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Breakfast at Sickbay

© by Amy ()

 

Disclaimer: Paramount/VIACOM verdienen das Geld, ich dagegen kriege nichts.Habe nur mal schnell zwei der Herren ausgeborgt.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/).

 

"Es ist Zeit fürs Frühstück, Malcolm." Archer stand mit einem Tablett am Krankenbett und lächelte auf seinen Sicherheitsoffizier herab.

Dieser machte Anstalten, trotz seiner Verletzung aufzuspringen und Haltung anzunehmen. Doch der Captain drückte ihn sanft auf die Liege zurück.

Er schob den Tisch mit dem Frühstück heran und setzte sich auf einen Hocker. Toast, Orangensaft, Rührei und Schinken, viele Scheiben frischgeschnittene Ananas und verschiedene Sorten Aufschnitt standen zur Auswahl.

 

"Sir, darf ich fragen, was Sie hier machen?"

"Wir haben schließlich noch eines nachzuholen, ein Frühstück, Sie erinnern sich?"

Reed nickte leicht.

"Was haben Sie Doktor Phlox erzählt?"

Der Captain grinste: "Einen meiner Offiziere versorgen, denn schließlich brauche ich ihn ganz schnell wieder auf der Brücke."

 

Malcolm seufzte und wünschte sich für einen kurzen Moment, er hätte etwas anderes zu hören bekommen.

Doch er wusste genau, dass sein Traum von vorletzter Nacht ein Traum bleiben würde.

Es war ihm gestern schon schwergefallen, zu seinem ersten Frühstück bei seinem Captain zu erscheinen und heute hatte er nicht einmal die Möglichkeit, sich eine Ausrede einfallen zu lassen.

 

"Sie werden doch nicht wieder an Arbeit denken, Mr. Reed?"

"Hmh? Nein, nicht im Moment, Sir. Auch wenn ich mir wünsche, bald wieder einsatzfähig zu sein."

"Chef hat sich wirklich alle Mühe gegeben, das beste Frühstück für uns zusammenzustellen. Was kann ich Ihnen auftun?"

 

Da war es wieder, ein kleines Wörtchen... uns...

Gestern, beim ersten Frühstück, dann bei der Entschärfung der Mine. Uns Eigentlich immer wieder benutzt, in diesem Moment für Malcolm von ganz besonderer, ganz persönlicher Bedeutung.

Uns... Archer, Malcolm, ein Team, eine gut harmonisierendes Team.

 

"Ich nehme ein wenig von den Eier und eine Scheibe Toast, Sir."

Wie soll ich dieses Frühstück überstehen?

"Nur, wenn Sie aufhören, mich immer noch Sir zu nennen. Captain reicht vollkommen."

Reed nickte und gab sein zustimmendes Nicken und unterdrückte einen weiteren Seufzer. Ich hätte Lust, dich auch noch ganz anders zu nennen.

 

Archer stellte sein Talent für Smalltalk unter Beweis und Reed war ihm sehr dankbar dafür.

Seine Gedanken wanderten ab, zurück zu vorletzter Nacht und blieben bei dem Traum hängen.

Sie waren wieder auf Risa, teilten sich einen Bungalow und liebten sich, zwei Tage und zwei Nächte lang.

 

Eine Hand berührte seine Schulter.

"Geht es Ihnen gut, haben Sie Schmerzen?"

Er öffnete die Augen, hatte gar nicht gemerkt, dass er sie geschlossen hielt.

Ein grünes Augenpaar sah ihn besorgt an.

Schnell rückte er sich auf der Liege zurecht und brachte ein verlegenes Lächeln zustande.

Er musste das Frühstück beenden, sofort, oder er würde sich nicht mehr länger zurückhalten können.

Zu groß wurde die Versuchung, zu gering der die physische Distanz zwischen ihnen.

 

"Sir, vielen Dank für ...alles."

Wie bringe ich es ihm bei, ohne ihn zu beleidigen.

"Ich möchte jetzt gern..."

"Kein Problem, Malcolm, wenn Sie allein sein möchten."

In seinem Inneren tobte es, seine Hände wurden schweißnass, seine Kehle dafür umso trockener. Geh, bitte geh ... Bleib, ich brauche dich ...

Archer erhob sich, schob den umfunktionierten Frühstückswagen beiseite. Er drehte sich noch einmal um und verließ nachdenklich die Krankenstation.

Reed atmete innerlich auf. Endlich bin ich mit meinen aufgewühlten Gedanken allein.

Er lehnte sich zurück mit einem Gefühl, als hätte er einen schweren Stein auf der Brust und Bauch liegen.

Die Schmerzen im Bein interessierten ihn nicht, anderes schmerzte mehr.

 
Ende

 
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