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Haunted - oder: Zwei Agenten und zwei Unsterbliche... vom Geist ganz zu schweigen

© by Kitty ()

 

Disclaimer: Nix gehört mir. Außer... *Fotos auspack und nacheinander auf den Tisch knall* mein Kopf, mein Ausweis, meine Rasselkette und meine Schiffschaukel, in der ich immer Klabauterlieder reime. No punch intented.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de)

 
PROLOG:

 

Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Andere sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage, Hui Buh IST ein Gespenst.

Hui Buh: Natürlich bin ich ein Gespenst! Ein Gespenst mit einer rostigen Rasselkette! [rasselt bedeutungsvoll damit herum]

Mit einer rostigen Rasselkette, natürlich. - Einzig für Schloss Burgeck behördlich zugelassenes Gespenst; so steht es für alle Zeiten ganz oben in der dicken Fledermausturmkammertür eingebrannt.

Hui Buh: Hier wohne ich! [schmiert seinen Namen über die Tür]

Du sollst doch nicht immer dazwischen reden! - Ja, dort oben in der Kammer wohnt Hui Buh nun schon seit... nahezu 400 Jahren. Seit damals als...

Hui Buh [geknickt]: Müssen das die Leute wissen?

Hm... doch, das gehört dazu. - Also vor 400 Jahren war Hui Buh noch gar kein Gespenst, sondern ein lustiger und fideler Ritter mit Namen Balduin. Aber dann kam mal wieder so ein Freitag, der dreizehnte, an dem bekanntlich alle schrecklichen und unheimlichen Dinge geschehen. Und ein gewisser Jemand, dem Hui Buh noch heute gerne im stockdunklen Finsteren begegnen möchte, hatte ihm irgend etwas übel genommen und ihn... verwünscht. Auf diese Weise war aus dem Ritter Balduin das Gespenst Hui Buh geworden, das seitdem in jeder Nacht zur Geisterstunde zwischen zwölf und ein Uhr durch das Schloss spukt.

Nun, wie bereits erwähnt, Hui Buh ist fast 400 Jahre alt und es ist eine lange Zeit vergangen, in der er als Gespenst durch Schloss Eck gegeistert ist, und eigentlich müsste ja inzwischen jeder den "Ritter Balduin", der Hui Buh einmal war, vergessen haben, aber es begab sich eines Tages...

 

 
HAUPTTEIL:

 

Ein schwarzer Thunderbird hielt im Innenhof des Schlosses Burgeck, was der Kastellan neugierig beobachtete. Aus dem Wagen stiegen ein großer Mann, der sein dunkles Haar im Nacken zusammen gebunden hatte, und ein Junge mit aschblondem Strubbelkopf.

"Muss es denn immer so ein altes Gemäuer sein, Mac?", beschwerte sich der Jüngere. "Hast du schon einmal etwas von dem Komfort von Hotels gehört? Die gibt es mittlerweile inzwischen, die haben sogar Betten und..."

"Irgendwann wirst auch du Nostalgie zu schätzen wissen, Richie", erwiderte der andere mit einem nachsichtigen Lächeln und wandte sich dann dem Kastellan zu, der ihnen entgegen watschelte und das Gepäck der Beiden gleich richtig deutete.

"Sie wünschen hier zu nächtigen, Gentlemen?"

Der Dunkelhaarige musterte den etwas altmodischen Engländer mit sichtlichem Amüsement. "Sehr wohl, Sir. Wenn denn noch ein Zimmer frei ist..."

"Sicher haben wir freie Gästezimmer", mischte sich nun eine weitere Stimme ein und drei Augenpaare richteten sich gleichzeitig auf den Mann, der zu ihnen getreten war.

"Ich bin König Julius, der einhundertelfte." Er streckte seinem Besuch die Hand entgegen.

"Meine Verehrung, Majestät", erwiderte der Dunkelhaarige fröhlich und schüttelte dem Schlossherren die Hand. "Mein Name ist Duncan MacLeod."

"Ein Schotte?", erkundigte sich der Kastellan Nase rümpfend.

Duncan schmunzelte. "Sie verurteilen mich für ein Ereignis, dass Sie selbst nicht einmal miterlebt haben?", hakte er geduldig nach. "Der Krieg zwischen Engländern und Schotten ist lange vorbei."

"Das ist korrekt, Mister MacLeod", räumte der Kastellan ein und nahm ohne weiteres Kommentar das Gepäck auf. "Wenn Sie mir bitte folgen dürften?"

 

Hui Buh rieb sich gerade schon die bleichen Hände in freudiger Aussicht auf eine abwechslungsreiche Geisterstunde unter fremden Gästen, als ein zweiter Wagen im Schlosshof hielt. Überrascht schwebte der tagsüber unsichtbare Geist näher. Noch mehr Gäste?

