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"Watson, alter Freund, was für eine Überraschung!" Die Entschuldigung, die ich gerade hatte murmeln wollen, weil ich - den Hut im dichten Londoner Novembernebel tief in die Stirn gezogen und in Gedanken versunken - mit einem anderen Passanten zusammengestoßen war, erstarb auf meinen Lippen, angesichts dieser überschwänglichen Begrüßung. Nun einen genaueren Blick auf den Anderen werfend, erkannte ich Stamford, einstmals Studienkamerad und kurzzeitiger Bettgenosse, den ich seit über zehn Jahren - genaugenommen seit jenem Tag an dem er mich Mr. Sherlock Holmes vorstellte und damit mein Leben komplett veränderte - nicht mehr gesehen hatte, für den ich aber tiefe Dankbarkeit empfand, angesichts dieser schicksalhaften Fäden, die er dereinst knüpfte. "Du hast es ja zu einiger Berühmtheit gebracht. Ich habe deine Artikel über Mr. Holmes gelesen", meinte er schließlich, nachdem wie die üblichen Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht hatten, um dann hinzu zufügen. "Ihr seid DAS Gesprächsthema in der 'Szene'." "Szene?" Ich blickte ihn verwirrt an. "Nun", er lächelte. "Du weißt schon, in gewissen Kreisen, die Dinge tun, über die man nicht spricht. Man bewundert euren Mut, so offen zusammenzuleben." Nun verstand ich und schüttelte den Kopf. "Da muss ich dich enttäuschen, Holmes und ich teilen nur die Wohnung, aber nicht das Bett." "Leider", setzte ich hinzu, denn ich mochte nicht verhehlen, dass ich es begrüßt hätte, lägen die Dinge anders. Holmes war ein attraktiver Mann, genau nach meinem Geschmack, aber leider offensichtlich an Fleischeslüsten genauso wenig interessiert, wie an gefühlsmäßigen Bindungen. Dazu verschlossen wie eine Auster, wenn es um private Dinge ging. Ich vermochte nicht einmal zu sagen, ob er meine intimen Neigungen überhaupt akzeptieren, geschweige denn teilen würde. "So bist du frei?", fragte Stamford. Ich nickte, hoffte jedoch gleichzeitig, er würde dies nicht als Gelegenheit ansehen, unsere frühere Beziehung wieder aufzunehmen. Es war eine kurze und heftige Affäre in jungen Jahren gewesen, aber eben nicht mehr als dies. Und auch wenn ich ihm dankbar war, dass er mir einst zu einem Wohnungsgenossen und Freund verholfen hatte - sowie zu dem damit einhergehenden aufregenden Leben an Holmes' Seite - soweit, unsere intimen Kontakte wieder aufzunehmen, ging meine Dankbarkeit nun doch nicht. Doch er zerstreute meine Bedenken rasch. "Ich gebe morgen eine Party, ein Kostüm- und Maskenball. Für Leute die zeitweiliges Vergnügen suchen und anonym bleiben wollen. Gehobene Gesellschaft, du verstehst." Er zog ein Ticket aus der Tasche. "Ich lade dich ein, der alten Zeiten willen."
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"Sie gehen aus, Watson?" Holmes blickte von seiner abendlichen Lektüre auf, als ich in unser gemeinsames Wohnzimmer trat. "Ein Maskenball, wie ich sehe." Ich rückte mein Musketier-Kostüm zurecht. Es war sicher nicht gerade die beste Verkleidung, aber die einzige, die ich mir so kurzfristig und zu einem erschwinglichen Preis hatte ausleihen können. "Ein alter Freund, den ich gestern traf, hat mich eingeladen", erwiderte ich. "Es tut mir leid, Holmes, dass in der Kürze der Zeit keine Gelegenheit war , um die Erlaubnis für Ihre werte Begleitung zu ersuchen." Ich hätte Holmes nur all zu gern mitgenommen und ich war überzeugt, Stamford hätte ihn mit offenen Armen begrüßt - in übertragener wie wortwörtlicher Bedeutung - aber wie hätte ich meinem Freund erklären sollen, um welche Art von Ball es sich handelte? "Machen Sie sich keine Sorgen, alter Junge", erwiderte Holmes. "Ich werde diesen Abend bestimmt nicht in Langeweile verbringen."
