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Things Better Not Left Undone© by Jimaine ()
Sie sind dort draußen, schwer zu sagen, wie viele. Zu viele, soviel ist klar, und jetzt ist es todsicher: wir werden es nicht schaffen. Vielleicht ist es ein Reflex, vielleicht auch ein noch viel tiefergehender Instinkt. Auf jeden Fall läßt er mich deine Arme ergreifen. Dich festhalten. Noch nicht, sagt diese Geste. Ich brauche die Worte nicht laut auszusprechen. Du verstehst. "Hey, Kid, warte. Nur keine Eile..." Das bin nicht wirklich ich, der hier handelt. Es ist jemand anderes...genau gesagt, jemand *besseres* als ich.
Da ist nicht das geringste Zögern, deine Lippen öffnen sich unter den meinen, so wie sich Fleisch der Durchschlagskraft einer Kugel beugt. Als hättest du es erwartet. Hast du auch, schätze ich, so wie du dich gegen mich lehnst, wie übermäßig angespannte Muskeln sich für einen letzten Moment des Friedens entspannen, kurz vor der Ewigkeit. Von irgendwo tief in mir steigt ein Laut auf, für den ich keinen Namen habe. Kein Stöhnen, kein Schluchzen. Einen Augenblick lang denke ich, daß es sich so anfühlen muß, einen Schuß in die Lunge abzubekommen. Ich ersticke... und gleichzeitig atme ich. Da ist Blut in deinem Kuß, süß, so süß... und darunter, versteckt unter deiner Zunge, finde ich dich. Dich. Ich habe immer gewußt, wie du schmeckst, und was mich betrifft, nun, du hast es ebenfalls gewußt. Dies ist bloß eine Bestätigung. Klanglos, hoffnungslos... zukunftslos... "Ich würde es nicht ertragen, es niemals getan zu haben." Wenn ich diesen Moment in die Ewigkeit dehnen könnte... aber wir müssen den nächsten Schritt machen, weiter zur nächsten, Unvermeidlichkeit. "Warte, bis wir in Australien sind, Butch. Ich mag ja nicht wissen, wie das mit dem Schwimmen geht, aber es gibt andere Dinge, die ich weiß. Zum Beispiel das hier." Und dann umfaßt deine Hand meinen Nacken, zieht mich näher heran, unser Blut vermischt sich auf unserer Kleidung und unserer Haut, als du den Kuß mit brutaler Gewalt erwiderst. Zusammen bis zum Ende, dem absoluten Ende. Eine viel vertraulichere Verbindung als uns im Leben vergönnt war. Dies... niemand kann uns dies hier nehmen. Nicht nur mein Atem verläßt mich... da ist noch etwas anderes, ich kann fühlen, wie du es herauf und aus mir herausziehst, mit der Gier eines Verhungernden... der du wohlmöglich auch bist. Wohlmöglich sind wir es beide. Es würde erklären, warum ich nicht loslassen kann, noch nicht. Nicht jetzt, da ich etwas unendlich besseres als Australien entdeckt habe. Es ist kein Ort, sondern eine Person. Und ich will sie behalten. Zumindest für einen weiteren Atemzug. Diese Art von Mut hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Zu spät. Und umso schmerzhafter in ihrer Vergänglichkeit.
"Ich wollte bloß nicht gehen, ohne es jemals getan zu haben, Robert." "Glaubst du, es wird alles in Ordnung kommen?" Das wird es nicht, und ich weiß es. "Es wird in Ordnung sein... weil ich dich haben durfte." Dein Gebrauch meines wirklichen Namens sagt mir, daß du es ebenfalls weißt. Und dennoch lächelst du. Du lächelst. "Australien." Vier Silben, die es kaum durch den Schmerz schaffen. Jesus, ich wurde schon mehrmals angeschossen, aber mein Körper hat vergessen, wie weh es tut! "Ich werde dich darauf festnageln, Kid." "Yeah." Mit unsicheren Händen wickelst du den Lumpen um meine blutende Hand; es nützt nichts, der Stoff ist schon durchtränkt, als du die Waffe in meine Hand drückst. Deine Finger über meine legst und sie um die vertraute Form des Revolvergriffs schließt.
Rücken gegen die Wand, komme ich auf die Füße, schiebe ich mich nach oben. Langsam, langsam. Meine Beine zittern bei der Anstrengung, ich fühle mich schwindelig und zittere wie ein Blatt im Wind. Aber ich stehe. Langsam, langsam. Du bist an meiner Seite, wie immer, du bist da, bei jedem Schritt hinaus ins helle Sonnenlicht. Der Schmerz ist fort, so wie die Vergangenheit. Wie die Zukunft. Und die Welt explodiert, wird zu Feuer und Lärm.
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