Tatsächlich. Aus dem schwarzen Ford stiegen ein hochgewachsener Mann und eine kleine rothaarige Frau.

"Mulder, das ist absoluter Schwachsinn!", beschwerte sie sich, als sie die Beifahrertür zuknallte. "Sie haben absichtlich den Flug zurück nach Washington für morgen Mittag gebucht, nur um in einem angeblichen Spukschloss übernachten zu können?"

Der Mann grinste sie nur jungenhaft an. "Aber Scully, ich bitte Sie. So ein bisschen Nostalgie würde Ihnen sicher nicht schaden. Altes Gemäuer, unendlich hohe Räume, riesige alte Betten..."

"Auf Moder und zugige Säle kann ich verzichten", versetzte sie mürrisch und zupfte ihren Mantel zurecht. "Ein Hotel wäre mir lieber..."

Hui Buh kicherte leise. Diese Beiden waren den zwei Männern von eben erstaunlich ähnlich. Wenn sie alle auch noch gleichermaßen leicht zu erschrecken waren...

Diese Nacht würde ein Fest des Vergnügens werden.

 

Richie ließ seine Tasche einfach fallen und sprang mit einem Satz auf das federnde Bett. Mit einem als Lachen deutbarem Glucksen ließ er sich von der Matratze noch einmal in die Luft katapultieren, bevor er wirklich einigermaßen regungslos auf dem Bett lag.

"Noch immer Wunsch nach einem Hotel mit steifen französischen Betten und dieser streng riechenden Hausseife?", erkundigte sich Duncan belustigt.

"Nun..." Der Jüngere blickte einen Moment lang betont nachdenklich drein, bevor er gönnerhaft grinste. "Eigentlich ist das hier auch ganz nett, ich denke, ich werde die Nacht irgendwie überleben."

"Der König hat uns allerdings zuvor zum Dinner eingeladen. Angeblich sind wir nicht die einzigen Gäste." Der Schotte begann sich umzuziehen. "Ein Pärchen, ließ er verlauten."

Richie, der vom Bett aufgestanden und ans Fenster getreten war, lehnte sich vor. "Meint er damit zufällig diese Verrückten neben uns?"

Duncan runzelte die Stirn und beugte sich neben seinem Schüler aus dem Fenster. Tatsächlich, das Zimmer nebenan war für heute ebenfalls bezogen worden. Auf der Fensterbank saß ein Mann in etwas zerzaustem Anzug und gelockerter Krawatte, der eifrig Sonnenblumenkerne knackte und die Schalen an der Burgwand herunter rieseln ließ. Diente seine Linke als "Knabberhilfe", benutzte er seine Recht, um wie wild herumzugestikulieren, was von der Frau im Zimmer spöttisch beobachtet wurde. Sie hatte beide Hände in die Seiten gestemmt und starrte ihren Begleiter halb missmutig, halb herausfordernd an.

Duncan zog seinen Kopf zurück. "Die sehen aus wie Beamte."

"Eher wie Staubsaugervertreter", urteilte Richie, sich ebenfalls zurückziehend. "Na ja, beim Essen werden wir ja erfahren, wer sie sind... denke ich."

"Apropos!" MacLeod fischte ein frisches Hemd aus seiner Tasche. "Wer sind wir denn heute?"

"Da du deinen Namen schon herausposaunen musstest", spöttelte Richie, "wohl die, die wir sind?"

Der Schotte lachte schelmisch. "Oh, du hast keine Ahnung, wie viele Duncan MacLeods es gibt, die..."

"... in Wahrheit zu achtzig Prozent auf dich zurückgehen? Duncan MacLeod, der Clanführer, Duncan MacLeod, der Revolutionär, Duncan MacLeod aus der Heilsarmee und nicht zu vergessen Greenpeace, WCF, der Vereinigung zur Rettung der Menschenrechte und..."

Das Hemd, das ihm um die Ohren geschlagen wurde, ließ den jungen Unsterblichen verstummen.

"Übertreib nicht!", knurrte der Schotte. "Ich war nie beim WCF!"

"Ah... aber sonst doch überall." Richie blieb unbeeindruckt und begann nun ebenfalls in seiner Tasche nach frischer Kleidung zu wühlen. "Also sind wir heute wieder der reiche Geschäftsmann und sein Neffe? Sein Patenkind? Sein junger Teilhaber?"

"Neffe klingt doch okay." Duncan korrigierte den Sitz seines Hemdes. "Und der Onkel wird großen Wert darauf legen, dass sein Neffe an der Tafel eines Adeligen keine Turnschuhe trägt."

Richie stöhnte auf. "Mac, das ist nicht dein Ernst! Die sieht er doch eh nicht, wenn ich sitze und..."

"Keine Widerrede." Duncan zwinkerte ihm zu. "Oder ich enterbe dich!"

Beide lachten.

