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Das Gewissen ist die Stimme der Seele
Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers * Jean-Jacques Rousseau Kalte Hände würgten ihren Hals. Von ganz weit entfernt drangen Geräusche zu Jenny hindurch. Ein enormer Druck lastete auf ihrem Körper, schoss wie gebündelte Energie durch sie hindurch. Der Schmerz wurde schier unerträglich, drohte in ihr zu explodieren und sie mit sich zur reißen. Dann plötzliche Leere, eine lose Hülle gefüllt mit Nichts, alles in ihr summte. Ihr Kopf dröhnte wie ein Bienenstock. Langsam begann sich ihr Blut wieder in Bewegung zu setzen. Das Herz raste und ihr Atem überschlug sich. Mit weit aufgerissenen Augen fühlten ihre Hände die Kälte eines Steinfußbodens. Allmählich kehrten die Sinne und das Bewusstsein in ihren Körper zurück. Im Ohr hörte sie das Schlagen ihres eigenen Herzens und das Geräusch des Atems. Sie spürte das Gewicht ihrer Zunge im Mund, trocken, heißer... schwer. Immer bewusster wurde ihr, dass sie noch lebte, dass es weg war, was auch immer da von ihr Besitz ergriffen hatte. Das dieses eigenartige, schreckliche und zerstörerische Gefühl endlich vorbei war. Dass dieses Wesen vernichtet wurde. Bewusst versuchte sie sich zu bewegen. Alles an ihr schmerzte. Selbst die Augenlider fühlten sich an wie Blei. Was war nur geschehen? Wie kam sie hierher? Erinnerungsbruchstücke jagten durch ihr Hirn. Doch das letzte was ihr bewusst wurde, war das Zerbrechen einer Glasscheibe und der schmerzliche Schnitt auf ihrer Schulter, der sie in diesem Moment brennend in die Wirklichkeit zurück holte. Eine Stimme ließ sie aufhorchen. "Jenny?" "Giles" Langsam drehte sie den Kopf, versuchte in seinen stützenden Armen Halt zu finden und richtete sich mit seiner Hilfe auf. Da waren noch andere Menschen im Raum. Doch sie nahm sie nicht wahr, ebenso wenig wie den Ort, wo sie sich überhaupt befand. Erschöpft fiel ihr Kopf gegen Giles' Schulter; mechanisch folgten ihm ihre Beine, als er sie nach draußen führte. Tief atmete sie die frische Nachtluft ein und erst jetzt war sie in der Lage, Dinge um sich herum wieder zu erkennen. Fürsorglich spürte sie Giles' Arm um ihre Schulter und sie nahm einen Geruch aus Schweiß und Alkohol an ihm war. Was tat er hier? Was hatte er mit all dem zu tun? Noch immer fiel es ihr schwer klar zu denken, all die wirren Gefühle und Empfindungen zu sortieren. Es war vorbei und auch nicht. Da war noch etwas in ihr, das sie beängstigte und durcheinander brachte. Dem schmerzlichen Druck wich ein inneres Verlangen, eine grenzenlose Leidenschaft, die sie nicht kontrollieren konnte.
Ernüchternd schlug Giles die kühle Abendluft entgegen, als er mit Jenny im Arm aus dem Laden trat. Er konnte bei weitem noch nicht begreifen, was so eben geschehen war. Als er vor wenigen Augenblicken hier erschien, war er zu allem bereit gewesen. Dazu bereit sich diesem vor Jahren erschaffenen Dämon zu stellen. Sich anzubieten im Tausch gegen Jenny und zum Schutz von Buffy. Doch dann, eh er reagieren und handeln konnte, ging alles so rasend schnell. Eyghons Angriff, Buffy die ihn hindern wollte das zu tun, wozu er schon vor ewigen Zeiten den Mut hätte haben sollen, dann Angels Auftauchen und der Kampf. Letzteres nahm er gar nicht wahr. Er sah nur Jenny am Boden und sie lebte. Die Angst vermischte sich mit Erleichterung, Ärger und Scham über die eigene Unzulänglichkeit. Jetzt erst allmählich wurde ihm die Tragweite der letzten Geschehnisse klarer. Das schlechte Gewissen fraß sich immer tiefer in ihn, riss ihn aus der noch bis vor wenigen Stunden lähmenden Unfähigkeit, machte ihm bewusst was wirklich geschah. Schweigend führte er Jenny zu seinem Wagen. Er spürte, wie sie in seinen Armen zitterte, wie sie allmählich wieder lebendig wurde und alles um sich herum wahr nahm. Auf die Frage, wie es ihr ginge, antwortete sie nur mit einem stummen, verlorenen Blick, der ihn unverhofft schmerzlicher traf als erwartet. Alle Vorwürfe, Wutausbrüche und Zurückweisungen auf der Welt wären ihm in diesem Augenblick lieber gewesen als dieser eine traurige Blick von ihr. Er kam sich so unendlich schuldig und verantwortungslos vor. Er fühlte sich so mies wie lange nicht in seinem Leben. Automatisch zog er sie näher beruhigend an sich, aber Giles wusste, dass dies nicht genügen würde, um sie von diesen Erlebnissen zu befreien. Dessen bedurfte es weitaus mehr, wenn es überhaupt je möglich war. Geschweige denn, ob er dann derjenige sein würde, der ihr helfen konnte. Ohne weitere Fragen ließ er sie neben sich Platz nehmen. Sacht berührte er ihre Wange und strich ein paar lose Haarsträhnen aus ihrem Gesicht. Das Schweigen zwischen ihnen war fast genauso unerträglich wie die Ungewissheit, ob es ihr gut ging. Seine Hand zitterte als er den Schalthebel bediente und er den Wagen zu ihrer Wohnung lenkte. Er wollte irgendetwas sagen. Ihr mitteilen, wie unendlich leid ihm das alles tat, doch er fand nicht die richtigen Worte. Konnte einfach nur geradeaus blicken und flehen, dass sie ihm verzieh. Ein wenig erschrocken zuckte Giles zusammen, als er kurz vor dem Ziel Jennys Stimme vernahm. Sie klang leise, flüsternd. "Danke, dass du mich nach Hause bringst. Es war ein anstrengender Abend..." Ruhig saß sie neben ihm und atmete flach. Ihre Augen musterten Giles aufmerksam von der Seite, als der das Auto am Straßenrand gegenüber dem Eingang zum Halten brachte. "Würde es dir etwas ausmachen mich nach oben zu bringen? Ich...ich bin im Moment zu sehr durcheinander, dass ich glaube, es nicht alleine nach oben zu schaffen." Erstaunt und gleichzeitig erleichtert über Jennys Bitte stellte Giles den Motor ab, nickte ihr beruhigend zu und half ihr beim Aussteigen. Es war schon irgendwie eigenartig. Bisher hatte er sie zwei Mal zum Essen abgeholt, aber noch nie war er bisher in ihrer Wohnung gewesen. Erst jetzt, nach diesem unschönen Zwischenfall kam es dazu, eine wahrlich unglückliche Fügung. Oder war es Schicksal? Giles fehlte die Antwort, insofern es überhaupt eine gab. Er war zu durcheinander, um sich darüber wirklich Gedanken zu machen, von den eigenartig verwirrenden Gefühlen, die ihn begleiteten ganz zu schweigen. Den ganzen Weg zu ihrer kleinen Dachwohnung wich sie keinen Zentimeter von seiner Seite. Ihr Arm klammerte fest an den seinen und er konnte förmlich die Wärme ihres Körpers durch den Stoff seiner Jacke fühlen. Irgendetwas war mit Jenny geschehen. Sie wirkte verängstigt, aber auch gleichzeitig lebendig und stark. Es ging eine ganz eigene Faszination von ihr aus, die ihm zwar schon immer bewusst gewesen war, doch der er sich in diesem Augenblick einfach nicht mehr entziehen konnte. Er war so glücklich sie wieder zu haben, dass es schon fast schmerzte und er nicht wusste, ob er sich seiner Gefühle schämen sollte oder nicht. Das war nicht richtig, nicht jetzt und nicht nach alle dem.
In der obersten Etage angekommen, ließ Jenny es schweigend geschehen, dass er ihr den Schlüssel aus der Hand nahm und die Tür aufschloss, nachdem sie es selbst mit zitternder Hand nicht schaffte. Langsam trat sie in das Dunkel der Wohnung, beachtete gar nicht, ob Giles ihr folgte oder ob er das Licht fand. Erst jetzt war sie wieder in der Lage, sich alleine ohne seine Hilfe zu bewegen und seinen stützenden Arm getrost abzuweisen. Hier in ihren vier Wänden empfand sie eine gewisse Sicherheit. Geborgenheit, nach der sie sich in den letzten Augenblicken so sehr sehnte. Aufmerksam wanderte ihr Blick zu Giles, der sichtlich unschlüssig im Flur stand. Mit ihrem Schlüssel in der Hand traute er sich nicht einzutreten, wartete auf ein Zeichen von ihr. Egal in welcher Form, erneut bittend sie nicht allein zu lassen, oder die Aufforderung zu gehen und aus ihren Augen zu verschwinden. Doch nichts von beiden geschah. Sie sah ihn nur mit einem eigenartig geheimnisvollen Ausdruck an. Dann drehte sie sich um und lief auf die breite Glasfront zu einem einladenden Dachgarten hin. Dort öffnete sie die Tür und trat hinaus auf die vom Mond erhellte Terrasse.
Giles' Herz raste und sein Atem ging ungleichmäßig. Noch immer stand er halb drinnen und halb draußen. Sie überließ ihm die Entscheidung, überließ ihm die Qual das Richtige oder das Falsche zu tun. Für einen Augenblick schloss Giles die Augen, drückte den Schlüssel schmerzlich in der Hand zusammen und betrat dann Jennys Wohnung. Leise zog er die Tür hinter sich ins Schloss und verharrte einen Moment, bis die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnten. Vorsichtig folgte er der einfallenden Lichtspur des Mondes durch das Wohnzimmer zu der Terrasse, wo er sie mit verschränkten Armen stehen sah. Obwohl Jenny mit dem Rücken zu ihm stand, konnte er an ihrer Körperhaltung sehen, dass sie fror, dass sie sich von ihm abwendete und ihre eigenen Arme schützend um sich schlang. Er fühlte sich noch immer unschlüssig. Sollte er ihr weiter folgen? Was geschehen war, war schließlich sein Verschulden gewesen. Er hatte ihr damit Dinge angetan, von denen er gar nicht genau wissen wollte, was sie in ihr ausgelöst hatten. Sie stand vielleicht noch immer unter Schock und egal was passieren würde - er hatte darauf Rücksicht zu nehmen. Von Eyghon besessen zu sein, mochte in einem Zirkel, der den Dämon so lange unter Kontrolle hielt, ein berauschendes Erlebnis für ihn, für seine toten Freunde, gewesen sein. Doch von einem entfesselten, nach Rache sinnenden Dämon heimgesucht zu werden, war alles andere als ein Vergnügen. Giles wusste das nur zu gut. Selbst wenn sie sich dadurch die letzten Stunden näher als je zuvor kamen, so waren sie sich doch auch gleichzeitig fremder denn je. Er wünschte sie hätte etwas gesagt. Einfach etwas um sein Hier sein zu erleichtern oder die Bitte zu gehen, wenn es ihr lieber gewesen wäre. Und nun... Sein Blick ruhte auf ihrer schlanken Gestalt, die recht verloren auf dem weitläufigen Dachgarten wirkte und mehr als nur einen natürlicher Beschützerinstinkt in ihm weckte. Oh je, was geschah hier? Auf was ließ er sich nur ein? Diesen Gedanken wollte er erst gar nicht in sich aufkommen lassen. Aber er hatte nicht vergessen, was sie erst vor Tagen für das Wochenende geplant hatten und schon gar nicht, wie Jenny noch vor Stunden auf ihn reagierte, auch wenn er wusste, dass da schon Eyghon aus ihr sprach. Zögernd und langsam ging Giles auf die Glastüre zu. Dann, etwas entschlossener, um sie seine Unsicherheit nicht spüren zu lassen, trat er ins Freie und gesellte sich stumm an ihre Seite.
