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Ach, wie schön kann doch Mallorca sein

© by Chrissie ()

 

Disclaimer: Die Charaktere Duncan MacLeod, Amanda und Methos, sowie die Idee der Unsterblichkeit gehören nicht mir und ich werde sie auch für keinerlei kommerzieller Zwecke nutzen.
Vorwort: Dies ist nicht nur meine erste Antwort auf eine Challange, sondern auch meine erste vollendete slash-Geschichte mit dem Pairing Duncan/Methos, also habt Nachsicht mit mir ;-)!
Danken möchte ich auch noch Antje M. (aka Daria) für ihr fleißiges Korrekturlesen. Jegliche Kritik an Immspirit@freenet.de
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion
Antwort auf den August-Challenge 2001

 
- 8.8.2001, 6:00 hrs. / Quai de la tournelle, Paris-

 

Verschlafen rieb sich Methos die Augen. Sie hätten wirklich ein wenig früher schlafen gehen sollen, doch wenn man so zu dritt im Bett liegt, gibt es eine ganze Menge Dinge, die einfacher sind als zu schlafen. Er war sich nicht sicher, ob ein zweiwöchiger Urlaub auf Mallorca wirklich so erholsam wäre wie erhofft. Aber, bitte. Wenn seine unsterbliche Anhängerschaft darauf bestand, ließ er sich auch zu einem Urlaub auf Mallorca überreden. Zumindest aber ging es nicht geradewegs zum Ballermann, sondern ins schöne Cala Ratjada. Abwarten, vielleicht würde es gar nicht schlimm werden. Auf jeden Fall aber freute er sich auf eine schöne Woche mit Mac und Amanda.

Wie ein aufgescheuchtes Huhn wuselte die Unsterbliche durch die Räumlichleiten des Hausbootes. "Wo ist mein Nageletui? Mac, hast du mein Etui?"

Der Highlander blickte die Frau ungläubig an. "Es ist wirklich unglaublich, wie du um diese Uhrzeit schon so aufgeweckt sein kannst."

"Hey, wir fliegen alle zusammen in den Urlaub. Sei nicht so grummelig. Freu dich, Mac", meinte sie, wie es freudiger nicht hätte sein können. "Und, hast du es gesehen?"

"Was?", fragte Mac, noch immer im Halbschlaf.

"Na, mein Nageletui."

"Amanda! Wir kaufen dort ein neues. OK?", versuchte er sie beruhigen.

"Nein, Mac, du verstehst das nicht. Es ist kein gewöhnliches Nageletui."

Auf Methos' Gesicht bildete sich ein breites Grinsen, während Macs Augen immer größer wurden.

"Amanda!!", platzte es entsetzt aus dem Highlander heraus.

Die Unsterbliche grinste wie ein geheiligtes Unschuldlamm und zuckte mit den Schultern. "Och, Mac. Da ist doch diese Ausstellung, von den seltensten und wertvollsten Meeresschätzen."

Der Highlander blickte Amanda ernst an. "Ich dachte, du willst nicht mehr..."

"Nur noch einmal, Mac. Ein letztes Mal. Weißt du, sie haben da diese Perlensammlung", quengelte sie. "Ich habe auch schon einen Abnehmer, der mir 2.000.000 $ dafür zahlt", setzte sie dem schnell nach.

"Du wolltest doch nicht tatsächlich nur nach Mallorca, allein wegen dieser Ausstellung." Verspielt verschähmte Blicke trafen auf MacLeod, der nur noch ungläubig den Kopf schütteln konnte.

"So Leute. Schnappt eure Koffer. Vergesst eure Schwerter nicht und kommt zum Auto. In einer Stunde geht unser Flug", sprudelte es plötzlich aus Methos, beinahe schon täuschend echt so voller Vorfreude, wenn auch noch immer viel zu müde.

Mit einem Blick aus dem Fenster bildeten sich Runzeln auf MacLeods Stirn. Es regnete in Strömen, es stürmte und bis es anfing zu Gewittern, war auch nur noch eine Frage der Zeit. Wow, da kam man in Urlaubsstimmung!

 

 
-6:30 / Charles de Gaulle, Paris-

 

Patschnass kamen die Unsterblichen am Pariser Flughafen an. Gut, sie saßen in einem Auto, aber es dauert so seine Weile, bis man wieder trocken wird, wenn man bei einem solch starken Regen von seinem zu Hause bis zum Auto laufen muss. Der Einzige, den das nicht zu stören schien, war Methos. Irgendwie musste er nun versuchen, das beste aus der Lage zu machen und Trübsal blasen ist dafür nicht das geeigneteste Methode.

Frierend durch die Nässe stiegen die drei aus dem Auto aus und steuerten direkt auf den Eingang des Terminals zu. Sehr viel Zeit blieb ihnen da nicht mehr, aber da sie auf Methos' persönlichen Wunsch erste Klasse gebucht hatten, würde das wohl kein all zu großes Problem werden.

Suchend blickten alle drei auf die Anzeigetafel und suchten ihren Flug und beinahe im gleichen Moment wurden sie leichenblass. Da stand es:

Ihr Air France Flug von Paris nach Palma

und direkt dahinter ein dickes gecancelt.

Die Unsterblichen brachen innerlich schon beinahe zusammen. Der Urlaub fing wirklich schon brillant an.

Methos seufzte. "Ich denke, ich gehe mal zur Information", opferte er sich bereitwillig auf und ging los, während seine Begleiter ihre Blicke nicht von ihm ließen.

Abgesehen von dem schlechten Urlaubsstart hatte sich der Highlander wie ein kleines Kind auf diesem Urlaub gefreut. Zwei Wochen mit Methos und Amanda, lange warme Nächte am Strand oder auch im Hotel. Sonne, Sand und Meer oder mehr?!. Was ließe sich da doch alles machen? MacLeod versank in seinen Fantasien. Er sah Methos schon vor sich, wie er leicht gebräunt am Meer stand und auf das Wasser blickte, mit Tropfen des Wassers, die auf seinen Bauchmuskeln funkeln. Irgendwie brauchte er mal Urlaub, schließlich hatte er mit seinen über 400 Jahren so etwas viel zu selten erlebt.

Einen kurzen Moment später trottete Methos in langsamen Schritten zurück und blickte seine beiden Freunde niedergeschlagen an.

"Sechs Stunden", begann er kurz und knapp. "Es kann bis sechs Stunden dauern! Wir wurden umgebucht auf den 10:00 Flug. Na ja, und der hat Verspätung."

Ratlos sahen die Unsterblichen sich an. Nun ging es wohl ans Zeit-Tot-Schlagen. Doch wie packte man das am besten an?

Amanda begann auf einmal zu Strahlen wie ein Honigkuchenpferd.

"Ähm, ich denke, ich gehe mal ein bisschen bummeln. Die Geschäfte hier sollen wirklich sehenswert sein", und mit diesen Worten machte sie sich auch schon aus dem Staub.

Dem Highlander rutschte ein dicker Klumpen den Magen hinunter. "Amanda warte, ich komme mit", rief er ihr besorgt hinterher.

Ruckartig blieb die Unsterbliche stehen. "Nicht das, was du denkst, Duncan. Ich will wirklich einfach nur ein wenig shoppen", begann sie, wobei ihr Blick auf MacLeod dabei immer lieber und eindringlicher wurde. "Obwohl mir gerade einfällt, dass ich gar keine Francs mehr dabei habe." Ihr Blick wurde immer erweichender, immer niedlicher. "MacLeod?!"

Seufzend zog der Highlander seine Brieftasche aus der Jacke und reichte ihr seine Kreditkarte hinüber. Mit einem breiten Grinsen steckte die Unsterbliche sie ein und zog noch immer grinsend in völliger Vorfreude los.

Was hätte er auch machen sollen? Hätte er sie so ziehen lassen, würde sie ihren Urlaub wahrscheinlich auf irgendeinem Polizeirevier verbringen. Gut, bei Amanda wäre dies wohl nicht der Fall, aber er konnte es einfach nicht wirklich ertragen, wenn Amanda immer wieder lange Finger bekam.