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Ich bedauerte recht bald, dass ich Stamfords Einladung angenommen hatte. Nicht, dass der Ball es nicht Wert gewesen wäre. Im Gegenteil. Das Haus, in dem er satt fand - ich nahm es, es handelte sich um Stamfords eigenes - war vom edelsten eingerichtet. Auch die dargebotenen Speisen und Getränke verdienten allenthalben die Bezeichnung erlesen. Mir wurde rasch klar, wie Stamford es zu diesem offensichtlichen Wohlstand gebracht hatte. Anders als ich, waren die restlichen Besucher, keineswegs in den Genuss einer kostenlosen Einladung gekommen. Wer hier dabei sein wollte, musste gutes Geld dafür bezahlen. Und ich hätte jede Wette gehalten, dass dies nicht der erste Ball dieser Art war, den Stamford veranstaltete. Auch wenn Sodomie öffentlich unter Strafe stand, hieß das noch lang nicht, dass sie nicht existierte. Im Gegenteil: Je verbotener eine Sache, um so einfallsreicher wurden die Leute in Sachen ihrer Durchführung. Die 'Szene', wie Stamford es bei unserer unverhofften Begegnung genannt hatte, war, wie ich wohl wusste, vielfältig und reichte von verrufenen und verräucherten Pubs am Hafen, in denen sich Seeleute und andere Vertreter der unteren Gesellschaftsschichten bei wilden Orgien vergnügten bis hin zu jenen diskreten Partys im noblen Stil. Ich wagte nicht zu schätzen, wie viele der farbenprächtigen Harlekine, orientalischen Prinzen und verwegenen Kämpfer, die um Raum auf- und abflanierten, im 'wahren' Leben angesehene Geschäftsleute, hohe Regierungsbeamte oder gar Mitglieder der königlichen Familie waren, von oft redlichen Ehemännern und treusorgenden Familienvätern ganz zu schweigen. Hier traf man sich im Schutz der Anonymität, sprach gutem essen und Trinken zu, flirtete ein wenig und suchte schließlich in diskreten Hinterzimmern Erleichterung von körperlichen Begierden. Gesprochen wurde bei all dem wenig, damit man nicht anhand der Stimme oder eines unbedacht geäußerten Wortes seine Identität verriet. Ich selbst fühlte mich seltsam unwohl. Dies war einfach nicht mehr meine Welt. Mit einem Glas in der Hand hatte ich mich in eine stille Ecke des großen Raumes, der als Ballsaal diente, zurückgezogen und beobachtete nun das Treiben der bunten Menge. Ich fühlte mich nicht mehr dazugehörig. Es war Jahre her, dass ich mich zuletzt in solchen Kreisen bewegt oder gar entsprechende intime Begegnungen hatte. Ich verspürte schlicht und einfach kein Interesse mehr daran. Es wäre mir wohl auch wie Verrat an Holmes vorgekommen, hätte ich mich mit einem anderen Mann vergnügt. Auch wenn ich ihn nicht haben konnte, so verspürte ich doch kein Interesse an einem anderen. Auch sehnte ich mich eher nach einer dauerhaften, auf herzlicher Zuneigung beruhenden Beziehung - ein Sehnen, dass mich sogar zu einer kurzen Ehe verleitet hatte - denn nach der kurzen Befriedigung fleischlicher Gelüste, die einen am Ende doch nur leer zurück lässt.
