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Rückkehr der Engel© by Sam80853 ()
Als Sam zu sich kam und seine Umgebung wahrnahm, fand er sich in einem Büro wieder. Vor sich auf dem Tisch sah er einen großen Stapel Akten. Eine davon lag aufgeschlagen vor ihm und zeigte das Bild eines jungen Mannes, der laut Bericht Lt. Michael James hieß. Ein offiziell aussehendes Dokument lag daneben - "Befehlsverweigerung" stand dort zu lesen. Verwundert hob Sam den Kopf. 'Was...?', wollte er sich zweifelnd fragen als das Geräusch der Imaging Chamber Tür erklang. "Hi Sam!", grüßte Al fröhlich. Skeptisch sah Sam sein Hologramm an. "Ich bin erst seit ein paar Sekunden hier und schon tauchst Du auf?" "Soll ich später noch einmal wiederkommen?", stellte Al sarkastisch als Gegenfrage und sah sich im Büro um. Am Modell einer F14 blieb sein Blick hängen, ausführlich betrachtete er jedes Detail. Sam winkte beschwichtigend ab. "Wer bin ich und was soll ich hier tun?", wollte er wissen. Sein Blick fiel auf die blaue Uniform, die er trug und eine böse Vorahnung überkam ihn. Nur mühsam riß Al sich von der Betrachtung des Flugzeugs los. Er war selbst einmal Pilot gewesen und war schon lange nicht mehr geflogen. Wie gerne würde er mal wieder in die Lüfte steigen. Al zog das Handlink aus seiner Hosentasche und gab ein paar Befehle ein. Ein Lächeln umspielte seine Lippen als er zu seinem Freund aufsah. "Das wird Dir gefallen", sagte er. "Wir haben den 23.12.2001, Du bist in Washington D.C. als Commander Harmon Rabb Jr..." Sam deutete auf die Uniform und zeigte dann auf das Abzeichen der Gold Wings. "Was hat das hier zu bedeuten?", fragte er. "Commander Rabb ist Pilot in der Navy...." "Pilot?", Sams Gesicht wurde eine Spur blasser. Im Laufe der Jahre war er schon öfter in einen Piloten gesprungen und jedes Mal hatte es fast eine Katastrophe gegeben. Sam war zwar auf viele Gebieten bewandert, aber fliegen konnte er nicht. "Beruhige Dich", beschwor Al ihn lächelnd und schüttelte den Kopf. Ganz deutlich waren Sam seine Gedanken vom Gesicht abzulesen gewesen. "Du bist jetzt Anwalt bei Judge Advocat General", erklärte Al weiter. "Anwalt", Sams Atem beruhigte sich etwas. Er war zwar auch kein Jurist, aber solange er in kein Flugzeig steigen musste, würde er das schon hinbekommen. "Genau", bestätige Al, "aber der Grund, warum Du hier bist, hat damit nichts zu tun." Fragend hob Sam die Brauen. Ungewöhnlich lange brauchte Al, um ihm zu sagen, warum er als Commander Harmon Rabb in Washington D.C. war. "Nun sag schon, was ich tun soll", er wurde langsam ungeduldig. "Es gibt da diesen Col. MacKenzie", sprach Al zögernd weiter. "Col. SARAH MacKenzie", er sah aus Sams Büro und sein Blick heftete sich auf eine junge Frau, die gegenüber in ihrem Büro am Schreibtisch saß. Sie hatte den Kopf über eine