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Ganz Paris träumt von der Liebe

© by Clivia ()

 

Disclaimer: Die Jungs und das ganze Konzept gehören mir nicht. Ich leihe sie mir nur aus und gebe sie immer unbeschadet zurück.
Ehrlich.
Es liegt nicht in meiner Absicht, das Copyright zu verletzen.
Songtexte wurden ohne Genehmigung der Künstler benutzt.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.
Antwort auf den Mai-Challenge 2001

 

Don't slide
Even at times like this, when the morning seems so far
Think that pain belongs to you but it's happened to us all
It's all right to make mistakes, you're only human
Inside everybody's hiding something
Take time to catch your breath and choose your moment
Don't slide
You brought this on yourself and it's high time you left it there
Lie here and rest your head and dream of something else instead.
Dido, >No angel<

 
Teil 1: Frühling lässt sein blaues Band

 

Es war einer der ersten warmen Tage im Mai. Paris erstrahlte nach den tristen Wintermonaten im Glanz des neuerwachten Frühlings. Der Himmel blitzte in wolkenlosem blau, die Sonne strahlte und überall erwachte die Natur in den Parks und Gärten zu neuem Leben.

Die ganze Stadt hatte ihr Festtagsgewand aus Blüten und neuen, frischen, hellgrünen Blättern angelegt und überall pulste das Leben.

In den Straßen flanierten die Liebespaare, sahen sich in Cafes tief in die Augen, flirteten miteinander im Park. Die Stadt war zu neuem Leben erwacht.

Auch Methos, der älteste aller Unsterblichen und augenblicklich Bürger von Paris, nutzte die ersten Strahlen der Frühlingssonne. Er hatte es sich auf einer der Bänke am Ufer der Seine unweit vom geschäftigen Treiben auf dem Place de la Concorde gemütlich gemacht.

Eine Tüte mit frischen Croissants neben sich blätterte er in der Tageszeitung und genoss die ersten, wärmenden Strahlen der Frühlingssonne.

Wohlig räkelte er sich, dass sein schlanker Körper mit der Bank zu verschmelzen schien und biss dann genießerisch in das noch warme Gebäck, das er soeben gekauft hatte.

Das Leben konnte so gut sein.

Möwen spielten über dem Fluss und die Wellen brachen gleißend das Licht, dass man kaum aufs Wasser hinaussehen konnte.

Trotz der Nähe des Hauptstadttrubels war es ungewöhnlich still und schließlich legte Methos die Zeitung zur Seite und schloss die Augen für einen Moment, um den Augenblick zu genießen..

Wärme durchflutete seinen Körper. Eine Wärme, die er meist schmerzhaft vermisste, wenn er in Paris weilte. Es war hier normalerweise einfach zu kalt, zu nass und ungemütlich für ihn zu jeder anderen Jahreszeit.

Aber Paris im Frühling...das war eine ganz andere Geschichte.

Er hatte Sonne, er hatte frische Croissants und einen gemütlichen Platz am Wasser. Was wollte er mehr.

Doch halt...!

Zu Paris im Frühling gehörte definitiv noch etwas anderes. Was war es doch gleich?

Irritiert öffnete er die Augen.

Natürlich!

Sein Blick fiel auf ein Paar, das am Ufer entlangspazierte. Ihre Hand in seiner Gesäßtasche und seinen Arm um ihre Schultern gelegt gingen sie einfach nebeneinander her, redeten leise miteinander und schließlich blieben sie stehen und küssten sich, tief und innig.

Methos gab einen schnaubenden Laut von sich.

Klar! Das war es.

Paris,- Frühling,- Liebe.

Paris, die Stadt der Liebe.

Paris im Frühling.

Liebe.

Im Frühling.

Das Croissant schmeckte plötzlich nach nichts mehr, nur krümelig und trocken.

Die Zeitung bot auch nichts neues, außer den üblichen Schreckensnachrichten und die Sonne war ohnehin zu grell.

Er fröstelte und zog den Mantel enger um sich, als er sich seufzend erhob.

Nachlässig klopfte er die Krümel von seinem Mantel, stopfte die Zeitung und das übriggebliebene Croissant in den benachbarten Papierkorb und verließ seinen Platz.

Die gute Stimmung war restlos verpufft und hinterließ nur eine nagende Leere in seinem Innern.

Eine Leere, die jetzt schon seit Monaten sein Leben zur Qual machte.

Er sollte nach Hause gehen, die Tür verriegeln und eine gute Flasche Scotch köpfen //Haha!//, um diese Leere wenigstens für eine kurze Zeit vergessen zu können.

Scotch! Na prima. Scotch wie in Schotte... wie in MacLeod. Duncan MacLeod vom Clan MacLeod. Fan-tas-tisch.

Gerade an diesen Mann wollte er überhaupt nicht denken, aber jetzt war es passiert und der Zug, in dem seine Gedanken in Richtung Armageddon rasten, nicht mehr aufzuhalten.

Er stand wie versteinert, als sein Unterbewusstsein ihm Bilder von betörender Schönheit präsentierte. Goldene Haut, die im Kerzenschein aufleuchtete, das Aufblitzen eines warmen Lächelns, das einem das Herz höher schlagen ließ, ein vollkommener, williger Körper, der nur ihm gehörte.

Sie hatten nur diese eine Nacht miteinander geteilt und es war wie ein Traum gewesen, der Wirklichkeit geworden war.

Kristallklar konnte er Duncans Augen vor sich sehen, in denen ein ganz besonderes Licht begonnen hatte zu glitzern. Noch nie hatte er diesen einzigartigen Blick, den man auf der Haut und in jeder Pore seines Körpers spüren konnte, auf sich ruhen gefühlt.

Zugegebenermaßen hatte dieser Blick jahrelang seine Fantasie beflügelt, aber er hatte sich selbst nie allzu große Chancen eingeräumt, einmal selbst derjenige zu sein, dem er galt.

Ehe Methos hatte reagieren können, hatte er sich in diesem Licht, das Duncan war, gefangen, war hilflos in seinen Sog geraten, wie ein Boot in einen Wirbelsturm und er war untergegangen. Glücklich, selig und gleichzeitig unsagbar traurig, weil er wusste, dass er dieses Glück nicht für immer würde haben können.

Es war einfach geschehen.

In einer Dezembernacht nach einem angenehmen Abend, den sie mit Schach und einem guten Wein verbracht hatten, war das, was lange Jahre lang unmöglich erschienen war, mit einem Mal einfach geworden, selbstverständlich, notwendig, unabwendbar.

Erinnerungsfragmente begannen auf Methos einzustürmen und er hätte beinahe laut aufgeschluchzt. Heraus kam ein leiser, schmerzhafter Laut, wie der eines Sterbenden.

Es war zu intensiv.

Es schmerzte zu sehr.

Es war nicht zu ertragen.

Deutlich hörte er noch Duncans Stimme in seinem Ohr, die von der Ewigkeit zu ihm sprach.

Sein Name gehaucht in diesem sexy Bariton.

Starke, warme Hände auf seiner Haut, die ihn verbrannten, ihn heilten ihn neu erschufen mit jeder sanften Berührung.