 

"Scully, Sie können mir nicht weis machen, dass Ihnen das hier nicht gefällt." Mulder kaute grinsend weiter Sonnenblumenkerne. "War es denn nie ein Kindheitstraum von Ihnen, als Prinzessin auf einem solch gewaltigen, alten Schloss zu leben?"

Scully ließ sich resignierend auf der Bettkante nieder. "Nun... nicht wirklich, Mulder, aber..."

Er hob eine Augenbraue. "Aber... es gefällt Ihnen?", konnte er sich seinen Triumph nicht verkneifen.

"Nun ja... es... es hat etwas", gab sie sich geschlagen. Sollte ihr störrischer, verrückter Partner doch seinen Willen haben. Wenn er eine Nacht in einem alten Gemäuer so toll fand, bitte. Dann sollte er sie haben. Sie würde den Rest des Tages dazu nutzen, ihren Bericht fertig zu schreiben. Sie wollte gerade ihren Laptop aufklappen, als Mulder von der Fensterbank sprang.

"Können Sie damit nicht bis nachher warten? König Julius hat uns zum Essen geladen. So richtig mittelalterlich an langer Tafel im Thronsaal."

Scully ließ den Laptop mit einem leichten Grinsen wieder verschwinden. "Wissen Sie was, Mulder? Sie sind ein verdammt zu groß geratenes Kind."

Er quittierte diese Bemerkung lediglich mit einem fröhlichen Zwinkern.

 

Der Thronsaal war riesig, wie die Agentin kurz darauf feststellte. Sie hatte den Raum zusammen mit Mulder kaum betreten, als zwei Männer ihnen nachfolgten. Offensichtlich die beiden anderen Gäste des Schlosses. Scully gab sich leutselig und lächelte freundlich, als der erste ihr seine Hand entgegen streckte.

"Guten Abend, Miss. Sie sind also unsere Gesellschaft bei Tisch heute?"

Scully grinste. "Sieht ganz so aus." Sie schüttelte ihm die Hand. "Mein Name ist Dana Scully."

"Angenehm. Ich bin Duncan MacLeod, und das ist mein Neffe Richie."

Die Agentin musterte die beiden Männer. MacLeod war ebenso groß wie Mulder, aber kräftiger von der Statur. Er hatte dunkles, im dämmrigen Licht des Sales fast schwarzes Haar, das er im Nacken zu einem Pferdschwanz zusammen gebunden hatte. Und entgegen ihres Partners war MacLeod auch viel adretter gekleidet, wie sie leise seufzend zugeben musste. Mulder würde es sogar schaffen, im teuersten Anzug zerknittert auszusehen. Der Neffe, Richie, war schon eher Mulders Richtung. Etwas flapsig, von allem, was ihn faszinierte, sichtlich begeistert - ja, sogar dieses verrückte Leuchten in den Augen hatte er, genauso wie Mulder - und er hatte die Gabe, mit Händen und Füßen zu reden, wie Scully bald grinsend feststellte. Sie befürchtete fast, ihr Partner könnte einen Freund in dem aufgedrehten Jungen finden, als der die beiden Fremden ebenfalls begrüßte.

Der Kastellan kündigte mit dem Aufklopfen seines Zeremonienstabes die Ankunft des Königs an, der sogleich den Raum gemeinsam mit seiner Gemahlin Konstanzia betrat, einer schlanken, liebreizenden Frau mit langen blonden Locken. Sie nahmen an der Tafel Platz und die Speisen wurden aufgetragen. Scully staunte nicht schlecht, als sie den herrlich duftenden Rehbraten und das feine Gemüse sah, das man ihnen vorsetzte. Der Kastellan reichte dazu Wein.

"Nun, was führte Sie denn zu unserem Schloss, verehrte Herrschaften?", erkundigte sich Julius freundlich, aber interessiert.

"Oh, wir waren auf der Durchreise", antwortete Mulder redselig, während er sich Unmengen an Preiselbeeren auf den Teller häufte. "Wir fliegen morgen zurück in die Staaten und suchten ein Nachtquartier."

"Und da kamen Sie ausgerechnet auf Schloss Burgeck?", erkundigte sich der Kastellan etwas schnippisch.

"Hotels oder Motels haben wir sonst immer, auf die Dauer langweilen sie. Diesmal dachte ich an etwas... Abwechslung."

Duncan kam das gelegen. "Sie sind also öfter unterwegs?", hakte er nach.

"Kann man so sagen", lächelte Scully. "Das bringt der Beruf mehr oder weniger mit sich."

"Ah, Sie beide sind also Partner?" Duncan schaffte es endlich, Mulder die Preiselbeerschale zu entwenden, bevor dieser sie ganz hatte ausleeren können. "Als was arbeiten Sie denn?"

"Wir sind FBI-Agenten", murmelte Mulder, während er aufmerksam beobachtete, wie viele Preiselbeeren sich der Schotte nahm, offensichtlich begierig, so viel wie möglich dieser Beilage selbst einzuheimsen.

