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Der blaue Teddybär

 

Angefangen hatte alles mit den 3 Teddybären-Drabbles, die ich zu Nikolaus 2000 auf mehreren Mailinglisten gepostet hatte. Auf der GHML haben dann Kaineus und Marita die Geschichte weitergeführt. Hier habe ich die komplette Geschichte um den blauen Teddybären zusammengestellt.
Disclaimer: Highlander und alle verwendeten Figuren daraus gehören Panzer, Davis und Rhysher. Diese Story ist Fanfiction und wir verdienen damit ken Geld. Das Bild von dem blauen Bären stammt von einer Tafel Schokolade.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.

 
blauer Teddybär

 
Teil 1: Der Plan
© by Atti (ab@8bitnet.de), 2000
 

Wie zufällig fiel Joes Blick auf das Schaufenster des Souvenirladens. Oh, Schokolade mit Bärchenmotiven, ganz nett.

Plötzlich stutzte er. Was stand dort? "Es kann nur einen geben!" Und darunter ein blauer Teddybär, der stolz ein schottisches Schwert präsentierte.

Nein, seine Augen spielten ihm einen Streich. Aber auf den zweiten Blick wurde noch deutlicher, daß dies Schwert der Zweihänder der MacLeods sein sollte.

Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: der Watcher-Prozess, das Zimmer, Mac, der blaue Teddybär.

Er brauchte eine von diesen Tafeln! Unbedingt! Und er wußte auch schon, was er damit machen würde. Schließlich war bald Nikolaus.
 
 

Teil 2: Nikolaus
© by Atti (ab@8bitnet.de), 2000
 

Als Duncan am Morgen des Nikolaustages in seine Stiefel schlüpfen wollte, spürte er einen deutlichen Widerstand. Ooops?

Er griff in den Schuh und holte eine Tafel Schokolade heraus. Stirnrunzeln. Dann fiel sein Blick auf das Motiv: ein blauer Teddybär mit einem Zweihänder und darüber die Aufschrift: "Es kann nur einen geben!"

Im ersten Moment mußte er schmunzeln. Hielt Ihn jemand für einen Teddybär?

Aber dann kam die Erinnerung wieder: der Watcherprozess. In dem Zimmer, in dem er mit Joe eingesperrt war, gab es einen Teddy, einen blauen Teddy und er hatte ihm einen Knuff versetzt.

 

War dies Bild eine Prophezeiung?
 
 

Teil 3: Das schlechte Gewissen
© by Atti (ab@8bitnet.de), 2000
 

Als Richies Blick auf die Schokolade fiel, mußte er grinsen. Einfach süß, da konnte keine böse Absicht hinterstecken, da war er sicher. Aber wenn Duncan sich unbedingt quälen wollte... Das mußte er ausnutzen.

"Duncan, vielleicht soll dich dieses Omen dazu bringen, Deine Fehler zu bereuen und Wiedergutmachung zu leisten. Denk' mal nach... Du hast doch nicht nur diesen Bären gequält, sondern auch Tessa mehrfach belogen und Dich Methos gegenüber in der Horsemen-Geschichte nicht sehr freundschaftlich verhalten. Für Entschuldigungen bei Tessa ist es zu spät und den Teddy wirst Du wohl auch nicht wiederfinden...."

 

Weihnachten ist schließlich das Fest des Friedens.
 
 

Teil 4: Die Rache des Teddybären
© by Kaineus (Kaineus@gmx.net), 2000
 

Die Schokoladentafel lag noch verpackt auf Duncans Nachttisch. Der blaue Teddy grinste ihn an, als er endlich im Bett lag, einen letzten Blick auf die Packung warf und das Licht löschte.

 

Plötzlich schreckte Duncan in der Nacht aus seinem Schlaf. Es war ihm, als ob jemand vor ihm stand, und er spürte einen eindringlichen Blick auf sich ruhn. Er tastete nach seinem Schwerte, das er für alle Fälle unter dem Bett versteckt hielt. Es war weg!

