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Mittwinter

© by Aisling ()

 

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Archiviert im Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/)

 

St. Valentin im Schnee.

 

Warum hatte ihn sein Großvater nur hier hin geschickt? Außer Mönchen und Eis gab es hier gar nichts. Er kam sich vor, als ob er verbannt worden wäre.

Sein Großvater schickte ihn im Herbst ins Kloster. Er hatte den Sommer mit Lew Alton in den Hellers verbracht. Sie hatten zusammen Feuerwache gehalten und gegen die Waldbrände gekämpft.

Und jetzt wurde er wie ein kleines Kind von seinen Großvater in die nächste Hölle geschickt, nur war es jetzt eisig kalt.

Und dabei war er auch noch kopflind. Großvater hatte ihm gesagt, dass er sich gedulden sollte. Mit noch nicht einmal elf Jahren konnten die wenigsten Gedanken lesen. Aber er war ein Hastur. Er konnte sich noch nicht einmal mit Hilfe seines Larans erwärmen und ihm war Tag und Nacht kalt.

Er hatte seinen Großvater angefleht, ihn wieder mit nach Hause zu nehmen, aber der war unerbittlich gewesen.

"Du erhältst bekommst hier das beste Wissen vermittelt, das du auf Darkover bekommen kannst. Das wolltest du doch immer. Also beschwer dich nicht."

Aber er wollte bei den Terranern studieren. Er wollte mit einem Raumschiff zu anderen Planeten fliegen.

Doch er saß hier bei den Mönchen fest.

Es schneite kurz vor Mittwinter. Jetzt kam noch nicht einmal der Fechtmeister aus Nevarsin ins Kloster. Dabei hatte er sich auf den Unterricht gefreut.

Nein, stattdessen gab es zusätzliche Chorstunden. Der Chorgesang zu Mittwinter sollte noch besser werden. Sie machten doch keine Fehler.

Dabei war er noch nicht einmal ein Cristofero. Er diente wie alle anderen Tiefländer den Herren des Lichtes.

Er wusste, dass er noch mindestens drei Jahre im Kloster ausharren musste. Dann durfte er wieder nach Hause. Als vierzehnjähriger würde er zur Stadtgarde kommen.

Drei Jahre. Und noch zwei weitere Jahre, bis er die Ausbildung in der Garde beendet hatte.

Er hatte keine Wahl. Er musste hier bleiben. Er hatte schon einmal an Flucht gedacht. Aber in der Kälte würde er keine zwei Tage überleben. Deswegen blieb er und lernte, was man ihm hier beibrachte.

Vielleicht würde es bei den Terranern helfen.

Er lernte hier ja auch lesen und schreiben.

Aber als Hasturs Erbe bezweifelte er, dass sein Großvater ihm jemals seinen innigsten Wunsch erfüllte. Er war dazu verdammt, auf diesem Planeten zu bleiben, und nichts würde es ändern können.

 
Ende

 
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