Erwartungsvoll blickte der alte Mann MacLeod an. Und was würden sie nun die nächsten Stunden tun? Im Wartebereich einen Kaffee nach dem anderen schlürfen und den Flugzeugen beim Starten und Landen zu sehen? Nein, da gab es sicherlich besseres.

Methos schenkte dem Highlander ein verschmitztes Lächeln. "Ich denke wir finden auch eine Beschäftigung, nicht war Mac?"

 

 
-etwa 30 min. später-

 

Gähnend saß MacLeod auf seinem Stuhl im Wartebereich und nippte an seinem Kaffee. Warum buchten sie nicht einfach einen sicheren Flug, am nächsten Tag. Aber, gab es das überhaupt? Einen sicheren Flug? Na ja, wohl kaum in der Welt, in der Streiks und andere kleine Hindernisse die Flugwelt aus ihrem Rhythmus bringen. Vielen anderen Menschen würde es in diesem Moment genau so gehen, doch wirklich beruhigen tat ihn das irgendwie nicht.

Der Highlander warf einen Blick auf Methos, der mit geschlossenen Augen direkt neben ihm saß. Er sah richtig friedlich aus, wie er da auf seinem Stuhl hing. Von was er wohl gerade träumte? Von ihm? Von heißen Mondscheinnächten auf Mallorca. Wie gerne würde er einfach in ihn hinein sehen können.

 

Methos' Gedanken wichen nicht von seinem Vorhaben ab. Lange würden sie hier nicht mehr sitzen. Er fand diese Idee einfach zu reizvoll, um sie einfach so zu verwerfen. Zugegeben, ein Flughafen war nicht gerade der geeigneteste Ort, aber gerade das machte es doch interessant.

Langsam streckte er seine Hand zur Seite und fuhr MacLeod vorsichtig unter seinen Pullover. Seine Finger glitten über seinen gesamten Oberkörper und das Gefühl der Haut und Muskeln des anderen Mannes an seiner Hand machte ihn nur noch kribbeliger.

Erstaunt blickte MacLeod ihn an. Hier?

Methos' Fingerspitzen umkreisten vorsichtig seine Brustwarzen und eine Gänsehaut lief MacLeods Rücken herunter. Der Druck seiner Finger wurde immer stärker und der Highlander spürte, wie die Erregung in ihm aufstieg. Er musste sich auf die Lippen beißen, um nicht aufzustöhnen.

Methos grinste leicht und ließ seine Finger tiefer fahren. Seinen Oberkörper hinunter, über seinen Bauchnabel hinweg bis in seine Jeans hinein. Es war nicht einfach, sich seinen Weg durch die Hose zu bahnen, doch irgendwann umfasste er das, was er haben wollte. MacLeods Biss auf seine Lippen wurde immer stärker und er wusste, entweder würde er gleich beginnen zu bluten oder er konnte den Schrei, der sich mehr und mehr in ihm aufbaute, nicht länger zurück halten.

Verschmitzt blickte Methos ihn an: "Gehen wir uns ein wenig umsehen?"

 

 
- etwa 20 min. später-

 

Mit beinahe noch einem weiteren Koffer voll neuer Einkäufe und einer stark belasteten Kreditkarte, lief Amanda suchend durch den Wartebereich. Sie konnte die beiden Unsterblichen deutlich spüren und sie wusste, dass sie sehr weit nicht sein konnten. Doch wo? Skeptisch lief sie einen kleinen Gang hinunter, der nicht wirklich danach aussah, als wäre er für Passagiere gedacht, aber irgendetwas in ihr sagte ihr, dass sie da entlang gehen sollte.

Langsam aber sicher wurde ihre Tüten wirklich schwer, aber was hätte sie machen sollen? Die Kleider, die Handtasche und dem Schmuck einfach liegen lassen? Unmöglich. Es war einfach praktisch, dass es in vielen Flughäfen meist ein Nobelgeschäft nach dem andern gab. Sie hoffte nur, MacLeod würde nicht sauer auf sie werden, wenn er erfuhr, dass allein dieses umwerfende Abendkleid von Gucci 60.000 France gekostet hat. Würde er? Nein! Ein kleines Lächeln auf ihren Lippen und alles wäre vergessen.

Plötzlich hörte sie hinter einer Tür ein Geräusch. War das Duncans Stimme? In einer Besenkammer? Was tat MacLeod in einer Wäschekammer? Grinsend blieb Amanda vor der Tür stehen. Irgendwie konnte sie es sich denken.

Ohne noch sehr viel darüber nach zu denken, nahm sie die Türklinke in die Hand und zog die Tür auf.

Amandas Grinsen wurde immer breiter. Gerade noch lag MacLeod unbekleidet mit dem Bauch über eine Wäschekiste, während Methos genauso nackt wieder und wieder in seinen mit Schweißtropfen übersäten Körper hinein stieß und nur einen kurzen Moment später standen beide genauso erschöpft wie erschrocken kerzengerade vor ihr.

Die Unsterbliche konnte sich ein winziges Lachen nicht verkneifen. "Darf ich mitmachen?", fragte sie verschmitzt und ging auf die beiden Männer zu, die immer noch ziemlich baff da standen. Langsam begann sie Duncan die Schultern zu massieren, der nur wenige Sekunden später begann, Methos Oberkörper zu streicheln.

Nur wenige Minuten später lag Amanda mit den beiden Männern dicht ineinander verschlungen auf dem Boden der Wäschekammer. Ihre Zunge fuhr in geschickten Bewegungen über MacLeods Erektion, ihre beide Hände nicht von ihm weichend, während Methos nun vorsichtig begann, in sie hinein zu stoßen. Immer mehr und mehr gerieten die drei in Ekstase, immer lauter wurde das Stöhnen, welches durch den Raum drang, und immer schneller ihre Bewegungen. Mehr und mehr Schweiß bildete sich auf jedem einzelnen der Körper und vermischte sich dann mit dem anderen. Die Unsterblichen vergaßen alles um sich herum. Sahen nur sich und die beiden anderen Personen um sich herum. Kamen mehr und mehr zu dem Gipfel aller Gefühle, bis sie dann plötzlich erschöpft regungslos auf dem Boden zur Ruhe kamen.

Niemand sagte ein Wort. Jeder genoss den Moment. Den Moment, den Atem des anderen zu spüren. Den Moment, den Herzschlag des anderen zu spüren.

Plötzlich setzte sich Amanda auf und blickte die beiden Männer an, "Gehen wir was essen?"

 

 
-Gegen 12:00 hrs. noch immer am Flughafen-

 

Noch immer müde ließen, sich die drei Unsterblichen in die Flugzeugsitze fallen. Immerhin flogen sie nun eine halbe Stunde eher als anfangs befürchtet, was allerdings auch nicht wirklich eine Entschädigung war. Schon gar nicht für das Flughafenrestaurant. 55 France für ein Salami-Käse-Baguette, welches noch nicht mal das Beste war, waren mehr als nur zu viel. Das war Wucher!

Amanda lehnte sich zurück und schloss die Augen. Sie hatte sich schon so darauf gefreut, heute nachmittag am Strand von Cala Ratjada zu liegen und die Sonne und das Meer zu genießen und nun würden sie voraussichtlich erst um 13:30 in Palma ankommen. Bis sie dann im Hotel waren, eingecheckt und alle anderen Kleinigkeiten hinter sich gebracht hatten, war es Abend und mit Sonne würde da wohl nicht mehr viel sein. Na ja, was soll's, es ließe sich noch eine ganze Menge anderes zum Abend hin anstellen.

Plötzlich schreckte sie von einem lauten Gekreische hinter sich wieder auf. Kinder! Drei kleine kreischende Kinder, direkt hinter ihr. Eigentlich mochte sie diese kleinen Wesen ja meistens. Wenn sie nur nicht anfangen zu kreischen! Gut, zumindest aber sollten die Eltern der Racker ja gleich für Ruhe sorgen.

