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Auf den Hund gekommen© by Atti (), 2001
"Cordelia, was tust Du da?" fragte Angel mit einem genervten Gesichtsausdruck. "Du bist hier schon den ganzen Tag dabei, das Büro auf den Kopf zu stellen." "Angel, das ist Feng Shui, das soll uns mehr Kunden bringen, zahlende Kunden." "Und ich hatte schon befürchtet, Du bereitest Dich auf die Weltmeisterschaft im Kampfdekorieren vor." In diesem Moment betrat ein junger Mann die Detektei, ca. Mitte 20, mittelbraune kurze Haare mit einer sehr markanten Nase. Sofort war Cordelia wieder die Geschäftstüchtigkeit selbst. Sie drückte ihrem Chef die bengalische Wurfzither in die Hand, die sie gerade umstellen wollte, und wandte sich mit einem strahlenden Gesicht dem Neuankömmling zu: "Angel Investigations. Wir helfen den Hilflosen. Welches Problem können wir für Sie lösen?" "Guten Tag. Ich heiße Adam Pierson. Ich habe gehört, daß Sie auch etwas... eigentümlichere Fälle bearbeiten. Fälle, die sich am Rande unserer Realität abspielen." "Ach, Sie meinen Geister, Monster und Dämonen? Ja, da sind Sie genau an der richtigen Stelle gelandet", bemerkte Cordelia, ohne mit der Wimper zu zucken. Angel warf seiner Assistentin einen seiner 'Besser-Du-hältst-jetzt-den-Mund'-Blicke zu und bat seinen Kunden in sein Büro.
"Jetzt erzählen Sie doch erstmal, was passiert ist." "Mein .... Bekannter und ich verbringen unseren Urlaub hier. Er wollte partout zu dieser Jahrestagung der Pfadfinder." 'Wie jedes Jahr seit er sie 1908 mit diesem Engländer(1) zusammen gegründet hat', fügte er in Gedanken hinzu. "Ich wäre ja lieber nach Schottland gefahren und glauben Sie mir, mit einem Schaf wäre das nicht passiert. Aber kurz und gut. Uns ist hier ein schwarzer Hund zugelaufen und Duncan, mein Bekannter, mußte sich natürlich unbedingt um dieses Tier kümmern. Am nächsten Morgen war er dann sehr merkwürdig. Er hatte so ein Glitzern in den Augen, was man fast böse nennen könnte und über seinem Kopf schwebte die ganze Zeit so ein Insekt." "Direkt über seinem Kopf.....vermutlich eine Damoklesmotte." "Sie sind der Fachmann. Jedenfalls war der Hund verschwunden. Später hat ihn dann unsere Wirtin gefunden." "Und wo?" "Unter den Kartoffeln. Im Keller. Er war übel zugerichtet." "Wo ist Ihr Bekannter denn jetzt?" "Auf seiner Pfadfinder-Tagung. Ich dachte, wenn er unter so vielen guten Menschen ist, wird er sich schon benehmen müssen und es wird nicht viel passieren." 'Dämonen waren jedenfalls früher sehr öffentlichkeitsscheu.....' "Gut, dann sollten wir jetzt keine Zeit verlieren und Ihren Bekannten herschaffen", sagte Angel und warf beim Aufstehen einen Blick auf die Armbanduhr. Noch fünf Minuten bis Sonnenuntergang. Im Vorraum gab er noch schnell seinen Mitarbeitern ein paar Anweisungen: "Wesley, bitte versuche herauszufinden, um was für einen Dämonen es sich handelt: kann sowohl in Menschen als auch in Tiere fahren und das Opfer wird immer von einer Damoklesmotte verfolgt. Und Du, Cordelia, suchst bitte schon mal Handschellen, Ketten und was man sonst noch so braucht, um jemanden ans Bett zu fesseln. Wir werden jetzt erstmal Mr. Piersons Bekannten herbringen." Dann verließ er zusammen mit seinem Kunden das Büro.
