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From Sarah With Love© by Sam80853 ()
Der Himmel war von einer dicken Wolkendecke verhangen, aus der Regen in sanften Tropfen fiel. Schon seit Beginn des Tages weinte der Himmel, so wie viele der Leute, die heute zur Beerdigung von Col. Sarah MacKenzie gekommen waren. Sie hatte nicht viele Freundschaften im Laufe ihres kurzen Lebens geschlossen, aber die Menschen, die ihr nahe gekommen waren, standen jetzt in einem engen Kreis dicht um ihr Grab. Nur ein Mann hielt sich etwas abseits, grenzte sich ab vom Schmerz der anderen. Commander Harmon Rabb Jr. stand in militärischer Ehrenbezeugung etwas entfernt während der Priester die Trauerrede hielt. Von den mitfühlenden Worten, die den Zurückgeblieben Trost spenden sollten, bekam er nichts mit. Er hörte weder den Priester, noch Lt. Harriet Sims-Roberts, die an der Schulter ihren Mannes Lt. Bud Roberts leise weinte. Seine Haltung war straff, sein Gesicht zeigte keine Regung. Nur wirklich enge Freunde konnten erkennen wie es in seinem Innern aussah, wie ihm der Schmerz das Herz zerriß. Für sie war offensichtlich, dass er den größten Verlust, erlitten hatte. Mit Sarah MacKenzie war nicht nur eine Kollegin sondern einen Freundin gestorben. 'Sie ist tot!', hallten die Worte in Harms Kopf wieder. Es gelang ihm nur mit Mühe die Trauerrede zu überstehen. Immer wieder tauchten Bilder von Macs Tod vor seinem Auge auf. Er hatte sie in den Armen gehalten während sie starb. Er war das Letzte gewesen, was sie gesehen und gespürt hatte. 'Warum?' Harm biss die Zähne fest zusammen. Nur noch ein paar Minuten und er konnte gehen. Konnte sich endlich in die Einsamkeit seines Appartments zurückziehen und trauern. Allein. 'Warum?'
Deutlich sah er jetzt Mac vor sich wie sie lächelnd sein Büro betreten hatte. In der Hand hatte sie eine Akte gehalten, die sie ihm zeigen wollte. Langsam war sie zu ihm hinter den Schreibtisch getreten, hatte sich über ihn gebeugt. Er hatte ihren Duft in sich aufgenommen, hatte für einem Moment die Augen geschlossen. In diesem Moment hatte es nur sie für ihn, seine Sarah, gegeben. Als Mac zischend einatmete, hatte er alamiert die Augen aufgerissen. Ein Mann hatte in der Tür gestanden, eine Waffe in der Hand, die direkt auf sein Herz gerichtet gewesen war. Harm hatte nicht erkennen können, wer es war. Alles war blitzschnell gegangen. Ein Schuß hatte die Stille zerrissen und Harm war zu Boden geworfen worden. Im Büro war Tumult entstanden, der Angreifer wurde zu Boden gerissen, doch das alles hatte Harm nur am Rande mitbekommen. Seine Hände waren seinen Körper entlang gewandert, hatten nach einer Wunde gesucht. Aus so kurzer Distanz hatte der Schütze unmöglich vorbei schießen können. Überrascht hatte er feststellen müssen, dass er unverletzt geblieben war. Erst dann, viel zu spät war ihm eingefallen, dass Mac an seiner Seite gestanden hatte. Voller Panik hatte er sich in die Richtung gedreht, wo sie zuletzt gestanden hatte. Das erste, was er sah, war Blut. Eine Menge Blut. Mac lag keinen Schritt von ihm entfernt in einer riesigen Blutlache, die unter ihrem Körper schnell größer wurde. 'Mac!', hatte er gerufen, war auf den Knien an ihre Seite gerutscht. Seine Hände hatten gezittert, er hatte nicht gewusst, was er mit ihnen anstellen sollte. Nur seine Augen schienen sich zu bewegen, nahmen alles auf. Das Blut, das aus einer Wunde nahe an Macs Herzen sickerte, ihre Augen, die geschlossen waren...das viele Blut. Nie würde er diesen Anblick vergessen können. Es hatte sich in seine Erinnerung gebrannt. 'Mac'!, rief er erneut, war endlich in der Lage die Hände nach ihr auszustrecken. Sanft fuhren sie über ihr Gesicht. 'Bitte, Mac!', seine Augen hatten sich mit Tränen gefüllt als er langsam erkannte, dass die Sanitäter zu spät kommen würden. Mühsam hatte Mac ihre Augen geöffnet, hatten ihn angesehen und Harm hatte Erleicherung in ihrem Blick erkennen können als sie sah, dass er nicht verletzt worden war. 'Bitte, Mac. Halt durch!', flehte er immer wieder. Doch Mac schien ihn nicht zu hören, ihre Augen hielten seinen stand und ganz langsam hob sie eine Hand, legte sie an seine Wange. Harm drückte seine Wange fest in ihre Hand, seine Augen flehten sie an, durchzuhalten. Macs Lippen bewegten sich, formten stumme Worte, die Harm nicht hören konnte. Als er sich über sie beugen wollte, um sie besser zu hören, ließ ihre Hand sein Gesicht los. Kraftlos war sie zu Boden gefallen. 'Nein, Mac! Nicht!', seine Schreie waren im ganzen zu Haus zu hören gewesen doch das hatte ihn nicht gestörrt. Mac hatte ihre Augen geschlossen, sie hatte aufgehört zu atmen. Sie war tot, in seinen Armen gestorben.