Seine Seele hilflos, bloßlegt, mit jedem Kuss. Plötzlich war nicht mehr wichtig gewesen, wer er war, was er einmal gewesen war, was er einmal sein würde.

Duncans Lippen auf den seinen hatten ihn erweckt und ihn erneuert.

Der Schmetterling war aus der Puppe geschlüpft und streckte zum ersten Mal seine neuen Flügel.

Die Jahre waren von ihm abgefallen, aller Schmerz für einen kurzen Moment der Zeit vergessen.

"Duncan, bitte, jetzt. Komm zu mir, Geliebter."

Passion, Gier, Verzweiflung und überschäumende Glückseligkeit.

"Bitte, verlass mich nicht. Versprich mir, dass du da bist, wenn ich morgen aufwache. Ich kann dich niemals mehr verlieren, Methos."

Schwüre im hellblauen Licht der Morgendämmerung.

Herzschlag unter seiner Wange, beruhigend, stark, lebendig.

 

Nichts davon war mehr wirklich.

Eine große Lüge.

Und er hatte sie erzählt.

Es gab kein Zurück.

Die Stimme in seinem Hinterkopf höhnte:

//Du hättest es verhindern müssen, hättest ihn niemals so nahe herankommen lassen dürfen. Jetzt ist er unter deiner Haut, in Deinem Herzen, Deiner Seele und das wirst du nicht überleben.//

Überleben. Darauf lief es immer wieder hinaus.

Aber er wusste nicht mehr, ob diese eine Lebensprämisse, die er in den ganzen Fünftausendjahren Geschichte nicht geändert hatte, immer noch seine treibende Kraft sein konnte. Nichts war mehr so, wie es vorher gewesen war.

 

* * * * *

 
Teil 2: Gebrochene Herzen

 
My lover's gone
My lover's gone, his boots no longer by my door,
he left at dawn and as I slept I felt him go
returns no more, I will not watch the ocean, my lover's gone,
no earthly ships will ever bring him home again,
bring him home again, bring him home again
my lover's gone, I know that kiss will be my last, no more his song, the tune upon his lips has passed
I sing alone, while I watch the ocean, my lover's gone, no earthly ships will ever
bring him home again, bring him home again

 

D.Armstrong/J.Catto        von der CD: Dido "No angel"

 
Seacouver, Dezember 2000

 

Schon bevor er erwachte, wusste er, dass Methos nicht mehr da war.

Seine Sinne tasteten nach der vertrauten Präsenz, doch alles, was er fühlte, war Stille und milchiges Morgenlicht, das ihn wie Nebelschleier umgab. Das Kissen neben ihm war leer. Seine Hand fuhr liebkosend über die weiche, kühle Seide, auf der bis vor wenigen Stunden, oder waren es Minuten, noch der Mann geschlafen hatte, der ihm mehr bedeutete als alles auf der Welt.

Er schloss die Augen und ließ sich zurück in die sanfte Dunkelheit fallen.

Solange er sie geschlossen hielt, konnte er vor der schmerzhaften Wirklichkeit fliehen. Fliehen in eine Traumwelt, in der schwere Hikingboots vor dem Bett standen, Kaffeetassen im ganzen Loft verteilt waren, Bücher an den unmöglichsten Stellen herumlagen und das heiße Wasser ständig aufgebraucht war. Eine Welt, in der Methos bei ihm war.

Eine Welt, die warm war und erfüllt von Lachen, unerwarteter Zärtlichkeit und Liebe.

Eine Welt, die so anders war, als jene, zu der er jetzt erwachte.

Er wollte nicht aufwachen, wollte nicht zurück in die raue Wirklichkeit, wollte den Brief, der ihn höchstwahrscheinlich auf dem Tisch erwartete, nicht vorfinden, wollte nicht alleingelassen werden.

Methos war fort.

 

//fort,Fort,FORT// schrie es in seinem Inneren und Tränen bahnten sich langsam und qualvoll ihren Weg, quollen unter den zugekniffenen Augenlidern hervor und rollten über seine Wangen..

Seine Kehle war eng und jeder Atemzug schmerzte.

//Fort//

Er war Schuld. Er wusste es.

Hätte er nur nie ...

aber es war nicht mehr rückgängig zu machen.

Wenn er eins in seinem langen Leben gelernt hatte, war es das.

Nichts konnte ungeschehen gemacht werden.

Hätte er nur nicht die Initiative ergriffen.

Methos und er.

Was hatte er sich nur eingebildet.

Alles war so schön gewesen.

Methos hatte sich bei ihm häuslich niedergelassen. Wie er versichert hatte, nur bis er ein Apartment fände, das seinen Ansprüchen genügte.

Sie hatten eine wundervolle Zeit miteinander verbracht. Harmonie und eine merkwürdige Vertrautheit hatten ihren Tagesablauf begleitet und sie schafften es mühelos, ihre Freundschaft zu vertiefen und die Narben, die Kronos, Byron, Keane und O'Rourke hinterlassen hatten, schienen langsam zu verblassen.

 

Traumbilder des letzten Abends drängten sich in seine Gedanken.

Er sah sich mit einem Geschirrtuch nach Methos werfen, nachdem der ältere wieder einmal irgendeinen zynischen Kommentar abgegeben hatte, sah , wie sie rangelten, wie sie schließlich zu Boden gingen.

Er lächelte und dachte daran, wie indigniert ihn Methos von sich herunterzuschubsen versucht hatte. Er schloss die Augen erneut und konnte die Szene vor seinem inneren Auge verfolgen, erlebte wieder dieses neue, unsägliche Gefühl, das ihn an jenem Abend überfallen hatte.

"Mac LEOD! Umpf! Geh von mir runter du Elch."

"Gibst du auf und spülst?"

"Ok, ok! Friede!"

Als Methos sich lachend, nein kichernd unter ihm hervorzurollen versuchte und mit glitzernden Augen zu ihm aufsah, war es um ihn geschehen.

Er spürte Methos, fühlte ihn mit jeder Faser seines Körpers, sah ihn mit anderen Augen.

Der warme, harte Körper, der sich an ihn presste, der stetige, rasche Herzschlag unter seiner Hand, der Duft der beinahe schwarzen Haare, die in alle Richtungen abstanden, wie Rabenfedern, es war eine ganz neue, erschreckende Erfahrung. Wie ein Blitz durchfuhr ihn die Erkenntnis, dass er Methos endlich da hatte, wo er hingehörte. In seinen Armen. Und alles war so richtig.

Aus einem Impuls heraus hatte MacLeod Methos auf die lächelnden Lippen geküsst.

Nach einer Schrecksekunde, in der er schon fürchtete, einen Fehler begangen zu haben, öffneten sich die mobilen Lippen ihm gierig und unsagbar süß und lange Arme fanden den Weg um seine Schultern. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein, als ihre Liebe zueinander in einem einzigen Moment voll erblühte, ohne dass sie ihr zaghaftes Wachstum jemals vorher bewusst wahrgenommen hätten.

 

Es war eine perfekte, wilde, zärtliche, unvergessliche Nacht geworden.

Beide hatten sie gespürt, dass dies weit über einen One-night-stand unter Freunden und weit über puren Sex hinausging.