Jenny hatte kein Zeitgefühl. Wie viel Zeit war vergangen, seit dem was geschah? Wie lange stand sie schon hier? Einen Moment, Minuten, Sekunden? Erst als sie eine Bewegung neben sich wahr nahm, kam sie zu sich. Sie hatte die frische Luft einfach gebraucht und jetzt allmählich fühlte sie sich besser. Schweigend registrierte sie seine Anwesenheit. Er war also nicht gegangen. Sie wusste nicht recht, ob sie darüber glücklich oder unglücklich sein sollte. Es waren so viele unschöne Dinge geschehen. Würden sie denn jemals wieder Ruhe miteinander finden? Verloren wanderte Giles' Blick über die Dächer von Sunnydale, verfolgte die Autos auf der Straße, die man von dem Blickwinkel aus gut einsehen konnte und überlegte, was er sagen sollte, um die angespannte Situation zu lösen. Er hatte das Gefühl, egal was er sagen würde, wäre es das Falsche. Nach einer Weile jedoch beschloss er endlich das Schweigen zwischen ihnen zu brechen. Mit sich ringend suchte er nach den richtigen Worten, nach einfachen Worten, die auszudrücken vermochten, wie unendlich leid ihm es ihm tat. Das er alles nur erdenkliche tun wollte, um es ungeschehen machen zu können. Um ihr zu zeigen das er für sie da war und ihr beim Vergessen zu helfen. Unbeholfen hob er die Hand und wollte sie berühren, aber traute es sich nicht. Er versenkte seine Hände in den Hosentaschen, seufzte leise und ein kurzes, leichtes nervös Zucken lief über sein Gesicht. "Ich uhm...was soll ich sagen...ich bin über die Dinge, die geschehen sind, genauso durcheinander wie du. Sie sind so...gewaltig und beängstigend...vielleicht sollten wir in Ruhe darüber reden... ich will dich nicht drängen...ich meine, doch ich möchte schon, weil ich dir gern helfen möchte, aber wenn es dir so viel Mühe bereitet darüber zu sprechen,...dann...kann ich warten." Für einen Moment verfinsterte sich Jennys Miene, als er sprach, dann formte sich ihr Mund zu einem traurigen Lächeln und sie war ihm dankbar, dass er begriff, sie nicht zu drängen. Sie wusste, es würde wahrscheinlich gut tun mit jemandem darüber reden zu können, aber das Empfundene war noch zu frisch, um bereitwillig darüber zu reden und dann ausgerechnet mit ihm? Sie wusste nicht, ob sie das wollte und konnte. Aus diesem Grund bekam sie zunächst auch nur ein leises "Danke" hervor und als sie doch etwas erwidern, erklären wollte, sprach er schon weiter. Aufmerksam lauschte sie ihm und ihr Herz schlug etwas heftiger als sie begriff, was er ihr noch zu sagen hatte. "Ich... Jenny, es...uhm...es tut mir alles so unendlich leid. Nie... Niemals habe ich gewollt, dass so etwas passiert... Das...das musst du mir glauben." Schluckend berührte er Jenny sanft an der Schulter, unbedacht welche Reaktion er damit bei ihr auslöste und erschrocken über die Heftigkeit der Gefühle, die sie mit sich brachte. Obwohl sie ihm glaubte, dass es ihm leid tat und er das alles nicht wollte, so hatte er doch keine Ahnung wie sie sich fühlte. Wie elend, einsam und durcheinander. Würde er auch nur einen Bruchteil davon fühlen können, dann wüsste er was er ihr damit antat. Seine Berührung war wie ein Funke, der ihren inneren Druck schürte und nach außen trieb. Plötzlich wich Jenny von ihm weg, wirbelte herum und sah ihn zornig an. "Wie kannst du sagen, ich müsse dir glauben? Was soll ich dir denn glauben, dass es dir leid tut...? Ja womöglich... dass du es nicht gewollt hast...?" Verächtlich stieß Jenny Luft aus. "Unter Umständen... Doch ganz ehrlich weiß ich nicht, was ich dir glauben soll? Ich...ich habe dieses Wesen, dieses Monster in mir gespürt, so lange, bis es mir meine Sinne nahm und mich beherrschte. Doch bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich fühlen, wie es fühlte. Da war beängstigend und aber auch verwirrend schön. Es wollte dich. Nicht nur deinen Tod, sondern deine Seele, deinen Körper. Es war besessen von dir." Selbst erschrocken über diese Worte und die damit erneut aufkommenden, leidenschaftlichen Gefühle schritt Jenny noch weiter von Giles weg. Das was sie ihm erzählte, hatte sie viel zu intensiv wahr genommen, um es jetzt leugnen und verdrängen zu können. In diesen Augenblicken hatte sie gemeinsam mit diesem Wesen begehrt und eine Leidenschaft empfunden, die sie fast wahnsinnig machte. Da waren Empfindungen in ihr geboren worden, die sie nicht kontrollieren konnte und wollte. Beim besten Willen, sie konnte nicht sagen, ob sie ihn dafür hassen oder lieben sollte. Scharf zog Giles die Luft ein, als Jennys Bemerkung mit ihrer ganzen Wirkung ins Schwarze traf. Ihn bewusst verletzte und gleichzeitig komplett durcheinander brachte. So wie sie es sagte, wusste er nicht was er davon halten sollte. Wollte sie ihn mit ihren Worten strafen oder ihm nur auf eine andere Art klar machen, was sie empfand und durchmachte? Was sollte er darauf antworten und erwidern? Ja, er kannte Eyghon und die Macht, die von ihm ausging. Die zerstörerische Leidenschaft, die vermochte Menschen auszurotten und ihre Seelen einfach zerspringen zu lassen. Sollte er ihr sagen, dass er ihn auch schon spüren konnte und nicht nur einmal? Nur dass dieses Wesen keine Macht über ihn gewinnen konnte, dass er damals stärker war und es deswegen so besessen von ihm war? Doch nein, das konnte er ihr nicht sagen, dazu war er noch nicht einmal selbst in der Lage es sich einzugestehen. Gespannt wartete Jenny auf eine Reaktion von ihm, auf eine Erklärung irgend eine. Nur das Einzige, was sie erkennen konnte, war das Erschrecken in seinen Augen, die offensichtlichen Erinnerungen, die sie damit weckte und den Gefühlsberg, den sie damit ins Rollen brachte. Oh ja, er wusste, wovon sie sprach. Er fühlte und er kannte es. Das hatte er schon alles einmal erlebt. Das erkannte sie in seinem Gesicht und in seinen Augen, die nicht lügen konnten, aber sie wusste auch, dass er ihr keine Antwort geben konnte und wollte. Sie waren beide zu sehr von all dem beeinflusst, um im Augenblick einen klaren Gedanken fassen, geschweige denn ihre Gefühle ordnen zu können. Als Giles erneut näher kam, blieb sie dieses Mal stehen, lehnte mit dem Rücken an der Brüstung der Terrasse und akzeptierte einfach sein Schweigen. Für alles andere fühlte sie sich im Augenblick zu schwach und ob sie eine Erklärung wirklich hinnehmen konnte, wusste sie nicht. Im Grunde wollte sie auch nichts hören, sie wollte nur vergessen und diesem Gefühl in ihr freien Lauf lassen. Keiner sagte etwas und das machte Giles die Situation fast unerträglich. Konnte sie nicht wenigstens ein wenig entrüsteter schauen, statt so traurig und nun fast irgendwie verständnisvoll? Was war nur los mit ihr? Er glaubte mit ihrem Aufbrausen und ihrer Enttäuschung besser leben zu können als mit diesem Blick. Als es offensichtlich wurde, dass niemand bereit war etwas zu sagen, senkte er leicht den Kopf und drehte sich wieder der Terrassenbrüstung zu, überlegte, wie er ihr nur verständlich machen sollte, dass er schreckliche Angst hatte, dass er den Gedanken sie zu verlieren nicht ertragen konnte. Schweigend ruhte Jennys Blick auf Giles. Sie wusste nicht, was richtig und was falsch war, was sie empfinden durfte und was nicht. Alles in ihr war durcheinander geraten. Ihre Gefühlswelt glich einem einzigen Chaos. Noch gerade eben empfand sie Wut und Zorn, nun wieder Verlangen und Leidenschaft verbunden mit Sehnsucht nach Geborgenheit. Empfindungen, die sie beherrschten, leiteten und treiben ließen. Machtlos gab sie sich ihnen hin. Es war womöglich der einzige Weg der ihr in diesem Moment blieb, der einzige Weg ihre inneren Ruhe wieder zu finden. Zaghaft schritt sie neben ihn, nahe genug um einander atmen zu hören und die Hand ausstrecken zu können. Als Jenny sich plötzlich bemerkbar machte, war Giles doch ein wenig erstaunt, fast hatte er sich schon dazu durchgerungen, anzubieten lieber zu gehen. Mit einem leicht erstaunten Gesichtsausdruck wandte er sich ihr wieder zu, als er ihre unmittelbare Nähe spürte. Eine eigenartige Mischung aus Zärtlichkeit, Verwirrung und Verlangen lag dabei in ihren Augen und Giles war nicht in der Lage es zu deuten. Fast schon ein wenig erschreckt darüber, wollte er zurück weichen, noch zu frisch war die Erinnerung an das Geschehen in seiner Wohnung. Daran, dass er sie zurückwies, obwohl er sie so sehr begehrte und dann die schmerzliche Erkenntnis, dass nicht sie es war, sondern das Monster, das er vor Jahren erschaffen hatte. Wieder kamen Zweifel in ihm auf. Nicht hier, nicht jetzt und nicht nach alle dem was geschehen war. Jenny schluckte leicht, als sie seinen erschreckten Blick sah und senkte die Augen. Warum traute er sich nicht, sie einfach in den Arm zu nehmen? War ihr Schweigen ihm denn nicht genug, dass er nichts erklären brauchte? Dass sie im Grunde verstand und ihn einfach fühlen und vergessen wollte? Hatte er Angst vor ihr oder vor dem, was mit ihnen geschehen könnte? Verwirrt blickte sie ihn an. Ihr Herz schlug heftig, zu heftig und fast schon glaubte sie er würde es hören können. Diese Unsicherheit und das immer stärker werdende kribbelnde Verlangen machte Jenny fast wahnsinnig. Obwohl sie ihn nicht berührte, so war es doch fast, als täte sie es. Schon allein die bloße Nähe reichte. Sein Atem auf ihrem Gesicht und der verlierende Blick in seinen Augen, ließ Jenny ahnen, dass es so gut wie kein Zurück mehr gab. Dass sie die Leidenschaft herausforderte. Dass der Boden unter ihren Füßen den Halt verlieren würde und dass sie bereit war, alles zu geben, alles zu verlangen. "Du fühlst dich schuldig und ich hasse dich dafür, dafür, dass du es nicht verhindert hast. Doch auch gleichzeitig bin ich verwirrt über das, was ich vorhin für dich empfunden habe und noch immer empfinde. Das war nicht nur dieses Monster, sondern das war auch ein Teil von mir." Während Giles einfach da stand und ihm die volle Bedeutung ihrer Worte bewusst wurde, stieg Nervosität in ihm auf. Von was sprach sie da? Was hieß, es war auch ein Teil von ihr? War das in diesen wenigen Augenblicken in seiner Wohnung wirklich noch sie gewesen? Sie, die ihn so leidenschaftlich begehrte? Sie, die dies noch immer wollte? Er war völlig verwirrt, denn er glaubte dies alles verloren zu haben und das es nicht die Wirklichkeit sein konnte. Wie war das möglich? Er begriff es nicht, aber zu seiner Beruhigung erging es Jenny nicht unbedingt anders, als sie sich sichtlich nervös mit der Hand das Haar aus dem Nacken strich. Sie sah so unglaublich hübsch und reizend aus. Sie wollte ihn und er wollte sie mehr denn je. Es war nur ein kläglicher Versuch der Vernunft seinerseits, als er versuchte zu sagen, es sei nicht die rechte Zeit, nicht der rechte Ort und als ihn dann plötzlich ihr zärtlich, verlangender Blick traf, wussten sie beide, dass es keine Zurückweisung mehr geben würde. Unruhig sah er sie noch näher kommen, aber als wollte sie das begonnene Spiel ausreizen, blieb sie doch gleichzeitig auf Abstand. Trotzdem fehlte nicht viel, dass ihre Körper sich berührten, nah genug, um ihn fast wahnsinnig zumachen, um jedes normale Denken, rationelles Handeln auszuschalten. Dazu stieg der Geruch ihrer Körpers in seine Nase und löste ein ängstliches Lächeln aus. Es schien fast, als würden sie dieses Schweigen, dieses sich Verlieren brauchen, um zueinander zu finden. Als brauchte jeder von ihnen diese Nähe um vergessen und sich einfach fallen lassen zu können. Flüsternd hörte er Jenny. "Lass uns diese eine Nacht leben und vergessen, weis' mich nicht noch einmal zurück", und seine Nackenhärchen stellten sich beim Klang ihrer Stimme auf, sein Atem ging schneller. Mittlerweile wusste er, dass sie sich beide nun doch einen Schritt zu weit hinauswagten, es aber kein Zurück gab. Sie wollten es beide. Niemand hatte die Absicht, den anderen zu verletzten oder gar mit seinen Gefühlen zu spielen. Es war alles andere, als eine ausgenutzte Situation. Eher eine Wiedergutmachung für sie beide. "Du meinst...", er zog die Augenbrauen ernst nach oben. "Du denkst... denkst du es sei richtig, nach...nach all dem?" Ohne zu zögern oder lange zu überlegen, zog er sie dann jedoch an der Hüfte näher heran, ließ es zu, dass sich ihrer beider Körper trafen. Es war fast elektrisierend. Es war ein schönes, warmes Gefühl. Er wurde allerdings ein wenig ernster. "Ich meine...wenn du es wirklich willst...ich...will nicht das es so aussieht als...du weißt schon...ich meine, ich habe Bedenken das es nicht richtig ist, das wir...." Dabei näherten sich seine Lippen den ihren ein wenig. Ihr Atem strich über sein Gesicht, ihr Geruch betörte ihn und sein Herz raste. Auch wenn er mit diesen Worten versuchte vernünftig zu klingen, so wusste er doch, dass er es sein würde, der eine Zurückweisung nicht ertragen könnte. Nicht nach dem all seine Vorfreude und seine Hoffnungen für dieses Wochenende so kalt und brutal von seiner Vergangenheit zerstört worden waren. Erwartungsvoll ruhte Jennys Blick auf ihm. Ihr Herz begann den Verstand auszuschalten und als er ihre versteckte Aufforderung erwiderte und sie plötzlich zu sich zog, sie seinen festen Griff spürte, da gab es keine Grenzen mehr, keine Ängste und Zweifel. Es zählte nur der Augenblick, das freudig, geheimnisvolle Erwarten. Ein warmer Schauer durchzog ihren Körper, als sie eng beieinander standen. Ein leichtes Zittern ergriff Besitz von ihr. Sie war außer Stande etwas zu erwidern, geschweige denn vernünftig zu denken und doch nahm sie all seine Worte wahr. Leise flüsterte sie ihm entgegen "Tschsch... Ich weiß sehr wohl was ich will, wenn du es auch weißt und wir es beide wissen, dann..." Der Rest des Satzes erstarb in einem verführerischen Lächeln, gefolgt von einer zaghaften, sanften Berührung seiner Lippen. Es war ein schüchterner Kuss, dessen Genuss sie sich eine kleine Ewigkeit hingab, der alle Sinne in hellste Aufruhr versetzte und alles in ihr nach mehr verlangen ließ. Verspielt zupfte sie mit den Lippen an den seinen und ließ kaum spürbar sanft die Zunge darüber gleiten. Es war ein bedacht, verführerischer Kuss und es fiel Jenny schwer die aufkommende Leidenschaft, die sie schon die ganze Zeit über zu zerreißen drohte, zu zügeln. Bewusst ließ sie sich fallen in die Zärtlichkeit und genoss jede Sekunde. Seine Nähe suchend schob sich ihre Hand unter sein Hemd und ihre Finger glitten sanft über seine Haut. Mit einem kaum spürbaren Biss in seine Lippe wanderten ihre weiter, über seine raue, unrasierte Wange zum Ohr. "Ich habe noch nie so wenige Zweifel gehabt wie in diesem Augenblick", und verspielt knabberte sie an seinem Hals ein Stück nach unten. Während Giles das leichte Zittern, welches ihren Körper ergriffen hatte, unter seinen Händen auf ihren Hüften spürte, trafen schon ihre Lippen aufeinander. Es war ein sanfter Kuss nicht drängend oder fordernd wie noch vor einigen Stunden, als Eyghon in ihr war. Hier und jetzt - das war Jenny und obwohl immer noch ein kleiner Teil seines Verstandes ihm einzureden versuchte, dass sie nur auf Grund des Schocks so handelte, wollte er nicht wirklich darüber nachdenken. So angespannt er ihn seiner Wohnung gewesen war, so ließ es sich nun ganz von seinen Gefühlen leiten. Als ihre Hände begannen seinen Körper zu ergründen, erwachte dieselbe Leidenschaft, die schon vor Stunden unbewusst von ihm Besitz ergriffen hatte, zu neuem Leben. Nur dieses Mal war es anders, ganz anders. Es war Wirklichkeit und kein Fluch, der auf ihm lastete. Und es gab keine erdrückenden Zweifel, die ihn daran hinderten wirklich zu lieben, zumindest nicht in diesem Augenblick. Zu sehr übermannte ihn die Leidenschaft.
