen." Branford ging auf ihn zu und reichte ihm die Hand: "Es freut mich ebenfalls, Commander. Dies hier ist mein 1. Offizier, Lieutenant Commander Ian Fogarty." Coburn begrüßte ihn und deutete auf die Tür: "Folgen Sie mir bitte, meine Herren. Wir gehen in die Aussichtslounge."
In der Lounge warteten bereits die Stabscrew der Defiance und die Kommandanten und 1. Offiziere der anderen Schiffe. Die Begrüßung der Defiance-Crew fiel sehr herzlich aus. Dann ging Branford auf einen Mann zu, der vier Rangabzeichen trug. Coburn stellte ihn vor: "Captain Rixx von der Thomas Paine, Captain Christopher Branford von der Exeter." Der Bolianer verzog keine Miene: "Freut mich,Captain." Ein anderer Captain trat hinzu. Coburn stellte ihn ebenfalls vor: "Das hier ist Captain Lyod Andrews von der Yorktown." Branford begrüßte ihn freundlich. Mittlerweile hatten beinahe alle Platz genommen. Branford, Rixx und Andrews nahmen ebenfalls Platz. Fogarty erhob sich und erstattete Bericht. Als er fertig war, meldete sich Captain Waringthon: "Nun, wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass diese Informationen übergeben werden." Branford fragte seinen 1. Offizier: "Meinen Sie, dass die Söldner genügend wichtige Informationen gesammelt haben, um uns damit gefährlich zu werden?" Fogarty nickte: "Ich fürchte ja, Sir. Wir müssen sie unter Beobachtung halten." Waringthon, der als Dienstältester das letzte Wort hatte, erhob sich: "Nun gut, meine Herren. Die vier Schiffe verteilen sich an den Grenzen des Targon-Systems und überwachen es. Wenn wir uns nicht täuschen, werden wir bald Antworten auf unsere Fragen erhalten. Mein taktischer Offizier, Lieutenant Tarall, wird Ihnen nun den Plan vorlegen. Bitte." Der vulkanische Sicherheitschef der Defiance erklärte genauestens den Plan und die Positionen der Schiffe.
Eine halbe Stunde später endete die Konferenz. Die Offiziere gingen größtenteils nach "Zehn-Vorne". Branford verabschiedete sich von den Anwesenden und suchte die Brücke auf.
Als sich die Lifttür öffnete, sah er, dass Nella Darin an der Wissenschaftsstation arbeitete. Als sie ihn erblickte, ging sie auf ihn zu. Bevor er etwas sagen konnte, küsste sie ihn. "Ich habe dich schrecklich vermisst, Chris." sagte sie. Branford sah sie an: "Ich ebenfalls. Schön dich zu sehen." "Captain, schön, dass Sie uns besuchen. Wie geht es Ihnen?" Lieutenant Kelly Pizoll, der Steueroffizier der Defiance, hatte Branford erkannt und ging die Brüstung hinauf. Branford lächelte: "Es freut mich auch, Lieutenant. Leider sind es keine glücklichen Umstände." Pizoll nickte: "Leider, Captain. Trotzdem war es schön, Sie wiederzusehen. Bis dann." Branford verbrachte eine Stunde mit Darin. Sie streiften durch das Arboretum, erzählten sich Geschichten und genossen ihre Zweisamkeit. Dann meldete sich Lieutenant Unas: "Unas an Branford, wir sind bereit, unseren Kurs aufzunehmen." Branford tippte seine Insignienkommunikator an: "Ich komme, Lieutenant. Branford Ende." Er verabschiedete sich von Nella und beamte auf die Exeter zurück.
Branford betrat die Brücke. Seine Stabscrew war anwesend und erwartete seine Befehle. "Gelber Alarm. Intensivscans über 360 Grad durchführen." Er ging zu seinem 1. Offizier: "Welchen Kurs haben wir, Nummer 1?" Fogarty blickte Fähnrich Waringthon an: "Miss Waringthon, setzen Sie Kurs auf 158,060. Warp 5." Die Exeter beschleunigte auf Warpgeschwindigkeit und nahm den Kurs zum vorgesehenen Wartepunkt auf. Die anderen drei Schiffe nahmen jeweils einen Kurs in eine andere Richtung auf.
Zehn Minuten später erreichte die Exeter ihre Warteposition. "Mister Jacobs, legen sie eine Übersichtskarte auf den Hauptschirm." befahl Branford. Die Karte zeigte die Positionen der Exeter, Defiance, Yorktown und Thomas Paine an. Das System war in alle Richtungen hin abgesichert. "In Ordnung. Wir warten hier. Weiterhin Intensivscans der Region, Mister Jacobs." Branford stand auf und ging zu der Sicherheitsstation hin. "Lieutenant, Sie hören die Frequenzen ab. Zwischen den Sternenflottenschiffen wurde Funktstille vereinbart. Nur wenn eines der Söldnerschiffe das System verläßt, übermitteln wir es den anderen." Crusher nickte: "Aye, Sir. Ich hoffe wir erhalten bald Antworten." Branford sah Fogarty an: "Commander, Sie haben die Brücke. Ich bin im Bereitschaftsraum. Rufen Sie mich umgehend, wenn etwas geschieht."
