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Methos' Premiere

© by Tatjana ()

 

Disclaimer: Alle verwendeten HL-Charaktere gehören Panzer/Rysher/Davis/wem-auch-immer und ich verspreche, ich werde sie nach dem Spielen wieder wohlbehalten nach Hause schicken.
Ein nicht ganz ernstgemeinter Beitrag zum HL-Universum unter besonderer Berücksichtigung einer Quatsch Comedy Club-Sendung und der dort aufgebrachten These des Gesetzes gegen Dummheit in der Öffentlichkeit. Mein Sprachrohr ist Methos, Ort: das Sanctuary
Man könnte es betiteln mit: "Das Gesetz gegen Dummheit in der Öffentlichkeit" oder "Methos' Premiere". Und wenn sie ihn nicht teeren und federn, vielleicht wird er irgendwann noch mal einen draufsetzen. *schulterzuck*
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion

 

"Mir ist schlecht!"

"Geh raus!"

"Mir ist aber wirklich ganz furchtbar schlecht!"

"Halt die Klappe und geh da raus!!"

"Und was ist, wenn ich kotzen muß?"

"Dann machst du es wieder sauber und jetzt geh!!!"

Amanda versetzte Methos einen festen Stoß in den Rücken, so daß er durch den Bühnenvorhang auf die Bretter stolperte, die die Welt bedeuteten. Aufatmend klopfte sie sich die Hände ab und begab sich dann zurück zur Theke, wo Nick, Duncan und Joe warteten.

"Was war los?"

Amanda zuckte kurz mit den Schultern. "Lampenfieber." antwortete sie lakonisch, worauf Nick feixte: "Verwunderlich, bei dem Mut, den er sich vorher angetrunken hat!" Sie wandten sich der kleinen Bühne des Sanctuary zu, auf der Methos unsicher nervös hin und her trippelte, ehe er auf das Mut machende Kopfnicken seiner Freunde hin tief Luft holte.

"Hi... ähm... Ich bin Adam und... äääh... dies ist mein erster Auftritt vor Publikum."

"Wenn er's vermasselt, ist es auch sein letzter!" drohte Amanda leise. "Sind wir kein Publikum?" brummte Duncan verstimmt. Joe schüttelte grinsend den Kopf: "Krallenwetzer."

"Ja... äääh... Ich weiß ja nicht, ob Sie's gehört haben, aber da war letztens einer dafür, ein Gesetz gegen Dummheit in der Öffentlichkeit ins Leben zu rufen. Und wissen Sie was? Ich bin dafür! Da kommt richtig Kohle für den Staat in die Kasse, glauben Sie's mir!"

Je länger Methos redete, desto mehr kam er in Fahrt, ermutigt durch die vereinzelten Lacher aus dem Publikum.

"Ja, ehrlich! Wissen Sie, das geht ja Zuhause schon los: man ist gerade reingekommen, noch nicht mal den ersten Kaffee, da klingelt das Telefon. Und es gibt zwei Standardsätze, von denen ich einen garantiert zu hören bekomme: Nr.1: 'Bist du Zuhause???'" Methos stemmte die Hände in die Seite. "Nee, also wirklich nicht!... Wissen Sie, das ist der Moment, wo ich drei Sekunden lang den Hörer anstarre, tief Luft hole und es mir dann verkneife, mit metallischer Stimme zu erwidern: 'Nein, dies ist mein automatischer Anrufbeantworter. Bitte belästigen Sie mich später persönlich!'.. Ja, ja... Oder, Satz Nr.2: 'Ach, du bist Zuhause???'... Rufen Sie irgendwo an, weil Sie wissen, der ist gar nicht da? Ja? Warum? Ist das Tuten der freien Leitung so was wie ein Paarungsruf oder so?... Aber es sind ja... Danke, danke, zu freundlich!... Aber es sind ja schon so ganz normale Alltagssituationen, die dieses Gesetz lukrativ machen würden. Also, ich war jetzt ein gutes halbes Jahr auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Ich hab sie auch gefunden... Jaaa... Also, der Tag des Umzuges ist da, die Möbelpacker schleppen die Kisten runter, kommt mein Nachbar an. Er guckt auf die Kisten, latscht einmal durch die leere Bude und dreht sich dann zu mir um: 'Ziehst du aus?'"

Methos holte theatralisch Luft.

"Nein, natürlich ziehe ich NICHT aus. Ich packe nur einmal im Quartal meine Klotten in Kisten, um zu sehen, wie viele ich brauche!..."

Eine anmutige Verbeugung für das begeisterte Klatschen.

"Ja, oder letztens: ich kratze morgens die Scheiben meines Wagens frei, mein Nachbar zum Fenster raus: 'Oh, kratzen? Hat's gefroren?'... Ja, ja, lachen Sie nicht! Einmal hatte ich einen Platten, als ich nach Hause kam, da kommt er raus, guckt, grinst und meint: 'Oh, Platten?' Nein, die anderen drei Reifen haben sich während der Fahrt plötzlich selbsttätig aufgeblasen! Ja, Himmel... Ehrlich, meine Damen und Herren: dieser Mensch ist eine Dauer-Einnahmequelle, gäbe es dieses Gesetz!"

Tosender Beifall.

"Kennen Sie diese Typen an den Ampeln? Sie stehen da schon drei Minuten und starren hypnotisierend auf das blinkende 'Grün kommt', da kommt so eine Type an und hämmert wie blöde auf dem Rufknopf rum! Natürlich, so geht's doch viel schneller!... Ja, oder... oder..."

"Er ist echt gut!" staunte Nick.

"Die Leute lieben ihn!"

"Klar, jetzt wird er ür's Lästern ja auch noch mit Beifall belohnt."

Joe nippte an seinem Glas.

"... Wissen Sie, ich hab da 'n Freund,... also 'n echter Kumpel... und wir kennen uns schon so 'ne Weile. Trotzdem hat er die unangenehme Angewohnheit, immer zu nachtschlafender Zeit bei mir aufzutauchen, meist so um 14 Uhr rum. Ich, solche Augen..." Methos' Finger zeigten einen kaum sichtbaren Spalt. "... und er fragt: 'Hab ich dich geweckt?'"

"Ich glaube, das reicht. Hol ihn da runter, Amanda, ehe er größenwahnsinnig wird!"

"Wieso?" Amanda grinste süffisant. "Weil er gerade aus dem Nähkästchen plaudert? Och, Mac...!"

"Wart's nur ab, gleich schwenkt er um und läßt sich über Frauen, Männer und Sex im allgemeinen aus."

Joes Kommentar bewog Amanda dazu, Methos einen Wink zu geben, der sich mit gewinnendem Lächeln vor den Leuten verneigte.

"Danke sehr, danke! Sie waren sehr freundlich! Nächste Woche bin ich wieder hier und darf Ihnen dann mehr von meinem Nachbarn, Freund und über Frauen berichten. Danke schön! Gute Nacht!"

"Siehste!" zischte Duncan Amanda zu, die aber mit ihren Gedanken schon ganz woanders war, nämlich wie sie noch mehr Tische für nächste Woche hier rein kriegen könnte; - der Absatz heute war enorm gewesen!

 
Ende

 
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