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Ménage à trois

© by Magdalena E. ()

 

Disclaimer: Achtung, R-rated slash! Unter 16, dann bitte nicht lesen. Wie ich hierauf gekommen bin? Ich lese gerne slash und habe immer nach jemand passendem für B'Elanna gesucht - obwohl ich auch für P/T bin- bis ich auf die Figur der Betazoidin Tara Loyess stieß. Tara Loyess entstammt aus der Fanfiction 'Krieg und Liebe' geschrieben von Tara_TP, mit deren Genehmigung ich ihre Figur benutze. Star Trek und alles was sonst dazugehört gehört Paramount, daran kann man wohl nichts ändern.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Star Trek-Sektion

 

 
Kapitel 1 Erkenntnisse

 

Wie an jedem Morgen arbeitete B'Elanna Torres im Maschinenraum. Dann fiel ihr Blick schon wieder auf sie. Fähnrich Tara Loyess, die rothaarige Betazoidin an Bord, die in der Wissenschaftlichen Abteilung der Voyager arbeitete und jeden Freitag im Maschinenraum arbeitete.

B'Elanna wusste nicht, warum sie immer wieder zu ihr sah. Sie war schön, in der Tat. Aber warum achtete B'Elanna darauf? Auf eine andere Frau.

Und trotzdem konnte B'Elanna ihre Augen einfach nicht von ihr lassen. Wie schön es sein musste sie zu berühren - oh Gott, das musste sie gemerkt haben. Sie drehte sich mit verwirrter Miene um, natürlich hatte sie es gemerkt, sie war ja Telepathin.

B'Elanna wandte ihren Blick sofort ab und merkte wie ihr Herz schneller schlug. Sie kam auf B'Elanna zu. Nur nicht hochsehen.

"Torres, ist alles in Ordnung?" fragte sie.

"Natürlich, was sollte mit mir nicht in Ordnung sein?" meckerte B'Elanna ohne Grund los.

"Hier ist mein Bericht."

Torres nahm den Bericht entgegen ohne aufzusehen.

"Hätten Sie Lust etwas mit mir zu unternehmen?" fragte Tara überraschend.

"W-was?"

"Rein freundschaftlich." Tara hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht.

"Warum nicht. Treffen wir uns in einer halben Stunde auf dem Holodeck. Aber das heißt immer noch nicht das ich Sie mag Loyess."

"Ja sicher. In einer halben Stunde, ich suche das Programm aus!"

Und schon war sie wieder verschwunden. Torres konnte es nicht glauben, sie hatte eine Verabredung mit Tara Loyess angenommen und war auch noch aufgeregt wie beim ersten Date. Sie atmete tief ein und aus, auf einmal war ihr ganz warm geworden.

 

 
Kapitel 2 Neue Möglichkeiten

 

Eine halbe Stunde verging wie ein Jahr. Noch nie hatte B'Elanna es so eilig gehabt, die Betazoidin zu sehen. Etwas war einfach anders.

Tara war schon dort und lächelte ihr entgegen. Und was für ein schönes Lächeln sie hatte. Schon wieder diese Gedanken, man konnte nichts dagegen machen.

"Ich hab schon ein Programm ausgesucht, Sie werden es toll finden!" platzte es aus der Betazoidin.

"Kann ich mir nicht vorstellen." Die Neckerein gehörten für beide einfach dazu.

Die Tür öffnete sich und gab eine Art Ballsaal zum Vorschein.

"Loyess, das ist wirklich nichts für mich."

Langsam ging B'Elanna rein und Tara machte einige Veränderungen und im nächsten Moment trug B'Elanna ein weites Kleid.

"Was soll das?" Sie wurde wütend.

"Amerika, Erde, Bürgerkriegszeit, das hier ist ein Ball. Entspannen Sie sich, das wird toll."

"Und mit sowas beschäftigen Sie sich in der Freizeit Loyess?"

"Was stellen Sie sich so an. Ich werde ein paar Leute dazuprogrammieren, Sie werden umschwärmt werden. Sie sind... nämlich eine wunderschöne Frau B'Elanna Torres."

B'Elanna schluckte. Warum nur wurden ihre Knie weich? Warum machte diese Frau sie so glücklich?

Im nächsten Moment war der Raum voll mit Leuten und Tara hatte recht gehabt, B'Elanna war umschwärmt. Doch sie hatte nur Augen für die Frau mit den roten Haaren.

 

 
Kapitel 3 Zweifel

 

Seit so langer Zeit hatte B'Elanna sich nicht mehr so wohl gefühlt, wie mit Tara Loyess. Es war nicht bei der einen Verabredung geblieben, in der einen Woche hatten sie sich täglich getroffen und sich so besser kennengelernt. Und B'Elanna war von ihr einfach nur fasziniert. Aber eine Person hatte sie bei all dem vergessen: Tom.

Das fiel Torres ein, als sie und Tara gerade aus dem Holodeck kamen und ihm über den Weg liefen.

