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Ausflug mit Amanda© by Aisling (), 2001
Als Methos den anderen Unsterblichen spürte, drehte er sich genervt in seinem Bett um und schaute auf den Wecker. 6.00 h früh. Ausgerechnet Samstags morgens nach einem schönen Abend bei Joe's. Mit einem Fluch sprang er auf, nahm sein Schwert, lief zur Haustüre und riß sie auf. Doch statt eines Unsterblichen, der es auf seinen Kopf abgesehen hatte, stand dort Amanda, die nach einen ersten Blick auf Methos ein sehr anzügliches Grinsen auf den Lippen hatte. Methos schaute an sich hinab und konnte ihr Lächeln verstehen. Nackt mit einem Schwert in der Hand, war er für sie bestimmt ein interessanter Anblick. "Wenn du mir die Türe in dieser Aufmachung aufmachst, dann könnte ich meine gute Erziehung im Mädcheninternat glatt vergessen. Wie wär's, wenn du mich reinlässt und dich anziehst, bevor meine Tugend und deine Freundschaft mit Duncan gefährdet wird. Dann mache ich uns währenddessen Frühstück." Da Methos ganz genau wusste, dass eine Weigerung nur Streit bedeutet hätte, den er sich und seinen Nachbarn um diese Uhrzeit ersparen wollte, trat er einen Schritt zur Seite und ließ sie ein. "In der Küche findest du alles, was du für einen Kaffee brauchst. Mach mir aber bitte noch ein Toast mit viel Butter, sonst werde ich bestimmt ablehnen, was auch immer du um diese Uhrzeit von mir willst." Weiter leise vor sich hingrummelnd verschwand Methos im Badezimmer und kurz darauf hörte Amanda, wie er die Dusche andrehte.
Zufrieden vor sich hinsummend machte sie sich daran, ein Frühstück zu zaubern. Nach einem Blick in den Kühlschrank stellte sie fest, dass selbst Zaubern nicht helfen würde. Dort stand nur ein einsames Danone Jogurt, Butter und Lein-Öl, was sich zwar zur Schwertpflege hervorragend eignete, aber zum Frühstück ungenießbar war. Im Kühlfach fand sie das verlangte Toast. Sie nahm zwei Scheiben und packte sie in den Toaster. Sie wollte gerade Wasser in die Kaffeemaschine gießen, als aus den Lautsprecherboxen ein undefinierbarer Lärm kam. Überrascht ließ sie den Wasserbehälter fallen und setzte damit den Toaster unter Wasser. Der Lärm entpuppte sich als Lokalsender, der die neuesten Nachrichten brachte. Amanda ärgerte sich, daß sie sich von einem Bericht über eine Leiche im Bus so hatte erschrecken können. Sie hörte Methos, der wohl auch das Radio angemacht hatte, in seinem Schlafzimmer rumoren. Hastig versuchte sie, das Chaos, das sie in der Küche angerichtet hatte, zu beseitigen. Die restliche Unordnung übersah sie einfach. Sie wurde noch rechtzeitig fertig. Der Kaffee war gekocht, und auch der Toaster wieder ans Laufen gebracht, als Methos in die Küche schlich, sich wortlos einen Kaffee einschenkte und ein Toast nahm. Amanda fing an zu zweifeln, ob sie ihn überhaupt mitnehmen wollte, denn mit so einem Miesepeter würde es keinen Spaß machen. Sie nahm sich auch eine Tasse und setzte sich zu ihm. Als Methos zu Ende gefrühstückt hatte, blickte er sie lange und durchdringend an. Amanda wurde unter diesem Blick ganz heiß. Unruhig rutschte sie auf ihrem Stuhl hin und her. * * * * *