Ich bedauerte es bereits, Stamfords Einladung überhaupt gefolgt zu sein und überlegte, ob ich mich bereits diskret entfernen könnte, ohne den Unmut des Gastgebers zu erregen, als ein Gast meine besondere Aufmerksamkeit erregte. Er musste erst neu angekommen sein, denn vorher war er mir noch nicht aufgefallen und seien Gestalt konnte man eigentlich nicht übersehen. Während die meisten der Gestalten kaum zu übersehende Wohlstandsbäuche (und noch so manches andere körperliche gesundheitliche Gebrechen) unter ihren Kostümen spazieren trugen - ein Umstand, der sie für mich auch nicht gerade begehrenswerter machte - war der Neuankömmling von ranker und schlanker Gestalt. Er trug das Gewand eines indischen Maharadschas, doch im Gegensatz zu den meisten Anderen, die ebenfalls diese Verkleidung gewählt hatten, wirkte es bei ihm nicht aufgesetzt. Er hatte auf übertriebene Verzierungen in Form von Federn, Perlen und anderem Schmuck verzichtet, trug stattdessen eine schlichte Eleganz, die seine schlanke Erscheinung nur noch mehr betonte. Er sah sich im Raum um, so als taxiere er die einzelnen Besucher, dann blieb sein Blick auf mir ruhen. Für einen Moment taxierte er mich, dann trat er auf mich zu, unterwegs zwei Gläser von einem Serviertisch nehmend. Schweigend gab er mir eines davon, als er mich erreicht hatte. Ich stellte mein anderes, mittlerweile leeres, Glas ab und nahm es mit einem dankbaren Kopfnicken entgegen. Stumm prostete er mir zu, dann beugte er sich plötzlich zu mir und platzierte einen Kuss auf meine Lippen. Ich muss erwähnen, dass die meisten der an diesem Abend getragenen Masken - so auch bei meinem Prinzen und mir - Augen, Stirn und die obere Nasenpartei bedeckten, Mund und Kinn aber frei ließen. Ich zuckte zusammen, als ich so plötzlich fremde Lippen auf den meinigen fühlte. Selbst in einer Umgebung, in der so ein Verhalten weder störend noch gar anstößig wirken könnte, kam es mir für einen Moment grundlegend falsch vor. Doch dann entspannte ich mich. Der Kuss war ungewöhnlich sanft und liebevoll, als schließlich die freie Hand des Fremden zärtlich über meine Schenkel strich, schwand mein Wiederstand. Gleichzeitig erweckte er in mir ein altes, längst erloschen geglaubtes Feuer. So zögerte ich nicht, als er mir mit einer Geste bedeutete, ihn zu folgen.
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Er führte mich in eines der diskreten Hinterzimmer, die es im Haus reichlich zu geben schien, drehte das Schild an der Tür, dass seinen besetzten Zustand signalisierte und schloss dann hinter uns ab. Ich sah mich um. Der Zweck des Raumes war eindeutig. Eine breite Ottomane stand mitten im Zimmer. Auf einem kleinen Tischchen in Reichweite fand sich allerlei "Spielzeug" wie Handschellen sowie diverse Öls und Cremes. Während ich mich noch umblickte, war mein Begleiter hinter mich getreten. Ich spürte seine Lippen an meinem Hals, küssend und nippend. Seine Hände lösten den Umhang meines Kostüms. Ich warf meinen Kopf zurück, stöhnte, als er jenen sensiblen Punkt, an der Stelle an welcher der Hals in den Nacken übergeht, mit seinem Mund nippend und saugend bearbeitete. Seine Hände knöpften mein Hemd auf, glitten darunter, liebkosten die sich abzeichnenden rosa Knospen. Mein Maharadscha trug Handschuhe und deren seidene Textur fühlte sich unglaublich auf meiner nackten erhitzten Haut an, zumal er es Verstand, auf meinem Körper wie auf einem edlen Instrument zu spielen, mir immer neue Reaktionen der Entzückung entlockend. Nach einer Weile wurden die Manschetten gelöst und abgestreift, dann landete das Hemd auf den Boden. Meinen Hut warf er mit einer