MacLeod reichte die Schale stirnrunzelnd an Richie weiter. "FBI-Agenten?" - Na super! Die hatten dem Highlander gerade noch gefehlt. Man hatte diese beiden Schnüffler doch nicht hierher geschickt, um den Fall um Carlos Crachon aufzuklären, den Duncan im wahrsten Sinne des Wortes kopflos einige Orte weiter zurückgelassen hatte?

"Nun ja, eigentlich sind wir auf keine gewöhnlichen Verbrechen spezialisiert...", suchte Scully nun nach Worten und MacLeod begann sich zu entspannen.

"Nein, durchaus nicht", nickte Mulder eifrig. "Unser Gebiet ist das Paranormale. Seltsame Lichterscheinungen, unerklärliche Todesursachen, phantastische Wesen..."

Der Highlander zuckte zusammen - und auch der König schaute etwas besorgt drein.

"Phantastische Wesen?", erkundigte er sich. "Wesen wie... Gespenster?"

"Ja, so was auch." Mulder futterte munter weiter, während Scully ihn mit Blicken erdolchte. Jetzt machte sich ihr Partner auch noch vor einem König vollkommen lächerlich.

"Wie unser Schlossgespenst?", ließ der Kastellan verlauten.

Der Agent bekam Leuchtaugen und Duncan war froh, dass das Thema auf solche Spinnereien wie Spukgeschichten gelenkt wurde.

"Sie sagten Schlossgespenst?" Mulder schob seinen Teller zurück. "Sie haben eines?"

"Durchaus - wenn mir diese bescheidene Bemerkung gestattet sein sollte, sogar ein außergewöhnliches Gespenst." Der Kastellan räumte die leeren Teller weg.

"Kann man dieses Gespenst... nun... auch öfter hier antreffen?"

Scully stellte sich Mulder als Kleinkind im Streichelzoo vor, das seine Mutter anbettelte, doch endlich die Hasen streicheln zu dürfen.

Julius räusperte sich. "Natürlich kann man das. Hui Buh erscheint täglich zur Geisterstunde im Thronsaal."

"Cool", kam es unisono von Richie und Mulder.

"Geister", kam es ebenso unisono und deutlich spöttisch von MacLeod und Scully.

Die Vier blickten sich erst verwirrt, dann grinsend an.

"Sie glauben auch an Übersinnliches?", erkundigte sich der Agent bei Richie.

"Sie halten also auch nichts von diesem ganzen Schwachsinn?", schmunzelte Scully den Schotten an.

Von nun an waren die Sympathien klar verteilt.

 

Nach dem reichhaltigen Essen schlenderten die Gäste durch das Schloss. Mulder und Richie zogen angeregt plaudernd durch die Flure. Der junge Mann war begeistert von der Arbeit der beiden Agenten und wollte so ziemlich alles hören, was Mulder zu erzählen hatte - und das war viel. Duncan wartete nur darauf, dass sein Schüler Mulder noch auf die Nase binden könnte, im Alter von zwei Jahren von Außerirdischen entführt worden zu sein. Diese Geschichte erzählte er oft und gern. Ob er das tat, um Leute zu ärgern oder zu beeindrucken, hatte der Schotte bis heute noch nicht verstanden. Kopf schüttelnd blickte er den Beiden nach.

Scully neben ihm verschränkte die Arme. "Da haben sich wohl zwei gefunden", urteilte sie.

"Das befürchte ich", grinste MacLeod. "Ich wusste gar nicht, dass das FBI seit neustem irgendwelchen verrückten Geistererscheinungen nachjagt."

"Die meisten verrückten Geistererscheinungen entpuppen sich in der Regel als absolut natürlich und erklärlich. Das menschliche Auge hat mehr Einfluss auf den Glauben, als der Verstand, davon bin ich inzwischen überzeugt."

"Und obwohl Sie so rational denken, arbeiten Sie in solch einer Abteilung?", grinste MacLeod und steckte Scully an, die nun ebenfalls schmunzelte. Warum nur konnte Mulder nicht immer so charmant sein?

"Irgendjemand muss auf Mulder aufpassen", antwortete sie. "Sonst bleiben paranormale Fälle auch paranormal."

Was gar nicht immer so übel wäre, dachte Duncan bei sich, schwieg aber.

 

Die Uhr im Fledermausturm schlug zwölf. Mulder zählte aufmerksam die Schläge, während er im langen Korridor zwischen Thronsaal und Westflügel verharrte, wartend, dass der angebliche Schlossgeist erschien. So ein Geist wäre die gelungene Abrundung der vergangenen Woche, grade das Richtige. Und sobald er ihn sah, würde er Scully wecken, um ihr endlich zu beweisen, dass Gespenster kein Hirngespinst, sondern bittere Realität waren.