"Was willst du wirklich? Und erzähle keine Märchen!" Amanda zuckte zusammen. So nicht. Wütend stand sie auf. "Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob du Lust hast, mich heute noch nach Deutschland zu begleiten. In Düsseldorf ist eine große Kirmes. Das habe ich gestern im Fernsehen gesehen und spontan Lust bekommen hinzufahren. Ich wollte dich schon gestern fragen, konnte dich aber nicht erreichen. Alleine macht das ganze einfach keinen Spaß. Mein Auto steht startbereit unten und in Düsseldorf habe ich auch schon zwei Zimmer gebucht. Wir fahren aber über 5 Stunden und um noch was vom Tag zu haben, müßten wir jetzt los. Aber wenn du so schlecht gelaunt bist, dann sage ich alles wieder ab." Nachdem sie ihrem Frust Luft gemacht hatte, drehte sie sich um und wollte schnellstens seine Wohnung wieder verlassen. Aber Methos hielt sie am Arm fest. "Und da ist kein Hintergedanke, kein krummes Ding, das du dort drehst und ich dabei Schmiere stehen soll?" Amanda blickte ihn unschuldig an "Ich möchte nur ein kleines bißchen Spaß haben. Mit jemanden, den ich mag, über die Kirmes schlendern, die Fahrgeschäfte unsicher machen, alle Biersorten, die es dort gibt ausprobieren, mir mit Süßigkeiten den Magen verderben und einen großen Plüschteddy erlosen. Mehr will ich nicht. Großes Ehrenwort." Die Erwähnung der Biersorten gab den Ausschlag "OK, ich komme mit, aber laß mich bitte während der Fahrt im Auto schlafen, damit ich in Düsseldorf wesentlich bessere Laune habe. Ich packe noch einige Sachen und dann können wir los." Diesmal blickte Amanda Methos prüfend an, denn sie wollte nicht das halbe Wochenende damit verbringen, Methos' schlechte Laune zu ertragen. Schließlich nickte sie und grinste ihn an. Kurz darauf waren sie auch unterwegs.
In Düsseldorf angekommen checken sie kurz im Hotel ein. Sie wollten gerade los zur Rheinwiese, als Amanda bemerkte, daß Methos sein Schwert eingesteckt hatte. "Ich weiß ja, daß du sehr auf deine Sicherheit bedacht bist, aber du kannst kein Schwert mitnehmen. Es sind so viele Menschen auf der Kirmes, da gibt es gar keinen Platz zum Kämpfen und auf den Attraktionen sind spitze Gegenstände wie Regenschirme verboten. Mit der Straßenbahn, die heute sowieso voll ist, sind wir in fünf Minuten da." Erleichtert stellte Amanda fest, daß Methos zustimmend nickte, zur Rezeption ging und sein Schwert im Tresor deponierte. Es dauerte zwar einige Minuten, aber dann kam er zufrieden grinsend zurück, hakte sich bei Amanda unter und pfiff fröhlich vor sich hin. Amanda wollte gar nicht wissen, warum er jetzt so gute Laune hatte. Sie fühlte nur den durchtrainierten Männerkörper an ihrer Seite und überlegte, ob sie nicht doch das Programm für den Tag etwas umschmeißen sollte. Wo Champagner und Kerzenschein das Rahmenprogramm wären. Aber da bugsierte Methos sie schon aus dem Hotel raus und in die nächste Straßenbahn rein. Auf dem Rummel angekommen, versuchten sie sich erst mal zu orientieren. Methos löste das Problem, indem er sie zum ersten Bierzelt zog und dort direkt auch eins trank. "Wenn du so weitermachst, dann macht dein Magen keine einzige Achterbahn mit", versuchte Amanda den alten Mann zu bremsen. "Keine Sorge, ich trinke jetzt nur das eine Bier, dann suche ich mir eine Kleinigkeit zu essen, und bis wir alle Fahrgeschäfte hinter uns haben, bleibe ich nüchtern. Ich will mir doch nicht den ganzen Spaß verderben." Erleichtert atmete Amanda auf.