Sein Lächeln wurde eine Spur zufriedener und er nickte, während ihm ein leises Stöhnen über die Lippen kam, als sich ihre weichen und warmen Lippen an seinem Hals verspielten. Er schloss die Augen, gab sich dem angenehm prickelnden Gefühl hin und sein Atem ging eine Spur schneller, schwerer. Er löste seinen Griff um ihre Hüfte, vergrub seine Hände fest in ihr wundervoll dunkel glänzendes Haar und drückte sanft ihren Kopf fester gegen sich. Ein stummes Signal ruhig fordernder, härter zu werden. Es spielte im Moment kaum eine Rolle, dass sie hier mitten auf einem Dach standen, der Straßenlärm durch die Echos der Straßenschlucht verstärkt zu ihnen hinauf drang oder umliegende Nachbarschaften einen recht freizügigen Blick gewährt bekamen. Es zählten nur sie im Bann ihrer eigenen Leidenschaft, ihre Körper, die aneinander klebten und sich zu ergründen versuchten. Jenny gefiel ihr Spiel immer mehr und als sie sein leises Stöhnen hörte, seinen festen Griff in ihrem Haar spürte, begann sich die Leidenschaft immer mehr ihren Weg zu bahnen. Es war wie ein Rausch, der allen Schmerz und alle Ängste vergessen ließ. Mit geschlossenen Augen wand sie den Kopf in seiner Hand und genoss die derber werdende Berührung. Ihre Finger auf seiner Haut wurden forschender. Drängender krabbelten sie seinen Rücken hinauf. Erneut suchten ihre Lippen seinen Mund, doch dieses Mal war der Kuss alles andere als schüchtern oder zurückhaltend. Er besiegelte die aufkommende Leidenschaft, signalisierte ihm, dass ihr Körper den seinen verstand und dass sie zueinander gehörten. Knisterndes Rauschen lag in der Luft und es war, als beginne die Erde sich langsamer, aber doch gleichzeitig intensiver zu drehen. Mehr denn je erkannte Jenny, wie stark ihre Gefühle waren, dass sie sich rettungslos verlor und nicht dass dieses vernichtende Wesen, sondern er eine Macht über sie gewann, der er sich gar nicht klar zu sein schien. Dass er es schaffte, sie fast mit seiner bloßen Berührung handlungsunfähig zu machen. Ihr ganzes Wesen erstarren lassen konnte und sie sich ihm wehrlos auslieferte. Eine Gefahr, der sie sich bereitwillig hingab. Der sie sich dieses Mal, im Gegensatz bis vor wenigen Stunden, nun ganz bewusst und gewollter auslieferte.
Etwas außer Atem löste Jenny sich nach einer ganzen Weile von Giles. Ihre Augen glänzten und ihr Herz raste wild. Auch wenn sich ihr Kopf ein Stück Abstand verschaffte, so ließen ihre Hände ihn noch lange nicht los, sondern wanderten ganz im Gegenteil immer weiter. "Bist du dir bewusst, was wir hier tun?" Verschwörerisch kniff sie die Augen zusammen und drängte ihren Körper erneut gegen den seinen. Giles sah sie ein wenig irritiert an, nicht sicher, was sie mit dieser Frage beabsichtigte, auch wenn er bemerkte, wie sie sich allmählich entspannte. Nie hätte er dies für die nächste Zeit für möglich gehalten. Es begann zu wirken. Die Nähe zu ihm half die Geschehnisse zu verdrängen und ihr versteckt, zufriedenes Lächeln machte ihm dies noch deutlicher. "Keine Angst, hier und jetzt das bin ich wirklich. Kein Dämon, der deine Seele will. Nein, wirklich nur eine Frau, die in Leidenschaft vergessen und leben will. Das ist eine andere Art von Zauber, eine Magie, die man nicht beschreiben, geschweige denn beeinflussen kann. Sie existierte durch empfundene Aufrichtigkeit und durch den Mut Dinge offen auf sich zukommen zu lassen. Dinge vergessen und vielleicht sogar ungeschehen machen zu können." Während Jenny so sprach, wurde sie von einem Frösteln beschlichen und ein leichtes Schütteln durchzog sie. Automatisch zog sie leicht die Schultern zusammen und suchte erneut seine Nähe. Als sich ihr Körper wieder gegen den seinen drängte, wurde sein Verstand gänzlich ausgeschaltet und ließ sich von seinen Gefühlen leiten - wieso eigentlich noch länger Zeit mit reden verschwenden? "Du frierst ja...", stellte er besorgt fest. "Komm lass uns hinein gehen. Allerdings müsstest du mich dafür bitte loslassen", schmunzelte er, da ihre Hände ihn noch immer fest im Griff hatten. Sichtlich widerwillig zog Jenny die Hand unter seinem Hemd hervor. "Ja du hast wohl recht, hier draußen wird es ungemütlich", dabei griff sie seine Hand und zog ihn einfach mit sich zur Tür hinein. Als sich ihre Hände von seinem Körper lösten, tat es Giles fast leid, den Vorschlag überhaupt gemacht zu haben, aber schließlich durfte er sicher noch auf ein wenig mehr hoffen und somit ließ er sich von ihr auch breitwillig ins Innere ziehen.
In der Wohnung drehte Jenny sich zu Giles herum und entdeckte eine gewisse Sorgen in seinen Augen. Fester drückte sie seine Hand. Keiner konnte wissen, ob es das Richtige war, was sie taten. Ob es jetzt an diesem Abend, in diesem Augenblick das Richtige war und ob es ihnen beiden helfen würde zu vergessen und wirklich zu einander zu finden. Sie wusste nur, dass sie darüber momentan nicht nachdachte und es auch ihm erleichtern wollte, all das einfach für ein paar Stunden zu vergessen. Dass sie sich einfach fallen ließ. Zärtlich blickte sie ihn an, löste ihre Hand aus der seinen und strich sanft über seine Wange. "Grüble nicht so viel. Tu dir, tu uns den Gefallen und versuche einfach zu leb..." Mitten im Satz brach sie ab und ließ ihre Hand über seinen Hals nach unten auf das schon teilweise geöffnete Hemd gleiten. Stumm blickte sie ihn an und studierte jeden einzelnen Gesichtszug. Während Giles mit erneutem Herzrasen zuließ, dass sich ihre Hand über seinen Hals ihren Weg zu seiner Brust bahnte und begann die restlichen Knöpfe seines zerknitterten Hemdes zu öffnen, nahm er die Brille ab und legte sie fast schon achtlos auf ihren Schreibtisch. So richtig konnte er immer noch nicht fassen was hier geschah, dass er nach all dem, was mit ihr geschehen war, sie sehen und fühlen durfte. Mit geschickten Fingern ließ Jenny fast schon genüsslich die einzelnen Knöpfe durch die kleinen Löcher rutschten und als sie bis zur Hälfte geöffnet waren, stoppte sie und schob ihre Finger auf seine nackte Haut. Bittend sah sie zu ihm auf und verspielte sich in seinen Brusthaaren. "Ich bin vorhin in den Genuss deiner hilfreichen Hände gekommen. Wie sieht es aus, trauen sie sich noch mehr?" Kaum ausgesprochen wurden ihre Finger schon wieder forschender. Ein wenig behindert durch die Jacke, die er noch trug, schob sie diese ohne zu fragen einfach über seine Schultern und widmete sich gleich darauf den letzten Knöpfen. Giles sah, wie immer mehr seiner Haut zum Vorschein kam und als ihre Finger ihn berührten, durchfuhr seinen Körper ein leichter Schauder, bei der freudigen Vorstellung, was noch alles kommen möge. Mutig zupfte Jenny mit der freien Hand das restliche Hemd aus seiner Hose und als es dann ganz offen war, schob sie beide Hände zärtlich fest auf seine Hüften. Merklich zuckte Giles zusammen, als er ihre Berührung wahrnahm und ein leichtes wohliges Prickeln durchfuhr seine Lenden. Was tat sie mit ihm?
Obwohl Jenny genau wusste, was sie wollte, und er auch alles andere als der erste Mann in ihrem Leben war, so empfand sie diese Intensität der Nähe doch zum ersten Mal in diesem Bewusstsein und mit solchem Genuss. Es war einfach etwas besonderes, andersartiges als was sie bisher erlebt hatte. Mittlerweile konnte sie die aufkommende Leidenschaft nicht mehr unterdrücken und wollte es auch nicht. Ihre Augen funkelten, als sie sich erneut zu einem Kuss aufrichtete. Leidenschaftlicher und fordernder als alle bisherigen. Als sie sich im entgegenstreckte, entledigte Giles sich seines Hemdes, umschlang ihre Hüfte mit dem rechten Arm, während sich seine Lippen ein wenig öffneten und seine Zunge sanft aber fordernd ihren Weg suchte. Seine linke freie Hand schob sich durch die Nähe ihrer Körper etwas umständlich unter ihr Oberteil und glitt zärtlich über die Seite nach oben, wanderte auf ihren Rücken und drückte sie sanft enger an sich. Ein angenehmes Zittern stellte sich ein, als Jenny seine Hand unter ihrem Oberteil spürte und ihr Atem ging heftiger, als die Finger sich nach oben arbeiteten. Leicht verwirrt über die Intensität ihrer eigenen Gefühle, der bisher ungeahnten Leidenschaft sah sie ihn ruhig und zufrieden an. Sie war nicht in der Lage etwas zu sagen, zu sehr verlangte ihr Körper nach dem seinen. Ehe sie die Augen schloss, nahm sie noch wahr, wie er sich seines Hemdes entledigte, dann ließ sie einfach die Leidenschaft über sich kommen und öffnete bereitwillig die Lippen, um die sanfte Berührung ihrer Zungen zu genießen. Sie genoss den angenehmen Druck gegen seinen Körper, fühlte die Wärme, die von ihm ausging und die Erregung die sie beide immer mehr ergriff. Zärtlich strichen ihre Hände seine Wirbelsäule auf und ab. Ganz leicht begann sie ihn von der Stelle zu drängen, bis die Kante des Schreibtisches ihn stoppte. Etwas außer Atem löste sie sich von seinem Mund und begann ihn vom Hals abwärts mit den Lippen zu liebkosen.
Giles spürte unter seinen Händen das leichte Zittern, welches durch ihren Körper ging und genoss, dass er der Auslöser dafür war. Während sich ihre Zungen immer heftiger erforschten, ließ er zu, dass sie ihn nach hinten drängte, war überrascht, wie intensiv sie auf ihn reagierte und über sich selbst erstaunt, so sehr zu lieben im Stande zu sein. Als die Tischkante unsanft gegen seinen Rücken drückte, wirkte es fast ernüchternd, doch schon löste sie sich von ihm, begann zärtlich mit ihren weichen, warmen Lippen sich von seinem Hals nach unten zu bewegen. Von den Gefühlen übermannt die seinen Körper durchfuhren, umgriff er mit beiden Händen fest die Kante, nicht fähig zu einem klaren Gedanken und unfähig zu reagieren. Genüsslich akzeptierte er stumm die Rolle des Nutznießers.
Sanft ließ Jenny ihre Zunge immer tiefer gleiten, hielt inne auf Höhe seiner Brust und begann sacht an ihm zu knabbern. Langsam wanderten ihre Hände wieder nach vorn und schob sie vorsichtig in den Hosenbund bis hin zum Knopf. Geheimnisvoll grinsend ließ sie kurz von ihm ab und beobachtete jede einzelne Reaktion als ihre Finger seine Hose öffneten. Es war ein berauschendes Gefühl ihn so vor sich zu sehen, die Macht die sie auf ihn ausübte auszukosten und ihn unter ihren Berührungen zittern zu lassen. Das war es, was sie die ganze Zeit wollte. Sie wollte ihn und das Gefühl ihn besitzen zu können. Sie wollte ihn unter ihrer Berührung erbeben lassen. Langsam schob sie die Finger weiter an den Seiten hinein und verstärkte die streichelnde Berührung ein wenig. Ihre Lippen gingen spielend zurück auf seine Brust. Sie bemerkte wie er es genoss und zufrieden krabbelte sie wieder höher, was wiederum ihre Finger intensiver, drängender werden ließ. Leidenschaftlich suchten ihre Lippen die seinen. Forscher drang die Zunge zu seiner vor. Kurz, bevor ihre Hände jedoch allzu frech wurden, glitten sie langsam zurück nach oben, zogen seine von der Kante des Schreibtischs und legte sie um die eigenen Hüften. Ihre Mund löste sich von seinem und mit einem durchdringenden Blick sah sie ihn an. Sie wusste, dass dies unfair war und sie ihn damit wahrscheinlich sogar ein wenig wahnsinnig machte, aber genau das beabsichtigte sie. Er sollte sie spüren, aber auch nicht spüren. Er sollte jeder einzelnen Berührung entgegen fiebern. Er sollte diese schmerzlich, brennende Leidenschaft genauso empfinden wie sie es tat.
Giles schloss seine Augen, konzentrierte sich ganz auf Jenny und die Gefühle die sie in ihm auslöste. Es war ein Prickeln, ein Schaudern und ein unbändiges Verlangen was ihn fast zum Wahnsinn trieb. Es war unglaublich schön. Als sie aufhörte, öffnete er enttäuscht die Augen. Alles in ihm schrie, sie solle nicht aufhören. Doch da glitten ihre Hände schon mutiger weiter und ließ seinen Atem ein wenig stocken. Sein Griff um die Tischkante verkrampfte sich, als ihre Finger den Weg in seine Hose suchten und als sie wieder erneut von ihm abließ, kam diesmal ein leiser enttäuschter Seufzer über seine Lippen und ihr Grinsen machte ihn fast wahnsinnig. Seine Augen flehten sie an, weiter zu machen. Als sie schließlich fast schon genüsslich daran ging den Bund zu öffnen, war er sich sicher, sich nicht mehr all zu lange zurück halten zu können. Ihre plötzliche Berührungen waren sanft, weich und erwischten ihn ziemlich kalt. Ihre Lippen liebkosten weiter seinen freien Oberkörper. Mit ihrem Kuss überließ er ihr ganz die Führung und als sie beschloss ihn ein weiteres Mal zu foltern, in dem sie sich einfach zurück zog, lag ein Funkeln in seinen Augen, als er sie ansah und es zuließ, dass sie seine Hände löste und sie auf ihren Hüften platzierte. Nun gut, wenn sie bereit dazu war ihn zu martern und Spielchen zu spielen... Er stieß sich von der Tischkante ab, zwang sie mit ihm ein, zwei Schritte in den Raum auszuweichen. Ohne seine Augen, die die ihren fixierten, von ihr zu nehmen, spielte er etwas nervös am Bund ihres Pullovers bevor er aus lauter Nervosität mit zitternden Händen aufgab. "Dürfte ich dich ein wenig um Mithilfe bitten", fragte er zögernd. "Du siehst ich bin offensichtlich etwas aus der Übung...", und er grinste verlegen.
Willig ließ Jenny zu, dass er sie ein Stück zurück drängte und auf eine Art fand sie es sogar in Ordnung den Platz zu wechseln. Ein klein wenig amüsiert zog Jenny seine Hände beiseite und begann langsam bedächtig sich selbst das Oberteil über den Kopf zu streifen. Schweigend stand sie nun nur mit dem BH bekleidet vor ihm. Erneut griff sie seine Hände und führte sie auf ihren Rücken zum Verschluss. Das Teil würde er schon allein öffnen müssen, diese Arbeit wollte sie ihm nicht abnehmen. Es waren schließlich nur ein paar Haken und so nervös würden seine Finger schon nicht sein.
