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Schmuckstücke© by Jeherion (), November 2003
"Findest du das nicht ein wenig... übertrieben?" Celeborn schüttelte den Kopf. "Du selbst hast gesagt, ich würde mich zu wenig für fremde Kulturen interessieren. Und ich finde diesen Brauch des Schenkens wirklich ganz außerordentlich reizend." Pikiert hob Elrond eine Augenbraue und betrachtete erneut die verstreuten Überreste des Geschenkpapiers auf dem Fußboden. Sollte er jemals herausfinden, wer Celeborn von Weihnachten erzählt hatte, würde er die betreffende Person in die Minen von Moria schicken. Oder vielleicht auch einfach zu Legolas in den Wald. "Ich habe dir doch bereits erklärt, dass es nicht um die Geschenke als solche geht, sondern um die symbolische und spirituelle Bedeutung..." Erneut bekam Elrond ein vehementes Kopfschütteln zur Antwort. Diesmal lösten sich einige silberne Fetzen Lametta aus Celeborns Haar und segelten gemächlich zu Boden. Der Herr von Bruchtal unterdrückte ein Schaudern. Die seltsam glitzernden Streifen schienen ohnehin schon überall in seinem Hause verteilt zu sein; und erst die Tannennadeln... "Das kann nicht sein.", konstatierte Celeborn. "Ich habe Haldir sogar nach Gondor geschickt, und er hat überall Leute gesehen, die sich Geschenke machten, aber niemand sprach von einer besonderen Bedeutung. Sie scheinen es als so eine Art Pflicht anzusehen, ihren Freunden und Familien zu diesem Fest Geschenke zu machen."
Wohl wissend, dass jegliche weitere Diskussion mit Celeborn vergebliche Mühe sein würde, beschloss Elrond, das Thema zu wechseln. "Und du bist sicher, dass es als Schmuck dienen soll?", erkundigte er sich mit deutlicher Skepsis. "Natürlich." Der dunkelhaarige Elf seufzte innerlich und warf erneut einen zögernden Blick auf das geöffnete Päckchen in seiner Hand. Dieses Schmuckstück war wirklich zu merkwürdig, geradezu unheimlich. Vorsichtig nahm er es aus der Verpackung um es eingehender zu begutachten. "Nun, es ist zwar kein Ring, aber glaub mir, du wirst umwerfend damit aussehen."
Schließlich beschloss Elrond, sich geschlagen zu geben, warf seinem Gast einen finsteren Blick zu und setzte die Sonnenbrille auf.
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