Akte gebeugt, viel war von ihr so nicht zu sehen. Sam stand auf, stellte sich neben seinen Freund und starrte die fremde Frau an. "Sie ist Deine Partnerin und bester Freund." "Sarah!", flüsterte Sam. Kaum hatte das Wort seine Lippen verlassen, da hob sie ihren Kopf und sah ihn direkt an. Ein Lächeln erhellte ihr Gesicht als sich ihre Blicke trafen. "Wow!" Al lächelte. "Und deswegen bist Du hier." "Weswegen?", fragte Sam ohne den Blick von der Frau abzuwenden. Ihre dunklen Augen schienen ihn festzuhalten und bis in seine Seele zu sehen. "Wegen Sarah und Harm, Du sollst sie zusammenbringen", belustigt schüttelte Al seinen Kopf. Dieser Auftrag war ganz nach seinem Geschmack. "Was auch nicht weiter schwer sein sollte, da bald Weihnachten ist." "Weihnachten", flüsterte Sam, dann schüttelte der den Kopf und riß seinen Blick von Sarahs Augen los. "Du weißt schon", fuhr Al unbeirrt fort. "Schneeballschlachten, nasse Kleidung, Kaminfeuer, Mistelzweige..." "Al", unterbrach Sam die Ausführungen seines Freundes, "ich weiß, wie man sowas macht." "Ich dachte ja nur...", das Hologramm zuckte mit den Achseln. "Erzähl mir was über die beiden", forderte Sam seinen Freund auf. "Wie lange kennen sie sich schon, wo haben sie sich kennen gelernt, solche Sachen..." Al befragte das Handlink. "Getroffen haben sie sich im Washington Rose Garden...", schmunzelnd sah Al Sam an und fuhr dann fort, "das war vor 4 Jahren..." "4 Jahre?", fragte Sam. Al nickte. "Du musst wissen, Sarah ist bei den Marines und Du bist in der Navy..." Sam sah nicht, worauf Al hinaus wollte. "...und ihr dient unter dem selben Kommando. Das heißt, dass ihr eigentlich keine Beziehung haben dürftet." Sam machte den Mund auf, um eine weitere Frage zu stellen als er ein Klopfen an der Tür vernahm. "Harm?", zögernd öffnete Col. Sarah MacKenzie die Tür und trat ein. "Wow!", sagte Al erneut und bewundernd lief er um sie herum. Seine Blicke wanderten ihren Körper entlang, sogen jedes noch so kleine Detail auf. "Sarah." "Mac", sagte Al abwesend. "Ihre Freunde nennen sie Mac." "Was kann ich für Sie tun, Mac", fragte Sam und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Noch ehe Mac auf die Frage antworten konnte, gab Ziggy aufgeregte Laute von sich. Sofort richtete Sam sein Augenmerk auf sein Hologramm, das leichenblaß auf Ziggys Informationen starrte. "Was....?" "Teresa", flüsterte Al. Abwesend ging sein Blick ins Leere als würde er auf etwas blicken, was schon lange vergangen war. Plötzlich ging ein Ruck durch den Körper des Hologramms, seine Augen waren wieder klar. "Schnell, Sam!", rief er und drückte wie wild auf dem Handlink rum. "Gleich um die Ecke in einer Seitengasse ist ein junges Mädchen in Schwierigkeiten." Sam hatte keine Möglichkeit mehr, Fragen zu stellen, denn schon war das Hologramm verschwunden.