Es war, als hätten ihre Seelen endlich zueinander gefunden, als hätten sich nicht nur ihre Körper vereint, sondern auch ihr ganzes Sein, das seit langem in so komplizierten Mustern miteinander verwoben war, dass keiner von beiden je eine genauere Analyse gewagt hatte.

In dieser einen Nacht war alles völlig klar geworden.

Liebe. Es war Liebe.

Und nun hatte das, was sie gemeinsam in dieser Nacht gefunden hatten, sie voneinander getrennt.

Vielleicht für immer.

Methos war geflohen.

"Du warst 68x verheiratet?"

".....aber niemals mit einem von uns, die Verpflichtung wäre zu groß. Es braucht schon verdammt viel Liebe um 300 Jahre Ehe durchzustehen. Unvorstellbar!"

Die Worte, gesprochen vor so langer Zeit, hallten durch MacLeods Gedanken wie unheilverkündender Donner.

Hätte er doch niemals gesagt :"Ich liebe dich, Methos."

Vielleicht...

Ärgerlich wischte Duncan MacLeod diese ungesunden Gedanken zusammen mit ein paar ungewollten Tränen weg und sammelte sich.

Er würde weiterleben, auch wenn es ihm auch in diesem Augenblick sinnlos schien.

Vielleicht würde Methos ja eines Tages zurückkehren.

Entschlossen raffte er sich auf und steuerte auf die Dusche zu.

Zeit, den neuen Tag eines neuen Lebens einzuläuten. Eines neuen Lebens ohne Methos.

Er würde ihm nicht nachsetzen. Es war Methos' Entscheidung gewesen, zu gehen.

So lag nun auch das Schicksal ihrer Freundschaft, ihrer Liebe in der Hand dieses komplexen, sturen, starken und doch so überaus verletzlichen Mannes.

 

Duncan wusste, dass auch Methos mehr für ihn empfand und dass dies der bestimmende Grund für seine Flucht gewesen war.

Er war sich sicher, wenn er den älteren jetzt zur Rede stellte, würde das das Ende für ihre Beziehung bedeuten. Er wollte, dass Methos bei ihm war, weil er es selbst so wünschte und nicht, um MacLeod einen falschverstandenen Gefallen zu tun.

Wenn Methos von sich aus seinen Weg zu ihm zurück fand, konnte Mac gewiss sein, dass sie eine Chance auf ihr Stück Ewigkeit hatten. -Wenn.

Er würde warten, auch wenn es schmerzte.

Methos musste diesen Schritt ganz allein tun.

Er selbst konnte nur geduldig warten und hoffen, dass die Liebe ihm Methos zurückbringen würde.

 

Als er diesen unwiderruflichen Entschluss einmal gefasst hatte, begann er wie von einer Last befreit seine Morgenroutine und stieg vom Gedanken an Methos und ihre gemeinsame Zukunft beseelt in die Dusche.

//Methos kommt zurück. Zurück zu mir.//

 

* * * * *

 
Paris, Mai 2001

 

Methos starrte aufs Wasser hinaus und zog trotz der warmen Witterung seinen leichten Mantel fröstelnd enger um sich.

Was tat er überhaupt noch hier? Warum war er nach Paris gekommen und vor allem: warum war er geblieben?

Es hätte so einfach sein müssen, den Rücken zu kehren und für immer zu verschwinden.

So einfach.

Doch nichts in seiner Beziehung zu Duncan MacLeod vom Clan der MacLeod war einfach und unkompliziert.

Warum sollte so etwas kompliziertes, wie die Liebe zwischen ihnen einfach sein?

Liebe?

Ja. Er musste es nun endlich auch sich selbst eingestehen.

Liebe.//Du wirst langsam melodramatisch, alter Junge.//

Es war Liebe, die er in Duncans Schokoladenaugen hatte leuchten sehen.

Liebe, die er selbst immerzu spürte, wenn er an diesen einzigartigen Mann dachte.

Liebe, nichts anderes.

Pur, rein, simpel und unsterblich.

Aus diesem Grund war er am Morgen danach geflohen.

Liebe.

Das war etwas so endgültiges, gewaltiges, gefährliches, wenn man sie für einen Unsterblichen empfand.

Chance und Falle zugleich.

Es war die Chance auf eine Ewigkeit mit einem geliebten Menschen, den man so die Göttin wollte, nicht unvermeidlich in einer kurzen Lebensspanne an Alter oder Krankheit verlieren musste.

Es war gleichzeitig aber auch ein Leben am Abgrund. Ein Leben mit Duncan MacLeod, der streunende Unsterbliche mit dem Wunsch, ihn in die ewigen Jagdgründe zu befördern, anzog, wie Honig die Bienen. Unzweifelhaft würde das auch Methos Leben nicht ganz unbeeinflusst lassen, wenn man es einmal diplomatisch sehen wollte.

Er hatte die am vernünftigsten scheinende Entscheidung getroffen und Duncan verlassen, bevor er nicht mehr in der Lage dazu gewesen wäre.

Liebe war jedoch stärker als alle Vernunft.

Sie band ihn an dieses schottische Kind sicherer als jede Kette und so sehr er sich auch in den letzten fünf Monaten bemüht hatte, war er nicht in der Lage zu entkommen.

Statt der Vernunft weiter zu folgen, und auf schnellstem Wege in Richtung irgendeiner tropischen Insel weiterzuziehen, hatte er den Winter in Paris verbracht.

Unter dem Vorwand, seine Dinge zu ordnen, bevor er in die Karibik aufbrach, war er geblieben. Die stille Hoffnung, dass auch Duncan nach Paris zurückkehren würde hatte er sich selbst lange Zeit nicht eingestehen wollen, doch in den letzten Wochen hatte er sich zu oft dabei erwischt, in der Nähe der Barge spazieren zu gehen. Zu oft hatte er auf einer der Brücken gestanden und auf das reglose, unbewohnte Schiff gestarrt.

So konnte es nicht weiter gehen.

Es war Zeit, einzusehen, dass es unvermeidlich war.

Was sie verband war immer schon mehr als bloße Freundschaft gewesen. Wie hatte er nur so dumm sein können, das einfach so abzuschreiben. Diese einzigartige Beziehung, die die Chance bekommen hatte, zu etwas neuem, unbegreiflich zarten zu erblühen, das so verletzlich und gleichzeitig so stark war, dass es ihm Angst machte, hatte er in einem Atemzug zerstört.

Er war gegangen. Ohne ein Wort. Nicht einmal einen Brief hatte er zurückgelassen.

Methos verfluchte seine Feigheit, wie jeden Tag seit jenem Morgen, als er diesen endgültigen, schmerzhaften Schritt getan hatte. Wie konnte er den Schmerz, den er Duncan damit zugefügt hatte, je wieder gut machen.

Hatte Duncan ihn verflucht und für immer aus seinen Gedanken gestrichen, oder gab es die winzige Chance auf Vergebung?

So oft schon hatte er mit dem Gedanken gespielt, zurück nach Seacouver zu fliegen und diese Sache in Ordnung zu bringen, doch immer hatte sein falscher Stolz gewonnen. 'Ich werde nicht auf Knien gekrochen kommen! Wenn Duncan mich wirklich will, wird er mich suchen und gewiss hier auch finden.'