"Hallo ihr." begrüßte er sie.

"Tom!" sagte B'Elanna als wäre sie ertappt worden.

"Tara kann ich kurz allein mit B'Elanna reden?"

"Klar, wir seh'n uns B'Elanna."

B'Elanna sah Tara sehnsüchtig nach. Als Tara außer Sichtweite war, riss Tom B'Elanna auf einmal zu sich und küsste sie.

"Ich hab dich vermisst! Wir haben uns die letzte Woche kaum gesehen." sagte Tom als sich ihre Lippen wieder trennten.

"Ich liebe dich!" sagte B'Elanna überrascht. Sie war sich sicher, dass sie sich in Tara verliebt hatte, obwohl sie noch nie in eine Frau verliebt gewesen war. Aber das kam ihr jetzt komisch vor.

"Ich dich auch Darling. Was hältst du von einem romantischen Dinner?"

"Ja, sicher." B'Elanna war offensichtlich verunsichert.

"Also dann, bis heute Abend."

Er gab ihr noch einen Kuss und ließ sie dann stehen. Wie konnte B'Elanna nur zwei Menschen auf einmal lieben? Etwas musste daran falsch sein.

 

 
Kapitel 4 Entscheidungen

 

Am nächsten Morgen rannte B'Elanna ins Casino. Sie war gegangen, als Tom noch geschlafen hatte, weil sie mit Tara verabredet war.

Tara saß zusammengekauert an einem Tisch. Und immer noch war sie wunderschön. Die schönen Haare, die ihr in Strähnen ins Gesicht hingen, die dunklen leuchtenden Augen - B'Elanna hatte doch tatsächlich in eine Frau verliebt.

Sie setzte sich zu ihr und fühlte sich schuldig wie noch nie. Mit Tom zu schlafen war für B'Elanna etwas Normales, aber es fühlte sich an, als ob sie sie betrogen hätte.

"Hi." begrüßte Torres sie.

"Hi. Wie war dein Abend?"

Ohne es zu merken waren sie per du geworden.

"Es war..... nett. Hast du Lust heute eins meiner Holoprogramme auszuprobieren?"

Tara lächelte wieder breit.

"Klar."

Als sie zum Ausgang kamen, liefen sie auf Tom auf, der wohl B'Elanna suchte.

"Hey B'Elanna, du warst auf einmal weg, ich......"

"Ich war zum Frühstück verabredet." wurde er unterbrochen.

"Ach so. Hast du jetzt vielleicht Zeit für mich?" fragte er weiter.

"Eigentlich wollten wir gerade aufs Holodeck gehen."

Sein Blick wanderte zu Tara.

"Langsam sollte ich wirklich eifersüchtig werden, was?" sagte er scherzhaft und dennoch bekamen Tara und B'Elanna spontan große Augen.

"Nein warum denn, dazu besteht auch kein Grund, echt nicht." versuchte B'Elanna sich zu retten.

Von diese Antwort war Tom dann doch irritiert und ging, nachdem er sich verabschiedet hatte, ins Casino.

"Ich muss noch mal in mein Quartier, kommst du kurz mit?" fragte B'Elanna.

"Klar."

B'Elanna widerstand der Versuchung, Taras Hand zu nehmen und sie gingen zu ihrem Quartier.

 

Von ihren vorigen Erlebnissen auf dem Holodeck lachend erreichten sie B'Elannas Quartier. Es war gering beleuchtet, als sie es betraten.

Die beiden lachten immer noch, als sie sich alles nochmal in Erinnerung riefen.

"..... und wie sich dann um dich gestritten haben, ich war kurz davor einzugreifen und dich für mich zu beanspruchen!" sagte Tara uns sie lachten weiter.

Dann stolperte Loyess auf einmal und fiel direkt in B'Elannas Arme. Diese lachte zu Anfang noch, verstummte aber dann.

"Tara....."

"Sch..." Sie legte ihr einen Finger auf die Lippen und ersetzte ihn dann durch ihre Lippen. Es war ein Kuss, viel zarter als ein Mann jemals küssen könnte. B'Elanna wurde auf einmal heiß und kalt, das hatte sie das letzte Mal bei Tom gespürt. Tom. Trotz all der Ereignisse - sie liebte ihn auch.

 

 
Kapitel 5 Verbotene Leidenschaft

 

Bevor B'Elanna sich versah, lag sie schon mit Tara auf dem Bett.

"Bist - bist du dir ganz sicher?", hauchte Tara zwischen den Küssen.

Ohne nachzudenken nickte B'Elanna.

"Hast du schon vorher..."

Jetzt nickte Tara und küsste sie wieder.

Langsam begannen beide, dem anderen die Uniform auszuziehen. B'Elanna glaubte immer noch nicht, was gerade passierte.

Tara küsste und liebkoste jedes weitere Stück entblößte Haut. Und sie war so sanft, es war eine unglaubliche Erfahrung.