raschen Bewegung aufs Bett. Erneut spürte ich seinen Mund überall. Es schien fast so, dass er keinen Millimeter meiner Haut unerforscht lassen wollte. Mir selbst kam die Situation seltsam irreal vor. Ich fühlte kein schlechtes Gewissen oder gar Scham. Hatte ich früher am Abend noch eine große Reluktanz bezüglich eines amourösen Abenteuers gefühlt und meine Treue gegenüber Holmes heraufbeschworen, erschien es mir nun als das Selbstverständlichste auf der Welt, mich diesem Fremden hinzugeben. Es war etwas einmalig Magisches an und um ihn, das ich zwar nicht in Worte zu fassen vermochte, das mich jedoch unweigerlich anzog, wie das Licht die Motte. Der ganzen Situation haftete zudem etwas ungeheuer erotisches an. Mein unbekannter Maharadscha schien eine spezielle Verführung geplant zu haben, langsam und irgendwie methodisch. Es war nichts zu spüren von den schnellen Akten, die nur der Befriedigung nicht immer willkommengeheißener körperlicher Bedürfnisse dienen und die üblicherweise auf Veranstaltungen dieser Art stattfinden. Gehorsam hob ich erst das eine Bein, dann das andere, als er meine Stiefel abstreifte. Strümpfe und Pluderhose folgten, zum Schluss auch meine Unterhose. Ich hatte keinen der üblichen Einteiler gewählt, sondern eines dieser neumodischen getrennten Unterwäscheensemble, so fiel es ihm nicht schwer, mich ganz zu entkleiden. Schließlich stand ich mit Ausnahme, der schwarzen Halbmaske, die mein Gesicht von der Stirn bis zu den Augen verdeckte, nackt vor ihm. Auch das war eher ungewöhnlich für die Situation, in der wir uns gerade befanden entblößt man doch üblicherweise nur die für den Akt benötigten Körperpartien, während mn den Rest schamhaft bedeckt hält. Ich jedoch verspürte kein Gefühl von Scham oder Unbehagen ob meiner Nacktheit. Es schien das Natürlichste von der Welt zu sein, sie ihm zu offenbaren. Mein Prinz begann erneut eine Erkundungsreise über meinen Körper. Vom Halsansatz glitt sein Mund meine Wirbelsäule hinab. Ich drehte den Kopf so weit wie möglich und sah aus den Augenwinkeln, dass er dann hinter mir in die Hocke gegangen war. Ein hissendender Laut entrang sich meiner Kehle, als seine Hände begannen, meine Hinterbacken zu massieren, dabei wie zufällig immer wieder die verborgene Spalte zwischen ihnen streiften, um schließlich meine Öffnung zu umkreisen. Plötzlich fühlte ich seine Zunge probierend an eben dieser. Ich stöhnte auf, als die Spitze vorsichtig in mich eindrang. Automatisch wanderten meine eigenen Hände hinab in meinen Schritt, um mein eigenes, pochendes Fleisch zu massieren. Doch er musste meine Bewegung bemerkt haben, denn er schob meine Hände unwillig beiseite und stand auf. Zum ersten Mal während unseres erotischen Zusammenseins, stand er nun direkt vor mir. Ich sah graue Augen unter seiner Maske, die so weiß war, wie ein Großteil seines Kostüms, mich bewundernd, ja ich möchte fast sagen ehrfürchtig betrachten. Mit einer raschen, geschmeidigen Bewegung trat er auf mich zu und küsste mich. Der Kuss war genauso sanft und zärtlich, wie jede seiner anderen bisherigen Aktionen. Wir hatten übrigens die ganze Zeit noch kein Wort gewechselt, was aber alles andere als ungewöhnlich in Anbetracht unserer Situation war. Er selbst war nach wie vor voll bekleidet, nur sein heftiger werdender Atem verriet mir, dass auch seine Erregung zunahm. Er presste mich der Länge nach an sich und der Stoff seines Kostüms fühlte sich herrlich kühl, gegen meine nackte, erhitzte Haut an. Da er ein Stückchen größer war als ich, musste er den Kopf leicht neigen, um mich weiter küssen zu können. Ich gestehe, das ich noch nie zuvor in