Seine Augen hatten sich in der Zwischenzeit an die Dunkelheit gewöhnt, und er gewahrte einen kleinen Schatten, der auf ein Schwert gestützt vor seinem Bette stand. Er hörte ein Rascheln wie von Silberpapier, in das man Schokolade einzupacken pflegte. Ihm schien, als ob der Schatten ihn angrinste, wie der Bär auf der Packung vorhin. Die Packung! Er tastete nach ihr und stieß sie aus Versehen vom Nachttisch. Ärgerliches Gegrummel. Die kleine Gestalt mit den runden Ohren bückte sich langsam nach der braunen Süßigkeit, doch ihr Blick schien Duncan immer noch zu durchbohren. Er wagte es nicht, sich zu rühren, gar Licht zu machen, um der schrecklichen Erkenntnis wortwörtlich ins Gesicht zu sehen, die in ihm aufkam. Er war wie gelähmt. Ihm schoß nur noch ein Gedanke durch den Kopf, der zu einer lauten Stimme wurde: "Ich habe ihn gequält, ich habe ihn gequält...". Ein hämisches Lachen schien ihn zu erreichen. "Jetzt habe ich Dich.", hörte er den Schatten sagen. Schweiß lief dem Highlander das Gesicht und den Rücken hinunter. Ein Schwert -sein Schwert- schien sich über den Kopf der Gestalt zu erheben, um ihm im nächsten Augenblick denselbigen abzuschlagen. Mit plötzlich wiedergefundener Kraft und einem Schrei des Entsetzens rollte er sich zur Seite und fiel mit einem Krachen zu Boden. Fluchen.

 

Duncan hatte endlich den Lichtschalter seiner Stehlampe erwischt und knipste das Licht an.

Blinzelnd spähte er nach dem Angreifer. Wo war er? Da, jemand richtete sich auf der anderen Seite des Bettes auf. Der Highlander war bereit, auf der Stelle aufzuspringen und sich auf diesen Bären zu stürzen, als er verwundert die Person anschaute, deren Gesicht nun mit Schokolade verschmiert war. "Was machst DU denn hier?", fragte Duncan fassungslos. "Och, ich wollte nur mal ein wenig Schokolade zu meinem Bier organisieren, und da wir nichts im Kühlschrank hatten...", erhielt er die Antwort von einem etwas leidend dreinblickenden Methos. "Wo ist mein Schwert?", wollte MacLeod in einem immer noch ein wenig barschem Tone wissen; er war sich immer noch nicht sicher, ob Methos wirklich nur wegen der Schokolade gekommen war. "Über dieses blöde Ding bin ich ja gerade gestolpert, als ich mich nach der Schokolade bücken wollte, die Du vom Nachttisch geschmissen hast.", kam es empört vom Überlebenskünstler, der daraufhin das Silberpapier der Packung, die er jetzt endlich wie eine Trophäe in der Rechten hielt, zurückschob und nochmals genüßlich abbiß, bevor er sich inklusive seiner Beute zur Tür wandte und mit einem "Gute Nacht" wieder ins Wohnzimmer verschwand.

Duncan kletterte wieder in sein Bett und dachte bei sich: "Richie hatte wohl schon recht: Rache ist süß."
 
 

Teil 5
© by Marita (marita_d@gmx.de), 2000
 

Duncans Kopf hatte kaum das Kissen berührt, als plötzlich ein Blitz das Zimmer durchzuckte. Fluchend fand Duncan sich zum zweiten Mal in dieser Nacht auf dem Fußboden wieder.

Es blieb nicht bei dem eienn Blitz; es gab weitere - und es donnerte. Glühbirnen und Lampenschirme zersplitterten ... Eine Stimme schrie und schrie ...

Selbstverständlich erkannte Duncan ein Quickening, wenn er es erlebte. Und selbstverständlich erkannte er auch die Stimme - die Stimme von Methos ...

Er rappelte sich auf und kämpfte sich ins Wohnzimmer. Wessen Leiche würde er dort vorfinden?

 

Wie befürchtet lag das Wohnzimmern in Trümmern. Methos kniete am Boden und kam langsam wieder zu Atem. Doch eine Leiche sah Duncan nicht.

"Wo ist er?" Fragend sah Methos Duncan an. "Wo ist er - der Unsterbliche, den Du geköpft hast? Und mußte das unbedingt diese Nacht in MEINEM Wohnzimmer sein?"

"Die Leiche ... Genaugenommen gibt es keine Leiche ... jedenfalls nicht mehr." In Methos Stimme lag tatsächlich ein bedauernder Unterton. "Es tut mir leid. Wenn ich gewußt hätte, daß es Sch'Immies wirklich gibt, dann hätte ich dem Schoko-Bären nicht den Kopf abgebissen!"

 
Ende

 
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