 

Duncan blinzelte unwillig, als leises Klappern seinen Schlaf störte. Wer rumorte denn jetzt noch auf den Gängen herum? Missgelaunt zog er sich das Kissen über den Kopf und wollte weiter schlafen, als ihn etwas Kaltes am Arm traf. Sofort saß der Highlander aufrecht im Bett und starrte in die Dunkelheit um sich herum.

Er traute seinen Augen nicht.

Vor ihm stand jemand in einer alten, rostigen Ritterrüstung, ein Schwert in der Hand. Eine der Armschienen löste sich gerade und polterte laut zu Boden.

Mit einer hastigen Bewegung hatte Duncan sein Katana unter dem Bett hervorgezogen und ging in die Defensive, als der Fremde weiter auf ihn zustapfte. Bevor der ungebetene Besucher ihm zuvor kommen konnte, griff der Schotte an. Er hatte keine Ahnung, wer in dieser Ritterrüstung steckte. Wenn es ein anderer Unsterblicher wäre, würde er es spüren. Aber andererseits... wer kam auf die idiotische Idee, ihn mitten in der Nacht bewaffnet und in Rüstung aus dem Bett zu treiben und unmissverständlich zum Kampf zu fordern?

Das Duell verlagerte sich auf den Korridor, in dem schwaches Licht schien. Dennoch konnte Duncan niemanden unter der Rüstung ausmachen. Schlussendlich hatte er genug, mit dem nächsten Hieb, den er diesmal sehr hart anbrachte, stieß er den Fremden gegen die Wand, setzte mit einem gezielten Tritt und einem zweiten Schlag nach.

Lautes Scheppern folgte, das durch das ganze Schloss schallte.

 

Mulder fuhr von seinem Beobachtungsposten hoch. Der Lärm kam aus dem Westflügel, direkt von den Gästezimmern. Der Agent flitzte los, Taschenlampe und Pistole griffbereit, hastete die wenigen Stufen hinauf und dann um die Ecke, bis er...

... vollkommen verdattert mitten auf dem Flur stehen blieb.

Was sich ihm bot, war ein höchst skurriles Bild.

Auf dem Boden waren Einzelteile einer Ritterrüstung verteilt, nur der Brustteil, auf dem noch ein Helm mit heruntergeklapptem Visier saß, lehnte gegen der Wand. Schwert, Einzelteile, Arm- und Beinschienen lagen wild verstreut auf dem Teppich. Und darüber nur in Shorts ein Mann mit zerzaustem Haar, ein japanisches Schwert angriffsbereit erhoben und verwirrt auf das Chaos vor sich starrend.

Eine der Türen öffnete sich und Scully streckte vollkommen verschlafen den Kopf in den Gang. "Was ist denn los, um Himmels Willen?"

Gegenüber schlug die andere Tür zurück und Richie sprang mit einem Rapier in der Hand ebenfalls auf den Flur. Die Agentin starrte ihn und MacLeod mit offenem Mund an.

"Was veranstalten Sie denn hier?", brachte sie fassungslos hervor. Noch fassungsloser war sie, als sich der klägliche Rest der Ritterrüstung plötzlich vom Boden erhob und unheilvoll in der Luft zu schweben begann. Ein hämisches Gekicher war zu hören. Ein langgezogenes "Huuuuuuuiiiiiii Buuuuuuuuuuuuuuuuuh" folgte, das abrupt abbrach, als MacLeod mit einem kurzen Hieb den Helm von der Rüstung schlug. Ein lautes Protestgeschrei war zu hören.

"Pfui Schmetterling, was fällt dir ein?", tobte die fremde Stimme.

Die Vier starrten auf einen Holzkopf, der aus dem abgeschlagenen Helm kullerte und über den Teppichboden rollte. Der Rest der Ritterrüstung krachte erneut lärmend zu Boden, dann folgte ein blau leuchtendes Etwas dem Holzkopf.

Scully war fest davon überzeugt, zu träumen.

"Ein Geist!", schrie Mulder entzückt.

"Ein Geist, ein Geist, natürlich ein Geist!", zeterte der Kopflose und fischte nach seinem verlorenen Körperstück. "Oh du mein Geisterkopf, was haben sie dir nur angetan?" Energisch setzte das Gespenst den Holzkopf wieder auf und drehte ihn fest. Der dabei entstehende Quietschton ließ die vier Anwesenden frösteln.

"Ich muss das Gewinde ölen", murmelte der Bläuling nachdenklich vor sich hin.

"Ich muss spinnen", murmelte Scully entgeistert.

"Ich muss sofort auf's Klo", murmelte Richie kleinlaut.

Duncan blickte zwischen Rüstung und Erscheinung hin und her. "Ein Geist?", fragte er perplex.