Als Jenny sich ihres Pullovers entledigt hatte, bot sich Giles ein Anblick der ihm beinahe die Sinne raubte. Sie war nicht nur schön, sie war wunderschön. Seine von ihr geführten Hände, fanden den Verschluss des BHs und machten sich an das Herausfinden der Funktionalität. Etwas umständlich, aber schließlich erfolgreich, löste sich die Spannung unter seinen Händen und während sich noch immer ihre Blicke gefangen hielten, musste er mit aufkommender Freude feststellen, dass sie sich ganz dem Öffnen seiner Hose widmete. Vorsichtig suchten ihre Finger den Reißverschluss und zogen ihn nach unten. Wobei ihre Finger schon einen leicht bedachten Druck hinter dem Stoff ausübten. Ein anerkennendes, erwartungsvolles Schmunzeln huschte, bei dem was sie da zu spüren bekam, über ihr Gesicht. Sanft streifte Giles ihr die Träger des BH's über die Schultern, bedacht ihre keine Schmerzen an einer kleinen, aber unschönen Schnittwunde zu verursachen. Er zuckte nur leicht zurück, als ihre Hände ihn plötzlich mehr erregten und er in ihrem Gesicht so etwas wie Zufriedenheit lesen konnte. Gleichzeitig sah er wie sie verführerisch den Kopf neigte und ihm offenbarte. "Nun ich gestehe, du bringst mich zu sehr durcheinander, als das ich noch vernünftig handeln kann...." "Oh...beruhigend zu hören...aber keine Sorge...du hast dieselbe betörende Wirkung auf mich..." Zeigefinger und Mittelfinger seiner rechten Hand zogen verspielte Schlangenlinien über ihre Wangen, weiter zu ihrem Hals, über die Schulter, stoppten einen Moment, bevor er sie weiter wandern ließ zu ihrer Brust und sich eine Weile dort spielerisch aufhielt, ehe sein Atem unruhiger wurde und seine Hand sich ganz um die leicht kühle, aber weiche, verlockende Brust schloss. Sein Mund näherte sich ihrem linken Ohr. "Nicht nur betörend... nein, du machst mich wahnsinnig", hauchte er ihr ins Ohr und ließ seine Zunge verspielt um ihr Ohrläppchen kreisen.
Ein Schauer jagte den nächsten als Jenny ihn flüstern hörte und seine Zunge sich unaufhaltsam ihren Weg bahnte. Das was schon mehr als sie zu Anfang glaubte, erleben zu dürften. Ein Stöhnen entfuhr ihr, als er ihren Körper näher an sich presste und sie seine ganze Härte spürte. Nicht im geringsten fühlte Jenny sich beklemmt, als er den BH löste und das Teil vor ihren Füßen zu Boden fiel. Sie ignorierte das Ziehen in ihrer Schulter, genoss, wie er sie ansah, und es freute sie, welche Wirkung ihr Körper auf ihn erzielte. Mit steigender kribbelnder Erregung verfolgte sie die Berührung seiner Finger von ihrer Wange hinunter auf die Brüste. Ihr Atem stockte, als er sie umschloss und für einen Moment war sie nicht in der Lage zu handeln, sondern gab sich nur diesem Gefühl hin. Die freie Hand ließ er sanft über ihren Rücken streichen. Seine Zunge wanderte an ihrem Hals entlang und wieder zurück zu ihrem Ohr. Unerwartet plötzlich griff er fester zu, drückte sie enger an sich und seine Lippen lösten sich von ihren Läppchen, näherten sich wieder ihren Lippen und Jenny schloss automatisch die Augen. Die seinigen spielten mit ihren, sogen sie zwischen seine ein, ließen sie wieder frei, drängte seine Zunge schließlich in sie. Seine stetig stärker werdende Leidenschaft übertrug sich auf seinen Körper und er zwang sie sanft bestimmend nach hinten, bis sie die Wand neben einem Regal erreicht hatten und er sie gegen die kühle Wand drückte. Seine Hände machten sich selbständig und begannen ihren Körper zu erforschen. "Hab ich dir schon jemals gesagt, wie sehr ich dich begehre?", presste er fast schon außer Atem hervor, während sich in seinen Augen ein geheimnisvoll, glücklicher Glanz ausbreitete. Kurzzeitig wie gelähmt durch die aufkommende Wildheit fuhr Jenny leicht zusammen als sie plötzlich die kalte Wand im Rücken spürte. Doch anstatt sich davon einschüchtern zu lassen, verflog nun gänzlich ihre bisherige Zurückhaltung, und während sie ihn zu ihrer Verwunderung sprechen hörte und sich der überschlagenden Gefühle seiner Berührungen kaum noch erwehren konnte, krallten sich ihre Finger in seine Lenden, schoben sich tiefer nach unten, immer weiter hinein in die Hose. Mit einem Kopfschütteln und einem mehr gehauchtem "Nein, aber ich kann es fühlen" biss sie ihm verführerisch in die Lippe und nutzte den Überraschungseffekt, um sich aus seiner Umklammerung zu lösen. Mit einer geschickten Bewegung stand sie plötzlich vor ihm und drängte ihn mit dem Rücken gegen die Wand. Nun waren ihre Hände überall.
Ein wenig überrascht zuckte Giles zurück. Ehe er es sich versah, übernahm sie wieder die Kontrolle und er befand sich an der Wand, die überraschend kühl, jedoch nicht sonderlich ernüchternd war. Er genoss jede Berührung und hinderte sie nicht an der Führungsübernahme. Seine Nackenhärchen stellten sich auf als ihre Finger über seine Brust glitten. Als sie weiter nach unten wanderten, kurz vor dem Ansatz verharrten, stützte er den Kopf gegen die Wand und vor Erwartung lief ein Zittern durch seinen Körper. Diesmal war er es, der ihr mit einem leisen Stöhnen antwortete. Für einen kurzen Moment lehnte er seinen Kopf mit geschlossenen Augen nach hinten, ehe er sie wieder ansah und mit einem wissenden Blick ihre Bemerkung quittierte.
Genüsslich registrierte Jenny die sich aufstellenden Härchen unter ihren wandernden Fingern und als sie fast den Mittelpunkt erreichte, bremste sie und presste ihren Körper wieder gegen den seinen. Sie wollte ihn und er wollte sie. Oh ja, sie begehrten sich beide mehr denn je und wenn sie so weiter miteinander spielten, würde wohl keiner mehr eine Garantie übernehmen können. Zärtlich, geschmeidig ließ sie die Fingernägel über seine Brust nach unten gleiten. Verspielt zupfte sie sich an der zum Bauchnabel führenden Haarspur immer tiefer und fuhr dieses Mal bewusster denn je in den Hosenbund. Langsam begann sie, die Hose Stück für Stück nach unten zu streifen, wobei ihre Handflächen gemächlich sanft über seine Oberschenkel fuhren. Sich ganz und gar dieser Aufgabe widmend ging Jenny vor ihm in die Hocke, um dann langsam mit den Händen wieder nach oben zu streichen.
Schon fast schmerzhaft musste Giles hinnehmen, dass sie trotz der überraschend zärtlichen Berührung seinem sehnsüchtigen Verlangen noch nicht nachgab und eine ganz andere Richtung einschlug. Sein Blick folgte ihr, als sie kurz vor ihm in die Knie ging. Er schluckte hart, als ihre Hände zurück wanderten. Erwartung machte sich in ihm breit, doch auch diesmal trieb sie ihr Spiel und kurz bevor er sich sicher war, sie würde Ernst machen, hielt sie an, drängte sich gegen ihn. Erneut spürte Jenny seine feste Erregung und mit einem leidenschaftlichen, ungestümen Kuss erreichte sie ihr erstes Ziel und ihre Hand eroberte alles. Sie wollten sich beide und es war nur noch eine Frage der Zeit, wann es soweit sein würde. Selbst außer Atem wanderten Jennys Lippen weiter, um dann wieder zu seinem Ohr zu gelangen. Während sie sanft ihre Zunge spielen ließ, massierten ihre Finger die durch die Shorts noch verdeckten Stellen. Giles schloss erneut die Augen, den Kopf hart gegen die Wand gepresst, als ihre Lippen seinen Hals erkundeten und ihn ihr leichtes Saugen noch mehr betörte. Und da waren auch schon wieder ihre Finger die ihn weitertrieben und seine Erregung fast unerträglich werden ließen. Seine Hände wanderten auf ihre Schultern, suchten ihren Weg, kamen auf ihren Brüsten zum Ruhen und massierten sie mit leichtem Druck, ohne Hast, schließlich hatten sie den Rest der Nacht für sich alleine. Sanft fingen seine Daumen an zu kreisen und was die Kühle des Raumes nicht bewirkte, löste er aus.
Stöhnend ließ Jenny mit geschlossenen Augen den Kopf in den Nacken fallen und genoss in vollen Zügen jede einzelne Berührung. Für seine eigene Aussage aus der Übung zu sein, verstand er sein Handwerk allerdings ausgezeichnet, und Jenny war kaum in der Lage den Atem gleichmäßig zu halten. Sie spürte das sich schmerzlich betörende Verhärten ihrer Brustwarzen unter seinen unbeschreiblich zärtlichen Fingern und die Erregung schoss förmlich durch ihren Körper, prickelte bis zu den Fußsohlen und zurück in ihren Schoß.
Zufrieden nahm Giles ihre Reaktion in sich auf, genoss es, dass sie genoss. Seine sanfte Bewegung wurde eine Spur fester und mit erneut aufkommender Lust spürte er unter seiner massierenden Bewegung ihre Verhärtung und war sich sicher, diesmal den Spieß ein wenig umgedreht zu haben, sie an den Rand des Wahnsinns getrieben, ihre Erwartung nach oben geschraubt zu haben und sie auf mehr hoffen zu lassen.
Oh ja und Jenny begehrte ihn. Mehr als sie das je bei einem Mann für möglich hielt. Mehr als sie bisher überhaupt glaubte nehmen und geben zu wollen. Es schien fast als hätte alles so kommen sollen, damit sie sich auf diesem Wege fanden und die Leidenschaft miteinander ausleben durften. Verleitet durch einen erneuten Schauer, der sie von Kopf bis Fuß durchzog, schmiegte sie sich Halt suchend an ihn, ihre Hand vergrub sich fest, zärtlich in seinen Shorts und verlagerte alle Empfindungen in den Druck ihrer Finger. Dann presste sie ihren Körper wieder fest gegen seinen, ließ eine Hand auf sein Gesäß wandern, die andere über den Rücken in den Nacken, wo sich ihre Finger massierend vergruben, und schmiegte gleichzeitig ihr rechtes Bein fest um ihn.
Er zog seine Hände zurück, als sie ihren Körper an den seinen drängte, ihre Hand ihrerseits dafür sorgte, dass seine Verhärtung fast schmerzhaft ihn daran erinnerte, wie sehr er sie begehrte. Egal wie schnell es zwischen ihnen ging, egal was der Auslöser dafür war und egal, wer sich hinterher welches Urteil darüber bilden wollte, für ihn gab es im Augenblick nur sie. Sie und ihn und ihre Leidenschaft. Plötzlich war ihre Hand auch schon wieder auf Wanderschaft und das Spiel erregte ihn, auch wenn es langsam ein wenig seinen Reiz verlor, denn er wollte mehr, er wollte alles.
Vorsichtig drehte er seinen Kopf, so dass ihre Finger in seinem Nacken automatisch mehr Druck ausübten, und als sie sich gegen seinen Unterleib rieb, war es diesmal er, der ein lauteres Stöhnen, fast schon wohliges Brummen über die Lippen entweichen ließ. Mit beiden Händen auf ihrem Gesäß drückte er sie noch enger an sich, erwiderte ihre Bewegung und vernahm erstaunt... "Zeig mir wer du wirklich bist. Lass es mich spüren. Lass uns einfach Zeit und Raum vergessen..." ...Oh ja, er würde es ihr zeigen, sie spüren lassen. Darüber musste sie sich sicher keine Sorgen machen. Schließlich kannte er diese nagende, fressende Leidenschaft nur zu gut und er wusste, dass sie beide es kannten. Womöglich lebte es schon immer in ihnen, aber erst jetzt durch die vergangene Macht eines Dämons, für ihn wieder und für sie neu erlebt, brach es aus ihnen heraus.
Nach einem zärtlichen Biss in sein Ohrläppchen, was ein geheimnisvolles Lächeln auf seine Lippen zauberte, drückte Jenny sich langsam von ihm weg und trat ein paar Schritte zurück bis sie ihren weichen, flauschigen Teppich unter den Füßen wahrnahm. Es kam ihr selbst schon fast wie eine Marter vor seine Haut nicht mehr zu spüren, aber genau das steigerte das Lustempfinden um so mehr und sie wusste, welche Wirkung sie nicht nur bei sich damit erzielte. Ihre Brust hob sich beim Atmen durch die unübersehbare Erregung heftiger. In ihren Augen lag unendlich viel Zärtlichkeit gepaart mit purer Lust und ungeduldiger Erwartung.
Giles bewegte sich nicht von der Wand weg, beobachtete ihren Gang bis zu dem Teppichboden und alles in ihm schrie nach ihr. Als sie dazu auch noch, mehr als provokativ, begann sich langsam und aufreizend vor ihm restlich zu entkleiden, glaubte er den Verstand zu verlieren. Er begehrte sie in diesem Augenblick mehr denn je.
Mit einem verführerischen Grinsen fuhr Jenny sich bedacht langsam mit der Zunge über die Lippen und streifte dann vor seinen Augen langsam die Hose über die Hüften nach unten. Während des Auskleidens behielt sie Giles wohlweißlich im Auge und ihr Blick glitt fast schon ein wenig gierig über seinen Körper. Insgeheim musste sie anerkennend feststellen, dass er für sein Alter eine ausgesprochen gute und vor allem attraktive Figur bot. Nicht umsonst lechzte und verzehrte sich ihr Körper so sehr nach ihm. Als ihre Hose immer weiter nach unten rutschte, ließ er seinen Blick lüstern über ihren nackten Körper wandern, völlig zufrieden mit dem was sich ihm bot. Und als er mit leichtem Erstaunen und einem Schmunzeln ihren Tanga entdeckte, weit aus erotischer als seine karierten Boxershorts, forderte sie ihn auch schon auf, seinen Beobachterposten zu verlassen.
Den Kopf schmunzelnd zur Seite geneigt, streckte Jenny ihm ihre Hand auffordernd entgegen. "Komm hol dir was du begehrst..." Das musste sie ihm nun wirklich nicht zweimal sagen und er war schneller bei ihr, als sie den Satz zu Ende gesprochen hatte, zog sie an der ausgestreckten Hand wieder an sich und blickte ihr für einen langen Moment tief in die Augen. An soviel Zärtlichkeit, soviel Nähe hatte er nicht im Traum zu hoffen gewagt, so dass er ihr dafür auf ganz liebevolle Weise danken wollte. Nur keine Eile, nur keine Hast. Er war vielleicht ein wenig aus der Übung, aber noch wusste er, was Frauen wollten.
Freudig ließ Jenny sich an ihn ziehen, als er ihre Hand ergriff. Der strahlende Ausdruck, den sie in seinen Augen erblickte, machte sie froh. Er war zufrieden, sie war zufrieden, mehr hatte sie nicht gewollt. Mit einem kleinen Lächeln im Gesicht hörte sie ihn sagen. "Du bist wunderschön und ziemlich erstaunlich... hat dir das schon mal jemand gesagt?" und antwortete nur mit einem leichten Schulterzucken. Ja sie hatte es schon oft gehört, aber noch nie auf diese Art und Weise, noch nie so ehrlich wie aus seinem Mund. Es schmeichelte ihr und machte sich zu all den anderen erregenden Empfindungen als schönes, warmes Gefühl in ihrer Magengegend breit.