Die Männer schien der Lärm überhaupt nicht zu stören. Die begannen langsam neben ihr ruhig vor sich hin zu schnarchen. Genau das würde sie nun auch gerne. Schlafen. Schließlich hatten sie in der Nacht nicht wirklich viel Gelegenheit dazu gehabt.

Gerade begann Amanda ein wenig zu schlummern, da spürte sie ein Zupfen an ihrem Minirock. Grummelnd öffnete sie wieder ihre Augen und neben ihr stand ein kleiner Junge, den sie auf höchsten fünf Jahre geschätzt hätte.

"Du, Tante", begann er quengelig, "mir ist langweilig."

Amanda begann zu überlegen, was sie dem Kind sagen würde. Sie konnte ihn ja nicht einfach so zum Teufel jagen, schließlich war es nur ein kleiner Junge.

"Geh doch mit Deinen Geschwistern spielen", sagte sie gedrungen freundlich.

"Wir wissen aber nicht, was", quengelte er weiter, "spiel du doch mit uns."

"Lass mich bitte ein wenig schlafen, Kleiner. Ja?", sagte sie und hoffte, dass das Kind das verstehen würde, auch wenn ihre Erfahrung anderes voraussagte.

"Ich will aber mit dir spielen", brüllte sie der Junge so laut an, dass auch Methos und Mac durch den Lärm aus ihren süßen Träumen gerissen wurden.

Langsam stieg eine gewisser Mix aus Wut und Verzweiflung in der Unsterblichen auf. "Hör zu, ich bin müde und möchte schlafen. Verstehst du das?"

"Nein!", antwortete der Kleine knapp und nahm frech auf Amandas Oberschenkeln Platz.

Methos konnte sich mittlerweile ein Lachen nicht verkneifen. "Hast du einen neuen Freund, Amanda?", fragte er und erntete von der Unsterblichen einen schrägen Blick. "Das ist nicht komisch!"

"Finde ich schon!", erwiderte er.

Vorsichtig setzte sie den Jungen wieder runter. Wo zum Teufel waren bloß die Eltern dies kleinen Satansbratens. Er konnte doch unmöglich alleine reisen. Suchend blickte sich Amanda um, bis plötzlich eine Stewardess auf sie zu kam und den Jungen wieder auf seinen Platz setzte. Amanda schloss darauf hin wieder ihre Augen und versuchte nur noch an ihren bevorstehenden Urlaub zu denken.

 

 
-30 min. später-

 

Völlig verzweifelt stand die Unsterbliche von ihrem Platz auf. Sie hatte alles versucht, wirklich alles. Sie hatte ihnen gut zugeredet, ihnen Geschenke versprochen, Drohungen aller Art von sich gegeben, doch Miguel, Rebecca und Felix hatten einfach kein Erbarmen. Sie mussten einen wirklichen Narren an der Unsterblichen gefressen haben, während sie die anderen Passagiere in völliger Ruhe ließen. Mittlerweile war ihr nur nach danach ihr Schwert rauszuholen und... Nein, wahrscheinlich würde es eine Tracht Prügel auch schon tun, aber das wäre ja gegen das Gesetz und dieses schätzte sie wirklich sehr. Na ja gut, hin und wieder, wenn es ihr mal nützlich schien.

Während der Highlander wieder vor sich hin schnarchte, kam der älteste aller Unsterblichen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Alles Betteln und Flehen um ein bisschen Hilfe von Amanda kam vergebens. Der alte Mann fand es einfach viel zu amüsant, wie sie von den Zwergen gepiesackt wurde. Am liebsten hätte er auch noch mitgemacht, aber das würde wohl ein wenig zu weit gehen.

Es war schon beinahe eine Erlösung für Amanda, als plötzlich die Durchsage kam, dass es auf Grund eines schweren Gewitters über der Insel es sehr wackelig werden kann und jeder Passagier angeschnallt auf seinem Platz sitzen bleiben sollte.

 

 
-Am Flughafen Palma 14:15-

 

Nachdem die Unsterblichen nun über eine halbe Stunde im heftigsten Gewitter kreisten ohne eine Landeerlaubnis zu bekommen, fühlte sich jeder einzelne von ihnen, besonders Amanda, doch schon ziemlich angespannt. Aber wenigstens, so dachte sie sich, waren am Ende die Quälgeister ruhig.

 

Niemand von ihnen sagte ein Wort, als sie in langsamen Schritten zu dem Laufband gingen, welches jeden Moment ihre Koffer hinaustragen würde. Sie spürten noch immer das Rütteln des Flugzeuges in den Knochen, spürten noch immer die Kopfschmerzen und die Übelkeit, die dadurch verursacht wurde, aber dies sollte sich langsam verziehen, sobald sie ins Freie der sonnigen Mittelmeerinsel treten würden.

Wenige Minuten später wartete nur noch Methos darauf, endlich seine Reisetasche in Empfang nehmen zu können und beobachtete starr das Laufband vor ihm. Amanda und MacLeod waren schon hinaus gegangen und somit standen außer ihm nur noch drei andere da, die noch ohne Gepäck waren.

Eine Laufbandrunde nach der anderen verging und es dauerte nur noch eine kurze Zeit, als Methos, ziemlich hilflos drein schauend, ganz allein vor dem Band stand.

Das konnte doch einfach nicht wahr sein. Warum musste so etwas ausgerechnet ihm passieren, schließlich waren in der Tasche die komplette neue Staffel von "Star Trek Voyager" und nicht zu vergessen "Romeo" von Elise Title, sein Lieblingsbuch.

Der alte Mann seufzte. Hier stehen bleiben und Wurzeln schlagen, würde ihm nicht sonderlich viel helfen. Er sollte zur Information gehen und die Sache melden, wer weiß, vielleicht waren seine Sachen ja gar nicht mal so weit weg und in wenigen Stunden könnte er eventuell schon wieder die Nase in sein Buch stecken.

In der Vorhalle waren jede Menge Menschen, nur die beiden, mit denen er sich dort treffen wollte, schienen nicht dort zu sein und wenn er ehrlich sein sollte, spürte er sie auch nicht mehr wirklich. Na ja, sollte er sie nicht mehr finden, würden sie sicherlich im Hotel sein und auch wenn er sich fragte, wo die beiden hin waren, so wollte er sich doch erst mal um seine Reisetasche kümmern, schließlich konnten die beiden ja auf sich selber aufpassen. Gut, meistens zumindest!

 

 
-zur gleichen Zeit etwa 500 m weiter-

 

Sie konnten es nicht fassen, es war auf weitester Entfernung um den Flughafen herum nicht die geringste Fahrmöglichkeit auffindbar. Von wegen Busse. Hätten sie am Flughafen nicht belauscht, wie sich ein deutscher Tourist in Bermuda-Shorts, dem passenden Hemd und Sandalen darüber aufgeregt hatte, dass die Busfahrer in einen Komplettstreik getreten waren, hätten sie später wahrscheinlich eine Ewigkeit auf ihren Bus gewartet.

 

Gut, somit hielten die beiden Unsterblichen es für sinnvoll ihnen eine Fahrgelegenheit zu besorgen, während der alte Mann auf seine Reisetasche wartete. Zumindest hatte Amanda unter der ganzen Ansammlung von Touristen noch einen Kofferkuli ergattern können. Sie hatte ein junges Ehepaar freundlich darum gebeten, ihr den ihren zu überlassen, da sie, wie es aussah, eh bald abgeholt wurden. Schließlich konnte sie es nicht mit ansehen, wie MacLeod sich die ganze Zeit mit seinem und ihren 2 Koffern rumschleppte.

Aufgeben wollten sie natürlich nicht, trotzdem hielten sie es augenblicklich für besser, zum Terminal zurück zu kehren. Schließlich müsste Methos seinen Koffer mittlerweile haben.

 

 
-Eine halbe Stunde später, noch immer an Flughafen Palma-

 

Noch immer stand Methos an dem Informationsschalter, der ihm eigentlich weiterhelfen sollte. Ein kleinen Moment warten müsste er oder morgen noch mal anfragen, hieß es. Morgen! Einen merkwürdigen Humor hatten die. Jeder Mensch braucht doch Gepäck, wenn er verreist. Sachen zum Wechseln, seine alltäglichen Gebrauchsgegenstände. Zumindest hatte er sein Schwert. Mit Duncan als Antiquitätenhändler war es wesentlich unkomplizierter, das gute alte Stück mit sich zu führen.