"Amen!" Der Priester hatte seine Ansprache beendet. Wie bei einem militärischen Begräbnis üblich wurde zu Ehren der Verstobenen Salutschüsse abgefeuert. Bei jeden Schuß fuhr Harm zusammen als würde die Kugel direkt in sein Herz gehen. Chloe, Macs kleiner Schwester wurde die amerikansiche Flagge übergegeben. Die Trauergemeinde löste sich langsam auf. Harm wandte sich von ihnen ab Sie waren auch seine Freunde, aber er musste jetzt allein sein. Sie schienen zu verstehen, hielten ihn nicht auf. "Harm!", erklang plötzlich die Stimme Clayton Webbs. Harm reagierte nicht. Er wollte mit niemandem sprechen, er wollte kein Mitgefühl, kein Mitleid. Er wollte nur allein sein. "Harm!" Webbs Hand griff nach seinem Arm "Laß mich gehen", bat Harm leise. "Sarah....", Webb schluckte, "...sie hat mir das für Dich gegeben......für den Fall....das...das ihr etwas passiert." Mit diesen Worten drückte Webb ihm einen Umschlag in die Hand und ließ ihn allein.
Harm ging direkt nach Hause, in der Hand hielt er den Umschlag fest umklammert, es war alles, was ihm von ihr geblieben war. 'Sarah....Sarah...' Unentschlossen starrte er auf den Umschlag und schüttelte den Kopf. 'Warum?' Harm hatte nie an seinen eigenen Tod gedacht, er hätte keine Nachricht für sie hinterlassen, wenn er getötet worden wäre. Er hatte einfach nie damit gerechnet, dass ihnen nur so wenig Zeit bleiben würde. Er hatte immer gehofft, dass sie irgendwann einen Weg zueinander finden würden. Das sie irgendwann den Mut haben würden, zu akzeptieren, dass da mehr war als Freundschaft, viel mehr. 'Sarah!' Mit zitternden Händen öffnete Harm den Umschlag. Eine Kassette und ein Brief fielen in seine Hände. 'HARM', stand in großen Lettern auf dem Bogen Papier. Unsicher, was er tun sollte, legte er die Kassette in den Rekorder und setzte sich, den Bogen Papier hielt er wie einen Schatz in seinen Händen.
For so many years we were friends
and yes I always knew what we could do. But so many tears in the rain felt that night you said that love had come to you. I thought you were not my kind, I thought that I could never feel for you. The passion and Love you were feeling and so you left for someone new. And now that you're far and away I'm sending a letter today: From Sarah with Love, She got the Love that she is dreaming of. She never found the words to say but I know that today she's gonna send her letter to you. From Sarah with Love, She took your picture to the stars above and they told her it is true, she could get to fall in love with you. So don't make her blue when she writes to you - From Sarah with Love. Tränen liefen seine Wangen hinab als er den Text des Liedes hörte.....
From Sarah With Love
She got the Love that she is dreaming of. she never found the words to say but I know that today she's gonna send her letter to you. From Sarah with Love, She took your picture to the stars above and they told her it is true, she could get to fall in Love with you. So don't make her blue when she writes to you - From Sarah with Love Er weinte haltlos, seine Tränen tränkten das Blatt Papier, das er noch immer ungelesen in den Händen hielt. Sein Blick war von Tränen getrübt als er das Papier auseinander faltete.