Nicht das Giles wirklich eine Antwort auf seine Frage hören wollte. Er konnte sicher alles ertragen nur nicht ihm Moment den Gedanken daran, dass die Jahre davor, in denen sie sich leider nie begegnet waren, andere Männer ähnliches genossen hatten. Wobei er auch wusste das dieser Gedanke unfair war, denn schließlich kannte er den Auslöser, der dem Geschehen voraus ging und er dagegen viel mehr davon wusste. Daher löste er seinen Blick von ihren Augen, ließ ihn an ihrem Körper mit einem Lächeln hinab wandern und sah dann zurück. Seine Hände ruhten wieder auf ihrem Gesäß, drückten sie plötzlich derber an sich und während seine Lippen ihre suchten, zwang er sie mit sich langsam auf den Teppich in die Knie. Es hatte etwas für sich, die Vorstellung, sie hier gleich und sofort zu nehmen, auch wenn er sehr misstrauisch auf das Knacken seiner lädierten Knochen lauschte und hoffte, dass sie es beide heil überstehen würden. Als Giles das Weiche und Warme des Teppichs auf seiner Haut spürte, löste er sich von Jenny und zwang sie weiter, so dass sie keine andere Wahl hatte und sich mehr oder weniger freiwillig mit ihm auf dem Teppich ablegen musste. In der nächsten Sekunde war er an ihrer Seite, halb abgestützt, lächelte sie zärtlich, verträumt an, ehe er seinen Kopf senkte und spielerisch mit seiner Zunge über ihre Brust fuhr, sich an ihrer Brustwarze für einen Moment zärtlich umkreisend aufhielt, wobei sich seine freie Hand langsam sanft und doch drängend zwischen ihre Schenkel schob.
Jenny registrierte seinen liebevoll, musternden Blick und genoss es als er sie wieder fester an sich zog. Ihr Körper hatte sich die wenigen Sekunden gerade eben fast schon einsam gefühlt. Doch was hatte er nun vor? Zunächst etwas widerwillig ließ sie es geschehen, dass er sie mit sich auf den Boden zog. Der Gedanke hier und jetzt...? Zunächst verwirrend und gleichzeitig interessant, eine erregende Vorstellung. Und als Jenny die weiche Wolle des Teppichs auf ihrer Haut spürte, empfand sie diesen Platz besser als wohl jeden anderen im Raum. Dann als er neben ihr war und sie wieder mit diesem so uneingeschränkt, liebevollen Blick ansah, wollte sie nicht die Augen schließen. Sie wollte ihn sehen, ihn beobachten. Doch da plötzlich senkte er den Kopf. Ihre Finger vergruben sich stöhnend in den Teppich als er seine Zunge spielen ließ und sie seine Hand zwischen sich spürte. Heiße Glut stieg in ihr auf. Genießerisch schloss sie nun doch die Augen und konnte ein wollüstiges Stöhnen nicht unterdrücken. Fast schon ohnmächtig durch diese Berührung zog sie automatisch ein Bein an und drehte sich abrupt zu ihm, so dass er mit einem gekonnten Schubs nun unter ihr lag. Ihre Haare fielen über ihren Kopf als sie sich zuerst leicht abgestützt und dann in Schlangenbewegung über ihn beugte.
Jennys plötzliche Bewegung überraschte Giles so sehr, dass er tatsächlich den Halt verlor. Ehe er es sich versah, lag er mit dem Rücken auf dem kuscheligen Teppich und sie saß auf ihm. Und das, obwohl er doch viel mehr mit ihr vorgehabt hatte. Doch lächelte er sie erwartungsvoll an. Das Haar kitzelte angenehm auf seiner Haut, als sich ihr Kopf über ihn beugte und seine Hände vergruben sich darin. Während er sanft damit spielte, wanderten ihre Lippen ein wenig tiefer und er schloss genüsslich die Augen, als sie nun ihrerseits mit seinen Brustwarzen spielte. Er ließ sich fallen, gab sich dem Gefühl ganz hin, spürte wie schmerzhaft und doch erregend sie sich verhärteten und als er glaubte, das Gefühl würde ihn wahnsinnig machen, wanderte sie weiter über seinen Bauch nach unten. Vor Erwartung kribbelte es ihn am ganzen Körper und noch konnten seine Hände mit ihrem Haar spielen, doch bei einem weiteren Rutsch tiefer, würde er nachgeben müssen. Der auch prompt folgte und seine Hände rutschten ab, verkrampften sich im Teppich. Gleichzeitig glitten ihre Fingernägel sanft kratzend an seinen Seiten bis über die Hüften wo sie den Bund der Shorts erreichten. Bestimmend zog sie daran und zwang ihn sich ein Stück vom Boden zu erheben. Dann streifte sie die Shorts ohne zu zögern einfach nach unten. An seinen Füßen hockend betrachtete sie ihn stumm. Willig ließ er sich führen, half ihr ein wenig ihn von dem letzten Kleidungsstück zu befreien und war voller freudiger Erwartung, was sie noch mit ihm anzustellen gedachte. Als nichts geschah, hob Giles ein wenig den Kopf und sah sie vor sich sitzen, ertappte sie dabei wie sie ihn einfach heimlich betrachtete. Das gefiel ihm irgendwie, denn es war beruhigend zu wissen, dass sie keineswegs enttäuscht von dem war, was sie sah. Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln und als sie sich auf ihn zu bewegte, machte er es sich wieder auf dem Teppich gemütlich, erwartete ihre Berührung mit Vorfreude. Langsam begann Jenny bis zu den Innenseiten seiner Oberschenkel nach oben zu krabbeln, wobei sie ihm ein Stöhnen nach dem anderen entlockte und ihm wirklich alle Sinne raubte. Ihre Zunge zog immer kleinere Kreise und die Zähne ließen kaum ein Haar unberührt. Erst nach einer ganzen Weile schob sie sich wieder zu ihm hinauf und ließ sich vorsichtig auf ihn sinken. Es war schon fast Enttäuschung, die sich in ihm breit machte, als sie sich für einem Moment zurückzog und er kurz darauf doch ihr Gewicht auf sich spürte. Noch mit geschlossenen Augen flüsterte er kaum hörbar ein "Bitte, mach weiter" zu. Doch da trafen ihn schon ihre Lippen. Er ließ bereitwillig ihre Zunge zwischen seine Lippen gleiten und erwiderte die Leidenschaft, während seine Hände sanft über ihren Rücken strichen.
Alles in Jenny schrie nach ihm und als sich ihre Hände wirr in seinem Haar verfingen, war es ihr Becken was sich bereitwillig auf seinem Schoß niederlegte und ihre flüsternde Stimme die ihm gestand. "Oh Gott... Ich will dich, wie ich zuvor noch nie jemand gewollt habe. Ist es Wirklichkeit oder ein Traum?" Sein Becken hob sich fast automatisch dem ihrigen entgegen und leicht verwundert sah er sie an, als sie ein wenig Angst ausdrückte. Wobei er sich jedoch insgeheim die selbe Frage stellte? War das auch wirklich nicht nur ein Traum? Erlebten sie zwei das wirklich und vor allem waren sie das und nicht irgend ein dämonisches Trugbild? Doch das wollte er jetzt nicht herausfinden. Viel zu schön und real war das Ganze. Er sah sie aufmerksam an, während seine Hände noch immer ihren Körper liebkosten und versuchte ihr die Sorge zu nehmen. Er war offensichtlich nicht der Einzige, hier im Raum, dessen Gefühle Achterbahn fuhren. Jenny konnte die unterschwellige Angst in sich nicht verbergen, zu groß war noch die Verwirrung in ihr. Und dummerweise in dem Moment, wo es am schönsten war, wo es eigentlich gar keinen Grund für Zweifel gab, da musste es sie befallen. Als sie ihn jedoch antworten hörte, wusste sie wie töricht diese dumme Angst war. Das Vorher war vorbei und nur das Jetzt zählte.
"Es ist kein Traum, keine Sorge." Er versuchte sich zu bewegen. "Es ist ... wundervoll real... und auch ich begehre dich mehr als alles andere auf dieser Welt, mehr als ich es je zu denken vermocht hätte." Der Versuch sich aufzurichten blieb bei diesem, also schlang er einfach ein Bein um sie, griff mit einem Arm um ihre Taille und zwang sie mit sich eine unfreiwillige Drehung zu machen, so dass sie wieder unter ihm lag. Er löste sich von ihr und seine Hand wanderte über ihre Brust, an ihrer Seite nach unten, hielt an ihrem kleinen Textilteil an und fand es an der Zeit, so spärlich es war, dass sie sich doch seiner entledigen sollte. Dann fuhr er mit beiden Zeigefingern sanft unter den schmalen Bund, zog mit einem fragenden, schon fast anzüglichen Grinsen etwas daran, um ihre Mithilfe zu erzwingen und streifte es schließlich sanft, genüsslich langsam von ihr ab.
Seine Worte beruhigten Jenny sofort wieder und mit geschlossenen Augen nahm sie diesen Augenblick noch einmal bewusst in sich auf. Sie nahm den Duft ihrer verschwitzten Körper wahr, die angenehme Wärme die von ihnen beiden ausging, seine weiche Haut unter ihren Fingern und die sanfte Berührung seiner Lippen. Während Jenny wünschte das dieser Augenblick nie vergehen möge, bemerkte sie wie sich sein Arm um sie legte und beide plötzlich die Seite gewechselt hatten. Verwundert lächelte sie ihn an und ihr stockte der Atem als sie spürte, was er tat. Ein erwartungsvolles Prickeln ergriff ihren ganzen Körper als seine Finger zärtlich über ihre Brüste glitten. Desto tiefer er kam, um so wärmer wurde es. Oh, sie merkte dass er diese Prozedur genoss und quittierte ihm sein Grinsen mit einem verführerischen Lächeln. Dem Prickeln wich ein langsam, stetiger werdendes Zittern, als sie ihn leise hörte und nur erahnen konnte, was nun folgte. "Ich... es ist das erste Mal seit langem, dass ich mich so wohl, so verbunden fühle", flüsterte Giles, während er sie zärtlich zwischen ihre Brüste küsste und ihr dann sanft mit der Zunge über den Bauch fuhr, weiter nach unten wanderte, eine Weile ihren Bauchnabel umkreiste und immer mutiger tiefer rutschte. Leicht küsst er ihre Wölbung und fuhr noch weiter, ließ sich Zeit bis er ihre Mitte erreichte und alles daran setzte, ihr mit einem kleinen Höhepunkt einen Vorgeschmack auf den "Hauptgang" zu geben, nachdem sich ihre "Vorspeise" langsam dem Ende näherte... Sacht fuhren ihre Hände in sein Haar. Ihrem Hals entfuhr nur ein leises, gehauchte "Oh ich weiß...," als sie auch schon seine Zunge auf sich fühlte und alles in ihr zum Kochen brachte. Desto weiter er sich bewegte, um so heißer und wohliger wurde es. Himmel, was tat er? Fast allen Sinnen beraubt, entwich ihr ein lautes Stöhnen und ihre Finger krallten sich in die Fasern des Teppichs. Zitternd bewegte sie sich leicht. Kein klarer Gedanke konnte sich mehr in ihr formen und während ihr ganzer Körper kurz vor dem explodieren stand, war es als ziehe eine kleine schwingende Welle durch sie.
Giles spürte unter seinen Händen ihre Anspannung, das Zittern, das durch ihren Körper lief, und ließ sich davon nicht beirren, ließ sich nicht stoppen - konzentrierte sich nur auf sein Ziel. Krampfhaft, allen Willen zusammen nehmend, entzog Jenny sich kurz vor der Explosion ein kleines Stück seiner Berührung. Alles an ihr zitterte, ihre Mundwinkel zuckten und die Nasenflügel vibrierten. Er sah hoch und erstaunt zu ihr. Für einen kleinen Moment hatte er fast Angst etwas falsch gemacht zu haben, einen Schritt zu weit gegangen zu sein. Doch als er das Strahlen in ihren Augen entdeckte, wusste er, dass er sich täuschte. Im Gegenteil sie wollte mehr. Aber ihre Augen verrieten: nicht so und nicht ohne ihn.
Zärtlich glitten Jennys Hände auf Giles Rücken nach vorn gewandt abwärts. Und als sie fand, wonach sie suchte, bemerkte sie dass es nichts zu tun gab, dass er genauso darauf lauerte wie sie. Dass es kein Zurück mehr geben würde. Dass sie ihm haltlos verfiel und keine Macht der Welt sie noch retten konnte. Sehnsüchtig öffnete sie langsam die Beine und hob ihm das Becken ein Stück entgegen. Fast schon flehend blickte sie ihn an, als ihre Hände auf seine Lenden wanderten und begannen einen sanften Druck auszuüben. Ihr Mund öffnete sich einen Spalt und sie wollte etwas sagen, doch kein Wort, keine Geste vermochte in diesem Moment auszudrücken, was sie fühlte, denn sie wollte nur eins, ihn.
Er kam zurück, über sie gestützt und blickte ihr zärtlich, fast schon fragend in die Augen, als ihre Hände über seinen und von seinem Körper glitten, ihren Weg suchten und am Ziel mit ihrer Berührung einen kleinen elektrisierenden Schlag durch seinen Körper jagte. Er wurde, sofern das ging, noch eine Spur härter und er wollte sie - jetzt! Ein Moment, der für sie beide sicher fast an die Grenze des Erträglichen ging, sah er sie nur an, ehe er sanft ihre Hände von sich schob und sich noch stützend mit seinem Becken auf ihres sinken ließ, für eine kleine Weile nichts tat, als nur ihre Wärme zu genießen und sie genüsslich anzugrinsen. Dann langsam rieb er zunächst nur seinen Unterleib an ihr bevor ein letzter Blick 'sind wir uns sicher' zu fragen schien. Langsam hob sich sein Becken wieder ein Stück und sanft, ohne Hast drang er dann plötzlich in sie ein, bedacht ihr nicht im geringsten weh zu tun, auch wenn es ihn ziemliche Überwindung kostete sich zu zügeln. Als das Ziel erreicht war, sein Becken sich auf ihres legte, strich er ihr eine einzelne wilde Haarsträhne aus dem Gesicht und wünschte sich dieser Moment würde nie enden. Würde ewig andauern. Er zog seine Hand zurück, stützte sich auf seinen Händen neben ihrem Kopf ab und während seine Lippen sich ihren näherten, sie zärtlich darauf küssten, flüsterte er ihr ein atemloses "Ich brauche dich" entgegen und stieß sanft zu, suchte ihren gemeinsamen Rhythmus, wurde ein wenig schneller. Doch noch immer hielt er sich zurück, genoss die kleinen, elektrisierenden und prickelnden Erregungswellen, die durch die Bewegung in seinen Körper explodierten und seine Atmung beschleunigten.