Was aber, wenn auch Duncan zu stolz war? Konnte er wirklich von dem Mann, den er so schmählich zurückgelassen hatte erwarten, dass er ihn aufsuchte. Schließlich hatte er MacLeod keinerlei Zeichen gegeben, dass er an einer Beziehung weiterhin interessiert war, im Gegenteil. Mit seinem dramatischen Abgang hatte er nur allzu deutlich gemacht, dass er mit ihm nichts mehr zu tun haben wollte. MacLeod war ein Krieger und als solcher würde er sich niemals dazu herablassen, ihn aufzusuchen und zur Rede zu stellen.

Nein. Er selbst musste es tun, so sehr es ihn auch störte.

Es war sein Job, um Verzeihung zu bitten und zu versuchen, zumindest ihre langjährige Freundschaft zu retten.

Methos seufzte, atmete tief durch und spazierte langsam und gedankenverloren zurück zu seiner Wohnung.

Es war Zeit, zu packen. Seacouver und eine schwierige Aufgabe erwarteten ihn.

 

* * * * *

 
Teil 3: Himmel oder Hölle

 

I'm like a bird
You're beautiful and that's for sure, you'll never, ever fade.
You're lovely and it's not for sure, that I won't ever change.
And though my love is rare, and though my love is true,
I'm like a bird, I'll only fly away
I don't know where my soul is, I don't know where my home is and all I need for you to know is :
I'm like a bird.
Your faith in me brings me to tears, even after all this years.
And it pains me so much to tell, that you don't know me that well.
And though my love is rare and though my love is true, I'm like a bird.
It's not that I want to say goodbye, it's just that each and every time you try to tell me that you love me
each and every single day I know I'm going to have eventually give you away.
And though my love is rare, though my love is true,
Hey I'm just scared,
that we may fall through.
I'm like a bird.
 

Nelly Furtado     CD: Whoa, Nelly

 

* * * * *

 
Flughafen Seacouver, Mai 2001

 

"Sie haben WAS?"

"Es tut mir sehr leid, Sir, aber so etwas passiert manchmal."

"So etwas passiert????"

Die Flughafenangestellte zuckte nur entschuldigend mit den Schultern und reichte dem zerbrechlich erscheinenden Mann vor ihrem Tresen ein Formular.

"Dreifache Ausfertigung. Haben Sie einen Kuli, Sir?"

"DAS PASSIERT EBEN?"

"Sir, regen Sie sich doch nicht so auf. "

Methos' Hände krallten sich in die Kante des grauen Kunststofftresens, als er nach Atem und Fassung ringend versuchte, das Chaos hinter seiner Stirn zu ordnen.

//Nicht hyperventilieren, ruhig bleiben. Es wird sich alles klären. Keine Panik, keine Panik.//

"Sir?"

"Oh, ja- dreifache Ausfertigung?"

"Genau, Sir."

Die falsche, überschminkte Blondine mit dem aufdringlichen Parfüm lächelte ihr geschäftsmäßiges Lächeln und schickte sich an, den nächsten der Wartenden anzusprechen, als Methos explodierte.

"Haben Sie eine Ahnung, was dieses Schwert wert ist? Es ist 557 Jahre alt und Sie schicken es...WOHIN?"

"Wahrscheinlich Hongkong, Sir, aber es ist ja nicht nur Ihr Gepäck verloren gegangen, sondern auch das von sechs weiteren Passagieren. Regen Sie sich also nicht so auf. So etwas verschwindet nicht einfach so. Wir werden das bestimmt bis Montag klären können. Bevor wir allerdings irgendetwas tun können, müssen Sie dieses Formular ausfüllen."

Er hyperventilierte, er spürte, wie ihm die Wirklichkeit zu entgleiten drohte.

"Aufregen? Aufregen? Ich sage Ihnen, dass ich das letzte Mal mit Ihrer Airline geflogen bin und ich fliege sehr, sehr häufig. Zuerst schüttet mir Ihr Steward einen heißen Kaffee über die Schulter, mein Kopfhörer funktioniert nicht, das Essen ist kalt, das Bier warm, dann sitze ich neben einem Mann, der mich kontinuierlich anmacht und versucht mich zum Beitritt in den Mile-High-Club zu überreden und der mich ständig begrapscht und dann, als Highlight, sagen Sie mir nach 12 Stunden Flug, dass mein wertvolles, antikes Schwert sich zusammen mit meinem Gepäck höchstwahrscheinlich auf dem Weg in Richtung Hongkong befindet und ich soll mich nicht aufregen????"

Kurz bevor er komplett die Beherrschung verlor, gelang es ihm gerade noch, sich zu bremsen. Er hatte keine Lust mit dem freundlichen Herrn vom Sicherheitsdienst, den er bereits langsam in die Nähe des Schalters schlendern sah, ein anregendes Gespräch zu führen und so atmete er tief durch, nahm leise fluchend das Formular und machte sich daran, es an einem kleinen Tisch in der Lounge auszufüllen.

Was ihn noch mehr aufregte, als der Verlust seines gehegten und gepflegten Ivanhoes, war die Tatsache, dass er nun tatsächlich mit seinem Plan, sich bei Duncan zu entschuldigen fortfahren musste, ob er wollte, oder nicht.

Widerwillig gab er Duncans Adresse und Telefonnummer als Kontakt in Seacouver an.

Dank der warmen Witterung schickten sich auch sein Mantel und damit auch sein Mobiltelefon in dessen Tasche gerade an, Hongkong einen Besuch abzustatten und Methos hatte buchstäblich nur noch seine Papiere und eine geringe Menge Bargeld, seinen Walkman, ein Buch und die Kleidung, die er trug.

Die letzte Chance den Rücken zu kehren hatte ihm das Schicksal böse lächelnd verbaut. Alle Fluchtwege waren effektiv verschlossen. Wollte er Schwert und Gepäck je wieder sehen, musste er weitermachen.

Wenigstens besaß er seine Kreditkarten noch, nur für den Fall, dass seine Wiedervereinigung mit Duncan so schlecht verlaufen würde, wie er es sich während des quälend langen Fluges ausgemalt hatte. Ein Hotel würde er sich immerhin leisten können und Duncan würde sich wohl kaum weigern, ihm für den Übergang ein Schwert zu leihen.

//Duncan. Oh Himmel, ich vermisse ihn. Mitleiderregend, alter Mann. Nimm dich zusammen!//

Die Zweifel, die er ob seines Unterfangens bekommen hatte, hätten beinahe dazu geführt, dass er am liebsten direkt weitergeflogen wäre, ohne seinen ursprünglichen Plan durchzuziehen.

//Feigling!//

Die hübsche, kleine Komplikation hier in Seacouver hatte dieses Hintertürchen jedoch mit einem lauten Knall zugeschlagen.

Den ganzen Flug über hatte er mit seiner Entscheidung gehadert.

Was, wenn Duncan bereits mit jemandem zusammen war? Beinahe sechs Monate waren eine lange Zeit. Vielleicht hatte sein Freund auch von Anfang an nicht mehr gewollt, als Sex mit seinem besten Kumpel, weil gerade niemand anderes zur Hand war? Vielleicht hatte er nur eine kurzfristige Lücke in Duncans Liebesleben gefüllt.