Eilig rannte Sam aus dem Büro, vorbei an Mac, die ihn verwirrt ansah. Doch davon bekam Sam nichts mehr mit. Der Ausdruck auf dem Gesicht seines Freundes hatte den blanken Horror ausgedrückt und er wollte so schnell wie möglich sehen, was vor sich ging. Als Sam die Straße erreichte, war es bereits dunkel. Es hatte in der Zwischenzeit geschneit und es war spiegelglatt. "Hierher!", rief Al von der nächsten Hausecke und winkte ihm zu. Kaum hatte Sam die Stelle erreicht, an der Al gestanden hatte, vernahm er quietschende Reifen und sah ein Auto, das sich rasend schnell entfernte. "SAMMMMMMMMM!", schrie Al außer sich. Das Hologramm hockte keine hundert Meter von Sam entfernt auf dem Boden und beugte sich über etwas, das dort auf der Straße lag. "Sam!", rief Al erneut und Sam konnte ein unterdrücktes Schluchzen in der Stimme seines Freundes hören. Als er das Holgramm endlich erreichte, fiel sein Blick auf ein junges Mädchen, das zusammengekrümmt zu seinen Füßen lag. Eilig ging er neben sie in die Knie, suchte nach einem Puls. "Lebt sie noch?", hörte er Al leise fragen. Sam nickte. "Teresa", Al standen Tränen in den Augen. Er konnte nicht glauben, dass er zu spät gekommen war, um ihr zu helfen. Er hatte ihr versprochen, damals, als sie noch ein kleines Mädchen war, wieder zukommen, aber bisher war es ihm nicht möglich gewesen, dieses Versprechen zu halten. Behutsam glitten Sams Hände ihren Körper entlang, suchten nach Verletzungen, doch außer Prellungen und vielleicht ein paar gebrochenen Rippen konnte er nichts feststellen. "Sie muss ins Krankenhaus", sagte er als er seine Jacke auszog und sie um den Körper der jungen Frau schlang. "Sie könnte innere Verletzungen haben." Plötzlich regte sie sich und schlug die Augen auf. Ihre Hand umschloß Sams Hemd, ihre Lippen bewegten sich, doch weder Sam noch Al konnten verstehen, was sie sagte. Sam beugte sich über sie, brachte sein Ohr ganz dicht an ihre Lippen. "...k...kein....KKKrankenhaus...", ihre Hand erschlaffte und sie verlor das Bewusstsein. Ratlos sah Sam sein Hologramm an "Harm?", erklang plötzlich Macs Stimme. Sie war ihrem Parnter gefolgt und sah ihn jetzt im Schnee neben jemandem hocken, den sie nicht genau sehen konnte. "Du musst sie hier weg bringen!", Al sah besorgt auf Teresa hinunter. "Sie muss in ein Krankenhaus", beharrte Sam als Mac näher kam. "Was ist passiert?", fragte Mac erschrocken als sie die junge Frau am Boden sah. Vorsichtig schob Sam seine Arme unter Teresas Körper, hob sie behutsam hoch. "Sie hat gesagt, kein Krankenhaus", Al ließ Teresa keinen Augenblick aus den Augen. "Ich hole ihren SUV", rief Mac und lief ohne eine Antwort abzuwarten los. Langsam folgte Sam ihr. "Wer ist sie?", fragte Sam leise und blickte in das Gesicht der jungen Frau. Er schätzte sie auf mitte Zwanzig, sie hatte langes dunkles Haar und irgendwie kam sie ihm bekannt vor als hätte er sie vor langer Zeit einmal gekannt. "Teresa", sagte Al sanft, noch immer schimmerten Tränen in seinen Augen. "Teresa...", wiederholte Sam leise. Erinnerungen an ein kleines verängstigtes Mädchen, das seine Mutter vermisste, kamen in ihm hoch. Ich bin Engel Al und das ist Engel Sam... "Teresa", sagte Sam noch einmal und ganz klar sah er sie jetzt vor sich, wie sie ihn und Al angesehen hatte mit ihrer kopflosen Puppe in der Hand. "Sie war erst 4 Jahre alt", sagte Al. Er erinnerte sich genau, nie würde er die kleine Teresa vergessen. "Du bist damals in ihre Mutter gesprungen, um ihrem Bruder Kevin zu helfen." Sam nickte. "Was ist hier passiert?", fragte er das Hologramm. Noch bevor Al Auskunft geben konnte, hielt ein Auto neben ihnen. Mac sprang aus dem Wagen, öffnte Sam die Tür. "Welches Krankenhaus?", wollte Mac wissen als sie wieder am Lenkrad saß. "Kein Krankenhaus", bat Al und blickte auf das bewusstlose Mädchen hinab. Seine Gesichtzüge war so weich und zärtlich wie Sam es noch nie bei ihm gesehen hatte. "Kein Krankenhaus", sagte nun auch Sam. "Bringen Sie uns zu mir." "Aber...", wollte Mac einwenden. "Bitte!" Sie nickte und fuhr schweigend los.