"Señor", sprach ihn plötzlich eine junge hübsche Frau an. "Es tut mir leid, aber ihr Koffer ist noch nicht wieder aufgetaucht. Aber machen sie sich keine Sorgen, Señor. Sie werden ihre Sachen bestimmt bald wieder bekommen."

"Und da lässt sich nichts machen?", bohrte der alte Mann noch mal nach, doch die blonde Frau zuckte scheinbar mitleidig mit den Schultern. "Es tut mir wirklich leid, Señor", wiederholte sie. "Aber glauben sie mir. Wir haben solche Falle schon öfters mal gehabt und bisher sind die Koffer doch immer wieder aufgetaucht, wenn es auch manchmal ein wenig gedauert hat."

Methos sackte leicht genervt in sich zusammen. Bald! Das Wort hatte er nur schon zu oft gehört! Mittlerweile wurde er sich immer sicherer, dass dieser Urlaub nicht sein Traumurlaub werden würde.

Plötzlich spürte er den Buzz durch seine Gliedmaßen schießen, das Gefühl, welches ihm sagte, dass ein Unsterblicher in unmittelbarer Entfernung war. MacLeod! Wenigstens etwas, was heute noch einigermaßen gut lief. Das konnten einfach nur MacLeod und Amanda sein... hoffte er!!

Mit suchenden Blicken schwirrte der alte Mann durchs Terminal, immer dem Gefühl nach. Er spürte, wie er den Andern immer näher kam und somit dem näher kam, nun endlich ins Hotel zu fahren und sich erst mal mit einer Flasche Bier auf die Couch zu hauen und ein paar Minuten lang zu entspannen.

 

 
-15:30 hrs., und noch immer am Flughafen Palma-

 

Mittlerweile standen die drei wieder zu einander gefundenen Unsterblichen ziemlich hoffnungslos, in den nächsten drei Stunden noch zu ihrem Hotel zu kommen, immer noch da. Kein Bus war weit und breit in Sicht und ein Taxi zu bekommen, grenzte an Unmöglichkeit. Sie hatten bereits an der Information nach diversen Abholdiensten gefragt, doch dort sah man sie nur unglaubwürdig an und ließ sie auf die anderen eisern wartenden Touristen blicken, die schon teilweise seit gestern hier verweilten.

Plötzlich tippte MacLeod ein korpulenter Mann, im Bermuder-Zweiteiler und Sandalen an und meint im breiten Ruhrpott-Deutsch2, deutlich auf der Suche nach Smalltalk: "Auch ohne fahrbaren Untersatz, Kumpel?" Kumpel? * dachte MacLeod und versuchte sein freundlichstes Grinsen auf zu setzten. "Ja", antwortete er ihm und drehte sich schnellsten wieder zu Methos und Amanda.

Wieder tippte ihm der Mann auf die Schulter. "Wissen Sie, mein Freund, meine Frau Ilse und ich warten schon seit gestern Abend hier."

"Schön", antwortete der Highlander mit dem gleichem Lächeln wie zu vor, ohne jegliches Interesse, sich auch nur irgendwie mit dem Herrn zu unterhalten.

"Wir kommen aus Bochum", setzte der Mann fort, "und kommen jedes Jahr hier her. Immer wieder Cala Radjada. Immer wieder Vista Pinar."

Plötzlich schob sich Amanda hellhörig dazwischen. "Hab ich sie richtig verstanden, dass sie im Vistar Pinar gebucht haben. Bei Juan Ferra, dem alten Gigolo?"

Uups, Amanda musste schlucken. Hatte sie sich wieder verquatscht? Na ja, musste ja niemand wissen, dass sie vor fünfzehn Jahren eine kleine Affäre hatte. Und wenn, ging es ja auch schließlich niemanden etwas an. Schließlich war sie ja nicht wirklich fest gebunden.

"Ja!", antwortete der Herr enthusiastisch, "sagen Sie bloß, Sie auch?"

Amanda lachte, wie es falscher und freundlicher nicht mehr ging. "Jaaa!", antwortete sie und setzte urplötzlich ihre herzzerreißenste Miene auf. "Würden Sie uns vielleicht mitnehmen, junger Mann?", fing sie zu schmeicheln an. Der Deutsche blickte fragend zu seiner Gattin hinüber, die etwas verbissen und ziemlich unzufrieden nickte: "Natürlich. Wie könnte ich einer so hübschen Dame eine Bitte abschlagen", antwortete er freundlich und erntete einen Seitenhieb seiner Frau.

Es ging zwar allen drei ziemlich auf den Keks, sich dem Ehepaar anzuschließen, aber es war doch immer noch besser, als die ganze Nacht über auf dem Flughafen zu verbringen und allen fiel mit diesem Lichtblick doch ein ziemlicher Stein vom Herzen.

 

 
-30 min. später-

 

Langsam zog sich der Himmel zu immer dichteren Wolken zusammen und die ersten Regentropfen fielen auf die Unsterblichen hinab. Von Sekunde zu Sekunde wurde der Regen stärker und man konnte beobachten, wie die Leute nach einem Unterschlupf suchten oder sich jeden nur greifbaren Gegenstand über den Kopf hielten, denn an einen Regenschirm denkt man bei einem Urlaub auf Mallorca ja meistens nicht.

Amanda versuchte sich vor den mittlerweile riesig scheinenden Regentropfen mit ihrem dünnen weißen Stoffjäckchen, welches farblich genau zu ihrem Miniröckchen passte, zu schützen.

Über Methos Gesicht zog sich ein kleines Lächeln, als er beobachtete, wie Amanda versuchte, sich diesen kleinen Stofffetzen über ihren Kopf zu ziehen und irgendwie funktionierte dies nicht so wirklich.

"Was?", Amanda guckte den mittlerweile patschnassen Methos spielerisch grimmig an.

Methos' Grinsen wurde beinahe schon hämisch und die einzige Antwort, die Amanda bekam, war ein lockeres Schulterzucken des alten nassen Mannes.

Es dauerte nur wenige Minuten, da war auch Amandas Jacke durchgeweicht und sie war beinnahe genauso nass wie die anderen beiden. Dabei hatte sie MacLeod doch noch gesagt, er solle einen Schirm mitnehmen, aber nein, das könnte ja zu schwer werden!

Irgendwo war Methos sich nicht sicher, ob er eher glücklich oder betrübt über den plötzlichen Regen seien sollte, denn er musste zugeben, dass ein nasses Sweatshirt dem Highlander wirklich besonders gut stand. Jeder einzelne Muskel zeichnete sich auf dem Stoff ab. Jeden Atemzug konnte man sehen. Der Unsterbliche versuchte die Beherrschung zu behalten. Nicht hier und nicht jetzt. Es war zwar das Beste, sich bei diesem Wetter warme Gedanken zu machen, dennoch wäre das mit seiner nassen, enganliegenden Stoffhose in aller Öffentlichkeit nicht so vorteilhaft.

Plötzlich kam der hilfsbereite Deutsche freudenstrahlend auf sie zu gerannt. Seine Kleidung hatte durch den Regen ihren Halt verloren und mittlerweile konnte man seinen zwischen Hemd und Hose prall hervor schießenden Bierbauch bewundern, den er sich jahrelang mühevoll angetrunken hat.

"Es ist da!!!", schrie er so enthusiastisch, dass man das Gefühl hatte, seine Frau hätte ein Baby bekommen. "Schnell, kommt schnell. Das Auto! Es ist da!!"

Ein erlöstes Lächeln zog sich über die Gesichter der drei Unsterblichen. Es war tatsächlich soweit. Sie kamen endlich von diesem Flughafen weg, den man mit der Zeit wirklich hassen lernen konnte.