Ihm war bewusst, dass all diese paranoiden Gedanken einzig und allein dem Zweck dienten, eine Flucht vor den ungewohnten und unberechenbaren Gefühlen, die er für Duncan hegte, zu rechtfertigen. Und trotzdem: hätte nicht das Schicksal diesen ganz eigenen Weg eingeschlagen, wäre er wahrscheinlich so weit vor MacLeod geflohen, dass er sich selbst kaum noch wiedergefunden hätte. So viel zur Vogel-Strauss-Politik.

//Augen zu und durch.//

Nach einer halben Stunde endlich waren alle Formalitäten erledigt und Methos war bereit, seinen ganz privaten Kreuzweg anzutreten.

 

Als er den Flughafen verließ, atmete er tief durch.

Die Dunkelheit brach bereits herein und es war windig und kalt.

Vorsichtig scannte Methos die Umgebung auf das Vibrieren einer unsterblichen Präsenz.

Nichts.

Zum Glück!

Ohne sein Schwert und seinen Mantel mit dem handlichen Dolch und den anderen kleinen technischen Spielereien, die dazu dienten, ihn elegant am Leben zu erhalten, wenn ein Duell zu scheitern drohte, fühlte er sich nackt und hilflos.

Er fröstelte in der kühlen Nachtluft.

Wo war bloß ein Taxi, wenn man eins brauchte?

Ein Blick zum bewölkten Himmel, der sich rasant zu verdunkeln begann, entlockte ihm einen schnarrenden Seufzer. Es ging immer noch schlimmer.

War schon klar, dass es regnen musste.

Die Schicksalsgöttin erwies sich als extrem ungnädig. Er hatte es nicht anders verdient, aber musste das wirklich auch noch sein?

Als der Regen zu fallen begann, kalte, große Tropfen, die ihn im Nu durchnässten, machte er endlich an der Straßenecke ein Taxi aus.

Vielleicht hatte er heute doch noch ein wenig Glück.

Mit schnellen Schritten eilte er, sich den Rucksack mit seinen wenigen Habseligkeiten über die Schulter werfend, dem verheißungsvollen Leuchten des Taxischildes entgegen.

Er war so davon in Anspruch genommen, dass er kaum bemerkte, was seine Sinne ihm meldeten.

//Gefahr! Dreh dich um! Vorsicht! Unsterblicher, dicht hinter dir. Zu dicht. Wo ist das Schwert? Verflixt- in Hongkong ! - Renn! //

Mitten auf der regennassen Straße hielt Methos inne, wandte sich abrupt um und erspähte einen augenscheinlich jungen Mann der lässig an einem Laternenpfosten keine 20 Meter entfernt lehnte.

Schwarzer Mantel, dunkle, regennasse Locken, unlesbarer Blick. Eine Hand fuhr unter den Mantel und legte sich offensichtlich über den Griff seines Schwertes.

Aus dem Augenwinkel bekam Methos mit, wie das Taxischild erlosch und der Wagen mit einem Geräusch von aufspritzendem Wasser davon rauschte.

Auf der verlassenen, dunklen Straße blieben nur die beiden Unsterblichen zurück und selten hatte sich Methos verletzlicher und verzweifelter gefühlt. //Willkommen in Seacouver, der Hauptstadt durchgeknallter Unsterblicher auf der Suche nach einem vielversprechenden Quickening. Tolle Entscheidung hierher zurückzukommen, alter Junge. Du wirst dein Leben aushauchen, bevor du auch nur einen Fuß in Duncans Loft gesetzt hast. Super!//

Sein Instinkt reagierte, wo seine Sinne ihn im Stich ließen.

Mechanisch ließ er den Rucksack von der Schulter gleiten und rannte los.

Zur Hölle mit seinen Kreditkarten und dem gefälschten Pass für Mr. Adam Benjamins.

Überleben, den Fremden abschütteln, der ihm wie erwartet folgte, das war alles, worum es ging. Er war schnell, ein Läufer geformt in Zeiten, als es galt, große Entfernungen zu Fuß zurückzulegen, aber sein Verfolger nahm es mit ihm beinahe mühelos auf.

Wasser spritzte hoch, als Methos um eine Kurve bog und durch eine tiefe Pfütze stolperte.

Mühsam fing er sich und sprintete weiter, den Verfolger im Nacken.

Lange Minuten rannte er mit aller Kraft.

Die nasse Jeans hinderte ihn daran, so frei wie möglich auszuschreiten und Tränen der Erschöpfung und der Wut brannten in seinen Augen.

Endlich schien es, dass sein Verfolger ermüdete.

Immerhin hatte dieser ja noch mit dem Gewicht seines Schwertes und dem nassen Mantel zu kämpfen, was Methos als einen unschätzbaren Vorteil für sich bewertete.

Der Abstand wurde größer, die schnellen Schritte fielen zurück.

Es war zu schaffen.

Vielleicht konnte er diesen aufdringlichen Vertreter seiner Art ja doch noch abschütteln und war nicht gezwungen, waffenlos zu sterben.

Er hatte schon schwerere Situationen überstanden, sagte er sich, als er keuchend und mit schmerzenden Lungen in die nächste Seitenstraße einbog.

Kaum hatte er die Biegung hinter sich gebracht, wusste er, dass er einen großen Fehler begangen hatte.

Es war eindeutig eine Sackgasse.

Zu beiden Seiten der verlassenen Straße erhoben sich alte Fabrikgebäude.

Feuertreppen führten nach oben, doch sie waren, soweit er das ausmachen konnte, alle hochgezogen.

Er würde sie nicht erreichen können.

Am Ende der Falle, in die er getappt war, gab es nur eine kahle Mauer, die zu hoch war, um hinüber zu gelangen. Wo waren die Müllcontainer, die die Helden eines Hollywood-Filmes in einer solchen Situation immer zur Hand hatten, um solche Hindernisse mühelos überqueren zu können ?

Hysterisch begann er bei diesem Gedanken zu kichern und verlangsamte seinen Schritt, bis er schließlich vor der Mauer stand und sich mit dem Rücken dagegen lehnte.

Klasse. Nach fünftausend Jahren würde er sein Leben in einer dreckigen Seitenstraße in Seacouver an ein Jüngelchen verlieren, was für eine Farce. Er schüttelte angewidert den Kopf. Es gab immer eine Lösung und noch war nicht alles verloren.

Keuchend erwartete er seinen Angreifer.

Er war am Ende, aber er würde nicht kampflos untergehen.

Der Fremde verlangsamte seinen Schritt, als er Methos missliche Lage bemerkte.

Er grinste und holte sein Schwert, ein leichtes Kavallerie-Rapier, hervor.

"So, mein Schöner. Das war's. Hier ist die Reise zuende."

Methos fletschte die Zähne.

//Ein Scherzkeks, na wunderbar.//

"Sie kennen mich nicht und ich suche keinen Kampf. Lassen Sie mich in Frieden."

 

Der Fremde kam näher und Methos konnte in den dunklen Augen einen Funken der Gier erkennen, die ihn selbst einmal vor tausenden von Jahren wie eine unheilbare Krankheit befallen und ihn seiner selbst beraubt hatte.