* * * * *
Sie zogen von einem Stand zum nächsten. Fingen mit der Wildwasserbahn an, gingen auf den 'Euro-Star', versuchten beim 'Robin Hood' den goldenen Apfel zu treffen, maßen beim 'Herkules' ihre Kräfte, lachten beim 'Mäusezoo', wurden auf dem 'Shake&Roll' von einem Blitzlichtgewitter mindestens 38 mal pro Sekunde geblendet und waren immer in der dicksten Menschenmasse. Manchmal zeigten sie sich gegenseitig die ungewöhnlichsten Sachen und fanden immer was zu kichern. Nur auf den 'Stargate' gingen sie nicht. Methos gab vor, darauf keine Lust zu haben. Ihm kamen aber beim Anblick dieses Teiles Erinnerungen an die Goa'uld hoch. Obwohl das ganze schon fast 4.000 Jahre her war, konnte er sich immer noch klar und deutlich erinnern. Schnell schob er diese unangenehmen Gedanken beiseite und zog Amanda zum nächsten Bierstand und mußte bei der seltsamen Musik, die dort lief, wieder grinsen. Die nächsten Stunden waren mit dem Ausprobieren sämtlicher kulinarischer Köstlichkeiten ausgefüllt. Nebenbei gewann Amanda beim Losen einen fast mannsgroßen Teddy, den Methos trug, während Amanda ihn immer wieder mit Leckereien fütterte. Schließlich hatte Methos das Gefühl, daß er, wenn er noch irgend etwas probieren würde, was Amanda ihm anbot, platzen würde. Lieber nahm er da noch ein Bier.
Weit nach Mitternacht beschlossen beide, daß sie genug hatten und fuhren in ihr Hotel. Methos nahm sich vor, sich einmal wie ein Gentleman zu verhalten, brachte Amanda zur Tür ihres Zimmers und drückte ihr den Teddy in den Arm. Lachend nahm sie ihn an, drückte Methos dabei den Zimmerschlüssel in die Hand, damit er ihr die Tür öffnete. Sie schaffte es, ihn mit Hilfe des Teddys in ihr Zimmer zu bugsieren. Dabei stolperte sie aber und sie fielen zu dritt auf den Boden. Lachend balgten sie sich um den Teddy, bis dieser nicht mehr im Weg war. Auf einmal war ihnen das Lachen vergangen. Ernst schauten sie sich an, bis Methos die Initiative ergriff, sich über Amanda beugte und ihr einen langen tiefen Kuß gab. Seine Hände gingen über ihrer Kleidung auf Wanderschaft. Als er keinen Widerstand spürte, wurden seine Hände kühner und gingen unter ihre Kleidung. Er hörte nicht auf sie zu küssen. Plötzlich stieß seine tastende Hand auf etwas hartes. Achtlos zog er das Portemonnaie aus ihrer Jacke und streichelte sie weiter. Dann stieß er auf das zweite Portemonnaie, er stutzte, zog es wieder aus ihrer Jacke und suchte diesmal zielgerichtet. Amanda merkte, was los war, und wollte sich wehren. Aber sie war hilflos. Seine linke Hand hielt ihre Hände fest, während sein Körper ihren Körper auf den Boden festnagelte. Er fand insgesamt sieben Brieftaschen. Wütend funkelte er sie an. "Was soll das? Du wolltest doch kein krummes Ding drehen! Was wäre, wenn sie uns erwischt hätten? Ich habe keine Lust, eine Nacht in deutschen Gefängnissen zu verbringen! Du hast mir doch versprochen, kein krummes Ding zu drehen." Amanda seufzte gequält. Sie fühlte Methos' heißen und erregten Körper, der sich auf sie preßte, und dann hörte sie diese Vorwürfe. Sie bekam fast keine Luft mehr. "Das war doch kein krummes Ding! Es gehört doch zum Spaß auf einer Kirmes dazu. Wenn die Leute ihr Geld so unvorsichtig aufbewahren, dann sind sie es selber schuld. Du warst die ganze Zeit bei mir. Du kennst die Tricks der Diebe. So leicht wie sie es mir gemacht haben, da konnte ich einfach nicht widerstehen. Weil du dabei warst, wollte ich es eigentlich lassen, aber meine Finger haben sich einfach selbständig gemacht." Währenddessen rieb sie ihren Körper an Methos, hoffend, daß dies ihn ablenken würde. Er schaute auf Amanda hinab. Sie streckte ihren Kopf nach hinten, schloß ihre Augen und lies ihre Zunge lasziv über ihre Lippen gleiten. Dieser Versuchung war zu stark für ihn. Er vergaß alle Vorwürfe und ließ ihre Körper reden. Nur der Teddy sah zu, als sie sich auf dem Teppich liebten. Nachher bestellte Amanda beim Zimmerservice Champagner und machte alle Kerzen an, die sie finden konnte. Im Bett leckten sie sich gegenseitig den Champagner vom Körper und liebten sich wieder. Bis sie irgendwann erschöpft einschliefen.
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