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Eine geile Nummer

© by Natascha/Norynia ()

 

Disclaimer:Gehört nix mir! Und verkneife mir jetzt das: Leider! (*ups* ;))
Anmerkungen: Diese kleine Fic widme ich Atti zum Geburtstag! Ich möchte ihr damit zeigen, das sie für mich ein ganz besonderer Mensch ist, und ich sie unheimlich gern habe!
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)

 

Diese Mail... Ich drehte mich auf den Zehenspitzen drei Mal im Kreis, einfach weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte, und stampfte auf. Atti feierte Geburtstag, und ihre treuen Anhänger planten eigens dafür einen FanFic-Contest. Ein FanFic-Paradiesisches Geschenk, wie es so schön in der Mail von Birgitt und Silke hieß. Am besten mit Fandoms, die (noch) keiner kennt bzw. die keiner kennen möchte. Je abgefahrener, desto besser. Alternativ seltene, oder noch nicht dagewesene Pairings. Einsendeschluss war der 15. Februar, die Mail datierte sich auf den 3. und ich stand da, wo ich doch schon seit Wochen nichts mehr Anständiges zustande gebracht hatte. Was sollte ich denn schreiben? Meine Muse feierte ihre Abstinenz im Nirgendwo, meine Fantasie lag so brach, dass sie schon ganz vertaubt war, und an meinem PC hielt es mich in letzter Zeit auch nicht mehr länger als nötig. Ganz nebenbei stellte sich da noch die Frage des Fandoms. Nachdem ich mit Stargate, Highlander, Fushigi Yuugi, Gravitation, Yami no Matsuei und Weiß Kreuz durch war, hatte ich kein neues auftreiben können, das meine kleinen grauen Zellen zum Funken brachte.

Abgefahren? Selten? Noch irgendwelche Wünsche? Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen und brütete über die ungelegten Eier, die nicht hervorkommen wollten. Vielleicht wäre es etwas origineller, wenn ich eine Serie nahm, deren Ersterscheinungsdatum schon etwas zurücklag. Meine Artikel, die ich in letzter Zeit verfasst hatte, hatten mich in die Welt von 'Saber Rider and the Star Sheriffs' entführt. Den Anime selbst besaß ich auch, und hatte in einer 'Watch me to Death Night' auch genügend Gelegenheit gehabt, mich wieder in das Fandom einzugliedern. Aber dazu was schreiben?

Versuchen kann man es ja, beschloss ich, und hackte auf meiner Tastatur herum, bis der PC laut protestierend abstürzte. Das war der Wink mit der Holzfabrik. Wenn man keine Idee hat, sollte man es nicht erzwingen, vor allem, wo das bei mir sowieso nichts brachte. Und wer wollte schon einen Fireball sehen, der sich eine Luftpumpe in den Allerwertesten steckte? Ich besah mir noch einmal die Mail und kam zu dem Entschluss, das genügend Autoren angeschrieben worden waren, und man auf meine Wenigkeit verzichten konnte.

Aber es war doch Attis Geburtstag... ich zündete mir eine Zigarette an, und lehnte mich zurück. Ich konnte mich noch lebhaft daran erinnern, als ich meine ersten Schritte ins Highlander-Fandom wagte (ganz nebenbei noch von der braven Jack/Sam Shipperin zur Duncan/Methos Slasherin mutierte), aber im Grunde genommen keine Ahnung von der Serie hatte und sogar Methos mit Joe verwechselte... von wegen alter Mann und so. Atti nötigte mich zu einem HL-Crash Kurs und schon war es um mich geschehen. Sie führte mich in die magische Welt der HLQueer, und bescherte mir immer wieder unvergessliche Wochenenden bei ihr zu Hause, mit Filmen, die ich nie sehen wollte, heute aber nicht missen will. Was will man auch von zwei Frütchen erwarten, die selbst bei 'My Fair Lady' Slash finden...

Eins war klar: Ich musste etwas tun! Und wenn ich schon keine Fic zustande brachte, und meine Kreativität sich in ihre einzelnen Bestandteile auflöste, wollte ich ihr zumindest zeigen, dass ich an sie dachte! Irgendetwas Nettes...