"Schade um diesen schönen Hals, aber es lässt sich leider nicht ändern. Es kann schließlich nur einen geben. Wärest du sterblich, würde ich dir ein Geschäft vorschlagen, aber ich glaube, ich habe mich schon für dein Quickening entschieden. Es fühlt sich verführerisch an. - ungewöhnlich, lebendig, süchtigmachend Ich will es."

"Wie heißen sie?"

Methos schluckte und starrte den Mann an, wie ein Kaninchen die Schlange. Sein Gegner war wesentlich kräftiger gebaut als er selbst und einen Kopf größer.

Sich ohne Waffen gegen einen solchen Boliden durchzusetzen würde nicht einfach werden.

Grinsend trat Herkules Junior einen Schritt näher und zeigte mit der Spitze seines Rapiers auf Methos Herzgegend.

"Feliciano, Feliciano Gomez. Habe die Ehre."

Es folgte eine linkische, kleine Verbeugung und Methos wurde beinahe schlecht, als der Mann ihn mit einem Blick musterte, in dem bloße Gier lag.

"Mr.Gomez, Sie haben eben ein Geschäft erwähnt. Sie sehen selbst, dass ich unglücklicherweise unbewaffnet bin. Ich wäre offen für Vorschläge. Geld habe ich allerdings gerade auch keins dabei, aber ich kann sicherlich etwas organisieren...", stammelte Methos und sah den Mann mit einer flehenden, unschuldigen Mine an, die einen Stein hätte erweichen können.

Jahrelange Praxis.

 

Der Fremde legte den Kopf schief und musterte den Mann vor sich.

Ebenmäßige, scharf definierte Züge, ungewöhnliche Augen, ein verlockend langer, schlanker Hals, breite Schultern, die sich unter dem durchnässten Baumwollsweater abzeichneten, schmale Hüften, ein kleiner, runder Hintern und lange, kräftige Beine. Das Quickening dieses sinnlichen Wesens, das da vor ihm stand und um sein Leben bangte, schien plötzlich nur noch halb so attraktiv. Der junge Mann schien bereit, alles dafür zu tun, um am Leben zu bleiben.

Diese Entwicklung war wirklich vielversprechend und niemals war der Preis süßer gewesen.

Feliciano leckte sich die Lippen und starrte seine Beute vielsagend an.

"Ja, weißt du - das stelle ich mir etwas anders vor- du hast einen schönen Körper, du gefällst mir und wenn du, sagen wir- etwas für mich tust, lasse ich dich laufen. Ich habe heute meinen sozialen Tag. Na, wie wäre es?"

Methos rollte mit den Augen.

Klar, Sonnenklar. Darauf lief es irgendwie immer heraus.

Warum musste er immer an diese gestörten Kreaturen geraten? Hatte es etwas mit seiner Haltung, mit seinem Aussehen oder seiner Körpersprache zu tun, trug er etwa ein Zeichen, das ihn für jedermann als Fuckbuddy auswies, das ihn als leichte Beute kennzeichnete, oder was? Wenn er das hier überlebte, würde er ernsthaft an seinem Image feilen müssen.

Sein Gehirn arbeitete auf Hochtouren und zeigte ihm wie ein verlässlicher Computer seine Möglichkeiten auf. Das Raubtier erwachte, wetzte die Krallen, streckte sich und machte sich zum Sprung bereit..

Er hieß die unerwartete Wendung seines Schicksals wirklich mehr als Willkommen. Nicht, dass er das Angebot ernsthaft in Erwägung ziehen würde, aber es gab ihm eine kurze Atempause und eine Chance aus dieser vertrackten Situation wieder herauszukommen.

Schnell und routiniert setzte er sein unschuldigstes Gesicht auf und starrte seinen Gegenüber mit weit aufgerissenen, verängstigten Augen an.

//Adam Pierson at your service. Unschuld pur.//

 

Innerlich bereitete er sich jedoch längst auf schnelles Handeln im richtigen Augenblick vor. Adrenalin pumpte durch seine Adern und eine merkwürdige Distanziertheit breitete sich in ihm aus, wie immer in solchen Situationen. Sein Kopf wurde klar und er nahm alles schärfer wahr, als sonst.

Wenn er genau hinhörte, konnte er sogar den Herzschlag seiner Beute hören.

Der Gejagte wurde zum Jäger und sein Opfer hatte keine Ahnung.

"Was möchtest du denn von mir? Ich bin immer offen für Vorschläge."

Seine Stimme war tief und seidig und umschmeichelte den Fremden mit ihrer verführerischen Kadenz. Jede Silbe eine Verlockung.

Die dunklen Augen des Mannes ruhten auf ihm und grinsend näherte er sich der Beute, die begonnen hatte, vor Kälte und vielleicht auch vor Furcht zu zittern.

"Ich würde vorschlagen, dass wir das in einem schönen warmen Hotelzimmer besprechen."

Methos nickte nur stumm und zitterte weiter.

Feliciano näherte sich noch einen Schritt und war nun so nah, dass er Methos berühren konnte.

Das Rapier hielt er locker, aber auf Halshöhe und so musste Methos zulassen, dass eine große Hand sein Kinn umfasste und ein rauer Daumen über seine trockenen Lippen streichelte.

Innerlich gab er sich einen Stoß und schob den Ekel beiseite. Jahrelange Praxis.

Mechanisch öffnete er die Lippen und saugte an dem dargebotenen Finger.

Er atmete schneller und schloss die Augen.

Der Mann kam näher. Methos spürte die Körperwärme auf seiner klammen Haut, fühlte den Atem auf seinem Gesicht. Ein Oberschenkel schob sich zwischen seine Beine, rieb sich an ihm, ließ ihn erzittern.

//Bald!//

Bereitwillig ließ sich Methos in eine Wandnische drängen, die einmal eine Tür gewesen war, bevor jemand sie zugemauert hatte. //Eine Tür an dieser Stelle hätte ich eben noch sehr gut gebrauchen können. Ironie des Schicksals.//

 

* * * * *

 
Zur gleichen Zeit am anderen Ende der Stadt:  

Die Auktion war gut verlaufen und es war ihm sogar gelungen, den Jugendstilspiegel, den er für eine Klientin erwerben sollte, soweit im Preis zu drücken, dass sie ihm auf ewig dankbar sein würde.

Ein überaus erfolgreicher Abend ging zuende und Duncan MacLeod spazierte zu seinem Auto, um die Heimfahrt anzutreten. Das Mobiltelefon zirpte und mit einem geübten Schnippen aus dem Handgelenk nahm MacLeod den Anruf entgegen.

"Mac, hier ist Joe."

"Joe? Schön von dir zu hören, aber ich denke nicht, dass du um diese Uhrzeit bei mir anrufst, um zu plaudern. Was ist passiert?"

Das kurze Schweigen am anderen Ende der Leitung verriet ihm, dass er richtig lag.

"Es ist etwas passiert, aber reg dich noch nicht auf. Wir haben noch keine Gewissheit, okay?"

MacLeods Magen krampfte sich zusammen. Er wusste es mit unfehlbarer Sicherheit: "Methos? Ist etwas mit Methos?"

Schweigen.

"Joe?"

"Mac, ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll, aber - er ist verschwunden. Jemand hat den Rucksack von Adam Benjamins, seinem neuesten Alter Ego, mitten auf der Straße zum Flughafen gefunden.