"Ja, Hui Buh, das bin ich!" Das Gespenst fuhr herum und zog eine schauerliche Grimasse. "Und bisher hat sich noch keiner erdreistet, mir den Kopf von den Schultern zu schlagen! Wieso zur Sonne hast du überhaupt ein Schwert? Und, pfui Schmetterling noch mal, warum hast du keine Angst vor mir?!"

König Julius, der von dem ganzen Lärm natürlich wach geworden war, kam nun auch herbeigeeilt. "Hui Buh, was machst du nur wieder?", lamentierte er. "Die schöne Rüstung!"

"Das war nicht ich!", krähte der Geist. "Das waren diese Flegel hier, jawohl!"

Scully rieb sich die Augen. "Dieses Gespenst ist wirklich... echt?"

"Soll ich dir in die Nase zwicken, damit du es glaubst?", empörte sich Hui Buh. "Und wie echt ich bin! So echt, wie ein Schlossgespenst mit Rasselkette eben ist!"

Julius lächelte nachsichtig. "Seien Sie ihm nicht böse, er ist nur so wütend, weil er Sie alle nicht hat erschrecken können."

"Das ist mir in meinen vergangenen vierhundert Jahren ja nicht passiert!", schnappte Hui Buh. "Den Kopf abgeschlagen, nein!"

Richie zwinkerte Duncan zu. "Du teilst deinen Geburtstag mit einem Geist?"

"Ich bin vierhundertneun", zischte MacLeod. "Ich teile ihn nicht!"

Mulder wurde nun doch von Hui Buh abgelenkt und starrte den Schotten verwirrt an. "Wie bitte? Könnten Sie das wiederholen?"

Duncan biss sich ertappt auf die Unterlippe.

"Und warum rennen Sie beide mit Schwertern hier herum?", bohrte Mulder weiter nach.

"Oh, die hingen über den Betten", fiel Richie sofort ein. "Und wenn man so erschrocken ist..."

Mulder musterte die Waffen der beiden Männer. "Ich bin vielleicht mies in solchen Dingen, aber ich kann sagen, dass solche Schwerter sicher nirgendwo in einem mittelalterlichen Schloss wie diesem hier herumhängen..."

"Nun, solch ein kurioses Gemäuer wie dieses, das auch über einen Schlossgeist verfügt...", versuchte es Richie erneut.

"Wie wäre es, wenn wir einfach einen kleinen Mitternachtsimbiss einlegen, damit sich die Gemüter beruhigen können?", schlug König Julius vor. "Wir können ja bei Tisch weiterreden."

"Sehr fein, mein Freund!" Hui Buh strahlte noch greller, als ohnehin schon - aber wohl vor Freude. "Ist noch Schokoladenpudding da?"

 

Mulder beobachtete fasziniert, wie Hui Buh Unmengen an Pudding, Kuchen und Plätzchen in sich hineinschaufelte. Bisher hatte der Agent immer geglaubt, Geister würden nicht essen.

Der Kastellan schenkte allen heißen Tee nach.

"Kann ich vielleicht noch die Törtchen dort...?", kam es zaghaft aber fordernd von dem Geist.

Julius nickte. "Aber sicher doch, Hui Buh." Und er schob ihm den Teller voller Törtchen zu.

"Nun gut, lasst uns zusammen fassen." Scully massierte sich angestrengt die Stirn. "Ich sitze hier an einem Tisch mit einem König, meinem durchgeknallten Partner, zwei Männern, die nachts mit Schwertern herumrennen und irgendwelche Köpfe abschlagen - und einem Geist... habe ich etwas vergessen?"

"Wie bist du denn zu einem Gespenst geworden, Hui Buh?", begann Mulder seine Informationssammlung unumwunden, dabei Scully vollkommen ignorierend.

Der Geist seufzte theatralisch. "Muss das denn sein?"

Richie knabberte schweigend an seinem Törtchen. Er starrte den Geist voller Misstrauen und Unbehagen an, während Mac gelassen seine Puddingschale auslöffelte. Dafür, dass sein Mentor angeblich nicht an Gespenster glaubte, blieb er unwahrscheinlich gelassen.

"Ich wurde verwünscht", gab Hui Buh kleinlaut nach. "Dabei war ich einst ein solch stolzer Ritter! Ritter ohne Furcht und Tadel, der große Balduin, der..."

"Balduin?" Nun horchte Duncan auf.

Richie grinste schief. "Bitte sag mir nicht, dass du ihn kennst! Das wäre zu viel für mich heute Nacht!"

"Wie sollte er ihn kennen?", fragte Scully verwirrt. "Ich dachte, Hui Buh ist vierhundert Jahre alt..."

"Annähernd, meine Liebe", korrigierte der Geist. "Nicht ganz..."

Mulder grinste seine Partnerin an. "Ich frage mich grade, ob man diese Nacht in unseren Bericht mit aufnehmen sollte, denn wenn ja, hätten Sie viel zu schreiben und..."