Harm,
ich hoffe, dass Du diese Zeilen nie lesen wirst. Für den Fall aber, das mir doch etwas zustoßen sollte, wollte ich, dass Du weißt, wie viel Du mir bedeutest hast. Dass ich, was immer auch mit uns passierte, sehr glücklich war, Dich in meinem Leben zu wissen. Deine Freundschaft und Dein Vertrauen waren das beständigste in meinem Leben und dafür liebe ich Dich. Das werde ich immer. Auch wenn ich Dir jetzt nicht mehr im Gerichtssaal gegenüberstehen werde, mich mit Dir über Deine Eßgewohnheiten streite, so werde ich doch immer meine schützende Hand über Dich halten. Du bist ein Mann, der viel zu geben hat. Erinnere Dich daran und lebe Dein Leben weiter. Werde glücklich Für mich. Für uns beide. Denke immer daran, dass ich Dich sehr geliebt habe und immer lieben werden. In Liebe, Sarah
Harm starrte die Worte an, noch immer liefen Tränen über sein Gesicht. "Ich liebe Dich, Sarah!", flüsterte er. Doch es war zu spät. Nie würde sie diese Worte aus seinem Mund hören. Nie würden sie erfahren, dass er sie ebenso geliebt hatte wie sie ihn. Nie.... "Ich liebe Dich!", schrie er zur Zimmerdecke hinauf als würde sie ihn so besser hören können. Harm schlug die Hände vors Gesicht, er sank zu Boden und weinte haltlos...
Noch bevor Sam irgendetwas anderes wahrnahm, spürte er Schmerz, Schmerz und tiefe Trauer. Seine Kehle war wie zugeschnürrt und in seinem Magen schien sich ein Stein gebildet zu haben. Tränen liefen über sein Gesicht, fielen auf ein Blatt Papier, das er in den Händen hielt und durchnäßten es. 'Harm', konnte er durch einen Tränenschleier erkennen. '...ich werde Dich immer lieben...Sarah' Ihm schien es als würde irgendwo eine Frau singen...."From Sarah With Love..." "Sie ist tot!", schluchzte Sam. Der Schmerz kam tief aus seinem Innern, zerriß ihm das Herz. "Al!", rief er. "Sie ist tot! AL!!!!!!!!!!!"
Mit einem Ruck öffnete Sam seine Augen, überrascht sah er sich um. Er runzelte die Stirn, seine Händen fuhren über sein Gesicht. Er war sich sicher, dass es eben noch nass von seinen Tränen gewesen war. Das Gefühl der Trauer und des Verlustes war immer noch da. Ganz deutlich spürte er sie in seinem Magen. Es klopfte. Als Sam die Tür öffnete, stand eine junge dunkelhaarige Frau in einer grünen Uniform vor ihm. "Harm, Sie wollten schon vor 5 Minuten und 10 Sekunden unten sein", tadelte sie ihn vorwurfsvoll. 'Harm.' Als sie seinen Namen nannte, fiel Sam wieder alles ein. Der Brief, den er in der Hand gehalten hatte.... das Lied im Hintergrund..."From Sarah With Love". "Sarah!", rief er freudig und schloß sie in seine Arme.Ganz fest drückte er sie an sich, wollte sie nie wieder gehen lassen. "Harm?", überrascht löste Mac sich aus seiner Umarmung. "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?" Sam nickte. "Du bist nicht tot.... Du...", flüsterte er, berührte ihr Gesicht mit seinen Händen, so als wollte er sich davon überzeugen das sie echt war und nicht nur ein Produkt der Phantasie eines trauernden Mannes, der die Liebe seines Lebens verloren hatte. "Tot? Harm, was reden Sie da?", skeptisch sah Mac ihren Partner von oben bis unten an, versuchte zu erkennen, ob er ihr einen Streich spielen wollte. Doch alles, was sie sah, war Erleichterung und Freude in seinem Gesicht. Irritiert schüttelte sie ihren Kopf und trat von ihm zurück. "Nicht ich bin zu spät, sondern Sie. Wir wollten uns doch unten vor dem Haus treffen.", sagte Mac. Sam nickte mit dem Kopf. "Tut mir leid, Sarah. Ich dachte...." "...dass ich einen Autounfall hatte?" Wieder nickte Sam. Unschlüssig darüber was er sonst hätte tun sollen. "Kommen Sie, Harm", Mac wandte sich von ihm ab zur Tür. "Der Admiral wartet sicher schon." Ohne ein weiteres Wort verließen sie Harms Appartment. Unten vor dem Haus stand Macs Corvette. Bewundernd betrachtete Sam das leuchtend rote Auto. "Auf keinen Fall, Harm", sagte Mac und schüttelte entschieden den Kopf. Fragend sah Sam sie an. "Ich lasse Sie nicht fahren", bekräftigte sie. "Sehen Sie mich ja nicht so an", tadelte Mac lächelnd. Resigniert nickte Sam und stieg ein. Die Fahrt verlief schweigend. Sam wusste nicht, was er sagen sollte, die Erinnerung an ihren Tod, der Schmerz, den er gefühlt hatte... Er versuchte sich abzulenken, schaltete das Radio ein.