Die Watcher sind sich nicht sicher, aber man hat ihn kurz vorher mit einem unbekannten Unsterblichen reden sehen, den keiner kannte. Wahrscheinlich hatte der Mann noch keinen Watcher und ist daher nicht näher erfasst... Ich... Methos' Watcher hat jedoch gesehen, dass er versucht hat, zu fliehen und dass der Unbekannte ihn verfolgte. Kurz darauf gab es diesen Stromausfall im Süden. Wir arbeiten noch an einer näheren Ortsbestimmung. Mac...Methos...er hatte kein Schwert."

"WAAAAS? Methos? Das kann nicht sein. Er ist viel zu paranoid und er hat immer und überall irgendwelche Waffen..."

"Hör mir doch mal zu, Mac- MAC"

Der Schotte lehnte sich gegen sein Auto und hieb ärgerlich gegen die Fahrertür. "Ja! Ist gut, ich höre..."

"Mac, sein Schwert und sein Mantel wurde mit dem größten Teil seines Gepäckes auf den falschen Flug gesetzt. Er ist vollkommen unbewaffnet."

"Oh mein Gott! Und er wurde gejagt, sagst du ?"

"Ja."

"Joe, ich fahre nach Hause und sehe nach. Vielleicht hat er es ja geschafft... Ich kann einfach nicht glauben...Nach 5000 Jahren... Ich melde mich wieder."

Zitternd schaltete er das Gerät aus und schob es in die Tasche.

Methos war nach Seacouver gekommen, vielleicht sogar zu ihm und nun ...

Er wollte gar nicht weiter denken.

Die Fahrt hätte einem Rennfahrer auf dem Nürburgring den Angstschweiß auf die Stirn getrieben, doch MacLeod bemerkte es kaum.

Der einzige Gedanke, der durch seinen Kopf hämmerte war: METHOS.

Er war sich sicher, dass, wenn dem älteren etwas geschehen wäre, er es hätte bemerken müssen.

Seit Bordeaux hatten sie so etwas wie eine sachte Verbindung, eine Art Band, das zwischen ihnen pulste, wie ein lebendiges, atmendes Wesen.

Nichts greifbares, nichts bestimmtes, aber ein Schimmer der Präsenz des anderen, der immer da war, egal, wie weit sie physisch voneinander entfernt waren.

Diese Präsenz war immer noch da.

Hoffentlich hatte er sich ihr Band nicht nur eingebildet und Methos war tot.

Sein Magen hob sich.

Nein, so konnte es nicht enden. MacLeod trat das Gaspedal voll durch und jagte so schnell es der Verkehr nach Hause.

"Bitte, Methos, sei da." Wie ein Mantra wiederholte er diesen Satz wieder und wieder, während sein Herz bis zum Hals schlug.

 

* * * * *

 
Kurz vorher, eine Seitenstraße

 

Feliciano begann jede Vorsicht zu vergessen. Er war ausschließlich auf das Bild fixiert, das Methos ihm so sorgfältig präsentierte. Er sah nur den jungen, verängstigten, naiven Unsterblichen, der bereit war, für sein Überleben jeden Preis zu zahlen.

Pech für ihn, dass der Mann, der vor ihm stand, mit dieser Person bis auf den Überlebensinstinkt nichts gemeinsam hatte.

Der Kuss kam nicht überraschend.

Mit ausreichendem Zögern, um kein Misstrauen zu erwecken, öffnete Methos sich der unangenehmen Zärtlichkeit und beobachtete mit geradezu klinischer Distanziertheit, wie das Rapier gesenkt wurde, die Schutzschilde buchstäblich zusammenbrachen und ihm den Vorteil verschafften, den er benötigte.

Vorsichtig zog Methos seine Zunge zurück, um sich nicht zu verletzten.

//JETZT!//

Die unschuldige Kreatur Adam Pierson verschwand, als hätte es ihn nie gegeben und Death diktierte die Regeln, übernahm die Macht und führte Methos' Hand in diesem Kampf, in dem Feliciano auch nicht den Hauch einer Chance hatte.

Zwei schlanke, feingliedrige Hände fanden das Gesicht des Mannes, strichen den Bruchteil einer Sekunde beinahe zärtlich über seine Wangen, dann ein Ruck, ein geübter Dreh zur linken Seite und das übelkeitserregende Geräusch eines gebrochenen Genicks füllte die menschenleere Gasse und hallte mit ungeheurer Schärfe durch die friedliche Nacht.

Mechanisch, wie in einem schlechten Traum, sah Methos sich selbst zu dem Rapier greifen.

"Tut mir leid, Kleiner. Mein sozialer Tag war gestern." schnarrte eine Stimme, die er vage als die seine erkannte.

Der Schlag war präzise, kraftvoll und trennte sauber den Kopf vom Körper. Stille, nur unterbrochen von seinem eigenen, rasselnden Atem.

Dann leckten die ersten nebelig verschwommenen Ausläufer des Quickenings an ihm, narrten ihn, zerrten ihn zu Boden, auf die Knie, Energie knisterte in der Luft, Ozon füllte seine Lungen. Der Schrei, den er mit dem ersten gewaltigen Energiestoß, der ihn durchfuhr, von sich gab wurde übertönt von dem ohrenbetäubenden Lärm, als die Fenster der umliegenden Gebäude zerbarsten.

 

* * * * *

 
DasQuickening ließ Methos schwach und ausgelaugt zurück.

Dafür, dass sein Gegner so jung, kaum 100 Jahre, gewesen war, hatte er eine gewaltige Lebensenergie besessen.

Mühselig rappelte sich der älteste seiner Art hoch und ermahnte sich zum Gehen.

//Los! Beweg dich! Sonst finden sie dich auch noch neben einem enthaupteten Körper und das wäre doch wirklich die Krönung dieses hinreißenden Tages. Und das alles wegen ein paar Frühlingsgefühlen. Ts! Wenn du so weiter machst, wirst du den Frühling nicht lange überleben.//

Taumelnd und vor Kälte zitternd machte sich Methos auf den Weg zum Loft.

Nur noch nach Hause, Heim, zu Duncan, das war alles, woran er noch denken konnte.

Jeder Gedanke an seine Flucht, an seine Ängste, an sein Zögern, sich zu gestehen, was er empfand, verging, während er durch Seacouvers Straßen wanderte, die Arme um den zitternden Leib geschlungen.

Er sah nicht nur aus wie eine ertrunkene Ratte, er fühlte sich auch so.

Der Anblick des roten Steingebäudes war wie eine Erscheinung.

Es fehlte nur noch, dass ein Engelschor zu singen begänne und ein Scheinwerfer von oben die Szene in gleißendes Licht tauchte, um den Eindruck perfekt zu machen.

Nichts dergleichen geschah und entsetzt musste Methos feststellen, dass die Türe zum Dojo abgeschlossen und das Gebäude verlassen war.

Heute war irgendwie nicht sein Tag und nichts, aber auch gar nichts lief, wie es sollte.

Irgendwo in irgendeiner Ecke des Universums lachte sich die Schicksalsgöttin gerade zu Tode, -wenn Göttinnen sich denn zu Tode lachen könnten.