Obwohl alles viel zu schnell ging und Jenny sich nach den letzten Geschehnissen mehr denn je bewusst war, wie wenig sie doch im Grunde voneinander wussten und sie sich getrieben durch ihre Leidenschaft selbst nicht wieder erkannte, lechzte alles in ihr nach ihm. Es zählte nur das Jetzt, das Hier, nichts weiter und als sie seinen Unterleib auf dem ihren spürte, überkam sie wieder diese heiße Glut, die alle Sinne benebelte. Sie fühlte seine Schwere auf sich, genoss die Wärme ihrer Körper und das erwartungsvolle Prickeln unter der Haut. Die knisternde Spannung, die zwischen ihnen herrschte und nur noch einen Funken bis zu Entladung brauchte. Mit einem sanften Lächeln verscheuchte sie seinen fragenden Blick nach der Richtigkeit ihres Handelns und als sie es kaum noch erwarten konnte, ihn erneut berühren wollte, konnte sie ihn plötzlich spüren. Berauschend, hart und sanft. Alles verlor auf einmal an Bedeutung und es zählte nur der Augenblick, den sie am liebsten für immer einfangen wollte. Ihre Hände wanderten zurück auf seinen Rücken, fuhren erst streichelnd darüber und begannen sich dann langsam stetig mit jeder weiteren Bewegung fester in ihn zu krallen. Ihr Herz raste und sie spürte seinen warmen Atem im Gesicht, als er sich zu ihr beugte, ihre Lippen sich zärtlich berührten und sie die Worte hörte, nach denen sie sich so sehnte, die sie selbst jedoch nicht traute auszusprechen. Ein glühender Schauer durchzog sie und ein leiser Schrei entwich ihrer Kehle, als er etwas tiefer in sie eindrang, ihr die Sinne raubte und sie willenlos machte. Eine schaurig schöne Welle der Erregung jagte die nächste, brachte ihren Körper zum beben und ihren Geist zum fliegen. Immer mehr gab sie sich dem Gleichklang der Bewegungen hin und ein Zittern klang in ihrer Stimme als sie ihm kaum hörbar ins Ohr flüsterte. "Wieso erst jetzt... wieso erst nach alle d...?", aber diese Frage erstarb halb ausgesprochen auf ihren Lippen und endete in einem genüsslichen Stöhnen. Lustvoll schmiegte sie ein Bein fester um seinen Körper, zwang ihn derber, fordernder zu werden. Mit einem Blick signalisierte sie ihm, dass es erst der Anfang war, als sich ihre Finger schon wieder in sein Fleisch vergruben und sie begann kurzeitig den Rhythmus zu bestimmen.
Das Zittern in Jennys Stimme verriet ihm, wie sehr sie stimuliert war, wie weit er ihr bereits die Sinne geraubt hatte als sie ihm ins Ohr hauchte. Eine wohlige Gänsehaut wanderte über seinen Rücken, bei der Bedeutung ihrer Worte und durch ihren warmen Atem, der sanft über seine Haut streifte. Ihr genüssliches Stöhnen, das folgte, lockte ein kleines Lächeln auf sein Gesicht, und ließ ihn ein wenig in der Bewegung schneller werden, doch noch immer sanft und nichts fordernd. Er überließ es ganz ihr ihm ein Zeichen zu geben, sofern sie für die nächste Runde bereit war, wenn sie ihn drängender und schneller verlangte. Ihn überraschte selbst, wie viel Zärtlichkeit er nach so langer Zeit der Einsamkeit und Zurückgezogenheit geben konnte, wie viel Rücksichtnahme und Gefühl in allem lag, das er ihr im Moment gab. Ihr Bein schloss sich um seine Hüfte, fest und fordernd, das er als Zeichen auffasste und mit einem Blick in ihre Augen, sah er so viel Zärtlichkeit, Lust und Begehren, dass Giles sich nicht ein zweites Mal bitten ließ. Seine Bewegungen blieben rhythmisch, passten sich ihren an. Er stieß nur hin und wieder etwas fester zu, nicht zu viel, nur so weit, dass es sie nach mehr verlangen ließ, den Punkt ein wenig hinauszögerte und ihre eng aneinander gepressten Körper das Lustempfinden steigern ließ. Sein Atem ging schneller, seine Augen fixierten ruhig nach wie vor ohne Scheu die ihren und ein glücklicher Glanz schlich sich in seinen Blick. Als Jennys Finger sich erneut in seinem Rücken verkrampften, warf Giles automatisch den Kopf in den Nacken, gefolgt von einem unterdrückten Stöhnen, zum einen der heftigen Reaktion ihrerseits wegen zum andern, weil es ihm kurzzeitig den Verstand raubte. Er wurde nun doch heftiger, ließ sich aus dem Rhythmus bringen, um derber zuzustoßen, nur um augenblicklich wieder die Kontrolle zu gewinnen, sich drosselte und nicht umhin kam sie ein wenig herausfordernd anzugrinsen, obwohl es auch für ihn fast schon eine Qual war, den Moment so hinauszuzögern.
Es bedurfte keiner Worte um einander gegenseitig zu verstehen, um zu wissen was der andere wollte, fühlte und verlangte. Als Jenny sein Stöhnen vernahm, registrierte sie zufrieden welche Wirkung ihre kleine Körperverlagerung verursachte. Seine darauf folgende Reaktion, ein atemberaubend heftiger Stoß ließ ihren Körper sich ein Stück aufbäumen. Erneut entfuhr ihr ein nicht zu unterdrückender Schrei und sichtlich nach Luft ringend öffnete sie weit die Augen. Die Bewegungen wurden etwas langsamer, doch verriet ihr gegenseitiges Zittern, welcher fast schon schmerzlichen Anspannung sie sich einander aussetzten. Glücklich sah sie in sein Gesicht und entdeckte ein herausforderndes Grinsen, welches sie mit einem verschwörerischen Ausdruck und einem plötzlichen Zusammenziehen ihres Unterleibs quittierte. So überraschend wie sie ihn jedoch festhielt, so überraschend ließ sie sogleich wieder los, denn sie wusste wie schön und gleichzeitig gefährlich diese Art von Spiel sein konnte. Doch sie wollte noch nicht, dass es so weit kam, wollte es ganz und gar auskosten. Ihn und sich bis an die Grenze des kaum noch Möglichen treiben. Sie wollte das sie beide diese Nacht, egal was geschah, nie vergessen würden. Aus diesem Grund zog sie ihre Hände von seinem Rücken und nutzte die damit überrascht verursachte Gefühlswelle, um sich etwas unter ihm zu befreien. Auf Grund seines Gewichtes schaffte sie es jedoch nur ein Stück und fühlte ihn noch immer erregend zwischen den Beinen. Alles was sie im Moment tat, egal wie sie oder ihr Körper auf ihn eingingen, es war für ihn eine Befriedigung - es war gut zu wissen, dass sie so intensiv auf ihn reagierte, dass es sie genauso nach ihm, wie es ihn nach ihr verlangte. Für einen Moment raubte sie ihm den Atem, als sie sich zusammenzog, nur um sofort wieder loszulassen. Es war ein kleines, grausames Spiel, das sie mit ihrer gegenseitigen Lust spielten, aber es war ungemein schön und sie befanden sich so unglaublich im Gleichklang, dass es ihm fast ein wenig Angst machte.
Langsam begann Jenny wieder etwas ruhiger zu atmen, sog genüsslich den Geruch ihrer verschwitzten Körper ein und fuhr nach einem zärtlichen Kuss mit den Händen zurück über seinen Rücken tiefer auf sein Gesäß. "Puh... wir sind ganz schön stürmisch", stellte sie mit einem zufriedenen Schmunzeln fest. "...unersättlich..." und mit einem verschmitzten Ausdruck im Gesicht und einem leichten Druck zur Seite signalisierte Jenny ihm den Versuch eines kleinen Stellungswechsels. Verwunderte über ihre plötzliche Unruhe und darüber, dass sie sich mehr von ihm befreite, als ihm lieb war, wurde Giles' Blick fragend. Doch gab sie ihm keine Zeit sich weitere Gedanken zu machen, denn schon trafen ihre Lippen seine und in diesem Kuss lag soviel Zärtlichkeit, dass er sich völlig darin verlor. Zu ihrem Erstaunen musste Jenny feststellen wie ausgezeichnet gut sie, trotz der Torturen der letzten Stunden, beide noch in Form waren und mit welcher erstaunlichen Kondition und Leidenschaft sie sich einander hingaben. Immer mehr drängte sich ihr der Gedanke nach einer Vorherbestimmung auf und sie fragte sich insgeheim, ob es ihm auch so erging.
Giles gab ihrem Drängen nach, als er bemerkte, dass sie wohl nach wie vor Gefallen an ihrem kleinen Spiel hatte und so schnell noch kein Ende finden wollte. Daher gab er sie frei. Er hatte nicht das Geringste dagegen. Was sie hier taten, sich gegenseitig spüren ließen, war einfach zu kostbar, um durch unnötige Hast alles zu verderben. "Unersättlich...uhm...das klingt fast eine Spur eh...", er grinste plötzlich breit. "Uhm, war das jetzt eine Drohung oder mehr ein Versprechen?" So weich der Teppich auch war, so begann es doch ein wenig am Rücken zu reiben. Aus diesem Grund und auch wegen einer kleinen Verschnaufpause rutsche Jenny ein Stück unter Giles hervor und schob sich mit den Ellenbogen nach oben. Schmunzelnd streifte sie eine lose Strähne aus dem Gesicht, berührte zärtlich seine Wange und hob verschwörerisch die Augenbrauen. "Nennen wir es ein drohendes Versprechen, denn so leidenschaftlich und frei wie jetzt hier in diesem Augenblick habe ich mich.... Wahrscheinlich sogar wir beide? ...schon ewig nicht mehr gefühlt", und kaum, dass sie es aussprach, schubste sie ihn schon zur Seite und kullerte sich über ihn. "Wie wahr... Hey", und ehe er es sich versah, rollte er seitlich. Nicht darauf vorbereitet, landete er etwas unsanft auf dem Boden, bekam aber kaum Zeit von ihr zu protestieren, denn da war sie schon über ihm und er wurde sich bewusst, dass er sich dadurch ganz in ihre Hände begab. Jennys Atem und ihr rasendes Herz hatten sich soweit wieder beruhigt, dass sie von neuem beginnen konnte sich ihm ganz und gar zu widmen. Langsam genüsslich begann sie ihn zu küssen, von der Stirn, den Augen, den Mund umkreisend hin zu den Ohrläppchen, wo sie wieder begann am Hals hinab zu knabbern, dann weiter abwärts zu seiner Brust, wo ihre Haare sanft über ihn strichen während ihre Zunge die Brustwarzen umkreisten und immer, immer tiefer bis sie den Mittelpunkt seines Körpers erreichte. Als ihre Hände mir ihr an seinen Seiten nach unten glitten, fand ihr Mund seinen Weg und gab ihm das zurück was er ihr vor wenigen Augenblicken schenkte. Gleichzeitig massierten ihn ihre Daumen sanft und spürten das pulsierende Leben in seinen Lenden. Jede Bewegung, jeden Gesichtszug an Giles nahm sie war und richtete sich ganz nach seinen sichtlichen Wünschen.
Als Jenny sich langsam weiter nach unten vortastete, ergriff ein stärkeres Zittern seinen Körper und er mit stummer Hoffnung darauf hoffte, dass es diesmal nicht nur eine heiße Anmache war und sie sich wieder nur mutig vorwagte, aber nicht zum Ziel kam. Doch die Sorge musste er fast im selben Moment getrost zur Seite schieben, als ihre Lippen ihr Ziel erreichten und er ein erstauntes leises "Oh..." nicht unterdrücken konnte, als durch die Liebkosung elektrisierende, wohlige Schauer von der Spitze aus durch seinen Körper gejagte wurden. Ein immer noch sichtlich erstauntes Keuchen kam über seine Lippen und alles was er tun konnte, war sich entspannt zurückzulehnen und zu genießen. Seinen Atem hatte er schon längst nicht mehr unter Kontrolle, stockend atmete er durch den Mund, seine Brust hob und senkte sich unregelmäßig. Sein Herz schien zu rasen, sein Puls beschleunigte sich und ihre massierenden Hände förderten das Empfinden bis zur Unerträglichkeit. Er hätte sich den Gefühlen, der Erregung völlig hingegeben, kaum sich noch zügeln könnend, doch er wusste, dass es ihr gegenüber alles andere als fair gewesen wäre, nachdem sie selbst auch ihn daran gehindert hatte, ihr alleine den Spaß zu gönnen. Allerdings war er nicht sicher noch länger die Kontrolle über sich zu haben. Er war jedoch nicht in der Lage ihr Einhalt zu gebieten, zu schön waren die verbundenen Empfindungen, zu Nahe war er dem Höhepunkt, um jetzt noch stoppen zu können. Dann -plötzlich- hörte sie einfach auf, als hätte sie gespürte, wie kurz davor er war. Jenny gab ihn frei und schob ihren Körper mit einem leidenschaftlichen Kuss über den seinen. Sanft fordernd rieb sie sich an ihm, ließ ihn ihre erneut aufkommende, warme Glut spüren und flüsterte ihm leise, zärtlich ins Ohr. "Ich schwöre dir, du wirst diese Nacht nicht vergessen, wir werden sie nicht vergessen. Das ist unsere Ewigkeit." Dann richtete sie sich langsam auf, wanderte mit den Händen streichelnd über seinen Bauchnabel, warf die zerzausten Haare in den Nacken und rutschte auf seinen Schoß. Es war schmerzhaft, es war die reinste Folter und das Keuchen, das er ausstieß war weniger von Lust geprägt, als eher enttäuscht und ein wenig den Schmerz ausdrückend, der von ihm so erregt und verschmäht überhand nahm. Doch da war sie auch schon wieder mit ihrem ganzen, warmen, weichen Körper über ihn, küsste ihn überraschend leidenschaftlich stürmisch, dass ihm keine Zeit blieb, zu protestieren. Das aneinander Reiben ihrer Körper erlöste ihn leicht von dem Druck, der sich auf seinen gesamten Unterleib auszubreiten drohte. Er glaubte ihr jedes Worte, daran bestand nicht der geringste Zweifel und die erst wieder unter Kontrolle gebrachte Atmung machte sich selbständig mit ihrem Aufrichten und gleichzeitig kam der Druck in seinem Unterlieb schmerzhaft zurück. Zu seiner äußersten Erleichterung verschaffte sie ihm etwas Entspannung, als er sie über sich spürte, und sich eine ganz andere doch genauso wohlige Empfindung einstellte, als er erkannte das sie die Führung übernahm. Automatisch drückte sich seine Hüfte ein wenig fester ihrer entgegen, während seine Hände ihr über die Schultern strichen und auf ihren Brüsten zur Ruhe kamen, beide sanft umschlossen und langsam und gefühlvoll zu massieren begannen.