meinem Leben so geküsst worden bin. Die meisten meiner intimen Beziehungen gingen überhaupt gänzlich ohne jenes Symbol tiefer Innigkeit und Vertrautheit vonstatten, scheint er doch ausschließlich für eine dauerhafte Beziehung reserviert, nicht jedoch für einen kurzen Akt körperlicher Begierde. Er jedoch schien nicht genug davon bekommen zu können. Immer wieder ergriff er von meinen Lippen Besitz und als seine Zunge sanft fordernd Einlass in meine Mundhöhle begehrte, gewährte ich sie ihr nur allzu bereitwillig. Schließlich löste er sich aber doch von meinem Mund und es geschah dasselbe, wie zuvor mit meiner Rückseite. Er küsste, leckte und nippte sich den Weg über jeden Zentimeter meines Körpers. Mir kam es so vor, als würde er ihn geradezu göttergleich verehren. Meine Brustwarzen wurden zu unglaublich harten Knospen, als er sie einzeln in seinen Mund nahm und an ihnen saugte. Dann tauchte seine Zunge in meinen Bauchnabel. während seine Hände das sensible Fleisch meiner inneren Schenkel massierten. Nur diesen einen bestimmten Teil meines Körpers, der so verzweifelt nach Aufmerksamkeit lechzte, hatte er bisher vermieden zu berühren. Ich war nahe daran, ihn geradezu um Erlösung anzuflehen, als er mit einer dieser für ihn offensichtlich typischen, geschmeidigen auf dem Boden niederkniete und seinen Mund in Reichweite meines Organs brachte. Ich stöhnte wild auf, als ein sanfter Kuss auf die Spitze meiner Männlichkeit platziert wurde. Seine Zunge leckte in einer fast genüsslich anmutenden Bewegung über meinen Schaft. Laute der Entzückung, die ich kaum noch als menschlich bezeichnen möchte, entrangen sich meiner Kehle. Mit einer erneuten raschen Bewegung beugte er sich weiter nach vorn und nahm mich in den Mund. Ich musste meine Augen schließen, da ich fürchtete, der pure Anblick meiner Männlichkeit, die in diesem unglaublichen Mund verschwand, würde mich sofort über die Spitze treiben. Doch ich wollte dieses so ungewöhnliche wie erotische Erlebnis so lang wie möglich hinauszögern. Ich kann mich wohl einer nicht gerade geringen Größe rühmen, doch er schaffte es, mich vollkommen in sich aufzunehmen. Mit einer unglaublichen Leistung saugte er mich tief in seine Kehle, dabei gleichzeitig die Unterseite meines Schaftes mit der Zunge und die Oberseite mit den Zähnen stimulierend. Ich wand den Kopf wild hin und her, mich nicht darum scherend, was er von einem so offen zur Schau gestellten emotionalen Verhalten denken mochte. Außerdem hatte mein bewussten Denken schon längst aufgehört zu funktionieren. Mein ganzer Körper schien nur noch aus purer Lust und Ekstase zu bestehen. Jeder einzelne Nerv schien in Flammen zu stehen, meine Beine fühlten sich an wie Gummi, hätte er mich nicht gehalten, ich wäre wohl augenblicklich auf dem Boden kollabiert. Seine Hände massierten erneut aufreizend meine Hinterbacken, neckten die gewisse Öffnung. Dann drang ein behandschuhter Finger plötzlich und ohne Vorwarnung in mich ein. Ich schrie auf, nicht vor Schmerzen sondern vor purer Lust, so unglaublich waren die Gefühle, die er in mir weckte. Als ein zweiter Finger meinen Körper in Besitz nahm, war es um mich geschehen. Begleitet von Lauten unglaublicher Lust pumpte ich ganze Ströme meiner Leidenschaft in seinen Mund. Vage nahm ich mit nun wieder geöffneten Augen war, dass er begierig alles trank, was ich ihm zu geben hatte. Schwer atmend sackte ich schließlich auf den Boden, nachdem er auch noch den letzten Tropfen aus mir herausgesaugt zu haben schien. Er selbst richtete sich auf und glättete sein Gewand, von dem er während der ganzen Zeit nicht ein einziges Stück abgelegt hatte.
