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Löwengrube

© by Birgitt (), Dezember 2003

 

Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an den Charakteren und den Ereignissen aus Kampfstern Galactica. Diese Rechte gehören Glen A. Larson Productions, Universal TV, ABC und Studios USA Television. Ich beabsichtige in keinster Weise, diese Rechte zu beschneiden. Zwar besitze ich die Rechte an dieser Geschichte, habe aber keine Intentionen durch sie materielle Vorteile zu erlangen.
Anmerkung der Autorin: Diese Story ist eine Übersetzung meiner ersten (und bisher einzigen) Geschichte im Fandom Kampfstern Galactica/Battlestar Galactica. Boomer ist mein absoluter Liebling in der Serie, in Battlestar Galactica TOS, um genau zu sein. Galactica 80 ignoriere ich und die Neuverfilmung (the legend re-imagined) ist ein ganz anderes Universum, dessen ich mich bestimmt noch annehmen werde. Schließlich spielt Jamie Bamber (Aaachie!)-- okay, ich schweife ab. Wo war ich...? Boomer ist mein Liebling in BSG TOS, ein weiteres illustres Beispiel für meine Obsession für Sidekicks. Es gibt viel zu wenig Stories, die ihn 'featuren'... 'Löwengrube' soll ein erster Schritt zur Abhilfe sein. Der Titel spielt übrigens darauf an, daß Boomer von Leo stammt (einem der zwölf Planeten). Keine Ahnung, ob dieses Detail canon oder fanon ist, aber mir gefällt es. Schließlich ist es mein Sternzeichen!
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de)

 

Starbuck ignorierte die umstehenden Krieger vollkommen, als er ausrief, "Apollo, sieh nur! Ist das nicht Lieutenant Boomer, das mit Abstand vernünftigste Mitglied der berühmten Blauen Staffel? Abgesehen von ihrem heroischen Anführer, natürlich", beeilte er sich hinzuzufügen und warf Apollo einen Seitenblick zu, während er ihn quer durchs Quartier zu den Spinden zerrte, wo Boomer verzweifelt versuchte, sich in seine Uniform zu zwängen. "Und sieht er nicht prächtig in dieser Aufmachung aus? Glänzend. Schillernd. Die Mädels werden ihn anbeten. Die Jungs auch, möchte ich meinen. Wollen wir wetten, Apollo?"

Boomer wirbelte herum und hob die Arme. Für einen Moment schien es, als wäre er drauf und dran, den grinsenden Starbuck mit bloßen Händen zu erwürgen, doch dann seufzte er nur und sagte leise, "Du bist so gar nicht komisch, Starbuck. Mir wäre lieber, du läßt mich in Ruhe."

"Im Augenblick des Ruhms? Vergiß es, mein Freund. Und Apollo hat dir Daten zu unseren wichtigsten Missionen zusammengestellt, für den Fall, daß du deine Heldengeschichten mit ein paar Fakten garnieren willst." Starbuck hatte immer noch ein fettes Grinsen auf dem Gesicht und packte Apollo bei den Schultern. "Du bist so still, Apollo. Glaubst du nicht, daß Boomer einen bleibenden Eindruck auf die kommende Generation von Kriegern machen wird - zum Wohle der gesamten Flotte?"

"Hör doch endlich auf, Starbuck. Du weißt so gut wie ich, daß er mit uns tauschen würde, wenn er nur könnte." Apollo schüttelte den Kopf. "Tschuldige, Boomer, hier sind die Daten für deinen Vortrag. Ich habe keine Ahnung, wer Tigh auf die Idee gebracht hat, daß einer von uns das macht, aber ich muß zugeben, es ist clever. Die Kinder werden es lieben, etwas über die Geschichte unseres Volkes seit der Zerstörung zu erfahren - und du wirst das ganz großartig machen, wenn du ihnen den Anteil der Krieger an dieser Geschichte nahebringst."

"Du solltest es machen, Apollo." Boomer seufzte wieder. "Du bist der Anführer der Staffel, du bist der Sohn von--" Er brach ab, als Apollo eine Grimasse zog. "Tut mir leid, das wollte ich nicht ins Spiel bringen. Aber warum hat Tigh nicht einfach dich darum gebeten? Ich werd's vermasseln. Ich weiß es. Wenn ich nur daran denke, daß ich dort vor all den Kindern stehe--"

Starbuck klopfte ihm auf die Schulter. "Du bist perfekt - Apollo hat recht. Ich denke, Tigh wollte, daß wir es unter uns ausmachen, wer die beste Wahl ist."

Boomer funkelte ihn an. "Ich bin nicht die beste Wahl. Ich habe dieses bescheuerte Pyramide-Spiel verloren."

"Wie auch immer. Ich bin froh--"

Boomer knurrte, "Ich weiß, daß du froh bist. Froh, daß du es nicht bist, der sich diesem Mob stellen muß. Sie werden mich bei lebendigem Leib auffressen."

"Warum sollten sie? Kinder lieben Heldentaten, besonders wenn ein Held ihnen davon erzählt! Denk an Boxey, wenn wir ihm von unseren Kämpfen mit den Cylonen berichten oder auch nur von einer langweiligen Patrouille."

"Das ist was anderes. Gegen einen käme ich an, aber mich vor eine ganze Klasse stellen?" Boomer fing wieder an, mit zitternden Händen an seiner Uniform zu fummeln.

"Mann, laß mich das machen!" Starbuck schloß die obersten Schnallen. Dann nahm er Apollo das Datapad ab und drückte es Boomer in die Hand. "Geh einfach da raus!"

Boomer starrte auf das Pad und schüttelte den Kopf. "Ich... ich kann nicht--"

Sein Protest wurde von Starbuck erstickt, der seinen Kopf festhielt und einen Kuß auf seinen Mund preßte, mit der Zunge in diesen eindrang und gründlich erforschte. Sekunden später ließ er Boomer los; beide waren sie völlig außer Atem.

Nach ein paar tiefen Atemzügen nahm Starbuck Boomer bei den Schultern. "Und jetzt geh." Völlig konsterniert stakste Boomer aus dem Quartier, sich offensichtlich der starrenden Augen und dem unterdrückten Kichern der anwesenden Krieger nicht bewußt.

Apollo stieß Starbuck an, während er Boomer nachsah. "Was sollte das denn?"

"Soll ihm Glück bringen", antworte Starbuck gleichmütig.

"Glück bringen? So ein Kuß soll ihm Glück bringen?"

"Nun, er brauchte eine Ablenkung, nicht wahr? Jetzt kann er sich auf etwas anderes konzentrieren als diesen Vortrag."

Apollo lächelte, seine Augen glitzerten. "Du bist wirklich ein besonderer Freund, Starbuck."

Starbuck zuckte mit den Schultern. "Das war das Mindeste, was ich tun konnte, nachdem..." Er brach ab, wurde leicht rot.

"Nachdem was?" Apollo sah seinen Freund an, seine Augen voll Mißtrauen.

Starbuck wand sich etwas unter Apollos Blick, aber er wußte, daß er einer Antwort nicht entkommen würde. "Ich habe Tigh auf die Sache mit dem Vortrag gebracht. Ich hielt es für eine gute Idee." Starbucks Gesichtsausdruck ließ keinen Zweifel daran, daß da noch mehr war.

"Und?"

Starbuck seufzte. "Und besagtes Pyramide-Spiel war nicht ganz das, was man als fair bezeichnen würde."

Apollo ließ von Starbuck ab und verschränkte die Arme vor der Brust. "Du bist wirklich ein besonderer Freund, Starbuck."

 
Ende

 
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