 

 
-wenige Minuten später-

 

Mit Mühe hatte es der Fahrer des Hotels geschafft, alle Koffer zu verstauen. Der Kofferraum war ohne Frage voll, den Rest hatte man auf dem Dachträger gestapelt. Ein paar Minuten mehr oder weniger im Regen würden dem Gepäck nun auch nichts mehr ausmachen.

"Wo ist Dein Koffer, alter Freund?", fragte der Deutsche und klopfte Methos auf die Schulter.

"Das wüsste ich auch gerne", antwortete der Unsterbliche. "Oh je, weißt du", begann er, nachdem jeder nach und nach, anfing sich ins Auto zu quetschen, "Das ist mir auch mal passiert. Ist schon zwanzig Jahre her, aber ich hatte damals wirklich Angst um die Sachen. Einige unersetzbare Stücke waren drin. Es hat ganze zwei Wochen gedauert, bis ich mein Gepäck wieder hatte." Methos nickte nur scheinbar freundlich und stieg in den Wagen ein.

Der nette Herr, der nun dicht neben Methos saß, wollte gar nicht mehr aufhören zu erzählen, doch der alte Mann wusste schon, wie er das Ganze zu ignorieren hatte. MacLeod hingegen bekam eher nicht mehr sehr viel davon mit, vielmehr genoss er, so eng wie nur irgend möglich von den nassen Körpern Amandas und Methos' umgeben zu sein. Der Highlander spürte, wie eine Hitze in ihm aufstieg, immer stärker werdende angenehme Hitze, die ihm nur allzu bekannt war. Plötzlich war er mit seinen Gedanken ganz wo anders.

 

Vor sich sah er ein Bett. Ein großes Bett, mit einem nassen, nackten Mann und einer nassen, nackten Frau, die verblüffende Ähnlichkeiten mit seinen beiden Mitreisenden hatten und nur so auf ihn warteten. Er riss sich seine Kleidung vom Leib und stieg ins Bett. Er spürte die nackte Haut der beiden an sich, spürte, wie Methos mit seiner Hand über seinen Körper glitt, mit seinen Brustwarzen spielte, spürte, wie Amanda mit ihrem Mund seine Erektion umschloss und begann, mit Zunge und Lippen in geschickten Bewegungen damit zu spielen, während Methos ihn weiter und weiter an seinen empfindlichsten Stellen berührte.

Nach einem kurzen Moment hatten sie die Stellung gewechselt, so dass Methos vorsichtig in ihn eindringen konnte, während Amanda weiter machte, was sie begonnen hatte.

MacLeods Körper begann zu zittern und er begann laut zu stöhnen, immer lauter und lauter. Jeder Punkt seiner Haut schien zu kribbeln und er spürte, wie es mehr und mehr näher kam. Wie er mehr und näher und näher an den Punkt der Erlösung kam.

 

Plötzlich hörte der Highlander eine Stimme. "Mac? MacLeod? Aufwachen! Wir sind da."

Ruckartig riss der Highlander seine Augen auf und blickte ein wenig verdutzt in die breit grinsenden Gesichter. Er brauchte ein bisschen, bis er realisierte, was geschehen war, doch in Anbetracht der Tatsachen, vor allem der ausgeprägten Wölbung in seiner Hose, konnte er es ziemlich schnell vermuten.

Stillschweigend nahm MacLeod seinen Koffer vom Wagen, während ein gewisses Grinsen noch immer auf den Gesichtern der anderen beiden Unsterblichen verweilte und sie betraten zusammen das Hotel.

"Habe ich im Schlaf gesprochen", fragte MacLeod förmlich mit Bitte um Gewissheit.

"Nun ja, nicht wirklich geredet", antwortete ihm der alte Mann mit einem noch breiterem Grinsen als zuvor.

Der Highlander musste ein wenig schlucken. Er musste sich nun zusammenreißen, schließlich war er ein Mann und keine Maus, über 400 Jahre alt und zu dem noch ein Schotte. Ihm sollte einfach nichts peinlich sein. Na ja, zumindest so etwas nicht.

Endlich hatten sie wieder ein Dach über dem Kopf und endlich stand einer Verschnaufpause im trockenen Hotelzimmer nichts mehr im Wege, zumal eine Dusche nun auch nicht schlecht wäre.

Wieder etwas zufriedener stand Amanda nun an der Rezeption und wartete darauf, nach dem deutschen Ehepaar einchecken zu können.

"Guten Tag, Señor", begrüßte sie den Portier, "Wir haben ein Zimmer für drei bestellt. Auf den Namen MacLeod." Das Gesicht des Portiers wurde ganz plötzlich ernster. "Ahh, MacLeod! Es tut mir wirklich leid, Señora. Wir sind leider schon seit langem überbucht. Wir haben uns bereits mit Ihrem Reiseleiter in Verbindung gesetzt. Sie sind umgebucht, unser Fahrer wird Sie, sobald er frei ist, in Ihr Hotel bringen."

"Ich möchte bitte sofort mit Juan sprechen", sagte Amanda völlig fassungslos.

"Es tut mir leid, Señora. Señor Ferra ist momentan in Palma. Aber ich versichere Ihnen, auch er würde Ihnen das gleiche sagen müssen."

"Das glaube ich nicht", begann sie. "Rufen Sie ihn an. Ich möchte, dass Sie ihn sofort anrufen", langsam begann Amanda aufzubrausen, während die Männer nur regungslos hinter ihr standen.

"So versehen Sie doch, Señora." Langsam hörte sich der Mann verzweifelt an. "Es wird nichts ändern. Señor Ferra möchte nicht gestört werden."

"Bei mir wird er eine Ausnahme machen. Und wenn.."

"Lass gut sein Amanda", unterbrach MacLeod sie, "Dann gehen wir eben in ein anderes Hotel."

Nachgiebig drehte sich Amanda zur Seite und die Erleichterung des Portiers war beinahe schon bildlich in seinem Gesicht zu erkennen.

"Sie können sich solange in die Bar dort vorne begeben", sagte der Portier, noch bevor er sich dann anderen Gästen zu wand.

 

 
-18.00 hrs./Vista Pinar, Cala Ratjada, Mallorca-

 

Methos schnippte erneut mit den Fingern, um dem Ober zu signalisieren, dass sie gerne noch eine weitere Runde hätten. Leicht angeheitert hingen die drei Unsterblichen, mehr auf als nebeneinander, an einem Tisch der Bar und kamen aus dem Quietschen und Lachen gar nicht mehr heraus. Jeder von ihnen hatte zumindest irgendwo die Hand eines anderen sitzen.

"Entschuldigen Sie, aber wäre es nicht besser, wenn Sie auf Ihrem Zimmer weiter machen würden."

"Gerne, Señor", antworte Amanda, schon fast lallend "Haben Sie eins für uns?"

Irritiert blickt der Ober die Drei an.

"Wir wurden umgebucht", klärte der Schotte den Herrn auf. "Was ist mit unserer Runde?"

Bevor der Ober seine Antwort auch nur beginnen konnte, platzte der Portier in die Bar hinein.

"Señors, Señora? Der Fahrer ist nun für Sie bereit."

Hoffnungsvoll saßen die drei im Wagen. Weit sollte es ja nicht sein, bis sie nun endlich ihr Hotel erreichten. Der Tag allerdings war nun wirklich fast vorbei. Mit Strand war jetzt tatsächlich nichts mehr. Sie hofften nur, dass dieser nicht ganz so weit von dem Hotel entfernt wäre.

MacLeod musste gähnen. Ihn packte immer wieder die Müdigkeit, aber war das nach einem solchen Tag noch ein Wunder.

"Willst du schon wieder schlafen?", fragte Methos mit einem hämischem Grinsen auf seinen Lippen, während seine Hand fest über des anderen Oberschenkel strich. Durch Duncans Körper schoss blitzartig eine Gänsehaut. Vorsichtig ließ der alte Mann seine Hand höher wandern und ließ sie unter den Hosenbund schlüpfen.

MacLeods Atem wurde schneller "Bist du wahnsinnig? Doch nicht hier!", flüsterte der Highlander ihm zu.