 

Während ich grübelte, lief im Hintergrund 'Sabrina' im Fernsehen, die sich dank einer nach sardinen-stinkenden Kugel plötzlich in der Zeit des Flower-Powers befand. Mein Kopf rutschte kurz zur Seite und verfolgte das Treiben auf dem Bildschirm. Flower Power... Flower? Ich starrte meinen Bildschirm an, als würde er mir jetzt *die* Idee schlechthin vermitteln, während um mein imaginäres drittes Auge Sonnenblumen tanzten. Nun, es wäre besser als nichts. Und ein hübscher Strauß konnte doch auch entzücken, nicht?

Dank Flatrate daueronline, konnte ich mich sofort in die Gelben Seiten hacken, und nach Blumenshops mit Home-Lieferservice umschauen. Die Seite lud, zum Scrollen wurde es immer mehr, und mir stellte sich die unangenehme Frage, welcher dieser Läden nun gut war. Die Namen sagten mir schon einmal gar nicht zu, und bei 'Brunhilde & Alfons Wurm' würde ich ganz sicher nichts bestellen. Okay. Zweite Seite. Da sah es auch nicht viel besser aus. Meine Laune kam ihrem Tiefpunkt entgegen, um nicht zu sagen, sie tendierte derweilen zu Minusgraden, als ich bei 'K' angekommen war, und sich mir ein Name förmlich aufdrängte: 'Kitten in the House'. Wo hatte ich das schon mal gehört? Ich trommelte mit den Fingern auf den Tisch und schlug mir bei der plötzlichen Erkenntnis und Überraschung dermaßen fest gegen die Stirn, das ich am liebsten noch mal zugeschlagen hätte, um mich für meine Ungeschicktheit zu bestrafen. Natürlich! 'Kitten in the House' war der ins Englische übersetzte Name des Blumenladens, in dem die hübschen Jungs aus dem Anime 'Weiß Kreuz' arbeiteten. Na, wenn das kein Grund war, dort mal anzurufen?! Das war schon kein Grund mehr, das war eine Aufforderung! Frei nach dem Motto: Ruf an oder stirb.

Das war ultimativ! Ich würde Atti über diesen Laden einen Blumenstrauß zukommen lassen und sie vorher noch ordentlich zu 'Weiß Kreuz' bequatschen. Unauffällig natürlich, damit der Name bei ihr den selben Effekt wie bei mir haben würde... obwohl ich mir nicht wirklich wünschte, dass sie sich selbst schlug...

Ich schnappte mir das Telefon, verhedderte mich in der Telefonschnur, fluchte leise, ließ das ganze Teil dann erst mal auf den Boden fallen und rauchte erst einmal zur Beruhigung eine Zigarette, bis ich es wieder aufhob. Die Nummer war schnell getippt, und nachdem es eine halbe Ewigkeit geläutet hatte, ging dann doch tatsächlich mal jemand ran. 'Ruhig' sagte ich zu mir, und atmete einmal tief durch. 'Tu es für Atti!'

 

"Kitten in the House, was kann ich für Sie tun?"

"Ich würde gern einen Blumenstrauß bestellen."

"Haben Sie schon bestimmte Vorstellungen?"

"Na, ein Strauß eben. Mit Sonnenblumen oder so. Und ganz viel Grün drum herum."

"Okay, in welcher Preisklasse?"

"So, dass er auch nach was aussieht."

 

Ich musste mich höllisch konzentrieren, um den jungen Mann am anderen Ende der Leitung überhaupt zu verstehen. In diesem Laden war es furchtbar laut. Mädchengekreische, als hätte man einem Haufen Queers Duncan und Methos ans Bett gefesselt per Express aufs Pfingsttreffen zukommen lassen. Irgendwann meldete sich wohl ein anderer Angestellter zu Wort, und ein lautes 'Kräftig schieben, Ken! Und häng das 'closed' Schild raus!' war zu hören. Irgendwie lustig. Ich musste unweigerlich anfangen zu grinsen. 'Omi, nach der Bestellung schaltest du den Anrufbeantworter ein. Aya hat was vom Chinesen mitgebracht.' Das Grinsen verblasste. Stattdessen klappte mein Unterkiefer nach unten.