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"Das wäre geschafft!" stöhnte Wesley und wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Genau. Er kann jetzt nicht den kleinsten Finger mehr rühren", stellte Cordelia befriedigt fest und begann damit, um Duncan und das Bett einen Bannkreis auszustreuen. "Sehr gut", sagte Angel. "Dann zeige uns doch mal, was Du herausgefunden hast, Wesley." Der Dämonenjäger drückte Angel ein aufgeschlagenes Buch in die Hand. "Der da ist es, rechts oben. Cordelia meinte nur, der sähe ja aus wie Tante Grönhoff." "Und mit welchem Mittel können wir ihn jetzt vertreiben?" fragte Methos. "Früher hätte man das Opfer vermutlich auf den Scheiterhaufen gestellt und angezündet. Das war allerdings meist für beide tödlich", kam es von Wesley. "Im fernen Osten hätte man es wohl mit der chinesischen Kerzenfolter versucht... aber das ist für das Opfer nicht weniger unangenehm wie die vorherige Methode." 'Sterben wäre nicht gut für unsere Tarnung', dachte Methos, 'und auch Duncan wäre davon bestimmt nicht begeistert.... auch wenn er keine bleibenden Schäden davontragen würde.' Laut sagte er daher: "Bei den Fortschritten der Technik muß es doch inzwischen etwas geben, was etwas weniger tödlich ist. Gibt es da nicht etwas moderneres, harmloseres?" "Doch, mit Elektroschockern. Das ist zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich, allerdings auch unsicher", erläuterte Wesley. "Wir werden es daher mit einem klassischen Exorzismus versuchen", sagte Angel. "Gut, ich bereite mich..." begann Wesley. "Nein, auf gar keinen Fall", unterbrach ihn Angel "Du weißt genau, was letztes Mal passiert ist, als Du Dich an einem Exorzismus versucht hast.... und hinterher mußte ich alles alleine machen.(2) In St. Thomas gibt es einen neuen Pfarrer, der dieser Aufgabe, denke ich, besser gewachsen ist. Kommen Sie, Mr. Pierson." Im Weggehen konnten sie hören wie Cordelia beruhigend auf den Schotten einplapperte: "Wissen Sie, ich habe viel über Ihre Stimme nachgedacht! Irgendwo habe ich sie bestimmt schon mal gehört. Ich meine, bei Deep Space 9 und auch bei dieser Arzt-Serie, MASH hieß sie.....(3)"
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".... Sie werden verstehen, Father, daß wir für einen derartigen Exorzismus nicht auf die Hilfe eines Priesters verzichten können", beendete Angel seine Ausführungen über den Besessenen in seiner Wohnung.
Zunächst sah Father Ray Angel beinah ungläubig und ein wenig verdattert an und das einzige, was ihm dazu einfiel, war: "Das ist ja mystisch!"
Tja, liebe Queer-Ladies und alle anderen Leser natürlich auch. An dieser Stelle ist meine Geschichte jetzt leider zuende. Ich habe alles eingebaut, was hineingehört.... Ach, Ihr meint, das kann doch noch nicht alles gewesen sein.... nun, wie ein Exorzismus abläuft, das kann man in etlichen Filmen miterleben. Daß Father Ray es schafft, noch dazu mit Angel und Methos als Unterstützung, sollte doch wohl allen hier klar sein, oder? Der Urlaub von Duncan und Methos, nun das ist eine andere Geschichte, auch wenn es Euch natürlich brennend interessiert. Es bleibt nur noch zu vermelden, daß das Feng Shui Angel Investigations tatsächlich ein wenig Geld eingebracht hat, denn Duncan zeigte sich für die Befreiung von dem Dämonen selbstverständlich erkenntlich (was dem ROG natürlich nie passiert wäre, aber auch das ist eine andere Geschichte).
(1) Sir Baden Powell wurde in London geboren.
(2) ein Vampir beim Exorzismus mit einem Kreuz in der Hand war echt sehenswert (Folge: 1x14 - Das Böse an sich) (3) Da dies eine deutsche Geschichte ist, sprechen alle Darsteller selbstverständlich (leider) mit ihren deutschen Synchronstimmen. Jörg Hengstler, der Synchronsprecher von Duncan, leiht auch Benjamin Sisko und einem Kollegen von Hawkeye seine Stimme.
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