Methos grinste. "Warum denn nicht?" Mit diesen Worten begann der alte Mann mit zwei Fingern über sein Bändchen zu massieren, während Amanda neben ihnen in ihrem Schwipps so vor sich hin döste.

Methos' Bewegungen schienen von Sekunde zu Sekunde intensiver und der Highlander musste sich zusammenreißen, um nicht laut aufzustöhnen. Oh Gott, was hatte dieser Mann bloß mit ihm vor? Er hatte das Gefühl, diese Finger würden ihn in den Wahnsinn treiben. MacLeod verlor mehr und mehr die Kontrolle über sich. Er nahm kaum noch wahr, was um ihn herum geschah, spürte nur noch die beiden Finger, wie sie in geschickten Bewegungen sein Glied massierten, bis es plötzlich wie meterhohe Wellen über ihn kam. Ein lauter Schrei schoss aus ihm heraus und ein kurzer Blick des Fahrers schoss zu ihnen nach hinten.

"Alles in Ordnung, Señor?", fragte er.

"Ja", antwortete MacLeod,"Es war nur ein Traum."

Methos lächelte ihn an und flüsterte ihm zu: "Diesmal nicht, Mac!"

Erst jetzt fiel ihnen auf, wie lange sie eigentlich schon unterwegs waren. Wie lange fuhren sie nun schon, zwanzig, dreißig Minuten? Wo brachte er sie bloß hin? Schließlich hatten sie einen Urlaub in Cala Ratjada gebucht.

 

 
-etwa 10 Minuten später-

 

Erschöpft standen die drei Unsterblichen nun zu guter Letzt doch noch in der Tür zu ihrem Hotelzimmer... ihr Hotelzimmer mit freiem Ausblick auf den Ballermann 6, die wohl bekannteste Lokalität der Insel.

Sechs Augen musterten den Raum. Ein größerer Raum, mit einem großem Bett, separatem Badezimmer, einer Wohnecke, Hotelbar, TV und allem, was sonst noch dazu gehörte. Na wenigstens das Hotelzimmer war in Ordnung. Gerade wollte sich MacLeod das Ganze näher ansehen und trat den ersten Schritt in den Raum, da schoss auf der anderen Seite des Raumes die Holzleiste hoch. MacLeod musste schlucken. Hoffentlich würde sie nicht gleich durch den Boden hindurchbrechen. Aber so eine unebene Leiste würde ja schließlich noch nicht viel heißen.

Vorsichtig betraten nun alle drei den Raum. Jeder Schritt brachte ein lautes Knacken mit sich. Ob das schon mal jemand dem Personal gemeldet hatte? Wahrscheinlich schon!

Die drei Unsterblichen trieften vor Nässe und Amanda sehnte sich nun nach kaum etwas mehr als einer schönen heißen Dusche und sauberer trockener Kleidung. Sie konnte sich nicht vorstellen, wann sie sich das letzte Mal so unwohl in ihrer Haut gefühlt hatte, alles war so kalt und klamm und bevor sie auch nur ans auspacken dachte, verschwand sie auch schon im Bad

Erschöpft zog sich Methos seine nassen Klamotten aus, ließ sich ins Sofa sinken und lege seinen nackten Füße auf den Tisch. Jetzt müsste er seine Reisetasche bei sich haben. Wenn man nach so einem Tag splitternackt auf der Couch saß, was gab es da schöneres als sich eine nette "Voyager" - Folge anzusehen...!

MacLeod musste grinsen, während er sich umzog. Er wusste, dass es nun eigentlich an der Zeit war, dem alten Mann zumindest doch eine Hose und einen Pulli anzubieten, aber musste er das wirklich?

Neee, das Bild war einfach viel zu schön, um es zu zerstören. Statt ein paar Sachen für Methos rauszusuchen, zog der Highlander es vor, sich erst einmal neben ihn zu setzen.

 

Beinahe noch im selben Moment ertönte ein lauter Schrei aus dem Badezimmer. Wie von einer Tarantel in den Hintern gepiekst sprang der Highlander auf und rannte ins Badezimmer und Methos gelassen hinterher.

Starr und nackt stand Amanda vor der Dusche und stammelte:"Ka, ka, ka..."

Vorsichtig warf MacLeod einen Blick in die Duschwanne und ruckartig wich er wieder zurück, seine Stirn in tiefe Falten gelegt. Kakerlaken! In der Wanne tummelte es nur so von diesem kleinen, putzlebendigen Kerlchen und an der Decke hatte sich die Familie einer besonders großen und ekeligen Spinnenart breitgemacht.

Methos reichte ein kurzer Blick an dem Highlander vorbei. Dann verließen die drei mit einem klammen Gefühl im Magen des Raum. Es musste eine Ewigkeit her gewesen sein, dass jemand die Dusche zum letzten Mal benutzt hatte. Er sollte den Zimmerservice rufen und um ein neues Zimmer bitten, wer wusste, wo sich diese Tierchen noch aufhielten.

Zuvor würde er allerdings beim Flughafen anrufen. Er brauchte seine Tasche und zwar dringend.

 

 
-Eine halbe Stunde später-

 

Ein aufdringliches Klopfen an der Tür holte die drei Unsterblichen aus dem Schlaf. Sie wollten sich nur kurz hinsetzen, nur kurz den Schock bzw. den ganzen Tag einwenig rutschen lassen, doch dauerte es nur wenige Sekunden, da waren allesamt übereinander in die süßesten Träume gesunken. Träumten voneinander, von einem gelungenen Urlaub, von Sonne, Strand und mehr. So war dies eine nicht besonders angenehme Art geweckt zu werden, vor allem da das Klopfen lauter hätte gar nicht mehr sein können... und es wollte auch überhaupt kein Ende nehmen. Somit raffte sich der Schotte auf und ging zur Tür. Zumindest war er im Gegensatz zu Methos nicht nackt!

"Guten Abend, Señor. Sie hatten wegen eines Problems angerufen", begann der Hotelangestellte.

MacLeod bat ihn hinein. "Wir haben hier Kakerlaken, Señor. Die ganze Dusche ist voll Kakerlaken."

"Oh, das tut mir leid, Señor", antwortete der Mann, während er krampfhaft versuchte, seine Blicke von Methos abzuwenden. "Die kleinen Tierchen krabbeln nur zu gerne in die Badewanne. Ich werde sie sofort entfernen."

"Nein!", meldete sich Amanda zu Wort. "Ich möchte nicht, dass sie entfernt werden. Ich möchte ein neues Zimmer!"

"Das ist nicht möglich, Señora. Die anderen Zimmer sind belegt und..."

"Und was?", fragte Amanda gereizt.

"...und ein paar kleine Krabbeltierchen werden Sie da auch finden."

Die Unsterbliche ließ sich fassungslos wieder zurück ins Sofa sinken. Das konnte doch einfach nicht wahr sein. Bisher hielt sie Tage, an denen wirklich alles schief ging, für ein Gerücht. Sie wurde eines Besseren belehrt.

"Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie helfen?", fragte der Hotelangestellte, während er die kleinen Tierchen aus der Dusche entfernte.

"Danke", antwortete MacLeod mit einem Kopfschütteln, woraufhin der Mann das Zimmer auch wieder verließ.

"Vielleicht sollten wir erstmal einen Spaziergang machen", schlug der älteste Mensch der Welt vor. "Vielleicht ganz gut, um sich wieder ein bisschen zu beruhigen. Der Regen hat aufgehört und wir sollten das Beste daraus machen."

"Sicher", antwortete der Highlander, begann zu grinsen und musterte Methos von oben bis unten. "Nur vielleicht solltest du dir zuvor etwas anziehen", Mit diesen Worten zog er ein paar Sachen aus seinem Koffer hinaus. Methos hatte genug gezappelt.

 

 
-Gegen 21.00 hrs. im Hotelpark-

 

Die Abendsonne war noch einmal am Himmel erschienen und ließ nun ihre Strahlen auf sie nieder fallen, während sie versuchten, wenigstens die letzten Stunden ihres ersten Urlaubstages noch zu genießen.