Langsam selbst wieder die Kontrolle über mich erlangend wurde mir bewusst. dass ich nichts aber auch gar nicht getan hatte, um das Vergnügen, dass er mir bereitet hatte zu erwidern. Durch sein weites Gewand konnte ich nicht erkennen, ob er selbst erregt war. Sein heftiger Atem - einziges Anzeichen einer eventuellen Regung - stabilisierte sich rasch wieder. Als er sich Richtung Tür drehte, sammelte ich all meine Kräfte und rappelte mich auf. "Warte! Soll ich nicht...", rief ich, während er rasch auf den Ausgang zu schritt. Er drehte sich um, kaum das ich zu sprechen begonnen hatte und unterbrach mich mit einem energischen Kopfschütteln. Kurz darauf war er gegangen. Mit zitternden Händen kleidete ich mich an. Dabei bemerkte ich, dass eine der weißen Manschetten, die meine Ärmel zierten fehlte. So sehr ich auch suchte, ich konnte sie nicht finden und kam schließlich zu dem Schluss, dass er sie eingesteckt haben musste, als er mich entkleidete. Als ich den Partysaal betrat war jedoch von meinem geheimnisvollen Maharadscha nichts mehr zu sehen. Ich suchte ihn im ganzen Haus wie auch im Garten, jedoch vergebens. So machte ich mich schließlich auf den Heimweg, dann diese Party konnte mir nun wahrlich nichts mehr von Interesse bieten.
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"Sie gehen aus, Watson?" Holmes Frage war wohl mehr aus Höflichkeit gestellt, denn die Tatsache, dass ich bereits in Hut und Mantel war, war Antwort genug. Mein Freund saß in seinem Lieblingssessel, die Morgenzeitungen auf dem Schoss, eine Pfeife im Mund. Er schien ausgezeichneter Laune zu sein, obwohl meines Wissens nach kein Fall anstand, der seinen regen Intellekt beanspruchte. Von den Depressionen, die ihn in solchen Zeiten erzwungenen Müßiggangs oft befielen, zeigte sich glücklicherweise jedoch nichts. Ich hingegen war schwer gefährdet, in Trübsal zu verfallen. Nachdem die Euphorie über mein "Abenteuer" verflogen war, machte sich bei mir Ernüchterung und Enttäuschung breit. Dieses Erlebnis war so einmalig gewesen und ich werde die Erinnerung daran mein Lebtag lang hüten, doch in mir war auch das Begehren erwacht, es erneut zu erleben. Ich hätte zu gern gewusst, wer dieser geheimnisvolle Fremde gewesen war und ich wäre nur al zu bereit, unsere Liaison fortzuführen. Doch gleichzeitig wusste ich, dass die Chancen dafür als nicht existent anzusehen waren. Ich kam mir vor, wie einer dieser unglücklich verliebten in diversen billigen Romanen, die vor allem der Erbauung durch die Verbreitung von Herzschmerz dienen sollen. Und tatsächlich war ich wohl auf dem besten Wege, mich in meinen - wie ich ihn in Gedanken nannte - indischen Prinzen zu verlieben. Wenn es nicht bereits sogar geschehen war. Zum Kummer kam nun das fehlende Kostümteil hinzu. Ich hielt meinen Musketieranzug auf dem Arm, denn ich war gerade im Begriff, den Kostümverleih, aus dem ich es entliehen hatte, aufzusuchen, und es zurückzubringen. Ich konnte nur hoffen, man würde mir die fehlende Manschette nicht all zu teuer in Rechnung stellen oder gar darauf bestehen, dass ich das ganze Kostüm erwarb. Auch wenn das Erlebnis, das zum Verlust besagten Teiles geführt hatte, mit Sicherheit weitaus mehr wert war, als jede mögliche Summe, die man mir berechnen mochte, so hoffte ich doch, um diese Ausgabe herumzukommen. "Ich bringe das Kostüm zum Verleih zurück", antwortete ich Holmes und trat zur Tür. Ich hatte die Hand schon nach dem Türgriff ausgestreckt, als mich Holmes Stimme zurückhielt. "Sie haben etwas vergessen, Watson", sagte er und als ich mich umdrehte sah ich in seiner Hand eine weiße Manschette blitzen.
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