Behutsam legte Sam Teresa auf Harms Bett. "Sollte sie nicht doch in ein Krankenhaus?", fragte Mac und beobachtete ihren Partner, wie er die junge Frau vorsichtig auszog. Fachmännisch untersuchte er sie. "Zwei Rippen sind gebrochen", murmelte Sam. "Ihr Bauch ist weich, ich kann keine schwerwiegenden Verletzungen feststellen", er sah hoch und blickte in das besorgte Gesicht seines Freundes. "Harm, sie sind kein Arzt", wandte Mac ein. Verwundert sah sie auf seine Hände, die sachkundig den Körper der Frau untersucht hatten. Ein leichter Schauer lief über ihren Rücken als sie sich vorstellte, wie seine weichen Hände zärtlich über ihren Körper fuhren. "Sie wollte in kein Krankenhaus", sagte Sam und blickte dann auf sein Hologramm. "Nicht hier", sagte Al und deutete ins Wohnzimmer. Mit einem Knopfdruck war er verschwunden. "Ich bin gleich zurück", sagte Sam zu Mac und ließ sie dann mit Teresa allein. Vorsichtig setzte Mac sich zu dem Mädchen aufs Bett. "Wer bist Du und woher kennt er Dich?", fragte sie leise.
"Was ist hier passiert?", wiederholte Sam seine Frage. "Ziggy hat keine Ahnung", antwortete Al und schüttelte traurig den Kopf. Er gab einige Befehle ins Handlink und lief ungeduldig auf und ab. "Ich wusste nicht, dass Teresa in Washington ist... Ich meine, Du bist nicht ihretwegen hier und...", hilflos brach er ab als ihm die Tragweite ihrere Handlungen bewusst wurde. "Oh Gott, sie sollte in dieser Gasse sterben....", wütend schlug Al auf das Handlink ein. Er konnte nicht glauben, dass Gott oder die Zeit oder wer auch immer, Sam durch die Zeit springen ließ, zulassen konnte, dass Teresa etwas passierte. "Al!", Sam versuchte seinen Freund zu beruhigen. "Al, bitte!" "Verstehst Du nicht, Sam? Sie wäre gestorben...." "Al!", Sam trat ganz nah an ihn heran. "Wir haben sie gerettet, es ist alles in Ordnung." Nur mühsam bekam Al seine Wut unter Kontrolle. Wenn er Ziggy nicht dazu missbraucht hätte, Teresas Leben zu verfolgen, hätte er nie oder erst viel zu spät erfahren, welches Schicksal ihr bevor gestanden hätte. Al griff wieder zum Handlink, las die Informationen ab. "Sie ist jetzt 24 Jahre alt", sagte er. "Seit 1 Jahr lebt sie in Washington, sie arbeitet bei der Washington Post..." "Journalistin", flüsterte Sam. "Noch nicht", Al schüttelte den Kopf. "Für ein richtiges Studium hat das Geld nicht gereicht und so arbeitet sie sich durch alle Abteilungen. Im Moment ist sie Laufbursche für jemandem vom Lokalteil..." "Vielleicht arbeitet sie an einer Story?", mutmaßte Sam. "Möglich", Al lief im Raum auf und ab. "Das war jedenfalls kein Unfall." "Ich weiß", Sam nickte. "Harm?", ihre Gedanken wurden von Macs Ruf aus dem Schlafzimmer unterbrochen. Eilig liefen sie zu Teresa. Mac erhob sich vom Bett und gab den Blick auf das Mädchen frei. Unruhig warf Teresa sich hin und her, Schweiß stand auf ihrer Stirn. "Al!", rief sie leise. "Wo bist Du? Du hast doch versprochen...." "Ich bin hier", flüsterte Al während Sam sie sanft berührte. Sofort wurde sie ruhiger, ihr Atem ging wieder regelmäßig. "Es wird alles gut", leise redete Al auf sie ein, er wollte jetzt nicht daran denken, dass sie ihn nicht hören konnte. Sie war keine 4 Jahre mehr. Schon lange war die Zeit vorbei, in der es ihr möglich gewesen wäre, ihren Engel Al zu sehen oder zu hören. "Lassen wir sie allein", sagte Sam leise und zog Mac aus dem Zimmer.