'From Sarah with Love,
She got the Love that she is dreaming of. She never found the words to say but I know that today she's gonna send her letter to you. .... Mac begann leise die Melodie zu summen. Sam hörte nur die ersten Töne und sein Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Es war, als würde eine alte Wunde aufbrechen; Tränen stiegen in seine Augen und hastig schaltete er das Radio wieder aus. Fragend sah Mac ihn an. Ihr Partner war ganz weiß im Gesicht und wenn sie es nicht besser gewusst hätte, hätte sie gemeint, seine Augen feucht schimmern gesehen zu haben. "Alles in Ordnung?", fragte sie leise und griff nach seiner Hand. Ihre Berührung ließ Sam zusammenzucken. "Ich....ich mag dieses Lied nicht", flüsterte Sam und sah aus dem Fenster. Auf keinen Fall sollte Mac sehen, wie sehr ihn der Song aufgewühlt hatte. Mac zog ihre Hand zurück. 'Er mag das Lied nicht', wunderte sie sich. 'From Sarah With Love...', sang sie in Gedanken und fragte sich, ob es am Lied selbst oder aber am Inhalt lag... Ehe Mac weiter darüber nachdenken konnte, erreichten sie das JAG Hauptquartier.
Seit sie das Büro betreten hatten, hatte Sam nicht mehr mit Mac gesprochen. Sie war sofort in ihr eigenes Büro gegangen und hatte sich an die Arbeit gemacht. Sam lief jetzt in seinem unruhig auf und ab. Er wartete ungeduldig auf Al. Er konnte sich an dem Schmerz über Macs Tod erinnern, aber er wußte nicht, wann und wo es passiert war. Er bemühte sich die Bruchstücke aus seiner Erinnerung zusammenzusetzen doch es gelang ihm nicht. Er höre nur dieses Lied und er sah den Brief in seiner Hand... "Hi Sam!", erklang plötzlich Als Stimme neben ihm. Erschrocken fuhr Sam zusammen. "Al!" "Tut mir leid, Sam", entschuldigte sich das Hologramm. Sein Gesicht zeigte aber statt Reue nur ein verschmitztes Lächeln. Er liebte es, ein Hologramm zu sein. "Wann, Al?", fragte Sam und sah seinen Freund aufmerksam an. "Wann?", Al verstand nicht, hatte keine Ahnung, was Sam von ihm wollte. "Sarah. Wann wird sie getötet und wie kann ich es verhindern?" "Sarah? Getötet? Verhindern?", wiederholte Al die Fragen. Er zog das Handlink aus seiner Hosentasche und gab hektisch Befehle ein. Als die gewünschten Informationen erschienen, sah er seinen Freund misstrauisch an. "Woher weißt Du davon?", wollte er wissen. "Ich war schon einmal hier", antwortete Sam. "Ich war in Harms Appartment, da war dieser Brief...ich..." "Ganz ruhig, Sam", Al konnte sehen, wie die Hände seinen Freundes zu zittern begannen. "Du bist also schon einmal hier gewesen?" Sam nickte. "...und hast Sarah sterben sehen?" "Nein!", Sam schüttelte den Kopf. "Es war schon passiert", erklärte er. "Ich habe Harms Schmerz gefühlt, als wäre es mein eigener. Ich habe ihren Brief, in dem sie von ihm Abschied nahm, in den Händen gehalten..." Fassungslos sah Sam auf seinen leeren Hände hinunter. "Wann passiert es, Al?" "Heute.", Als Stimme war nur noch ein Flüstern. Der Ausdruck auf dem Gesicht seinen Freundes sagte ihm, wie groß Sams Anteilnahme an Harms Verlust war. "Es passiert hier im Büro in knapp einer Stunde", las er vom Handlink ab. "Ein Mann wird das Büro betreten und auf Dich schießen", er sah Sam in die Augen. "In der Originalgeschichte hat Sarah Harm gerettet, sie stieß ihn aus der Schußlinie... Die Kugel traf ihr Herz....sie... ist in seinen Armen gestorben..." "Er liebt sie", flüsterte Sam. "Er hat es ihr nie gesagt", bedauerend schüttelte er seinen Kopf. Sam wusste, wie kurz das Leben sein konnte. "Du bist hier, damit die Liebe eine Chance erhält." Sam nickte nur.