Es war schon merkwürdig, dass ein solch verkommenes Hotel einen derart gepflegten Golfplatz hatte. Interessiert blickten die drei auf die vor sich liegende grüne Weite des Golffeldes, auf dem weit und breit kein Mensch mehr zu stehen war.

Über Amandas Gesicht zog sich ein weites Lächeln. "Wie sieht's aus Männer? Spielen wir eine Runde?"

Es war irgend wie eine verrückte Idee, nach einem solchen Tag um diese Zeit ans Golf spielen zu denken, aber irgendwie hatte es was. Vor allem musste man ja irgendwann mal sein Handicap aufbessern.

 

"Klar, worauf warten wir noch?", antwortete Methos und warf seine Arme um die Schultern der anderen beiden Unsterblichen, um dann das Spielfeld zu betreten.

"Wie habt ihr euch das vorgestellt?", warf der Highlander ein "Der Platz hat seit einer guten Stunde geschlossen." Irgendwie hatte er eine bereits eine Ahnung, was die Antwort sein würde, dennoch durfte er ja noch hoffen, dass die Beiden das Schild einfach übersehen hatten.

"Ein paar Löcher nur, Duncan. Nur um ein bisschen Spaß zu haben. Einfach so", begann Amanda ihn zu beruhigen. "Und mach dir keine Sorgen, Schläger und Bälle besorge ich uns schon. Wartet hier." Und mit diesen Worten war die Unsterbliche auch schon in dem kleinen Häuschen verschwunden.

 

 
-Eine Stunde später-

 

"Also ich weiß nicht, wie es dir geht, Mac", begann Methos, neben Duncan auf einem Stein noch immer am Eingang des Golfplatzes hockend. "Ich glaube, Amanda hat uns ausgetrickst."

"Sie kommt nicht mehr wieder?"

Methos schüttelte den Kopf

"Sie holt keine Bälle mehr?"

Ein erneutes Schütteln.

"Keine Schläger?"

Methos legt seinen Arm um den Highlander. "Nein, ich denke nicht."

MacLeod hätte es wissen müssen. Er kannte Amanda nun schon lange genug, um zu wissen, dass sie gewisse Gewohnheiten niemals ablegen würde. Wie konnte sie sie nur eine Stunde hier sitzen lassen. Er wollte es einfach nicht glauben. Selbst als Methos schon nach einer halben Stunde im Haus nach sah, hoffte er immer noch, dass sie jeden Moment hinter ihm stehen würde, mit den Golfschlägern in der Hand.

Na ja, so etwas sollte er eigentlich von der Unsterblichen gewohnt sein. Und es war immer wieder das selbe. Sie kam wieder, entschuldigte sich, blickte ihn mit ihren großen, lieben Augen an. Sie zogen sich aus, schliefen miteinander und alles war wieder vergeben und vergessen. Jedes Mal war es so, wieder und wieder und es würde auch diesmal so sein, da war er sich sicher.

Plötzlich riss ihn Methos aus seinen Gedanken. "Komm schon, Mac. Denk nicht mehr an Amanda. Lass uns zum Strand runter gehen und den Sonnenuntergang genießen."

"Sie hat es auf die Ausstellung abgesehen, Methos. Da kann ich nicht tatenlos am Strand spazieren gehen", entgegnete MacLeod, wie es hätte besorgter nicht sein können.

"Und du glaubst, du könntest sie noch davon abhalten?", fragte Methos ein wenig besserwisserisch, wie der Highlander fand.

"Ja! Glaube ich!", antwortete MacLeod und begann überzeugt zu gehen, doch kaum hatte er zwei Schritte zurückgelegt, da spürte er Methos' Hand an seinem Arm.

"MacLeod, Amanda ist über eine Stunde weg. Wahrscheinlich ist sie gleich schon fertig und wenn wir wieder kommen, liegt sie friedlich schlummernd in ihrem Bett. Mal ganz abgesehen davon, vergisst man irgendwann sein eigenes Leben, wenn man nur auf andere acht gib...!

 

 
-22:45 am Strand-

 

MacLeod wusste noch nicht wirklich wie, doch irgendwie hatte ihn der alte Mann doch tatsächlich überredet. Wirklich erklären konnte er sich das nicht, doch Methos beherrschte wirklich eine unglaubliche Kunst des Überredens. Er musste sogar zugeben, dass er mittlerweile sogar wirklich froh darüber war, dass er sich hat überzeugen lassen, denn es war wirklich schön hier. Je weiter sie gingen, desto weniger Menschen waren am Strand. Desto weniger betrunkene Touristen torkelten an ihnen vorbei, den Bierbauch immer vor sich her schiebend. Der Sand schien immer feiner, immer weicher zu werden und die leichte abendliche Meeresbrise, die den beiden um die Ohren sauste, war erstaunlich beruhigend.

Methos hatte seinen Arm um ihn geschlungen und er spürte seine Körperwärme an seiner Seite. Die Wärme eines Mannes, der mindestens schon fünftausend Jahre lang die Straßen der Welt unsicher machte. Es faszinierte ihn immer wieder, wenn er darüber nachdachte.

Er versuchte, das Gefühl des alten Mannes neben ihm durch seinen Körper ziehen zu lassen. Er spürte, wie ein Gefühl der Erregung in ihm aufstieg, spürte, wie es begann in seinem Magen zu kribbeln und er wusste, dass auch Methos das wusste.

Sie liefen direkt an dem Wasser entlang, so dass sie jedes Mal das warme Mittelmeerwasser an ihren nackten Füßen spüren konnten, wenn eine Welle ihr Ende erreichte. Das Meer rauschte in ihren Ohren und im Moment war es das einzige, was sie hörten.

Plötzlich ließ Methos sich nieder fallen und riss den Highlander mit sich zu Boden. In dem Zug nach unten musste er aufpassen, nicht hin zu fallen, doch beide landeten sicher auf ihren Hinterbacken, ihre Füße nach vorn gestreckt, so dass sie noch immer mit Wasser überspült wurden.

MacLeod blickte dem Mann neben sich ins Gesicht. Diese markante Nase hatte ihn bereits von Anfang an fasziniert und diese Augen, diese Augen, die scheinbar durch die Ewigkeit blickten. Plötzlich stieg in ihm das Verlangen auf, diesen Mann zu küssen. Jetzt! Sofort!

Sanft strich der Highlander über den Kopf des anderen Mannes und zog ihn an sich heran, bis sich ihre Lippen berührten. Er spürte, wie Methos' Hand ihn berührte, wie seine eigene Hand unter dessen Pullover glitt und ihn berührte. In der Tiefe des Kusses ließen sie sich zurück in den Sand fallen, und nur einen kurzen Moment später rissen sie sich die Kleidung vom Leib.

Ihrer Extase verfallen, wälzten sie sich im Sand, bis sie halb im Wasser lagen, doch das störte sie nicht. Ganz im Gegenteil, die Bewegung der Wellen, die immer wieder auf sie zu kamen, machten einen gewissen Reiz für sie aus.

Plötzlich ließ sich Methos an MacLeods Körper herunter fahren. Kreiste mit seiner Zunge um seine Brustwarzen. Sanft biss er in sie hinein, bis er seine Zunge tiefer fahren ließ. Ließ sie in seinen Bauchnabel sinken, umkreiste ihn in geschickten Bewegungen, während seine Hände den Rest seines Körpers streichelten. Jeder Winkel seines Körpers war eine einzige Gänsehaut.

Plötzlich spürte er, wie Methos' Mund seine Erektion umschloss und begann, scheinbar mit den Bewegungen der Wellen vorsichtig daran zu saugen, während er versuchte, mit seiner Zungespitze und seinen Lippen seine empfindlichsten Stellen zu treffen.

Er spürte, wie die Gefühle in ihm von Sekunde zu Sekunde immer stärker wurden, bis der alte Mann plötzlich mit seinen Bewegungen stoppte.

Ohne dass auch nur ein Wort fiel, wusste der Highlander Methos' Zeichen zu deuten und drehte sich kniend um. Nur wenige Sekunden später spürte MacLeod, wie der alte Mann in ihn eindrang, spürte seine ganze Männlichkeit in sich, während Methos' Hand sein Glied erfasste und begann, es zu massieren.