Es vergingen endlose Stunden, in denen Branford sich die Karten der angrenzenden Systeme anschaute.
Nach zwölf Stunden löste er Fogarty ab und überwachte für weitere zehn Stunden das Geschehen. Plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, war Lieutenant Crusher hellwach: "Sir, ich orte ein Schiff, das das System verläßt. Es fliegt in unsere Richtung!" Branford nickte: "Danke. Lieutenant, bringen sie die Exeter hinter dem Mond in Deckung. Schilde aktivieren!" Crusher bemerkte: "Sir, ich habe den anderen Schiffen eine kurze Botschaft gesendet. Sie machen sich auf den Weg." "Sir, das Schiff nimmt Kurs auf die neutrale Zone. Es ist auf Warp gegangen!" meldete McLure. "Verfolgung aufnehmen, Geschwindigkeit angleichen. Wir dürfen nicht bemerkt werden, Lieutenant." befahl Branford. Crusher meldete: "Sir, Funkspruch von der Defiance. Captain Waringthon meldet, dass Sie ebenfalls die Verfolgung aufgenommen haben. Sie stoßen zu uns."
Die nächsten Stunden vergingen in angespannter Stimmung. Das Söldnerschiff wechselte mehrmals den Kurs, bemerkte jedoch die Verfolger nicht.
Einen Tag später, Branford hatte soeben seinen 1. Offizier abgelöst, wurde ein Sensorenalarm ausgelöst. "Sir, ich orte ein anderes Schiff, welches bewegungslos im Raum liegt. Keine Identifikation möglich." meldete Jacobs. Branford nickte: "Alles klar. Versuchen Sie es weiter, Lieutenant. Senden Sie keine Mitteilung. Wir würden entdeckt werden." "Sir, das Söldnerschiff nähert sich dem anderen Schiff. Es hat den Antrieb deaktiviert." Crusher unterbrach den Einsatzleiter: "Captain, ich kann Subraum-Transmissionen zwischen den Schiffen orten. Das Söldnerschiff ruft das andere Schiff." Branford stand auf: "Lieutenant, können sie das Gespräch auf Abhörfrequenz schalten?" Crusher nickte und schaltete die Audiokanäle ein. "Hier spricht Waik Lortak von der Tain Ango. Ich rufe das Schiff direkt vor uns." erklang die Stimme eines Söldners. Sandra Galen bemerkte etwas: "Das war der Anführer der Söldnergruppe." Eine andere Stimme ertönte: "Hier spricht Captain Sela vom romulanischen Kreuzer Haakona. Haben Sie das Schiff, Lortak?" Branford bedeutete Crusher, nach Informationen über Captain Sela zu suchen. "Tut mir leid, Captain. Ein Einsatzkommando der Sternenflotte hat sie uns weggeschnappt." erwiderte Lortak zerknirscht. Sela tobte: "Sie Unfähiger! Wie konnten Sie sich diese Chance entgehen lassen! Sie werden für ihre Inkompetenz bezahlen, Lortak!" "Beruhigen Sie sich! Wir haben Informationen, die ebenfalls sehr wichtig sind. Wir können sie Ihnen überlassen. Wir verlangen lediglich die Hälfte des Preises." erwiderte Lortak. Sela war eiskalt: "In Ordnung. Transferieren Sie die Daten. Jetzt gleich!" "Wir beginnen sofort mit der Datenübertragung. Lortak Ende." Branford hatte genug. "Mister Crusher, signalisieren Sie den anderen Schiffen, die Tain Ango anzugreifen. Wir werden sie vernichten, bevor sie die Daten übertragen." Er nahm im Kommandosessel Platz: "Auf Abfangkurs gehen, voller Impuls. Roter Alarm!" Die Exeter manövrierte aus ihrer Deckung und flog auf die Tain Ango zu. Der romulanische Kreuzer wollte sich der Exeter entgegenstellen, doch die Thomas Paine und die Yorktown näherten sich ihr von hinten und hielten sie in Schach. Die Defiance stellte sich der Tain Ango. Sie wartete auf die Reaktion der Exeter. Branford befahl: "Phaser aktivieren, Photonentorpedos bereit. Erfassen Sie die Tain Ango mit den Phasern, Einstellung 70%. Feuerbereitschaft!" Crusher zeigte an, dass alles bereit war. "Warnen Sie die Tain Ango. Wenn Sie Daten überträgt, wird Sie vernichtet!" Branford wollte Lortak eine letzte Chance geben. "Sir, ich orte Signale, die von der Tain Ango ausgehen. Sie bereiten eine Übertragung vor!" meldete Jacobs. Branford erhob sich: "Phaser abfeuern, Mister Crusher!" Der Feuerstoß traf die Tain Ango auf ihrer gesamten Länge. Gleichzeitig