Methos kicherte bei dem Gedanken hysterisch, ein heiserer Laut, der eher an eine rostige Türangel erinnerte und er fühlte, wie die Situation ins Surreale driftete.

Er kicherte stärker, lachte, röhrte, gackerte, bis er vor der verschlossenen Tür auf den Boden sackte und nicht mehr konnte.

//Willkommen in Disney World für Unsterbliche.//

Als er sich beruhigt hatte, überdachte er die Lage.

Ihm war entsetzlich kalt, er war durch und durch nass, roch wie ein Gully, hatte Durst, gewaltigen Hunger und keine Bleibe, keine Papiere, kein Geld und, was das schlimmste war, auch keinen Duncan.

Im Loft allerdings gab es eine heiße Dusche, eine schnuckelige Heizdecke, die er irgendwann einmal in einer Truhe gefunden hatte und mit der er Duncan tagelang aufgezogen hatte, einen offenen Kamin,

Bier, Scotch und einen wohlgefüllten Kühlschrank. Vielleicht sogar irgendwann gegen Morgen: Duncan.

Entschieden bekrabbelte sich der älteste Unsterbliche, stand einen Moment schwankend

//und müde bin ich auch//

und begann systematisch nach Schwachstellen in der Sicherung des Gebäudes zu suchen.

Den Hauch Schuldgefühle wischte er als belanglos beiseite. //Du hast Duncan verlassen und jetzt willst du es dir ohne sein Wissen bei ihm gemütlich machen. Nerven hast du, das muss man dir lassen.// Die Stimme der Vernunft verhallte ungehört.

Er wollte nur noch nach Hause

Nach Hause. Eine schockierende Erkenntnis.

 

* * * * *

 
Als Duncan MacLeod die Haustür öffnete, spürte er es sofort.

"Methos!", hauchte er erleichtert und alle Angst, alle Panik verflog.

Methos war nach Hause gekommen.

Alles andere war unwichtig.

Allerdings hatte er nicht vor, seine Erleichterung darüber so ohne weiteres kundzutun. Er wollte eine vernünftige Entschuldigung, oh ja. Er wollte Methos' Zerknirschung, sein Schuldbekenntnis, seine Entschuldigung, wollte Methos auf Knien sehen, für den Schmerz, den er ihm zugefügt hatte.

So bemühte sich MacLeod zu relaxen, ein grimmiges Gesicht aufzusetzen und kühl zu bleiben.

Er nahm den Lift.

Als er oben ankam und die Türe öffnete, schlug ihm Wärme entgegen.

Der Kamin loderte vor sich hin, der Fernseher lief im Schlafbereich und Methos war nirgendwo zu sehen.

Einzig und allein eine Spur aus nassen Sachen, die sich von der Hintertür durch den Wohnbereich schlängelte und die unmissverständliche Präsenz des Mannes, sprachen eindeutig von seiner Anwesenheit.

Amüsiert kickte MacLeod einen schweren Wanderstiefel von seinem guten Perserteppich und folgte der Spur.

Auf dem Bett machte er einen Stoffklumpen aus, der nur Methos sein konnte. Ein Methos, der unter Lagen von Daunendecken, Kissen und Wolldecken verschwunden war.

Ein Kabel führte von dem Deckenberg zur Steckdose und von der ganzen Konstruktion ging eine gigantische Wärmewelle aus.

MacLeod biss die Zähne zusammen, um nicht laut aufzulachen, denn aus diesem ganzen Berg schaute ein langer Arm hervor und die Hand, die so bleich war, dass sie beinahe durchscheinend wirkte, hielt eine halbausgetrunkene Flasche Bier.

"Mac?", klang es gedämpft zu ihm durch.

"Ja", antwortete MacLeod knapp und erinnerte sich an sein Versprechen, das er sich soeben noch im Dojo gegeben hatte.

>Kühl bleiben, lass ihn kriechen.<

"Gott-Sei-Dank",kam die Antwort und ein furchtbar blasser, zerzauster und dadurch nur um so liebenswerter erscheinender Methos lugte müde unter seinen Decken hervor und wagte einen Blick auf seinen Gastgeber.

MacLeod schaltete den Fernseher aus und setzte sich neben den Deckenberg.

"Methos. Ich bin überrascht. Nach allem, was vorgefallen ist, hast du die Stirn hier einfach so...", setzte er an, doch Methos ließ ihm keine Chance, den Satz zu beenden.

Mit einem Aufseufzen warf er seine langen Arme um den Mann, den er liebte und drückte sein Gesicht an seine Schulter.

"Ich weiß, ich war ein absolutes Arschloch. Ich habe es verdient, wenn du mich nicht mehr willst, aber halte mich bitte, nur ein bißchen.- Ich hatte so einen beschissenen Tag und beinahe hätte ich dich nie wieder gesehen und hätte dir nie wieder sagen können, wie leid mir das alles tut und dass ich dich liebe. Das war überhaupt das Schlimmste. Dass ich dir das nie gesagt habe und fast...Ach, Duncan."

Macs Arme umschlangen das zitternde, klamme Wesen, das sich in sein Leben, in seine Seele und in sein Herz geschlichen hatte und ein Lächeln breitete sich über sein Gesicht.

Methos war wieder da.

Er drückte ihn ganz fest an sich und hätte die Worte beinahe nicht gehört, weil Methos sie quasi in seinen Körper sprach:

"Und ich liebe dich. - Wirklich. Das weiß ich jetzt. Die letzten Monate waren die Hölle. Ich wollte nur noch nach Hause und ab da ging alles bergab."

 

//Nach Hause!!!! //

Methos nannte Duncans Wohnung sein Zuhause.

MacLeods unausgesprochene Worte erstarben bei diesem kleinlauten Geständnis auf seinen Lippen und sein verletzter Stolz, seine Wut, sein Schmerz verpufften und machte einer Wärme Platz, die sein ganzes Inneres durchflutete.

Er liebte dieses Wesen, das er da in den Armen hielt, mehr, als er es jemals für möglich gehalten hätte. Und diese Liebe wurde erwidert.

Was gab es schöneres.

Methos kuschelte sich an ihn und MacLeod spürte, wie der Körper in seinen Armen erschlaffte.

Methos war eingeschlafen.

Vorsichtig entwand Duncan Methos' Hand die Flasche, stellte sie am Boden ab und ließ Methos mitsamt Decken und Heizdecke vorsichtig wieder zurück auf das Bett sinken. Ein kurzer Anruf bei Joe, um ihm zu sagen, dass alles in Ordnung war, dann zog er sich leise aus, löschte das Licht und krabbelte unter die Decke. Er zog Methos ganz nahe an sich heran, bis der ältere, selbst im Schlaf seine Nähe suchend, den Kopf auf seine Schulter bettete. Das zufriedene kleine Seufzen des anderen entging Duncan nicht.

Er lächelte zärtlich und küsste Methos' Stirn.

Am Morgen wartete ein neues Leben auf sie und wer weiß, vielleicht würden sie ja gemeinsam nach Paris reisen, denn wo konnte man den Frühling besser genießen, als in der Stadt der Liebe.

Paris im Frühling und Methos, das waren MacLeods letzte Gedanken, bevor er in einen tiefen, zufriedenen Schlaf sank.

 
Ende

 
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