 

"Ken? Omi? Aya?"

"Entschuldigung?"

"Omi?"

"Ahm... ja?"

 

Das gab es nicht! Da hatte ich nicht nur einen Blumenladen gefunden, der so hieß, wie in 'Weiß Kreuz'. Nein, sogar die Angestellten hießen so.

 

"Habt ihr auch zufällig noch einen Yohji da?"

"Ja... wieso?"

"Oh mein Gott!" Meine Finger krallten sich in den dünnen Stoff meiner Schmuddelhose und meine Stimme rutschte so ungefähr fünf Oktaven höher. "Das ist... nicht wahr."

"Wie bitte?" Der junge Angestellte am anderen Ende, der ja nun wohl Omi war, schien kein Wort von dem zu verstehen, was ich da redete.

"Du gehst nicht zufällig noch in die Schule, Omi?"

"..... doch", kam es zögerlich am anderen Ende der Leitung, begleitet von leichtem Unbehagen und einem kräftigen Schub für meinen verwirrten Geist.

"Bombay!?"

"Äh..."

 

Der Ton wurde dumpf, und ich konnte hören, wie Omi nach Ken rief, der laut murrte, und dann schließlich das Telefon übernahm.

 

"Kitten in the House, was...."

"Ken?"

"Ahm, ja."

"Siberian?"

 

Auch mein neuer Gesprächspartner verstummte. Dann hörte ich eine Weile gar nichts, bis sich schließlich Yohji am anderen Ende meldete und ich diesen ebenfalls nicht ausreden ließ, sondern langsam tatsächlich der Überzeugung verfiel, die Dimensionen hätten sich geöffnet und mir meine Bishonen aus Tusche und Farbe ins wirkliche Leben gezerrt.

 

"Yohji, nicht wahr? Balinese! Weiß Kreuz! Ich glaub, ich werde verrückt! Wie ist das möglich?"

"Tut mir leid, aber ich kann Ihnen nicht ganz folgen."

"Hm..." Ich überlegte. Über welches Weiß-Mitglied wusste ich am besten Bescheid? Wen würde ich am einfachsten von meinem absoluten Wissen überzeugen können?

"Krieg ich noch mal Omi?"

"Warum?"

"Ich möchte meiner Bestellung noch etwas hinzufügen."

 

Yohji gab den Hörer tatsächlich weiter. Der arme Junge...

 

"Ich bin die Natty aus Mainz, und ich weiß alles über euch!" Ich holte tief Luft und meine Gedanken rotierten zu allem, nur nicht mehr zu etwas realem, das mir noch alles verderben würde. Ich wurde total hibbelig. "Ich kenne euch! Du bist Omi Tsukiyono, aber eigentlich heißt du ja Mamoru und bist Takatoris Sohn, aber das weißt du vielleicht noch gar nicht, oder? Na ja, jetzt weißt du es. Dein Codename ist Bombay, und du gehst noch zur Schule! Du bist ein Mitglied der Attentäter-Truppe Weiß Kreuz und zusammen bekämpft ihr das Böse!" Meine Stimme fiel in einen beschwörenden, tiefen Ton. "Wir sind 'Weiß'. Wir kämpfen gegen das Gesetz. Für die Geliebte oder um uns zu rächen, für die Wahrheit oder um ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Als schwarze Henker bekämpfen wir jene, denen es gelang, durch die Maschen des Gesetzes zu schlüpfen und in der Unterwelt unterzutauchen. Wir kämpfen, um das Weiß zu verteidigen, das uns bis heute geblieben ist." Ein lautes, fiependes Geräusch rutschte mir heraus und ich fing an, mit dem Hörer in der Hand zu tanzen. "Ich kenne euch, ich kenne euch. Und ihr seid ja sooooo süß!" trällerte ich vor mich hin, bis mir ganz schwindelig wurde und ich wieder anfangen musste, zu atmen.

"Ich verstehe nicht. Was reden Sie da?"

"Nun ja, ihr kennt mich nicht, aber ich kenne euch." Ich stockte kurz und überlegte, wie sich das wohl für vier Attentäter anhörte, die jemanden am Telefon hatten, den sie nicht kannten, der aber offensichtlich sehr wohl wusste, wen er da am Telefon hatte... oha!