Oh Jenny sah und genoss was sie angerichtet hatte. Sie hatte Giles eindeutig mehr als durcheinander gebracht. Sie machte ihn fast wahnsinnig, nur ein kleiner Ausgleich zudem was er wenige Augenblicke zuvor mit ihr anstellte. Nun waren sie jedoch wieder gleich an der Stelle des Geben und Nehmens, bereit für alles gemeinsame. Genüsslich ließ sie den Kopf in den Nacken fallen, als er sich scheinbar wieder zu entspannen schien und sie seine Hände sanft auf ihren Brüsten spürte. Ein angenehmes, sich steigerndes Prickeln überkam sie und während sie sich langsam auf ihm bewegte, die Härte zwischen seinen Beinen spürte, ließ sie ihm die Möglichkeit ganz langsam und sanft in sie hinein zu gleiten. Ein warmer Schauer schoss durch ihren Körper als sie ihn spürte, trieb es ihr leichte Röte ins Gesicht und einen erregten Glanz in die Augen. Ihre Hände griffen nach den seinen und zogen ihn zu sich nach oben. Schweigend schlang sie die Arme um ihn, fast so als wollte sie ihn nie wieder los lassen. Immer wieder küsste sie ihn sanft und bewegte sich ganz bedacht langsam auf seinem Schoß. Kleine und größere Wellen der Erregung überfluteten sie im Wechsel.
Bereitwillig ließ Giles zu, dass sie seine Hände von sich abstreifte und ihn in die Höhe zog. Während sich ihre Arme um seinen Oberkörper legten und ihre Küsse ihn eindeckten, wanderten seine Hände zu ihrem Gesäß, zog und drängte sie gleichzeitig damit mehr zu sich heran, so dass sie völlig auf seinem Schoss zu sitzen kam. Dann ließ er seine Hände über ihre Oberschenkel zur Seite gleiten, wanderte über den Rücken nach oben und zurück, ehe er sie gerade in dem Moment auf ihren Hüften platzierte, als sie sich sacht und sanft auf ihm zu bewegen begann. Glaubte er noch vor wenigen Minuten, das seine Sinne nicht noch mehr ertragen konnten, so stellten die neuen Empfindungen, die durch seinen Körper jagten, alles in den Schatten, was sie bisher in dieser Nacht mit ihm angestellt hatte.
Mit einem Kuss auf die Nasenspitze gab Jenny ihm zu verstehen wie unendlich glücklich sie sich fühlte. Ihre Augen strahlten, der Raum um sie herum schien sich zu drehen und der Boden zu schwingen. Ihre Sinne waren zu benebelt, um außer ihn und den betörend schönen Gefühlen etwas anderes wahrnehmen zu können. Es bedurfte keiner Zauberei oder Magie und keines Dämons, um diese kleine Welt zu erschaffen. Das schafften sie ganz allein und nichts, niemand konnte diesen Augenblick zerstören.
Giles erkannte in diesem Moment in ihren Augen die selbe Erwartung, die selbe Zufriedenheit und das selbe Glücksgefühle aufblitzen, all die gleichen Empfindungen die auch von ihm Besitz ergriffen hatten und er fühlte sich unendlich glücklich und frei. Immer mehr verfielen sie beide dem Rausch, den berauschenden Gefühlen und dem vertrauten, gemeinsamen Empfinden das von ihnen ausging. Als Jenny langsam begann in ihrem Rhythmus wieder schneller zu werden, heftiger, ließ er seinen Kopf in den Nacken fallen und veränderte seine Position, in dem er sich mit den Armen auf dem Boden abstützte, um sein Becken leicht in die Schräge zu bekommen. Dabei stemmte er sich mit aller Kraft gegen sie, bereit alles zu nehmen, was sie geben wollte. Er fühlte sich zwar etwas dahingegen verunsichert, seiner eigenen Gefühle und seinem eigenen Begehren bewusst, ob sie bereit war, oder ob sie nicht lieber noch weitere Lust auf Spielchen verspürte. Doch gab sie ihm kurz darauf schon selbst die Antwort, als ihre Bewegungen wieder langsamer wurden und ihr Atem sich beruhigte. Noch hatten sie ihre Grenzen nicht erreicht. Gleichzeitig nahm Giles jedoch sehr deutlich wahr, wie viel Überwindung es auch sie kostete, immer wieder abzubremsen, von vorne zu beginnen, den anderen hochzuschaukeln, nur um ihn dann doch wieder fallen zu lassen. Ihre Mundwinkel zuckten nervös in stiller Erwartung als sie sacht mit dem Zeigefinger über seine Lippen fuhr. "Ich bin glücklich, aber ich...ich habe auch Angst..." "Tzsch...das musst du nicht... vertrau mir..." war das einzige, das er atemlos über die Lippen brachte, während sie sich schon wieder darauf konzentrierte ihn zu liebkosen und ihn damit wirklich bald den letzten aller Sinne raubte.
Seine Worte "Vertrau mir..." klangen beruhigend in Jennys Ohr als sie sich ganz und gar in die über sie hereinbrechenden Gefühle fallen ließ. Es gab nur ein Hier und Jetzt, Zeit und Raum zählten nicht mehr. Es tat gut seinen Griff zu spüren, seine festen Arme die diese zwei Worte um so deutlicher unterstrichen. Und sie brauchte diesen Halt mehr denn je als sie begann sich endgültig zu verlieren. Dann beugte sie sich zu ihm herunter, hüllte ihn in einen Berg Haare, küsste zärtlich seine Stirn, seine Augen, seine Lippen und begann wieder langsam den Rhythmus aufzunehmen, nur darauf wartend das er ihn übernahm und weiterführen würde.
All ihre Zärtlichkeit löste ein Prickeln aus, das seine Nackenhärchen aufstellen ließ und als eine leichte Gänsehaut über seinen Rücken weiter wanderte. Giles richtete sich auf, umschloss nun sie mit seinen Armen und vergrub seinen Kopf an ihrer Seite. Zärtlich küsste er vom Ohr ab jeden Zentimeter ihrer Haut bis zu ihrer Schulter und wieder zurück zum Hals. Gleichzeitig genoss er dabei den leichten, salzigen Geschmack auf seinen Lippen als er mutig sanft ein wenig zubiss, sofort aber wieder losließ, um an einer anderen Stelle dasselbe anzustellen. Zwei, drei Mal ehe er sich mit der Linken wieder auf dem Boden abstützte und die Rechte sich fest um ihre schlanke Taille legte. Zitternd kniff Jenny die Augen zusammen, ließ den Kopf in den Nacken fallen und genoss seine Liebkosungen währenddessen ihre Körper sich im Gleichklang bewegten. Kurz zuckte sie merklich zusammen als sie kleine, betörende Bisse an ihrem Hals verspürte und fast gleichzeitig ein heißer Schauer aus ihrem Unterleib nach oben katapultierte wurde. In der verlagerten Position nun fähig sein eigenes Becken in Bewegung zu setzten, ließ Giles sich auf ihren Rhythmus ein, folgte jeder ihrer Bewegung, während er sie mit aller Kraft eng gegen sich presste. Schließlich wurde er ganz von den übertragenen Empfindungen übermannt, stieß ein leises Keuchen aus und übernahm ganz selbstverständlich plötzlich die Bestimmung des Tempos, wurde schneller, drängender. Alles in ihm schrie nach ihr, verlangte endlich den Lohn für ihre gegenseitige Bemühungen.
Heftig stöhnend wand Jenny sich in seinem Arm der sie mit jeder Bewegung fester auf ihn presste. Geleitet durch den schwingenden Rhythmus begann Jenny sich im Gleichklang mit Giles zu bewegen. Immer tiefer, fester, berauschender spürte sie ihn in sich und wurde gefesselt von der durch ihren Körper schießenden Glut. Unaufhaltsam raste ihr Herz, schlug bis zum Hals und hallte in den Ohren wieder. Der Rausch lähmte den Verstand und ermöglichte der Seele schwerelos zu treiben. Alles in ihr drohte zu zerspringen, als ihre Körper sich Schweiß gebadet unaufhaltsam schneller bewegten und beide immer mehr..., als sie gemeinsam alles wollten. Wohlige Schauer jagten durch ihren Körper, brachten ihr Blut zum Kochen und die Haut zum Glühen.
Geleitet durch die Gefühle, durch die Empfindungen, die er schon so lange nicht mehr für und durch einen Menschen gespürt hatte, setzte sein Verstand völlig aus, konzentrierte sich nur auf die Bewegung, darauf sie und sich in dieser Nacht glücklich zu machen. Er wurde heftiger, nicht unbedingt schneller, und als sie sich auf seinen Rhythmus einließ, sich stöhnend in seinen Armen wand, wusste er, dass sie nun endlich genauso weit war wie er, dass sie sich nicht mehr würde zügeln können und ihre beider Körper das Glücksgefühl herbeisehnten. Er stieß nun doch derber, schneller zu und durch ihre Gegenbewegung, fuhren bei jedem Senken seines Beckens erneute, kleine, elektrisierende Schläge durch seinen Körper. Jede Bewegung ließ ein wohliges, prickelndes Kribbeln in seinen Lenden breit werden, das auch von seinem Magen Besitz ergriff, weiter wanderte, seine Brust beinahe zuschnürte und nur eine Erlösung in immer heftiger werdenden Keuchen zu finden schienen. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn, als sie beide im Gleichklang das Tempo anzogen, sein Puls immer heftiger zu Schlagen begann und er sein eigenes Blut in den Ohren rauschen hörte. Seine Hand glitt ein wenig von ihrem Becken, fasste nach, legte all seine Kraft in diesen Griff, um sie so fest es ging noch etwas näher an sich zu binden. Er fühlte die Hitze die von ihrem Körper ausging unter seiner Handfläche, fand jedes ihrer wohligen Seufzer, erregender, glaubte an den Rand des Ertragbaren gestoßen zu sein, nur um festzustellen, dass sein Lustempfinden durchaus noch steigerungsfähiger war. Sein Atem kam nur noch als kurzes, unaufhaltsames Keuchen hervor, verwandelte sich dazwischen immer wieder in angenehmes Stöhnen und als sich plötzlich ihre Finger verkrampften wusste er, dass er sein Ziel fast erreicht hatte. Er musste sich nun nicht mehr zügeln und er wurde ohne Rücksicht wilder, verfiel in einen schnellen, harten Rhythmus mit dem er selbst nicht mehr gerechnet hatte. Sein Körper schrie förmlich nach einer Explosion, denn der mittlerweile auf ihm lastende Druck war einfach unbeschreiblich groß, fast schmerzhaft
Als das Prickeln schier unerträglich wurde, krallten sich Jennys Finger automatisch in seine Oberschenkel. Der heftige Atem wurde von genüsslichem Stöhnen begleitet. Ihre Augenlider zuckten und ihr Kopf wand sich im Nacken. Sie bewegte sich mit ihm im Takt, genoss den zufriedenen Ausdruck in seinem Gesicht und den leichten Schmerz in sich als er immer leidenschaftlicher, derber wurde und er sie genauso nahm wie sie es wollte. Fest schloss sie die Augen, hielt an dem nicht abklingenden Rhythmus fest und gab sich ganz dem sie fast in den Wahnsinn treibenden, prickelnden Gefühl hin. Zitternd vergrub sie stöhnend ihre Finger tiefer in sein Fleisch und ließ all ihre Gefühle auf ihn einfließen, gab ihm für einen Moment mehr als nur das Gefühl eins mit ihr zu sein. Dann plötzlich, als eine angenehme Welle der Befreiung durch sie hindurch jagte und sie ihn mehr denn je fühlen konnte, bäumte sich ihr Körper leicht auf und ein lauter glücklicher Schrei entfuhr ihrem Mund. Die Intensität der Gefühle ließ ihren Körper vibrieren.
Giles spürte sich schneller dem Höhepunkt näher kommen, stieß zwei dreimal fast brutal zu, als sie sich in seinem Griff aufbäumte, einen befreienden Schrei über ihre Lippen entweichen ließ und er selbst spürte, dass er ihr folgen würde. Da war das befreiende, angenehme letzte Anschwellen von ihm in ihr, ein Zucken das von der Spitze aus entstand und in seinen Körper überging. Er spürte umgekehrt die Übertragung seiner ganzen Energie, seines letzten Stoßes durch seinen Körper nach draußen katapultierend in einer unbeschreiblichen Explosion Befreiung finden. Es zuckte ein wenig in seinem Gesicht, seine Lippen zitterten leicht als ein erlöstes Keuchen seiner Kehle entwich und er sich der Hitze, die sich in seinem Körper nun breit machte, bewusst wurde.
Nach einer kleinen Ewigkeit öffnete Jenny atemlos langsam die Augen. Ihr ganzer Körper bebte unkontrolliert durch die sich lösende Anspannung und eine Träne des Glücks kullerte über ihre Wange. Erschöpft öffnete auch Giles die Augen und sah sie an, entdeckte, dass ihr Blick bereits auf ihm ruhte, glücklich, befriedigt und genauso erleichtert wie er. Ein wenig irritierte ihn die einzelne Träne, die über ihre Wange lief und er fragte sich, ob er es ganz allein war der diese Emotionen bei ihr auslöste, was ihn trotz aller versteckten Zweifel gleichzeitig schmeichelte. Erneute Wärme stieg auf, als Jenny nach ihm griff, die Arme um ihn schlang und den Kopf an seiner Schulter verbarg. Er tat es ihr gleich und für einen Augenblick schwieg er, noch von dem letzten Zucken in ihr abgelenkt. Ein leises Schluchzen entfuhr ihr, als sie sich noch fester, enger an ihn schmiegte. Giles lächelte überwältigt, als er sich nach einer ganzen Weile aus ihrer Umarmung befreite, sanft durch ihr Haar fuhr und sie zärtlich auf die Stirn küsste. Obwohl er wünschte ewig so verharren zu können, ließ er sich dann mit einem "Es war das Schönste, was mir bisher widerfuhr" mit im Nacken verschränkten Arme erschöpft nach hinten auf den Boden sinken und genoss, dass sie ihn noch nicht mit ihrem Schoss freigab. Obwohl Jenny ihn nicht los lassen wollte, gab sie ihn jedoch frei und schloss für einen kurzen Moment die Augen, als sie seine Lippen zärtlich auf der Stirn spürte. Glücklich lächelte sie ihn an und sah wie er sich sichtlich erschöpft, aber trotz allem unübersehbar zufrieden zurück sinken ließ und ihr eingestand. "Ich glaube selbst die Worte, dass ich unendlich glücklich bin... drücken nicht aus, was ich im Moment für dich empfinde." Sein Lächeln und diese Worte verursachten wieder eines der warmen Schauer in Jennys Magengegend. Ein sich sicher und geborgen fühlendes Gefühl. Eine sogar noch viel schönere und lang anhaltendere Empfindung als all die erlebte Lust. Dann nachdem Jenny es sich nach ein bisschen bequemer auf seinem Schoß machte und sie zufrieden feststellte, dass er zwar erschöpft aber trotzdem noch recht interessant und anziehend wirkte, rutschte sie langsam in Richtung seiner Füße hinunter. Sie fühlte wie etwas Kleines, Weiches fast wie zum Abschied ihren Oberschenkel streifte und sie erneut etwas durcheinander brachte.