feuerte die Defiance ihre Phaser ab. Die Tain Ango explodierte und hinterließ nur Trümmer. "Feuer einstellen, Lieutenant." Er ging zur Sicherheitsstation und sah sich die Daten über Sela an. Nun war ihm einiges klar. Sela war ein hohes Mitglied des romulanischen Geheimdienstes. "Manövrieren Sie die Exeter in Phaserreichweite zu der Haakona." befahl Branford. Die Defiance folgte ihnen und stellte sich der Haakona. Der Warbird war eingekreist und konnte nicht entkommen. "Grußfrequenzen aktivieren, Lieutenant." befahl Branford. Captain Sela erschien auf dem Bildschirm. Sie vezog keine Miene. "Hier spricht Captain Christopher Branford vom Föderationsraumschiff Exeter. Ich erwarte eine Erklärung für Ihre Handlungen, die sich gegen die Vereinte Föderation der Planeten richten!" Sela sprach ruhig und gelassen: "Wir sind uns keiner solcher Handlungen bewußt, Captain. Nur Ihre agressiven Akte sind unakzeptabel! Wenn Sie sich nicht zurückziehen..." Branford wurde kampflustig: "Was dann, Captain Sela? Sie sind eindeutig unterlegen!" Sela sah frustriert aus: "Sie haben Recht. Für dieses Mal!" "Sie können mit Ihrem Schiff in Ihren Raum zurückkehren. Aber ich muss Sie warnen: Sollte das romulanische Empire weiterhin diese provokative Politk fortsetzen, wird das Konsequenzen nach sich ziehen! Branford Ende." Er signalisierte Crusher die Verbindung zu beenden. "Wir fliegen zurück, Miss Unas. Warp 4, Kurs 157,010. Beschleunigen."
Die Exeter flog gemeinsam mit den drei anderen Schiffen zurück in den Föderationsraum. Dort trennte man sich. Die Exeter flog zum Ialis-System, um die Enterprise abzuholen. Die anderen drei Schiffe flogen zum Targon-System, um die restlichen Söldner festzunehmen.
Unterdessen erreichte die Exeter die Enterprise. Branford betrachtete sie mit einer stillen Bewunderung. "Nur durch die Enterprise konnten wir unser Schiff wiederbekommen. Ihre lange und ruhmreiche Geschichte wurde fortgeführt." Crusher bemerkte: "Sir, diese Mission sollte eigentlich ihrer Dienstakte hinzugefügt werden. Oder?" Branford nickte anerkennend: "Gute Idee, Lieutenant. Schicken Sie eine Nachricht an das Sternenflottenarchiv." Er drehte sich dem Hauptbildschirm zu: "Aktivieren Sie den Traktorstrahl. Wir schleppen die alte Dame zurück in ihr Seniorenquartier." Fogarty grinste: "Na ja, Sir. Sie hat sich trotz ihres Alters gut gehalten. Meinen Sie nicht?" Branford nickte: "Sicher, Commander. Sie hat sich verdammt gut gehalten. Und es war ein Vergnügen, für diese Mission das Kommando über sie zu haben. Nummer 1, Sie machen weiter. Ich bin in meinem Quartier."
Sein 1. Offizier führte das Manöver durch und brachte die Enterprise zum Depot zurück. Branford sprach noch einmal mit Verwalter Neuville, dann erhob sich die gesamte Brückencrew, um der Enterprise einen Gruß zu erweisen. Anschließend nahm die Exeter Kurs auf Sternenbasis 45. Sie sollte sich dort einfinden.
Branford saß im Kommandosessel, als Crusher ihm mitteilte: "Sir, wir empfangen eine Nachricht vom Sternenflottenkommando. Admiral Nogura." Branford deutete auf den Schirm. Crusher transferierte das Gespräch auf den Hauptbildschirm. "Ich grüße Sie, Captain Branford. Meinen Glückwunsch zu der erfolgreichen Mission. Gute Arbeit." Branford entgegnete: "Danke, Admiral. Wie sind unsere Befehle, nachdem wir Sternenbasis 45 erreicht haben?" "Ihre Crew hat zwei Tage Urlaub. Danach werden Sie sich nach Malor IV fliegen, um Ihre Forschungen fortzusetzen. Das wäre alles. Nogura Ende." Branford bemerkte ironisch: "Machen Sie weiter wie befohlen. Also gut. Fähnrich, setzen Sie Kurs auf Sternenbasis 45, Warp 4." Sandra Galen stieß ihn an: "Aber Captain, so eine langweilige Mission ist doch jetzt genau das Richtige. Finden Sie nicht?" Branford sah sie nur entgeistert an und wandte sich wieder dem Bildschirm zu.
"Beschleunigen Sie, Fähnrich."
im Gedenken an Gene Roddenberry DeForest Kelley
|