"Wer ist sie und woher kennen Sie sie?", wollte Mac wissen als sie die Tür hinter sich geschlossen hatten. Sam setzte sich auf Sofa, Mac folgte seinem Beispiel. "Ihr Name ist Teresa, Teresa Bruckner", sagte er. "Ich habe sie als kleines Mädchen gekannt." Mac sah ein flüchtiges Lächeln, das sich auf das Gesicht ihres Partners schlich als würde er sich an etwas schönes aus der Vergangenheit erinnern. Aber so schnell wie es erschienen war, verschwand es auch wieder. Mac nahm seine Hand, drückte sie sanft. "Es wird alles gut werden", sagte sie leise. "Danke!", Sam erwiderte den Händedruck und sah ihr in die Augen. Dort konnte er die tiefe Verbundenheit und das Vertrauen der beiden zueinander sehen. Und er sah Liebe, unausgesprochene Liebe, die nur darauf wartete, zu erblühen. "Sarah", er zog sie dichter zu sich und Mac hielt den Atem an. Ganz deutlich konnte sie spüren, dass eine Veränderung in Harm vorgegangen war, das er bereit schien, ihre Freundschaft auf die nächste Ebene zu führen. "Sam!", rief plötzlich Al aus dem Nebenzimmer. "Sie wacht auf." Mac erkannte sofort die Veränderung, sah sein Verlangen jetzt bei dem verletzten Mädchen zu sein, dass er als kleines Kind gekannt hatte und sie verstand. "Gehen Sie zu ihr", sagte sie und gab seine Hand frei. "Ich werde warten." Dankbar sah Sam sie an. Er war hin und her gerissen von seiner Aufgabe hier und seinem Bedürfnis, Teresa und damit auch Al zu helfen. "Ich komme wieder", sagte Sam leise und beugte sich zu ihr herüber. Sanft berührten seine Lippen ihre Wange. Mac verharrte regungslos, ihr ganzer Körper schien in Flammen zu stehen. "Es dauert nicht lange." Mac nickte nur, ihre Hand fuhr über ihre Wange, wo eben noch Harms Lippen sie berührt hatten.
"Al?", hörte Sam Teresa rufen als er das Schlafzimmer betrat. Suchend sah sie sich im Raum um. "Al? Wo bist Du?" Al saß an Teresas Seite. Für Sam sah es so aus als würde er ihre Hand halten, aber das konnte er nicht, nicht wirklich. "Teresa?", Sam näherte sich ihr langsam. Ihr Blick richtete sich auf ihn. "Wer sind Sie?", fragte sie leise und versuchte so viel Abstand wir möglich zwischen sich und Sam zu bringen. "Mein Name ist Harm", sagte er sanft, "Ich bin ein Freund." Teresa schüttlte ihren Kopf, enspannte sich aber sichtlich. Aufmerksam betrachtete sie den Mann, der vor ihr stand und das Gefühl, ihn zu kennen, beschlich sie. "Harm", wiederholte sie leise während Sam zustimmend nickte und sich zu ihr setzte. "Ich kenne Sie, oder?", fragte sie, ihr Blick wurde intensiver und für einem Moment zuckte ihr Lid als würde sie sich an etwas erinnern, an etwas aus ihrer Vergangenheit. Sie sah einem fremden Mann in der Küche ihrer Mutter stehen, er trug ihre Kleidung und selbst ihr Bruder und auch ihre Schwester versuchten sie davon zu überzeugen, dass das ihre Mutter war....und da war dieser andere Mann in dem bunten Hemd, der ihr Geschichten vorlas und mit ihr spielte... "Nein", Sam schüttelte lächelnd den Kopf. "Engel Al und Engel... Sam", sagte Teresa langsam und setzte sich auf. Ihre Finger strichen über Sams Wangen, er