Giles war im Moment einfach nur mit sich und dieser verrückten Welt zufrieden, vielleicht ein wenig erschöpft, auch ein wenig ermüdet, aber rundum glücklich. Leichte Unruhe und neues Leben kam in ihn als Jenny auf ihn hin und her rutschte und dadurch erneute warme Empfindungen durch seinen Körper schickte. Jedoch schließlich dafür sorgte, dass er aus ihr glitt und sie ihn damit frei gab. Diese Trennung hatte fast etwas schmerzliches und erinnerte ihn daran, wie wenig doch für die Ewigkeit war. Er hoffte für sie beide, dass diese Nacht so berauschend wie sie gewesen war, nicht einmalig blieb, dass sich ihre Wege so schnell nicht trennten und sie viele solcher Nächte miteinander verbringen würden. Dass sie beide nicht nur geleitet durch die vorangegangen fürchterlichen Erlebnisse diese einmalige Nacht erlebten. Noch während er versucht war, sich einzureden, dass sein Leben weiterging und es alles gut werden würde und vielleicht auch schon geworden war, machte Jenny es sich bäuchlings auf ihm bequem. Sie kullerte sich sanft auf Giles, verschränkte die Arme auf seiner Brust und legte das Kinn darauf. Schweigend beobachtete sie ihn eine Weile, verlor sich in seinem verträumten Blick und wünschte in diesem Augenblick die Zeit anhalten und die Gewissheit haben zu können, das diese Nacht mehr als nur Leidenschaft beinhaltete. Ihre Finger begannen in seinem Brusthaar zu spielen und sie holte glücklich Luft. "Weiß du, ich möchte dir gern so unendlich viel sagen, was ich empfinde...." Vorsichtig krabbelte Jenny ein Stück zu ihm hinauf, so dass sie näher an seinem Gesicht war. Zärtlich gab sie ihm einen Kuss. "Ich wünsche mir, dass du die Nacht bleibst. Ich möchte deinen Körper neben meinem spüren. Lass mich heute Nacht nicht allein. Das würde ich nicht ertragen." Hatte sie nur im Geringsten eine Ahnung was sie mit diesen Worten in ihm auslöste? Wie unbeschreiblich glücklich sie ihn mit dieser Bitte machte? Noch bis vor wenigen Stunden hatte er sich unendliche Vorhaltungen gemacht und hätte niemals mehr mit so etwas gerechnet geschweige daran gedacht oder darauf zu hoffen gewagt. Doch so grausam das Schicksal auch manchmal war, so sehr konnte es einen doch auch überraschen. Ihr aufmerksamer Blick, der auf ihm ruhte, machte ihn ein wenig unruhig, irritierte ihn auch, wegen der Intensität, die dahinter steckte. Er hatte das Gefühl, ihre dunklen Augen blickten durch ihn hindurch, sahen Dinge, die er selbst nicht zu deuten vermochte. Jedoch war er viel zu sehr von den ganzen verwirrenden Gefühlen abgelenkt, um sich darüber wirklich Gedanken zu machen. Er genoss im Stillen für sich jede noch so winzige Berührung von ihr und fragte sich, warum diese Frau so lange hatte auf sich warten lassen. Warum sie sich erst hier und jetzt über den Weg liefen? Warum so viel Schmerz nötig war, um offensichtlich erst jetzt so spät diese Art von Glück zu finden? Giles lächelte sie ruhig an, während er ihre Wärme und die Schwere ihres Körpers auf seinem auskostete, dann einen Arm unter seinen Kopf hervorzog und sanft ihren Rücken zu massieren begann. "Nichts lieber als das... ich bin froh, dass du mich darum bittest... und ich werde dich auf gar keinen Fall allein lassen, heute nicht und niemals..." Wieder wurde Jenny von einem sehr angenehmen Schauer ergriffen, als er begann über ihren Rücken zu streichen. Genüsslich straffte sie die Schultern und schüttelte die Haare im Nacken. Seine Worte beruhigten sie, gaben ihr Kraft aufzustehen und sich kurz von ihm zu trennen. Langsam richtete sie sich schweigend auf und streckte Giles die Hand entgegen. Für einen Moment betrachtete er sie einfach, ließ die Augen zärtlich über ihren wundervollen Körper gleiten, ehe er die gereichte Hand ergriff und sich mit Schwung erhob. Ein stechender Schmerz im Rücken ließ ihn kurz zurück taumeln und sich gleich wieder fangen. Erst jetzt merkte er wie kaputt und erledigt er war. Die Auseinandersetzung mit Eyghon war nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Auch Jenny fühlte sich müde und geschafft, aber gleichzeitig war sie glücklich und wünschte es könnte ewig so weitergehen. Als sie aber ebenfalls die Erschöpfung ins Giles' Gesicht entdeckte, zog sie ihn einfach mit sich zu einer kleinen Couch. Willenlos ließ er es geschehen, dankbar für die bevorstehende Ruhepause. Kissen und Decke alles lag griffbereit herum. Schweigend kroch Jenny unter die flauschige Wolldecke und machte Platz das Giles sich neben sie legen konnte. Müdigkeit wich dem unbändigen Verlangen und sie fühlte wie ihr Körper allmählich immer schwerer wurde. Die Strapazen des Tages überrannten nun auch sie und selbst wenn sie wollte, konnte sie sich nicht gegen den Schlaf wehren. Schutz suchend wie ein kleines Kind, schmiegte sie sich in Giles' Arm und genoss es, als er sie näher an sich zog.
Kurz kam es Giles vor als wäre es das Natürlichste auf der Welt hier mit ihr zu liegen und kuschelnd einzuschlafen, aber im Grunde wussten sie beide, dass es das nicht war. Vielleicht am Vortag, als sie sich auf dem Schulflur küssten und Jenny ihm mehr Hoffnung machte, als er je zu träumen wagte, da hätte er sich dies unter Umständen vorstellen können, aber so... Giles wusste nicht wie er diese einmalige Nacht beurteilen sollte. Das war alles irgendwie nicht real. Es war zwar wunderschön, aber doch auch gleichzeitig beängstigend. Was würde nach diesem Morgen sein? Und vor allem, würden sie noch immer so füreinander empfinden? Verloren starrte er für einige Sekunden an die Decke, bis Jenny sich noch fester an ihn drängte und er, einer stummen Aufforderung gleich, erneut die ganze Wärme ihres nackten, verführerischen Körpers spüren konnte. Doch schon fühlte er so etwas wie Scham und ein aufsteigendes schlechtes Gewissen fragte ihn, ob er nach diesem schrecklichen Tag, nach all diesen Erkenntnissen, nicht doch ihr und sein Verlangen ausgenutzt hatte. Eine andere Stimme versuchte ihn dahingegen davon zu überzeugen, dass diese Nacht eine Art Halt gewesen war, für sie beide, um das Erlebte zu vergessen, zu verdrängen und zu verschmerzen. Vorsichtig drehte er den Kopf, küsste sie auf die Stirn und bemerkte das sie schon in seinen Armen eingeschlafen war. Trotz bleiender Müdigkeit fiel es ihm dagegen schwer innere Ruhe zu finden. Der Schmerz im Rücken machte ihn fast wahnsinnig und viel zu viele Fragen jagten durch seinen Kopf. War das Ganze Wirklichkeit oder nur ein Trugbild? Was hatte Jenny alles empfunden als sie Eyghon in sich trug? Er hatte sie bis gerade eben gespürt, ihre Leidenschaft und ihre Intensität, aber auch gleichzeitig ihre Angst und Unsicherheit. Was hatte der Dämon ihr angetan, dass sie so förmlich explodierte? Um es zu verstehen versuchte Giles sich an die eigenen Erfahrungen von damals zu erinnern. An den Rausch nach der Beschwörung und an die damit verbundenen Gefühle, von Macht, Erfolg und dem Glauben das einem die Welt zu Füssen läge. Doch es war schon zu lange her und das neu Erlebte, brachte ihn zu durcheinander, um es irgendwie begreifen zu können. Das an diesem Tag war anders als damals, ganz anders, noch leidenschaftlicher, realer und lebendiger. Auf eine Art wünschte er Jenny hätte mit ihm geredet, ihm gesagt was sie empfand, aber anderseits wie sollte sie es besser erklären als mit eigener Leidenschaft. Und hätte er es wirklich hören wollen? Das Grübeln wollte kein Ende nehmen bis auch ihn die Dunkelheit einholte und all die Zweifel, Ängste und Empfinden für wenige Stunden vertrieb.
Warme Sonnenstrahlen fielen durch die breite Fensterfront in Giles' Gesicht und kitzelten ihn munter. Geblendet durch das grelle Licht begann er langsam blinzelnd die Augen zu öffnen. Kurzzeitig überlegte er, wo er sich befand und was geschehen war, als ihn schon ein betäubend heftiger Schmerz im Rücken die Erinnerungen rasch zurück brachte. Schnell schloss er wieder die Augen, atmete ruhig in den Schmerz hinein, lauschte auf ein Zeichen neben sich und hörte gleichzeitig das Rascheln des eigenen Kissens am Ohr. Sein linker Arm fühlte sich taub an, so als hätte eine schwere Last auf ihm gelegen. Vorsichtig begann er sich zu bewegen, bedacht kein Geräusch zu verursachen. Dabei bemerkte er, daß nichts mehr auf ihm lag und er frei war. Erstaunt drehte Giles den Kopf und stellte tief enttäuscht fest, dass das Kissen neben ihm leer war. Er lag allein in die Decke gerollt auf der Couch. Langsam richtete er sich auf, lehnte sich an und versuchte das aufkommende Dröhnen in seinem Kopf zu ignorieren. Gespannt horchte er in die Wohnung hinein. Versuchte ein Geräusch von ihr aufzuschnappen, Schritte, Rascheln oder das Laufen eines Wasserhahnes, aber nichts. Kalte Stille schlug ihm entgegen. Ein ungutes Gefühl beschlich Giles, vernichtete all die zurück gekehrten glücklichen Erinnerungen und die offensichtliche Einsamkeit drohte ihn wie ein ernüchternde Ohrfeige zu treffen. Hoffnungsvoll rief er laut Jennys Namen, womöglich war es auch nur eingebildete Angst und völliger Schwachsinn, aber als sich auch dann nichts rührte, begriff er schmerzlich das Jenny geflüchtet war und ihn allein zurück ließ. Giles brauchte eine ganze Weile, ehe er den Mut fand aufzustehen, seine Sachen zusammen suchte und sich anzog. Er verbot sich jetzt und diesem Moment über das Geschehene nachzudenken, denn sobald er das tat, drohten ihn Schuld und Zweifel aufzufressen und hinderten ihn daran zu klarem Handeln fähig zu sein. Stattdessen versuchte er sich auf einfache Handgriffe zu konzentrieren. Er schüttelte die Kissen auf, legte die Decke zusammen und suchte seine Brille, die er in der Nacht irgendwo abgelegt hatte. Währenddessen registrierte er zwar die hübsche, gemütliche Einrichtung von Jennys Wohnung, aber im Grunde hatte er keinen wirklichen Blick dafür. Im Augenblick überkam Giles eher das Gefühl die Einsamkeit und Stille dieser Wohnung drohe ihn zu erdrücken und er wollte plötzlich nur noch schnell fort. Zudem war es offensichtlich, dass Jenny, so lange er da sein würde, nicht zurück kam und daher beschloss er ihr wenigstens eine kurze Nachricht zu hinterlassen. Auf ihrem Schreibtisch neben Disketten und CDs fand er schnell Zettel und Stift, nur die richtigen Worte waren weitaus schwieriger zu finden. Aus diesem Grund faste er sich kurz und beschloss er sie später anzurufen, denn die einfachen losen Zeilen, Worte, egal wie er sie auch formulierte, erschienen ihm schrecklich unpersönlich. Aber was blieb ihm auch anderes übrig, wenn sie nicht da war? Dann ließ er noch einmal musternd den Blick durch den Raum wandern, schmunzelte als er die erhellte Dachterrasse, wo in der Nacht alle Zweifel über die Brüstung geworfen wurden, deutlich erkannte und fühlte noch einmal die weichen Fasern des Teppichs unter seinen Füßen. Im Eifer des Gefechtes war ihm bisher gar nicht aufgefallen, dass sie sich auf einem wundervollen indischen Gabbeh geliebt hatten. Mittlerweile wieder in der Lage etwas klarer und nüchterner zu denken, stellte Giles anerkennend fest das Jenny ausgezeichneten Geschmack hatte und ihre Wohnung, im Gegensatz zu seinen vier Wänden, wie ein gemütliches Kleinod wirkte. Schweren Herzens zog er die Tür hinter sich ins Schloss und fuhr, in der Hoffnung das alles gut werden würde, heim in seine Wohnung. Dorthin, wo ihn neben unendlicher Leere nur das zurückgeblieben, angerichtete Chaos nach der stürmischen Auseinandersetzung mit Eyghon erwartete.
Regungslos saß Jenny auf einer Bank in einem kleinen Park unweit ihrer Wohnung. Quer über die Straße, vorbei an einigen Büschen und Sträuchern konnte sie den Eingang zum Haus sehen. Gedankenverloren lauschte sie dem Zwitschern der Vögel über sich und beobachtete die Tür. Sie hoffte Giles würde bald aufwachen und so verständig sein und begreifen, dass sie jetzt allein sein wollte, allein sein musste. Das war auch der Grund, warum sie am Morgen, als die Sonne einfiel und sie munter wurde, einfach aufgestanden und gegangen war. Sie konnte und wollte ihn plötzlich nicht um sich haben. Zu durcheinander brachte sie das Ganze und zu tief saß dieses unerklärliche Verlangen, dass es ihr schon regelrecht Angst machte. Doch um damit klar zu kommen und zu lernen damit umzugehen, musste sie alleine sein, musste sie Ruhe finden und nachdenken können, ohne ihn, ohne seine Hilfe. So weh es auch tat und so schmerzlich sie es auch empfand und nichts lieber in der Welt getan hätte, als neben ihm zu liegen und seine Wärme, seinen Halt zu spüren, so sehr riet ihr doch die Vernunft es nicht zu tun und Abstand zu finden. Erst nach einer ganzen Weile, nachdem sie durch die Büsche hindurch Giles davon fahren sah, schaffte Jenny es sich von der Bank zu erheben und zurück zu gehen. Fast schon ängstlich schloss sie die Tür zu ihrer Wohnung auf und nahm die noch spürbare Anwesenheit, den Geruch seiner Kleidung war. Alles in ihr sehnte sich nach ihm. Ebenso als sie sah das er aufräumte und den kleinen Zettel auf ihrem Schreibtisch entdeckte, war sie fast versucht ihn anzurufen und zu bitten zurück zu kommen, doch statt dessen zerknüllte sie das Papier in der Hand und zog die Leitung des Telefons aus der Wand. Irgendwann, wenn sie dieses eigenwillige Gefühl besser im Griff hatte, irgendwann, wenn sie sich sicher sein konnte, dass das wirklich sie war. die das wollte und die dies empfand, dann würde sie einen Neuanfang zulassen. Sich und ihm eine Chance geben. Doch im Augenblick war sie nicht dazu in der Lage und noch nicht dazu bereit, sondern sie wünschte nur eines - ihren inneren Frieden wieder zu finden.
Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit.
Sie verwischt die Erinnerungen an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende * Madame de Staél
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