"Wer sind Sie?"

"Immer noch die Natty!"

"Wer?"

 

Omi am anderen Ende der Leitung schien nicht beeindruckt. Nein, noch nicht einmal überrascht! Er war nur offensichtlich vollkommen verwirrt, und schließlich raschelte es wieder in der Leitung.

 

"Tut mir leid, aber da müssen sie uns verwechseln. Wir arbeiten hier in einem Blumenladen, und ziehen nicht durch die Gegend, um irgendwelche Verbrecher umzubringen."

"Wer ist da?"

"Aya:"

"Oh, Aya! Wie geht es deiner Schwester?"

"Ich habe keine Schwester."

"Hast du wohl!"

"Hab ich nicht." Aya war um einiges ruhiger als die anderen. Das überraschte mich nicht. Aya war nun mal eine sehr beherrschte, ruhige Person... bis dahin, wo er auf seine Feinde losging. Aber ich war ja kein Feind.

"Hey, Jungs. Keine Angst, ich bin kein Spion oder ein Mitglied irgendeiner durchgeknallten Weibergruppe, wie 'Schreiend'. Ich bin nur ein Fan."

"Von wem?"

"Von euch!"

Aya seufzte leise, und räusperte sich dann. "Kann es sein, dass Sie zuviel fern gesehen haben?"

"Wieso?"

"Nun, Sie rufen in einem Blumenladen an, und behaupten, wir, die Floristen, wären Attentäter. Sie kommen mit irgendwelchen wilden Theorien, die Sie wohl in irgendwelchen Krimis und Fantasy Romanen gelesen haben, machen unseren Auszubildenden und unsere neue Aushilfe ganz kirre und reden von Dingen, die nicht den Tatsachen entsprechen. Entweder haben Sie ihre Tabletten nicht genommen, zu lange nicht mehr geschlafen, oder leiden unter schlechtem Sex und Vernachlässigung durch den Partner, was sie dazu veranlasst, Unschuldige zu beschuldigen, die nichts als ihre Arbeit tun, und durch Menschen wie Sie dadurch gehindert werden. Hier werden Sie auf jeden Fall nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen, die Sie augenscheinlich suchen. Dafür gibt es Psychotherapeuten, und wäre ich einer, hätte ich keine Probleme meine Schulden abzubezahlen, die mir im Kreuz liegen. Ich schlage Ihnen folgendes vor: Sie bestellen jetzt, oder Sie lassen es bleiben. Für so etwas haben wir nun wirklich keine Zeit."

"Ja, aber..." ich schluckte. Was denn nun? So viele Zufälle auf einmal konnte es doch gar nicht geben.

"Aber was?"

"Aber ihr heißt alle so wie in dem Anime. Sogar euer Laden heißt so! Ich bin doch nicht blöd."

"Nein, wohl mehr verwirrt. Ich habe keine Ahnung, von was Sie da reden, aber Animes sind meines Wissens nach japanische Zeichentrickfilme. Hören Sie? Gezeichnet! Und in den seltensten Fällen auf das wirkliche Leben übertragbar. Mit etwas gesundem Menschenverstand sollte man Fiktion vom wirklichen Leben trennen können, meinen Sie nicht?"

Oh Gott war das peinlich! "Naja, ich meine... hätte doch sein können, oder?" Ich wurde kleinlaut und wünschte mich noch mal an den Anfang des Telefonats, um etwas länger zu recherchieren, bevor ich den Mund zu übertrieben weit aufmachte. Das ich aber bei dem Thema 'Weiß Kreuz' so unkontrolliert reagieren musste. Hätte sich ein Jack am anderen Ende gemeldet, der sich mit einem Daniel im Hintergrund unterhielt, wäre mir das nicht passiert... was wohl auch daran lag, dass es dann nicht so viele überzeugende Parallelen gegeben hätte.

"Wollen Sie jetzt noch bestellen?"

"Hm... kennen Sie eine Sakura?"

"Nein."

"Schwarz?"

"Kontrast."

"Ich meine die Attentätergruppe, die..."