sah so anders aus und doch schien ihr sein Gesicht so vertraut. "Sam!", verblüfft betrachtete Al sie Szene vor sich und wünschte sich nichts sehnlicher als das sie ihn ebenfalls berühren könnte. Sams Hand legte sich über ihre als er zustimmend nickte. Tränen der Freude standen in Teresas Augen. Wie oft hatte sie sich gefragt, ob sie sich das alles nicht nur eingebildet oder geträumt hatte. Kevin und auch Susan hatte die Veränderung an ihrer Mutter nie bemerkt und ihr einzureden versucht, dass ihre Fantasie mit ihr durchgegangen war. Doch hier war sie nun, 20 Jahre später und einer ihrer Engel saß direkt vor ihr. "Ist er auch hier?" Sam nickte und deutete auf die andere Seite des Bettes. "Ich bin hier, Teresa", sagte Al, seine Stimme war kaum ein Flüstern. "Er war die ganze Zeit hier und hat über Dich gewacht." "Ich kann ihn nicht sehen", suchend glitt ihr Blick durch den Raum. "Warum kann ich ihn nicht sehen?" "Er ist ein Hologramm, Teresa", versuchte Sam zu erklären. "Du warst damals noch sehr klein und Kinderaugen kann man nichts vormachen..." Al liefen Tränen über das Gesicht, ganz langsam hob er seine Hand und legte sie an Teresas Wange. Teresa spürte den Hauch einer Berührung und ohne es zu wissen, legte sie ihre Hand über Als und schaute direkt in sein Gesicht. "Ich bin hier, Teresa", sagte das Hologramm. "Das war ich immer und werde es ewig sein." "Al...", flüsterte sie. In Sams Augen schimmerten ebenfalls Tränen als er sich in Richtung Tür drehte und er an die Frau dachte, die dort auf ihn wartete. "Du bist nicht meinetwegen hier, oder?", hörte er Teresa fragen. "Nein", Sam schüttelte den Kopf und sah sie dann an. "Aber ich bin froh, dass ich das Leben meiner..." er sah Al an und verbesserte sich dann, "unserer Tochter zum zweiten Mal verändern konnte", ein strahlendes Lächeln umspielte jetzt seine Lippen als er sie vorsichtig an sich drückte. "Du solltest ihr dieses Lächeln schenken", sagte Teresa an seiner Schulter und schob ihn dann sanft von sich. "Geh zu ihr....Sam." Sam hatte die Tür noch nicht erreicht als sie geöffnet wurde und Mac mit besorgtem Blick vor ihm stand. "Ist alles in Ordnung mit ihr?", fragte sie. Sam drehte sich zu Teresa und gemeinsam mit Mac sah er in das glückliche Gesicht des Mädchens. Teresa deutete mit der Hand auf den Türrahmen und leicht verwirrt glitt Sams Blick nach oben. Ein Mistelzweig hing dort. Ermunternd lächelten Teresa und Al ihm zu als Sam Macs Gesicht sanft mit seinen Händen umschloß. "Sarah", sagte er und schluckte. Im Hintergrund schlug die Uhr Mitternacht, es war Weihnachten. "Würdest Du mir das Geschenk machen und mit mir Weihnachten feiern?" Mac konnte ihren Blick nicht von Harms Augen lösen, so lange schon hatte sie auf diesen Augenblick gewartet. "Jetzt und für immer", flüsterte sie als sich ihre Lippen berührten. Erst sanft, dann mit mehr Leidenschaft... "Auf Wiedersehen", flüsterte Teresa als sie das glückliche Paar betrachtete. "Auf Wiedersehen, Teresa", sagte Al und zusammen mit Sam sprang er.
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