"Mister MacLeod?", unterbrach ihn Julius. "Wie darf ich Ihre Anspielungen von eben verstehen?"

Hui Buh verschluckte hastig die letzte Handvoll Kekse. "MacLeod? Der da heißt MacLeod?"

"Duncan MacLeod", vervollständigte der Schotte.

"Ich kannte mal einen, der so hieß", murmelte Hui Buh beim Kauen. "So ein zerzauster wilder Bursche im Röckchen, der mal hier gewütet hat. Mit so altertümlichen Rastalocken..."

Duncan runzelte die Stirn. "Rasta?", wiederholte er unwillig. "Das waren normal geflochtene Zöpfe, wie man sie in den Highlands damals trug! Und dein Röckchen war ein Kilt."

Hui Buh begann, Krümel vom Tisch zu picken. "Ah ja, stimmt. So nennt man diese komischen Dinger..." Er hielt inne und blickte auf. "Moment mal! Woher weißt du das?"

Duncan knurrte leise. "Weil ich das war, damals."

"Mittelalterliches Schlossgespenst trifft Zombie im Kilt", spottete Richie.

"Moment mal, Auszeit!" Mulder markierte mit beiden Händen den Timebreak. "Ich komme nicht ganz mit. Unser wütender Schwertkämpfer ist unsterblich, oder wie?"

Duncan lehnte sich zurück. "Das trifft den Nagel auf den Kopf. - Bloß muss ich nicht nachts rumspuken dafür."

"Spotte nicht!", fauchte Hui Buh. "Sonst verwandle ich mich auf der Stelle in den roten Rächer und spieße dich auf!"

Der Schotte grinste ihn frech an. "Also ein Geist hat das bisher noch nie versucht..."

Hui Buhs leuchtendes Blau schlug um in zorniges Rot und er stieß ein wütendes Geheul aus.

Scully legte den Kopf in beide Hände. "Himmel, Dana... wach auf, das hier alles träumst du nur... wach auf, Dana... Jetzt sitzen hier auch noch Unsterbliche."

"Was ist daran denn noch so verrückt? Nachdem wir hier auch einen Geist haben..." Duncan ließ sich vom Kastellan Tee nachschenken.

"Nun, an Hui Buhs Identität lässt sich ja nicht zweifeln", lächelte König Julius. "Wie aber steht es mit Ihrer, Mister MacLeod?"

Der Schotte grinste schief. "Das ganze Programm?"

Mulder nickte heftig. "Natürlich, wir brennen darauf!"

"Nun gut..." Duncan nippte an seiner Tasse. "Ich wurde 1592 in den schottischen Highlands geboren. Ich bin unsterblich, außer jemand kommt und nimmt mir den Kopf."

"Alles klar", kicherte der FBI-Agent. "Darum haben Sie vorhin das Schlossgespenst wohl selbst geköpft, bevor es das mit Ihnen machen konnte, was?"

"Exakt." Duncans Ernsthaftigkeit rief Ungläubigkeit wie Amüsement bei den anderen hervor. Wie beiläufig zog er einen Dolch. "Und da ich weder blau leuchte, noch schwebe oder rassle, muss ich anderweitig beweisen, das ich echt bin." Damit zog er die Klinge der Waffe quer durch seine Handfläche. Mulder wie Julius verzogen nur das Gesicht, während Scully aufsprang und nach Duncans Hand griff.

"Sind Sie des Wahnsinns?", schrie sie erschrocken und starrte auf die Wunde - die sich vor ihren Augen schloss. Einfach so. Sie blinzelte heftig, während Duncan mit einer Serviette das restliche Blut abwischte. Es war weder Wunde noch Narbe zu sehen. Seine Hand war vollkommen unversehrt.

"Das... das ist ein Trick", stammelte Scully. "Das ist wissenschaftlich unmöglich. Das ist..."

"Das ist Wahnsinn!", frohlockte Mulder.

"Das ist unfair!", maulte Hui Buh. "Der da lebt ohne Verwünschung auf Ewig!"

Duncan knüllte das befleckte Tuch zusammen. "Nun ja... ich musste erst mal dafür sterben, aber... na ja. Ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Ich muss mein ganzes Leben lang durch aller Herren Länder ziehen und mein Geheimnis bewahren, gleichzeitig noch auf meinen Kopf aufpassen, während du dein ganzes Leben lang in diesem Schloss bleibst und jede Nacht herumspuken musst. Jedem das Seine..."

Mulder schüttelte fassungslos den Kopf. "Das ist... Scully, hatten wir nicht mal eine X-Akte über einen Kerl, der nicht sterben konnte, dessen Wunden immer heilten und..."