Virginia
Mac sah zum Büro ihres Partners hinüber. Harm lief dort auf und ab, seine Hände gestikulierten als würde er ein Gespräch führen. Verwundert zog Mac die Brauen nach oben. Harm probte seinen Auftritt vor Gericht doch nie in seinem Büro. Sie nahm eine Akte vom Tisch und schloß ihre Tür hinter sich.
"Harm?" Es klopfte an der Tür. Überrascht sahen Sam und Al sich an. Vorsichtig öffnete Mac die Tür und streckte den Kopf herein. "Störe ich?" Sam schüttelte den Kopf. "Nein. Komme Sie rein, Sarah." "Mac", sagte Al. "Alle nennen Sie nur Mac." "Mac", verbesserte sich Sam und lächelte sie an. Macs Knie wurden weich. Egal, wie oft sie ihren Partner schon lächeln sehen hatte, die Wirkung auf sie war immer dieselbe. Warum nur wich er ihr immer wieder aus, wenn sie mit ihm über ihre Beziehung sprechen wollte. 'Beziehung.', Mac schüttelte lächelnd den Kopf. 'Wir haben keine Beziehung! Wir könnten, aber wir haben nicht. Vielleicht fehlt ihm der Mut?' Sam hatte sie aufmerksam betrachtet, fast konnte er ihre Gedanken lesen. 'Wie hatte Harm nur so lange warten können?' "Mac?", forderte Sam sanft ihre Aufmerksamkeit. "Wir sollten Essen gehen oder..." "Essen?", zweifelnd sah Mac ihn an. "Aber Harm, es ist doch erst 10 Uhr." "Dann irgendwo anders hin...ganz egal." "Ist alles in Ordnung?" "Ja. Nein...", antwortete Sam. "Komm schon, Sam. Mach. Du hast nicht mehr viel Zeit", drängelte Al an seiner Seite. Sam griff nach Macs Hand, hielt sie fest umschlossen. "Wir müssen uns unterhalten." Mac spürte die Wärme seine Hand und ein leichter Schauer lief über ihren Rücken. "Unterhalten?", ihre Stimme zitterte als sie ihm jetzt in den Augen sah. Ernst blickte er sie an und ihr wurde schwindelig. "Ich muss Dir unbedingt etwas sagen", Sam sprach sanft auf sie ein während seine Hände ihr Gesicht umschlossen. Mac nickte nur. Sie war nicht fähig, etwas zu sagen. Ihr Puls raste und ihr Herz schlug wild in ihrer Brust. 'Jetzt? War er endlich soweit, loszulassen?' Die Antwort auf all ihre Fragen konnte sie in seinem Gesicht lesen. Er brauchte nichts mehr sagen, sie wusste es schon. Eine einzelne Träne löste sich aus ihrem Auge, lief ihre Wange hinab. Sam wischte sie mit den Fingerspitzen fort. "Harm..." "Schsch...", Sam legte einen Finger über ihren Mund. "Nicht hier", sagte er, griff nach ihrer Hand und zog sie zur Tür. Fast hatten sie sie erreicht als die Tür von Außen geöffnet wurde. Ein großer, kräftiger Mann stand im Rahmen, eine Waffe in der Hand. Sein Mund verzog sich höhnisch als er die ineinander verschlungenen Hände der beiden sah. Sams Hand schloß sich fester um Macs, mit einem Ruck schob er sie hinter sich, schützte sie mit seinem Körper. "Commander, Commander....", der Mann schüttelte seinen Kopf. "Was wollen Sie?", fragte Sam und sah dabei sein Hologramm an. Al schüttelte den Kopf. Ziggy hatte keine Ahnung, wer der Mann war und was er von Harm wollte. "Sie kennen mich nicht, Commander", begann der Mann erneut zu sprechen, "und Sie werden sich sicher nicht an meinem Bruder erinnern... Ist auch nicht so wichtig. Es reicht, wenn ich weiß, wer sie sind und alles, was sie wissen müssen, ist, dass ich Sie töten werde." "Nein!", rief Mac, versuchte sich vor Harm zu schieben. "Bleib hinter mir!"; forderte Sam sie auf, seine Hand schloß sich noch fester um ihre. "Halt ihn hin, Sam!", Al tippte verzweifelt Befehle ins Handlink. "Nur noch 1 Minute", rief Al. "Gunnery Seargant Galindez wird gleich hier auftauchen..." Sam