Zurück
 

Das passende Geschenk

© by Aisling ()

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.
Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)

 

Es regnete in Strömen, als der Postbote wie jeden Morgen in Eddies Werkstatt kam und die Briefe ablieferte.

"Morgen. So'n Scheißwetter. Jetzt muss ich auch noch Überstunden machen, damit ich die ganze Weihnachtspost verteilt bekomme. Tut mir leid, einige ihrer Briefe haben auch etwas abbekommen, aber es ist ja nur Wasser und trocknet wieder." Währenddessen reichte er Eddie die leicht lädierten Briefe. "Wie soll man bei so einem Wetter in Weihnachtsstimmung kommen? Schönen Tag noch."

So schnell, wie er gekommen war, war der Briefträger auch schon wieder verschwunden.

Eddie hatte den Wortschwall nicht wirklich mitbekommen, sondern nur genickt. Er hatte den Absender des obersten Briefs gesehen und der war von seiner Mutter. Das bedeutete selten etwas Gutes.

Er nahm die Post und ging zu seinem Büro. Unterwegs öffnete er schon mal das Kuvert. Als er den Brief herauszog, flatterte gleichzeitig noch ein weiterer Umschlag heraus.

Dieser landete allerdings auf dem Fußboden.

Leise vor sich hinfluchend hob Eddie ihn wieder auf.

In seinem Büro setzte er sich hin und las, was seine Mutter ihm geschrieben hatte:

 

Mein lieber Junge!

Ich habe dieses Jahr lange überlegt, was ich Dir zu Weihnachten schenken soll, denn außer deiner Arbeit scheinst Du keine anderen Hobbys mehr zu haben.

Du weißt, dass ich mir deswegen Sorgen mache.

 

Eddie seufzte, er konnte ihren vorwurfsvollen Tonfall praktisch hören und sah ihr besorgtes Gesicht vor seinen Augen.

 

Deswegen schenke ich Dir etwas, was Dich garantiert von der Arbeit ablenken wird.

Im beigefügten Umschlag wirst du ein Flugticket nach Hongkong finden. Auch habe ich Dir für zwei Wochen ein Fünf-Sterne-Hotel reserviert.

 

Hongkong? Was zum Teufel sollte er da? Aber er überwand sich und las weiter.

 

Damit Dir nicht langweilig wird, habe ich ein exklusives Sight-Seeing Programm ausgearbeitet. Ich habe auch die Adressen einiger Nachtclubs rausgesucht, die ganz bestimmt deinen Neigungen entsprechen.

Übrigens: Wehren ist zwecklos.

Ich komme morgen früh um neun Uhr vorbei, helfe Dir beim Packen und bringe Dich dann zum Flughafen.

 

Deine Dich liebende

 

Iris

 

Verzweifelt ließ Eddie den Brief sinken. Er hatte keine Chance. Gegen seine Mutter kam er einfach nicht an.

Dabei hatte er sein Weihnachten so schön geplant.

Heiligabend bei seiner Mutter und am ersten Weihnachtstag wollte er sich seinem Weihnachtsgeschenk widmen.

Wenn es fertig war, wollte Eddie alle damit überraschen. Ihm kam es ja selbst noch wie ein Traum vor.

Er hatte nicht gedacht, dass er den etwas heruntergekommenen Ashton Martin für so wenig Geld ersteigern konnte.

Er wollte das Auto am nächsten Tag abholen, es in seine Garage setzen und die nächsten Tage einfach nur basteln.

Aber das ging ja nicht. Jetzt würde er nach Hongkong fliegen.

Wieso konnte seine Mutter nicht ein Mal ein passendes Weihnachtsgeschenk finden?

 
Ende

 
Du bist der 1762. Leser dieser Geschichte.