In rhythmischen Bewegungen begannen die beiden, sich auf dem Sand zu bewegen, immer heftiger, immer schneller. Aus ihnen stießen Schreie der Erregung, die auf den Weiten des Ozeans ins nichts verhallten.

MacLeod spürte, wie sein ganzer Körper zu beben schien, wie sein Herz immer schneller schlug. Nur einen kurzen Moment später brach es in Methos Hand aus ihm hinaus und ein lauter Schrei kam über seine Lippen.

Methos stieß noch ein paar mal in ihn hinein, dann spürte MacLeod, wie der Griff um seine Hüften immer stärker wurde, seine Fingernägel sich leicht in sein Fleisch bohrten, bis dann letztendlich auch er im Körper des Highlanders förmlich zu explodieren schien.

Erschöpft ließen sich die beiden Unsterblichen wieder in den Sand fallen. Jeder spürte den Herzschlag des anderen auf seiner Haut, jeder spürte die Hitze des anderen. Auf ewig wollten sie hier so liegen blieben.

 

 
-8.30 am nächsten Morgen-

 

Urplötzlich riss Amanda die Augen auf. Irgendetwas hatte sie da doch gerade an ihrem hübschen kleinen Füßchen gekitzelt. Mit einem unguten Gefühl setzte sie sich auf und blickte nach unten und nur einen kleinen Moment später ertönte ein lauter Schrei durch die Wände des Apartments und wie von einer Tarantel gestochen sprang die Unsterbliche aus dem Bett hinaus und blieb wie starr davor stehen.

Kakerlaken. Eine Großfamilie Kakerlaken am Fußende IHRES Bettes. Sie war sich sicher, keinen weiteren Tag länger würde sie in diesem Zimmer bleiben, keinen Tag länger in diesem Hotel.

Angewidert ging sie an dem Bett vorbei, um an das Telefon auf anderen Seite zu gelangen, doch plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen. Wo waren die Männer?

Sie hätten schon lange wieder zurück sein müssen, schließlich würden sie wohl kaum noch immer vor dem Golfplatz sitzen und auf sie warten, oder doch? Waren sie sauer auf sie und hatten sich woanders ein Zimmer genommen, um sie zu ärgern. Konnte sie nicht glauben, schließlich waren beide, so viel sie wusste, nicht sehr nachtragend. Musste sie Angst um die beiden haben. Eigentlich nicht. Methos wird schon auf Mac aufpassen.

Plötzlich hörte sie einen Schlüssel in der Tüt. Amanda fiel ein Stein vom Herzen. Das mussten sie sein und nur einen kuren Moment später standen zwei nasse und sandige Unsterbliche vor ihr. "Wo wart ihr?" fragte sie entsetzt.

"Am Strand", antwortete Methos selbstverständlich. "Gehen wir frühstücken. Das Buffet unten riecht einfach verlockend."

 

 
-20 min. später-

 

Trocken und angezogen saßen die drei am Frühstückstisch und machten sich genüsslich über das Frühstücksbuffet her. Amanda war sich noch immer nicht sicher, ob sie den Beiden wirklich glauben sollte, dass sie einen morgendlichen Strandspaziergang gemacht haben. Für sie sah es eher so aus, als hätten sie dort übernachtet!!

"Tante!", hörte sie plötzlich eine ihr nur allzu bekannte Stimme schreien.

Vorsichtig drehte sie sich um und blickte in das Gesicht ihres kleinen Freundes aus dem Flugzeug, der gerade frei fröhlich auf ihre Handtasche pinkelte.

Methos und Duncan konnten sich ein Lachen bei dem Anblick beim besten Willen nicht mehr verkneifen.

"Du kleiner Bastard", schrie sie dem Kind hinterher, während sie versuchte, ihn zu fassen zu kriegen, doch nur einen kurzen Moment später stand auch schon die Mutter da und zog den Jungen zu sich.

"Es tut mir wirklich leid", begann sie. "Hat der Junge ihnen Ärger bereitet?"

"Ärger? Er hat auf meine Tasche gepinkelt. Dieser kleine Bastard tyrannisiert mich schon seit unserem Flug gestern."

"Er ist halt manchmal ein wenig lebendig, unser Kleiner", entschuldigte sich sich die Frau und ging mit dem Jungen hinaus.

Irgendwie war Amanda nun ziemlich der Appetit vergangen, wobei es ihr sowieso nicht gefiel, dass das ganze Hotel zu neunzig Prozent von Proleten besetzt war.

 

 
- wieder zurück im Hotelzimmer-

 

Starr blickten die drei in den Raum, der vollkommen verwüstet vor ihnen lag.

"Wo, wo sind meine Sachen? Mein Koffer, mein Geld, meine Kreditkarten, meine Kamera?!", fragte der Highlander entsetzt.

Jede Schublade lag auf dem Boden. Die Matratze waren rausgerissen und der Schrank ausgeräumt. Jedes mehr oder weniger persönliche Teil der Unsterblichen war verschwunden.

Panisch rannte Amanda zum Bett, schaute darunter und kam mit einem tieftraurigen Blick wieder hoch. "Meine Perlen! Wisst ihr, wie lange ich schon versucht habe, an diese Perlen zu kommen. Ich hatte sie in meinen Händen. Ich hatte sie in meinen Händen und nun sind sie weg", jammerte die Unsterbliche.

Zielstrebig bewegte sich der Highlander aus das Telefon zu. "Ich rufe sofort die Polizei", doch bevor er auch nur eine Zahl drücken konnte, lag Amandas Hand auf der Telefongabel. "Wie soll ich denen die Perlen erklären, Mac?"

"Wir müssen ja nicht erwähnen, dass sie gestohlen wurden", wandte MacLeod ein.

"Und dann kriegen sie die Einbrecher und kommen trotzdem auf mich", sagte sie patzig wie ein kleines Kind.

"Ich melde der Raub der Rezeption, einverstanden?"

Amanda nickte und nur kurze Zeit später stand der Hotelmanager vor ihrer Tür und begutachtete das Geschehnis

"Ich hoffe, sie sind gegen so etwas versichert. Wir nämlich nicht", sagte er ohne irgendein Zeichen von Anteilnahme. "Normalerweise handhaben wir das so, dass das Hotel sich aus derartigen Dingen heraus hält."

"Sie wollen sich heraushalten?", schrie Amanda den Manager an. "Ich möchte abreisen, ich möchte sofort abreisen!" Sie spürte, wie sich in ihr immer mehr Wut ansammelte. Dafür war sie nicht nach Mallorca gefahren. Sie ließ sich doch nicht einfach ausrauben. Sie doch nicht!

An diesem Urlaub schien wirklich alles schief zu gehen und irgendwie hatten sie langsam alle das Gefühl, dass es einfach nicht sein sollte

"Sie hat recht, Señor. Wir möchten abreisen. Wir möchten mit der nächsten Maschine zurück nach Paris", sagte MacLeod verhältnismäßig gelassen.

Auch Methos hatte es langsam satt. Gestern Abend war wirklich schön gewesen, aber es schien einfach alles schief zu gehen. Mal abgesehen, dass er nicht wusste, wie lange er mit aus Duncans Koffer leben konnte. Wer wusste schon, wann er seine Sachen aus Moskau, Hawaii oder Nigeria wieder bekommen würde.

"Sie wollen es sicher nicht anders überlegen?", fragte der Manager.

"Nein sicher nicht", antwortete Methos. "Können Sie uns Ihren Fahrer zu Verfügung stellen?" "Aber sicher, Señor. Wir hoffen, er wird pünktlich wieder zurück sein.

 

 
-Flughafen Palma, am späten Nachmittag-

 

Mit sinkender Miene beobachteten die Unsterblichen vom Parkplatz aus, wie ihr Flugzeug langsam von der Startbahn abhob. Wie konnten sie nur hoffen, dass der Fahrer es pünktlich schaffte. Methos sackte in sich zusammen und setzte sich auf den Boden. "Ach, wie schön kann doch Mallorca sein."

 
Ende

 
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