sah in den Augen seines Gegenüber, dass ihm soviel Zeit nicht mehr bleiben würde. "Sie hat nichts damit zu tun", sagte Sam und deutete mit dem Kopf auf Mac. "Da haben Sie wohl recht", stimmte der Mann zu und richtete seine Waffe genau auf Sams Herz. Bevor der Mann den Finger um den Abzug ganz durchziehen konnte, traf Sam etwas im Rücken und er fiel zu Boden. Ein Schuß hallte im Büro wieder und fast gleichzeitig landete Mac schwer auf ihm. "Sam!"; rief Al. "Sarah!", Sams Stimmer war voller Panik. Zu gut konnte er sich an das Gefühl erinnern, dass er gehabt hatte als er zum ersten Mal in Harm gesprungen war, wie groß dessen Trauer gewesen war als sie in seinen Armen starb. An der Tür entstand Tumult. Ein spanisch aussehender Mann hatte sich auf den Schützen geworfen und rang mit ihm. Doch das alles interessierte Sam nicht. Vorsichtig schob er seinen Körper unter Mac hervor. Er drehte sie zu sich, hielt sie in seinem Schoß. Seine Hände färbten sich rot als sie über ihren Körper strichen. "Nein, Sarah! Bitte nicht! Nicht noch einmal!", rief er und suchte verzweifelt nach der Wunde. Durch das viele Blut konnte er sie nicht gleich entdecken. Als er dann aber die Eintrittstelle fand, traten Tränen der Erleichterung in seine Augen. "Es ist ihr Arm", flüsterte er. "Ihr Arm." Sam zog sie an sich, drückte sie ganz fest an seinen Körper. Mac hatte sie Augen geschlossen. Der Schock und der Aufprall hatten sie das Bewusstsein verlieren lassen. "Sam?", Al stand erschrocken neben ihm. Sein Freund weinte haltlos, flüsterte zärtliche Worte in Macs Ohr. "Sam....sie wird es schaffen." Sam nickte. Er als Arzt wusste, dass alles wieder in Ordnung kommen würde. "Ich muss gehen", flüsterte Sam in Macs Ohr als er den nahenden Abschied spürte. Er drückte einen Kuss auf ihre Stirn und sprang...
Harm kam zu sich, spürte die Last in seinem Armen. Sein Atem stockte, als er Mac scheinbar leblos in seinen Armen liegen sah. "Nein!", sein Gesicht war bereits tränennass, er wusste nicht wie lange er schon weinte und es war ihm auch egal. "Sarah!", sanft schüttelte er sie. "Bitte Sarah, laß mich nicht allein", flehte er sie an. Der Schmerz, den er fühlte, war unbeschreiblich. Ihm war als hätte er das alles schon einmal durchgemacht, als wäre er in der Zeit gefangen und musste die schlimmste Zeit seines Lebens immer und immer wieder erleben. "Nicht noch einmal", flüsterte er. "Bitte! Nicht noch einmal." Er beugte sich über sie, sanft berührte er ihre Lippen mit seinen. "Ich liebe Dich! Bleib bei mir." Macs Lider zuckten, ganz langsam öffnete sie erst ein Auge, dann das andere. Voller Erstaunen sah sie Harm, der sie fest in den Armen hielt, sie wiegte und leise Worte murmelte. Ihre Bewegungen waren so langsam, dass Harm es gar nicht merkte. Erst als sie seinen Namen rief, kam er zu sich. "Harm..." "Sarah?", er fuhr mit den Händen über ihr Gesicht, konnte nicht glauben, dass sie wirklich noch bei ihm war. Mac nickte. Sie hob ihre Hand und wischte seine Tränen fort. Sofort schossen neue in seine Augen. "Sarah.... Ich dachte, ich hätte Dich verloren....ich...." "Schsch....", versuchte Mac ihn zu trösten. "So schnell wirst Du mich nicht los", versuchte sie zu lächeln. Glücklich drückte er sie an sich, bevor sein Mund sich langsam dem ihren näherte. Sanft berührten sich ihre Lippen. "Ich liebe Dich, Sarah!", sagte Harm und sah ihr fest in die Augen. "Kein Zögern, kein Warten mehr."
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