 

Es machte klack, und nach einer Weile der Ruhe ertönte das Besetzt-Zeichen. Ich legte langsam auf und starrte auf mein Telefon. Das hatte ich jetzt geträumt oder? Ich wendete mich zögernd wieder meinem PC zu, und ließ die Seite aktualisieren. Angestrengt suchte ich nach 'Kitten in the House', aber ich konnte es nicht mehr finden. Meine Schläfen pochten unangenehm, und die ersten Kopfschmerzen meldeten sich. Tagträume hatte ich ja schon viele gehabt, aber so was... Ich schüttelte mit dem Kopf und sog tief nach Luft. Eine kalte Dusche würde meine Lebensgeister vielleicht wieder in das wirkliche Hier und Jetzt zerren. Grausam... kalt duschen. Aber manchmal musste man eben zu sich selbst grausam sein. Bevor ich Gefahr lief, vollends verrückt zu werden, war mir jedes Mittel recht. Ich entschied mich schließlich für die Folter und zu dem Vorsatz, mir für Attis Geburtstag etwas Besseres einfallen zu lassen. Vielleicht war diese Erfahrung ein Wink gewesen... Wer konnte schon die Geister verstehen, die unsere Fantasie lenkten? Anscheinend war meine gar nicht so eingestaubt, wie ich gedachte hatte...

 

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"Fertig, Omi?"

"Jap!" schrie Omi aus dem Keller hoch und polterte nur Sekunden später wieder ins Erdgeschoss. "Ich hab mich in die Gelben Seiten gehackt und die Nummer gelöscht. Ich habe keine Ahnung, wie wir da rein gekommen sind."

"Schwarz", knurrte Aya und knüllte den kleinen Zettel mit der unvollendeten Bestellung in der Hand zusammen.

"Das war nun schon die dritte heute." Yohji zündete sich eine Zigarette an und lehnte sich gegen die Theke. "Wir sollten langsam mal an unseren Sicherheitsvorkehrungen feilen."

"Geheimnummer?" warf Ken ein und wurde sofort von drei vernichtend blickenden Augenpaaren angestarrt.

"Wir haben bereits eine Geheimnummer", brummte Omi und seufzte. "Ich habe keine Lust mehr, alle Verzeichnisse nach unserer Nummer zu durchforsten!"

"Naja, am besten fand ich immer noch die Kontaktanzeige von Yohji", kicherte Ken, und bückte sich, als Yohji eine Vase nach ihm warf.

"Die war nicht von mir!"

"Jaja, Megaplayboy."

"Ich geb dir gleich..."

"Ruhe!" Aya fixierte seine Kollegen mit kalter Miene und warf das Papierkügelchen in den Mülleimer. "Macht euch fertig. Jetzt gibt es Rache!"

"Rache?!"

"Ja!" Ein schon fast abstoßend boshaftes Lächeln machte sich auf Ayas Gesicht breit, dass es allen Anwesenden eiskalt den Rücken runterlief.

"Omi hackt sich in die privaten Sender ein."

"Wozu?"

"Wir bringen die Nummer von Schwarz ins Fernsehen. Haben wir noch die Aufnahmen der Kritiker, als sie das Hauptquartier von Schwarz beschattet haben?"

"Meinst du das mit Schuldig in der Badewanne?"

Aya nickte und Yohji musste grinsen. "Das gefiel dir oder?"

Aya warf wieder mit vernichtenden Blicken, die von Yohji zu seinem Katana auf dem Boden und wieder zu Yohji zurück führten. Der Älteste der Vier verstummte augenblicklich und widmete sich wieder seiner Zigarette.

"Und wozu sollen die Aufnahmen gut sein?" fragte Ken vorsichtig nach und setzte sich auf den Tisch.

Aya lächelte und ging die Stufen hinauf in den ersten Stock. Leise fing er an, vor sich hinzuträllern, und erst, nach dem seine Freunde sich von dem Schock, Aya singen zu hören, erholt hatten, verstanden sie es auch. Wenn jemand sie gehört hätte, hätte er die vier Attentäter wohl für verrückt erklärt, die sich ihre Schürzen abbanden, und beim Erklimmen der Treppenstufen anfingen, "0-190" zu grölen.

 
Ende

 
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