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Das letzte Geschenk

© by Jimaine (), 2003

 

Disclaimer: Die Jungs gehören mir nicht. Keine Ahnung, wer sie sein Eigen nennt. Ich jedenfalls nicht. Und ich müßte sie auferstehen lassen und dazu überreden, mir beim Überfall auf 20th Century Fox zu helfen, um irgendeinen Profit hiermit zu machen.
Anmerkung: Ein bißchen anders als das Ende des 20th Century Fox-Films von 1969, in dem Paul Newman und Robert Redford die Hauptrollen spielten. Dies ist meine Sicht des geschichtlichen Ereignisses, wie es sich am 6. November 1908 in San Vicente, Bolivien, abspielte. In einem Gebäude verbarrikadiert, umzingelt, schwer verletzt und ohne Fluchtchancen, hat Cassidy zunächst Sundance erschossen und dann sich selbst.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de)

 

Der Colt ist zu schwer, meine zitternden Finger gleiten am blutverschmierten Griff ab. Ich kann kaum den Arm heben, jedes Bißchen Konzentration ist auf die Waffe gerichtet. Muß handeln, bevor meine Willenskraft aus mir herausblutet.

Da ist die Kälte, ja, aber kein Schmerz.

Der wird erst kommen, wenn ich mein Versprechen dir gegenüber erfülle.

"Tu es."

Ich beiße auf meine Lippe, ziele...

Eine Bitte, eine Forderung, ein Befehl.

"*TU* es!"

Dies ist das Ende. Es war immer unsere Bestimmung, auf diese Weise zu sterben, blutig, und wir entscheiden uns für diesen Ort.

Mein letztes Geschenk für dich ist diese Kugel.

 

****************
 

Jeder Atemzug tut weh, der Schmerz ist überwältigend. Dennoch habe ich mich nie lebendiger gefühlt. Mein geladenes Gewehr liegt neben mir in einer Blutlache, nutzlos für mich. Ich kann mich nicht bewegen.

"Tu es." Kaum mehr als ein Keuchen. Hast du es gehört?

Du öffnest die Augen, begegnest meinem Blick. Gut. Dachte schon, du wärst...

Nein, noch nicht. Nicht bevor du -

"Tu es." Du hast es versprochen!

Mit zitternder Hand hebst du deine Waffe, den Finger am Abzug.

"*TU* es!"

Dein Mund formt vier stumme Worte, das letzte davon mein Name, dann gehorchst du.

Ein Lächeln ist mein einziger Dank.

 
Ende

 
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