Duncan starrte den Agenten über den Tisch hinweg fest an. "Ich weiß, dass Sie Ihr Herz dem Übernatürlichen verschrieben haben, Agent Mulder, aber nicht jede Wahrheit sollte man ans Licht bringen. Also sollte es Ihnen reichen, dass Sie eine weitere Wahrheit kennen. Wenn Sie diese hier publik machen, zerstören Sie mein Leben und das vieler anderer, die so sind, wie ich. Wie Richie, zum Beispiel."

"Ich dachte, er sei Ihr Neffe", meinte König Julius verwirrt.

Duncan lachte. "Für die anderen Menschen ist er das bisweilen, ja. Aber wir sind nicht einmal verwandt."

"Zwei Unsterbliche?" Mulder war im siebten Himmel.

Hui Buh fand das langsam gar nicht mehr komisch. "Hey, was ist mit mir, ICH bin hier das Gespenst, ICH bin hier Hauptthema! Ich lasse mir doch nicht von so zwei... zwei... Kerlen die Show stehlen!"

König Julius brach in schallendes Gelächter aus. "Erträgst du es nicht, die einzige Kuriosität dieser Nacht zu sein, mein Freund?"

"Nein!", schmollte der Geist. "Ganz und gar nicht!"

"Kastellan, schenk unserem geplagten Gespenst bitte Tee nach", bat der König grinsend. "Am Besten mit einem Schuss Rum."

Hui Buhs Miene hellte sich auf. "Rum ist gut, sehr gut. Aber schenkt schnell nach, Kastellan, die Geisterstunde ist nämlich gleich zu Ende."

"Sehr wohl", erwiderte der Engländer gewohnt trocken. "Dem wurde auch Zeit, wenn mir diese Bemerkung gestattet ist. Ich brauche dringend Schlaf!"

 

 
EPILOG

 

Als die beiden FBI-Agenten am nächsten Tag Schloss Burgeck verließen, war Scully um zwei Erfahrungen und Mulder um einen Triumph reicher, beide um einen weiter ausschweifenden Bericht ärmer. Mulder hatte geschworen, nichts über die Unsterblichen, noch über Hui Buh an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Highlander wie auch der Geist hatten mit bitterer Rache gedroht, sollte es sich der Agent noch einmal anders überlegen. Und Mulder verzichtete nur allzu gern auf einen rasenden Hui Buh als Totengräber und einen wütenden Schotten mit viel zu scharf geschliffenem Schwert, die sich rachelustig über ihn hermachten.

Hui Buh ließ die Unsterblichen erst gehen, als sich Duncan endlich für seine Kopf-ab-Nummer gebührend entschuldigt und Burgeck eine stattliche Spende für die Instandhaltung des Fledermausturmes hinterlassen hatte. Neben dem hochmodernen Fahrstuhl liebäugelte Hui Buh nämlich mit einer neuen Tür zu seiner Kammer, einer mit Sicherheitsschloss, damit etwaige Schlossbesucher sich nicht einfach tagsüber in sein Zuhause schleichen und Unordnung machen konnten.

Insofern war diese Nacht für alle Beteiligten lohnend verlaufen. Hui Buh würde seine neue Tür bekommen, Scully wie Duncan glaubten endlich an Geister (und Scully zusätzlich an wissenschaftliche Wunder wie Unsterbliche) und Mulder hatte seine Genugtuung bekommen, auf die er schon so lange aus gewesen war.

Nur Richie war irgendwie nicht so ganz zufrieden mit Allem.

"Mac?", hob er an, kaum dass Duncan den Thunderbird startete.

"Was, Richie?"

Der Jüngere griff nach seiner Sonnenbrille. "Meinst du... diese Scully... würde auf mich stehen?"

Duncan rollte nur mit den Augen. Das war mal wieder typisch! Ohne einen Kommentar lenkte er den Wagen durch die Schlosseinfahrt.

Richie und Frauen bedeuteten einfach Unglück. Und er wollte gar nicht wissen, in was für einen Ärger Richie wegen einer FBI-Agentin kommen konnte, schaffte er es doch auch ohne höhere Instanzen, von einem Fettnäpfchen ins nächste zu springen.

"Mac, ich hab dich was gefragt", bohrte der junge Unsterbliche nun nach.

Der Schotte seufzte. "Richie, lass die Finger von rothaarigen kleinen Frauen. Mit denen kommst du nicht klar."

"Wer denn dann?" Richie setzte die Sonnenbrille auf.

Duncan suchte nach einem passenden Radiosender. "Männer, die sich nicht offensichtlich von ihr angemacht fühlen und sie nicht mit Samthandschuhen anfassen. Männer, an denen sie sich reiben kann. Mit denen hält sie es aus."

"So wie mit diesem Mulder?"

"Wie mit dem, ja. - Zudem ist er älter als du, Kid." Der Schotte hatte sich endlich für einen Sender entschieden und lehnte sich zurück, während der Thunderbird weiter gen Norden fuhr.

"I want to be haunted by the ghosts, want to be haunted by the ghosts..."

 
Ende

 
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