Irgendwann räkelten sich die beiden nackten Körper aneinander und Tara vergewisserte sich mit einem Blick nocheinmal, ob B'Elanna sich wirklich sicher war. Als B'Elanna das erneut bejahte, wartete Tara nicht länger und entführte B'Elanna in eine ihr neue Welt.

 

Nach einer Zeit, keine wusste wie lange, langen die beiden nebeneinander unter der Decke auf B'Elannas Bett und streichelten den anderen über Gesicht, Haare und Hals.

"Was ist mit Tom?" Damit löste Tara die Stille auf. "Du liebst ihn auch, oder?"

"Ja. Ich liebe euch beide." antwortete B'Elanna.

"Und..... wie wird's weitergehen?"

"Keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob ich es ihm sagen soll."

"Das wäre nur fair. Ich könnte dich teilen."

Es klang wie ein Scherz, war aber toternst gemeint. Tara küsste B'Elanna nochmal.

"Aber wenn es nicht anders geht, will ich, dass du bei Tom bleibst. Ich will nicht der Grund dafür sein, dass ihr euch trennt." sagte Tara anhängend.

"Du bist ja so süß..... Loyess."

Beide kicherten und verfielen dann nochmal in einen langen Kuss.

Dabei bemerkten sie auch nicht, dass jemand B'Elannas Türcode eingab und im nächsten Moment im Raum stand - Tom.

"B'Elanna?"

B'Elanna erschrak, als sie ihren Namen hörte. Sie und Tara lösten sich und sahen jetzt den überraschten Tom.

"Was machst du hier?" fragte B'Elanna.

"Ich wollte dich überraschen. Und was macht ihr hier? Nein, sagt es nicht, es ist ziemlich eindeutig. B'Elanna warum betrügst du mich mit einer Frau?"

"Tom das ist kompliziert."

Tara gab ihr zu verstehen, dass sie besser nichts mehr sagen sollte.

"B'Elanna, ich werde mit Tom reden. Lass uns bitte kurz allein."

Torres war so verzweifelt, dass sie auch das machte und im Badezimmer verschwand.

 

 
Kapitel 6 Überzeugung

 

Tom stand immer noch unter Schock. Was er gerade gesehen hatte erschrak und erregte ihn zugleich. Aber trotzdem - seine Freundin hatte ihn betrogen, egal mit wem.

"B'Elanna liebt Frauen und Männer." fing Tara an zu sprechen und zog B'Elannas Morgenmantel über.

"Das habe ich gesehen."

"Das hat sie eigentlich schon immer, aber erst jetzt war sie bereit dafür. Und sie liebt mich genauso wie.... dich!"

"Das ist doch absurd." sagte Tom.

Tara stand von dem Bett auf und stellte sich vor ihn.

"Tom, du liebst B'Elanna, ich liebe B'Elanna und sie liebt uns beide..... es wäre das Beste wenn wir ihr entgegenkommen."

"Eine Beziehung zu dritt?" So schlimm es auch im ersten Moment klang, konnte Tom den Gedanken nicht abstoßen.

"Ich spüre, dass du nicht in einer Monogamie leben kannst Tom. Wir sollten es zumindest versuchen, es wäre doch für alle das Beste."

"Das ist lächerlich, ich werde B'Elanna mit niemandem teilen, auch nicht mit einer Frau."

"Auch nicht wenn du die Frau anziehend findest?"

Tara ließ den Morgenmantel fallen und stand in voller Nacktheit vor ihm.

Tom atmete schneller, versuchte sie trotzdem nicht anzusehen.

"Für B'Elanna." hauchte Tara und strich mir ihren Händen über seine Brust bis runter zu der kleinen Wölbung in seiner Uniform. Sein Atem beschleunigte sich noch mehr und er sah sie jetzt auch an. Sie hatte recht, er fand sie sehr anziehend.

 

 
Kapitel 7 Ménage à trois

 

Die Zeit, die B'Elanna im Badezimmer saß, kam ihr vor wie ein Jahrzehnt. Sie versuchte an der Tür zu lauschen und hörte lange nichts, bis sie dann lautes Atmen von innen hörte.

Und sie begriff was vor sich ging. Und sie war froh darüber, nicht eifersüchtig, sondern froh. Genau das war es, was ideal für sie war - wenn die beiden Personen die sie liebte sich auch näher kamen. Und wenn es nur körperlich war.

B'Elanna kam wieder aus dem Bad raus und fand das vor sich, was sie erwartet hatte - Tara lag unter Tom auf dem Bett, hatte die Beine um seine Hüfte geklammert und gab die Geräusche von sich, die B'Elanna gehört hatte. Nach einem lauten Aufschrei rollte er von ihr herunter und die beiden bemerkten B'Elanna.

Torres kam jetzt auf die beiden zu und setzte sich zu ihnen auf das Bett.

"Auf einen Versuch?" fragte sie.

Tom und Tara sahen sich schwer atmend an und sagten dann gleichzeitig: "Auf einen Versuch."

 
Ende

 
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